Überzeugung

Hallo,
dies ist mein erster Artikel, also bitte seid nicht so streng mit mir. :wink:

Ich habe in den unterschiedlichen Artikeln immer wieder davon gelesen wenn Leute „aus Überzeugung aus der Kirche austreten“
ich frage mich aber was meinen die mit „aus Überzeugung“
Sind die Leute überzeugt davon dass es keinen Gott gibt? Falls ja, woher wollen sie das wissen und davon überzeugt sein?

Wie soll ich das verstehen?

cheers, silke

Hallo!

da die kirche „nur“ eine institution ist in der man mit anderen Leuten seinen glauben praktiziert, muss es nicht heißen, dass man nicht an gott glaub wenn man die kirche verlässt…
manche sind mit der art des glaubensbekenntnisses nicht zufireden.

das ist nur meine meinung ich bin sicher da gibt’s noch viel mehr…
ev. in einer Literatur über Massenpsychologie.

Mike

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Hai, Silke,

Ich habe in den unterschiedlichen Artikeln immer wieder davon
gelesen wenn Leute „aus Überzeugung aus der Kirche austreten“
ich frage mich aber was meinen die mit „aus Überzeugung“
Sind die Leute überzeugt davon dass es keinen Gott gibt? Falls
ja, woher wollen sie das wissen und davon überzeugt sein?

Da haben wir wiedermal ein allseits beliebtes Thema auf dem Tisch Board - der Unterschied zwischen Glauben und Wissen. Überzeugung heißt Glauben und steht damit im Gegensatz zu Wissen. Wissen ist, wenn ich etwas Anderen Beweisen kann und zwar unabhängig, also ohne, daß die erst meinen Glauben (meine Überzeugung) annehmen müssen, damit der „Beweis“ funktioniert. Damit kann man nicht wissen , ob Gott existiert.
Man kann weder einen Nicht-Gläubigen dazu auffordern, an Gott zu glauben, damit er einen Beweis für dessen Existenz akzeptieren kann, noch kann man einen Gläubigen dazu auffordern, seinen Glauben abzulegen, damit er einen Beweis für die Nicht-Existenz Gottes annehmen kann.
Hat man sich diesen Unterschied zwischen Wissen und Überzeugung klargemacht, ist es plötzlich völlig klar, warum man aus Überzeugung aus der Kirche Austreten kann: man ist von Gott nicht überzeugt, man glaubt nicht an ihn.

Übrigens ist das nicht unbedingt der Grund, warum viele aus der Kirche austreten. Auch hier geht es, genaugenommen, wieder um ein Definitionsproblem: Glaube, Religion und Kirche.
Der Glaube ist das, was eine einzelne Person hat (kleinFritze glaubt an Gott als bärtigen Mann, kleinErna glaubt an Gott als unsichtbares Überwesen, kleinPeter glaubt nicht an einen Gott)
Religion ist das, was entsteht, wenn mehrere Gläubige zusammentreffen und sich auf ein Glaubensbild schaffen und sich auf bestimmte Rituale einigen („Vater unser…“, „Gottes Sohn“, Dreifaltigkeit - um mal im Christentum zu bleiben)
Kirche ist eine Organisation, die drumherum entsteht. Viele Christen sagen, daß schon die (regelmäßige) Versammlung von mehreren Gläubigen die Kirche darstellt (die Gemeinschaft im Glauben), ich ziehe die Grenze jedoch da, wo eine Gemeinde sich einen freigestellten Prister leistet (also schon ab der ersten Person, die im Prinzip vom Glauben der Anderen lebt). Je größer eine solche Organisation wird, desto regelmäßiger entfernt sie sich oft von den ursprünglichen Glaubenssätzen (z.B. kath. Kirche: wie passt „Was Du dem geringsten meiner Brüder tust…“ damit zusammen, daß ein mit Edelsteinen behangener Papst einen ebenso edelsteingeschmückten Dom-Nachbau in einem afrikanischem Hungergebiet weiht)

Viele treten aus der (Amts-)Kirche aus, weil ihre Überzeugung dem Handeln der Mitglieder widerspricht. Von denen bleiben eine Menge ihrer Religion treu und betätigen sich fürderhin in freien Kirchen oder Gebetskreisen oder so.
Eine weitere Menge verlassen mit dem Austritt auch ihre bisherige Religion, nehmen eine andere an und wechseln so im Prinzip nur die Rituale, bleiben aber ihrem Glauben treu. Oder sie legen jegliche Religion ab und glauben sozusagen im stillen Kämmerlein vor sich hin.

Und es gibt noch eine Menge mehr Gründe, warum Menschen aus der Kirche austreten.

Gruß
Sibylle

Hi Silke,

Viele treten wohl aus Kostengründen aus.
Wäre ich in einer Kirche, dann würde ich austreten, weil ich die betreffenden Menschen im Allgemeinen nicht sympathisch finde, weil ich nicht gut finde, was Kirche aus den Menschen macht.
Gruss,

erstmal vielen Dank euch allen -da geht ja ziemlich schnell hier dass man antworten bekommt -> schön!

„man ist von Gott nicht überzeugt, man glaubt nicht an ihn.“
dann ist aber der Satz „aus überzeugung aus der Kirche ausgetreten“ unglücklich formuliert, oder?

in einem Artikel weiter unten geht es darum, ob es ok ist für eine Familie die aus der Kirche ausgetreten ist ihr Kind trotzdem taufen zu lassen. Diese Leute sollten ja dann ihr Kind zwar taufen, aber in einer ausser-kirchlichen Zeremonie.
Aber sind solche Taufen dann anerkannt?

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Hallo Silke,

in einem Artikel weiter unten geht es darum, ob es ok ist für
eine Familie die aus der Kirche ausgetreten ist ihr Kind
trotzdem taufen zu lassen. Diese Leute sollten ja dann ihr
Kind zwar taufen, aber in einer ausser-kirchlichen Zeremonie.
Aber sind solche Taufen dann anerkannt?

Da sprichst Du eine äußerst schwierige Frage an. Ich kann nur für die evangelische Kirche antworten, nach der Taufe prinzipiell in der Gemeinde zu feiern ist (weswegen ein Pastor eigentlich auch keine PRivattaufen, am Nachmittag nur mit der Familie durchführen soll). Die Gemeinschaft ist konstitutiv für das Sakrament. Allerdings gibt es auch keine Wiedertaufe, wobei Taufe definiert ist auf die Taufe im Namen des Vaters, des Sohnes und des Geistes (nach dem 3. Reich hat man einige neu taufen müssen, weil man auf den Führer getauft hat). Taufe soll grundsätzlich durch einen Pastor erfolgen, eine Nottaufe, z.B. durch die Eltern, nur im Notfall. Wenn Eltern aus Überzeugung selbst taufen hat man dann regelmäßig ein Problem…

Zu Deiner Ursprungsfrage: Ich bekomme oft zu hören, daß jemand aus Überzeugung ausgetreten sei. Da ich Theologin bin, scheinen viele zu meinen, mich würde das interessieren, man könne mich provozieren oder sonst etwas. Ebenso unfreiwillig erfahre ich dann, daß es die Amtskirche sei, die einen störe. FRagt man doch nach, stellt sich meistens heraus, daß viele gar nichts von ihrer Kirche wissen. Protestanten treten wegen des Papstes aus, sie wissen nicht, welcher Landeskirche sie angehören, wie ihr Bischof oder Präses heißt, was eine Synode ist. Manchmal habe ich den Eindruck, daß in einer Welt, wo alles erlaubt zu sein scheint, man froh ist, durch einen Kirchenaustritt seine vermeintliche Widerstandsbereitschaft gegen autoritäre Strukturen beweisen zu können. Meistens geht es um die Kirchensteuer und mir wäre es lieber, das würde auch jemand so sagen, daß er eben mit Kirche nichts anfangen kann und deswegen ausgetreten sei. Ich halte das für völlig legitim und ist mir auf alle Fälle lieber, als in die peinliche Situation zu geraten, feststellen zu müssen, daß jemand von Überzeugung spricht, ohne informiert zu sein…
Allerdings ist es gerade in diesem Forum angenehm, daß sich hier „aus Überzeugung“ Ausgetretene finden, bei denen man tatsächlich auch davon sprechen kann. Umgekehrt: Ich bin überzeugte Christin und überzeugtes Mitglied meiner Kirche, die mich regelmäßig auf die Palme bringt (und wünschte mir oft, einer anderen Landeskirche anzugehören:wink:. Und manchmal, erwische ich mich bei dem Gedanken, daß ich aufgrund meiner Überzeugung wiederum austreten müßte…:wink:

Grüße,
Taju

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Hai, Silke,

„man ist von Gott nicht überzeugt, man glaubt nicht an ihn.“
dann ist aber der Satz „aus überzeugung aus der Kirche
ausgetreten“ unglücklich formuliert, oder?

Nee, eigentlich nicht. „Ich glaube an Gott“ und „Ich glaube nicht an Gott“ sind beides Glaubensbekenntnisse, stellen beides Überzeugungen dar. „Ich glaube nicht an Gott“ kann man ja auch so sagen: „Ich glaube an nicht-Gott“…
Verwirrend an dem Ganzen ist, glaube ich *g*, eigentlich, daß viele Ausgetretene „Aus Überzeugung…“ sagen, weil sie keinen Bock darauf haben, das x-te Ohr abgekaut zu bekommen, was doch die Amtskirchen für tolle, soziale Dinge mit der eingenommenen Steuer finanziert - und daß der christliche Glaube doch zu unserer Kultur gehört - und „Du hast als Kind immer so süß gebetet“ - und „was sollen die Leute denken, wenn Du wegen des Geldes unseren Herren verleugnest“ …
„Aus Überzeugung…“ kürzt da vieles ab.

Gruß
Sibylle

Sind die Leute überzeugt davon dass es keinen Gott gibt?

manche davon sicher.
meistens ist aber geld der hauptgrund für den austritt. aber nicht nur.

man muß nicht mitglied der/einer kirche sein um christ zu sein. und man muß nicht christ sein um überzeugt zu sein daß es einen gott gibt.

gruß
datafox

Hallo,

Hallo Silke,

dies ist mein erster Artikel, also bitte seid nicht so streng
mit mir. :wink:

Wer wird denn ?

Ich habe in den unterschiedlichen Artikeln immer wieder davon
gelesen wenn Leute „aus Überzeugung aus der Kirche austreten“
ich frage mich aber was meinen die mit „aus Überzeugung“

Naja, aus Überzeugung kann heißen, dass sie eine geänderte religiöse Einstellung haben. Kann aber durchaus auch heißen, dass sie mit der Kirche nicht mehr einverstanden sind. Dabei muss es sich dann keineswegs um die Religion handeln, es können eben auch Missstände innerhalb der jeweiligen Kirche sein.

Sind die Leute überzeugt davon dass es keinen Gott gibt? Falls
ja, woher wollen sie das wissen und davon überzeugt sein?

Kann sein. Kann aber genausogut sein, dass sie einen anderen, für sie gangbareren Weg gefunden zu haben glauben. Die Überzeugung, dass es keinen Gott gibt, kann aus einer ähnlichen Quelle wie die Überzeugung kommen, dass es ihn gibt; nämlich dem Glauben daran.

Wie soll ich das verstehen?

Hoffe, dass ich mich verständlich ausgedrückt habe. Wenn nicht und noch Fragen bleiben, dann poste oder mail sie.

cheers, silke

Liebe Grüße
Wolkenstein

Hallo,
dies ist mein erster Artikel, also bitte seid nicht so streng
mit mir. :wink:

Hallo auch dir!

Ich habe in den unterschiedlichen Artikeln immer wieder davon
gelesen wenn Leute „aus Überzeugung aus der Kirche austreten“
ich frage mich aber was meinen die mit „aus Überzeugung“
Sind die Leute überzeugt davon dass es keinen Gott gibt? Falls
ja, woher wollen sie das wissen und davon überzeugt sein?

Wie soll ich das verstehen?

Wenn du an Gott glaubst, dann heißt das, dass du per Definition nicht verstehen kannst. Solltest du je beginnen zu verstehen, wie jemand nicht an Gott glauben kann, dann hast du damit begonnen, deinen Glauben zu verlieren.
Jetzt darfst du dir aussuchen, ob du verstehen willst :wink:

cheers, silke

*pling*
cheers, Peter

man muß nicht mitglied der/einer kirche sein um christ zu
sein.

Mit dem stimme ich Dir nicht ganz zu. Gemäss Bibel sollen wir aktives Mitglied in einer Gemeinde (Kirche) sein.

gruß

Beat

Hi Silke,

Viele treten wohl aus Kostengründen aus.
Wäre ich in einer Kirche, dann würde ich austreten, weil ich
die betreffenden Menschen im Allgemeinen nicht sympathisch
finde, weil ich nicht gut finde, was Kirche aus den Menschen
macht.

Verständlich, aber wenn Du an den Gott glaubst, kannst Du ja in einer Kirche beitreten, die Dir entspricht

Gruss,

Da haben wir wiedermal ein allseits beliebtes Thema auf dem
Tisch Board - der Unterschied zwischen
Glauben und Wissen. Überzeugung heißt Glauben und steht damit
im Gegensatz zu Wissen.

Da bin ich anderer Meinung

Wissen ist, wenn ich etwas Anderen
Beweisen kann

Da stimme ich Dir nicht zu, ich weiss zB dass ich gerade vorher ein Vogel an meinem Fenster vorbeigeflogen ist, werd dies aber niemals jemanden Beweisen können

. Damit kann man nicht wissen , ob

Gott existiert.

Doch, aber es nicht 100%ig beweisen

Man kann weder einen Nicht-Gläubigen dazu auffordern, an Gott
zu glauben, damit er einen Beweis für dessen Existenz
akzeptieren kann, noch kann man einen Gläubigen dazu
auffordern, seinen Glauben abzulegen, damit er einen Beweis
für die Nicht-Existenz Gottes annehmen kann.

Stimmt so nicht ganz. Ein tiefer echter christlicher Glaube kommt erst nach dem Wissen. Erst nachdem man „weiss“ kann man glauben.
Dies geschiet bei der sogenannten Bekehrung.
Nur weil man in einer Kirche ist, glaubt man noch lange nicht.

Übrigens ist das nicht unbedingt der Grund, warum viele aus
der Kirche austreten. Auch hier geht es, genaugenommen, wieder
um ein Definitionsproblem: Glaube, Religion und Kirche.
Der Glaube ist das, was eine einzelne Person hat (kleinFritze
glaubt an Gott als bärtigen Mann, kleinErna glaubt an Gott als
unsichtbares Überwesen, kleinPeter glaubt nicht an einen Gott)
Religion ist das, was entsteht, wenn mehrere Gläubige
zusammentreffen und sich auf ein Glaubensbild schaffen und
sich auf bestimmte Rituale einigen („Vater unser…“, „Gottes
Sohn“, Dreifaltigkeit - um mal im Christentum zu bleiben)
Kirche ist eine Organisation, die drumherum entsteht. Viele
Christen sagen, daß schon die (regelmäßige) Versammlung von
mehreren Gläubigen die Kirche darstellt (die Gemeinschaft im
Glauben), ich ziehe die Grenze jedoch da, wo eine Gemeinde
sich einen freigestellten Prister leistet (also schon ab der
ersten Person, die im Prinzip vom Glauben der Anderen lebt).
Je größer eine solche Organisation wird, desto regelmäßiger
entfernt sie sich oft von den ursprünglichen Glaubenssätzen
(z.B. kath. Kirche: wie passt „Was Du dem geringsten meiner
Brüder tust…“ damit zusammen, daß ein mit Edelsteinen
behangener Papst einen ebenso edelsteingeschmückten
Dom-Nachbau in einem afrikanischem Hungergebiet weiht)

Da stimme ich Dir im wesentlichen zu, ausser dass die Dreieinigkeit zum Glauben gehört, nicht zur Religuion, da sie auch kein Ritual ist.

Viele treten aus der (Amts-)Kirche aus, weil ihre Überzeugung
dem Handeln der Mitglieder widerspricht. Von denen bleiben
eine Menge ihrer Religion treu und betätigen sich fürderhin in
freien Kirchen oder Gebetskreisen oder so.

Stimme zu, ausser, sie bleiben dann Ihrem Glauben, nicht Ihrer religion treu

Eine weitere Menge verlassen mit dem Austritt auch ihre
bisherige Religion, nehmen eine andere an und wechseln so im
Prinzip nur die Rituale, bleiben aber ihrem Glauben treu.

Genau, oder sie glauben nicht mehr an den Gott den sie vorher glaubten

Oder

sie legen jegliche Religion ab und glauben sozusagen im
stillen Kämmerlein vor sich hin.

Das ist abre gegen den Glauben gemäss Bibel, da Gll$äubige einen aktiven Teil einer gemeinde/Kirche/Gruppe sein sollen

Gruß
Beat

Hallo

Ich kann nur

für die evangelische Kirche antworten,

Du antwortest aus der evangelischen Landeskirche nicht im namen aller evangelischen Kirchen!!

nach der Taufe

prinzipiell in der Gemeinde zu feiern ist (weswegen ein Pastor
eigentlich auch keine PRivattaufen, am Nachmittag nur mit der
Familie durchführen soll). Die Gemeinschaft ist konstitutiv
für das Sakrament. Allerdings gibt es auch keine Wiedertaufe,
wobei Taufe definiert ist auf die Taufe im Namen des Vaters,
des Sohnes und des Geistes (nach dem 3. Reich hat man einige
neu taufen müssen, weil man auf den Führer getauft hat). Taufe
soll grundsätzlich durch einen Pastor erfolgen, eine Nottaufe,
z.B. durch die Eltern, nur im Notfall. Wenn Eltern aus
Überzeugung selbst taufen hat man dann regelmäßig ein
Problem…

Gemäss der Bibel als Grundlage des evangelischen Glaubens, soll ein Mensch sich zuerst Bekehren und glauben und dann sich bewusst taufen lassen. Taufen „oikos“ heisst übrigens soviel wie ganz eintauchen (wird im griechischen zb fÜR DAS sTOFFFÄRBEN GEBRAUCHT, der Stoff wird im Farbbad getauft). Im weiteren wird niergens in der Bibel ein Baby getauft, was auch dem Sinn und der Bedeutung entsprechend nicht der Bibel entsprechen würde.

Zu Deiner Ursprungsfrage: Ich bekomme oft zu hören, daß jemand
aus Überzeugung ausgetreten sei. Da ich Theologin bin,
scheinen viele zu meinen, mich würde das interessieren, man
könne mich provozieren oder sonst etwas. Ebenso unfreiwillig
erfahre ich dann, daß es die Amtskirche sei, die einen störe.
FRagt man doch nach, stellt sich meistens heraus, daß viele
gar nichts von ihrer Kirche wissen. Protestanten treten wegen
des Papstes aus, sie wissen nicht, welcher Landeskirche sie
angehören, wie ihr Bischof oder Präses heißt, was eine Synode
ist. Manchmal habe ich den Eindruck, daß in einer Welt, wo
alles erlaubt zu sein scheint, man froh ist, durch einen
Kirchenaustritt seine vermeintliche Widerstandsbereitschaft
gegen autoritäre Strukturen beweisen zu können. Meistens geht
es um die Kirchensteuer und mir wäre es lieber, das würde auch
jemand so sagen, daß er eben mit Kirche nichts anfangen kann
und deswegen ausgetreten sei. Ich halte das für völlig legitim
und ist mir auf alle Fälle lieber, als in die peinliche
Situation zu geraten, feststellen zu müssen, daß jemand von
Überzeugung spricht, ohne informiert zu sein…
Allerdings ist es gerade in diesem Forum angenehm, daß sich
hier „aus Überzeugung“ Ausgetretene finden, bei denen man
tatsächlich auch davon sprechen kann. Umgekehrt: Ich bin
überzeugte Christin und überzeugtes Mitglied meiner Kirche,
die mich regelmäßig auf die Palme bringt (und wünschte mir
oft, einer anderen Landeskirche anzugehören:wink:. Und manchmal,
erwische ich mich bei dem Gedanken, daß ich aufgrund meiner
Überzeugung wiederum austreten müßte…:wink:

Duiesen Worten stimme ich hingegen 100%ig zu

Grüße,

Beat

hi,

man muß nicht mitglied der/einer kirche sein um christ zu
sein.

Mit dem stimme ich Dir nicht ganz zu. Gemäss Bibel sollen wir
aktives Mitglied in einer Gemeinde (Kirche) sein.

ich gebe nur wieder, was mir menschen gesagt haben. ich kenne leute die sich als christen definieren und nicht mitglieder sind.

gruß
datafox

Taufen „oikos“ heisst übrigens soviel
wie ganz eintauchen (wird im griechischen zb fÜR DAS
sTOFFFÄRBEN GEBRAUCHT

βάφτισμα = baptism
baftisma

dye = βάφω, βαφή
bafo, bafi

du liegst 100% richtig. wußt ich gar nicht.

gruß
datafox

Hallo Beat

irgendwo im neuen Testament hört ein Hauptmann das Evangelium und läßt dann „sich
und sein ganzes Haus“ taufen.

Da gehören sicher auch Babys dazu.

Gruß
Wolfgang

Hallo Wolfgang

irgendwo im neuen Testament hört ein Hauptmann das Evangelium
und läßt dann „sich
und sein ganzes Haus“ taufen.

Da gehören sicher auch Babys dazu.

gemeint ist hier doch eher „Hausgesinde“ = Knechte und Mägde.
Es war zwar damals Kinderarbeit nicht verboten, aber soweit wollen wir doch nicht gehen, dass Babys zur Arbeit herangezogen wurden *g*

Gruss Harald

Hallo Harald

gemeint ist hier doch eher „Hausgesinde“ = Knechte und Mägde.
Es war zwar damals Kinderarbeit nicht verboten, aber soweit
wollen wir doch nicht gehen, dass Babys zur Arbeit
herangezogen wurden *g*

wenn ich schreibe: ich und mein Haus, dann denke ich ich doch nicht nur an meine
Hausangestellten.

Einfach die Annahme, dass in diesem Haushalt eben auch kleine Kinder lebten und
dann eben mitgetauft wurden ist eine ganz normale Annahme.

Auf dem Hintergrund einer bestimmten Überzeugung muss da natürlich dann eine
andere Erklärung her.

Die Katholiken haben ja auch ihre Schwierigkeiten mit der doch ganz klaren
Feststellung, dass Jesus Brüder und Schwestern hatte. Da kommt dann nur die
Erklärung infrage, damit sind Cousins und Cousinen gemeint. Oder wie man früher
sagte Vettern und Basen.

Die beispiele kann man sicher noch fortführen.

Gruss
Wolfgang

hi,

man muß nicht mitglied der/einer kirche sein um christ zu
sein.

Mit dem stimme ich Dir nicht ganz zu. Gemäss Bibel sollen wir
aktives Mitglied in einer Gemeinde (Kirche) sein.

ich gebe nur wieder, was mir menschen gesagt haben. ich kenne
leute die sich als christen definieren und nicht mitglieder
sind.

Aha, OK , aber Menschen sind nicht unfehlbar, auch Christen nicht.
Die Grundlage ist die Bibel und da steht das was uich schrieb

gruß

Beat