Diejenigen, die sich so etwas eigentlich nicht leisten
könnten, sprich die Empfänger von sozialen Leistungen,
brauchen auch zukünftig für diese Extras nichts zu bezahlen.
… wir werden sehen… Letztlich erwarte ich schon, dass diese ‚Extras‘ zumindest eingegrenzt werden.
Die Krankenversicherungspflicht
sollte für alle Bundesbürger bis zu einem durchschnittlichen
Monatseinkommen von 10.000,00 € eingeführt werden.
Das Bestehen von PKV und GKV nebeneinander und im Wettbewerb
wäre weiter gesichert.
Hallo,
würde dass nicht kurzzeitig dazu führen, dass diejenigen, die jetzt über der aktuellen Beitragsbemessungsgrenze aber unter den z.B. 10.000 Euro liegen, zu einem gewissen Teil ziemlich schnell noch in die PKV abwandern;
wie wäre das Bestehen von PKV und GKV nebeneinander und im Wettbewerb gesichert, wenn der Zustrom an PKV-Versicherten auf diese Weise weiter begrenzt wird;
wäre es nicht besser mal darüber nachzudenken, was man von der PKV lernen kann?
Hallo Blümchen
Unterschiedliche Lebensvorstellungen und Levensformen wird es immer geben. Wenn jemand gerne 10 Stunden am Tag workoholicmässig arbeitet, z.B. als Manager, und ihm das große Luts und viel Geld beschert, dann ist das okay und seine Ebntscheidung. Wenn er dann einen fetten Daimler fährt und ein anderer Fahrrad, der lieber den ganzen Tag in der Sonne sitzt und die Vögel singen hört, wird man auch nicht groß intervenieren oder Anstoß nehmen.
Manche Leute legen Wert auf erstklassige Gesundheit und entsprechende ärztliche Versorgung. Sie investieren da. Andere wiederum ziehen sich lieber Koks durch die Nase und zünden die Kerze an beiden Enden an und investieren nicht so gerne in ihre Gesundheit. Jedem seine Interessen-Freiheit, würde ich sagen.
Gruß,
Branden
Ich weiss nicht, was Ulla gesagt hat oder ob sie sich das ausgedacht hat, aber im Koalitionsvertrag steht folgendes:
„Es wird eine Behandlungspflicht zu bestimmten Gebührensätzen für privatversicherte Personengruppen, wie zum Beispiel Beihilfeberechtigte und Standardtarifversicherte,
sowohl bei wahlärztlichen Leistungen in Krankenhäusern als auch bei ambulanten Leistungen niedergelassener Ärzte geschaffen. Die dafür vorgesehenen abgesenkten Gebührensätze werden in der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) und für Zahnärzte (GOZ) verbindlich verankert.“
Hat sie jetzt was anderes gesagt oder hat jemand da nur wieder irgendwas gehört und falsch zusammengereimt?
Hallo Oliver,
wenn wir uns heute die Kooperationen von GKV und PKV ansehen, hat
sich doch gegenüber den früheren Zeiten als man sich spinnenfeind war,
doch wesentliches geändert.
Die von mir vorgeschlagene Grundversorgung der GKV muss nicht alls das
enthalten was jetzt so alles im Leistungskatalog steht. Es gibt
viele Sachen, die nicht unbedingt medizinisch notwendig sind, aber
empfohlen werden, so könnte ich mir mir z.B. das Kurwesen für
Nichtarbeitnehmer (Reha und AHB ausgenommen) vorstellen, den erweiterten
Zahnersatz oder auch Teile der Prävention bei Erwachsenen.
Es sollte auch weiterhin die Privatbehandlung durch Ärzte und Krankenhäuser geben, nur eben gegen entsprechende Zusatzversicherungen.
Ob diese nun eigenständig von der PKV oder in Kooperation mit einer
oder mehreren GKV-Kassen angeboten würden, wäre egal.
Wenn Du das „Kopfpauschalensystem“ der CDU anschaust, läuft doch alles
auf die Einheitskasse (ähnlich oesterreichischem Vorbild) hinaus und
die GKV-Kassen in ihrem Bestand wären gefährdert - die PKV dagegen
wäre der Gewinner die Lösung. Bei der „Bürgerversicherung“ der SPD,
sehe ich persönllich die GKV als Gewinner und die PKV als Verlierer.
Der goldene MIttelweg wäre der richtige für alle Beteiligten, meine
ich - aber auf mich hört ja keiner.
Gruss
Günter
meistens wird der goldene Weg wohl in der Mitte liegen, so zumindest meine Ansicht. Insofern verschallt Dein Ruf nicht gänzlich ungehört.
In anderen Punkten pflichte ich Dir ohnehin bei.
Danke für die erklärende Antwort!
Oliver
also wo die Kohle hingeht, wird einem klar, wenn man folgendes liest:
Bayer:
Aktionärsbrief 3. Quartal 2005
Operatives Ergebnis vor Sondereinflüssen verdoppelt
Jahresprognose nochmals angehoben
Umsatz im 3. Quartal um 19 Prozent auf 6,5 Mrd EUR gesteigert
Alle Teilkonzerne deutlich verbessert
Konzernergebnis von 52 Mio EUR auf 493 Mio EUR gesteigert
Netto-Cashflow von 0,5 Mrd EUR auf 1,4 Mrd EUR erhöht
Bereinigtes EBIT-Wachstum für das Gesamtjahr von etwa
50 Prozent erwartet
November 2005
Drittes Quartal 2005: 27,4 % Wachstum beim bereinigten Nettogewinn pro Aktie[1] und 11,0 % Umsatzwachstum auf vergleichbarer Basis[1] (deutsche Übersetzung)
Astra
Umsatz gesamt (in Mio. Euro)
2004
842,5
(-3,6%)
…und das nur mal so, was mir spontan an Pharmaunternehmen einfällt.
Aber es ist für die Politik viel leichter (dem Wähler/der entsprechenden Lobby gegenüber) „den Ärzten“ was wegzunehmen, als den Pharmaunternehmen. Denn schließlich haben ja „alle Ärzte einen Eid geschworen“ (daß das schon lange passé ist, weiß immer noch niemand) und die Ärzte sollen gefälligst die Nächstenliebe in Person sein und die Dankbarkeit der Patienten (welche in meinen Augen oft stark zu wünschen übrig läßt) ist schließlich Lohn genug, lieber Branden.
Wärste halt Pharmaunternehmer geworden. Aber vielleicht stellen die Dich ja dann als Vertreter ein.
„Die dafür vorgesehenen abgesenkten Gebührensätze
werden in der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) und für
Zahnärzte (GOZ) verbindlich verankert.“
Na, wenn das nicht reicht! „Abgesenkte Gebührensätze“!
Was sagt denn der Handwerker, wenn ich seine Gebühren auch mal kurz absenken möchte?
fragt
Branden
die Methode führt zu dem gegenteiligen Effekt. Es wird künftig
nur noch die Grundversorgung für die Masse geben, der Rest
lässt sich im Ausland behandeln oder bei Ärzten, die nur
Privatpatienten behandeln. Bei Anwälten ist das selbe zu
beobachten.
Hab ebenfalls Dank für Deine Antwort! Wie ich sehe, bin ich nicht allein mit meiner Entrüstung.
Es grüßt Dich
Branden
ich muss dir in einem voll und ganz zustimmen: Auch ich
empfinde Ulla-Strulla als eine unzumutbare, inkompetente
Gesundheitsministerin und bin fast vom Sofa gefallen, als ich
hörte, dass sie ihren „Job“ weiterhin wahrnehmen darf.
Dank, Dir, Pegasus. Ich frage mich, ob es noch jemand gibt, der die Ulla-Strulla akzeptabel findet.
Es grüßt SDich
Branden
@ Günther + Oliver
Wahrscheinlich läuft es ja auch unter der großen Koalition auf si einen Mittelweg hinaus - aber eine Senkung der privat(GOÄ)-Gebühren -nach 10 Jahren Einfrieren auf gleichem Niveai!- wäre schon erst einmal eine Unverschämtheit, die sich keine Handwerker-Gewerkschaft oder ÖTV bieten lassen würde.
Ich bin gespannt, ob wir Ärzte uns das bieten lassen würden oder ob endlich mal ein groß angelegter, wirkungsvioller Streik a la IG Metall oder ÖTV vom Zaune brechen wird. Ich mach ich schon mal innerlich fit dafür.
Gruß,
Branden
Auch mir geht vor allem die Art der Lady ziemlich auf die Waffel.
Doch Hand aufs Herz, wer will denn den Job auch machen? Da kannst Du eigentlich ja keinen Blumentopf gewinnen. Als Gesundheitsminister ist man doch seit Jahren der Buhmann. Wie soll man auch mehr und mehr verteilen und alle froh machen, wenn die Einnahmen kaum steigen? (Auch wenn gerüchteweise der Anteil der Ausgaben am Bruttosozialprodukt gemessen konstant ist!) Ehre einlegen könnte da nur, wer einen Geldsch*** daheim hat.
Stell Dir mal vor, sie hätten den „Gesundheitsökonomen“ Karl Lauterbach genommen? Dann könntest Du Dich wahrscheinlich heute schon für’n Taxischein anmelden.
Naja, mußt Du halt die Kohle auf Deinem „zweiten Standbein“ 'reinholen.
Da ja mittlerweile sogar fast schon der Pathologe den großen Psychosomatikschein braucht, mußt Du das eben weiter ausdehnen )
Ich bin kein Arzt aber Handwerker im Gesundheitswesen!
Ein paar Zahlen für die, die meinen es geht den Handwerkern im Gesundheitswesen so gut.
Für die Abgabe von Hörgeräte/n gibt es folgende Leistungen der GKV
Der Vertrag sieht eine „Versorgungspauschale“ für die medizinische Versorgung mit Hörhilfen gem. §§ 33, 36 SGB V für Erwachsene ab 01.02.2004 bis zunächst 31.12.2004 vor. Für die Dauer von 5 Jahren gilt nun eine Versorgungspauschale. Sie gilt über alle Festbetragsgruppen und setzt sich wie folgt zusammen:
Kosten in Euro für_______________________1.Gerät__2.Gerät*__beidseitig
Durchschnittlicher Festbetrag______________430_______344________774
Reparaturpauschale
für 5 Jahre _______________________________190_______190________380
Otoplastik ________________________________45________45_________90
Versorgungspauschale_______________________665_______579______1.244
Abzüglich gesetzliche Zuzahlung_________./. 10____./. 10_____./. 20
Zahlbetrag der Krankenkasse________________655_______569______1.244
*) Generell wird bei einer beidohrigen Versorgung ein Abschlag von 20% für das zweite Gerät wirksam.
Dies beinhaltet folgende Arbeiten Beratung des Kunden, Tonaudiometrie,
Sprachaudiometrie, Abdrucknahme für Otoplastik, Anpassung der Hörgeräte, Vergleichende Anpassung, Hörerfolgskontrolle sowie eine Betreuung des Kunden, für 6 Jahre incl. Nachanpassung und Serviceleistungen an den Hörgeräten. Minimaler Arbeitsaufwand pro Kunde in 6 Jahren ca 20 Std.
Vorrechnen muss ich dies wohl nicht mehr. In den Versorgungspauschalen ist die Lieferung der Hörsysteme und die MwSt. von 7% schon enthalten, wobei die Reparaturkostenpauschale 16 % beinhaltet.
Und unsere Bundesinnung wird hier nicht gefragt sondern vor vollendete Tatsachen gestellt. Friss oder stirb heist es hier.
Meine Antwort hierauf: Ich arbeite mitlerweile in der Schweiz.
Gruss
Peter
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
der gute Branden…
…geht keinem Streit aus dem Wege!
Wie kommst Du dazu, um 7.32 Uhr und um 21.32 Uhr Leserbriefe zu schreiben, wo Du doch von Eides wegen verpflichtet bist, Deine Gesundheit Tag und Nacht zum Wohle Deiner Patienten zu ruinieren.
Hast wohl mit einer Hand geschrieben und mit der anderen Deine Tausender gezählt…? (Nein, nicht Sloty!) )
Nein, ich fürchte, wir sind „denen da oben“ mehr oder weniger hilflos ausgeliefert, weil wir die verschiedenen Kollegen nicht an einen Tisch bekommen. (Fast) jeder wird nach Absenken der Gebühren die Faust in der Tasche ballen und weiter arbeiten wie bisher, ein wenig früher anfangen, ein wenig später aufhören.
Aber schön, dass Du Dir Gedanken machst und Deinen Frust rauslässt, hast Du Dir das Honorar an den Supervisor schon gespart.
Ich habe heute eine Patientin rausgeworfen, als sie mir dumm kam; hat auch gut getan!
Weiter so, lieber Branden,
Gruß synapse
Ich bin schon lange dafür, dass die kassenärztlichen
Leistungen genau so abgerechnet werden, wie Privatleistung
(also transparent mit Rechnung an den Patienten zu festen
Sätzen zum Einreichen bei der Kasse).
Hallo pendragon, das kannst du gerne haben http://www.bmgs.bund.de/download/gesetze_web/sgb05/s… (2)
Allerdings -> „Anspruch auf Erstattung besteht höchstens in Höhe der Vergütung, die die Krankenkasse bei Erbringung als Sachleistung zu tragen hätte.“
Nur, wenn ich mich recht entsinne, sind hier vor allem Ärzte
dagegen.
Nö, der Arzt stellt dir gerne ne Privatrechnung aus. Ist - Dank PC oder Privatärztlicher Abrechnungsfirmen - kein Problem.
Es geht aber auch mit weniger Aufwand und billiger (zumindest sieht man welche Leistungen der Arzt mit der Kasse abrechnet, was auch recht interessant sein kann) http://www.bmgs.bund.de/download/gesetze_web/sgb05/s… (2)
Wunder dich aber nicht, wenn die in der Praxis große Augen machen, wenn du nach einer „Patientenquittung“ fragst oder dich abwimmeln, sowas gäbs nicht. Die sind dazu verpflichtet (nicht von sich aus, aber auf Verlangen des Patienten schon).
Dank Dir, Synapse…
…für den kollegialen, humorvollen Beistand!
der gute Branden…
…geht keinem Streit aus dem Wege!
Da scheint was dran zu sein.
Manchmal frag ich mich auch, wie ich dazu komme, in drei Brettern gleichzeitig in Streit zu geraten, und das als Psychotherapeut. Wahrscheinlich bin ich zu kontrolliert und zurückhaltend in meinen Behandlungen und muss hier richtig Dampf ablassen.
Wie auch immer, es grüßt Dich herzlich:
Branden
Und noch was… (off topic)
…Du bist doch in Berlin, oder? Bitte schick der Frau mal ne Überweisung zum HNO-ten, damit sie sich endlich mal die NEBENHÖHLEN RICHTEN LÄSST!! AAHHH!!! Diese Stimme…