Trockenfutter für katzen

Guten Morgen,

hab was vergessen: Katerchen wurde mit Flasche großgezogen, vielleicht mag er deshalb keine Mäuse, Frauchen hat ihm jedenfalls nie gezeigt, daß man Mäuse essen kann.

Rein zahntechnisch wird er jetzt wohl auch nicht mehr damit anfangen.

Gruß

Tina

und da ich weiß, dass trockenfutter allein nicht soo das wahre
ist, möchte ich ihnen dann jetzt natürlich wirklich gutes
futter geben und das ist eben die sache:

Also, ich füttere meine beiden mit TroFu von Almo nature, Hill’s Nature’s Best, Orijen und Nutro Hairball. Grau fressen sie nicht, RC nur die Sorte „Beauty“ :smile: Ich denke, das ist eine gute Qualität. Ich kaufe bei zooplus die großen Tüten - 2,5k - zwar teuer im Moment, aber damit komme ich lange aus. Hast du an NaFu schon almo nature probiert oder die Feinen Filets von Miamor? Das ist so schier und riecht auch gut aus der Dose, dass vielleicht der Kot auch nicht mehr so stinkt? Bei meinen Beiden kann ich’s nicht kontrollieren, die machen draußen :wink:

falls jmd noch eine idee hat, woran das mit dem übelriechenden
kot noch liegen könnte

Nein, ich habe auch keine Ahnung, aber von Beaphar gibt es jetzt Leckerchen mit Chlorophyll für Zähne und Zahnfleisch, zur Minderung von Mundgeruch. Ich erinnere mich, irgendwo gelesen zu haben, dass Chlorophyll auch den Geruch der Ausscheidungen mindert. Wenn die Katzen die Leckerchen mögen, probier’s doch mal damit.

Viel Erfolg,
Eva

Hallo Tina,

zum besseren Verständnis worum es eigentlich bei der ganzen Geschichte geht, hab ich mal was aus unserer FAQ Liste hierher geholt.

Natürlich kann man sein Viehzeug ernähren, wie man will, keine Frage. man kann aber ganz sicher die Chancen auf ein langes gesundes Leben erhöhen, in dem man das für die jeweilige Art geeignete Futter gibt.

Gerade bei Katzen ist das mit dem Futter sehr heikel, da Katzen ihr Futter zunächst einer Geruchsprobe unterziehen, viele Sorten fallen hier schon durch. Hast Du Dir mal Gedanken gemacht, wie man diese Akzeptanz bei einer Katze erreicht? Weißt Du was Geschmacksträger sind?

Du kannst 100 Mal behaupten, die und die und die Katze sind mit dem und dem Futter so und so alt geworden…Du hast ja auch Recht damit!
Aber: Du weißt nicht, mit welchen Vorbelastungen eine Katze schon auf die Welt kommt, mit welcher genetischen Disposition, welches ihre persönliche Schwachstelle sein wird. Durch geeignetes den Körper nicht unnötig belastendes Futter kannst Du da durchaus für die Katze etwas an Lebenszeit gewinnen.
Genau wie beim Menschen, man kann sich ausgewogen ernähren, gleich ganz mit Rohkost oder mit Junkfood.

Die Niere ist eine der Hauptschwachstellen, wenn nicht sogar die bei Katzen und gerade Perser und Katzen in denen Perser eingekreutzt sind, haben seit einigen Jahren unter einer vom großen Teich herübergeschwappten Erkrankung zu kämpfen (PKD), was an sich schon die Lebenserwartung senkt.

Jetzt wünsche ich Dir aber viel Spaß beim Lesen [FAQ2262]:

Trockenfutter oder Dosenfutter? Was ist wirklich besser für Katzen?

Sparsamkeit und Bequemlichkeit haben Trockenfutter zum beliebtesten Produkt zur Fütterung von Hauskatzen gemacht. Aber ist das, was gut für uns ist, auch gut für unsere Katzen?

Die Nahrung eines Fleischfressers besteht hauptsächlich aus Eiweiß und Fetten tierischer Herkunft. Ein Fleischfresser hat Zähne, die für das Zerreißen von Fleisch optimiert sind, und einen kurzen, einfach strukturierten Verdauungstrakt, der für die Verwertung und Aufnahme von konzentrierter, hochverdaulicher Nahrung gemacht ist.

Trockenfutter enthält gewöhnlich einen hohen Anteil an Kohlenhydraten. Die natürliche Nahrung der Katze enthält dagegen nur sehr wenig Kohlenhydrate. Katzen nehmen kleine Mengen Kohlenhydraten aus den
Mägen und Därmen ihrer Beutetiere auf. Handelsübliche Trockenfuttersorten enthalten aber bis zu 45-50% Kohlenhydrate. Da die Katze hauptsächlich Fett und Protein verbrennt, wird der Hauptanteil des Kohlenhydratüberschusses als Glykogen und Fett im Körper eingelagert.

Die erste Folge eines Zuviel an Kohlehydraten ist Fettleibigkeit. Die Folgen des Übergewichts sind z.B. Herzprobleme aufgrund der Mehrbelastung des Herzens. Knochen- und Gelenkprobleme werden verstärkt, weil das Skelett mit mehr Gewicht belastet wird, was zu Arthritis und frühem Gelenkverschleiß führt. Diabetes mellitus, eine Krankheit bei der die Bauchspeicheldrüse nicht ausreichend Insulin zur Verarbeitung des Blutzuckers produziert, ist eines der häufigsten Probleme bei übergewichtigen Katzen. Ebenfalls leiden diese häufiger an bestimmten Lebererkrankungen. Ironischerweise entsteht die tödlichste dieser Krankheiten, die Fettleber (hepatische Lipidose) dann, wenn die Katze aufhört zu fressen. Veränderungen in der Leber verursachen Fettablagerungen, die schließlich zu Leberversagen führen können.

In der Leber der Katze werden die gluconeogenische Aminosäuren und das Fett aus der Nahrung desaminiert und in Glukose zur Erhaltung des Blutzuckerspiegels umgewandelt. Die Katze hat sich im Laufe ihrer Evolution so entwickelt, dass sie normale Blutzuckerwerte und damit ihre Gesundheit mit einer praktisch kohlenhydratfreien Ernährung erhalten kann – eine Eigenschaft, die sie von ihren in der Wüste lebenden Vorfahren geerbt hat. Diese Fähigkeit hängt mit einer veränderten Form der Gluconeogenese zusammen. Bei den meisten Tierarten findet der Hauptteil der Gluconeogenese zum Zwecke der Stabilisierung des Blutzuckerspiegels während der postabsorbtiven Phase statt, wenn kein freies Kohlenhydrat zur Verdauung mehr vorhanden ist. Karnivoren wie die Katze ähneln hingegen in diesem Aspekt den Wiederkäuern, da sie sich ständig im Zustand der Gluconeogenese befinden, also dauernd gluconeogenische Aminosäuren zur Erhaltung des Blutzuckerspiegels verarbeiten (bei anderen Tierarten wird dieser Zustand „an- und abgeschaltet“).

Es gibt Unterschiede zwischen Katzen und Allesfressern im Bezug auf die Relevanz diverser Wege der Gluconeogenese und Kohlenhydratverdauung. Im Vergleich mit Allesfressern haben Katzen eine starke Aktivität des Enzyms serine-pyruvate Aminotransferase und eine eher schwache Aktivität bei seriner Dehydratase. Daraus folgt, dass die Katze die Aminosäure Serin auf eine Weise in Glukose umwandeln kann, die weder pyruvate noch serine Dehydratase benötigt.
Nachdem Glukose vom Körper aufgenommen wurde, muss sie zu Glukose-6-Phosphat phosphoryliert werden, bevor sie verdaut werden kann. Die Leber der meisten allesfressenden Tierarten, den Haushund eingeschlossen, enthält 2 Enzyme, die diese Reaktion auslösen: Glucokinase und Hexokinase. Hexokinase ist aktiv, wann immer geringe Mengen an Glukose in der Leber ankommen. Glucokinase kommt ins Spiel, wenn die Leber große Mengen an Glukose durch die Pfortader bekommt. Die Leber der Katze verfügt über aktive Hexokinase, aber nicht über aktive Glucokinase. Als Folge daraus kann die Katze die Glukoseverdauung in der Leber nicht im gleichen Maße wie Tierarten mit beiden Enzymen als Reaktion auf große Mengen verfügbarer Kohlehydrate ankurbeln. Daher wird der größte Teil der Kohlenhydrate im Trockenfutter als Fett eingelagert.

Nicht alle Proteinquellen sind für Fleischfresser gleichwertig, und die Menge an Protein in einem handelsüblichen Trockenfutter für Katzen sagt oft nichts über die Qualität aus. Vor ihrer Domestizierung jagten Katzen Beutetiere, und ihre Nahrung enthielt viel tierisches Protein, etwas Fett und sehr wenig Kohlenhydrate. Diese Nahrung bot sowohl die richtige Qualität als auch Quantität an Protein für das spezielle Verdauungssystem des Fleischfressers. Im Gegensatz zum Allesfresser, dessen Verdauungsapparat aus einem relative langen Dünndarm und relativ großen Magen besteht, ist bei Fleischfressern der Dünndarm eher kurz und der Magen eher klein. Daher muss die optimale Nahrung für den Fleischfresser konzentriert und hochverdaulich sein, so dass nur wenig übrig bleibt, denn der Körper ist darauf spezialisiert, hauptsächlich Protein zu verarbeiten. Wenn ein Kohlenhydratüberschuss in der Nahrung besteht, erreicht ein Großteil der aufgenommenen Nahrungsmenge nur teilweise verdaut den Dickdarm, wo es dann zur Fäkalie geformt wird, was die Verdauungs- und Ausscheidungsorgane überlädt.

Die Proteinverdaulichkeit bei Tierfutter liegt bei ca. 80% für Trockenfutter, 85% für halbfeuchtes Futter und Dosenfutter mit hohem Getreideanteil, und 90% für Dosennahrung mit Fleisch als Hauptproteinquelle. Die Verdaulichkeit wird sowohl von der Quelle des Proteins als auch dessen Verarbeitung beeinflusst. Das Protein im Katzenfutter stammt aus tierischen und pflanzlichen Quellen. Tierisches Eiweiß ist generell teurer und oft von besserer Qualität als pflanzliches Eiweiß. Die Zusammensetzung von Dosenfutter erlaubt die Verarbeitung von Protein und Fett aus hochwertigerer Quelle als bei Trockenfutter.

Eine neue Studie [Morris, James G. and Quinton R. Rogers. 1994. Assessment of the nutritional adequacy of pet foods through the life cycle. Journal of Nutrition 124:252OS-2534S] vergleicht ein bekanntes Dosenfutter mit dem marktführenden Trockenfutter, wobei beide mit “ausgewogener Ernährung” werben. Beim Dosenfutter wurde eine Verdaulichkeit von ca. 90% angegeben, beim Trockenfutter 80%. Der biologische Wert (also der Nutzwert für das Tier) des enthaltenen Proteins wurde für das Dosenfutter mit 70%, für das Trockenfutter mit 60% angegeben. Die effektive Verwertung (also die Menge des verbrauchten Futters in Relation zur aufgenommenen Menge) kann durch Multiplikation der Verdaulichkeit mit dem biologischen Wert errechnet werden. Das Ergebnis: 68% für Dosenfutter, 48% für Trockenfutter. Das bedeutet, dass eine Katze fast doppelt so viel Trockenfutter wie Dosenfutter aufnehmen müsste, um die gleiche effektiv verwertbare Menge an Nährstoffen zu erhalten. Die dabei entstehenden Abfallprodukte müssen aus dem Blut gefiltert werden, was den Nieren zusätzliche Arbeit bereitet. Dies könnte eine Erklärung für das häufige Auftreten von chronischer Niereninsuffizienz bei Katzen mittleren Alters sein.

Die natürliche Nahrung der Katze, lebende Beute, enthält 65-75% Wasser. Die Katze hat während ihrer Evolution in den trockenen Steppen Afrikas ihren Wasserbedarf an ihre Umgebung angepasst und stillt ihn fast ausschließlich aus dem Feuchtigkeitsgehalt der Beute. Katzen können für längere Zeit ohne Wasser überleben, wenn ihre Nahrung 67-73% Wasser enthält, aber sie dehydrieren, wenn der Wassergehalt unter 63% liegt. Der Wassergehalt kommerzieller Katzenfuttersorten liegt zwischen 8% bei Trockenfutter und bis zu 75% bei Dosenfutter. Daher ist der Bedarf an Trinkwasser stark von der Art der Fütterung abhängig.

Bei Fütterung mit Dosenfutter und Zugang zu Trinkwasser nehmen Katzen mehr als 90% ihrer gesamten Wasseraufnahme aus dem Futter auf. Bei Fütterung mit Trockenfutter nehmen Katzen 96% ihres Wasserbedarfs durch Trinken auf. Die Gesamtmenge an aufgenommenem Wasser verringert sich bei einer ausschließlichen Fütterung mit Trockenfutter. Das Verhältnis Wasser zu Trockenmasse bei Fütterung mit Trockenfutter liegt zwischen 2,0-2,8 : 1. Bei Fütterung mit Dosenfutter liegt es bei 3,0-5,7 : 1. Demnach haben Katzen einen höheren Wasserumsatz bei Ernährung mit Dosenfutter als mit Trockenfutter. [National Research Council (National Academy of Science) Nutrient Requirements of Cats].
Der Feuchtigkeitsgehalt der Nahrung hängt mit der Tatsache zusammen, dass mit Trockenfutter ernährte Katzen zwar mehr als 6 mal so viel Wasser trinken als mit Dosenfutter ernährte Tiere, dieses Wasser aber zum Großteil über den Kot wieder abgegeben wird und daher die Urinmenge geringer und das spezifische Gewicht des Urins bei Trockenfutter-Fütterung höher ist. Die Menge an im Urin gelösten Stoffen, inklusive der potentiell steinbildenden Kristalloide, ist von der Urinmenge abhängig. Mit Trockenfutter gefütterte Katzen trinken mehr, aber nicht ausreichend um den geringeren Wassergehalt des Trockenfutters zu kompensieren. In einer aktuellen Studie wurde bei Katzen mit einem Wassergehalt von 10% im Futter, die freien Zugang zu Trinkwasser hatten, eine durchschnittliche Urinmenge von 63 ml/Tag gemessen. Diese Menge stieg auf 112 ml/Tag an, als man diesen Katzen Dosenfutter mit 75% Feuchtigkeit zu fressen gab. Das spezifische Gewicht des Urins war bei Fütterung mit Trockenfutter ebenfalls höher. Eine verringerte Urinmenge kann ein wichtiger Risikofaktor für die Bildung von Harnsteinen bei Katzen sein. Eine Ernährung, die zu einer Verringerung des Flüssigkeitsumsatzes führt, kann die Urinmenge reduzieren und die Konzentration des Urins erhöhen. Beide Faktoren tragen zum Risiko der Harnsteinbildung bei.

Dosenfutter enthält so viel Wasser, dass Katzen, die damit ernährt werden, nur selten trinken müssen. Der tägliche Wasserbedarf in ml wird oft als gleich dem Energiebedarf in kcal bzw. 60 ml/kg geschätzt. Wenn das Futter aufgenommen wurde, werden diesem Wert durch die Oxidation der Nährstoffe ca. 10-13 g Wasser pro 100 kcal Energie hinzugefügt. Demnach wird eine 4 kg schwere Katze, die Dosenfutter mit 240 kcal und 78% Wasser frisst, 237 ml oder 98% ihres täglichen Wasserbedarfs mit dem Futter aufnehmen. Daher muss diese Katze weniger als 30 ml Wasser trinken. Eine Katze, die Trockenfutter mit dem selben Energiegehalt frisst, muss hingegen mehr als 90 ml/Tag zusätzlich trinken. Das kann zu Problemen führen, denn Katzen trinken von Natur aus nicht sehr viel. Die Fütterung mit Dosenfutter mit 78% Wassergehalt garantiert praktisch einen ausgeglichenen Wasserhaushalt.

Zusätzlich zur ausreichenden Versorgung mit Flüssigkeit hilft ein hoher Wasserumsatz dabei, kristallogene Substanzen zu eliminieren bevor sie auf eine Größe heranwachsen, die die Blasenfunktion negative beeinflusst. Dies ist ein wichtiger Punkt vor allem für die Besitzer von Katern. Katzen, die aufgrund einer verstopften Harnröhre für mehr als 24 Stunden nicht urinieren können, sterben oft an akutem Nierenversagen und/oder an schweren Schäden der Blase. Noch zusätzlich zur Entfernung von Kristallen hat eine erhöhte Wasseraufnahme den Vorteil, dass evtl. vorhandene schädliche Substanzen im Urin verdünnt werden, und die Zeit, die der Urin in der Blase verbleibt, verkürzt wird. Dies kann das Risiko von Blaseninfekten verringern. Aus diesen Gründen ist Dosenfutter oft die erste Empfehlung des Tierarztes, wenn es um die Bekämpfung von Harnwegsinfekten bei Katzen geht.

Die Hauskatze ist ein Karnivore (Fleischfresser). Im Vergleich mit der Ernährung von Allesfressern oder Pflanzenfressern, hat die Nahrung eines Fleischfressers zur Folge, dass mit dem Urin mehr Säuren ausgeschieden werden, und dieser daher einen natürlich niedrigen pH-Wert hat. Diese Ansäuerung des Urins resultiert primär aus dem hohen Anteil an schwefelhaltigen Aminosäuren im Fleisch. Die Oxidation dieser Aminosäuren führt zur Ausscheidung von Sulfaten im Urin und einer gleichzeitigen natürlichen Absenkung des pH-Wertes. Weiterhin enthält Nahrung mit hohem Fleischanteil weniger Kaliumsalze als solche mit einem hohen Anteil an Getreide. Ein hoher Getreideanteil (>35%), wie man ihn häufig in kohlenhydratreichem Trockenfutter sieht, ist erwiesenermaßen ein entscheidender Faktor bei der Entstehung von Struvitsteinen, da er zu basischem Urin führt.

Die “Lösung” der Futtermittelindustrie für das Struvitstein-Dilemma war dann die Einführung von urin-ansäuerndem, Magnesium-reduzierten “Spezialfutter für Blasenprobleme”. Obwohl aber ein Urin-pH-Wert von 6.4 oder niedriger mithilft, die Entstehung von Struvitsteinen zu verhindern, ist die Produktion von zu saurem Urin unter Umständen gesundheitsschädlich für die Katze. Wenn ein Tier mehr Säuren aufnimmt als es ausscheiden kann, kommt es zu einer Störung im Säuren-Basen-Haushalt. Verschiedene Studien haben gezeigt, dass bei manchen Katzen eine Ernährung mit urin-ansäuernder Nahrung über mehrere Monate hinweg eine solche Störung auslöst, sowie zu einer Absenkung des Kaliumspiegels führt. Andere Studien weisen darauf hin, dass bei einigen Katzen eine Langzeitfütterung mit urin-ansäuerndem Futter welches nur geringe Mengen an Kalium enthält, zu einem Kaliummangel und Nierenschäden führen. Z.B. erkrankten 3 von 9 Katzen, die mit einem urin-ansäuernden Futter mit 40% Protein und nur geringem Kaliumgehalt ernährt wurden, innerhalb von 2 Jahren an chronischem Nierenversagen. [J Am Vet Med Assoc 1993 Mar 1;202(5):744-51]

Wenn man eine Katze mit Futter ernährt, welches auf natürliche Weise den Urin leicht ansäuert (nämlich durch schwefelhaltige Aminosäuren, Phospholipide und Phosphoproteine – also Fleisch und tierisches Fett, die Nahrung eines Fleischfressers) ist das Risiko der Übersäuerung geringer als bei Futterzusätzen, die den Urin ansäuern. Die basischen Eigenschaften des kohlenhydratreichen Trockenfutters führen dazu, dass der Urin 2 bis 3 mal so stark angesäuert werden muss wie bei Dosenfutter, was das Risiko für Störungen im Säuren-Basen-Haushalt und Nierenschäden entsprechend erhöht.

Eine weitere Folge von angesäuertem Urin kann die Bildung einer anderen Art von Harnstein sein. Während Struvit im sauren Urin aufgelöst wird, kann dieser saure Urin die Wahrscheinlichkeit des Auftretens von Kalziumoxalatsteinen erhöhen. Eine andauernde Fütterung mit stark ansäuerndem Futter führt zu einer Absenkung des im Urin gelösten Kalziums, woraufhin dieses Mineral plötzlich für die Bildung von Harnsteinen zur Verfügung steht. Nahrung mit wenig Magnesium kann dieses Problem noch verstärken, denn Magnesium im Urin behindert die Entstehung von Kalziumoxalat. Kalziumoxalatsteine bei Katzen kommen in den letzten Jahren immer häufiger vor, während die Anzahl der Erkrankungen an Struvitsteinen rückläufig ist. Man vermutet, dass dieser Trend unter anderem von der Verbreitung ansäuernden und magnesiumarmen Futters beeinflusst wird.

Frühere Studien berichteten, dass mehr als 95% der Harnsteine bei Katzen aus Struvit bestanden. Die Häufigkeit der Erkrankungen aufgrund dieses Harnsteintyps hat sich allerdings in den letzten zehn Jahren signifikant verändert, seit die ansäuernden, magnesiumarmen Futtersorten auf dem Markt sind. Eine 1981 durchgeführte Studie besagt, dass 78% der im Minnesota Urolith Center analysierten felinen Harnsteine aus Struvit bestanden, und nur 1% aus Kalziumoxalat. Bis zur Mitte der 90er Jahre war der Anteil an Struvitsteinen auf 43% gesunken, während der Anteil an Kalziumoxalatsteinen auf 43% gestiegen war. Struvitkristalle und daraus bestehende Harnsteine können durch Medikamente aufgelöst werden – Kalziumoxalat dagegen nicht, diese Steine erfordern oft eine operative Entfernung.

Eine Ansäuerung des Urins birgt auch die Gefahr der Toxizität. DI-Methionin verursacht bei Katzen hemolytische Anämie, Methemoglobinemie und Bildung von Heinz-Körpern (mikroskopisch sichtbare Verklumpungen des roten Blutfarbstoffs in den roten Blutkörperchen). DI-Methionin wird bei Trockenfutter häufig als Zusatz zur Urin-Ansäuerung verwendet. Weitere Risiken der chronischen Übersäuerung sind ein eventuell negativer Einfluss auf die Nierenfunktion und das Knochenwachstum. Der Kaliumgehalt in der Nahrung ist hierbei auch ein Faktor, denn eine chronische Übersäuerung des Stoffwechsels kann zu Kaliummangel führen, was wiederum Nierenprobleme zur Folge haben kann. Katzen, die mit einer ansäuernden, kaliumarmen Nahrung gefüttert werden, können an einem durch Kaliummangel verursachten Nierensyndrom erkranken. Futter mit geringem Kaliumgehalt und hohen Anteilen an ansäuernden Stoffen (z.B. DI-Methionin) kann zu einer chronischen Übersäuerung des Stoffwechsels führen und den Kaliumspiegel im Körper absenken. Zu wenig Kalium kann zu Nierenproblemen bis hin zum chronischen Nierenversagen führen, sowie zur einer krankhaft verstärkten Abgabe von Kalium über den Urin, was das Problem dann noch verschlimmert.

Trockene Nahrung ist für Katzen allgemein nicht attraktiv, da es nicht der natürlichen Futterkonsistenz entspricht. Um dem entgegenzuwirken werden Zusätze wie tierische Fette, Proteinhydrolysate, Fleischextrakte, Säuren und die Aminosäuren Alanin, Histidin, Prolin und Lysin verwendet. Diese Liste von Einweißbestandteilen und Säuren macht deutlich, warum tierische Aufschlussprodukte (Digest) als Zutat in fast allen Trockenfuttersorten vorkommen. Aufschlussprodukte sind biologisch stabile Stoffe, die durch Aufschlüsselung tierischen Gewebes entstehen. Sie werden mit Hilfe von Enzymen durch Hydrolyse aus tierischem Gewebe und Nebenprodukten hergestellt. Es entsteht eine dickflüssige Lösung aus Aminosäuren, Peptiden und Fettsäuren. Diese Aufschlussprodukte enthalten auch größere Mengen an Phosphorsäure, die hinzugegeben wird um den Aufschlüsselungsprozess zu stoppen und das Endprodukt haltbar zu machen. Das Digest wird auf die Trockenfutterbrocken aufgesprüht oder in den Teig gemischt und kann 4-10% der Gesamtmasse ausmachen. Durch die Zugabe von Digest wird das Futter im Vergleich zu Futter ohne diese Zugabe 2 bis 3 mal schmackhafter für die Katze. Ist die Phosphorsäure einmal im Katzenfutter, erhöht sie die Säureaufnahme durch die Katze. Wegen dieses Herstellungsverfahrens sollten Katzen, die mit handelsüblichem Fertigfutter gefüttert werden, eigentlich keine weiteren urin-ansäuernden Stoffe bekommen. Aber fast alle Trockenfuttersorten enthalten solche Stoffe, meist DI-Methionin. Eine andauernde Überversorgung mit Säuren führt zu einem Ungleichgewicht im Säuren-Basen-Haushalt des Körpers, Demineralisierung der Knochen, Bildung von Kalziumoxalatkristallen und möglicherweise zu Nierenschäden. Diese Überversorgung könnte also am steigenden Vorkommen von Kalziumoxalatsteinen und chronischem Nierenversagen bei Katzen mittleren Alters beteiligt sein.

Der einzige echte Vorteil von Trockenfutter für die Katze ist eine leichte Minderung der Zahnsteinbildung. Allerdings sind die Zähne der Katze typisch für Fleischfresser, also mehr zum Festhalten, Durchstechen und Zerreißen/Zerschneiden der Nahrung als zum Kauen gemacht. Trockenfutter wird zwar zerbissen, aber nicht wirklich gekaut. Das Kiefergelenk der Katze erlaubt es dem Unterkiefer nur, sich nach oben und unten zu bewegen, nicht aber eine laterale Kaubewegung.

Der Katze fehlen oben die ersten Prämolaren und im Unterkiefer die ersten und zweiten Prämolaren. Sie hat lediglich einen Backenzahn oben und unten auf jeder Seite. Beim Schließen des Mauls gleitet der obere Reißzahn am unteren Reißzahn entlang, was einen scherenartigen Schneidevorgang ergibt, aber keine Kaubewegung. Vor diesem Hintergrund erscheinen die Vorzüge von Trockenfutter im Bezug auf die Zahnhygiene als überbewertet.

Es besteht schon lange der Glauben, dass eine Fütterung mit Trockenfutterbrocken für die Zähne von Hunden und Katzen besser ist als Dosenfutter. Man ging davon aus, dass Trockenfutter weniger Rückstände im Maul zurücklässt, die Bakterien einen Nährboden bieten könnten, und daher die Plaquebildung verringert würde. Trotzdem haben viele mit Trockenfutter ernährte Tiere starke Plaquebildung, Zahnstein und Erkrankungen des Zahnfleisches. Das liegt daran, dass die meisten Trockenfuttersorten zwar hart, aber auch spröde sind, so dass die Brocken beim Daraufbeißen ohne großen Widerstand zerbrechen, und somit kein besonderer Abriebeffekt am Zahn entsteht. Ein geringerer Anteil an Trockenfutter (nicht mehr als 25%) oder spezielle Leckerlis, die Zahnstein reduzieren sollen (nicht mehr als 10% des Gesamtkalorienbedarfs der Katze) sind wahrscheinlich völlig ausreichend um diesen kleinen positiven Effekt zu erzielen, ohne die Risiken, die eine komplette Ernährung mit Trockenfutter in sich birgt.

http://www.maxshouse.com/feline_nutrition.htm
Übersetzung aus dem Englischen: Myriam Schlößer

Gruß
Maja

Hallo,

Geflügelfleischmehl, Weizenmehl, Mais, Tierfett, Grieben (getrocknet), Lebermehl, Fischmehl, Weizen, Fleischhydrolysat, Weizengrießkleie, Fleischmehl, Vollei (getrocknet), Rübentrockenschnitzel, Leinsamen, Hefe (getrocknet), Kaliumchlorid, Natriumchlorid, Chicoreepulver, Yucca-Extrakte

In dem von Dir vorgeschlagenen Trockenfutter ist aber auch ganz schön viel Pflanzliches drin.

Gruß

Tina

[MOD: irreführende Zitat-Formatierung bearbeitet]

In dem von Dir vorgeschlagenen Trockenfutter ist aber auch
ganz schön viel Pflanzliches drin.

Er hat Sanabelle ausdrücklich als „Mittelklasse“ bezeichnet und ein anderes Futter genannt, welches getreidefrei ist. Ich denke es ist jetzt langsam gut mit der Stichelei, oder?

Gruß,

Myriam

Hallo erstmal (soviel Zeit sollte schon sein),

das hat nichts mit Stichelei zu tun. Ich kann nicht sagen, „das Futter ist schlecht weil da ist Getreide drin“ und dann als Alternative ein anderes Futter vorschlagen, in dem genauso Getreide drin ist. Ich habe viel mit Katzen zu tun, habe auch im Freundeskreis etliche Katzenbesitzer und ich kann nicht feststellen, daß Katzen die mit billigerem Futter gefüttert werden schlechter aussehen oder kränker sind als andere. Ich denke einfach, daß die Lebenserwartung von mehr abhängt als nur vom Futter. Es gibt Leute die sagen beispielsweise RC ist kein gutes Futter, andere schwören drauf, meine Katzen lieben es.

Meine Freundin ist Tierärztin (hat keine Katzen, nur einen Hund). Sie sagt sie könnte jetzt nicht sagen, daß der Anteil der Patienten mit Nierenproblemen, die mit billigem Futter gefütter wurden signifikant höher ist, als bei den anderen. Im übrigen bin ich der Meinung, solange ich das Futter nicht selbst hergestellt habe, kann ich auch nicht wirklich sagen was drin ist. Zumal es doch auch Hersteller gibt, die sowohl Billig- als auch Teuerfutter im Angebot haben. Auf die Packung kann man viel schreiben. Meiner Meinung nach kann man einfach nicht sagen, daß ist billig also taugt es nichts und wer seine Katze liebt gibt ihr teures Futter. Ein Futter (mit der lila Packung) hat beispielsweise bei Stiftung Warentest ein sehr gut bekommen.

Gruß Tina

Hallo erstmal (soviel Zeit sollte schon sein),

Ich schreibe nicht bei jedem Posting in einer laufenden Diskussion nochmal separat „Hallo“ (Du ja auch nicht). Wenn Du an einer Gruppendiskussion teilnimmst, sagst Du ja auch nicht zu jedem Hallo, jedesmal wenn Du Dich zu Wort meldest.

das hat nichts mit Stichelei zu tun.

Gegen Deine Argumentation habe ich nichts einzuwenden. Wenn Du aber Aussagen aus dem Zusammenhang reißt und dann noch so Kommentare wie „in einem früheren Posting warst Du aber noch ganz anderer Meinung“ kommen, und sich das auf denselben User bezieht, sehe ich das als Stichelei.

Wir werden hier nicht weiter kommen, wenn jeder als Beweis für die Schädlichkeit/Nützlichkeit von TroFu immer nur anekdotenhaftes Material (meine Katzen, die Katzen meiner Oma/Nachbarin, meine Tierärztin, usw.) anbringt. Die Stiftung Warentest hat übrigens ja nur den Vitamingehalt und Nährstoffgehalt getestet, was relativ irrelevant ist.

Da die Originalfragestellerin aus nachvollziehbaren Gründen aber nur TroFu füttern kann bzw. möchte, ist die Grundsatzdiskussion hier sowieso fehl am Platze und ich denke, wir sollten langsam damit aufhören, da dies zu nichts führt.

Gruß,

Myriam

Hallo nochmal,

da hast Du wirklich recht.

Gruß

Tina

[MOD: irreführende Zitat-Formatierung bearbeitet]

hallo,

ich habe mir jetzt auch ein wenig hin- und hergerechnet und habe tatsächlich festgestellt, dass es im großen und ganzen vom preis her zumindest bei einigen futtersorten wirklich geht und akeptabel ist. ich dachte bisher, dass das ein viel viel höhere belastung im monat darstellt.
allerdings die vielzahl an trockenfutterherstellern macht es doch wirklich sehr schwierig sich zu entscheiden. mal erscheint einem das vorteilhafter, dann aber auch wieder das.
sprich ich kann mich einfach nicht entscheiden zumal ich mir jetzt wirklich sorgen machen, dass sie dann auch wirklich etwas vernünftiges bekommen. ich bin mir sicher, dass sie vom geschmack her sich nicht anstellen werden. sie fressen einfach alles (ich musste ihnen mal ein antibiotikum als paste geben. das haben die mir vom finger geschleckt und der tierarzt meinte, dass da keine bis sehr wing lockstoffe drin waren)
könntest du mir vielleicht einen tipp geben, welches futter du als wirklich hochwertiges alleinfutter ansiehst? oder sollte ich vielleicht sogar lieber 2 oder mehr sorten mischen, sodass das ein gibt was dem anderen fehlt usw?

liebe grüße

und da ich weiß, dass trockenfutter allein nicht soo das wahre
ist, möchte ich ihnen dann jetzt natürlich wirklich gutes
futter geben und das ist eben die sache:

Also, ich füttere meine beiden mit TroFu von Almo nature,
Hill’s Nature’s Best, Orijen und Nutro Hairball. Grau fressen
sie nicht, RC nur die Sorte „Beauty“ :smile: Ich denke, das ist
eine gute Qualität. Ich kaufe bei zooplus die großen Tüten -
2,5k - zwar teuer im Moment, aber damit komme ich lange aus.
Hast du an NaFu schon almo nature probiert oder die Feinen
Filets von Miamor? Das ist so schier und riecht auch gut aus
der Dose, dass vielleicht der Kot auch nicht mehr so stinkt?
Bei meinen Beiden kann ich’s nicht kontrollieren, die machen
draußen :wink:

nein diese beiden habe ich bisher noch nicht ausprobiert.
ich habe wirklich viel ausprobiert, aber nichts hat sich getan.
teils kam dann noch durchfall dazu oder blähungen. na und das muss ja wirklich nicht sein.
allerdings ich hab schon überlegt, ob ich futterhersteller mal direkt anschreibe, mein problem erkläre und frage, ob ich vielleicht etwas zur probe bekommen könnte. dann müsste ich nicht alle sorten durchprobieren (was mir auf dauer auch nicht sehr sinnvoll vorkommt)und vielleicht finde ich ja etwas was die beiden gut vertragen. ich fände es auch besser, wenn ich wieder trocken- und nassfutter füttern könnte

ich werde auf jeden fall mal die sache mit den leckerlis ausprobieren.
mögen werden sie die bestimmt und wenn sie sogar vielleicht noch beim der geruchsverminderung helfen lieb ich sie auch :smile:

vielen dank

von josera gibt es trocken futter- 2 sorten…a) ich nennees mercedesfutter für untergewichtige und b) für die etwas rundere katze… normalerweise sind katzen fleischfresser…ein buch zur empfehlung für alle katzenbesitzer-katzen würden mäuse kaufen-
wenn ihr das gelesen habt kauft ihr keine büchs mehr.
www.josera.de es gibt ein händlerverzeichnis und das futter ist nicht schlechter als canin royal, nur preiswerter.
gruß konstanze

Hallo,

ich füttere nicht ein einzelnes Futter. Bei mir bekommen sie abwechselnd Sanabelle, Almo Nature Holistic, Orijen, Grau Premium.
Die letzten beiden haben einen sehr hohen Fleischanteil, sind aber entsprechend teuer.
Mischen wäre natürlich optimal, aber dann bleiben die Großpackungen noch länger angebrochen stehen und das will ich nicht. Beachte auch, dass „Geflügelfleisch mehl“ in der Zutatenliste deutlich höher zu bewerten ist als „Geflügel“ oder „Geflügelfleisch“.
Und vermeide Futter mit folgendem Hinweis: „Mit Antioxidans: EG Zusatzstoffe“. Darin enthalten sind i.a. umstrittene chemische Konservierungsstoffe/Antioxidantien.

Ich füttere übrigens auch noch Nassfutter (was bei den Katzen aber nicht ganz so gut ankommt).

Gruß, Niels

ist ja schön das Du Deine Meinung in den letzten Jahren so
geändert hast. Da gabs doch mal einen Beitrag von Dir, der
genau das Gegenteil sagt.

zum einen musst du schon sagen in welcher Beziehung ich meine Meinung geändert haben soll

zum anderen musst du auch den Beitrag mitteilen, in dem ich „genau das Gegenteil“ behauptet habe

Ansonsten ist das, was du hier in den Raum stellst blanke, inhaltslose Polemik, die die Grenze zur Unverschämtheit deutlich überschritten hat.

Niels

hallo niels

danke für deine antwort.
ich denke dann werde ich es so machen, dass ich mir 2 größere futtersäcke kaufe (so also muischen kann) und die einfach mit meiner mama teile, sodass die säcke doch recht zügig verbraucht werden.
eine frage hab ich nur noch:
ich bin mir nicht sicher, ob ich dich richtig verstanden habe.
ist geflügelfleischmehl besser oder schlechter als geflügel oder geflügelfleisch? ich hätte gedacht schlechter …
danke schonmal im voraus für deine antwort

Hallo,

ich bin mir nicht sicher, ob ich dich richtig verstanden habe.
ist geflügelfleischmehl besser oder schlechter als geflügel
oder geflügelfleisch?

Geflügelfleischmehl ist getrocknetes, gemahlenes Geflügelfleisch. Im TroFu liegt das Geflügelfleisch natürlich immer in getrockneter Form vor.
Die Logik ist eine rein rechnerische Angelegenheit. Ist das auf der Packung angegebene Mischungsverhältnis (die Inhaltsangabe geht in der Reihenfolge der Mischungsanteile) auf frisches Geflügelfleisch oder auf bereits getrocknetes Geflügelfleisch(mehl) bezogen?

Mischst du ein Teil Getreide (= bereits trocken) mit einem Teil frischem Fleisch (noch feucht), trocknest das ganze und machst Pellets draus, dann ist der Fleischanteil deutlich geringer als wenn du die gleiche Menge getrocknetes Fleisch(mehl) verwendest. Bei frischem Fleisch wird also auch noch das Wasser mitgewogen, wärend bei getrocknetem nur die später auch noch vorhandene Substanz berücksichtigt bleibt.

Qualitativ macht es (für den Fleischanteil) keinen Unterschied, ob Fleischmehl oder Frischfleisch verwendet wird. Am Ende ist beides trocken. Fleischmehl ist aber viel gehaltvoller als Frischfleisch (welches noch ca. 70% Wasser enthält).

Gruß, Niels