Unfähigkeit, Gefühle auszudrücken?

Hi Micky,

es ist nicht Deine Aufgabe Deinen Therapeuten zufrieden zu stellen!

Du erwähnst nicht, ob Du „nur“ Schwierigkeiten hast Gefühle zu artikulieren oder sie auch zu fühlen?

http://www.alexithymie.de/
http://de.wikipedia.org/wiki/Alexithymie
http://www.gesundheitpro.de/Emotionen-Eingemauerte-G…

Wenn Du Musik magst, magst Du auch Tanzen?

Du kannst zu Alexinthymie bzw. Gefühlsblindheit einiges finden. Ob ein stationärer Aufenthalt, Körperwahrnehmungsübungen, Tanztherapie oder was auch immer Dein Weg sind… kannst nur Du für Dich selbst herausfinden.

Dein Therapeut sollte Dich auf diesem Weg unterstützen. Falls er das nicht leisten mag / kann, wäre nach einem klärenden Gespräch darüber ein Therapeutenwechsel angezeigt.

Ciao,
Romana

Guten Morgen Micky,

Ich geb’s nur ungern zu. Aber: Ja.

ich habe es vermutet. Und da bist du nicht allein. Mutig von dir, wenn du es zugibst.
Und ein Beweis, daß du Gefühle (Einsamkeit, Alleinesein gehören dazu) äußern kannst. Man muss dich nur danach fragen. Und irgendwann läßt du auch „Ich geb’s nur ungern zu. Aber:“ einfach weg und sagst schlicht Ja. Daran musst du selbst noch arbeiten, dein Psychologe kann dich hierbei lediglich unterstützen.

Was fehlt dir dann eigentlich? Eine Person, der du absolutes Vertrauen entgegenbringen kannst. Die dir ernsthaft zuhört. Die dir Halt und Rückhalt gibt. Und du auch umgekehrt für diese Person. Es gibt nur sehr wenige Personen mit diesen Eigenschaften. Und selbst dann kann es Wochen, Monate, Jahre dauern, bis man offen, frei und ehrlich über alle Gefühle reden kann. Ich bin mir fast sicher, du kennst so einen Menschen. Denk mal intensiv darüber nach.

Ich spreche übrigens nicht von „Freunden“ aus der Schule,
Studium, Beruf, Verein usw. Davon hat man mehr oder weniger viele, es können auch tausend sein. Mit ihnen kann man sicherlich über diverse Gefühle reden. Aber es fehlt ihnen etwas besonderes: Du kannst ihnen gegenüber nicht richtig loslassen. Und bei grundsätzlichen Gefühlen sollte man loslassen können, wenn man sie (er-)leben will.

Ich möchte dich an dieser Stelle beruhigen: Ich habe Jahrzehnte daran gearbeitet, über Gefühle zu sprechen. Ich übe auch heute noch :smile:.
Ich habe diese bewusste Person gefunden, bei der ich loslassen kann. Und es ist die Person, die mich bewußt werden läßt, ich bin nicht einsam, alleine.

Soweit meine psychologisch-unfachliche Einschätzung. Nur ein bißchen Lebenserfahrung. Vielleicht hift es dir dennoch ein kleines Stück weiter. Ist ja auch nur ein Mosaiksteinchen im Leben.

Grüße
BW

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Gefährlicher Rat
Hallo,

aus der Ferne wird dies wohl kaum zu beurteilen sein.

Ich kann aus dem Ursprungsposting nichts erkennen, was auf die Ungeduld des Therapeuten schließen lassen würde.

LG
Patrick

Und wenn man mir die CD’s oder meinen MP3-Player wegnehmen würde, dann
würd ich glaub ich ziemlich sauer werden…

Na, das ist doch schon mal ein Gefühl… :smile:

Vielleicht
“Ihm ist, als ob es tausend Stäbe gäbe
und hinter tausend Stäben keine Welt.“
Aus: Der Panther von Rainer Maria Rilke

Hallo Micky,

Ich glaube, Gefühle immer nur dann zu „spüren“, wenn sie extrem ausgeprägt sind.
Sonst glaube ich, gar nichts zu fühlen.

vielleicht schaltet die Seele das Gefühl einfach ab, wenn man zu lange in belanglosen, berührungslosen, von Vernunft, Angst und rationaler Sprache beherrschten Umgebungen lebt.
Vielleicht trainiert man sich selbst darauf, die vielen Graustufen zwischen den weißen und den schwarzen Gefühlen nicht mehr zuzulassen, weil man davon schon genug hat.
Vielleicht flüchtet man in die Musik und in Gespräche mit der besten Freundin über immer die gleichen Themen und Inhalte, weil man auf dem besten Weg ist, die eigene Neugier und die Lust auf das Leben aufzugeben.
Vielleicht führt man Gespräche mit einem Psychologen über Gefühle, um zu erkennen, dass man sich dagegen wehren muss, unbeschreibliche und unfassbare Gefühle und selbst beschreibbare und fassbare Gefühle in ein einziges Wort zu pressen.
Vielleicht muss man sich auf den Weg machen, jeden einzelnen dieser tausend Stäbe zu betrachten und einen nach dem anderen zu entfernen.
Vielleicht muss man erkennen, dass man dort, wo man herkommt, nichts bekommen hat und dort, wo man hingeht, nichts zu erwarten hat, um einen ganz neuen Weg einzuschlagen.
Vielleicht braucht man neue Menschen, die fordern und herausfordern: das Selbst, die Gefühle, die Sprache.
Vielleicht verschwindet dann die Betäubung und
vielleicht kommen die Worte dann von ganz alleine.

Gruß
Birgit

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Hallo zurück, Patrick!

Korintherkackermodus on:

Dein erster Satz weist eine zum Glück nur wenigen Sprachen zuzuordnende manipulative Eigenheit auf, die sich gewaschen hat: Er nähert sich leise auf Zehenspitzen, täuscht Nachdenklichkeit und Passivform vor, enthält indes schnarrende Befehle. Diese Sonderformen der Grammatik & Semiotik wirken auf mich leicht unerotisch…

Korintherkackermodus off.

Der Therapeut, der sich mittlerweile als sich verhebender Berater entpuppt, entläßt seinen „Probanden“ in ein Rätseln und Hausaufgaben-Lösen, welche dem Ernst der Symptomatik einerseits nicht entspringen, anderseits ein verkürztes pseudo-verhaltenstherapeutisches Mißverständnis komplexester Zusammenhänge bezeugen. Obwohl der eingeschlagene Weg intellektuell goldrichtig ist, fehlt die Erfahrung und die Kompetenz, welche unmittelbar und ohne Wenn und Aber zum warmen unterstützenden kleinstschrittigen gemeinsamen Begleiten anhalten würden, bei dem der Therapeut für eine Übergangszeit auch eine „vikarierende“ Position und Aufgabe inne hat (= ich-stellvertretend, vorsichtig unterstützend, mitempfindend).

Jedes distanzierteres Vorgehen gewinnt ohne jede eigentliche Absicht von der hier vorgegebenen Struktur her eine verfolgende Dimension hinzu.

Ein Begleitvalenz der „Verfolgung“ (als psychischem Phänomen im beschriebenen Sinne: Es ist nicht die Rede von Verfolgung in ihrem eigentlichen Sinn!) ist ihre Anmutung als Ungeduld beim wahrnehmenden Gegenüber.

abifiz

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Hallo,

falls es Dich beruhigt, ich kann mit Deinem Schreibstil auch so gar nichts anfangen. Für mich zuviel Form (nicht immer geglückt), und zuwenig Inhalt.

Und ganz bestimmt deplatziert im Psychologie-Brett.

Der Therapeut, der sich mittlerweile als sich verhebender
Berater entpuppt,

Das sagt meines Erachtens noch gar nichts über seine Qualifikation aus. Ich kenne Berater, die haben ein Diplom in Psychologie und viel Klinikerfahrung, so what? Diese Leute müssen immerhin eine Prüfung machen, und die ist nicht ohne. Ohne Studium etc ist die Bestehensquote gerade einmal 20%. Also für mich eher ein Indiz für Qualifikation als dagegen. Du hast übrigens vergessen, uns Deine kundzutun.

entläßt seinen „Probanden“ in ein Rätseln
und Hausaufgaben-Lösen,welche dem Ernst der Symptomatik
einerseits nicht entspringen,

Die Du kennst? Muss ja ne riesen Anamnese gewesen sein!

anderseits ein verkürztes
pseudo-verhaltenstherapeutisches Mißverständnis komplexester
Zusammenhänge bezeugen.

Naja, dann! Was soll uns dieser Satz eigentlich hintergründig sagen? Dass Du die komplexesten (Superlativ!) Zusammenhänge durchschaust, während wir Normalsterblichen noch über den Sinn des von Dir Geäußerten nachdenken (Was zum Teufel ist ein verhaltenstherapeutisches Mißverständnis, sind Mißverständnisse jetzt schon zur VT zugelassen)?

Obwohl der eingeschlagene Weg
intellektuell goldrichtig ist, fehlt die Erfahrung und die
Kompetenz,

Wie gesagt, das kannst Du beurteilen?

Ich bezweifle das.

Und selbst wenn ich nah dran wäre an dem Problem, würde ich mir zunächst immer nur eine Meinung erlauben.

Nur so als kleine Anregung.

welche unmittelbar und ohne Wenn und Aber zum
warmen unterstützenden kleinstschrittigen gemeinsamen
Begleiten anhalten würden, bei dem der Therapeut für eine
Übergangszeit auch eine „vikarierende“ Position und
Aufgabe inne hat (= ich-stellvertretend, vorsichtig
unterstützend, mitempfindend).

Darüber sind sich selbst Fachleute uneins. Und dabei ist das nicht zwischen den unterschiedlichen Schulen so, sondern auch innerhalb der einzelnen Schulen. Von daher kaum eine Wahrheit.

Jedes distanzierteres Vorgehen gewinnt ohne jede eigentliche
Absicht von der hier vorgegebenen Struktur her eine
verfolgende Dimension hinzu.

Ich hoffe, wenigstens Dir ist klar, was dieser Satz bedeutet. Über was für Dimensionen redest Du denn? Oder geht es nur um die schicke Form? Je mehr Dimensionen desto intellektueller?

Ein Begleitvalenz der „Verfolgung“ (als psychischem
Phänomen im beschriebenen Sinne: Es ist nicht die Rede von
Verfolgung in ihrem eigentlichen Sinn!) ist ihre Anmutung als
Ungeduld beim wahrnehmenden Gegenüber.

Du schaffst auch eine zusätzliche Dimension der Begleitvalenz der Verfolgung bei mir…

Also vier ganz einfache Kritikpunkte meinerseits:

  1. Ich finde, es steht einem User auf der Basis von ein paar Zeilen Test eines Fragestellers hier nicht zu, die Qualität einer Therapie zu verurteilen.

  2. Ich finde es überflüssig, seine Meinung so zu formulieren, dass die Form ihr eine Allgemeingültigkeit verleiht, die sie einfach nicht leisten kann (selbst wenn sie stimmen würde).

  3. Ich finde es schwierig, sich über mehr Form als Inhalt zu produzieren, gerade dann, wenn die Form manchmal durch zunehmende Komplexität keinen Sinn mehr ergibt.

  4. Aus 1.-3. ergibt sich meiner Meinung nach, dass es mehr als fraglich ist, ob ein User von Deinen Antworten hier profitieren kann. Oder irgendjemand sonst.

Vielleicht kannst Du ja etwas damit anfangen.

Beste Grüße
Patrick

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Altkluges Verächtlichmachen
.

Auf Dein altkluges Verächtlichmachen werd’ ich nicht eingehen, ist nicht meine Art; spricht auch hinreichend im Ton und Inhalt für sich selbst und für einen gewissen Stil einiger der Teilnehmer.

Nur aber am Rande zwei knappe Anmerkungen, nicht für Dich, denn du wirst sie genau so abschmettern, wie Du sonst meine Worte abgeschmettert hast, sondern für sonstige Leser.

„Sich verhebender Berater“ heißt übereindeutig „sich hier und in diesem Fall verhebend“, wie aus dem Kontext ersichtlich. Habe nicht die Absicht, Berater durch Pferdezüchter oder Sattler zu ersetzen.

Die Beschreibung der Gefühlsunfähigkeit, explizit und kontextuell,aller kommt übrigens von dem Poster, ausnahmsweise nicht per Divination.

Zwischen „pseudo-verhaltenstherapeutisch“ und „verhaltenstherapeutisch“ gibt es im alleräußersten Norden von Grönland einen winzigen Unterschied.

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KORREKTUR!

Vermisse sehr die Edit-Funktion!

Außerdem leid’ ich darunter, daß das „Artikel-Abschicken“
sich einmal rechts, einmal links als anzuklickende Fläche befindet, was sicher die Augen-Hand-Koordination schult… außer bei ziemlich hoffnungslosen Fällen wie mir…

So hab’ ich zum ennten Male den Beitrag während der Korrektur irrtümlich abgeschickt!

Das Wortteilchen „aller“ nach „kontextuell“ und Komma hat natürlich dort nichts zu suchen, gehörte ursprünglich zu „alleräußerst“, hat sich dann selbständig gemacht und ist in die große weite Welt aufgebrochen…

Sorry!

abifiz

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Neunmalkluge Oberlehrerei.

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Auf Dein altkluges Verächtlichmachen werd’ ich nicht eingehen,
ist nicht meine Art; spricht auch hinreichend im Ton und
Inhalt für sich selbst und für einen gewissen Stil einiger der
Teilnehmer.

Sehr geehrter Herr Abifiz,

obzwar ich zugeben muss, Sie in gewisser Weise verkannt zu haben, muss ich meine einst geäußerten Vowürfe bekräftigen.

Niemand bestreitet (einigen wir uns einmal darauf) Ihre offensichtliche Fachkunde, oder Ihre Lebenserfahrung, die in vollen Tönen aus Ihren hiesigen Aufsätzen klingt.

Nur aber am Rande zwei knappe Anmerkungen, nicht für Dich,
denn du wirst sie genau so abschmettern, wie Du sonst meine
Worte abgeschmettert hast, sondern für sonstige Leser.

„Sich verhebender Berater“ heißt übereindeutig „sich hier und
in diesem Fall verhebend“, wie aus dem Kontext ersichtlich.
Habe nicht die Absicht, Berater durch Pferdezüchter oder
Sattler zu ersetzen.

Übereindeutig. Bedarf es einer Steierung von alltäglichen Begriffen, die per Bedeutung ohnehin keine weiteren Auslegungen oder Optionen zulassen?

Flicht ein Schreiber in sein Anliegen zuviel vom Übernötigen, darf dieser sich nicht wundern, dass, im Übrigen ebenfalls Fachleute, dies zum Anlass einer doch immer auch sachlich vorgetragenen Kritik nehmen werden.

Die Beschreibung der Gefühlsunfähigkeit, explizit und
kontextuell,aller kommt übrigens von dem Poster, ausnahmsweise
nicht per Divination.

Nicht jeder hier hat studiert, oder ein paar Jahre auf Vorlesungsbänken, noch von den zuvorabendlichen Alkoholika benebelt, geschlafen.

Zum Beispiel ist Unterzeichender nur ein einfacher Handwerker. Zwar glücklicherweise nicht mit allergrößter Dummheit gesegnet und dem durchaus nicht nur einfache Worte einleuchtend sind. Vielen hier ist dennoch nicht gedient, indem sie, Stück für Stück unter die Weste gejubelt, erfahren müssen, was für grenzenlos arme Kreaturen, die unter Gottes strahlender Sonne einherwandeln dürfen, sie doch eigentlich nur sind.

Zwischen „pseudo-verhaltenstherapeutisch“ und
„verhaltenstherapeutisch“ gibt es im alleräußersten Norden von
Grönland einen winzigen Unterschied.

Genau das ist es. Der Sack von Reis im Chinalande. Anstatt sich auf das Wesentliche zu beschränken, wird ein wahres Feuerwerk geistreicher oder schamloser Pointen gezündet. Um sich zu berauschen? Gelungen, sehr gelungen, Herr Abifiz.

Ergebenst

M

PS. Man muss auch einstecken können, nicht nur mit vollen Händer ausgeben.
Zum Zwecke des Editierens sei Ihnen die „Vorschau“- Funktion empfohlen.
In genau dieser

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Hallo auch!

Auf Dein altkluges Verächtlichmachen werd’ ich nicht eingehen,
ist nicht meine Art; spricht auch hinreichend im Ton und
Inhalt für sich selbst und für einen gewissen Stil einiger der
Teilnehmer.

Naja, meinst Du nicht, hier wiedersprichst Du Dir? Wenn mein altkluges Verächtlichmachen in Ton und Inhalt für sich selber spricht, warum musst Du dann darauf hinweisen, wenn Du doch nicht darauf eingehen möchtest?

Nur aber am Rande zwei knappe Anmerkungen, nicht für Dich,

denn du wirst sie genau so abschmettern, wie Du sonst meine
Worte abgeschmettert hast, sondern für sonstige Leser.

„Sich verhebender Berater“ heißt übereindeutig „sich hier und
in diesem Fall verhebend“, wie aus dem Kontext ersichtlich.
Habe nicht die Absicht, Berater durch Pferdezüchter oder
Sattler zu ersetzen.

Siehst Du, da habe ich Dich missverstanden. Ich dachte, da zwischenzeitlich gesagt wurde, dass der Therapeut ein psychologischer Berater (nach Heilpraktikergesetz) ist, würdest Du ihn daraufhin herabsetzen.

Die Beschreibung der Gefühlsunfähigkeit, explizit und
kontextuell,aller kommt übrigens von dem Poster, ausnahmsweise
nicht per Divination.

Zwischen „pseudo-verhaltenstherapeutisch“ und
„verhaltenstherapeutisch“ gibt es im alleräußersten Norden von
Grönland einen winzigen Unterschied.

Um Dich nicht das altkluge vermissen zu lassen: das waren jetzt aber drei Anmerkungen.

Gruß
Patrick

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