Und so geht´s weiter

Donnerstag 2. Mai 2002, 16:08 Uhr
Frustrierter 18-Jähriger öffnete Gashahn in Schule

Essen (dpa) - Ein frustrierter 18-Jähriger hat in Essen versucht, seine ehemalige Schule in die Luft zu sprengen. Er war in der Nacht zum Maifeiertag mit einem gestohlenen Generalschlüssel in das Gymnasium eingedrungen und hatte im Chemieraum den zentralen Gashahn geöffnet. Erst am nächsten Morgen roch eine Chemielehrerin das Gas. Sie riss die Fenster auf und verhinderte damit eine mögliche Explosion. Gegen den Schüler wurde Haftbefehl wegen versuchten Mordes erlassen.

Sind wir denn nur noch von geistig Behinderten umgeben?
grüße
Raimund

Donnerstag 2. Mai 2002, 16:08 Uhr
Frustrierter 18-Jähriger öffnete Gashahn in Schule

Essen (dpa) - Ein frustrierter 18-Jähriger hat in Essen
versucht, seine ehemalige Schule in die Luft zu sprengen. Er
war in der Nacht zum Maifeiertag mit einem gestohlenen
Generalschlüssel in das Gymnasium eingedrungen und hatte im
Chemieraum den zentralen Gashahn geöffnet. Erst am nächsten
Morgen roch eine Chemielehrerin das Gas. Sie riss die Fenster
auf und verhinderte damit eine mögliche Explosion. Gegen den
Schüler wurde Haftbefehl wegen versuchten Mordes erlassen.

Sind wir denn nur noch von geistig Behinderten umgeben?

Verwechselst du vielleicht Behinderung mit Krankheit.

Durchdrehen ist übrigens nicht nur bei uns ein verbreitetes Syndrom:
http://shortnews.stern.de/shownews.cfm?id=381044&

SAN

hallo SAN,
was plappert man nicht so alles dahin! Natürlich heißt es „geistig krank“
Hast Du auch in Deinem Link weiter unten gelesen?
Da hat eine Lehrerin versucht, den Schülertraum zu erfüllen: sie wollte die Schule abbrennen!
Hurra, die Schule brennt!
grüße
Raimund

hallo,

was plappert man nicht so alles dahin! Natürlich heißt es
„geistig krank“

Warum krank, warum nicht verzweifelt, alleingelassen, ungeliebt? Gut, dies macht auf die Dauer gesehen krank.

Aber wenn es „nur“ eine Geisteskrankheit wäre, ist doch die ganzeGesellschaft krank (wovon ich übrigens ausgehe)

hd
*wütend über solche ignoranz, denn wer wird schon zum Mörder geboren*

Hallo Dilarah,
seit ein paar Tagen bin ich mir da nicht mehr so sicher. Ich habe einen Beitrag im Fernsehen gesehen, da brachten sie, dass Verbrechen in den Erbanlagen liegen.
Das würde aber heißen, dass niemand für seine Taten verantwortlich ist.
Nein, ich glaube immer noch daran, dass grundsätzlich jeder Mensch, auch Du und ich, zu Verbrechen „veranlagt“ ist. Es ist nur eine Frage der Erziehung, der Umgebung, der Gelegenheit, die einen zum Verbrecher macht, bzw. die Selbstbeherrschung. Hat es Dich noch nie in den Fingern gejuckt, etwas im Kaufhaus zu stehlen? Ich muss eingestehen, ja. Nur habe ich es nicht gemacht. Da liegt der Unterschied.
Schwere Verbrechen, wie Mord, Folter, usw. sind für mich Ausdruck eines kranken Hirnes.
Wie es dazu kommt, ist wiederum vielschichtig. Evtl. ist es nur der Schrei nach Zuwendung, mag sein. Doch auch dieser fehlgeleitete Schrei ist krank.
Irgend wann kommen wir dahin, dass Verbrecher nicht mehr weggesperrt, sondern erfolgreich therpiert werden. Doch bis dahin wird es bestimmt noch 50 Jahre dauern.
Ein Versuch, meiner Meinung allerdings der falsche Weg, sind diese brutalen Erziehnungscamps in den USA. Hier wird nicht therapiert, sondern gebrochen.
Grüße
Raimund

Hi Raimund,

auch auf die Gefahr hin, dass mir jetzt um die Ohren gehauen wird, dass ich es verharmlose:
Das ist doch momentan mal wieder das typische Medien-Phänomen. Kaum hat sich irgendwas schreckliches ereignet wird alles, was auch nur im kleinsten Ansatz in die Richtung geht dargestellt, als wäre eine Katastrophe nur so gerade eben verhindert worden.
Mal im Ernst, vor 2 Wochen wäre diese Story eine Randnotiz in der Lokalzeitung gewesen…
Es ist doch immer wieder das selbe Spiel: Passiert ein schweres Busunglück wird die nächsten Wochen von jedem noch so kleinen Zwischenfall mit Bussen berichtet, passiert ein schrecklicher Unfall mit Brand in einem Tunnel wird jeder geplatzte Reifen im Gotthard zum Topthema usw.
Wie gesagt, ich will das jetzt nicht verharmlosen, aber in erster Linie stürzen sich doch jetzt einfach die Medien auf jede Kleinigkeit, die in Schulen passiert. Bis zur nächsten Katastrophe mit Bus, Bahn, Flugzeug…
Hauptsache die Quote stimmt.

Es kotzt mich nur noch an, was die ****** da für eine ****** ****** (Selbstzensur).

MfG Claus

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Dilarah,
seit ein paar Tagen bin ich mir da nicht mehr so sicher. Ich
habe einen Beitrag im Fernsehen gesehen, da brachten sie, dass
Verbrechen in den Erbanlagen liegen.

Ne, oder?

Das würde aber heißen, dass niemand für seine Taten
verantwortlich ist.

Eben.

Nein, ich glaube immer noch daran, dass grundsätzlich jeder
Mensch, auch Du und ich, zu Verbrechen „veranlagt“ ist.

Daran glaub ich nicht. Ich glaube, jeder wäre unter bestimmten Umständen in der Lage dazu, das ist aber ein Unterschied, oder meinst Du es so?

Es ist

nur eine Frage der Erziehung, der Umgebung, der Gelegenheit,
die einen zum Verbrecher macht, bzw. die Selbstbeherrschung.
Hat es Dich noch nie in den Fingern gejuckt, etwas im Kaufhaus
zu stehlen? Ich muss eingestehen, ja.

Ehrlich? Nein. Nicht dass ich jetzt ein guter Mensch bin, aber
ich wurde dahingehend erzogen, dafür stielt meine Tochter (10 J.) schon seit sie 6 ist…? Anlage? Erziehung dahingehend sicher nicht, dennoch ist es ein "auf sich Aufmerksam machen wollen*.

Schwere Verbrechen, wie Mord, Folter, usw. sind für mich
Ausdruck eines kranken Hirnes.

Vielleicht. Aber siehe Soldaten im Krieg. Ich denk mir, wenn einmal eine gewisse Hemmschwelle überschritten ist, gibt es selten ein zurück, siehe auch Serienkiller.

Wie es dazu kommt, ist wiederum vielschichtig. Evtl. ist es
nur der Schrei nach Zuwendung, mag sein. Doch auch dieser
fehlgeleitete Schrei ist krank.

Der Schrei ist nicht krank, es wird krank, wenn man nie gehört wird, so laut und vehement man auch schreit, verstehst Du, wie ich das meine?

Irgend wann kommen wir dahin, dass Verbrecher nicht mehr
weggesperrt, sondern erfolgreich therpiert werden.

Ich glaube nicht daran, denn dann müßte sich schon die gesamte
Menschheit therapieren lassen. Du sagst ja selber, es kann jeden anlagebedingt treffen.

Ein Versuch, meiner Meinung allerdings der falsche Weg, sind
diese brutalen Erziehnungscamps in den USA. Hier wird nicht
therapiert, sondern gebrochen.

Da stimm ich Dir voll zu, aber das zeigt nur wieder die Hilflosigkeit des Staates, mit Verbrechern umzugehen.
Man müßte viel viel mehr in die Prävention stecken, um
Erfolge zu erzielen. Aber dann wäre die Welt ja besser…und
wer will das schon…

LG
d.

Hallo Raimund,

seit ein paar Tagen bin ich mir da nicht mehr so sicher. Ich
habe einen Beitrag im Fernsehen gesehen, da brachten sie, dass
Verbrechen in den Erbanlagen liegen.
Das würde aber heißen, dass niemand für seine Taten
verantwortlich ist.

Heisst dies, dass man niemand mehr verurteilen darf. Denn nach unseren Gesetzen darf jemand nur verurteilt werden, wenn er auch verantwortlich ist.

Nein, ich glaube immer noch daran, dass grundsätzlich jeder
Mensch, auch Du und ich, zu Verbrechen „veranlagt“ ist. Es ist
nur eine Frage der Erziehung, der Umgebung, der Gelegenheit,
die einen zum Verbrecher macht, bzw. die Selbstbeherrschung.
Hat es Dich noch nie in den Fingern gejuckt, etwas im Kaufhaus
zu stehlen? Ich muss eingestehen, ja. Nur habe ich es nicht
gemacht. Da liegt der Unterschied.
Schwere Verbrechen, wie Mord, Folter, usw. sind für mich
Ausdruck eines kranken Hirnes.

Warum ? Kann ich nicht nachvollziehen, wenn es erblich und durch fremde Einflüsse beeinflussbar ist, ist der nicht krank !

Wie es dazu kommt, ist wiederum vielschichtig. Evtl. ist es
nur der Schrei nach Zuwendung, mag sein. Doch auch dieser
fehlgeleitete Schrei ist krank.

Das ist mir zu einfach. Der Schrei selbst ist nicht krank. Die Reaktion auch nicht. Was in einem Menschen vorgeht, wissen wir nicht. Wir wissen aus anderen Quellen je mehr jemand gequält wird, je mehr jemand gedemütigt wird, desto eher wird er zur Waffe. Die Spezialausbildung von militärischen Sodereinheiten besteht letztlich aus Quälen, Schikanen, Demütigungen um Menschen zu Hass auf Menschen zu erziehen.

Irgend wann kommen wir dahin, dass Verbrecher nicht mehr
weggesperrt, sondern erfolgreich therpiert werden. Doch bis
dahin wird es bestimmt noch 50 Jahre dauern.
Ein Versuch, meiner Meinung allerdings der falsche Weg, sind
diese brutalen Erziehnungscamps in den USA. Hier wird nicht
therapiert, sondern gebrochen.

Das ist nicht nur das US-System. Das geschieht auch in DE. Hier werden Menschen in Haftanstalten auch gebrochen, entrechtet und der staatlichen Willkür ausgeliefert. Unterhalte Dich mal mit jemand, der in Haft war.

Gruss Günter

ganz toll zustimm o.T.-leider kein Sternchen mgl.
Tschuess Marco.

Hallo Raimund,

und laut Aussagen der jetzt immer wieder zitierten Psychologie-Cracks wäre ich einer der nächsten die das machen…

denn ich spiele auch Counter-Strike, Half-Life oder hin und wieder Quake…

Aber ich kann dich auch wieder beruhigen… ich weiß nichtmal, wie man eine normale Waffe entsichert :smile:

Gruß
Marco

(…)

Sind wir denn nur noch von geistig Behinderten umgeben?
grüße
Raimund


Lieber Raimund,

zwei Fragen:
(1)
Für wen sprichst Du mit Deinem „wir“??
(Wetten, daß dies nur ein Ausdruck in-
kompetenter Souveränitätslosigkeit ist!)
(2)
Wie hast Du gemerkt, daß alle außer Dir
„geistig behindert“ sind und wie gehst
Du damit um, daß Du so anders bist, als
alle?

Laß Dich bloß nicht von den „geistig Be-
hinderten“ dahingehend manipulieren, daß
Du „anders“ sein könntest, als Menschen.
Alles Lüge. Klar.

x-nada

muss ich auf den Blödsinn antworten?

Geistig behindert vs. mediale Behinderung

Sind wir denn nur noch von geistig Behinderten umgeben?

Guten Morgen, Raimund!

Ich sehe es ungern, wenn in diesem Kontext von ‚geistig Behinderten‘ gesprochen wird. Mehr brauche ich hierzu sicherlich nicht zu erwähnen.
   Wenn jedoch davon die Rede wäre, dass wir geistig behindert werden, würde ich sofort zustimmen. Um es ganz simpel zu sagen: Ich finde es zum Kotzen, wie sehr der mediale mit dem Erfurter Amoklauf einhergeht. Diese Art der Betroffenheit kann ich nur als zynisch ansehen, denn für die Medien ist es nur ein Ereignis, das sich gut verkaufen lässt. Es wird richtg gross aufgeblasen, womit spätere Nachrichten, die in ähnliche Richtungen weisen, auf eine erhöhte Sensibilität stossen.
   Vielleicht mag man meine Ansicht hier ebenso als bissig empfinden - und das ist sie auch tatsächlich. Wenn die Medien meine/unsere Aufmerksamkeit auf bestimmte Themen lenken, weil diese zwar einen Nachrichtenwert gen Null haben, aber sich gut verkaufen lassen, uns jedoch bei anderen Ereignissen, die wirklich wichtig sind, „dumm“ hält, weil sie unerwähnt bleiben, dann kann man nur bissig darauf reagieren.
   So vieles verquickt sich heute in einem Sumpf moderater Meinungen. Das Bild hat sich verkehrt: Politiker schielen nach Wählerpotentialen, während Probleme nicht angegangen werden. Und das erscheint mir typisch: nicht die Hintergründe eines Ereignisses sind mehr wichtig, sondern dass es dieses „Event“ überhaupt gibt. Nun richtet sich plötzlich das Augenmerk der Politik auf Videospiele etc., weil es gut in der Öffentlichkeit ankommt und die Medien können auch das wieder gut verkaufen.
   Ich bin sicherlich nicht der einzige, der sich schon lange darüber mokiert hatte, dass bereits im Vorabendprogramm Filme/Serien laufen, in denen Menschen umgebracht werden; dass im „gemütlichen“ Sonntagnachmittags-Fernsehen Western, Ritterfilme usw. gebracht werden, in denen es ebenfalls selten ohne Blutvergiessen abgeht; dass bereits um sechs Uhr morgens unseren Kleinen in den Privatsender-Programmen Zeichentrickfilme präsentiert werden, die neben einer plumpen Sprache Schiessereien, Explosionen usw. zeigen.
   Zu diesen Vorwürfen hatte ich vor zwei Jahren einmal den DKSB (Deutscher Kinderschutzbund, http://www.dksb.de) angeschrieben. Zuerst erhielt ich gar keine Nachricht, auf nochmalige Anfrage u.a. dann dies:

Die Themen, die Sie ansprechen wie Kinder in der Werbung, Werbung für Kinder und zu viel Gewalt in Fernsehsendungen, sind für den Kinderschutzbund immer mal wieder ein Thema, aber es sind nicht unsere Schwerpunktthemen. Unsere Schwerpunktthemen sind Gewalt gegen Kinder und soziale Sicherheit für Kinder.

Das finde ich dann doch etwas mager für einen Verein, der sich selbst als „Lobby für Kinder“ betrachtet.

Ich kann nur damit verbleiben, dass sich das Thema „Amoklauf“ für die Medien spätestens zur Fussball-WM „gegessen“ hat. Mal sehen, was man uns danach als Ereigniss präsentiert, über das wir uns dann wieder sorgen dürfen. Doch sicherlich wird es nicht eine Kritik der Medien an den Medien oder der Politik geben. Das wäre im Gegensatz zu Amokläufen, islamischer Terror, Kampfhunden, BSE, Russenmafia etc. pp. geschäftsschädigend.
   Man überbringe den Menschen stets genügend schlechte Nachrichten, damit sie in permanenten Befürchtungen leben und nach einer starken Führung verlangen. Zumindest in diesem Sinne werden wir tatsächlich geistig behindert.

Marco

Hallo,

Donnerstag 2. Mai 2002, 16:08 Uhr
Frustrierter 18-Jähriger öffnete Gashahn in Schule

Essen (dpa) - Ein frustrierter 18-Jähriger hat in Essen
versucht, seine ehemalige Schule in die Luft zu sprengen. Er
war in der Nacht zum Maifeiertag mit einem gestohlenen
Generalschlüssel in das Gymnasium eingedrungen und hatte im
Chemieraum den zentralen Gashahn geöffnet. Erst am nächsten
Morgen roch eine Chemielehrerin das Gas. Sie riss die Fenster
auf und verhinderte damit eine mögliche Explosion. Gegen den
Schüler wurde Haftbefehl wegen versuchten Mordes erlassen.

So verwerflich eine solche Tat ist, die Symptome erwischt man mit dieser Anklage nicht.

Sind wir denn nur noch von geistig Behinderten umgeben?

Ich gehe hier konform mit einem der anderen User hier, welcher sagte, wir wären nicht geistig behindert, sondern werden geistig behindert.

Gestern mittag hatte ich einen geschäftlichen Termin in Münchens wunderschöner Innenstadt und kam auf dem Weg zur Bahn am Odeonsplatz vorbei, wo gerade die Kondolenzaktion für Erfurt lief.
Die üblichen Betroffenen zollten den Opfern ihr Beileid, was ich achte.
Dennoch ist das in meinen Augen der falsche Weg, mit einer solchen Tat umzugehen.
Hier hat ein junger Mann, der etwas aus der Reihe fiel und daher so lange getriezt worden ist, bis er keinen Ausweg mehr sah, reagiert. Ich möchte diese Art der Reaktion in keinster Weise gutheissen, aber die wahrhaft Schuldigen sind bislang nicht in der Diskussion. Und das stört mich sehr.

Grüße,

Mathias

Hallo Marco,
willkommen im Club.
Das gefährliche an mir ist, dass ich beim Bund war und sogar die silberne Schützenschnur bekommen habe.

Mich Kotz die ganze Diskussion über die Spiele und Filme einfach nur noch an. Für mich sind die Typen die das alles auf die sogenannte Gewaltverherrlichung schieben wollen einfach nur Idioten die einfach nicht kapieren wollen, dass der Mensch ein Raubtier war und noch immer ist. Die Menschheit würde es sogar schaffen im Himmel einen Krieg anzufangen!

Gruß Bert

Hallo Mathias,
da geb ich Dir absolut recht.
Es wird alles auf die Brutalen Medien und Spiele geschoben und ich hab noch nichts von der allgemeinen Unzufriedenheit der heutigen Jugend gehört.
Für mich sind die Medien mitschuldig. Aber nicht durch die Gewallt die gezeigt wird, sondern durch die Werbung, welche einem aufzwingt was man alles haben muss und durch so tolle realistische Serien wier GZSZ wo keiner normal arbeiten geht und sich trotzdem ne super Wohnung usw leisten kann oder so was tolles wie Popstars was den Kids sugerriert, man muss nichts leisten, man muss nur warten bis Popstars kommt und dann werde ich Popstar und Berühmt und Reich und Schön und Toll und Alles.

Aber was reg ich mich auf. Werde jetzt mal einen Tee trinken und mich wieder an meine Arbeit begeben. Noch nen schönen Tag.

Bert

nein, ich finde es nicht zu bissig…
hallo Marco,
…es widert mich an, wie mit Erfurt Geld verdient wird. Nachrichten, Talkshows… jeder nimmt sichj dieses Themas an und kaut es durch bis zum geht nicht mehr. Nicht der Schmerz der Betroffenen ist wicxhtig, sondern die Sensationsgailheit vieler Menschen. Die Abnehmer sind die gleichen, die bei Verkehrsunfällen Staus produzieren, die kilometerweit fahren, um einen möglichst blutigen unfall zu sehen. Dabei gibt es sogar solche, die Erinnerungsfotos davon machen.
Und die Aasgeier der Medien, die Journalisten, verfolgen die Betroffenen bis in den letzten Winkel, in der Hoffnung, eine Schmerzäuserrung fotografieren zu können. Denn das lässt sich zu Geld machen.
Grüße
Raimund

hallo Bert,
nein, nicht die Brutalszenen der Filme, Spiele, Werbung sind der Auslöser. Doch sind diese dafür verantwortlich, dass bei diesen Typen die Hemmschwelle sinkt.
Auch mein Sohn schaut sich diese Filme an und hat solche Spiele auf seinem Computer. Dazu spielt er knochenharten Fußball, bei dem er niemanden etwas schenkt… aber sich auch nicht.
Trotzdem ist er ein lieber, anständiger Kerl geworden, auf den ich stolz bin.
Es wäre schlimm, wenn solche Szenen grundsätzlich zum Mord führen. Stell Dir nur die Leute von der FSK vor: die sehen jeden Tag mehrere solcher Filme. Sind aber immer noch geistig gesund und die Schwiegermutter lebt auch noch.
Oder Polizisten, die wirklich schlimmes sehen müssen…
Grüße
Raimund

Hallo Raimund,
dass mit der Hemmschwelle glaube ich nicht.
Wieso sollte ich keine Hemmschwelle mehr haben jemanden ein Leid anzutun, nur weil ich weiss wie Blut aussieht?
Wenn ein Kid bei irgen einem Haudraufspiel meint es müsste das mal mit jemandem Probieren kommt das umdenken spätestens, wenn der andere zurück schlägt und das dann weh tut. So war es jedenfalls bei mir damals obwohl ich da nicht solche Sachen gespielt habe, weil es die noch gar nicht gab.
Bei mir reichten dazu schon Superheldencomics.

Das was bei diesen Filmen oder Spielen dargestellt wird ist ja eigentlich nichts anderes als die Realität in diesem Film/Spiel.
Wenn man jemandem den Kopf abschlägt dann spritzt da Blut ohne Ende mal ganz blöd gesagt. Das ist halt so.

Warum sollte die Hemmschwelle nicht sinken, wenn man da kein Blut mehr sieht???

Was war damals im finsteren Mittelalter der Grund der Grausamkeiten. Quake oder irgend ein Actionfilm wohl kaum.

Man muss sich einfach damit abfinden, dass es Mord gibt. Das Leben kann nie 100% sicher sein. Vernünftige Gesetzte sind ja voll ok aber es wird immer welche geben, die sich nicht drann halten, aber müssen dafür alle Beschnitten werden???

Ich finde NEIN.

Und wenn ich nicht will das meine Kinder solche Spiele spielen, dann werde ich das so weit wie möglich unterbinden. Das sie es dann trotzdem tun weiss ich aber mehr kann ich und will ich auch nicht tun.

So ist das halt.

Gruss Bert

Hallo Mathias,

Hier hat ein junger Mann, der etwas aus der Reihe fiel und
daher so lange getriezt worden ist, bis er keinen Ausweg mehr
sah, reagiert.

Der „Junge“ ist aber ganz offensichtlich überhaupt nicht aus der Reihe gefallen. Er war kein Einzelgänger, auch nicht sonderlich unbeliebt oder ähnlich auffällig unauffällig. Und von wem und wie ist er denn „getriezt“ worden? Er ist durch das Abitur gefallen, wie es zigtausende jedes Jahr tun, ohne gleich in der Schule rumzuballern. Das hat er auch schließlich ganz allein verbasselt (aus Dummheit oder Faulheit oder beidem). Danach hatte er nicht einmal mehr den Mumm, es seiner Familie zu beichten, ist offiziell weiter zur Schule gegangen, als er längst verwiesen worden ist wegen großangelegter Fälschungsaktionen nicht nur seiner eigenen Krankheitstage sondern auch für Mitschüler.

Der „Junge“ hatte in meinen Augen nichts durchzustehen. Der war vor allem einfach nicht konfliktfähig…

Ich möchte diese Art der Reaktion in keinster
Weise gutheissen, aber die wahrhaft Schuldigen sind bislang
nicht in der Diskussion. Und das stört mich sehr.

Der wahrhaft Schuldige ist in erster Linie ER. Das hier ist kein Kind gewesen, der war 19 und erwachsen. In seinem Alter war ich schon drei Jahre arbeiten und musste Verantwortung übernehmen. Und zwar für mich selber. Wie man es auch von einem Menschen in diesem Alter verlangen kann.

Wenn überhaupt, dann sehe ich hier lediglich Mitschuldige, zum Beispiel die Eltern und ihre Erziehung oder eben Nicht-Erziehung. Aber eigentlich widerstrebt es mir, hier so weit zu gehen.

Du weißt ja: „…der werfe mit dem ersten Stein!“

Viele Grüße
Jana