Übersäuert - messbar?

Hi,
meine Heilpraktikerin meint ich wäre extrem übersäuert und hat mir einen Schwung „basischer“ Sachen verschrieben.
Kann man diese Übersäuerung irgendwie messen oder muss ich mich da nur auf ihre Aussage verlassen.
Hat jemand da schon irgend welche Erfahrungen?
Danke und Grüss
Sue

Teilantwort…
Hi auch,

Erfahrungen habe ich lediglich in dem Sinne, als ich mich darüber nach Empfehlungen informiert habe und mittlerweile überzeugt bin, dass dieses Säure-Basen-Haushalts-Zeugs wissenschaftlich nicht bewiesen und somit Geldverschwendung ist. Gesunde Ernährung im klassischen Sinne dürfte m. E. reichen, den idealen Ernähungsplan für alle gibt es ohnehin nicht.

LG

Schnägge

Hi auch,

Erfahrungen habe ich lediglich in dem Sinne, als ich mich
darüber nach Empfehlungen informiert habe und mittlerweile
überzeugt bin, dass dieses Säure-Basen-Haushalts-Zeugs
wissenschaftlich nicht bewiesen und somit Geldverschwendung
ist. Gesunde Ernährung im klassischen Sinne dürfte m. E.
reichen, den idealen Ernähungsplan für alle gibt es ohnehin
nicht.

LG

Hallo

Schnägge

aber Übersäuerung hört sich doch so gut und toll an. So wie: ich weiss nicht was sie haben, aber ich tu was für sie oder auch die Darmsanierung. Die Krönung ist die Colon Hydrotherapie. Wenn man erst mal richtig gesch… hat, fühlt man sich gleich wohler.
So manch einer hat wohl eher was in der Analphase verpasst.

Hauptsache die Leute zahlen.
Und ein * von mir für Dich
frieeda

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Hallo,

Ob man das messen kann, weiß ich nicht… aber… kann man nicht fast alles irgendwie messen?? :wink:

Weiß nur, dass nach nem Durchcheck das mein Arzt au mal zu mir meinte. Er hat mir was verschrieben, so ne „basische Kur“ oder so (is schon bissi her - Entschuldige). Ich hab so nix gemerkt, nur dass ich 5 Kilo abgenommen hab.
Darauf erklärte er mir, dass man durch so Übersäuerung auch irgendwelche Stoffe ablagert und dass manche sich sogar schlapp fühlen usw.

Weiß aber auch nicht…

Kathrina

Hi Sue,

mir hat noch kein Heilkundiger erläutern können, wie das mit dem Übersäuern ist.
Nach der strengen chemischen Definition einer Brönstedtsäure (das ist das, was man landläufig als Säure versteht) läuft da nichts, denn der pH-Wert im Körper ist sehr konstant und selbst bei geringen Abweichungen kommt es zu massiven! akuten und nicht selten tödlichen Störungen http://de.wikipedia.org/wiki/Azidose
http://de.wikipedia.org/wiki/Alkalose

Weit mehr verwundert mich, daß Speisen, die nach der oben genannten chemischen Definition sauer sind, werden von den Vertretern der Übersäuerungstheorie als basische Stoffe behandelt.
Da hört für mich als Chemiker alles auf - tschuldigung.

Gandalf

Hallo Sue,

als ich Krankenpfleger lernte, haben wir sehr viel über den Säure-Basen-Haushalt gelernt. Schulmedizinisch spricht man hier von einer latenten Azidose. Deine Heilpraktikerin hat aber auch recht, anbei die Aussage von einem Arzt in meiner Gegend, der sich einen Namen gemacht hat, in dem er seinen Patienten einfach ein Mineralstoffpulver mitxte und damit diese Menschen entsäuerte.

Gruß Manfred

Die Bedeutung des Säure-Base-Haushalts
Quo vadis, Du saurer Mensch?
nach Dr. med. Michael Worlitschek, Waldkirchen
Zunehmende Umweltprobleme belasten unsere Erde. Biochemisch umgesetzt sind die meisten
umweltbelastenden Substanzen Säuren bzw. werden zu Säuren, wenn sie mit Wasser in Kontakt
kommen. Untersuchungen der Universität Göttingen im Harz haben gezeigt, dass durch
den sauren Regen bereits der Waldboden in tieferen Schichten geschädigt ist. Der saure Regen,
verursacht durch Abgase von Autos und Kraftwerken, wäscht die wichtigsten Pflanzennährstoffe
aus dem Boden, zugleich werden Schwermetalle freigesetzt.
Wie soll der Mensch gesund bleiben, der auf dieser Erde leben muß? Bislang war die konventionelle
Meinung, daß ein gesunder Mensch alle Belastungen von außen regulieren kann, dass er
seine Stoffwechselsäuren alle auszuscheiden vermöge. Es ist richtig, daß ein gut funktionierender
Stoffwechsel sich im natürlichen Säure-Base-Gleichgewicht halten kann. Nehmen wir einen
Idealmenschen, der sich ausgewogen ernährt, der auf seine Essrituale achtet, der sich ausreichend
körperlich bewegt, der auch seine Gedankenwelt in Ordnung hält, der gar keinen Disstress
aufkommen läßt - dieser Mensch wird auch völlig gesund sein. Aber wo finden wir IHN?
Der heutige Durchschnittsmensch ist belastet von seiner Umwelt, aber auch von seiner fast vergessenen
Inwelt. Die Umweltproblematik soll hier nur angedeutet werden. Die biochemische
Inwelt ist geprägt durch das Verdauungssystem, das die zugeführten Nahrungsmittel je nach
aktueller Verdauungskraft verarbeiten muß. Dabei können optimale Verhältnisse herrschen,
aber auch Fehlverdauung vorherrschen, mit zwangsläufiger Bildung von krankhaften Gär- und
Fäulnisstoffen, die als Säuren im Körper wirken. Dadurch kann der Körper selbst ein größerer
Säureproduzent sein, als er je von seiner belasteten Umwelt aufnehmen kann. So kommt es fast
unausweichlich zu einer zunehmenden Säurelastigkeit des heutigen Menschen, die latente
Azidose nach Sander betrifft heute schon fast jeden Menschen.
Es war der Arzt und Biochemiker Friedrich Sander, der 1953 wegweisende Aussagen zum Säure-
Basen-Geschehen veröffentlichte. Er zeigte die zentrale Stelle in vielen Stoffwechselprozessen
auf. In der täglichen Praxis ist aber nicht die entgleiste Übersäuerung die Regel, sondern die
latente Azidose nach Sander ist das Hauptproblem und die eigentliche Ursache vieler Krankheiten.
Bei dieser latenten Azidose ist der pH-Wert noch im Normbereich, während die Pufferkapazitäten
im Vollblut und Plasma bereits stark vermindert sind. Dann muß aber bereits davon ausgegangen
werden, daß Säuren in Salzverbindungen im Bindegewebe, aber auch in höherwertigen
Organen abgelagert wurden.
Es ist erstaunlich, daß schon Ärzte früherer Zeit, wie der griechische Arzt Hippokrates (460-377
v.Chr.) und auch Paracelsus (1493-1541), Krankheiten aus der Übersäuerung ableiteten. Heute
werden diese Tatsachen in der Alltagsmedizin fast nicht beachtet, außer bei schweren Nierenoder
Lungenerkrankungen oder auf der Intensivstation.

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Dualistisches Prinzip…einfach zu verstehen!

Kann man diese Übersäuerung irgendwie messen oder muss ich
mich da nur auf ihre Aussage verlassen.

Liebe Susanne, diese Mär von Übersäuert und Untersäuert wirst du wie
viele andere Behauptungen aus der Volksmedizin nie messen können weil
sie schon in der theorie den naturwissenschaftlichen Grundsätzen
widersprechen und in einer Zeit erfunden wurden, als es so was wie
Anatomie, Chemie, Physik usw. noch nicht gab.
Es sind einfach Versuche einen komplexen Sachverhalt zu erklären wenn
man keine wissenschaftlichen Mittel hat.
Zu sauer oder zu basisch, zu heiß oder zu kalt, zu ying oder zu yang
versteht jeder und wie du ja wahrscheinlich selbst, allerdings auf der
anderen Seite, erfahren hast kann man auch viel Geld damit verdienen.
viele Grüße nashorn

Hi Sue.

Ich würde mich nicht auf die Aussage Deiner Heilpraktikerin verlassen, wenn sie Dir nur diese „basischen Sachen“ verkauft hat!
Kann man eine Übersäuerung messen? Du könntest vielleicht eine Stanzbiopsie machen und den ph-Wert Deines Bindegewebes bestimmen. Dann könntest Du vielleicht sehen, dass dieser im saueren Bereich liegt. Aber willst Du das wirklich machen? Sicher nicht! Wahrscheinlich bis Du doch zu Deiner Heilpraktikerin gegangen, weil Du irgendwelche Symptome oder Probleme hast. Diese Probleme hat sie auf eine Übersäuerung zurückgeführt. Für Dich sind diese Symptome ja wohl „messbar“ und es wäre ja jetzt ein leichtes die Veränderung der Symptome zu „messen“ während Du etwas für den Ausgleich Deines Säure-Basen-Haushalts tust.
Diese Übersäuerung ist seit einiger Zeit so ein allgemeines Schlagwort das gerne verwendet wird, wenn Leute sich irgendwie nicht so richtig wohlfühlen ohne konkret sagen zu können, was sie eigentlich haben. Müdigkeit, Abgespanntheit, Antriebslosigkeit, Lustlosigkeit und tausend andere Wehwehchen kommen dann zur Sprache. Übersäuerung ist nicht so einfach medizinisch messbar wie Fieber oder Grippeviren und viele Menschen behaupten, dass es eine Übersäuerung auch gar nicht gibt. Diese Leute können das Gegenteil aber auch nicht beweisen. Solange ist das also auf jeden Fall noch eine Glaubensfrage. Aber schließlich gehst Du ja auch zu einer Heilpraktikerin und nicht zu einem Arzt. Viele von den Leuten, die nicht an eine Übersäuerung glauben, glauben auch nicht an Heilpraktiker!
Tatsache ist – und da muss ich Gandalf widersprechen, denn es ist messbar wie Nahrungsmittel verstoffechselt werden und welcher ph-Wert dabei in Summe entsteht – dass auf einem durchschnittlichen Ernährungsplan mehr Lebensmittel stehen, die sauer verstoffwechselt werden.
Aus meiner Erfahrung mit meinen Kunden weiß ich, dass mit einer Ernährungsumstellung auf eine gesunde Mischkost (die automatisch in den basischen Bereich geht) die o.g. Symptome sich bessern und z.T. mit der Zeit ganz verschwinden. Ich empfehle aber grundsätzlich etwas an der Ernährung zu verbessern und nicht stark basische Produkte zu nehmen. Denn letztlich ist der Sinn der Sache der, dass ein Ausgleich erfolgen soll indem das Negative natürlich verringert wird statt das Positive unnatürlich zu erhöhen.

Beste Grüße
Lothar

Hallo,
dein Körper ist wie du wohl weißt überwiegend Flüssigkeit. In ihm werden Stoffe durch den Blutkreislauf (und Lymphgefäßsystem) verlagert. Dabei tritt in den kleinsten Gefäßen Blutflüssigkeit (also ohne Zellen und Eiweiße ins Gewebe aus, „umspült“ die Zellen, nimmt dabei Stoffe aus den Zellen auf und gibt andere an diese ab.
Dann wird ein Großteil der nun als Gewebeflüssigkeit bezeichneten Flüssigkeit (die ja vor kurzem noch Blutflüssigkeit war) wieder in das Blutgefäßssystem „zurückgesaugt“. Ein kleiner Teil wird dann noch über Lymphgefäße abgeführt und später auch ins Blut zurückgeleitet.
Warum erzähle ich das?

Um dir zu zeigen, dass alle deine Körperflüssigkeiten ins Blut gehen oder aus dem Blut kommen.
Das Blut hält aber einen sehr konstanten ph-Wert, der schwankt nur um etwa 5 %. Zusätzlich über die Nahrung zugenommene Säuren werden durch Eiweiße im Blut abgepuffert und im Stoffwechsel abgebaut. Viele Säuren werden aber auch schon im Verdauungstrakt neutralisiert, also bevor sie in deinen Organismus gelangen (denn der Verdauungstrakt ist für deinen Körper Außenwelt).

Mein Lieblingsbeispiel ist Kohlensäure (einige Kolleginnen fürchten Mineralwasser weil es sie so „über-säuert“. Nur zerfällt die schon beim Trinken zum großen Teil, der Rest übersteht die Magensäure garantiert nicht und selbst wenn, dann würde der basische Bauchspeichel damit problemlos fertig, der schafft ja auch die Salzsäure des Magens.
Im Übrigen entsteht Kohlensäure jederzeit bei der inneren Atmung in unserem Körper selbst, da trägt ein Glas Mineralwasser nichts zur „Über-Säuerung“ des Blutes bei.

Verliert das Blut seine Pufferkapazität oder wird diese überfordert (und sie ist recht großzügig ausgelegt), dann sind die Folgen dramatisch und keinesfalls mit solchen Symptomen vergleichbar, wie du sie vielleicht hast.
Das tritt auch nicht chronisch auf, weil der Körper sofort alles unternimmt um wieder in den richtigen (leicht basischen) ph-Bereich zu kommen. Gelingt dies nicht sehr schnell, dann stirbt man auch schnell.

Eine Übersäuerung kann es darum höchstens lokal geben, etwa in Folge von Entzündungen.

Gruß
Werner

Hallo,

beim Fitnesspapst kannst Du Teststreifen bestellen:

http://www.strunz.com/shop/shopartikel.php?shopberei…

Falls Du das machst, dann berichte doch hier bitte mal, was der Test ergeben hat.

Olaf

Hallo Lothar,

ich wüsste gerne mehr zu dem Messverfahren für die Verstoffwechselung der Nahrung. Wie funktioniert es genau und wo finde ich die Ergebnisse?

Gruß
Kathy

Neutraler Buchtip
Hallo,
Säuren - Basen - Schlacken by Hrsg.: Wolfgang Marktl; Bettina Reiter; Cem Ekmekcioglu
http://www.springer.com/dal/home/springerwiennewyork…

beleuchtet das Thema sowohl von schul- als auch naturheilkundlicher und ernährungsphysiologischer Sicht und macht klar, dass manches eben nur eine Metapher ist, für ansonsten schwer erklärbare Stoffwechselvorgänge (>Schlacken).
Vielleicht das einzige einigermassen neutral gewichtete Buch zum Thema.
Gruß Susanne

Hallo,

(>Schlacken).

Aber bitte nicht damit anfangen oder dem „entschlacken“, denn dann driftet es ins absolut Schwachsinnige ab.

Gruss
frieeda

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Hallo,

sieh mal hier http://www.apotheke-fehske.de/downloads/GZ03-11.pdf
Weiterhin kann man den Urin testen. Dieser hat jedoch nur bedingt Aussagekraft, weil nicht alle „Säuren“ ausgeschieden werden und durch Nachtschlaf und Ernährung ständig Änderungen erfolgen.

Im Blut läßt sich eine Übersäurerung kaum nachweisen (also wenn lebst Du nicht mehr lange) weil der Körper das Blut ständig abpuffert und einen ziemlich konstanten Wert hält. Sonst können die Organe nicht richtig funktionieren. Wenn Mineralien für diese Abpufferung fehlen, wird auch Kalzium aus den Knochen abgebaut.

Gruß Kerstin

Hallo,
das Thema gab es letztens:
http://www.wer-weiss-was.de/cgi-bin/forum/showarchiv…
Gruss Helmut

Hallo,

(>Schlacken).

Aber bitte nicht damit anfangen oder dem „entschlacken“, denn
dann driftet es ins absolut Schwachsinnige ab.

Wieso, gehört ebenso zum Thema…Ansonsten ist es ein Springer-Lehrbuch (ziemlich seriöser Verlag insbes. für Medizinbücher) für Ärzte, Diätassistenten und Co und beleuchtet das ganze nur, klärt also vor allem über Begrifflichkeiten und Ideen auf, die dahinter stecken und versucht gerade diese Streitpunkte aufzudröseln. Bringt dafür u.a. auch wissenschaftliche (medizinische) Belege dafür, was wirklich diese Übersäuerung ist und was sogen. „Schlacken“ alles sind.
Damit wird eben deutlich, dass sowohl Übersäuerung als auch Schlacken eben nicht als Faktum zu sehen sind, sondern eher als Bild, um es dem Patienten deutlicher zu machen.
Das ist kein GU-Ratgeber für Gesundheitsapostel…und schon gar kein Selbsttherapiebuch…
Leider plappern allzuviele Therapeuten (HP und selbsternannte Ernährungsberater) auch nur nach, was sie in der Laienliteratur finden und können daher gar nicht erklären, was sie da eigentlich tun. wenn die dann auf die ärztliche Sicht stoßen, wirds kompliziert, denn es gibt eben nicht „DIE Übersäuerung“ oder „DIE Schlacken“, und ein Arzt kann meist mit diesen für Laien konzipierten ansichten nichts anfangen, da er einen tieferen Einblick in den Körper haben sollte (allerdings oft nicht den Weg zurück auf die Patientenebene findet).

Dafür ist das Buch gut
Gruß Susanne

Gruß Susanne

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Hallo,

(>Schlacken).

Aber bitte nicht damit anfangen oder dem „entschlacken“, denn
dann driftet es ins absolut Schwachsinnige ab.

Wieso, gehört ebenso zum Thema…Ansonsten ist es ein
Springer-Lehrbuch (ziemlich seriöser Verlag insbes. für
Medizinbücher) für Ärzte, Diätassistenten und Co und
beleuchtet das ganze nur, klärt also vor allem über
Begrifflichkeiten und Ideen auf, die dahinter stecken und
versucht gerade diese Streitpunkte aufzudröseln. Bringt dafür
u.a. auch wissenschaftliche (medizinische) Belege dafür, was
wirklich diese Übersäuerung ist und was sogen. „Schlacken“
alles sind.
Damit wird eben deutlich, dass sowohl Übersäuerung als auch
Schlacken eben nicht als Faktum zu sehen sind, sondern eher
als Bild, um es dem Patienten deutlicher zu machen.
Das ist kein GU-Ratgeber für Gesundheitsapostel…und schon
gar kein Selbsttherapiebuch…

Ich dachte jetzt schon der Schwachsinn bliebe uns erspart. Es gibt im Körper keine Schlacken. Der Körper schafft es prima alleine, mit den Abbauprodukten fertig zu werden.
Und die Tatsache, daß im Springer Verlag etwas veröffentlicht wird, heisst doch nicht, daß das auch richtig und gut sein muss?

http://www.tagesspiegel.de/magazin/wissen/gesundheit…

Gruss frieeda

Am besten Entschlacken mit einem guten Buch und ganz viel Zeit und nicht vergessen, das Türchen zu verschliessen.

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Ich dachte jetzt schon der Schwachsinn bliebe uns erspart. Es
gibt im Körper keine Schlacken. Der Körper schafft es prima
alleine, mit den Abbauprodukten fertig zu werden.

jedoch nur wenn er gesund ist…musst du doch zugeben, selbst dann sind es immer noch keine echten Schlacken, aber das Bild von Schlacken lässt sich besser vermitteln als einem Patienten die gesamte Biochemie aufzudröseln.
Du weißt schon was eine „Metapher“ ist, oder? ansonsten hilft dir Wiki weiter. Ob nun Schlacken oder Übersäuerung, dass sind Metaphern um dem Patienten etwas deutlich zu machen.

Und die Tatsache, daß im Springer Verlag etwas veröffentlicht
wird, heisst doch nicht, daß das auch richtig und gut sein
muss?

Ne aber ich wollt noch mal deutlich machen, dass es eben ein neutrales Buch ist, dass auf beide Standpunkte eingeht und eben gerade eine Definition versucht und nicht ein Buch über „Säurefreie Ernährung“

Ansonsten hab ich irgendwo endlich gefunden wie der Knacker hieß, der die ganze Chose in Gang gesetzt hat, mit dem Säure-Basentest nach Sanders sollte man die Übersäuerung feststellen können, dazu braucht es 5 urinproben über den Tag verteilt, deren ph gemessen wird. ein Wechsel zwischen basisch-sauer ist normal, erst wenn alle Proben extrem zu sauer sind oder extrem zu basisch kann man überhaupt von einer Entgleisung sprechen. Es gibt allerdings ne Menge merkwürdiger Beschreibungen davon im Netz, ich hab meine Angaben aus Martin „Labormedizin in der Naturheilkunde“ 2006 mit diversen Verfälschungsmöglichkeiten (im Grunde muss man den Pat. vorher 3 Tage kasernieren, damit er nichts verkehrtes isst oder trinkt, sich nicht überlastet und zu sehr schont etc.), wodurch ich den Test für ziemlich unpraktisch finde. 1956 als er erfunden wurde wars vielleicht noch ok, aber heute …

Gruß Susanne

Sinnvoller Buchtip
Hallo Susanne,

scheint ein sinnvolles Buch zu sein, gute Empfehlung, Sternchen von
mir.
nashorn

Hallo Kathy.

Über Messverfahren kann ich Dir leider nichts Genaues sagen – Chemie war immer ein Buch mit 7 Siegeln für mich.
Aber die Soffwechselvorgänge sind bis hin zu Zellatmung bekannt. Letztlich weiß man, wie viel Kohlendioxid bei der Verstoffwechslung entsteht und wie hoch dann die Wasserstoffinonenkonzentration ist. Vielleicht meldet sich hier noch mal ein Chemiker zu Wort.

Beste Grüße
Lothar