folgendes:
seit meine Tochter auf der Welt, also seit ca. 6 Monaten, hab ich Angst davor, dass ihr oder mir oder uns was zustoßen könnte. Aber nicht nur so ne kleine Sorge, sonder das artet schon fast aus.
Jüngstes Beispiel:
Wir fahren morgen in den Urlaub, mit dem Auto nach Italien. Ich hab echt ANGST/PANIK, dass wir nen (tödlichen) Unfall haben könnten, z.B. dass uns ein Lkw ins Auto rammt (z.B. Stauende).
Als meine Mutter uns vorhin verabschiedet hat, war mein erster Gedanke (der sich innerhalb weniger Millisekunden abgespult hat): Hoffentlich sehen wir uns wieder… Muss ja selbst den Kopf schütteln, wenn ich so drüber nachdenk, aber das war eben mein ERSTER ernsthafter Gedanke! Hmmm…
Alltäglich Beispiele:
Ich könnte krank werden (ernsthaft krank, also keine Grippe oder ähnliches) und könnte nicht mehr miterleben, wie meine Tochter aufwächst. FURCHTBAR!!!
Ich bin allein zu nem Termin mit dem Auto unterwegs und verunglücke: Wer stillt dann meine Tochter? Ich hab nichtmal Ersatznahrung zu Hause => Original-(wirrer)-Gedanke".
Vielleicht sollte ich erwähnen (auch wenn ich glaub, dass das nichts damit zu tu hat): Mein Vater ist vor 2 Jahren plötzlich an einer Hirnblutung gestorben - hab mir schon überlegt, ob das damit zusammenhängt, weil wir da feststellen mussten, wie schnell alles vorbei sein kann… aber wie gesagt: Ich würde das eher ausschließen.
Ich war vorhin echt mit den Nerven runter - mittlerweile gehts (von der Seele schreiben hilft schon ein wenig).
Für eure Worte im Voraus vielen Dank und GUTE NACHT
Grüße
Anke
bei einer Unterfunktion der Schilddrüse kann es auch zu richtigen Angstzuständen etc. kommen. Nach einer Geburt tritt das schon mal auf.
Ich würde daher auf jeden Fall von einem Spezialisten die Schilddrüsenwerte prüfen lassen.
Ich wünsche dir, dass sich das bald wieder normalisiert.
ich glaube, „Angst in Maßen“ ist auch oder gerade für eine
frischgebackene Mami ganz „normal“.Immerhin hat man eine große und
neue Verantwortung übernommen und sorgt sich um seine Lieben:
sofern sie Sie nicht übermäßig belastet oder Sie am Alltagsleben
hindert!
Um das raußzubekommen, kann auch ein Gespräch mit den Eltern, Mann
oder Freunden helfen. Falls Sie hysterisch werden oder bspw. nicht
mehr wegfahren, weil bestimmt irgendetwas passieren wird, ist
definitiv Handlungsbedarf.
Aus meiner persönlichen Erfahrung kann ich sagen, dass ich nach einem
Schiksalsschlag, der mich (meiner Meinung nach) kaum aus der Bahn
geworfen hat, nach Jahren verstärkte Angstzustände bekommen habe.Das
eine habe ich mit dem anderen nicht in Verbindung gebracht und mich
eigentlich nur gewundert, was los mit mir ist.MICH hat das sehr
eingeschränkt und mein Verhalten auch beeinflusst.(ICH hätte
Ersatznahrung gebunkert…) Letzlich habe ich einen Psychologen
aufgesucht und wurde wegen einer „posttraumatischen
Belastungsstörung“ behandelt, die sich wohl auch in Angstzuständen
äußern kann.
Wie gesagt: Das war BEI MIR so und kann bei Ihnen ganz anders sein
und ich bin auch kein Fachmann!
Ich glaube, man kann sich selber dabei ganz gut einschätzen und ich
würde Ihnen in jedem Fall raten, sich Hilfe zu holen, falls die
Ängste schlimmer werden oder Sie nicht damit zurecht kommen, auch
wenn Ihr Handeln beeinflusst wird.
Ansonsten machen Sie sich keine Sorgen: ein bischen Angst ist ganz
normal und hilft vor „blöden Entscheidungen“…
Vielleicht hilft auch „nur“ etwas Entspannung oder Sport, um wieder
mehr in Einklang mit sich selbst zu kommen, gegen die Ängste.
Was hieltest Du davon, Deiner schwierigen (auch das Kind emotionell belastenden) Situation mittels Traumanalyse auf den Grund zu gehen? Meiner Ansicht nach würdest Du in Deinen Träumen ganz sicher Hinweise auf die wahren, derzeit vor- oder unbewussten Gründe Deiner Ängste finden, und solltest Dich möglichst bald an einen Fachmann wenden, allein Deiner Tochter zuliebe. Hier eine Seite, Dir mir ganz gut geeignet scheint, sich einen ersten Einblick in die Arbeitsweise der Traumanalyse zu verschaffen: http://freenet-homepage.de/Traumanalyse-Seelenmodell…
Ich wünsche Dir gute Erholung!
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Eine mögliche Ursache für Angste liegt darin, dass man einfach nur die Wirkung dessen spürt, wie es ist, wenn man von jeder Zuständigkeit zwar faktisch entbunden ist, dennoch lieber Bodenkontakt hätte. Durch zahlreiche Luftballons an allen Gliedmaßen und Sinnen knapp über´m Boden gehalten, bewirkt bei einem schon der leiseste Fremdgedanke gehörige Turbulenzen. Die Landung jedenfalls bedarf einiger Fertigkeiten.
Grundsätzlich jedoch dürften die Ängste sich, dank des Wunsches nach Teilhabe an der Realität, einer Art Schwerkraft sozusagen, relativieren lassen. Mit unter sogar weitgehend.
Vielleicht sollte ich erwähnen (auch wenn ich glaub, dass das
nichts damit zu tu hat): Mein Vater ist vor 2 Jahren plötzlich
an einer Hirnblutung gestorben - hab mir schon überlegt, ob
das damit zusammenhängt, weil wir da feststellen mussten, wie
schnell alles vorbei sein kann… aber wie gesagt: Ich würde
das eher ausschließen.
hi, ich würde das eher EINschliessen. du hast da genau das erlebt, wovor du nun angst bekommst. woher sollte diese angst denn sonst kommen, wenn nicht daher? und lasse deine gedanken vorüberziehen wie wolken, erlaube dir diese sorgen, weil dir der tod deines vaters gezeigt hat, wie hart und unbarmherzig das leben sein kann. natürlich kann das leben schnell vorbei sein und krankheiten treffen uns alle, manchmal ohne vorwarnung. dein kind ist schliesslich das, was gesund und lebendig aufwachsen soll, da kann die welt schon bedrohlich erscheinen.
und das ist sie auch! sie ist aber gleichzeitig auch ungefährlich. du musst den blick für die ungefährliche und schöne seite wieder offenhalten. zeige sie deinem kind!