TV-Duell

Hallo Tom,

ich finde das Problem der Körperschaftssteuer alles andere zu banal um erwähnt zu werden. Hier geht es doch vielmehr um die Symptomatik.
Und das Argument, dass die großen Gesellschaften mit der gesparten Körperschaftssteuer die Möglichkeit zur Investion erhalten, kann ich überhaupt nicht nachvollziehen. Wieso soll ich (als Platzhalter für die Klein- und Mittelstandsbetriebe) denn die Investionen der Großen finanzieren? Ein Großteil aller Arbeitsplätze liegt im Mittelstand! Der Mittelstand ist die Säule einer jeden Volkswirtschaft und hier gilt es zu fördern.

Wir sind, auch dank der Ära Kohl, verschuldelt bis zum
Anschlag, und, und das ist das perverse, nehmen jedes Jahr
mehr Schulden auf, nur um die Zinsen zu bezahlen, und trotzdem
keinen Cent zu tilgen.

Hätte unter der Ära Kohl nicht die Wiedervereinigung stattgefunden, gäbe es heute auch kein Schuldenproblem. Seit der Wiedervereinigung hat Westdeutschland weit mehr als 1000 Milliarden DM für den Aufbau Ost bereitsgestellt. Das entspricht ca. einem Gesamtdeutschen Bundeshaushalt IN EURO! Dieses Geld stammt nicht nur aus dem Solizuschlag, sondern selbstverständlich auch aus neuen Schulden. Glaubst Du die SPD hätte hier irgendetwas anders machen können???

Die SPD-Mentalität „nehmt es den Reichen und gebt es den Armen“ kann nicht funktionieren, denn die Kuh, die man melken will, sollte man tunlichst nicht schlachten. Aber immer sind es die bösen Unternehmer und die armen unterdrückten Arbeitnehmer. Aber zum Glück haben die Gewerkschaften die SPD ja fest in der Hand und sorgen dafür, dass sich es Betriebe wie wir nicht mehr leisten können, neue Arbeitnehmer einzustellen, obwohl wir genug Arbeit hätten.

Gruß
Sarah

das positive am TV-Duell
75 min Privatfernsehen OHNE Werbung!

Gruß Ivo

  1. Nicht das _gesamte_ Ausfkommen geht in den Rententopf
    (schau mal einer an)

Doch. Ist der Fall.

  1. Ist sie insgesamt vielleicht gerade noch als neutral zu
    bezeichnen, _aber_ da sie die Rentenentlastung _in_Prozent_
    bringt und die Belastung aber in Cent absolut zu zahlen ist,
    ist sie für den einzelnen _NICHT_ aufkommensneutral. Das
    betriftt besonders Familien:

Logo. Wäre sie für den einzelnen aufkommensneutral (also er bekommt so viel zurück wie er bezahlt, egal wie viel Energie er verbraucht) könnte man es auch bleiben lassen. Ist natürlich nur gesamtwirtschaftlich aufkommensneutral. Alles andere wäre schlicht absurd.

a. Verdient hier oft nur einer das Geld, aber 3 oder (bei mir
4) verbrauchen Strom, Benzin, …
b. Wohnen gerade Familien oft etwas weiter weg der Grossstadt,
weil nur da der Wohnraum für 4 bezahlbar ist - Umzug in die
Nähe des Arbeitsplatzes kommt daher nicht in Frage!

Logo. Ich habe nicht behauptet, dass sie sozial gerecht ist (ist sie nicht) sondern nur dass sie aufkommensneutral ist.

Also bitte, erzaehl hier keine _Märchen_!

Habe ich auch nicht getan.

Die SPD-Mentalität „nehmt es den Reichen und gebt es den
Armen“ kann nicht funktionieren,

Witzigerweise erzählt ja die Union andauernd, dass die rotgrüne Steuerreform die Reichen stärker entlastet habe und daher nicht sozial gerecht sei.

Also: entweder die Union erzählt Scheisse oder Dein Vorwurf ist falsch.

Witzigerweise erzählt ja die Union andauernd, dass die
rotgrüne Steuerreform die Reichen stärker entlastet habe und
daher nicht sozial gerecht sei.

Also: entweder die Union erzählt Scheisse oder Dein Vorwurf
ist falsch.

Ist das nicht paradox??? Auch das die Union dafür Sorge getragen hat, dass auch die Kapitalgesellschaften zum Flutopfer herangezogen werden? Wäre das nicht die Aufgabe der SPD gewesen?

Da kann man doch mal sehen, welche Blüten der Wahlkampf treibt!

Gruß
Sarah

-----> die einhaltung der regularien, verhaltensmassreglen, zeitlimite war geradezu grandios, und so artig umgesetzt , dass man meinen konnte, die beiden sind gerade einer übertragung des staatsfernsehens der ehemaligen ddr aus der „volkskammer“ entstiegen.

schade

TOM

Tach TOM,

kann ich Dir nur zustimmen. Schröder hat sicherlich eine Politik betrieben, die nicht immer ganz unstrittig war, und somit auch weniger populär. Dennoch , sie ist richtungsweisend. Die Kritiker kommen jetzt daher, und machen ihn und seine Partei sicherlich für die Stagnation im Wirtschaftswachstum genauso verantwortlich, wie für die desolate Lage am Arbeitsmarkt. Und die haben wir leider. Dass seine Koaltion diesen grosskotzigen Mist der Unionsparteien von über einem Jahrzehnt halbwegs regulieren musste, in der letzten Legislaturperiode, interessiert sicher die wenigsten, aber war unumgänglich, und eine eher sehr undankbare Aufgabe für den Kanzler.

Kohl & CO haben von den Emmissionseffekten der deutschen Einheit gelebt, und waren tatsächlich der Meinung, es ginge gnadenlos so weiter , wie Anfang der Neunziger. Iss abbbbbaaa nicht.

Schröder hat was aufs Gleis gesetzt. Und wer nu CDU wählt, der nimmt billigend in Kauf, dass die Hälfte der nächsten Legislaturperiode dafür verwandt wird ( im Falle eines Sieges der Unionsparteien ) , die Dinge zu kippen, die rot grün aufs Gleis gesetzt haben, anstatt sich den wichtigen Dingen, gerade jetzt zu widmen. Dem Schröder sollte man schon die Möglichkeit geben, das umzusetzen, was er in den letzten 4 Jahren auf den Weg gebracht hat, auch wenn ich da nicht mit allem konform gehe. Aber : Der Stoiber soll mal bleiben wo er iss. Diese kollegen dahinten in Bayern haben sich seit Gründung der Bundesrepublik den Stall saubergehalten, mit ausnahmslos allen Problemen, die wir in dieser Dichte und Breite in Deutschland nirgendswo so haben, wie in NRW. Und da ein Bayer ? Neeeee nieeee.

TOM

es ist durchaus korrekt, noch weiter runter kann es mit der wirtschaft eigentlich nicht geben. das ist ok. flaute am bau…und alles anderezieht sich wie ein rattenschwanz. und es ist korrekt, die unternehmer, gerade die kleinen, denen steht das wasser teilweise bis zum hals.

keine öffentlichen aufträge
wenn sie da sind, werden die durch die generalunternehmer so gedrückt, das es einfacher wäre, gleich insolvenz zu beantragen.

bleibt am bau die privatkundschaft.
die halten ihr geld zusammen, wenn sie es noch haben, machen urlaub aufm bauernhof ( wenn überhaupt ), und warten, dass was passiert, was ihnen was bringt…

bin absolut kein verfechter rot grüner poltik, aber mein gesunder menschenverstand sagt mir soviel : wenn der zug deutschland jetzt die gleise verlässt, auf dem er steht, wird das problem nur vor sich hergeschoben. rot grün sollte schon unter beweis stellen können - dürfen - müssen - das das was angedacht ist, in den nächsten 4 jahren erkennbare erfolge nachsichzieht.

nur für mich weiss ich : stoiber würde einen imensen zeit- und kraftakt darauf verwenden, alles unter rot grün auf den weg gebrachte zu kippen, und ich ( ich betone ich ) unterstelle mal, das er das er das tun würde , um parteipolitischen und privaten eitelkeiten zu genügen, nicht der sache willen.

alles eine kruxxxxx.

TOM

Na gut das Problem fing halt dann an, als Lafontaine
zurücktrat, nachdem er sich offenbar so viel vorgenommen
hatte. Das hat mich persönlich eigentlich am meistens
entsetzt, dass man sich zur Wahl stellt, die Wahl mitgewinnt
und dann den Kram hinschmeisst…

Es war ja abzusehen, dass seine Politik der hohen Staatsausgaben und -verschuldung keine Zukunft haben würde. Für mich ist Lafontaine einer, der das Vorurteil „die Sozialdemokraten können nicht mit Geld umgehen“ immer willig zu erfüllen schien.
Lustig eigentlich, dass die Union es in den 90ern auch nicht konnte, ihr das aber heute niemand mehr übelnimmt.

Nein ich meine das Handels- bzw. Handwerkskammernsystem. So
müssen z.B. Fortbildungsunternehmen einen Handelskammerbeitrag
zahlen und so praktisch die eigene Konkurrenz mitbezahlen.
Halt auch so ein Lobbyverein, der sich gegen viele Änderungen
stellt (genau so wie die Gewerkschaften).

Ja, oder der Arbeitgeberverband.
Schade, dass denen niemand auf die Füsse treten will. Gespart wird fast immer nur an denen, die keine Lobby haben.

Gut ich finde vier Jahre wiederrum eine ziemlich lange Zeit.

Wenn man bedenkt, dass z.b. die meisten Gesetze am 1.1. eines Jahres grade mal anfangen in Kraft zu treten, ein Regierungswechsel immer auch Personalfluktutaion in den Ministerien zur Folge hat, das Personal sich erstmal einarbeiten muss, dass Verträge sogar (weit) über eine Legislaturperiode hinausreichen usw… finde ich eher nicht - Gründe übrigens, für den „Fehlstart“ von Rot-Grün damals, die jede Regierung hat, vor allem, wenn man langjährige Regierungen beerbt… s. auch George Bush

In bezug auf die Union muss ich sagen, dass man da in
Deutschland dazu neigt viel zu stark in Kategorien und
Personen zu denken (das gilt auch für andere Parteien). Nur
weil es noch Leute gibt, die schon unter Kohl „gedient haben“
bedeutet es ja noch lange nicht, dass sich die Partei bzw. die
Einstellung dieser Menschen nicht geändert haben könnten.

Tut mir leid aber ich halte Politiker nicht für sehr lernfähig - Ausnahmen bestästigen die Regel.
Ein Spitzen-Politiker ist Markenzeichen, eine signifikante Meinungsänderung in Kernfragen wird man bei ihm als Führungsschwäche oder Wankeömütigkeit auslegen - oder als unglaubwürdig abtun.
Stoibers jetziges Wahlkampfverhalten z.b. finde ich unglaubwürdig - als ob der seine Meinung zu Schwulen/Ausländern/Staatsverschuldung/Irak geändert hätte, nur weil jetzt Wahlen anstehen. Er schauspielt halt.

In
diesem Bezug könnten wir von den USA vielleicht ein bisschen
lernen. Wenn es in D einen solchen Wahlskandal gegeben hätte
wie in den USA, trau ich mir wetten, dass sich der
entsprechende Kanzler jahrelang Vorwürfe anhören dürfte, weil
sein Image so fest mit diesem Skandal verknüpft ist. Nicht so
in den USA, nach kurzer Debatte wird das Thema abgeschlossen
und somit die für die Handlungsfähigkeit der Regierung
garantiert.

Wäre, hätte, wenn und aber… :smile:

Schau dir den Spendenskandal an - da ist also ein Ex-Kanzler, der illegale Vorgänge direkt zu verantworten hat - und er ist nicht nur immer noch ehrenwertes Mitglied seiner Partei - nein, er lässt sich sogar jetzt wieder auf Wahlkampfveranstaltungen bejubeln! Und das tollste: er WIRD sogar bejubelt, als hätte es all das nie gegeben!
Und dieser Bayer, dessen Justizminister die weisungsgebundene STaatsanwaltschaft bei der Aufklärung all dieses Wirrwarrs um Spenden, Lobbies, Leuna, Pfahls, Thyssen, Panzer, behindert hat, und in dessen Landesbank merkwürdige Dinge vorgehen, der tritt zur Wahl an und gibt den Saubermann, so wie sein ehrenwerter Kollege aus Hessen… nie was gewesen…!
Deutsche Wähler haben nicht wirklich ein längeres Gedächtnis als amerikanische…

Gruss

Ja, oder der Arbeitgeberverband.
Schade, dass denen niemand auf die Füsse treten will. Gespart
wird fast immer nur an denen, die keine Lobby haben.

Das stimmt! Wer nicht schreit dem tut man weh!

Wenn man bedenkt, dass z.b. die meisten Gesetze am 1.1. eines
Jahres grade mal anfangen in Kraft zu treten, ein
Regierungswechsel immer auch Personalfluktutaion in den
Ministerien zur Folge hat, das Personal sich erstmal
einarbeiten muss, dass Verträge sogar (weit) über eine
Legislaturperiode hinausreichen usw… finde ich eher nicht -
Gründe übrigens, für den „Fehlstart“ von Rot-Grün damals, die
jede Regierung hat, vor allem, wenn man langjährige
Regierungen beerbt… s. auch George Bush

Stimmt wenn man auch bedenkt, dass jeder Ministerwechsel Personalfluktuation und neue Einarbeitung erfordert, war ja die jetzige Regierung eine absolute Katastrophe! Vier Jahre sind auf jeden Fall lang genug, um z.B. eine Hartz-Kommision rechtzeitig einzusetzen und umzusetzen…

Tut mir leid aber ich halte Politiker nicht für sehr lernfähig

  • Ausnahmen bestästigen die Regel.

Naja bei Stoiber hats ja immerhin geklappt: siehe Christiansen vs. Rededuell! :smile:

Ein Spitzen-Politiker ist Markenzeichen, eine signifikante
Meinungsänderung in Kernfragen wird man bei ihm als
Führungsschwäche oder Wankeömütigkeit auslegen - oder als
unglaubwürdig abtun.
Stoibers jetziges Wahlkampfverhalten z.b. finde ich
unglaubwürdig - als ob der seine Meinung zu
Schwulen/Ausländern/Staatsverschuldung/Irak geändert hätte,
nur weil jetzt Wahlen anstehen. Er schauspielt halt.

Stoiber hat ausdrücklich gesagt: - keine Rückgängigmachung der Homoehe; bei der Ausländerfrage sind die Unterschiede glaub ich nicht so groß, wenn man bedenkt, dass Beckstein und Schily ja fast schon zu den besten Kumpels geworden sind!
In Sachen Staatsverschuldung hat Stoiber sich klar ausgedrückt: Verwendung der Bundesbankgewinne für Flutopfer; kein „deutscher Weg“ in der Irakfrage, sondern nur ein UNO-Weg!

In
diesem Bezug könnten wir von den USA vielleicht ein bisschen
lernen. Wenn es in D einen solchen Wahlskandal gegeben hätte
wie in den USA, trau ich mir wetten, dass sich der
entsprechende Kanzler jahrelang Vorwürfe anhören dürfte, weil
sein Image so fest mit diesem Skandal verknüpft ist. Nicht so
in den USA, nach kurzer Debatte wird das Thema abgeschlossen
und somit die für die Handlungsfähigkeit der Regierung
garantiert.

Wäre, hätte, wenn und aber… :smile:

Schau dir den Spendenskandal an - da ist also ein Ex-Kanzler,
der illegale Vorgänge direkt zu verantworten hat - und er ist
nicht nur immer noch ehrenwertes Mitglied seiner Partei -
nein, er lässt sich sogar jetzt wieder auf
Wahlkampfveranstaltungen bejubeln! Und das tollste: er WIRD
sogar bejubelt, als hätte es all das nie gegeben!
Und dieser Bayer, dessen Justizminister die weisungsgebundene
STaatsanwaltschaft bei der Aufklärung all dieses Wirrwarrs um
Spenden, Lobbies, Leuna, Pfahls, Thyssen, Panzer, behindert
hat, und in dessen Landesbank merkwürdige Dinge vorgehen, der
tritt zur Wahl an und gibt den Saubermann, so wie sein
ehrenwerter Kollege aus Hessen… nie was gewesen…!
Deutsche Wähler haben nicht wirklich ein längeres Gedächtnis
als amerikanische…

Auch wenn ich jetzt Gefahr laufe masakriert zu werden (Gnade!) Kohl hat ja auch Verdienste gehabt: Euro, Wiedervereinigung! Er hat die Verantwortung übernommen und den Schaden beglichen, warum also soll man da in alle Ewigkeit drauf rumreiten (das ist genau das was ich meine mit vergangenheitsbezogen. Bei unserem PrügelJoschka hat sich die Aufregung ja auch schnell gelegt - ist ja auch in Ordnung so!
In Sachen Koch und Stoiber kann ich nur sagen: nix bewiesen, wenn die beiden überführt sind lass ich mich eines besseren belehren!

Ich glaub übrigens, dass es hier unbedingt nötig ist das Parteienrecht zu ändern! Auch hier könnten die USA mit ihrer strikten Transparenz bei der Parteienfinanzierung ein Beispiel geben. Allerdings kann ich mir es in D nicht vorstellen, das Bürger einer Partei spenden!

Gute Nacht…

Stimmt wenn man auch bedenkt, dass jeder Ministerwechsel
Personalfluktuation und neue Einarbeitung erfordert, war ja
die jetzige Regierung eine absolute Katastrophe! Vier Jahre
sind auf jeden Fall lang genug, um z.B. eine Hartz-Kommision
rechtzeitig einzusetzen und umzusetzen…

Da ist natürlich was dran, dat kann ich nicht kontern :smile: - das hätte man schneller machen können.

Ein Spitzen-Politiker ist Markenzeichen, eine signifikante
Meinungsänderung in Kernfragen wird man bei ihm als
Führungsschwäche oder Wankeömütigkeit auslegen - oder als
unglaubwürdig abtun.
Stoibers jetziges Wahlkampfverhalten z.b. finde ich
unglaubwürdig - als ob der seine Meinung zu
Schwulen/Ausländern/Staatsverschuldung/Irak geändert hätte,
nur weil jetzt Wahlen anstehen. Er schauspielt halt.

Stoiber hat ausdrücklich gesagt: - keine Rückgängigmachung der
Homoehe; bei der Ausländerfrage sind die Unterschiede glaub
ich nicht so groß, wenn man bedenkt, dass Beckstein und Schily
ja fast schon zu den besten Kumpels geworden sind!
In Sachen Staatsverschuldung hat Stoiber sich klar
ausgedrückt: Verwendung der Bundesbankgewinne für Flutopfer;
kein „deutscher Weg“ in der Irakfrage, sondern nur ein
UNO-Weg!

Ja, sicher. Nur was die Homoehe angeht: da hiess es vorher noch gross „machen wir sofort rückgängig!“. Das Zuwanderungsgesetz -man erinnere sich an das Schmierentheater- wurde von der Union blockiert, nur aus Wahlkampfgründen; sebst die Kirchen waren ja dafür! Und nun heisst es „machen wir anders, nehmen wir zurück!“. Was die Staatsverschuldung angeht: Genau das meine ich ja. Statt Schulden zu tilgen und wenigstens auf einen Haushalts-Ausgleich oder gar Überschuss hinzustreben, werden die Mittel dafür den Flutopfern versprochen. Stoiber hat immer die Steuerrreform kritisiert, als ungerecht gebrandmarkt etc. - jetzt will er sie doch 2003 umsetzen, obwohl sie doch angeblich so falsch ist. Usw… das ist kein stringenter Kurs, da sind auch keine Rezepte in der Schublade. Das würde im Falle eines Wahlsieges ein ganz schönes Geeier am Anfang, da bin ich mir sicher.

Schau dir den Spendenskandal an - da ist also ein Ex-Kanzler,
der illegale Vorgänge direkt zu verantworten hat - und er ist
nicht nur immer noch ehrenwertes Mitglied seiner Partei -
nein, er lässt sich sogar jetzt wieder auf
Wahlkampfveranstaltungen bejubeln! Und das tollste: er WIRD
sogar bejubelt, als hätte es all das nie gegeben!
Und dieser Bayer, dessen Justizminister die weisungsgebundene
STaatsanwaltschaft bei der Aufklärung all dieses Wirrwarrs um
Spenden, Lobbies, Leuna, Pfahls, Thyssen, Panzer, behindert
hat, und in dessen Landesbank merkwürdige Dinge vorgehen, der
tritt zur Wahl an und gibt den Saubermann, so wie sein
ehrenwerter Kollege aus Hessen… nie was gewesen…!
Deutsche Wähler haben nicht wirklich ein längeres Gedächtnis
als amerikanische…

Auch wenn ich jetzt Gefahr laufe masakriert zu werden (Gnade!)
Kohl hat ja auch Verdienste gehabt: Euro, Wiedervereinigung!

Unbestritten.

Er hat die Verantwortung übernommen und den Schaden beglichen,
warum also soll man da in alle Ewigkeit drauf rumreiten (das
ist genau das was ich meine mit vergangenheitsbezogen. Bei
unserem PrügelJoschka hat sich die Aufregung ja auch schnell
gelegt - ist ja auch in Ordnung so!

Der Unterschied ist: Fischer hat sich entshculdigt. Kohl nicht. Und seine Spender und die Gegenleistung kennt nur er. Und die Spender natürlich.
Hätte Kohl gesagt „ich habe einen Fehler gemacht, hier, dat sind die Spender, jetzt ist gut“ würde ich sagen Hut ab! Hat er aber nicht und daher dneke ich, dass Kohl natürlich Verdienste hat, finde es aber völlig unverständlich, dass dieser Aspekt völlig vernachlässigt wird!

In Sachen Koch und Stoiber kann ich nur sagen: nix bewiesen,
wenn die beiden überführt sind lass ich mich eines besseren
belehren!

Tja, Stoiber ist ja leider nicht zu packen, der hatte bisher immer einen Bauern, den er opfern konnte. Z.b. Seiters oder wie der hiess.
Und Koch ist doch sogar überführt. Da redet nur keiner drüber.

Ich glaub übrigens, dass es hier unbedingt nötig ist das
Parteienrecht zu ändern! Auch hier könnten die USA mit ihrer
strikten Transparenz bei der Parteienfinanzierung ein Beispiel
geben. Allerdings kann ich mir es in D nicht vorstellen, das
Bürger einer Partei spenden!

Oh ja, da stimme ich zu. Es sollte auch eine Obergrenze an Parteispenden geben. USA ist ein schlehctes Beispiel, weil dort ja der Einfluss der Wahlgeldspender auf die Politik immens ist. Sowas finde ich nicht gut. Aber mehr TRansparenz wäre echt vonnöten.

Gruss

Tja, Stoiber ist ja leider nicht zu packen, der hatte bisher
immer einen Bauern, den er opfern konnte. Z.b. Seiters oder
wie der hiess.

Sorry, wenn es belehrend wirkt, ist nicht so gemeint. Nur: das war Sauters. Seiters war mal Bundesinnenminister unter Kohl.

Stimmt, danke.

seiters, sauters, meyer, maier… dat kann sich doch kein mensch merken.

Hallo Tom,

ich finde das Problem der Körperschaftssteuer alles andere zu
banal um erwähnt zu werden. Hier geht es doch vielmehr um die
Symptomatik.

Hallo Sarah-Mae,

das war nur ein Beispiel von vielen.

Und das Argument, dass die großen Gesellschaften mit der
gesparten Körperschaftssteuer die Möglichkeit zur Investion
erhalten, kann ich überhaupt nicht nachvollziehen. Wieso soll
ich (als Platzhalter für die Klein- und Mittelstandsbetriebe)
denn die Investionen der Großen finanzieren? Ein Großteil
aller Arbeitsplätze liegt im Mittelstand! Der Mittelstand ist
die Säule einer jeden Volkswirtschaft und hier gilt es zu
fördern.

Uff, das mit dem Mittelstand und der Säule der VW, wo hab ich das gleich gelesen? Ist das nicht aus dem Parteiprogramm der CDU?

Nichts für ungut, ist nicht bös gemeint. Mir gehen diese Dummschwätzer, die irgendwas nachplappern ziemlich auf den Zeiger.

Hätte unter der Ära Kohl nicht die Wiedervereinigung
stattgefunden, gäbe es heute auch kein Schuldenproblem. Seit
der Wiedervereinigung hat Westdeutschland weit mehr als 1000
Milliarden DM für den Aufbau Ost bereitsgestellt. Das
entspricht ca. einem Gesamtdeutschen Bundeshaushalt IN EURO!
Dieses Geld stammt nicht nur aus dem Solizuschlag, sondern
selbstverständlich auch aus neuen Schulden. Glaubst Du die SPD
hätte hier irgendetwas anders machen können???

Mensch Sarah, das ist doch schlichtweg Blödsinn.
Klar mußten Schulden gemacht werden für die Wiedervereinigung.
Aber nur die SPD wird es angehen, diese Schulden abzubauen.

Stoiber sagt schon jetzt, daß er die Bundesbankgewinne nicht dem Erlastenausgleich zukommen lassen will, sonder den Opfern der Flutkatastrophe. Das ist Schuldenmachen par excellence!

Die SPD-Mentalität „nehmt es den Reichen und gebt es den
Armen“ kann nicht funktionieren, denn die Kuh, die man melken
will, sollte man tunlichst nicht schlachten. Aber immer sind
es die bösen Unternehmer und die armen unterdrückten
Arbeitnehmer. Aber zum Glück haben die Gewerkschaften die SPD
ja fest in der Hand und sorgen dafür, dass sich es Betriebe
wie wir nicht mehr leisten können, neue Arbeitnehmer
einzustellen, obwohl wir genug Arbeit hätten.

Ein Wehen und Klagen durchzieht unser Land. Jeder ist geneigt nur seinen eigenen Vorteil zu sehen.
Und da zieht nunmal so ein tolles Argument vom Stoiber den Mittelstand zu entlasten. Damit identifiziert man sich gerne.

Fakt ist, ein Staat, welcher jedes Jahr Geld aufnimmt, nur um die Zinsen seiner Schuld zu bezahlen, ist irgendwann pleite - zumindest rein rechnerisch.

Gruß

Tom

Gruß
Sarah