Umweltgifte als Grund für Fettleibigkeit?

Hallo!

Fleisch, Muskelmasse und Fett aus dem Nichts gibt es nicht.
Was ein Mensch auf den Rippen hat, hat er sich angefuttert.

Wenn ich solch ignorantes Geschwafel höre, wird mir richtig
übel.
Schonmal was von verschiedenen Krankheiten wie
Hormonstörungen, Schilddrüsenunterfunktion, Asthma (dann
Zunahme durch Kortison) und nicht zuletzt einfach psychischen
Krankheiten etc… gehört???

Wie kann man es sich nur herausnehmen, alle Menschen so
stupide über einen Kamm zu scheren ohne irgendeinen Plan von
der Sache zu haben?

Lies bitte nur, was ich tatsächlich schrieb und nicht das, was Du zu lesen glaubst und in den Text hinein interpretierst. Falls das Verständnis immer noch schwer fällt, erledigen wir die Sache schrittweise:
Wir sind uns hoffentlich einig, daß ein Mensch, der nur Wasser trinkt und nichts ißt (bitte buchstabengetreu nehmen, es ist wirklich N_I_C_H_T_S gemeint), abmagert und schließlich verhungert. Es kann sein, daß der hungernde Mensch Wasser einlagert, aber er wird ganz sicher kein Fett und keine Muskelmasse bilden. Mehr hab ich gar nicht geschrieben. Ist das nun ein Grund, mich zu beschimpfen?

Daß es Stoffwechselerkrankungen gibt und Eßstörungen, habe ich nie bestritten. Wie auch immer geartete Erkrankungen ändern aber nichts daran, daß jedes Gramm, das ein Mensch an Masse mit sich herum schleppt, zuvor in Form von Nahrung zugeführt wurde.

Bitte Vorsicht: Mit keiner Silbe ist irgendwas von Herabsetzung oder Schuld gesagt oder gemeint. Ich bin schrecklich einfach gestrickt und schreibe genau das, was ich sagen will. Für meine doch wirklich schlichte Feststellung, daß (Körper-)Masse nicht aus dem Nichts entsteht, sind medizinische Kenntnisse ganz und gar entbehrlich. Ein paar Grundlagen der Naturwissenschaften reichen.

Natürlich gibt es auch mehr als genug Menschen, die sich
einfach falsch ernähren und/oder zu wenig bewegen, das ist
ganz sicher unbestritten, aber das ist bei Weitem nicht bei
jedem übergewichtigen Menschen der Fall!

Wenn Du „bei weitem“ streichst, sind wir uns einig. Um zu erkennen, daß überwiegend Bewegungsmangel und Fehl- bzw. Überernährung die Ursache von Übergewicht sind (bitte nicht herauslesen, daß ich damit restlos alle Fälle meine), brauche ich nur meine eigenen Augen und meine Erinnerung zu bemühen. Während meiner Kindheit in den 50er/60er Jahren gab es zwar gelegentlich etwas pummelige Kinder, aber übergewichtige oder geradezu fette Kinder kamen nur ganz selten vor. Der Anteil dieser Kinder liegt heute im deutlich zweistelligen Prozentbereich.

Ich produzierte jahrelang für die Medizintechnik, u. a. elektrische Antriebe für die Höhenverstellung von Patiententischen. Wenn man das lange genug macht, bekommt man die Gewichtsentwicklung der Bevölkerung sogar in Form unbestechlicher Meßwerte mit. Die Antriebsleistungen mußten nämlich im Laufe der Jahre immer größer werden. Zuerst war nur in den USA zu bemerken, daß sich die Fälle häuften, in denen die Antriebe der Patiententische mit der Last nicht mehr fertig wurden. Den gleichen Effekt kennen wir in D inzwischen auch, wenngleich noch nicht ganz so ausgeprägt. Auch Fahrstuhlhersteller können ein Lied davon singen. Wer heute bei einer zulässigen Belastung von 300 kg mit 4 Personen rechnet, wird erleben, daß der Fahrstuhl mit 4 Personen alle naselang stecken bleibt, weil die Steuerung meint, der Fahrkorb sei irgendwo festgeklemmt.

Gruß
Wolfgang

Hallo Wolfgang!

Das ist gut beschrieben, das kann ich mir auch super vorstellen, das mit den Fahrstühlen und den Patiententischen.
Bei Fahrstühlen habe ich neulich auch mal gedacht, das das heute evtl. gar nicht mehr hinkommt.

Und da bin ich am überlegen, was denn noch anders ist als früher und komme darauf, das zum Beispiel viele Menschen, besonders Frauen, denn das sind die, die die meisten Hormone einnehmen (müssen), noch nicht wissen (können) was man denn an der Ernährung ändern könnte, bzw. sollte, um unter den Medikamenten nicht zuzunehmen.

Ich denke auch, das es da noch nicht wirklich Hilfe gibt.
Mir ist zumindest kein Ökotrophologe bekannt, der (außer weniger zu essen) genau sagen kann:

„Wenn Du Cortison nehmen musst…bei so viel Gramm pro Tag, musst Du Dich so und so ernähren…“

Das wäre klasse.
Wenn es da etwas gäbe, womit man die Ernährung genau an den veränderten Stoffwechsel anpassen könnte.
Das ist nämlich anders, als wenn Du Dich nur weniger bewegst, oder einfach nur mehr ißt.
Es gibt noch so viele Punkte mehr, die sich seit damals verändert haben.
Fakt ist, das ich sehr viele Menschen treffe, die tatsächlich Medikamente bekommen haben und erst mit Start der Einnahme zugenommen haben.
Ich bekomme sozusagen die zu sehen, die auf dem Patiententisch liegen müssen und bei vielen ist es nicht das undisziplinierte Essen!
Und die Kalorien alleine geben auch nicht den Ausschlag…

Gruß
Kathy