U-Boote und Ölflecken

Hallo,

in Kriegsfilmen oder Berichten, die mit U-Booten zu tun haben, wird oft gesagt, dass nach der Bombardierung ein Ölfleck an die Oberfläche kommt, „untrügliches Zeichen für die Zerstörung des U-Boots“.

Was und warum kommt denn da hoch? Vermutlich ist es das Dieselöl, denn Schmieröl hat das Boot nicht in so großer Menge an Bord und nicht an einer Stelle konzentriert. Und das Salatöl des Smutjes ist sicher zu wenig um aufzufallen :smile:.

Warum aber kommt das Dieselöl hoch? Wenn das Boot irgendwo beschädigt wird, die Besatzung stirbt, weil Wasser eindringt und/oder der Druck zu hoch wird, muss doch nicht der Tank auslaufen?

Wenn das aber aus einem mir noch nicht ersichtlichem Grund unvermeidbar ist: Ist denn noch niemand auf die Idee gekommen, in einem Zusatztank eine kleinere Menge Dieselöl zu halten, die bei Bedarf freigelassen werden kann, um denen da oben die eigene Zerstörung vorzuspielen?

Gruß
Peter

Warum aber kommt das Dieselöl hoch? Wenn das Boot irgendwo
beschädigt wird, die Besatzung stirbt, weil Wasser eindringt
und/oder der Druck zu hoch wird, muss doch nicht der Tank
auslaufen?

Wenn ein U-Boot Sinkt, wird der Druckkörper zerstört. Dabei kommt es zwangsläufig zu einer Deformation des Rumpfes. Ausserdem führen die U-Boote die Tanks als „Offene Zellen“ das heisst, die Tanks waren unten voll Seewasser, und das Dieselöl schwamm oben drauf. Sinn der Übung war, dass dadurch die Trimmung nicht so beeinträchtigt wurde, wenn Diesel verbraucht wurde. Ausserdem konnte man so die Tanks ausserhalb des Druckkörpers unterbringen, da so in den Tanks keine Druckdifferenz zum Umgebungsdruck herrschte. Entweder rissen Nahtreffer die Tauch- und Treibstoffzellen auf (mit fatalen Folgen) Oder der Druckkörper wird zerstört, und mit einem Leck im Druckkörper ist das Boot erledigt.

Wenn das aber aus einem mir noch nicht ersichtlichem Grund
unvermeidbar ist: Ist denn noch niemand auf die Idee gekommen,
in einem Zusatztank eine kleinere Menge Dieselöl zu halten,
die bei Bedarf freigelassen werden kann, um denen da oben die
eigene Zerstörung vorzuspielen?

Klar wurde das gemacht, z.T wurden auch Putzlappen und ähnliches per Torpedorohr hinausgeblasen, um denen „da oben“ die Zerstörung vorzuspielen. Allerdings waren die Jungs auf den Zerstörern auch nicht doof. Die hatten ja auch noch Aktives Sonar.

Gruß
Mike

die Oberfläche kommt, „untrügliches Zeichen für die Zerstörung
des U-Boots“.

Hallo !
Das stimmt natürlich nicht. Man ließ oft Dieselöl ab. Dieses kam an die Oberfläche und man „dachte“, jetzt ist er kaputt.

Was und warum kommt denn da hoch? Vermutlich ist es das
Dieselöl, denn Schmieröl hat das Boot nicht in so großer Menge
an Bord und nicht an einer Stelle konzentriert.

Man hatte beides. Diesel- und Schmieröl. Die beiden Dieselmotoren verbrauchten am Tag ungefähr 100 bis 150 kg Schmieröl. Daher hatte man auch große Schmierölvorratstanks.

:Warum aber kommt das Dieselöl hoch?

Weil das Öl, Schmieröl oder Dieselöl, leichter ist als Wasser. Schmieröl wiegt 0,80 kg/ltr und Dieselöl 0,85. Seewasser aber mindestens 1,0.
Man öffnet dafür ein bestimmtes Außenbordsventil.

Wenn das Boot irgendwo

beschädigt wird, die Besatzung stirbt, weil Wasser eindringt
und/oder der Druck zu hoch wird, muss doch nicht der Tank
auslaufen?

Die Tanks verteilen sich über das ganze Boot. Es gibt nicht nur einen Dieselöltank. Und wenn solch ein Tank reißt, fließt das Öl raus.

Wenn das aber aus einem mir noch nicht ersichtlichem Grund
unvermeidbar ist: Ist denn noch niemand auf die Idee gekommen,
in einem Zusatztank eine kleinere Menge Dieselöl zu halten,
die bei Bedarf freigelassen werden kann, um denen da oben die
eigene Zerstörung vorzuspielen?

Warum, wenn es auch ohne Zusatztank ging??

mfgConrad

Ausserdem führen die U-Boote die Tanks als „Offene Zellen“ das
heisst, die Tanks waren unten voll Seewasser, und das Dieselöl
schwamm oben drauf.

Hallo !

Man stelle sich mal vor, so wäre es!!

20 Tonnen Seewasser und obendrauf vielleicht noch 2 Tonnen Dieselöl.
Was gäbe das für eine Emulsion und wie den Rest an den Pumpensauger bekommen??

U-Bootbrennstofftanks sind Wechseltanks. Sind sie leer, wird Seewasser aufgeüllt. Es läuft nicht einfach nach. Ist der letzte faßbare Tropfen Dieselöl weg, schließt man sämtliche Brennstoffventile und man öffnet das Flutventil für Seewasser und die Entlüftungen in die Atmosphäre. Der Tank füllt dann mit Seewasser auf.

mfgConrad

Ausserdem führen die U-Boote die Tanks als „Offene Zellen“ das
heisst, die Tanks waren unten voll Seewasser, und das Dieselöl
schwamm oben drauf.

Hallo !

Man stelle sich mal vor, so wäre es!!

Auch Hallo!

Tja, scheint wohl so gewesen zu sein
http://www.u-boot-greywolf.de/uphysik-grundlagen.htm
Kapitel 6
Zitat:
„Da Dieseltreibstoff leichter ist als Wasser, und die aussenliegenden Dieseltanks bei fortschreitendem Treibstoffverbrauch sich von unten mit Seewasser füllten (Das Treiböl schwamm in den nach unten offenen Aussentanks auf dem Wasser) wurde das Boot wiederum schwerer.“

20 Tonnen Seewasser und obendrauf vielleicht noch 2 Tonnen
Dieselöl.
Was gäbe das für eine Emulsion und wie den Rest an den
Pumpensauger bekommen??

Wasserabscheider gab es schon damals

Den Beleg habe ich mal ganz auf die schnelle im Internet gefunden. Diese Tauchbunkertechnik für den 2 WK ist aber auch in der Literatur belegt.

Gruß
Mike

„Da Dieseltreibstoff leichter ist als Wasser, und die
aussenliegenden Dieseltanks bei fortschreitendem
Treibstoffverbrauch sich von unten mit Seewasser füllten
(Das Treiböl schwamm in den nach unten offenen Aussentanks
auf dem Wasser)
wurde das Boot wiederum schwerer.“

Ich denke, das ist dichterische Freiheit. Natürlich wurde das Boot schwerer, wenn Wasser aufgefüllt wurde, wenn die Kraftstofftanks leer waren.

20 Tonnen Seewasser und obendrauf vielleicht noch 2 Tonnen
Dieselöl.
Was gäbe das für eine Emulsion und wie den Rest an den
Pumpensauger bekommen??

Wasserabscheider gab es schon damals

Eine Emulsion kann man nicht trennen!!
Wasserabscheider bringen da nichts. Wasserabscheider helfen bei einer Emulsion nichts.

Den Beleg habe ich mal ganz auf die schnelle im Internet
gefunden. Diese Tauchbunkertechnik für den 2 WK ist aber auch
in der Literatur belegt.

Sicher, stimmt ja auch, aber eben icht mit dieser beschriebenen Technik, sondern erst bei Verbrauch kann aufgefüllt werden. Die Boote hätten im Nordatlantik keine halbe Stunde fahren können, ohne dass die Brennstoffpumpen blockiert sind.

Wechseltanks wurden auf jedem normalen Frachter gefahren. Erst, als Schweröl aufkam, wurde die Benutzung verboten.

Ich habe oft genug erlebt, dass wir in diesen tank am Schluß Emulsion hatten. Damit war im Betrieb nichts mehr anzufangen.
Ein U-Boot mit einem Dieseltank halb mit Wasser gefüllt, dazu Nordatlantik, Windstärke 10/11 hat im gemischten Tank nur Schaum.

mfgConrad

Hi, natürlich ist das in den Bunker nachlaufende Seewasser aber auch erheblich schwerer als Dieselöl. Du solltest dir es auch nicht so vorstellen, dass die Tanks unten offene Kästen waren. Eine relativ kleine Öffnung reicht aus, um für den Treibstoffverbrauch ausreichend Wasser nachlaufen zu lassen. Da der Tank (Öl+Wasser) immer randvoll ist, kann der Inhalt sich nicht großartig bewegen, wodurch sich die Emulsionsbildung stark verringert. Denn Öl emulgiert nicht „einfach so“, sondern es ist eine intensive mechanische Durchmischung nötig. Eine Emulsion ist keine Lösung !. Sie besteht auf feinsten Öltröpfchen, die nur von Wasser getrennt sind. Durch die großen Dichteunterschiede Öl-Wasser kann man die Emulsion z.B. mit Zentrifugen trennen, besser geht es noch mit Zusatz von geringen Mengen bestimmter Chemikalien (Demulgatoren). Das ist keineswegs unmöglich, sondern z.b. in der Metallindustrie für sie Spaltung von Kühlschmierstoffen oft angewendet.

A.

Ich denke, das ist dichterische Freiheit. Natürlich wurde das
Boot schwerer, wenn Wasser aufgefüllt wurde, wenn die
Kraftstofftanks leer waren.

Es ist Tatsache. Nichtdruckfeste Satteltanks oder Tanks ausserhalb des Druckkörpers (innerhalb des äusseren, nicht druckfesten Verkleidung waren deutlich über ein halbes Jahrhundert Stand der Technik.

Das findet man nicht nur im Internet, sonder in jedem Buch über U-Boot-Technik.

MfG

C.

Ich denke, das ist dichterische Freiheit. Natürlich wurde das
Boot schwerer, wenn Wasser aufgefüllt wurde, wenn die
Kraftstofftanks leer waren.

Es ist Tatsache. Nichtdruckfeste Satteltanks oder Tanks
ausserhalb des Druckkörpers (innerhalb des äusseren, nicht
druckfesten Verkleidung waren deutlich über ein halbes
Jahrhundert Stand der Technik.

Das findet man nicht nur im Internet, sonder in jedem Buch
über U-Boot-Technik.

Habe ich etwas anderes behauptet??

Tauchen–Druckverhältnisse–etc.
Hallo Conrad,

das wird und wurde so gemacht,weil sonst der
Brennstofftank (bei deutschen U-Booten im 2.Wk Bunker genannt)
bei Tauchfahrt irgendwann zusammendrückt würde,wenn sich darin Luft befinden würde mit normalen Atmosphärischen Druck.
Und der Treibstoff (Öl) bleibt sicher oben auf dem Wasser,weil bei diesen U-Booten die Tanks ja keine keine „Riesengroßen“ Hallen sind sondern schmal und der Form des Druckkörpers angepast.

mfg

Frank

Danke, danke!

Ich bin 35 Jahre zur See gefahren. Davon 25 Jahre als Leitender Ingenieur. Ich weiß, was eine Emulsion ist. Und ich weiß auch, dass dann die Kraftstoffilter sehr schnell dicht sind und nichts mehr geht.
Ich stelle mir auch nicht vor, dass die Brenstofftanks unten offen sind. Das versuchte ich hier schon mal zu erklären, dass das ein einziger Schieber ist.
Und ich versuche mir vorzustellen, wie ein U-Boot auf Feindfahrt, also in permanter Gefährdung, seinen kraftstoff aus dem Tank holt, der sagen wir mal, zu 90% voll Wasser ist.

mfgConrad
mfgConrad

Hallo Conrad,

das wird und wurde so gemacht,weil sonst der
Brennstofftank (bei deutschen U-Booten im 2.Wk Bunker genannt)
bei Tauchfahrt irgendwann zusammendrückt würde,wenn sich darin
Luft befinden würde mit normalen Atmosphärischen Druck.

Dieselöl wird nur bei Überwasser- und Schnorchelfahrt verbraucht. Also ohne Gefährdung.

Und der Treibstoff (Öl) bleibt sicher oben auf dem Wasser,weil
bei diesen U-Booten die Tanks ja keine keine „Riesengroßen“
Hallen sind sondern schmal und der Form des Druckkörpers
angepast.

Das wäre bei riesengroßen Tanks nicht anders. Das Öl würde immer oben schwimmen.

Hi
Damit stehst Du gegen die gesamte Literatur.

tja

Gruß
Mike

Hallo !

Leute, ich will doch nur erklären, dass die Kraftstofftanks unten nach See hin nicht offen waren, man konnte sie geregelt öffnen durch einen Schieber oder Ventil.
Man hört immer wieder, die Tanks waren unten offen. Das ist natürlich falsch. Die Tanks waren geschlossen und eben durch ein Bodenventil mit dem Seewasser zu verbinden.
Der gesamte Motorraum ist so gebaut. U-Boot oder Frachter. Jedes Schiff ist durch Bodenventile mehrfach direkt mit dem Seewasser verbunden.
Ein U-Boot kann sich den Kraftstoff bei schlechtem Wetter nicht aus den Bunkertanks holen, wenn sie teilweise mit Wasser gefüllt sind. Ein paar Tropfen Wasser im Kraftstoff würde die Kraftstoffilter sofort blockieren.
Man hatte sicher einen so genannten Tages- oder Verbrauchstank, der regelmäßig aus den seitlichen Bunkertanks gefüllt wurde. Mit der Kraftstofftrimmpumpe.
Dieser Tank war auf gar keinen Fall mit einem Gemisch Wasser/Diesel gefüllt.
Die direkte Entnahme für die Diesel geschah aus diesem Verbrauchstank. Dieser Tank hatte eine Entschlammung und eine Entwässerung. Einfache Wasserhähne. Während des Verbrauchs, also Dieselmotorfahrt, wurde er belüftet.
Erst mit diesem Tank hatte man eine Kontrolle über Verschmutzung und Wasserinhalt.

Das Dieselöl direkt aus einem Wechseltank zu nehmen, wäre ein viel zu großes Risiko gewesen.

Einen richtigen Wasserabscheider (Zentrifugen) hatte man nicht. Das wären, für einen Kriegsschiffbetrieb, viel zu komplizierte Anlagen gewesen. Die auch regelmäßiger Wartung bedurften. Und die viel Süßwasser (und Strom) verbrauchen. Welches nicht an Bord ist und welches danach im verschmutzten Zustand über Bord muß. Ein U-Boot mit einer Ölfahne im Heckwasser wäre aber kein U-Boot mehr.

Eine U-Bootsantriebsanlage über Dieselmotoren war einfach und primitiv. Sie sollte das Schiff antreiben und nicht mehr zusätzliche Arbeit, als unbedingt nötig, verursachen. Kraftstoffaufarbeitung und Schmierölreinigung ging nur über auswechselbare Filter, wie beim Kfz. Deshalb wurde nur sauberer Kraftstoff gebunkert und eine Reinigung und Wassertrennung war nicht vorgesehen. Nur, wie schon beschrieben, Kontroll- und Entwässerungshähne am Verbrauchstank.

mfgConrad

Wasser strömt beim Tauchen nach…
Hallo Conrad,

das wird und wurde so gemacht,weil sonst der
Brennstofftank (bei deutschen U-Booten im 2.Wk Bunker genannt)
bei Tauchfahrt irgendwann zusammendrückt würde,wenn sich darin
Luft befinden würde mit normalen Atmosphärischen Druck.

Dieselöl wird nur bei Überwasser- und Schnorchelfahrt
verbraucht. Also ohne Gefährdung.

Es geht doch auch nicht um den Verbrauch,sondern um die Tatsache,das
geschlossene Kraftstofftanks,sobald sie nicht mehr ganz gefüllt sind,
Luft enthalten.
Dieses is bei normalen Atmosphärischen Druck (also an der Wasseroberfläche) ungefährlich.
Da bei den U-Booten die „Bunker“ (Ktaftstofftanks) sich aber nicht im
Druckkörper sondern „draußen“ (also in der äußeren Hülle) befinden,
werden sie mit dem Wasserdruck beim Tauchen beaufschlagt.
Könnte nun hier kein Druckausgleich geschaffen werden (durch das „nachfluten“ mit Meerwasser) würde der Bunker verformt (bei
einer Kraftstoffentnahme bis etwa zur Hälfte) oder ganz zerstört werden (bei weniger als 1/3 Füllung).
Pro 10 Meter Tauchtiefe wird eine Kraft von 1 Kilogramm auf den
Quadratzentimeter ausgeübt,man kann sich also leicht ausmalen,
was mit einem leeren Dünnen Metallbehälter (nichts anderes sind ja Tanks) passiert…

mfg

Frank

Hallo !

Es geht mir darum, zu erklären, dass die Motoren ihren Kraftstoff nicht aus diesen Bunkertanks bekommen, sondern aus einem Gebrauchstank. Die Bunkertanks werden über eine Trimmpumpe gelenzt, in den Vorratstank und dann werden die Bunkertanks geflutet. Eine Entnahme direkt aus den Bunkertanks für den Motor geht nicht.
Wer schon mal in so einem kleinem Boot saß und im Atlantikr bis zu 10 Meter mit hochgedüst ist und danach in ein Loch fällt, kann sich das sicher vorstellen. Von dem getrennten zwei Medien im Bunkertank bleibt nur Butter. Ich habe es oft genug erlebt. Nicht auf einem U-Boot.

mfgConrad

Es Gibt nichts,was es nicht gibt…:smile:
Hallo Mike,

es gibt nichts, was es nicht gibt…:smile:

Quelle:
Deutsches Marine Archiv

Von Mitte 1943 bis Mitte 1944 wurden in der Ostsee von der dt.Kriegsmarine Versuche mit der Unterwasserbetankung von U-Booten
gemacht.
Dabei wurden von U(D) 490 insgesamt 220 U-Boote unter Wasser betankt in
einer Tiefe von 30-35 Metern,nachdem man bei Überwasserfahrt die Schlauch-und Schleppverbindung hergestellt hatte (das zu betankende
Boot wurde von 490 geschleppt).

mfg

Frank

Hallo Conrad,

Die Bunkertanks werden über eine
Trimmpumpe gelenzt, in den Vorratstank und dann werden die
Bunkertanks geflutet. Eine Entnahme direkt aus den
Bunkertanks für den Motor geht nicht.

Nein,die „Bunker“ wurden kontinuierlich geleert und auch gleichzeitig gefüllt…weswegen habe ich oben erklärt…das ist ein automatischer Vorgang (physikalischer um genau zu sein) damit eben das „Nachfüllen“
mit Wasser nicht „Vergessen“ wird…mit den fatalen Folgen für den Bunker.
Die Wache im Maschinenraum musste ja ehh immer darauf achten,das der
Treibstoff gleichmäßig aus den Bunkern entnommen wurde,um das Boot im Gleichgewicht zu halten.Der am weitesten verbreite Typ im 2.Wk. war ja der Typ VII …und das war technisch gesehen nicht so unbedingt das
ausgeglichene Fahrzeug…eigentlich mehr ene Flickschusterei aus
dem Ablauf des Krieges heraus.
Es gab wesentlich bessere Lösungen (Walther-Antrieb),nur hätten die Zeit gebraucht…

Wer schon mal in so einem kleinem Boot saß und im Atlantikr
bis zu 10 Meter mit hochgedüst ist und danach in ein Loch
fällt, kann sich das sicher vorstellen. Von dem getrennten
zwei Medien im Bunkertank bleibt nur Butter. Ich habe es oft
genug erlebt. Nicht auf einem U-Boot.

Genau…KEIN U-Boot…
Ein U-Boot hat nämlich den sehr praktischen Vorteil,das es Tauchen kann…:smile:

Ich empfehle dir mal das alte VII C -Boot in Laboe zu besuchen…
Da kannst du dir mal eine Vorstellung von der „Enge“ von dt.U-Booten des 2.Wk machen…da wurde um jeden Kubizentimeter „gefeilscht“…

mfg

Frank

Es ist Tatsache. Nichtdruckfeste Satteltanks oder Tanks
ausserhalb des Druckkörpers (innerhalb des äusseren, nicht
druckfesten Verkleidung waren deutlich über ein halbes
Jahrhundert Stand der Technik.

Das findet man nicht nur im Internet, sonder in jedem Buch
über U-Boot-Technik.

Habe ich etwas anderes behauptet??

Ja. Hier:
"20 Tonnen Seewasser und obendrauf vielleicht noch 2 Tonnen Dieselöl.
Was gäbe das für eine Emulsion und wie den Rest an den Pumpensauger bekommen??

U-Bootbrennstofftanks sind Wechseltanks. Sind sie leer, wird Seewasser aufgeüllt. Es läuft nicht einfach nach. Ist der letzte faßbare Tropfen Dieselöl weg, schließt man sämtliche Brennstoffventile und man öffnet das Flutventil für Seewasser und die Entlüftungen in die Atmosphäre. Der Tank füllt dann mit Seewasser auf. "

Die Tanks sind nämlich zu keiner Zeit leer, sondern das entnommene Öl wird durch nachströmendes Aussenbordwasser ersetzt.

MfG

C.

Da kannst du dir mal eine Vorstellung von der „Enge“ von
dt.U-Booten des 2.Wk machen…da wurde um jeden
Kubizentimeter „gefeilscht“…

Lustig, lustig, ich war oft genug auf diesen Booten. Z.B.„Hai“ und „Hecht“ und oft genug auch bei Standproben dabei.