... und es blieb der Stolz

Es war einmal in ferner Zukunft. Das eine Land hatte das andere Land beschimpft, das dritte Land glaubte dem zweiten beistehen zu müssen, und weil viele Länder mit diesem oder jenem befreundet oder vertraglich gebunden waren, wussten sie sich nur noch auseinander- statt zusammenzusetzen.
   Es kam, wie es kommen musste. Das eine Land erklärte dem anderen Land den Krieg, das dritte Land glaubte dem zweiten beistehen müssen und so weiter und so weiter. Bomben fielen vom Himmel, Atompilze schossen aus dem Boden, doch bereits nach einem Tag hatte der Spuk sein Ende gefunden. Wahrlich, der Mensch ist gründlich, wenn er einmal etwas beginnt. Besonders dann, wenn es um das Vernichten der eigenen Spezies geht.
   Doch noch war die Welt nicht ganz von dieser Dummheit befreit. Ein einziger Deutscher, der in wohlweislicher Voraussicht seinen Do-it-yourself-Atombunker aus den sechziger Jahren des 20. Jahrhunderts behalten hatte, krabbelte aus diesem heraus. Mit geschwellter Brust und gefälligem Lächeln sah er sich in der Öde um und sagte das, was er auch schon früher gesagt hatte: „Ja, ich bin stolz, ein Deutscher zu sein!“
   Und während der Erzähler sich allmählich von diesem Flecken namens ‚Der blaue Planet‘ zurückzieht, steht der Deutsche wahrscheinlich noch immer da und wiederholt seine Worte bis in die dunkelste Nacht hinein…

so sehe ich es auch. Das Wort Stolz kommt bei mir von Hagestolz. So nannte man das männliche Pendant zur alten Jungfer. Ich habe schon vor langer Zeit, das sind einige Jährchen, das Wort aus meinem Wortschatz gestrichen. Stolz hat bei mir was mit Eitelkeit zu tun.

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Die sieben Todsünden
Hallo,

In der christlichen Tradition sind die sieben Todsünden: Hoffart (= Ruhmsucht, Ehrsucht, Eitelkeit, Ehrgeiz, Prahlsucht, Anmaßung), Neid, Zorn, Geiz, Unkeuschheit, Unmäßigkeit und Trägheit des Geistes. Diese menschlichen Fehler wurden im Mittelalter deshalb als so verwerflich angesehen, da dabei das „ich“ über die menschliche Gemeinschaft gestellt wird.
Die Idee, Menschen nach Nationen zu trennen war dieser Zeit fremd.
Ich denke, wir können hier einiges beim „finsteren“ Mittelalter lernen.
2 cents
Rossi

Hallo,

Ich denke, wir können hier einiges beim „finsteren“
Mittelalter lernen.

Lieber nicht. Im Mittelalter gab’s auch nicht weniger Krieg, sie waren auch brutal und haben häufig mit der Ausrottung der Bevölkerung ganzer Landstriche geendet. „Krieg war der Normalzustand, … unterbrochen nur von Pausen der Erschöpfung“ schrieb ein Historiker vor einiger Zeit (ich glaube, es war anlässlich eines 50. Jahrestages der EU).
Ansonsten halt ich auch nicht viel von „Stolz auf die eigene Nation“.
Gruss, Stucki

so sehe ich es auch. Das Wort Stolz kommt bei mir von
Hagestolz. So nannte man das männliche Pendant zur alten
Jungfer. Ich habe schon vor langer Zeit, das sind einige
Jährchen, das Wort aus meinem Wortschatz gestrichen. Stolz hat
bei mir was mit Eitelkeit zu tun.

Gegen berechtigten Stolz habe ich nichts: Auf eigene Leistungen sollte man stolz sein koennen.

Nationalstolz halte ich allerdings fuer vollkommen unsinnig. Wie kann man stolz darauf sein, zufaellig in einem Land geboren zu sein?

–Mathias

Erst einmal möchte ich sagen, dass ich stolz bin ein Deutscher zu sein. Und ich bin es nicht wegen unserer Vergangenheit, sondern wegen dem was wir seit dem Verlust des 2. Weltkrieges aus diesem Land gemacht haben. Wir sind eine führende Wirtschaftsnation, unsere Demokratie ist eine der am besten funktionierenden und die sog. deutschen Tugenden sind weltweit bekannt. Der Ausdruck " Deutsche Qualitätsarbeit " kommt nicht von irgendwoher. Und wenn irgend ein Depp unterstellt, man sei ein Rechter wenn man sich zu seinem Vaterland bekennt, dann müsste man von 99% der Weltbevölkerung sagen, dass sie rechts ist. Nur wir Deutschen tun uns damit schwer offen zu unserem Land zu stehen. Nehmt euch doch mal ein Beispiel an den Amis, was dieses Thema angeht können wir noch viel von ihnen lernen. heutzutage wird doch alles von den Amerikanern kopiert, warum denn nicht aus ihrem Nationalgefühl lernen, schließlich haben die mehr Dreck am stecken als wir!!!

Erst einmal möchte ich sagen, dass ich stolz bin ein Deutscher
zu sein.

Da wird Dir keiner einen Vorwurf machen. Zumindest ich nicht.

Und ich bin es nicht wegen unserer Vergangenheit,
sondern wegen dem was wir seit dem Verlust des 2. Weltkrieges
aus diesem Land gemacht haben.

Also doch wegen etwas in unserer Vergangenheit.

Wir sind eine führende
Wirtschaftsnation, unsere Demokratie ist eine der am besten
funktionierenden und die sog. deutschen Tugenden sind weltweit
bekannt.

Da haben aber die ehemaligen (West-)allierten eine ganze Menge Anteil daran. Ohne deren gezielte Unterstützung in den Nachkriegsjahren sähe das, glaube ich, anders aus.
Die deutschen Tugenden sind bekannt und manchmal auch gefürchtet :smile:

Der Ausdruck " Deutsche Qualitätsarbeit " kommt nicht
von irgendwoher. Und wenn irgend ein Depp unterstellt, man sei
ein Rechter wenn man sich zu seinem Vaterland bekennt, dann
müsste man von 99% der Weltbevölkerung sagen, dass sie rechts
ist.

Da stimme ich zu. Ich bin nicht rechts, weil ich mich zu meiner Staatsangehörigkeit bekenne, das ist albern. Der Begriff „Vaterland“ hat mir aber einen unangenehmen Beigeschmack. Macht einen aber auch noch nicht zum Rechten.

Nur wir Deutschen tun uns damit schwer offen zu unserem
Land zu stehen.

Mit unserer - offensichtlich noch nicht ganz verarbeiteten - Vergangenheit eigentlich kein Wunder, oder?

Nehmt euch doch mal ein Beispiel an den Amis,
was dieses Thema angeht können wir noch viel von ihnen lernen.

Oh bitte, bitte nicht. Nationalstolz in allen Ehren, aber keine Nation sollte sich als „God´s Own Country“ bezeichnen. Auch nicht, wenn er recht hätte.

heutzutage wird doch alles von den Amerikanern kopiert, warum
denn nicht aus ihrem Nationalgefühl lernen, schließlich haben
die mehr Dreck am stecken als wir!!!

Es wird schon zu viel von den Amerikanern kopiert, da muß es nicht noch der Nationalstolz sein. Und ob und inwiefern die Amerikaner mehr Dreck am Stecken haben, ist glaube ich, kein Kriterium. Ich kann Geschichtliche Ereignisse oder Tagespolitik nicht in Soll und Haben aufrechnen. Sollen wir einen Bodycount aufmachen, welche Nation am meisten Menschen auf dem Gewissen hat?

Womit Du aber recht hast: Es wird Zeit, daß wir in Deutschland endlich - und zwar jeder für sich - anfangen, das dritte Reich zu verarbeiten. Es ist Teil der Geschichte eines jeden hier, dessen Eltern oder Großeltern damals gelebt haben.
Kein Ruhmesblatt, beileibe nicht, aber Teil der Geschichte eines jeden von uns. Und wenn das jeder für sich begriffen hat, dann haben wir

a) einen Großteil dieser Zeit bewältigt und
b) können dazu übergehen, souveräner mit dieser Periode umzugehen.

Nicht darüber zu sprechen, oder es unter den Teppich kehren zu wollen, oder aber ständig mit einem masochistenähnlichen Verhalten darauf hinzuweisen, was damals schreckliches passiert ist, wird uns nicht weiterbringen. Beides ist keine Bewältigung, das nenne ich Verdrängung.
Und solange wir uns das entweder wahlweise schönlügen, schaurig darstellen oder die Augen davor verschließen, werden wir keine halbwegs entspannte Einstellung zu Deutschland als Nation auf den Kreis bekommen.

Nur mal so ins unreine gesprochen…

In der christlichen Tradition sind die sieben Todsünden:
Hoffart (= Ruhmsucht, Ehrsucht, Eitelkeit, Ehrgeiz,
Prahlsucht, Anmaßung), Neid, Zorn, Geiz, Unkeuschheit,
Unmäßigkeit und Trägheit des Geistes.

Irgendwie scheine ich in dieser Aufzählung den Stolz, gegen du hier so wetterst, übersehen zu haben…

Erst einmal möchte ich sagen, dass ich stolz bin ein Deutscher
zu sein. Und ich bin es nicht wegen unserer Vergangenheit,
sondern wegen dem was wir seit dem Verlust des 2. Weltkrieges
aus diesem Land gemacht haben.

Ein Widerspruch in sich, wie schon bemerkt.

In Deinem Profil habe ich gesehen, dass Du auch Student bist, genau wie ich. Was hast Du denn dazu beigetragen, dass Deutschland zu dem geworden ist, was es heute ist? Ich muss zugeben, es ist beachtlich: Deutschland ist eine der fuehrenden Wirtschaftsnationen, es ist sozial gerecht, eine stabile Demokratie, fuehrend in vielen Bereichung der Forschung, mehrfacher Fussballweltmeister, und, und, und… Sehr beachtlich, gebe ich gerne zu.

Aber… was hast Du damit zu tun? Oder ich? Wenn Du irgendwo in Afrika geboren waerst, wuerdest Du dann auch stolz auf Deutschland und seine Leistungen sein? Wo man geboren wird, ist Zufall, man hat keinen Einfluss darauf. Du musst doch zugeben, dass Nationalstolz rein rational gesehen purer Unsinn ist.

Mathias Ricken
Rice University

Hoffart ist ein anderes Wort für Stolz, noch nie gehört?

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Du meinst also, dass man nur auf etwas stolz sein kann, was man selbst geleistet hat. Und das kannst du doch nicht ernsthaft meinen. Nehemen wir mal an, du hast Kinder. Und diese kommen nach hause und erzählen dir, sie hätten etwas tolles geleistet, sagen wir mal eine gute Note in einem Schulfach. Wärst du dann nicht stolz auf sie?
Deiner Ansicht nach dürftest du es nicht sein, schließlich hast du zu dieser Leistung nichts beigetragen…

Wohl wahr

Nicht darüber zu sprechen, oder es unter den Teppich kehren zu
wollen, oder aber ständig mit einem masochistenähnlichen
Verhalten darauf hinzuweisen, was damals schreckliches
passiert ist, wird uns nicht weiterbringen. Beides ist keine
Bewältigung, das nenne ich Verdrängung.

Hi,

Dafür tät ich Dir am leibsten ein Sternchen geben.

Max (Extriathlet)

Rossi hat Hoffart eigentlich recht hübsch definiert: Ruhmsucht, Ehrsucht, Eitelkeit, Ehrgeiz, Prahlsucht, Anmaßung. Keines dieser Wörter würde ich jetzt direkt mit Stolz gleichsetzen. Du etwa?

Nina

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Hi,

es mag ja sein daß es sich für Dich gleich anhört, aber es sind doch verschiedene Worte und sie haben auch heute eine unterschiedliche Bedeutung. Viele Menschen verstehen heute unter Stolz mehr ein Gefühl wie das wenn der eigene Fußballclub gewinnt, wenn das eigene Kind die ersten Sätze spricht (Hast Du schonmal Mütter über ihre Kinder reden hören). „Stolz“ wäre nicht das erste Wort dessen Bedeutung sich geändert hat. Zudem: Was ist gegen ein Gefühl der Überlegenheit a priori einzuwenden?

Noch eines: Es wird hier immer gesagt man könne, wenn überhaupt, nur auf eigene Leistungen stolz sein. Dan muss man aber auch nur für eigene Fehler Verantwortung tragen. Das kann man nicht trennen. Wir haben als Deutsche, sozusagen, das Erbe unserer Vorfahren angetreten. Und zu einer Erbschaft gehören nun einmal die Guthaben und die Schulden gleichermaßen.

Max

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Nehemen wir mal an, du hast Kinder.

Bildlich habe ich dann doch die Kinder geleistet. Hast Du „Deutschland geleistet“? Dein Vergleich hinkt.

Stolz.
hi,

du hast die kinder „geleistet“ und darfst deshalb darauf STOLZ sein, was sie leisten. jeder mensch in deutschland „leistet“ SEINEN beitrag zu diesem land, und hat daher ebenso wie du, das recht, darauf STOLZ zu sein.

wie auch immer du (und andere das definieren) willst,jeder, aber auch wirklich jeder hat das recht, auf das STOLZ zu sein, auf was er möchte!

CIAo

Nehemen wir mal an, du hast Kinder.

Bildlich habe ich dann doch die Kinder geleistet. Hast Du
„Deutschland geleistet“? Dein Vergleich hinkt.

Ich würde sagen, dass dein Vergleich hinkt, schließlich hast du die " Kinder " geleistet. Die Leistung, dieser hast du aber nicht erbracht. Auf Deutschland bezogen, kann man sagen, dass die Leistung von unseren Eltern, Großeltern und auch von uns erbracht wurde. Und darauf bin ich stolz. Nochmal: man kann auch auf etwas stolz sein, dass man nicht direkt geleistet hat!!!

Hallo,

mir ist im Zusammenhang mit der neuerlichen Nationalstolzdebatte ein - übrigens deutsches - Sprichwort in den Sinn gekommen, daß meine verstorbene Großmutter manchmal zitierte:

Dummheit und Stolz wachsen auf EINEM HOLZ !

Gruß
Raiko

sondern wegen dem was wir seit dem Verlust des 2. Weltkrieges
aus diesem Land gemacht haben. Wir sind eine führende
Wirtschaftsnation, unsere Demokratie ist eine der am besten
funktionierenden und die sog. deutschen Tugenden sind weltweit
bekannt.

Ordnung, Fleiss, Pünktlichkeit? Darin sind wir nicht besser und schlechter als andere Nationen.
   Sehe ich einen kleinen wilden Müllabladeplatz auf einer Wiese, denke ich: „Bravo, das ist deutsche Ordnung. Man lässt sein Gerümpel an Ort und Stelle in der Landschaft herumliegen!“ Ginge es nach dem Fleiss, wären „uns“ die Japaner voraus. Und Pünktlichkeit? Ja, das bemerke ich immer häufiger, wenn ich auf Verkehrsmittel oder auf eine bestimmte Fernsehsendung warte.
   Was haben wir sonst noch geschaffen: Ein Grundgesetz, dass nicht „wir“, sondern einige wenige Personen geschaffen haben und nach dem wir uns richten sollen. Zudem ist es längst ruiniert.
   Unsere Demokratie eine der besten? Ich kann mich nicht an Entscheidungen der Bevölkerung über Strauss’ Starfighter-Wahn entsinnen. Ebensowenig an Abstimmungen zu Notstands-Gesetze, Atomwaffen-Stationierung, Wende, Auslandseinsätze der Bundeswehr, Euro, Rechtschreibreform, Kosovo-Krieg, Kohl zweifache „Strafmilderung“, sonstige sogenannte „Reformen“ etc. pp. Man gibt seine Stimme nur pauschal für Partei und Abgeordnete ab; letztere wiederum fühlen sich erst einmal ihrer Lobbyvertretung verpflichtet.
   Demokratie bedeutet auch sicherlich nicht, dass die Politik in die Meinungsfreiheit dergestalt eingreift, in Programmbeiräten und Chefredaktionen zu sitzen, was dann auch umgekehrt funktioniert, siehe etwa Bild-Zeitung.
   Von Amerika haben wir erst recht nichts zu lernen, wenn es nicht noch schlimmer werden soll. Siehe Kuba, Chile, Nicaragua, El Salvador, Panama, Haiti etc. (United Fruit ist für die USA eben massgeblicher als Demokratie.)

Der Ausdruck " Deutsche Qualitätsarbeit " kommt nicht
von irgendwoher.

Naja in gewisser Weise schon. Aus England: „Made in Germany“. War seinerzeit ironisch gemeint, bis Deutschland das Gegenteil belegte. Inzwischen nähern „wir“ uns wieder der Ironie.

Und wenn irgend ein Depp unterstellt, man sei
ein Rechter wenn man sich zu seinem Vaterland bekennt, dann
müsste man von 99% der Weltbevölkerung sagen, dass sie rechts
ist. Nur wir Deutschen tun uns damit schwer

Wer tut sich denn schwer? Ich zumindest tue mich nicht schwer mit der Aussage „Ich bin nicht stolz, ein Deutscher zu sein!“
   Die Frage ist doch, warum muss ich, müssen wir überhaupt stolz auf den Flecken Land sein, in den es uns geboren hat, und dies uns zu Privilegierten gegenüber sogenannten Fremden erklärt. Lass’ es mich mit Schopenhauer sagen:

Die wohlfeilste Art des Stolzes hingegen ist der Nationalstolz. Denn er verräth in dem damit Behafteten den Mangel an INDIVIDUELLEN Eigenschaften, auf die er stolz sein könnte, indem er sonst nicht zu dem greifen würde, was er mit so vielen Millionen theilt. Wer bedeutende Vorzüge besitzt, wird vielmehr die Fehler seiner eigenen Nation, da er sie beständig vor Augen hat, am deutlichsten erkennen. Aber jeder erbärmliche Tropf, der nichts in der Welt hat, darauf er Stolz seyn könnte, ergreift das letzte Mittel, auf die Nation, der er gerade angehört, stolz zu seyn: hieran erholt er sich und ist nun dankbarlich bereit, alle Fehler und Thorheiten, die ihr eigen sind, (…) zu vertheidigen.

Marco

Hallo,

mir ist im Zusammenhang mit der neuerlichen
Nationalstolzdebatte ein - übrigens deutsches - Sprichwort in
den Sinn gekommen, daß meine verstorbene Großmutter manchmal
zitierte:

Dummheit und Stolz wachsen auf EINEM HOLZ !

Das Sprichwort ist ein Zitat von Hermann Hesse und lautet vollständig:
Die Dummheit deutscher Richter wird nur noch von ihrer Arroganz übertroffen. Es ist dies die Arroganz, die aus der Dummheit kommt: „Dummheit und Stolz wachsen auf einem Holz.“
: ( Hermann Hesse )

In diesem Fall hat Hermann Hesse Arroganz und Stolz als gleichbedeutend definiert. Das ist aber ganz eindeutig NICHT die einzige Definitionsmöglichkeit des Wortes Stolz, selbst im Duden stehen allerdings mehrere Bedeutungen dieses einzelnen Wortes.

Wenn man diese Definition zu Grunde legt, hat Hermann Hesse natürlich recht, allerdings hat der hier angesprochene Stolz nichts mit dem Nationalstolz zu tun, über den ja eigentlich diskutiert wird.

Gruß
Raiko

Gruß
Nina