Überall knallen Lampen in der Wohnung durch

Hallo,

ich bin vor 2 Jahren in eine Mietwohnung gezogen. Vorab: der Vermieter ist ein altes Ehepaar mit null Ahnung! Das Haus stammt aus 1992.

Bei meinem Einzug haben mir Freunde die (teils neuen, teils ein paar Jahre alten) Lampen an die Decken gemacht, funktionieren tut auch alles.

Nur fällt mir auf, dass es mir ständig Glühbirnen oder Halogenlampen durchknallt: im Wohnzimmer habe ich zwei Halogenlampen an der Decke, im Bad sind es Reflektorstrahler, also kein Halogen, in der Küche auch solche.
Im Wohnzimmer steht noch per Wandsteckdose (!) ein Halogen-Deckenfluter … und allesamt zerschmeißt es mir ständig diese Birnen, bestimmt so alle 3, 4 Wochen.

Ich nehme keine no-name-Billigbirnen, weder als Reflektorstrahler, noch als Halogenbirnen, noch als Halogenstäbe. Ich achte auch peinlich überall auf die maximale Wattzahl bzw. Bezeichnung, daran kann es also auch nicht liegen.

Was ist eigentlich mit dem Strom in der Wohnung los, dass es dauern Birnen zerschmeißt?

Andere Elektrogeräte funktionieren tadellos. Beim Vermieter unten in seiner Wohnung funktioniert angeblich alles tadellos, eine andere Mietwohnung zum Vergleich außer meiner gibt es nicht.

Was ist denn da los und was kann ich denn da machen?

Danke.
Christina

Moin Christina,

kann es sein, dass die Glühbirnen u.s.w. vorwiegend in den frühen Morgenstunden bzw. nachts wenn du den Schalter betätigst, durchknallen?
Oder liegt die Hütte am Ende einer Stromleitung des EVU,
bzw. gibt’s keine Ringleitung?

dann ist wahrscheinlich die Netzspannung, weil in den Nacht und Morgenstunden zu wenig Abnehmer sind, zu hoch ,
denn früher betrug der Nennwert 220 Volt bzw. 380 Volt. Für 220 V bzw. 380 Volt spezifizierte elektrische Verbraucher können meistens auch an der 4,5 % höheren Spannung betrieben werden aber wenn’s höher geht macht’s „Pennnng“.
Die heutige erhöhte Netzspannung von über 230 V führt bei nichtgeregelten Verbrauchern wie etwa Glühlampen zu einem erhöhten Energieverbrauch und vorzeitigem Defekt.
Achte bitte auch 'mal auf die Aufschrift der Glühlampen, es gibt einige die bis zu 240 V aushalten.
übrigens, ein Spannungsgleichrichter, der das Prob lösen würde, ist für eine einzelnen Hütte einfach zu teuer.
Da ich das gleiche Problem habe, mußte ich mich schon sachkundig machen.
Gruß Jukaido

Hallo,

Nur fällt mir auf, dass es mir ständig Glühbirnen oder
Halogenlampen durchknallt: im Wohnzimmer habe ich zwei
Halogenlampen an der Decke, im Bad sind es Reflektorstrahler,
also kein Halogen, in der Küche auch solche.
Im Wohnzimmer steht noch per Wandsteckdose (!) ein
Halogen-Deckenfluter … und allesamt zerschmeißt es mir
ständig diese Birnen, bestimmt so alle 3, 4 Wochen.

Aus der Ferne kann Dir da keiner weiterhelfen. Hol Dir doch mal eine nahegelegene Fachfirma, schildere Dein Problem und lasse einen sog. E-Check durchführen. Das dauert nicht lange und kostet auch nicht viel. Ein guter Elektriker kann Dir dann sagen ob die Ursache in Deinem Haus oder bei Deinen Verbrauchern oder auch außerhalb des Hauses zu suchen ist.

Evtl. hast Du einen sog. Neutralleiterbruch in Deinem Haus (der könnte auch von Deinen Freunden bei der Montage verursacht worden sein), der nun dafür sorgt, dass Deine Stromkreise nicht mehr symmetrisch betrieben werden können. Da liegen dann auch schon mal bis zu 380 Volt an der Steckdose an. Sowas macht eine Glühbirne nicht lange mit. Ein Elektriker kann das nachmessen und die Ursache suchen.

Was ist eigentlich mit dem Strom in der Wohnung los, dass es
dauern Birnen zerschmeißt?

Die Birne geht vorrangig dann schnell kaputt, wenn sie mit einer zu hohen Spannung betrieben wird oder wenn sie zu heiß wird.

Gruß,

Edison

Hallo,

kann es sein, dass die Glühbirnen u.s.w. vorwiegend in den
frühen Morgenstunden bzw. nachts wenn du den Schalter
betätigst, durchknallen?
Oder liegt die Hütte am Ende einer Stromleitung des EVU,
bzw. gibt’s keine Ringleitung?

Lieber Himmel, du fragst mich Sachen … keine verflixte Ahnung, ist ein Neubaugebiet und ich bin so mitten drin, allerdings auf einem ziemlichen Kaff.
Die Birnen knallen abends durch, aber auch nur einfach deshalb, weil ich morgens (noch) keine brauche und tagsüber nicht da bin.

Da ich das gleiche Problem habe, mußte ich mich schon
sachkundig machen.

Und was hast du dagegen dann gemacht?

Aus der Ferne kann Dir da keiner weiterhelfen.

Hi Edison,

*fyi* ich wollte mit meinem Beitrag keine Hilfe leisten sondern lediglich die Ursache bzw. Wege zur Fehlerqelle
aufzeigen.
Das es an erhöhter Netzspannung liegt,
zwar braucht’s keine 380 V sein aber mehr als 240 V reicht aus, ist m. E. wohl unstrittig.

Gruß Jukaido
.

Hallo,

Evtl. hast Du einen sog. Neutralleiterbruch in Deinem Haus
(der könnte auch von Deinen Freunden bei der Montage
verursacht worden sein), der nun dafür sorgt, dass Deine
Stromkreise nicht mehr symmetrisch betrieben werden können. Da
liegen dann auch schon mal bis zu 380 Volt an der Steckdose
an.

Aber das sind doch Deckenlampen (bis auf den Stand-Deckenfluter), die da durchknallen, Halogen und auch normale Birnen?

Die Birne geht vorrangig dann schnell kaputt, wenn sie mit
einer zu hohen Spannung betrieben wird oder wenn sie zu heiß
wird.

Bringt es dann vielleicht was, wenn ich schwächere Birnen reinschraube als die maximal vorgesehen, also 40W statt 60W, bei den Halogen weiß ich grad nicht auswendig die Bezeichnung?

Danke.
Christina

Hallo,

Da liegen dann auch schon mal bis zu 380 Volt an der Steckdose
an.

Aber das sind doch Deckenlampen (bis auf den
Stand-Deckenfluter), die da durchknallen, Halogen und auch
normale Birnen?

Die Deckenlampen hängen an der selben Leitung wie die Steckdosen - spätestens vor der Sicherung sind sie verbunden.

Bringt es dann vielleicht was, wenn ich schwächere Birnen
reinschraube als die maximal vorgesehen, also 40W statt 60W,
bei den Halogen weiß ich grad nicht auswendig die Bezeichnung?

Nein. Bei Halogenlampen ist sogar das Gegenteil der Fall, wenn kein elektronischer Trafo (also ein Schaltnetzteil) verwendet wird.
Gruß
loderunner

Hallo,

Die heutige erhöhte Netzspannung von über 230 V führt bei
nichtgeregelten Verbrauchern wie etwa Glühlampen zu einem
erhöhten Energieverbrauch und vorzeitigem Defekt.

du kannst aber davon ausgehen, dass die Lampen, die er da reinschraubt für 230V ausgelegt sind. Es sei denn er hätte noch bei Opa im Keller ein paar alte gefunden. Was du heute im Laden kaufst, ist für 230V und hat damit auch keinen erhöhten Verbrauch.

Gruß, Niels

Hallo Christina

Die Birne geht vorrangig dann schnell kaputt, wenn sie mit
einer zu hohen Spannung betrieben wird oder wenn sie zu heiß
wird.

richtig !!! sie wird zu heiß wenn die Netzspannung z.B. mehr als 240 Volt beträgt und das geschieht schon 'mal wenn die Spannung durch ungenügende Abnahme durch Nutzer auf mehr als 240 V ansteigt, das EVU gibt’s zwar nicht zu aber es passiert öfters.

Bringt es dann vielleicht was, wenn ich schwächere Birnen
reinschraube als die maximal vorgesehen, also 40W statt 60W,
bei den Halogen weiß ich grad nicht auswendig die Bezeichnung?

das bringt nixx denn die Watt-Stärke sagt lediglich die Leistung der Glühlampe aus und hat keinen Bezug zur Netzspannung.

Versuch’s bitte ‚mal mit Glühlampen die für 240 Volt ausgelegt sind, dass habe ich auch so gehandelt und ich hab‘ nicht mehr so ein großen Durchsatz von neuen Glühlampen.

Gruß Jukaido

Jein
Moin,

du kannst aber davon ausgehen, dass die Lampen, die er da
reinschraubt für 230V ausgelegt sind. Es sei denn er hätte
noch bei Opa im Keller ein paar alte gefunden. Was du heute im
Laden kaufst, ist für 230V und hat damit auch keinen erhöhten
Verbrauch.

Da aber oftmals eine Netzspannung von 240V und darüber anliegt gehen Wendellampen da schnell den Weg alles irdischen.
5% Überspannung = 50% weniger Lebensdauer.
Die meisten Leuchtmittel der Markenhersteller sind heute bereits für 240V vorgesehen. Früher haben wir viel nach GB geliefert, die hatten die 240V schon früher und daher haben wir seit Jahren auch die 240V Variante am Lager.
Ich selbst nutze auch nur die 240V Typen und verbrauche kaum noch Leuchtmittel. Aufgrund der Tatsache, das ich überwiegend ESL nutze, sowie kaum.

Gruss Jakob

Moin,

versuche die Leuchtmittel in der 240V Version zu bekommen.
Osram hat schon fast alle in der 240V Version, auch wenn sie nicht alle im aktuellen Katalog gelistet sind.
Die herkömmlichen Allgebrauchslampen gibt es auch schon in der 260V Version (allerdings nicht von Osram). Die leuchten dann bei 240V nicht ganz so hell, halten aber deutlich länger.
Wenn man heute mal die Spannungen misst sind 240-245V oft anzutreffen.
5% Überspannung bedeuten bei Wendellampen 50% weniger Lebensdauer.
Hast Du also eine 230V Lampe die an, wie gesagt nicht ungewöhnlichen, 240-245V betrieben wird, so hast Du eine um 50-60% reduzierte Lebensdauer der Lampen.

Gruss Jakob

Ich hatte auch dieses problem, und die loesung fuer mich war alle lampen mit diesen sparlampen ESL (oder so aehnliche) zu wechseln. Seit drei jahren kein problem mehr. Ich weiss nicht ob dies eine allgemeine loesung ist. Ich kann es leider nicht erklaeren ausser das die waermeerzeufung der lampen nun kleiner ist und die erwaermung der kontakte kaum vorhanden. Frueher, bevor die lampen knallten, da blinkten sie sehr oft, musste diese nomals festdrehen, bis sie dann durchbrannten.

Hallo,

ich habe das Problem im Büro. Ständig knallt eine Birne weg. Da im Rest des Hauses alles ok ist denke ich mal es liegt an der Lampe (war ein billigteil).
Sicher bin ich mir allerdings nicht.

Gruß

Katl

Hallo,

Ich hatte auch dieses problem, und die loesung fuer mich war
alle lampen mit diesen sparlampen ESL (oder so aehnliche) zu
wechseln.

Das ist tatsächlich oft eine Lösung, weil die Dinger eine interne Regelung besitzen. Natürlich sollte man da nicht die billigen nehmen - da weiß niemand, wie die sich bei Überspannung verhalten.

Und natürlich muss die Sparlampe in die Leuchte passen und bei Halogenleuchten nutzt das gar nichts (wobei letztere bei einem „elektronischen Trafo“ = Schaltnetzteil ebenfalls geschützt sind).

Gruß
loderunner

Hallo,

Da im Rest des Hauses alles ok ist denke ich mal es liegt an
der Lampe (war ein billigteil).

Kann durchaus sein. Evt. wird die Birne in dieser Leuchte bauartbedingt einfach zu heiß. Es kann natürlich auch sein, dass die Birne in einer Schreibtischleuchte oft erschüttert wird - das mögen sie natürlich nicht, besonders während des Betriebs.

Eine Birne mit kleinerer Leistung könnte helfen (wird nicht so heiß und hat einen stabileren Glühfaden).

Gruß
loderunner

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Hallo,

Die meisten Leuchtmittel der Markenhersteller sind heute
bereits für 240V vorgesehen.

bei denen hast du dann aber den Nachteil, dass die Leistung geringer ist als Aufgedruckt und auch der Wirkungsgrad.

Gruß, Niels

Danke für den Tip, werd ich mal probieren.

Gruß

Katl

Hallo,

Eine Birne mit kleinerer Leistung könnte helfen (wird nicht so
heiß und hat einen stabileren Glühfaden).

kannst du auch erklären, warum sie einen stabileren Glühfaden hat?

Lass mich überlegen:
Meine Logik würde sagen, dass der Glühfaden mehr el. Widerstand haben muss (Formel: P=U²/R). Nachdem U² konstant ist, kann also nur der Widerstand zunehmen. Gleichzeitig muss der Glühfaden gleich heiß werden, da das Licht sonst zu gelblich wird.
nun gibt es die Möglichkeit, den Widerstand zu erhöhen, indem man

  1. die Länge vergrößert
  2. den Durchmesser verringert
  3. eine Legierung mit höherem spez. Widerstand einsetzt

dabei ist zu berücksichtigen, dass eine Vergrößerung der Fadenoberfläche die Temperatur des Fadens senkt, was unerwünscht ist. Meines Erachtens müsste man also die Größe der Fadenoberfläche entsprechend der geringeren Leistung verkleinern. Damit würde eine Vergrößerung des Fadendurchmessers (und damit eine Verstärkung des Fadens) hinfällig.

Gruß, Niels

Nochmal Jein
Moin,

bei denen hast du dann aber den Nachteil, dass die Leistung
geringer ist als Aufgedruckt und auch der Wirkungsgrad.

Nochmal jein :wink:
Auch bei der klassischen Allgebrauchslampe hängt viel mit der Gasfüllung, dem Gasdruck und dem Wendelmaterial zusammen.

Gruss Jakob

Moin,

ähem, je niedriger die Leistung, desto dünner die Wendel.
Niedrige Versorgungsspannung und hohe Leistung = starke und robuste Wendel. Daher auch gern auf Schiffen eingesetzt.
Schau Dir mal die „fette“ Wendel einer 12V 100W Halogenlampe an.
Hohe Versorgungsspannung und niedrige Leistung = dünne und empfindliche Wendel.
Hier gehen manche Hersteller dazu über einen Wendelhalter mehr zu „spendieren“.
Der Rest der „Helligkeit“ wird über die Gasfüllung erreicht. Normale Allgebrauchslampen haben eine Füllung aus einem Stickstoff-Argon-Gemisch. Bei der Verwendung von Krypton genügt weniger Energie zur Aufheizung der Wendel, da Krypton eine geringere Wärmeleitfähigkeit hat.
Bei Halogenlampen sieht das wieder anders aus:
Höhere Fülldrücke, andere Gase und die zugesetzten Halogene sowie der Halogenkreisprozess (W+nX->WXn, WXn->W+nX) sorgen für längere Lebensdauer.

Gruss Jakob