Umrechnung von Kubikmeter in Kilowatt

Wer kann mir für die Erstellung einer Heizkostenabrechnung eine gültige Formel zur Umrechnung von Kubikmetern in Kilowatt nennen???

Wer kann mir für die Erstellung einer Heizkostenabrechnung
eine gültige Formel zur Umrechnung von Kubikmetern in Kilowatt
nennen???

Lieber Ulrich,

Kubikmeter von was ? Eine Volumeneinheit kann man nicht ohne weiteres in eine Leistung umrechnen.
Wenn Du den Heizwert des Brennstoffs (ich vermute doch darum geht´s) auf Volumen bezogen hast, dann gibts eine Möglichkeit:
Der Heizwert hat die Einheit J / m^3,
ein Watt sind 1 kg*m^2 / s^2 = 1 J / s
Also ergibt sich für 1 m^3 eines Brennstoffs mit dem Heizwert X eine Leistung von P =
X * J

s

Alles andere dürften dann nur noch Größenumrechnungen sein.

Gruß
Bernd

Also ergibt sich für 1 m^3 eines Brennstoffs mit dem Heizwert
X eine Leistung von P =
X * J

s

Alles andere dürften dann nur noch Größenumrechnungen sein.

Und wo kommt die Zeit ins Spiel? Für die Leistung ist immerhin entscheidend, ob ich das Zeug ruhig abfackeln oder explodieren lasse.

Ich gebe Dir grundsätzlich recht, aber ich denke unserem Kollegen kam es vor allem auf einen Weg an, die Heizenergie einer bestimmten Zeit (Heizperiode ?) in Brennstoffverbrauch umrechnen zu können. Die ist dann sicher vorgegeben. Das erinnert mich an meine quälende Zeit bei der Thermodynamik: der ist es egal ob ich Dynamit langsam abbrennen oder explodieren lasse.
Der Stolperstein kann dann noch der Wirkungsgrad werden, aber ich bin weder Physiker noch Heizkostenberechner… :smile:

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Da gibt es sogar eine Verordnung, wie man das berechnet (Im Fall dass das eine Nebenkostenabrechnung betrifft)

http://www.kleinemeier.wtal.de/Gesetze/Heizkostenver…

Wer kann mir für die Erstellung einer Heizkostenabrechnung
eine gültige Formel zur Umrechnung von Kubikmetern in Kilowatt
nennen???

Hallo Ulrich!

Du meinst sicher Erdgas!!

Dann rechne einfach 10 : 1. 10 kWh = 1 m³ Erdgas.

Gruß Werner

Ich hab zwar nicht einen blassen Schimmer von Erdgas, aber da Gas fast beliebig komprimierbar ist, scheint mir die Mengenangabe in Volumeneinheiten (m³) etwas ungewohenlich.

Mit Bitte um Aufklaerung,
Semjon.

PS Ich kenne zufaellig eine Umrechnungsformel fuer m² in Kilowatt, naemlich

P(in Kilowatt)=C/(m²-Zahl)

C ist eine Konstante, naemlich C=9.4538*10-21 :smile:))

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Ich hab zwar nicht einen blassen Schimmer von Erdgas, aber da
Gas fast beliebig komprimierbar ist, scheint mir die
Mengenangabe in Volumeneinheiten (m³) etwas ungewohenlich.

Mit Bitte um Aufklaerung,
Semjon.

Hallo Semjon!

Ist eigentlich ganz einfach :

Jedes Haus mit Gasheizung hat einen Gasverbrauchszähler vor dem Heizkessel installiert. Die Menge, die dort gezählt wird, ist die verbrauchte. Und zwar in m³.
Gruß Werner

Hallo Werner,

Ist eigentlich ganz einfach :

Jedes Haus mit Gasheizung hat einen Gasverbrauchszähler vor
dem Heizkessel installiert. Die Menge, die dort gezählt wird,
ist die verbrauchte. Und zwar in m³.

Schon, aber das Volumen bei welchem Druck und welcher Temperatur des Gases? Du kannst ja eine bestimmte „Menge“ Gas - gemessen in kg - ueber Veraenderung von Druck und Temperatur auf fast beliebige Volumen bringen. Bezahlen willst Du doch sicher nur proportional zur Menge in kg, oder?

Gruss, Semjon.

Hallo Semjon!

Darum geht es doch bei der Frage überhaupt nicht! Und ist dem Fragesteller wohl auch egal!
Er hat bisher eine Abrechnung seines Gasversorgers im m³ bekommen. Jetzt kommt diese Abrechnung in kWh. Also anders, als der normale Mensch rechnet.

Druck und Temperatur ist abhängig vom jeweiligen Gaslieferanten und diese rechnen einfach die abgelesene Zählersumme x 10. Damit haben sie den kWh-Wert und dieser wird berechnet.

Ob diese Werte dann physik. stimmen, ist eine andere Sache. Gerechnet wird aber Zählerablesesumme x 10 = kWh.
Gruß Werner

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Man hat auf der Abrechnung noch einen Umrechnungsfaktor, der der gleiche ist, wie vorher, als man noch in m³ rechnete.
Dieser Faktor betrifft aber die Feuchtigkeit und andere, nicht brennbaren Bestandteile des Erdgases.

Schon, aber das Volumen bei welchem Druck und welcher Temperatur des Gases?

Vermutlich bei Standardbedingungen: p=101325Pa und T=298,15K

Schon, aber das Volumen bei welchem Druck und welcher Temperatur des Gases?

Vermutlich bei Standardbedingungen: p=101325Pa und T=298,15K

Hallo!
Standardbedingungen bei 25°C und ca 1 kp/cm° ? (Wenn ich mal die alten Dimensionen benutzen darf).

Oder rechne ich da falsch um? 298 - 273 = 25
101325Pa ca 1 bar.

Die Menge wird mittels einer Meßuhr gemeßen (im Haus, nach dem Reduzierventil). Dort hat das Erdgas einen Druck von mindestens 6-8 bar und eine Temperatur, die fast dem Erdboden gleich ist, also im Jahresschnitt 8°C.

Gruß Werner

Schon, aber das Volumen bei welchem Druck und welcher Temperatur des Gases?

Vermutlich bei Standardbedingungen: p=101325Pa und T=298,15K

Ist das bei uns auch gebräuchlich? Kenne ich nur aus USA. Hier hätte ich auf Normalbedingungen (also 273,15 K = 0 °C) getippt…

Gruß, Kubi

Ist das bei uns auch gebräuchlich? Kenne ich nur aus USA. Hier
hätte ich auf Normalbedingungen (also 273,15 K = 0 °C)
getippt…

Das war früher so. Neuerdings hat man sich auf eine Standardtemperatur von 25°C geeinigt.
Beim Durck bin ich mir allerdings nicht so sicher. Zwar wird in der Wissenschaft weiterhin mit physikalischen Atmosphären (1 atm = 101325 Pa = 760 Torr) gerechner, aber langsam scheint sich auch dort das Bar (1 bar = 100000 Pa) durchzusetzen.
Zusammengefaßt wird das Ganze in der SATP-Norm (Standard Ambient Temperature and Pressure).

Die Menge wird mittels einer Meßuhr gemeßen (im Haus, nach dem
Reduzierventil). Dort hat das Erdgas einen Druck von
mindestens 6-8 bar und eine Temperatur, die fast dem Erdboden
gleich ist, also im Jahresschnitt 8°C.

Die Abweichung von den Standardbedingungen muß durch einen Korrekturfaktor berücksichtigt werden. Dabei sind vor allem Temperaturschwankungen ein Problem, weil der Druck durch ein Ventil konstant gehalten werden kann. Für genaue Messungen müßte also neben dem Volumen auch die Temperatur gemessen werden, so daß die Stoffmenge nach n=pV/RT berechnet werden kann. Wenn man es nicht so genau nimmt, kann man natürlich auch mit Durchschnittstemperaturen rechnen.
Ich würde mich sehr wundern, wenn das alles nicht in irgendwelche Normen geregelt wäre.

Das Ganze spielt sich aber ganz anders ab. Hier kommt es nicht darauf an, einen Behälter unter Berechnung eines Gases unter „Normalzustand“ zu füllen, sondern nur darum, dem einzelnen Verbraucher eine gewisse Menge Geld für eine Dienstleistung und eine Lieferung eines bestimmten Gases zahlen zu lassen.

Die Menge des verbrauchten Gases wird seit Einführung des Stadtgases vor ca 100 und mehr Jahren immer schon so gemessen.
Die Gaslieferanten gehen dabei nicht nach dem techn. „Normalzustand“ des Gases (in kg/m³ bei 0°C und 101,325 kPa), sondern nach dem normalen tatsächlichem Zustand des Gases, ohne Umrechnung auf „Normalzustand“. Da würde auch kein Umrechnungsfaktor helfen!

Der Preis pro m³ (heute kWh) spielt dabei überhaupt keine Rolle, so lange der Gesamtgewinn stimmt.

Eine Berechnung nach „Normalzustand“ ist bei dieser großen Menge an Empfängern nicht möglich, da jeder Abnehmer das Gas unter anderem Zustand übernimmt.

Daß diese Berechnung technisch nicht einwandfrei ist, ist allgemein bekannt, aber nicht zu ändern.

Eine Berechnung nach „Normalzustand“ ist bei dieser großen
Menge an Empfängern nicht möglich, da jeder Abnehmer das Gas
unter anderem Zustand übernimmt.

Das wäre sehr wohl möglich, wenn man es nur wollte. Im Vergleich zum Preis eines gewöhnlichen Zählers würde der Mehraufwand für die Temperaturmessung kaum ins Gewicht fallen.
Bei großen Gasmengen wäre es noch viel einfacher, wenn man das Gas einfach wiegen würde.

Klar, möglich ist heute alles!
Aber es ist kaum möglich, dem Kunden noch mehr Geld aus der Tasche zu ziehen. Denn der Kunde wird das alles bezahlen müssen.
Warum aber plötzlich, nach über 100 Jahren eine Änderung???
Nur eine ganz dumme Frage : Wie willst Du denn das gelieferte Gas bei ca. 40 Millionen Haushalten einzeln wiegen?

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Warum aber plötzlich, nach über 100 Jahren eine Änderung???

Weil die Kunden möglicherweise an einer exakten Abrechnung interessiert sind. Wer zahlt schon gerne Gas, das er nicht verbraucht hat?

Nur eine ganz dumme Frage : Wie willst Du denn das gelieferte
Gas bei ca. 40 Millionen Haushalten einzeln wiegen?

Davon abgesehen, daß bei weitem nicht alle 40 Millionen Haushalte mit Gas heizen bezog sich diese Methode auf die autonomen Anlagen mit eigenem Flüssiggastank. In diesen Fällen ist es kein Problem den Lastwagen vor und nach der Lieferung auf eine Waage zu stellen. In den Fällen, in denen das Gas über Rohrleitungen angeliefert wird geht das natürlich nicht.