TV-Doku multiple Persoenlichkeiten

Hallo Leute

Gestern lief im Fernsehen eine Doku ueber multiple Persoenlichkeiten.
Dort wurde im Wesentlichen gesagt, dass mancher Patient hilfesuchend
zu einem Psychiater oder einem Psychotherapeuten geht und nach kurzer
Zeit mit der Diagnose „multiple Persoenlichkeit“ bedacht wird. Die
Anzahl dieser verschiedenen Ichs kann in die Hunderte gehen und unter
ihnen befinden sich Kinder, Satanisten oder Kanibalen - im selben
Koerper wohlgemerkt. Diese multiplen Persoenlichkeiten sollen aber
Suggestionen und Konstruktionen der Therapeuten sein, mit denen sie
den Patienten in ein Abhaengigkeitsverhaeltnis bringen, welches sich
auf dem Kontostand des Therapeuten sehr angenehm bemerkbar macht.
Einer der Gegner der Diagnose mult. Pers. traf eine sehr klare
Aussage: „Wenn der Patient erst einmal glaubt, der Therapeut wisse
mehr ueber ihn als er selbst, dann kann dieser dem Patienten alles in
die Erinnerung pflanzen.“ Nachgeholfen wird mit Drogen.
Ein Psychiater zeigte, wie leicht jemand eine andere Persoenlichkeit
annehmen kann, sofern er leicht hypnotisierbar ist. Er suggerierte
seinem Subjekt die absurdesten Dinge (Bush wolle Amerika in einen
kommunistischen Staat verwandeln) und dieser war dann von nichts
fester ueberzeugt als davon, dass dies eine Tatsache waere.

Ich glaube, dass die Psychotherapie und auch die meisten anderen
psychologischen Methoden nicht besser sind als das Schamanentum
unserer Vorfahren, nur im moderneren Gewand. Beispielsweise sind
Freuds Erklaerungen menschlichen Verhaltens zwar plausibel aber ob
sie wahr sind, das weiss kein Mensch. Und aehnliches gilt fuer die
Weiterentwicklungen der Freudschen Theorien, b.z.w. ihren
Alternativen.
Mehr als in allen anderen Wissenschaften konstruiert der
Experimentator (Therapeut) in der Psychologie die Wirklichkeit.
Nur, und das ist das Problematische, zum Leid der Patienten.

Ich bin mir der unzulaessigen Pauschalisierungen und der mangelhaften
Differenzierungen dieses Beitrages bewusst, aber ich will mir auch
nicht die Finger wundtippen, um diesbezuegl. Einwaenden vorzubeugen.
Ich hoffe, ihr versteht mich richtig.
Also die Frage ist: Wie erfolgreich ist eine Psychotherapie (mit
ihren hundert Unterformen) ueberhaupt, d.h. wie viele beginnen krank
und enden gesund? Gibt es im Bereich Psychotherapie irgendein
wissenschafltiches Vorgehen, oder ist alles nur Spekulation?

Danke fuer Antworten, Tychi

Hi Tychi,

meine Therapie hat mir sehr geholfen, und ich bin nicht viel verrückter als vorher. :wink:

Ernsthaft, ich denke, dass man sehr differenzieren muss. Für mich war es hilfreich, mit jemandem zu sprechen, der völlig neutral mein Leben, mein Verhalten usw. von einem ganz neuen Blickwinkel aus durchleuchtet und mich so dazu bringt, alles einmal von einer anderen Seite aus zu betrachten. Wie Du so schön schreibst, es gibt einige Therapie-Arten, ich kann Dir gar nicht genau sagen, welche ich gemacht habe. Wir haben halt „nur“ geredet, was völlig in Ordnung war. Scheint für mich ausreichend gewesen zu sein.

Mein Therapeut hat übrigens in keiner Weise versucht, mir etwas einzureden, er hat halt in allen Ecken erst einmal ansatzweise rumgekramt, und wo wir etwas gefunden haben, wurde näher drauf eingegangen. Für „moderne Scharlatane“ halte ich Psychologen/Psychiater/usw. definitiv nicht, einige versuchen sicherlich, ihren Patienten Medikamente anzudrehen oder ihnen Dinge einzureden, die nicht benötigt werden. Die Psychiaterin, bei der ich zuerst war, gehört leider auch dazu.

Aber in jeder Branche gibt es schwarze Schafe. Wenn diese im Bereich „Psych…“ vorkommen, ist es halt manchmal auffällig negativ, was da gepanscht wird, weil viele Patienten hier „anfälliger“ sind für die Meinung anderer und sich leichter beeinflussen lassen - gerade, wenn es ihr Arzt ist, denn der hat ja studiert und weiß schon, was er tut und sagt…

Grüße
Natascha

Hallo,

Gestern lief im Fernsehen eine Doku ueber multiple
Persoenlichkeiten.

ja, die habe ich zufällig gesehen. Die Angaben, die gemacht wurden, sind vom Grundtenor her korrekt. Die Zweifel an der Störung und die zweifelhaften Methoden bestimmter Therapeuten und Ärzte sind amtlich. Der offizielle Standpunkt zu der Störung ist momentan noch, daß es sie gibt, aber daß es erhebliche Zweifel daran gibt, ob sie nicht durch bestimmte Therapeuten verursacht wird, z.B. über Hypnose und Drogen.

Zur Frage der Wissenschaftlichkeit von Psychotherapie und ihrer Wirkung:

  1. Es gibt in Deutschland aufgrund der Psychotherapiegesetzgebung ab 1999 einen Wissenschaftlichen Beirat Psychotherapie (WBP) der Bundesregierung. Er ist abwechselnd bei der Bundesärztekammer und der Bundespsychotherapeutenkammer angesiedelt. Dieser Beirat hat zur Aufgabe die „wissenschaftliche Anerkennung“ (ein schlecht gewählter Begriff, es müßte wissenschaftliche Begründbarkeit oder so ähnlich heißen) von Psychotherapieverfahren nach genau definierten Kriterien zu prüfen. Er hat bis jetzt geprüft (Ergebnisse gelten für Erwachsenentherapie):

a) Gesprächspsychotherapie: Wissenschaftlich anerkannt in 4 Bereichen
b) Psychodrama: Nicht anerkannt
c) Systemische Therapie: Nicht anerkannt
d) Neuropsychologische Therapie: Wissenschaftlich anerkannt in 1 Bereich
e) Verhaltenstherapie (VT): Wissenschaftlich anerkannt in 9 Bereichen.

VT sowie Psychoanalyse und tiefenpsychologische Verfahren müssen nicht geprüft werden, der WBP hat aber diesen Verfahren das Angebot gemacht, sie zu überprüfen. Die Vertreter der VT mehrerer Verbände haben das Angebot angenommen und das Ergebnis habe ich genannt.

Der WBP ist nicht unumstritten, wie man sich denken kann. Die Lobbyisten vieler Therapieformen, besonders der Therapierichtungen, die durchfallen, kritisieren den Beirat massiv. Es geht um viel Geld, denn nur wer anerkannt ist, wird durch die Kassen bezahlt und nur dessen Ausbildungsinstitute werden staatlich anerkannt.

Hier der Link zur Seite des Beirates, auf der man u.a. die Gutachten einsehen kann:

http://www.wbpsychotherapie.de/Homepage/index.html

  1. Es gibt seit Jahrzehnten wissenschaftliche Studien aus der Psychotherapieforschung zur Wirksamkeit der Psychotherapie. Danach gibt es folgende Rangfolge in der Wirksamkeit der Therapieformen:

  2. Verhaltenstherapeutische Methoden

  3. Gesprächspsychotherapie

  4. Psychoanalytische Kurzzeittherapie

Auch das ist - wie man sich aus obigen Gründen denken kann - höchst umstritten, aber ich stehe voll dahinter.

  1. Die einzige Psychotherapieform, die auf der Universitäts-Psychologie beruht, ist die Verhaltenstherapie. Die Verhaltenstherapie integriert alles, was wirkt. Dazu gehören auch Ideen, die einst aus der Gesprächspsychotherapie oder der Psychoanalyse stammten. Viele Gründerväter der VT waren übrigens enttäuschte Psychoanalytiker. Die VT ist daher nicht die Therapie einer psychologischen Schule. Steht auch im Gutachten des WBP.

  2. Psychoanalytische und tiefenpsychologische Theorien (Freud, Jung, Adler, Rank, Reich, Fromm, Kernberg, Kohut und Co.) gehören nicht der Universitäts-Psychologie an und sind wissenschaftlich gesehen höchst zweifelhaft und in vielen Punkten widerlegt. Solche Theorien gelten in der Universitäts-Psychologie als höchst spekulativ, haben aber auch zu manchen Zeiten die Forschung angeregt.

Grüße,

Oliver Walter

Hi Tychi und hallo Freunde

Also die Frage ist: Wie erfolgreich ist eine Psychotherapie
(mit ihren hundert Unterformen) ueberhaupt, d.h. wie viele beginnen
krank und enden gesund?

Ich denke die Frage trifft für JEDE Form sog. Heilbehandlung(en) zu: Wieviele Fehldiagnosen, wieviele nicht oder nicht richtig erkannter Erkrankungen, wieviel falsch oder gar nicht behandelte Erkrankungen („Kunstfehler“), wieviel Sterbefälle oder Folgeerkrankungen in Folge ärztlichen Missgeschicks usw. usf.

Ich vermute in allen o. g. Fällen nicht gerade wenige Opfer und eine noch höhere Dunkelziffer.

Dennoch käme wohl niemand auf die Idee, z. B. chirurgische Eingriffe grundsätzlich anzuprangern und in Frage zu stellen.

Für mich ist entscheidend, ob dem Patienten (dem Leidenden) mit der jeweiligen Massnahme geholfen werden kann und wird (also Leiden vermindern oder vermeiden).

Dass es dabei Unglücke gibt oder Scharlatane und geldgeile Gewissenlose mit krimineller Energie sich rumtreiben muss ich in Kauf nehmen, da ich es nciht grundsätzlich verhindern kann.

Hallo

Ja, schon klar: es gibt ehrliche und wohlmeinende Therapeuten und es
gibt Schufte.
Viel interessanter ist fuer mich, ob in einer Therapie Wirklichkeit
(als Vorstellung im Bewusstsein des Patienten und des Therapeuten)
konstruiert wird und in wie fern die Methoden und Theorien
wissenschaftlich sind.

Tychi

Kuballas TV-Doku
Hi Tychi

bemerkenswert, daß eine Rückfrage ausgerechnet zu diesem innerhalb kurzer Zeit zum 5. Mal ausgestrahlten unsäglich tendenziösen und abstrus argumentierten Bericht des Felix Kuballa kommt. Dagegen waren am 18.07. und 20.07. die beiden Sendungen " Höllenleben" I und II zu sehen, die wirkliche Dokumentationen mit wirklichen multiplen Persönlichkeiten sind, die aber seit Jahren zum ersten Mal wieder gesendet wurden. Bin sehr verwundert, daß dazu keine Rückfragen kamen, denn diese beiden Dokus gehen den Spuren der erschreckenden Hintergründe und Gewaltverbrechen nach, unter deren Folge eben die Probandinnen zu leiden hatten. Diese Berichte hatten damals (2001) tatsächlich kriminologische und juristische Konsequenzen.

Diese Hintergründe sind allerdings für die bürgerliche Gesellschaft derartig unangenehm und aufrüttelnd, daß man sich lieber auf die bequemere Reaktion „sowas können Menschen nicht tun, also ist es erfunden oder phantasiert“ einläßt. Dasselbe gilt für das Phänomen MPS selbst: Soetwas ist dem in diesen Dingen ungeschulten Verstand undenkbar, also muß es nur eine Inszenierung zum Zweck der Täuschung sein - oder halt eine „Konstruktion“ verbrecherischer Therapeuten.

Und genau auf dieser Welle reitet Kuballa ebenso wie die FMSF (False Memory Syndrom Foundation), diese inzwischen (auch in D) unermeßlich einflußreiche Gesellschaft, in der sich Eltern zusammenschließen, die sich zu unrecht von (ihren) Kindern des sexuellen Mißbrauchs angeklagt fühlen: Die wichtigste Hilfsorganisation heute für Täter und Täterringe.

Vielleicht mag das Faible verschiedener Sender für genau diesen Bericht (statt für „Höllenleben“) darin begründet sein, daß Felix Kuballa Grimme-Preisträger ist. Jedenfalls wurde gegen die ARD, die das Ding 2003 gesendet hatte, von Opferseite Klage eingereicht (wieweit die Sache fortgeschritten ist, weiß ich leider nicht).

Über einige Probleme im Zusammenhang mit dem Bezweifeln der Realität des MPS einersets in der psychologischen Theorie, andererseits in der gesellschaftlichen Praxis hatte ich vor längerer Zeit hier geschrieben:

http://www.wer-weiss-was.de/cgi-bin/forum/showarchiv…

http://www.wer-weiss-was.de/cgi-bin/forum/showarchiv…

Kuballa berichtet über einige Skandale in USA, in denen speziell mit Hypnosetechniken arbeitende Therapeuten nicht nur ihre Patienten, sondern vor allem die Versicherungsgesellschaften über den Tisch gezogen hatten. So weit so gut, und es entspricht den Tatsachen. Diese Therapeuten sind in USA verurteilt worden. Nun zieht Kuballa aber mit Hilfe einer einzigen Person, die von sich berichtet, daß auch ihr MPS diagnostiziert wurde (ebenfalls von einem Hypnosetherapeuten), daß sie aber erkannt habe, daß sie nicht multipel sei, die unsäglich dümmliche, aber für den Unkundigen täuschend „glaubwürdige“ Schlußfolgerung, daß die multiple Persönlichkeitstörung generell nur ein Produkt therapeutischer Intervention sei.

Damit schlägt dieser Bericht all denen voll ins Gesicht, die ihr Leben lang darunter zu leiden haben, daß niemand in ihrem Lebensraum ihnen glaubt, und zwar daß man (besonders im eigenen Familienkreis) nicht nur die extrem sonderbaren (und für den damit nicht Vertrauten absurden) Erscheinungen der vollständigen Dissoziation für bewußt inszeniertes Theater hält, sehr oft mit der Konsequenz, daß man vor allem auch die Erinnerungen an die ursprünglichen Gewalterlebnisse für „nur eingebildet“ hält.

Die bei vielen sehr tiefgreifende Angst davor, für unglaubwürdig gehalten zu werden, führt oft dazu, daß diese Personen sogar ihren Therapeuten entscheidende Dinge nicht anvertrauen und sie sich auch ihnen gegenüber nicht als multipel outen (ja, das ist möglich!). Es kommt hinzu, daß viele auf MPS spezialisierte Therapeuten davon ausgehen, daß das MPS das therapiebedürftige Phänomen sei, und keineswegs alle (die von Multiplen selbst immer wieder betonte) Erkenntnis teilen, daß MPS vielmehr eine Strategie des Bewußtseins ist, das eigentliche Trauma überhaupt zu überleben.

Dort wurde im Wesentlichen gesagt, dass mancher Patient hilfesuchend
zu einem Psychiater oder einem Psychotherapeuten geht und nach kurzer
Zeit mit der Diagnose „multiple Persoenlichkeit“ bedacht wird.

Ja, so einen absurden Unsinn legt Kuballa tatsächlich in diesem Bericht nahe. Man geht wegen wasweißich depressiver Befindlichkeit oder psychosomatisch bedingtem Bauchweh zum Therapeuten und kommt mit einer MPS-Diagnose zurück - so ein unsäglicher Schwachsinn.

Die Anzahl dieser verschiedenen Ichs kann in die Hunderte gehen
und unter ihnen befinden sich Kinder, Satanisten oder Kanibalen - im
selben Koerper wohlgemerkt.

Erstaunlich, zu welchen absurden Phantasien dieser Bericht anregt: Tatsächlich befinden sich in einem System von Innenpersonen auch Kinder, sogar manchmal auch Tätersympathisanten und Täteridentifikationen (was Kuballa nicht weiß, und weil es auch seine Darstellungstendenz irritieren würde). Tatsächlich sind aber hauptsächlich Kinder die Opfer und Satanisten mit kannibalistischen Attitüden und Ritualen befinden sich mitten in unserer diesbezüglich blauäugiegen Gesellschaft. Diesen kriminologisch extrem schwer aufdeckbaren Sachverhalt systematisch zu leugnen ist u.a. das Programm der oben erwähnten FMSF.

Diese multiplen Persoenlichkeiten sollen aber Suggestionen und Konstruktionen der Therapeuten sein

… und der horrorfilm-geschulte Zuschauer glaubt dem Herrn Kuballa das, da er ja gelernt hat, daß das Grauen immer nur als Fiktion existiert.

Einer der Gegner der Diagnose mult. Pers. traf eine sehr klare
Aussage: „Wenn der Patient erst einmal glaubt, der Therapeut
wisse mehr ueber ihn als er selbst, dann kann dieser dem Patienten
alles in die Erinnerung pflanzen.“ Nachgeholfen wird mit Drogen.

Solcher gefährliche Unsinn, der Täter schützt und Mißbrauchsopfer weiter verbal mißhandelt und diffamiert, geht dem pantoffelbeschuhten Plüschverstand natürlich leichter die Kehle runter und erhält ihm seinen ruhigen Schlaf.

Mehr als in allen anderen Wissenschaften konstruiert der
Experimentator (Therapeut) in der Psychologie die
Wirklichkeit. Nur, und das ist das Problematische, zum Leid der Patienten.

Zum Leid der Patienten sind vor allem solche über die Sender abgestrahlten Pamphlete. Deine Schlußfolgerung beweist es unter anderem, und du bist bei Weitem ja nicht der einzige, der sie macht, und viele hörten aus dieser (wiederholten) Darstellung zum erstenmal über das Phänomen der multiplen Persönlichkeit.

Hättest du eine Woche vorher „Höllenleben“ gesehen, würdest du etwas ganz anderes schlußfolgern …

Also die Frage ist: Wie erfolgreich ist eine Psychotherapie
(mit ihren hundert Unterformen) ueberhaupt, d.h. wie viele beginnen
krank und enden gesund?

Dazu hat Oliver Walter dir schon eine Antwort geschrieben.

Grüße

Metapher

Hallo Tychi
Ich habe die Diagnose „multiple Persönlichkeit“ noch nie gestellt und ich kenne auch keinen befreundeten Kollegen, der dies tut. Unter tausend eigenen Patienten habe ich keinen gesehen, der diese Diagnose bekommen dürfte.
Ich habe den Beitrag nicht gesehen, aber er klingt nicht sehr seriös. Anscheinend wurde der Eindruck vermittelt, viele Therapeuten würden diese Diagnose stellen. Dieser Eindruck ist sicherlich absolut falsch.
Bedauerlicherweise wird im TV über Psychotherapie, Psychosomatische Medizin und Psychiatrie oft auf einem sehr niedrigen Niveau berichtet.
Gruss, Branden

konstruierte Wirklichkeit
Hi Tychi

Viel interessanter ist fuer mich, ob in einer Therapie
Wirklichkeit (als Vorstellung im Bewusstsein des Patienten und des
Therapeuten) konstruiert wird …

Sicher ist solche „Konstruktion“ in keiner psychologsichen Therapiemethode gezielte Absicht. Es kann aber sehr wohl dennoch passieren, z.B. bei noch zu wenig erfahrenen Therapeuten (obwohl dies bei deren eigener Supervision eigentlich aufgedeckt werden sollte/dürfte), die (oft unabsichtlich) den Patienten unadäquate Deutungen „aufdrücken“, die der Patient dann vielleicht gerne aufgreift in einer ihm nicht notwendig bewußten Reaktion, durch die er tieferliegende Konflikte vor der dialogischen Aufdeckung absichert. Das kann dann den therapeutischen Prozess unnötig in die Länge ziehen.

Vor allem kann (aber nicht muß ) das aber in der Praxis (nicht in der Theorie!) psychoanalytischer/tiefenpsychologischer Therapien passieren, da hier die Deutung in manchen Schulen mit einem gewissen Unfehlbarkeitsbewußtsein dem Patienten „nahegelegt“ wird. Dabei kommt es vor, daß Ablehnung der Deutung (da sie ja per Voraussetzung „richtig“ ist) wiederum als „Abwehr“ des Patienten gedeutet wird, was wiederum als Hinweis auf die Richtigkeit der Deutung genommen wird.

Dabei kann ja, nach dem oben gesagten, umgekehrt gerade das Akzteptieren einer (falschen) Deutung eine Abwehrreaktion des Patienten sein … und der Therapeut hat dann über längere Zeiträume keine Kriterien an der Hand, das zu unterschieden.

Hier liegt u.a. meine Kritik an der therapeutischen Praxis (nicht an der Theorie) dieser Schulrichtungen. Vorteilhafter sind in dieser Hinsicht dialogische Verfahren, die so angelegt sind, daß der Patient Deutungen im Verlauf des Gesprächs selber findet …

Gruß

metapher

5 „Gefällt mir“

Hallo Branden,

Anscheinend wurde der Eindruck vermittelt, viele
Therapeuten würden diese Diagnose stellen.

nein, im Gegenteil. Es kam ein Gutachter von der Johns Hopkins Universität zu Wort, der genau das im Interview sagte, was Du sagst. Der Gutachter antwortete auf die Fragen, ob er je Leute gesehen hätte, die von sich aus ohne therapeutische Beeinflussung, Hypnose und Medikamenten von mehreren Persönlichkeiten gesprochen haben, daß er unter hunderten von Fällen keinen einzigen gesehen hätte, bei dem das nicht so gewesen sei. Immer habe es therapeutische Beeinflussung, Hypnose und Medikamente gegeben. Ohne Therapeut hätte niemand davon berichtet.

Wie man auch immer das bewerten will.

Gruß,

Oliver Walter

2 „Gefällt mir“

Wir möchten dazu auch etwas sagen! Uns hat kein Therapeut eingeredet dass wir multipel sind! Kein Therapeut hat uns je hypnotisiert oder unter Drogen gesetzt! Wir haben uns erst später Hilfe gesucht. Wir haben unserer Thera lange nichts von uns erzählt, weil wir befürchteten als verrückt dargestellt zu werden.
Jeder der leugnet dass es multiple Persönlichkeiten gibt, leugnet auch das was wir mit Bestimmtheit wissen. Es würde bedeuten dass wir alles nur erfunden haben was mit uns geschehen ist. Genau das was T*t*er wollen! Nicht nur wollen, was so sein muss damit sie weiter mit Kindern machen können was sie wollen. Und die Gesellschaft? Sie kann sich jetz beruhigt zurücklehnen weil es ja Multis nicht gibt und somit die Grausamkeiten auch nicht! Und die Gesellschaft kann durchschnaufen weil sie ja jetzt nichts mehr zu ändern braucht während Kinder als Folterobjekte benutzt werden. Und wer behauptet es gäbe keine Multis, der ist in unseren Augen nur feige und ein sehr guter Wegseher, denn wer bei sowas wegsehen kann, der ist keinen Deut besser als die die es ausführen um ihrer perversen Gier willen!
Und anstatt dass diese Gesellschaft sich aufrafft die Kinder die sie in diese Welt setzt zu schützen, macht sie die drei Affen, Blind Taub Stumm!
Es ist traurig wenn Therapeuten so einen Mist bauen und die Diagnose MPS vergeben nur um teure Therapien zu geben. Das ist mehr als traurig!
Wir bestreiten nicht, dass es schrecklich ist, wenn man eine solche Diagnose bekommt, die nicht stimmt!
Aber es gibt unsereins die wirklich Multi sind und die gegen das was da abgeht kämpfen! Und derartige Reportagen sind für uns ein Faustschlag ins Gesicht und mehr noch! Denn wir müssen uns alles hart genug erkämpfen und ständig in Vorsicht leben vor Leuten wie Kuballa.
Die die wirklich Multi sind, müssen sich von einem solchen Herrn wirklich nicht gefallen lassen, dass sie nur Simulanten oder Theragestörte Spinner sind!
Es wäre indes viel sinnvoller wenn sich die Gesellschaft aufraffen könnte zu verhindern, dass das auch nur einem Kind angetan wird, denn das können Sie sich alle nicht vorstellen. Doch so lange es Leute gibt die Leuten wie Herrn Kuballa glauben, wird sich nicht viel ändern, und die Täter weiter in Ruhe ihr Unwesen treiben können zum Leidwesen unserer Nachfolgenden Generationen, die wir, wie wir immer so groß betonen, schützen müssen! Doch Wegsehen ist kein Schutz!
Wegsehen und Leugnen ist einfach, aber feige!
Typisch für unsere bequemlichkeitsliebende Gesellschft, der der Schutz unserer Kinder egal zu sein scheint, nur weil ein angeblicher „Fachmann“ oder „Psychiater“ sagt, es gibt keine Multis!
Das ist wirklich traurig!

Diesen Artikel möchten wir noch gern hier reinsetzen auch wenn er ziemlich lang ist, erschien es uns doch wichtig!

Mitteilung an die Medien – 06.03.03

Wahnvorstellungen?

ARD-Film macht Stimmung gegen Traumatherapie

Multiple Persönlichkeiten gibt es nicht, so die Behauptung des Autors Felix Kuballa. Sein TV-Beitrag veranlasst die ISSD[1], einen internationalen Fachverband von Traumatherapeuten, erstmals in ihrer Geschichte öffentlich zu einem Medienbericht Stellung zu nehmen.

Traumatherapie selbst ist nicht spektakulär, aber ihr Erfolg in den besten Fällen wohl: Menschen mit Kriegstraumatisierungen können nach jahrelangen Schlafstörungen, Flashbacks[2], Depressionen, nach Arbeitsunfähigkeit oder Suizidalität wieder ein aktives, zuversichtliches Leben führen. Opfer von sexueller Gewalt und Kinderpornographie befreien sich von Schreckensbildern der Vergangenheit. Therapie hilft, Symptome als Folgeschäden zu mildern und beispielsweise Sucht und selbstverletzendes Verhalten – oft Versuche, Gewalterinnerungen zu verbannen – einzustellen und positive Perspektiven zu entwickeln.[3] Und bei den aktuellen Aufdeckungen der Saarbrücker Polizei um sexuellen Missbrauch und Mord des kleinen Pascal bleibt zu hoffen, dass die überlebenden kindlichen Opfer der Bande gute therapeutische Hilfe erhalten.

Doch es gibt noch ein anderes Bild von Traumatherapie. Das zeichnet Autor Felix Kuballa im Film „Multiple Persönlichkeitsstörung: Wahn der Therapeuten?“, den die ARD am 19.03. in der Reihe „die story“ zeigt. Leider ist das Fragezeichen im Titel der einzige Hinweis im Film, dass es zum Thema noch Fragen gibt. Die Geschichte: Eine Deutsche und zwei US-Bürgerinnen, die vor zehn oder mehr Jahren eine Diagnose der Dissoziativen[4] Identitätsstörung (DIS) – früher Multiple Persönlichkeitsstörung[5] genannt – erhielten, gelangten später zu der Überzeugung, dass sie nicht „multipel“ seien. Sie behaupten, ihre Therapeuten hätten ihnen bizarre Geschichten von sexueller Gewalt, Kriminalität und Multipler Persönlichkeit unter Hypnose suggeriert, und verklagen diese.

Zu Recht weist Kuballa darauf hin, dass es in der Frühzeit systematischer Diagnostik dieser seit rund 150 Jahren bekannten Störung viel Unwissen und auch Fahrlässigkeit gab. So sind etwa zehn Prozent[6] der Diagnosen „falsch positiv“, das heißt, der Therapeut hat sich geirrt.

Doch der Autor begnügt sich nicht mit diesem Hinweis. Er benutzt die drei Frauen, um die Existenz der Dissoziativen Identitätsstörung an sich zu bestreiten und Betroffene wie Fachleute unglaubwürdig zu machen. „Multiple Persönlichkeit gibt es nicht“, sagt eine der Frauen im Film, und die Experten nicken. In diesem einen Fall mag die Diagnose falsch gewesen sein. Aber gilt das auch für den Rest der Welt?

Man könnte den Beitrag stillschweigend als persönliche Meinung des Autors hinnehmen, der sicher Gründe für seine Schwerpunktsetzung hat. Da der Film aber ein derart einseitiges Bild von Traumatherapie zeigt und viele sachliche Fehler aufweist, steht zu befürchten, dass er trotz später Sendezeit (23.30 Uhr) mehr Schaden anrichtet als Aufklärung leistet. Er kann Patienten verunsichern und Fachleute in ihrer Arbeit behindern. Deshalb nimmt die deutsche ISSD-Sektion öffentlich Stellung zu diesem Medienbericht:

Die ISSD beschäftigt sich mit der Forschung und Fortbildung bei der Diagnostik, Behandlung und Prävention dissoziativer Störungen. Die schwerste Form aus diesem Störungsspektrum ist die Dissoziative Identitätsstörung. Diese Störung wird als psychobiologische Antwort auf schwere kindliche Traumatisierungen in Form von Vernachlässigung sowie seelischer, körperlicher und sexueller Misshandlung im Kindesalter verstanden. Sie führt zu einem charakteristischen Muster von Identitätsaufspaltungen. [7] In dem Film von Kuballa wird nun der Eindruck erweckt, dass es sich bei der Dissoziativen Identitätsstörung um ein iatrogenes, d.h. durch therapeutische Kunstfehler entstandenes Krankheitsbild handelt. Der aktuelle Forschungsstand spricht jedoch gegen diesen Standpunkt. Es ist vielmehr erwiesen, dass diese Erkrankung zu den posttraumatischen Störungen gezählt werden muß. [8] Die Störung ist bei stationären psychiatrischen Patientinnen und Patienten in einer versorgungsrelevanten Größenordnung (ca. 5%) zu finden. [9] Wir wissen heute, dass wiederholte Traumatisierungen die Vernetzung und Biochemie des kindlichen Gehirns nachhaltig schädigen.[10] Wir wissen, dass diese Gewaltformen die Gesundheit der Menschen noch 40 Jahre später beeinträchtigen oder zerstören können.[11] Aber – und das ist die gute Nachricht –, wir wissen auch, dass derartige Traumafolgen bei rechtzeitiger Intervention häufig reversibel sind: Psychotherapie kann Neurobiologie verändern.[12] Mit intensiver Psychotherapie kann die Prognose der sonst chronisch verlaufenden Erkrankung deutlich verbessert werden.[13] Obwohl grundsätzlich die Gefahr besteht, dass die Diagnose fälschlicher Weise gestellt wird, besteht zur Zeit das viel größere Problem darin, dass die Erkrankung nicht erkannt wird oder in Ermangelung ausreichender Therapieangebote nicht adäquat behandelt wird. [14] In einem durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft unterstützten Projekt wird an der Medizinischen Hochschule Hannover an der Entwicklung von Tests zur schnelleren Erkennung der Erkrankung gearbeitet.[15] Von der ISSD wurden bereits 1997 Richtlinien für die Behandlung der DIS veröffentlicht.[16]

Von journalistischer, sorgfältiger Annäherung an die Wahrheit kann bei dem Beitrag von Felix Kuballa leider nicht die Rede sein. Der Film zeigt beispielsweise Anwalt Christopher Barden, der behauptet, es gäbe an die tausend solcher Prozesse gegen Therapeuten in den USA. In der Fachöffentlichkeit sind nur 150 bekannt.[17] Barden, der sich in den USA durchaus einen Namen gemacht hat bei der Aufklärung über gefährliche Techniken wie Rebirthing, behauptet, die Zeitung der Therapeuten, die Menschen mit DIS behandeln, hätte „dicht gemacht“ (fälschlich wird „shut down“ mit „verbieten“ übersetzt). Der Name des Blattes wird nicht genannt – in den USA kennt man keinen solchen Fall. Außerdem geht der Autor in keiner Weise auf die Fortschritte in Neurowissenschaften und Psychotraumatologie ein. Stattdessen zitiert er ausschließlich Experten, die sämtlich mit der False Memory Syndrom Foundation (FMSF) in Verbindung stehen. Das ist ein Zusammenschluss von Menschen, die - zu Unrecht oder zu Recht - des sexuellen Missbrauchs beschuldigt werden[18]. Niemand sollte zu Unrecht sexuellen Missbrauchs beschuldigt werden. Das darf aber nicht dazu führen, Opfern sexueller Gewalt die Glaubwürdigkeit abzusprechen und Therapeuten in aggressiven Kampagnen und mit Prozessen zu attackieren, wie es die FMSF macht. Diese Verbindung wird im Film nicht offen gelegt. Alternative Ansichten fehlen ganz. Das ist fatal auf einem Feld, in dem gegensätzliche Meinungen aus gutem Grund zu hören sind: Die dissoziativen Störungen konfrontieren uns mit einer Seite der Gesellschaft, die wir lieber nicht sehen wollen: dem Ausmaß verborgener Gewalt und Vernachlässigung in Familien. Nichts verursacht so viele nachhaltige Gesundheitsschäden und Todesfälle wie diese erschreckende Realität, so zeigt eine amerikanische Langzeitstudie an 17.000 Erwachsenen[19].

Qualifizierte Traumatherapie unterstützt Betroffene, mit Gewaltfolgen fertig zu werden, seien diese durch Familien oder in extremer Ausprägung durch destruktive Kulte verursacht. Dabei werden heutzutage weder – wie im ARD-Film behauptet – „Wahrheitsdrogen“ gespritzt, noch Exorzismus betrieben oder gar unter Hypnose eingeredet, der Papst wäre ein Satanist. Solche Szenen sind Hokuspokus aus dem Bereich von Varietezauberei. Ein Blick in die Richtlinien der ISSD hätte genügt, das zu klären.[20] Die von Kuballa angeprangerte Hypnose etwa wird als Instrument mehr und mehr durch modernere Techniken ersetzt. Zudem schuf das Psychotherapeutengesetz (1999) einheitliche Standards in einem bis dahin für Laien undurchsichtigen Bereich.

In den letzten Jahren findet Deutschland den Anschluss an fortschrittliche Traumatherapie anderer Länder. In vielen Großstädten wurden Traumazentren eingerichtet, die erfolgreiche Arbeit leisten. Hätte Felix Kuballa sich bei einem dieser Profis Rat geholt, dann hätte er erfahren, dass die Dissoziative Identitätsstörung klar diagnostiziert werden kann. Anders als sein Film behauptet, ist die Diagnose trennscharf, valide und unterscheidet sich von anderen Störungen.[21] Sie wird in beiden international anerkannten und gültigen Diagnosehandbüchern aufgeführt.[22] Wenn man überhaupt Diagnostik akzeptiert (natürlich basiert sie auf dem Konsens von Fachleuten, wie auch unser Rechtssystem), dann muss man auch diese Diagnose akzeptieren. Zu Recht weist Kuballa auf die Gefahr von Fehldiagnosen hin. Die dissoziative Identitätsstörung zu übersehen, ist auch ein Fehler.

Im Namen der ISSD Deutschland:

Dr. med. Arne Hofmann:
Leiter des EMDR-Instituts Deutschland Ausbildung, Forschung, Beratung im Bereich psychischer Traumatisierungen
Lehrbeauftragter an der Universität Köln
und der Universität Peking
Mitglied der Leitlinien-Kommission
zur posttraumatischen Belastungsstörung

Dipl.-Psych. Michaela Huber:
psychologische Psychotherapeutin
Ausbilderin und Supervisorin im Bereich traumazentrierte Psychotherapie
Schwerpunkt komplexe Posttraumatische Belastungsstörung, dissoziative Störungen
Mitbegründerin und Vorstandsmitglied
des Zentrums für Psychotraumatologie e.V. in Kassel

  1. Vorsitzende der dt. Sektion der ISSD

PD Dr. med. Ursula Gast
Psychoanalytikerin
Ärztin für Psychotherapeutische
Medizin
Medizinische Hochschule Hannover
Leiterin Psychotherapie-Weiterbildung
Mitglied der Leitlinien-Komission „Dissoziative Störungen“

Danke für beide Beiträge… owT

Hallo Thousands

ich bewundere euren Mut euch hier so öffentlich zu stellen, in einem Forum wo es oft genug geleugnet wird, das in dieser Gesellschaft so grausame Dinge geschehen das ein Mensch sich derart aufspalten muss um überhaupt überleben zu können.
Ich weiß auch das der Weg lang ist endlich für sich einzustehen, zu kämpfen und sich der Gesellschaft zu stellen, egal wie sie reagiert und dafür danke ich euch, denn die meisten verstecken ihre DIS weil sie schon zu oft dafür verleugnet und bedroht wurden.

Menschen wie euch braucht die Gesellschaft um reifen zu können.

Danke, Schiwa

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Hallo schiwablue

Wir denken einfach dass es allerhöchste Zeit wird zu kämpfen gegen das was da jeden Tag geschieht, gegen verbohrte Lehrbuchpsychologen die nicht verstehen können, was sie nicht begreifen können/wollen, die in ihrer Weisheit grau vor Theorie sind, gegen die Gesellschaft die es zulässt, einfach wegsieht! Es ist sicher nicht viel was wir verändern können, und nicht zuletzt müssen wir auch auf uns achten. Aber nichts zu sagen und gar nichts zu tun, bringt auch nichts.
Wir können nur das tun was wir vertreten können, denn es geht letztlich auch um uns und unsere Sicherheit, wir würden gern mehr tun.
Leugnen ist doch nur ein Zeichen von Angst und Unsicherheit vor Dingen die sie nicht verstehen!
Aber dieses Leugnen tut weh verletzt das is schon klar!
Wichtig ist nur, dass die, die es besser wissen sich zusammentun, um unserer Kinder willen, denn die können sich nicht wehren das können nur wir großen, und je mehr helfen, umso besser!

Grüße
die thousands

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Ich empfinde die letzten Postings in diesem Thread als höchst zweifelhaft und wenig überzeugend. Sie erwecken viele falsche Eindrücke, so z.B. als ob die Multiple Persönlichkeitsstörung (MPS/DIS) eine unausweichliche Folge von sexuellem Mißbrauch sei und daher die Zweifel an ihrer Existenz identisch mit Zweifeln an der Existenz sexuellen Mißbrauchs seien.

Es ist schlicht nicht wahr, daß es in unserer Gesellschaft hauptsächlich Wegsehen, Vertuschung und Verheimlichung von sexuellem Mißbrauch und lauter menschenfressende Satanisten gibt, mit denen die zweifelnden Ärzte und Therapeuten sympathisierten. Die Neugestaltung des Sexualstrafrechts mit vielen Verbesserungen für die Opfer zeugen von dem Gegenteil.

Es ist unsinnig, so zu tun, als ob Zweifel an der Existenz der Multiplen Persönlichkeitsstörung gleichbedeutend mit der Behauptung seien, es gäbe die Störung nicht.

Es ist dummes Zeug, daß alle, welche die Störung bezweifeln oder sagen, daß es sie nicht gäbe, genauso schlimm wie diejenigen seien, die sexuellen Mißbrauch begingen, Täter unterstützen oder mit ihnen sympathisieren würden.

Ich finde es schädlich für die Opfer sexuellen Mißbrauchs, wenn falsche Zusammenhänge hergestellt werden.

Ich finde es schädlich, wenn man den Kampf für die Anerkennung und Beachtung der Störungskategorie MPS/DIS an den Kampf gegen sexuellen Mißbrauch knüpft. Wenn die Störungskategorie MPS/DIS einmal fallengelassen würde, hieße es nicht, daß sexueller Mißbrauch nicht mehr anerkannt würde.

Diese Vermischung beider Themenkomplexe, so als seien sie identisch, obwohl MPS/DIS ein Teilproblem sexuellen Mißbrauchs und körperlicher Mißhandlung darstellt, das höchstens einen kleinen Teil der mißbrauchten Personen betrifft, wirkt auf mich unglaubwürdig und läßt mich eher mehr daran glauben, daß an den Zweifeln etwas dran ist, da die Befürworter zu Falschinformationen und Abstrusitäten greifen müssen, um ihren Standpunkt zu verteidigen.

ich bin einfach nur fassungslos über soviel ignoranz in einem weißen kittel und weiß genau warum so jemand wie du noch nie jemanden zu gesicht bekommen hat der unter dieser störung leidet…

es ist unfassbar wie kaltschnäutzig und skrupellos du mit menschen umgehst!!

schiwa

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GRATULATION!
ich möchte dir herzlich gratulieren zu diesem Beweis deiner ungeheueren Sensibilität, eines Diplompsychologen wahrhaft würdig und zur Ehre gereichend, mit der du Personen, die sich hier (und bei früherer Gelegenheit) als Opfer sexueller Gewalt und darüber hinaus als Multple geoutet haben, ihre Darstellungen kommentierst:

Ich empfinde die letzten Postings in diesem Thread als höchst zweifelhaft und wenig überzeugend
Es ist schlicht nicht wahr …
Es ist unsinnig …
Es ist dummes Zeug …

Vor allem dieses:

wirkt auf mich unglaubwürdig und läßt mich eher mehr daran glauben, :daß an den Zweifeln etwas dran ist

ist genau DAS, wie für jeden ganz offensichtlich lesbar, worum es der Userin „thousands“ hauptsächlich ging: Es ist genaudiese Haltung von besserwissenden Psychologen (und Psychotherapeuten, aber das betrifft nicht dich natürlich), die immer wieder zur Folge haben, daß Opfer (insbesondere frühkindlicher) sexueller Gewalt sich trotz heftigster psychischer und psychosomatischer Leiden es nicht wagen und sich nicht überzeugen lassen, sich in therapeutische Behandlung zu begeben - oder diese, nachdem ihnen genau diese von dir so anschaulich demonstrierte Haltung entgegengebracht wurde, vorzeitig abbrechen.

Was dir offenbar selbst aus dem Posting eines Mißbrauchsopfers hier nicht klargeworden ist: Diese unverschämt unverfrorene entwürdigende verbale Abfertigung mit völlig überflüssigen Spitzfindigkeiten ist das, unter dem Gewaltopfer (und insbesondere die, um die es hier geht, nänmlich solche, bei denen MPS die Folge war!) hauptsächlich zu leiden haben. Es hilft ihnen bei ihrer extrem schwierigen Vergangenheitsbewältigung ungemein und erzeugt bedingungsloses Vertrauen in die Feinfühligkeit der darauf spezialisierten Therapeuten!

Ich finde es schädlich für die Opfer sexuellen Mißbrauchs …

volle Zustimmung! Diffamierung, Verachtung und Entwürdigung in Form obiger verbaler Abfertigungsformeln sind schädlich für Opfer sexuellen Mißbrauchs - denn sie reagieren gerade auf so etwas in einem für Laien unvostellbaren Maße sensibel.

Und insbesondere gereicht es zu deiner Ehre, daß du dieses grußlose Ding nicht unmittelbar als Antwort an thousands zu posten wagtest. Man schaut einem Menschen, von dem man als geschulter Psycholge zu wissen haben sollte, welche Überwindung einem solchen Outing einer Betroffenen zugrunde liegt, nicht ins Gesicht und sagt es ihm persönlich, was man von ihm hält?

Nochmal: Danke für diese Demo - und es tut mir leid für die Betroffenen, die den Mut hatten, sich dem hier öffentlich auszusetzen

Metapher

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Ich empfinde die letzten Postings in diesem Thread als höchst
zweifelhaft und wenig überzeugend.

Sehr geehrter Herr Oliver oder Walter oder was auch immer Ihr Nachname sein mag,
wir können nur hoffen, dass nicht Ihr ganzer Berufsstand so ignorant denkt wie Sie und wir haben zum Glück die Erfahrung gemacht dass dem nicht so ist. Leider gibt es immer noch zu viele Ignoranten wie Sie, die nachplappern was ihnen andere vorgeplappert haben, ohne eigenes konstruktives Denken! Leider muss jemand für ein Psychologie Diplom immer noch nur auswendig lernen, und braucht weder Menschenkenntnis noch sonst ein jedwedes eigenständiges, praktisches Denken. Jeder muss sich nach dem Studium selbst darum kümmern, Praxis zu lernen. Anscheinend haben Sie das leider versäumt! Es ist schade um Ihr Wissen und Können, jedoch kommt man mit ignoranz im Leben nicht weiter und jeder Psychologe der behauptet das menschliche Gehirn und die Seele zu kennen, ist etwas zu Größenwahnsinnig gestrickt!
Sie erwecken viele falsche

Eindrücke, so z.B. als ob die Multiple Persönlichkeitsstörung
(MPS/DIS) eine unausweichliche Folge von sexuellem Mißbrauch
sei und daher die Zweifel an ihrer Existenz identisch mit
Zweifeln an der Existenz sexuellen Mißbrauchs seien.

Wir hoffen Sie kommen niemals, niemals in Ihrem Leben in die Verlegenheit, etwas ähnliches wie wir durchmachen zu müssen, nicht einmal annähernd! Es wäre für Sie vielleicht sehr heilsam aber es ist das menschenunwürdigste und wir würden es nicht unsere ärgsten Feinden wünschen. Wir hoffen, dass auch nie ihre Kinder, sofern Sie je welche haben sollten, das durchstehen müssen, dass sich die Seele spalten muss damit man überleben kann. Wir wünschen Ihnen von ganzem Herzen dass sie das niemals erleben müssen! Dass Sie niemals erleben müssen, wie es ist, hier vor dem Computer zu sitzen und Postings wie Ihre zu lesen! Denn sie sind menschenverachtend denen gegenüber, die überlebt haben, weil sie sich gespalten haben, und mit aller Kraft um ihr Glück kämpfen, weil der andere Ausweg aufgeben hiesse!

Es ist schlicht nicht wahr, daß es in unserer Gesellschaft
hauptsächlich Wegsehen, Vertuschung und Verheimlichung von
sexuellem Mißbrauch und lauter menschenfressende Satanisten
gibt, mit denen die zweifelnden Ärzte und Therapeuten
sympathisierten.

Wir haben nie behauptet dass es menschenfressende Satanisten gibt. Aber es gibt Menschen, die Kinder/Säuglinge Foltern um ihrer perversen Gier willen und des Geldes wegen, dass sie mit den Filmen und Fotos verdienen und die sicherlich die Quälerei überdauern werden, wenn nicht sogar das Leben des Kindes das darauf zu sehen ist. Jedoch werden Sie in unserem Thread auch nicht nur annähernd die Bezeichnung menschenfressende Satanisten finden. Jedoch indem Psychologen wie Sie leugnen, dass es solche Grausamkeiten gibt, dass sich die Seele spaltet, erleichtern Sie den Tätern ihre Arbeit und ihr Vergnügen daran, Kinder zu quälen, zu misshandeln und zu Foltern und weiter ihre Kinderfoltervideos zu drehen. Denn durch Ignoranz wurde noch kein Schritt nach vorne gemacht!

Die Neugestaltung des Sexualstrafrechts mit

vielen Verbesserungen für die Opfer zeugen von dem Gegenteil.

Ja Sie haben recht es hat sich etwas geändert, Sie sollten sich jedoch fragen warum, denn freiwillig einfach so, hat dieser Staat dieses Gesetz nicht, zumindest einen Hahnentritt, in die richtige Richtung gemacht.

Es ist unsinnig, so zu tun, als ob Zweifel an der Existenz der
Multiplen Persönlichkeitsstörung gleichbedeutend mit der
Behauptung seien, es gäbe die Störung nicht.

Zweifel sind in einigen Dingen berechtigt und gut, und bewahren einen oft, auch Sie können gerne Zweifeln. Warum aber in Ihrem Zweifel, fragen Sie nicht bei jenen nach, die behaupten Multipel zu sein und gehen offen auf sie zu? Wir sind gerne bereit Ihnen Ihre Fragen so gut es uns möglich ist, zu beantworten! Wir werden Sie mit offenen Armen Antworten geben, wie wir sie jedem anderen auch geben würden!

Es ist dummes Zeug, daß alle, welche die Störung bezweifeln
oder sagen, daß es sie nicht gäbe, genauso schlimm wie
diejenigen seien, die sexuellen Mißbrauch begingen, Täter
unterstützen oder mit ihnen sympathisieren würden.

Das tun sie sehr wohl, denn sie sorgen dafür dass die Opfer aus Angst vor Leuten wie Ihnen schweigen! Sie stellen uns als simulanten und Lügner hin und damit haben die Täter leichtes Spiel!

Ich finde es schädlich für die Opfer sexuellen Mißbrauchs,
wenn falsche Zusammenhänge hergestellt werden.

Ich finde es schädlich, wenn man den Kampf für die Anerkennung
und Beachtung der Störungskategorie MPS/DIS an den Kampf gegen
sexuellen Mißbrauch knüpft. Wenn die Störungskategorie MPS/DIS
einmal fallengelassen würde, hieße es nicht, daß sexueller
Mißbrauch nicht mehr anerkannt würde.

Auch hiermit haben Sie recht, sexueller Missbrauch ist nicht zwangsweise mit DIS/MPS geknüpft! Es ist Kinderfolter was daran geknüpft ist! Und Herr Oliver oder Walter, ist das besser? Denn wenn Sie sich mit der Thematik befasst haben wir wir annehmen, spalten sich Persönlichkeiten nur ab, wenn das Ich-Bewusstsein noch nicht voll entwickelt ist, also ca. vor dem fünften Lebensjahr und auch nur dann wenn daran eine so schwerwiegende Situation geknüpft ist, die für das Kind empfunden wird, dass es sterben müsste. Also eine Todesnäheerfahrung!

Diese Vermischung beider Themenkomplexe, so als seien sie
identisch, obwohl MPS/DIS ein Teilproblem sexuellen Mißbrauchs
und körperlicher Mißhandlung darstellt, das höchstens einen
kleinen Teil der mißbrauchten Personen betrifft, wirkt auf
mich unglaubwürdig und läßt mich eher mehr daran glauben, daß
an den Zweifeln etwas dran ist, da die Befürworter zu
Falschinformationen und Abstrusitäten greifen müssen, um ihren
Standpunkt zu verteidigen.

Das ist ein trauriger Standpunkt den Sie da vertreten! Es tut uns leid, dass Sie unsere Threads als Falschinformationen darstellen.

Wir wünschen Ihnen von Herzen alles Gute

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Danke für deine Worte Metapher

Aber auch jemand wie Oliver Walter wird uns nicht abhalten, das weiterzumachen, was wir angefangen haben!

Auch dir von Herzen alles liebe

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

hallo metapher

auch ich möchte dir danken denn du alleine vertrittst hier die verschwindend geringe „gesellschaft“ die nicht wegschaut und schweigt, sich nicht getraut stellung zu beziehen gegen einen diffamierenden, ignoranten, statistikenschreibenden psychologen der meint die welt zu kennen.
zweifel sind erlaubt, natürlich, ohne zweifel gäbe es keinen fortschritt und keine verbesserungen, das bestreitet niemand, doch keiner sollte so vermessen sein etwas in abrede zu stellen nur weil er es selbst nicht kennt und er kann froh sein solches nicht zu kennen.

ich danke dir für deinen klaren intelligenten verstand und vor allem für deine unermessliche empathie menschen gegenüber

schiwa