Und Tschüß Herr Koch

Hallo,
und wieder eine Entgleisung:
Die namentliche Nennung einzelner vermögender Deutscher durch den ver.di-Bundesvorsitzenden Frank Bsirske in der Debatte um die Wiedereinführung der Vermögenssteuer wurde von Koch als „eine neue Form von Stern an der Brust“ beschrieben.
Das ist unglaublich und geschichtslos. Damit hat Herr Koch aus wahltaktischem Kalkül endgültig die Grundlagen demokratischer Politik verlassen. Die CDU-Vorsitzende Merkel sollte sich von dieser brutalstmöglichen Entgleisung Roland Kochs umgehend distanzieren.

Gruß mic

wieso tschüß?

Die namentliche Nennung einzelner vermögender Deutscher durch
den ver.di-Bundesvorsitzenden Frank Bsirske in der Debatte um
die Wiedereinführung der Vermögenssteuer wurde von Koch als
„eine neue Form von Stern an der Brust“ beschrieben.
Das ist unglaublich und geschichtslos. Damit hat Herr Koch aus
wahltaktischem Kalkül endgültig die Grundlagen demokratischer
Politik verlassen. Die CDU-Vorsitzende Merkel sollte sich von
dieser brutalstmöglichen Entgleisung Roland Kochs umgehend
distanzieren.

Komisch, ich finde den Vergleich gar nicht so unpassend.

Warum sollte er denn so unpassend sein?

Fragt absichtlich etwas provozierend
Christian

Hi!

und wieder eine Entgleisung:
Die namentliche Nennung einzelner vermögender Deutscher durch
den ver.di-Bundesvorsitzenden Frank Bsirske in der Debatte um
die Wiedereinführung der Vermögenssteuer wurde von Koch als
„eine neue Form von Stern an der Brust“ beschrieben.
Das ist unglaublich und geschichtslos. Damit hat Herr Koch aus
wahltaktischem Kalkül endgültig die Grundlagen demokratischer
Politik verlassen. Die CDU-Vorsitzende Merkel sollte sich von
dieser brutalstmöglichen Entgleisung Roland Kochs umgehend
distanzieren.

Hertha Däubler-Gmelin hat doch den Ton vorgegeben. Was jetzt kommt, ist doch nur noch Nachgeäffe. da würde ich mich nicht so sehr drüber aufregen.

Grüße,

Mathias

??
Hallo Chris,

Nachhilfeunterricht in Geschichte gefällig? Das Tragen des gelben Sterns ist seit dem Mittelalter nicht nur ein Zeichen der gesellschaftlichen Stigmatisierung von Juden, die schon früher zu Pogromen und Ermodungen geführt hat (seit 1215 IV. Lateran Pflicht), sondern hat im Nationalsozialismus noch ganz andere Folgen gehabt… das muss ich doch hoffentlich nicht wirklich ausführen? *wunder*

Es ist unbenommen, dass die Wiedereinführung der Vermögenssteuer ein Quark ist - selbst wenn sie eingeführt wird, kommt deshalb kein reicher Mann ins Konzentrationslager und wird vergast und keine reiche Frau wird auf die Straße gezerrt und erhängt, weil sie mit einem armen Mann geschlafen hat, an reichen Zwillingskinder werden keine medizinischen Experimente durchgeführt, an deren Folgen sie elendlich zu Grunde gehen.

sagt nicht provoziert,aber etwas enttäuscht (von dir)

barbara

Hallo,

es kann nicht sein, der Holocaust hat auch nicht mit der Vergasung begonnen, sondern mit der Stigmatisierung der Juden durch einen Stern, dass Koch falsch liegt.

Nur, ein Politiker sollte die Worte in dieser Deutlichkeit nicht nutzen.

Aber es ändert sich nichts daran, dass hier ein Funktionär mit der Nennung von Namen die Stigmatisierung einiger Reicher namentlich dargestellt hat, auch das Ziel mit der Namensnennung verfolgt, diese Bürger der Ächtung und Verachtung auszusetzen. Der feine Herr Gewerkschaftler hat möglicherwese sogar für kriminelle Kreise diese Bürger einer Gefährdung ausgesetzt und - wie die Nazis - durch Sigmatisierung der Juden begonnen haben - das System der Hetze aufzubauen, hier Hetze gegen Reiche aufgebaut.

Dass Paul Spiegel als Wahlkampfhelfer der SPD - als SPD-Mitglied aktiv wird und auch Friedmann auf Koch einprügelt, sollte man einfach so stehen lassen. Letztlich muss im ganzen Land das Volk sparen, während der Zentralrat Integrationsgelder in Höhe von sechs Millionen DM erhält ( oder drei Millionen Euro ), wobei die angeblich zu integrierenden russischen Juden doch schon längst durch Millionenbeträge sprachlich und wirtschaftlich wie kaum jemand gefördert wurden.

und wieder eine Entgleisung:

Nein, die Wahrheit.

Die namentliche Nennung einzelner vermögender Deutscher durch
den ver.di-Bundesvorsitzenden Frank Bsirske in der Debatte um
die Wiedereinführung der Vermögenssteuer wurde

dies ist ein unglaublicher Vorgang, dass ein Gewerkschaftsführer gegen einzelne Bürger im Land Hetzjagden eröffnet. Ich bin kein Freund von Koch, aber hier muss ich Koch eindeutig unterstützen.

von Koch als

„eine neue Form von Stern an der Brust“ beschrieben.
Das ist unglaublich und geschichtslos. Damit hat Herr Koch aus
wahltaktischem Kalkül endgültig die Grundlagen demokratischer
Politik verlassen.

Du befürwortetst also eine öffentliche Nennung von Vermögenden um Kriminelle, Erpresser , Kidnapper und Mörder gegen diese anzusetzen, wenn sie nicht zahlen ?? 1932 lässt zwar grüßen, aber unsere Demokratie wird auch mit solchen Methoden aus dem Kreis des Herrn Funktionärs umgehen können.

Gruss Günter

Die CDU-Vorsitzende Merkel sollte sich von

dieser brutalstmöglichen Entgleisung Roland Kochs umgehend
distanzieren.

Hallo Barbara,

diese Aufregung ist für mich nicht nachvollziehbar.

Für mich ist auch nicht nachvollziehbar, weshalb der Judenstern immer nur mit dem Holocaust in Verbindung gebracht wird, während die Stigmatisierung der Juden schon Jahre bevor es zu den Konzentrationslager gekommen ist bestanden hat. Schon bevor Juden und andere Menschen ermordet wurden, mussten sich Juden durch den Stern kennzeichnen und Geschäfte trugen Hinweise.

Nun kommt ein Links-Funktionär, der gerade unser Land durch einen unsinnigen Streik noch tiefer stürzt - dabei wird oft vergessen, dass schon einmal ein Funktionäter der Vorgängerin von ver.de, der ÖTV (Gluncker) einen sozialdemokratischen Bundeskanzler durch Streiks zum Sturz brachte - und nennt die Namen von Reichen. Billigend nimmt er in Kauf, dass zumindest kriminelle Kreise , wie Erpresser, Kidnapper Namen erhalten, gegen wen sie vorgehen können. Er entwickelt ein Klima der Hetzjagd auf Reiche.

In einem hat Koch nicht recht. Diese Mitbürger ( reiche) benötigen keinen Stern mehr, sie sind für gewisse Kreise möglicherweise künftig Freiwild, wenn diese sich Geld beschaffen müssen.

Ausser im 3. Reich gab es bislang eine solche Denunzation aus durchsichtigen Gründen noch nie.

Nachhilfeunterricht in Geschichte gefällig? Das Tragen des
gelben Sterns ist seit dem Mittelalter nicht nur ein Zeichen
der gesellschaftlichen Stigmatisierung von Juden, die schon
früher zu Pogromen und Ermodungen geführt hat (seit 1215 IV.
Lateran Pflicht),

wo liegt der Unterschied zwischen der öffentlichen Stigmatisierung, um Menschen zu gefährden, nur weil sie reich sind und dem Judenstern, der auch im Vorfeld der Gefährdung gedient hat.

Wer garantiert uns, dass nicht die Denunzation von Reichen deren Leben gefährdet. Dieser feine Herr versucht doch, diese Reichen ausserhalb unserer Gesellschaft zu stellen. Und wer andere ausserhalb der Gesellschaft stellen will, um politische Ziele durchzusetzen, darf mit dem Judenstern in seinen Anfängen durchaus verglichen werden.

Dass sich Paul Spiegel hierzu als SPD-Wahlkampfhelfer äussert ist mir wurscht, auch wenn ihm Friedmann hilft, denn noch nie hatte der ZdJ mehr Kontrolle über eine Regierung wie derzeit und da habe ich einfach Verständnis, dass man die SPD und die Grünen unterstützt.

sondern hat im Nationalsozialismus noch ganz

andere Folgen gehabt… das muss ich doch hoffentlich nicht
wirklich ausführen? *wunder*

Dies stimmt, aber man darf die Entwicklung nicht am Bau der Konzentrationslager festmachen, sondern muss beachten, was davor möglich war, wie es sich entwickelt hat und heute sollte man solchen Anfängen - gerade wegen der Konsequenzen des Wegsehens -Einhalt gebieten.

Ich stelle mir seit einigen Monaten eine andere Frage. Wie kommt es, dass einige der zu sehr zum Nationalstaat sich bekennenden Sozialisten in das Vokabular der Nationalsozialisten verfallen?

Es ist unbenommen, dass die Wiedereinführung der
Vermögenssteuer ein Quark ist - selbst wenn sie eingeführt
wird, kommt deshalb kein reicher Mann ins Konzentrationslager
und wird vergast und keine reiche Frau wird auf die Straße
gezerrt und erhängt, weil sie mit einem armen Mann geschlafen
hat, an reichen Zwillingskinder werden keine medizinischen
Experimente durchgeführt, an deren Folgen sie elendlich zu
Grunde gehen.

Am Anfang stand nur der Judenstern und niemand wurde am Anfang umgebracht. Erst als das Klima geschaffen war, ging es doch los.
Und - hier sind Morde geschehen - ist aber die Veröffentlichung von Namen, das an den Pranger stellen dieser Bürger nicht einem psychischen Terror gleichzusetzen ? Ein Funktionär einer Gewerkschaft weiss doch klar und deutlich, dass er diese Bürger psychischer Gefahr aussetzt, aber auch Verbrechen aussetzt. Koch hat recht. Nur, für einen Politiker ist es dumm, sich derart deutlich zu äussern.

Gruss Günter

Die CDU-Vorsitzende Merkel sollte sich von dieser brutalstmöglichen Entgleisung Roland Kochs umgehend distanzieren.

Hallo!

Der Herr Koch ist ein Machtpolitiker par excellence und dazu ein ausgezeichneter Theaterschauspieler. Im Gegensatz zu vielen anderen Politmimen sind seine Auftritte selten schlecht improvisiert, sondern meistens gut geprobt. Deshalb sehe ich hier auch keine spontane „Entgleisung“, sondern eine wohl platzierte Inszenierung.

Kurz vor der Hessenwahl wird sich der Herr Koch sicher nicht vom Aufheulen der Hunde, die er jetzt - absichtlich - auf den Schwanz getreten hat, irritieren lassen. Ganz im Gegenteil, je lauter das Gebrüll, desto vorzüglicher die Publicity.

Sollte er die Wahl gewinnen - und davon gehe ich aus - haben wir den CDU-Kanzlerkandidaten für 2006 vor uns. Vielleicht, aber nur vielleicht, wäre das ein Grund für Frau Merkel, sich von Roland Koch zu distanzieren?

Die Riege der Politikschauspieler wird sich in den nächsten Jahren weiter vergrössern. Nur solche Leute haben Zukunft. Die Form ist wichtig, nicht der Inhalt.

Meine Meinung.
Gruss, Andreas

Moin Günther,

wer einen solchen Vergleich wählt, will ja wohl etwas aussagen. Und der Stern steht nun mal für die Entwicklung Richtung KZ. Nach dem Motto: Wehret den Anfängen.

Und eine Entwicklung „Reiche in KZ“ sehe ich nicht.

Im übrigen brauchen Verbrecher niemanden, der ihnen sagt, wer reich ist und wer nicht. Das sind man in der Regel (die wirklich Reichen, die zur Miete in einem Reihenhaus wohnen und einen alten Golf fahren, sind wohl die Ausnahme).

Ausserdem hat sich Koch in der Zwischenzeit entschuldigt.

Ciao

Ralf

Judenstern: Ab 1941 in D!!!
Nur zur Information:
http://www.mtholyoke.edu/acad/germ/courses/german201…
http://www.dhm.de/lemo/objekte/pict/xx002704/

Der Judenstern war nicht der Anfang, im Deutschen Reich wurde er am 1. September 1941 eingeführt!!!

Da sind schon viele Juden ermordet worden, bevor es den Judenstern gab.

Der Vergleich ist MEHR ALS UNPASSEND!!!
Er ist schlichtwegs geschmacklos und zeugt von einem ungeheuerlichen Unwissen in neuerer Geschichte…
PISA-Studie lässt grüssen!

Mike
leicht fassungslos.

Moin Günther,

wer einen solchen Vergleich wählt, will ja wohl etwas
aussagen. Und der Stern steht nun mal für die Entwicklung
Richtung KZ. Nach dem Motto: Wehret den Anfängen.

Der Stern stand doch am Anfang dafür, dass diese Menschen beruflich und privat geächtet wurden. Der Stern stand für die Ausgrenzung von Menschen, die wortwörtlich seinerzeit als Parasiten bezeichnet wurden, die auf Kosten des Staates den eigenen Wohlstand fördern. Da steht doch ein Funktionär hin, was will er denn sagen. Da ist der Reiche X, der keine Vermögenssteuer zahlt, aber vom Staat alle Möglichkeiten beansprucht. Stets nach dem Motto, wir zahlen, die benutzen. Und dass die Vermögenssteuer etwas mehr ist als der Neid der Kleinen, dass Reiche nicht besteuert werden, ist Dir bekannt. Dir ist auch bekannt, dass die Gewerbeertragssteuer um 1,5 % erhöht wurde um die Abschaffung der Vermögenssteuer zum Teil zu kompensieren.

Und eine Entwicklung „Reiche in KZ“ sehe ich nicht.
Im übrigen brauchen Verbrecher niemanden, der ihnen sagt, wer
reich ist und wer nicht. Das sind man in der Regel (die
wirklich Reichen, die zur Miete in einem Reihenhaus wohnen und
einen alten Golf fahren, sind wohl die Ausnahme).

Ich akzeptiere Deine Begründung nicht. Männer wie Ponto, Schleyer, Herrhausen - nur um einige zu nennen - waren in den RAF-Zeiten stets jene, die in der Politik immer wieder - merkwürdigerweise seinerzeit auch von links - angegriffen wurden. Denen unterstellt wurde, sie würde das Land ausbeuten. Keiner der die lebt mehr, wie viele andere auch, die seinerzeit von den Linken als Feinde deklariert und von der RAF exekutiert wurden. Wehret den Anfängen.

Ausserdem hat sich Koch in der Zwischenzeit entschuldigt.

Habe ich vernommen und halte es politisch für richtig.

Gruss Günter

Nur zur Information:
http://www.mtholyoke.edu/acad/germ/courses/german201…
http://www.dhm.de/lemo/objekte/pict/xx002704/

Der Judenstern war nicht der Anfang, im Deutschen Reich wurde
er am 1. September 1941 eingeführt!!!

Hallo,

ich sprach von der Einführung des Judensterns und nicht, wann er in DE eingeführt wurde.

Da sind schon viele Juden ermordet worden, bevor es den
Judenstern gab.

Der Vergleich ist MEHR ALS UNPASSEND!!!
Er ist schlichtwegs geschmacklos und zeugt von einem
ungeheuerlichen Unwissen in neuerer Geschichte…
PISA-Studie lässt grüssen!

Du solltest Deine eigenen Quellen lesen, dort steht nämlich auch, dass der Judenstern schon 1939 eingeführt wurde. Mir ist da völlig wurscht, wo er eingeführt wurde, Tatsache ist, dass dieses Stigma gezielt gegen Menschen verwendet wurde.

Mike
leicht fassungslos.

Gruss Günter

Falsch, siehe Oben!!!

Moin Günther,

wer einen solchen Vergleich wählt, will ja wohl etwas
aussagen. Und der Stern steht nun mal für die Entwicklung
Richtung KZ. Nach dem Motto: Wehret den Anfängen.

Der Stern stand doch am Anfang dafür, dass diese Menschen
beruflich und privat geächtet wurden.

Falsch: Einführung des Judensterns in D 1. 09. 1941!!!
Die vorher getroffenen repressiven Maßnahmen gegen Juden bitte ich in einem Geschichtsbuch deiner Wahl nachzulesen, sie waren jedenfalls umfassend!

Mike

dann lies mal in einem Geschichtsbuch nach, was von 1933 bis 1939 für repressive Maßnahmen gegen Juden unternommen wurden.

Geht sogar im Internet!
Ein virtueller Besuch im Deutschen Historischen Museum lohnt sich immer.

Mir geht dieser exzessive Gebrauch von NS Vergleichen und die damit einhergehende Verharmlosung der NS Verbrechen langsam auf den Wecker.

das Unwissen, dass hier teilweise über diese Zeit gezeigt wird, ist schon beeindruckend.

Mike

Hi Michael,

es ist doch völlig egal, ob in D der Judenstern erst 1941 eingeführt wurde. Er wurde schon 1939 in Polen eingeführt. Ich bestreite doch auch nicht die Vorgänge, die nicht erst seit 1933 unter Hitler, sondern schon früher, nur nicht so massiv, aufgetreten sind. Gerade darum geht es ja. Der Judenstern war doch eines der vielen Mittel der Stigmatisierung. Zuvor gab es die Diffamierungen, Aufruf zum Boykott, Vorwürfe wie, dass die Juden nur eigene Interessen verfolgen und den Staat schädigen u.v.a.m…

Und wenn Du Dich wirklich einmal mit jemand unterhalten kannst, das 3. Reich erlebt, wie oft hört man da, dass man doch alles nie so ernst nahm, da sei wohl polemisiert worden, es sei gegen Juden gehetzt worden, aber sie hätten ja alle Rechte gehabt. Und - was ich vielen abnehme - sie sagen dann, man habe doch nie ahnen können, wo das endet.

Kannst Du mir erklären, wo es endet, wenn ein Gewerkschaftsführer Reiche öffentlich nennt, das Bild der Schmarotzer in der Öffentlichkeit abgibt ? Wer wird denn in diesem Land, das wirtschaftliche Probleme hat, nicht nur seit Schröder, auch unter Kohl bereits als Schmarotzer unterschwellig , teilweise sogar offen mit dem Mantel „Missbrauch“ beschimpft? Sind es nicht Asylbewerber, Sozialhilfeempfänger, Arbeitslose, Kranke, Behinderte ? Wie werden diese Gruppen von ultralinks bis ultrarechts behandelt ? Welche Rechte haben sie ? Wieviel Verbrechen werden gegen Personen aus solchen Gruppen verübt ?

Mich nutzt doch die ganze Rechtsprechung nichts, ich pfeiffe doch auf in diesen Problemfällen angeblich tätig werdende Justiz, die keinen Finger rührt, solange die Presse sich nicht auf solche Fälle stürzt. Männer wie dieser Gewerkschaftsmann, bereiten den Boden für solche Ausgrenzungen und auch für die Risisken, die solche Personenkreise ausgesetzt sind. Und wenn nun auch noch - es ist schon schlimm genug, dass soziale Minderheiten Freiwild sind - eine Gewerkschaftler alle Hemmungen fallen lässt und auch gegen die Oberschichten polemisiert, setzt er alle Hemmungen frei.

wer einen solchen Vergleich wählt, will ja wohl etwas
aussagen. Und der Stern steht nun mal für die Entwicklung
Richtung KZ. Nach dem Motto: Wehret den Anfängen.

Der Stern stand doch am Anfang dafür, dass diese Menschen
beruflich und privat geächtet wurden.

Falsch: Einführung des Judensterns in D 1. 09. 1941!!!
Die vorher getroffenen repressiven Maßnahmen gegen Juden bitte
ich in einem Geschichtsbuch deiner Wahl nachzulesen, sie waren
jedenfalls umfassend!

Ich muss keinen Geschichtsunterricht nehmen. Ich sehe die Verbrechen im 3. Reich nicht nur aus der Sicht auf deutschen Boden. Von den über sechs Millionen Ermordeten war ein Großteil aus Polen, Ungarn usw… Bevor die massive Verfolgung und Deportation in DE begonnen hat, liefen schon gravierende Maßnahmen in Polen und anderen besetzten Ländern.

Die Verfolgung der Juden hat mit der Verächtlichmachung der Menschen begonnen, nicht mit dem Judenstern. Mit dem Judenstern erfolgte nur ein weiterer Höhepunkt vor der Ermordung. Und alle die Verfolgten waren erfasst. Mit fadenscheinigen Mitteln wurde eine Volkszählung durchgeführt. Jeder Jude in DE war somit in eienr Kartei erfasst.

Heute verbreitet man die Namen derer, die angeblich den Staat schädigen, durch Interviews.

Wir dürfen hier nicht das Ende sehen, wohin der Judenstern geführt hat. Wir müssen uns einmal besinnen und fragen, was denn geschehen wäre, wenn man nicht zugelassen hätte, dass dieses spöttische Vorgehen gegen Juden ab 1933 unterbunden worden wäre ? Hätte es dann je einen Judenstern gegeben ? Hätte es je zu den Konzentrationslagern kommen können ? Ich meine, nein.

Und deshalb haben wir jede fremdenfeindliche Aktion, jede Aktion gegen einzelne Gruppen und Menschen, ob arm oder reich, zu verhindern. Dazu gehört , dass wir nicht mehr im Mittelalter sind und der öffentliche Pranger abgeschafft wurde.

Eine Gewerkschaft die im Sinne des öffentlichen Prangers anklagt sollte die Verantwortung kennen und jenen, die diesen „eifrigen Prangerapostel“ unterstützen sollten vielleicht auch bedenken, dass jene, die an den Pranger gestellt wurden, nichts dafür können, dass sie keine Vermögenssteuer zahlen müssen, weil der Gesetzgeber dies zuerst einmal zu entscheiden hat.

Gruss Günter

als ob die däubler die erste gewesen wäre.

ausführiche Erläuterung und Stellungnahme
Hallo Barbara,

mir ist die Geschichte besser bekannt, als mir lieb ist.

Meine Großmütter sind im besten Alter, was Informationen aus erster Hand angeht. Bei der Machtergreifung waren sie 20 bzw. 17 Jahre alt. Bestes Alter, weil jung, lebensunerfahren und leicht zu manipulieren.

Die Geschichten, die ich mir früher unbeteiligt und distanziert angehört habe, verarbeite ich erst seit den letzten Jahren aktiv.

Wie Geschichte dieser Zeit heutzutage kolportiert wird, gefällt mir ganz und gar nicht. Da wird dargestellt, daß die Deutschen von heute auf morgen aufgefordert worden wären, Juden zu hassen, von deren Ermordung wußten und nach der Deutschen Weltherrschaft strebten.

So war es aber nicht. Die Deutschen dieser Zeit wurden Schritt für Schritt manipuliert. Die „Beweise“ waren schlüssig, die Desinformation umfassend. Zu der Zeit war es kaum möglich, der Propaganda zu entkommen, wie auch? Jede neutrale Quelle wurde nach und nach gleichgeschaltet. Wenn ich hier lese, daß der Judenstern 1941 oder 1939 eingeführt wurde (was mir letztlich egal ist), muß man sich doch vor Augen führen, daß es 6 oder 8 Jahre dauerte, bis es so weit kam. 6 oder 8 Jahre!! Die Stimmung, die es brauchte, daß es zu solchen Auswüchsen kommen konnte, baute sich doch ganz allmählich auf. Schritt für Schritt. Jeder Schritt für sich war unmerklich, in der Summe kam ein Marathonlauf zusammen.

Wie so etwas funktioniert erleben wir doch heute: Die USA haben es geschafft, durch gezielte Manipulation die Menschheit davon zu überzeugen, daß ObL die Terroranschläge in NY und D.C. verübt hat, daß es reicht, ein riesiges, unzugängliches Land wie Afghanistan anzugreifen, um den Terrorismus auszurotten. Als das nicht klappte, macht man uns weiß, daß der Irak Atomwaffen und was weiß ich noch alles produziert. Möglich , klar, aber was passiert? Ein Truppenaufmarsch findet statt, BEVOR man Inspektoren hinschickt. Das ist so aberwitzig, daß mir die Worte fehlen. Es war doch von vornherein beschlossene Sache, den Irak anzugreifen. Die Truppen hätte man auch anlanden lassen können, wenn die Inspektoren verjagt worden wären oder Atomwaffen ohne Ende gefunden hätten. Allein die Kosten für einen evtl. Aufmarsch zeigen doch, daß dieser niemals ohne Folgen (=Krieg) sein konnte.

Um Himmels Willen der Irak ist rd. ein Viertel größer als Deutschland und wesentlich dünner besiedelt, d.h. auch weniger kontrollierbar. Und alle Welt meint, daß ein paar Inspektoren mehr als nur den Hauch einer Chance haben, auch nur rudimentäre Kontrollen durchzuführen. Die Russen haben früher ganze Städte versteckt, nebenbei bemerkt.

Der Absurditäten ließen sich weitere finden, zurück zum Thema.

Seit der Bundestagswahl (siehe oben: Nicht seit 6 oder 8 Jahren, sondern seit knapp 3 Monaten) führt die Bundesregierung einen Feldzug gegen „die Reichen“ (und trifft dabei dummerweise vielfach ihre eigene Klientel). Es gab einen Wahlkampfauftritt Schröders irgendwo im Ruhrgebiet, wo schon ein nur rot angestrichener Besenstiel gewählt werden würde. Sinngemäßes Zitat: „Wir werden alle unseren Beitrag zu leisten haben“ „Buuuuuuh“ „Aber die Reichen werden einen viel größeren Beitrag zu leisten haben“ „Jaaaaaaaa“.

Es geht nicht mehr darum, eine leistungsfähige Bevölkerungsgruppe stärker zu Leistungen für die Gemeinschaft heranzuziehen. Es geht inzwischen darum, sie als Feinde der „kleinen Leute“ darzustellen. Wenn dann noch „Reiche“ namentlich genannt werden, um die Volkeswut zu kanalisieren, ist für mich die Parallelität zum Dritten Reich erreicht. Es wird im Volk eine undifferenzierte Wut und ein Neid erzeugt, der logisch in keinster Weise begründet ist. Es wird eine Volksarmut herbei geredet (die es so nicht gibt), womit wiederum begründet wird, warum es eine Vermögenssteuer geben muß, Aktiengewinnbesteuerung usw.

Das ist gezielte Manipulation der Regierung a la: Wir sind nicht schuld, sondern die da! Und genau das war das Prinzip im Dritten Reich („An Eurer Armut seit nicht ihr schuld oder Euer Führer, aber er weiß, wer schuld ist: Die Juden!“).

Und das Volk merkt nicht, wie es manipuliert wird. Es nimmt die Hinweise dankbar auf und setzt sie in ein Weltbild um, das jeden Tag bei Straßenumfragen wieder und wieder zu hören ist.

Das, liebe Barbara, rechtfertigt für mich durchaus einen Vergleich, wie ihn Koch gezogen hat. Politisch und für eine Demokratie untragbar, in der Tat, aber sachlich nicht wirklich falsch.

sagt nicht provoziert,aber etwas enttäuscht (von dir)

Nun, es sollte bekannt sein, daß ich mir bei den Dingen, die ich hier von mir gebe, etwas denke. Das war ein Ausschnitt dessen, was ich zu dieser Angelegenheit denke. Ein langer Ausschnitt, aber nur ein Ausschnitt.

Vielleicht habe ich mit der Aufzeigung meiner Gedankengänge etwas zu Minderung Deiner Enttäuschung beitragen können.

Gruß
Christian

Hallo Chris,

zum einen: die Geschichte des Nationalsozialismus hier auszubreiten, würde etwas zu weit führen - interessant finde ich - nur als kleiner Hinweis - dass bsw. die von dir angeführte Manipulation der Nazis bei der Legitimation der Politik gegenüber Behinderten *nicht* funktioniert hat, wegen Protesten mussten die Euthanasie eingestellt werden. Deine Darstellung ist auf jedenfall nicht völlig falsch, abr sicher auch nicht prinzipiell richtig:smile:. So einfach kann man es sich dann aber doch nicht machen, alles auf „Manipulation durch Propaganda“ zu schieben.

Das tut für mich aber auch überhaupt nichts zur Sache im Falle Koch.
Mir leuchtet es nämlich überhaupt nicht ein, bzw. ich finde es völlig daneben, ja sogar hoch gefährlich, bei jedem suspekten politischen Verhalten/moralisch verwerflichen Verhalten gleich den Vergleich zu den Nazis zu machen. (dass ich Bsirskes Geschwätz genau wie du für gefährlich - zumindest wirklich VÖLLIG daneben- halte, steht auf einem anderen Papier, da sind wir uns sicher einig!)

Ich halte es aber für sehr bedenklich, wenn einige geradezu wie beim Pawlowschen Komplex gleich Nazis bellen, wenn ihnen irgendein Verhalten nicht in den Kram passt. Damit verharmlost man die damaligen Verhältnisse in unerträglicher Weise (wir wissen nunmal, was passiert ist und sowenig mir diese Bsirske passt, so ein Ziel sehe ich bei ihm wahrlich nicht vor Augen! Die Nazis wussten in einigen Punkten schon sehr genau, wo sie nach 33 hinwollten und die Nürnberger Gesetze gab es bereits 1935! Also gerade mal zwei Jahre nach der Machtergreifung - von wegen 8 Jahre…! Bereits 33 wurde ganz massiv (die ersten Menschen in den Lagern waren bitte schön nichtjüdische Deutsche!) politisch Andersdenkende verfolgt - diese Nazimethoden mit dem sicher Gefasel Bsirskes gleichzusetzen, ist in meinen Augen der bahre Hohn gegenüber den Opfern des Nationalsozialismus.

Seit der Bundestagswahl (siehe oben: Nicht seit 6 oder 8
Jahren, sondern seit knapp 3 Monaten) führt die
Bundesregierung einen Feldzug gegen „die Reichen“ (und trifft
dabei dummerweise vielfach ihre eigene Klientel). Es gab einen
Wahlkampfauftritt Schröders irgendwo im Ruhrgebiet, wo schon
ein nur rot angestrichener Besenstiel gewählt werden würde.
Sinngemäßes Zitat: „Wir werden alle unseren Beitrag zu leisten
haben“ „Buuuuuuh“ „Aber die Reichen werden einen viel größeren
Beitrag zu leisten haben“ „Jaaaaaaaa“.

Also, vielleicht lese ich nicht die gleichen Magazine und Zeitungen wie du und schaue andere Sendungen:smile:, aber dieses bedrohliche Szenario (Feldzug gegen die Reichen) ist mir in der Form nicht aufgefallen. ich bin aber auch in Baden Württemberg sozialisiert und nicht in NRW:wink:…

Es geht nicht mehr darum, eine leistungsfähige
Bevölkerungsgruppe stärker zu Leistungen für die Gemeinschaft
heranzuziehen.

Naja. Ich bin auch leistungsfähig und werde übelst geschröpft. Dein Wording für Besserverdienende ist auch etwas eingefärbt.

Es geht inzwischen darum, sie als Feinde der

„kleinen Leute“ darzustellen. Wenn dann noch „Reiche“
namentlich genannt werden, um die Volkeswut zu kanalisieren,
ist für mich die Parallelität zum Dritten Reich erreicht.

Das die Methoden in Deutschland und das politische Klima zunehmend von Populismus geprägt ist, sehe ich genauso. In meinen Augen sind da auch so Leute dran Schuld wie Möllemann und Schill. Das erinnert mich auf jedenfall nicht an Hitler sondern eher an Haider - und im falle Bsirskes an eine völlig andere Diktatur, die erstaunlicherweise *nicht* Thema von Koch war! (Dabei liegt das doch viel näher. Enteignet und stigmatisiert wurden Besitzende in der DDR, nicht im Dritten Reich. das nur mal am Rande…)

Es

wird im Volk eine undifferenzierte Wut und ein Neid erzeugt,
der logisch in keinster Weise begründet ist. Es wird eine
Volksarmut herbei geredet (die es so nicht gibt), womit
wiederum begründet wird, warum es eine Vermögenssteuer geben
muß, Aktiengewinnbesteuerung usw.

Vermögenssteuer find ich Nonsens, aber wenn meine Gewinne aus meiner Arbeit als Selbstständige versteuert werden, sehe ich nicht so ganz, wieso das bei Gewinnen aus Aktien nicht der Fall sein sollte. Ist auf jedenfall nicht nur gegen „Reiche“ gerichtet, schließlich haben auch so kleine Leute wie ich ein paar Aktien im Depot.

Das ist gezielte Manipulation der Regierung a la: Wir sind
nicht schuld, sondern die da! Und genau das war das Prinzip im
Dritten Reich („An Eurer Armut seit nicht ihr schuld oder Euer
Führer, aber er weiß, wer schuld ist: Die Juden!“).

Weia - was ne Wendung !

Nun, es sollte bekannt sein, daß ich mir bei den Dingen, die
ich hier von mir gebe, etwas denke. Das war ein Ausschnitt
dessen, was ich zu dieser Angelegenheit denke. Ein langer
Ausschnitt, aber nur ein Ausschnitt.

Vielleicht habe ich mit der Aufzeigung meiner Gedankengänge
etwas zu Minderung Deiner Enttäuschung beitragen können.

Mich hatte vor allem dieser Hinweis „provozieren“ gestört, Danke für dein posting, macht immer Spass mit dir zu diskutieren:smile:,

beste GRüße,

barbara

Ja und nein…

Hi Michael,

es ist doch völlig egal, ob in D der Judenstern erst 1941
eingeführt wurde. Er wurde schon 1939 in Polen eingeführt. Ich
bestreite doch auch nicht die Vorgänge, die nicht erst seit
1933 unter Hitler, sondern schon früher, nur nicht so massiv,
aufgetreten sind. Gerade darum geht es ja. Der Judenstern war
doch eines der vielen Mittel der Stigmatisierung. Zuvor gab es
die Diffamierungen, Aufruf zum Boykott, Vorwürfe wie, dass die
Juden nur eigene Interessen verfolgen und den Staat schädigen
u.v.a.m…

Hi

Hätte Herr Ministerpräsident Koch gesagt, dass Teile der Gewerkschaften und der (Hessischen) Opposition eine ungeheuerliche Neidkampange inszenieren wollen, weil ihnen die Sachargumente ausgehen, dass die Ausgrenzung und Anprangerung einer Bevölkerungsgruppe absolut inakzeptabel ist…
(den „Pranger-Vergleich“ finde ich übrigens sehr hübsch…)

Ich wäre der erste gewesen, der zugestimmt hätte.
Das Verhalten dieser Politiker ist nicht tragbar, die Entsprechenden Parteien und Organisationen sollten die Konsequenzen ziehen.
Werden sie sie… wohl nicht…

ABER mit seinem Judensternvergleich hat Koch

  1. Den Politischen Gegner mit den Nazis faktisch gleichgesetzt. Das ist eine ungeheuerliche Entgleisung! Auch wenn der politische Gegner mit unfairen Mitteln kämpft, ist das noch lange keine Berechtigung selber das gleiche zu tun, bzw auf einen groben Klotz einen noch viel gröberen Keil zu setzten.

  2. Die Vorgänge während der NS-Zeit relativiert, indem er ein noch relativ (SIC!!!) harmloses politisches Geplänkel mit dem unmittelbaren Vorspiel zum Holocaust gleichsetzt. Die Ausdehnung der Kennzeichnungspflich für Juden auf deutschland und die anderen Besetzten Gebiete erfolte NACH der Wannsee-Konferenz, auf der die „Endlösung“ (was für ein Wort *würg*) fix gemacht wurde.

Ich setzte bei einem Ministerpräsidenten voraus, dass er sich in der Öffentlichkeit immer so weit unter Kontrolle hat, dass er weis, was er sagt.
Ob Koch nun die Kontrolle verloren hat oder nicht, ist somit egal. Er ist meiner Meinung nach als Ministerpräsident ungeeignet.

Aber passieren wird nichts.

Wie mich das alles in letzter Zeit ankotzt.

Gruß
Mike

Politische Korrektheit war gestern

Die Juden sollen sich nicht so anstellen. Wenn ich sie jetzt schon wieder alle reden höre…
Wie schade, dass wir unsere Geschichte nicht endlich vergessen.

Die Zukunft unserer deutschen Nation soll nicht bis in alle Ewigkeit von der Moralkeule beherrscht werden.