Ungewollt schwanger

Hallo zusammen!
Ich hoffe,ich bin im richtigen Brett…

Also, am Dienstag habe ich erfahren,dass ich in der 8. SSW bin.
Das war ein Schock für mich, weil für mich immer feststand, dass ich nie Kinder haben möchte.Ich bin einfach nicht der Typ dafür, ich habe absolut keinen Bezug zu Kindern, fühle mich unwohl in ihrer Gegenwart-mehr noch: Ich kann Kinder nicht leiden. Ihr Geschrei,selbst ihr Lachen nervt mich, macht mich aggressiv.
Ich kann es nicht erklären, es ist einfach so. Hatte einfach nie Muttergefühle. Für mich war immer klar, würde ich schwanger werden, würde ich das Kind abtreiben-ohne lang zu zögern.

Doch jetzt bin ich in dieser Situation und so einfach, wie ich es mir immer vorgestellt habe, ist es wirklich nicht.
Plötzlich habe ich Zweifel, ob ein Abbruch wirklich die richtige Lösung ist, dabei kann ich meine Zweifel nichtmal erklären.
Nach wie vor kann ich mich als Mutter nicht vorstellen.Ich mit einem Baby im Arm, an meiner Brust?Nachts alle 2 Stunden aufstehen und stillen, Windeln wechseln, es beruhigen, ihn den Schlaf singen?
Ich glaube einfach,und davor habe ich Angst, dass ich das Kind nicht lieben kann.Ich weiss nicht,ob ich das will, ständig und allzeit für dieses Kind da zu sein.

Ich habe zu meiner Mutter gesagt: Was soll ich mit einem Kind?Wie soll ich mit einem Säugling einen Job in der Gastronomie finden, bei den Arbeitszeiten?
Meine Mutter würde das Kind versorgen,während ich arbeiten bin, so dass ich mir um das Finanzielle keine Gedanken machen muss.Ich würde dann auch gerne wieder Vollzeit arbeiten.
Ich will,dass alles so bleibt wie es ohne Kind ist.
Mein Ex,der allerdings nicht der Vater ist,sondern mein aktueller Freund, hat mich gefragt: Warum willst du das Kind bekommen, wenn du so weiter machen willst wie bisher?Wenn du nicht bereit bist, die Dinge zu ändern,die sich zwangsläufig durch ein Kind ändern?Wenn du nicht bereit bist, Verantwortung zu übernehmen?

Ich konnte ihm keine Antwort geben,denn er hat Recht. Ist es Sinn und Zweck,ein Kind auszutragen, das ich, nur damit ich mein Leben wie bisher leben kann, zu meinen Eltern schiebe?

Mein Freund will dieses Kind auch nicht, bzw. generell keine Kinder, wir waren uns immer einig.Mir fehlt ein wenig seine Unterstützung und sein Rückhalt. Er sagt zwar,letztendlich ist es meine Entscheidung und er würde mich nicht verlassen, wenn ich das Kind austragen würde,aber ich möchte natürlich mit ihm gemeinsam entscheiden. Das Kind ist doch nicht alleine auf meinen „Mist“ gewachsen.
Wenn ich das Kind wollte, wäre es mir natürlich „egal“,wenn mein Freund sich dann aus dem Staub macht.Dann ist es halt so,das beeinflusst mich jetzt nicht in meiner Entscheidung.
Aber ich weiss eben nicht, was ich will bzw. warum ich es jetzt doch für möglich halte, das Kind auszutragen.Wie kann ich Zweifel haben, wenn ich doch immer einen klaren Standpunkt dazu hatte?
Ich weiss,keiner kann mir die Entscheidung abnehmen, aber ich brauche eine paar neutrale Meinungen, Gedanken, Ratschläge.

LG,Annie

Ungewollte SChwangerschaft ist immer ein schwieriges Thema, wegen Moral etc.
Meine Meinung ist dazu, wenn du kein Kind haben willst, dein Freund auch nicht und du sogar aggressiv wirst in der Gegenwart von Kindern, dann treib es ab.

Wenn du gegen eine Abtreibung bist, musst du es austragen und es dann später in eine Kinderkrippe oder wie auch immer das Ding heißt legen, wobei es sicherlich schlimmer für das Kind sein würde, ohne leibliche Eltern aufzuwachsen etc.

Aber ein Kind großziehen, das man nicht wollte und nicht in der Lage ist, es groß zu ziehen, bringt keinem etwas.

mfg,

Hanzo

Moin Hanzo,

bei Deinem Beitrag fällt mir nur ein Zitat ein

'Wenn man keine Ahnung hat einfach mal…

Gandalf

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Moin,

Ich hoffe,ich bin im richtigen Brett…

passt schon.

Also, am Dienstag habe ich erfahren,dass ich in der 8. SSW
bin.
Das war ein Schock für mich,

Das kann ich verstehen.

weil für mich immer feststand,
dass ich nie Kinder haben möchte.

Das wiederum ist ein relatives Problem.
Ich kenne einige Menschen (allerdings zumeist Männer), die so dachten und in der konkreten Situation zu wahren Supervätern bzw. Supermüttern mutierten.
Solange es andere Kinder sind, nerven sie schlicht schneller und man hat keine Beziehung zu ihnen.

Doch jetzt bin ich in dieser Situation und so einfach, wie
ich es mir immer vorgestellt habe, ist es wirklich nicht.
Plötzlich habe ich Zweifel, ob ein Abbruch wirklich die
richtige Lösung ist, dabei kann ich meine Zweifel nichtmal
erklären.

Nun, wenn man es nüchtern betrachtet, dürften es Hormone sein, sieht man es blumiger sindes wohl keimende Muttergefühle.

Nach wie vor kann ich mich als Mutter nicht vorstellen.Ich mit
einem Baby im Arm, an meiner Brust?Nachts alle 2 Stunden
aufstehen und stillen, Windeln wechseln, es beruhigen, ihn den
Schlaf singen?

Das nervt zwar, aber irgendwie ist es auch befriedigend; ich habe es zweimal mitgemacht.

Ich glaube einfach,und davor habe ich Angst, dass ich das Kind
nicht lieben kann.Ich weiss nicht,ob ich das will, ständig und
allzeit für dieses Kind da zu sein.

Auch mit dieser Angst stehst Du nicht alleine da.

Ich weiss,keiner kann mir die Entscheidung abnehmen, aber ich
brauche eine paar neutrale Meinungen, Gedanken, Ratschläge.

Bedenke, daß Du Dich auch weiterentwickelst, irgendwann etwas anderes machen möchtest als das, was Du jeztzt machst; auch ohne Kind.

Du hast die Unterstützung Deiner Mutter, das ist Gold wert.
Und ein Kind gibt auch zurück, wenngleich ich hier gerade ein Exemplar sitzen hab, das über Langeweile klagt, weil er wegen einiger Sachen, die er sich gelappt hat nicht zu Freunden darf und auch der Rechner/Gameboy/WII tabu ist.
Manchmal will man sie auf den Mond schießen, aber (bisher) hab ich ihnen immer ein Ruckflugticket ins Gepäck gepackt :wink:

Gandalf

Liebe Annie,

ich kann Dich sehr gut verstehen, auch wenn mich meine damalige Schwangerschaft mit darauf folgender Abtreibung nicht in diesen Zwiespalt gebracht hat.

Ich habe mich in dem Moment so oft gefragt: „Wo bleiben Deine Muttergefühle - da muss doch etwas sein?!“ Lag es daran, dass mein Vater mich eher als Junge erzogen hat und stets meinte „Du bist doch keine Mutter!“?

Aber ich habe nichts gespürt - wirklich nichts! Ich habe abgetrieben und mich dann auch konsequenterweise mit 30 sterilisieren lassen - was ich nie bereut habe.

Du spürst aber etwas! Und das solltest Du auch beherzigen. Eine Freundin von mir wollte auch nie Kinder. Als sie dann ungewollt schwanger wurde und das Kind auch das „Licht der Welt“ erblicken konnte, meinte sie: „Wenn ich vorher gewusst hätte, wie klasse ein Kind ist, hätte ich damit schon viel früher begonnen!“. Sie ist alleinerziehend.

Eine andere Freundin - ebenfalls eine vorherige „Kinder-Hasserin“ - hat ihr gesamtes Leben umgekrempelt, als sie schwanger wurde (mit dem Rauchen aufgehört, keinen Alkohol mehr, Job gekündigt).

Beide sind überaus glücklich und haben auch recht früh wieder ihre Arbeit aufgenommen - und nach meinem Geschmack die besten Mütter, die ich kenne! :smile:

Nein, es kann Dir sicherlich niemand die Entscheidung abnehmen. Du kannst nur in Dich horchen.

Du bist anscheinend ein recht rationaler Typ - Du hast alles durchdacht, Du könntest es auch schaffen (besonders mit der Unterstützung Deiner Mutter).

Voraussetzung ist, dass Du es SPÜRST! Klar ist Angst dabei, das Kind wird Dein Leben auf den Kopf stellen.

Aber wie erwähnt: Mütter mit dieser Haltung gehören (für mich) eher in die Kategorie: Klasse Mutter!

Ganz liebe Grüße

Kathleen

Hallo Gandalf,

bei Deinem Beitrag fällt mir nur ein Zitat ein
'Wenn man keine Ahnung hat einfach mal…

Du meinst, wenn wir Annie jetzt alle gut zureden, wird es später eine glückliche Familie sein? Annie ein glücklicherer Mensch?

Sie wollte ein paar neutrale Meinungen, Gedanken, Ratschläge. Hanzos Beitrag fällt genauso darunter wie deiner (wobei deiner weniger neutral ist).

Gruß
Der Franke

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Hallo,

du überlegst, dein ehemals fester Entschluss keine Kinder zu bekommen gerät ins wanken.

Das Beste was du jetzt machen kannst, ist dir Meinungen holen und genau das tust du hier.

Wenn du wirklich einen Abbruch willst hast du noch knapp vier Wochen Zeit. Nützliche Zeit zum überlegen. Dein Herz bzw dein Bauch sagt wahrscheinlich ja zum Kind, nur der Kopf stellt sich noch etwas quer. Nutze die Zeit. Geh doch zur Beratung, die vor einem Abbruch vorgeschrieben ist, geh zur Schwangerschaftsgymnastik usw. Hole dir einfach überall Informationen und höre immer wieder auf deinen Bauch.

Ich hatte vor meinem ersten Kind fürchterliche Angst, dass ich einfach nicht fähig bin ein Kind zu erziehen. Man wächst mit den Aufgaben. Und es ist unglaublich, wie stolz man nach dem ersten Wort, dem ersten Schritt … ist.

Gandalf hat recht, manchmal möchte man die Kids auf den Mond schießen, aber das sind kurze Phasen, das geht vorbei. Meine beiden sind inzwischen 16 und 18, auch die turbulente Pubertät haben wir fast geschafft und sooooooooo schlimm ist es nicht.

Nimm dir Zeit!

Alles Gute für dich

Gruß

Kati

Moin Franke,

Sie wollte ein paar neutrale Meinungen, Gedanken, Ratschläge.
Hanzos Beitrag fällt genauso darunter wie deiner (wobei deiner
weniger neutral ist).

und wie sähe dann Deiner Meinung nach etwas neutrales aus?!

Gandalf

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Hallo,
warum ich es

jetzt doch für möglich halte, das Kind auszutragen.Wie kann
ich Zweifel haben, wenn ich doch immer einen klaren Standpunkt
dazu hatte?

dein Denken ist jetzt Hormongesteuert.
Gruß,
Claudette

Hallo Annie,
nach dem ich Deine Zeilen gelesen habe, versuche ich mal ein paar Gedanken zu formulieren.
Als erstes möchte ich gratulieren, auch wenn Du das sicher nicht hören möchtest/kannst. Und wenn ich darauf hinweise, dass sich viele Frauen überbordend freuen würden, da sie die abenteuerlichsten Versuche unternehmen, um dieses Ergebnis zu erzielen, dann soll das nicht anklagend sein.
Für Dich scheint es es großes Pech zu sein, da Deine und auch die Lebensplanung Deines Freundes dieses Resultat nie als mögliches „Nebenprodukt“ auf der Rechnung hatte. Aber, auch das soll nicht anklagend und belehrend sein: Zum Kindermachen gehören immer noch zwei, und wenn die beiden sich einig sind, dass sie keine Kinder wollen, dann sollten beide verantwortungsvoll verhüten.

Jetzt ist aber der Ernstfall eingetreten.

Ich bin einfach nicht der Typ dafür, ich habe absolut keinen Bezug :zu Kindern, fühle mich unwohl in ihrer Gegenwart-mehr noch: Ich kann :Kinder nicht leiden. Ihr Geschrei,selbst ihr Lachen nervt mich, :macht mich aggressiv.

Das klingt wirklich hart. Aber Du bist ehrlich - vor allem zu Dir selbst. Das wird Dir - egal wie Deine Entscheidung ausfällt - bei der endgültigen Wahl - Kind ja oder nein - helfen.

Ich kann es nicht erklären, es ist einfach so. Hatte einfach
nie Muttergefühle. Für mich war immer klar, würde ich
schwanger werden, würde ich das Kind abtreiben-ohne lang zu
zögern.

Muttergefühle kann man nicht antrainieren. Du bist schließlich kein Hund, der apportieren lernen soll. Ob Du nach einem Abbruch nicht letztlich doch Schuldgefühle haben würdest, diese Frage kann Dir auch keiner beantworten.

Doch jetzt bin ich in dieser Situation und so einfach, wie
ich es mir immer vorgestellt habe, ist es wirklich nicht.
Plötzlich habe ich Zweifel, ob ein Abbruch wirklich die
richtige Lösung ist, dabei kann ich meine Zweifel nichtmal
erklären.

Du hast noch 4 Wochen Zeit, Dich und Deine Gefühle und Wünsche zu erforschen. 4 Wochen sind kurz/lang. Persönliche Zweifel kann man nach meiner Erfahrung nicht erklären. Das ist mehr so ein Bauchgefühl: Der Kopf sagt so - der Bauch ganz anders, aber es scheinen viele Fragen trotz Rationalität nicht eindeutig geklärt.

Nach wie vor kann ich mich als Mutter nicht vorstellen.Ich mit
einem Baby im Arm, an meiner Brust?Nachts alle 2 Stunden
aufstehen und stillen, Windeln wechseln, es beruhigen, ihn den
Schlaf singen?

Alle zwei Stunden nachts aufstehen ist i. a. nicht die klassische Nachgestaltung. Jedes Kind ist anders. Und Mutter wird man zwar rein formal mit der Entbindung, aber letztlich ist das ein Entwicklungsprozess. Und der dauert - und keiner ist vollkommen.

Ich glaube einfach,und davor habe ich Angst, dass ich das Kind
nicht lieben kann.Ich weiss nicht,ob ich das will, ständig und
allzeit für dieses Kind da zu sein.

Klar macht das Angst: Mit einem Male ist man nicht nur für sich und seine Taten, sondern auch für ein kleines hilfloses Etwas verantwortlich. Das stellt das Leben auf den Kopf, bestimmt über den kompletten Tag/die Woche/das Jahr - und das über viele Jahre/Jahrzehnte hinweg. Aber besser Angst haben und sich Gedanken machen, als rosarote Brille - BABY TOLL - und dann vor einem Scherbenhaufen stehen.

Ich habe zu meiner Mutter gesagt: Was soll ich mit einem
Kind?Wie soll ich mit einem Säugling einen Job in der
Gastronomie finden, bei den Arbeitszeiten?
Meine Mutter würde das Kind versorgen,während ich arbeiten
bin, so dass ich mir um das Finanzielle keine Gedanken machen
muss.Ich würde dann auch gerne wieder Vollzeit arbeiten.

Dass Du die Unterstützung Deiner Mutter hast, finde ich toll. Das erleichtert den Start ins Abenteuer Leben mit Kind. Aber Deine Mutter ist nicht die Mutter Deines werdenden Kindes.

Ich will,dass alles so bleibt wie es ohne Kind ist.

Genau das aber passiert nicht, wenn Du Dich für das Kind entscheidest.

Mein Ex,der allerdings nicht der Vater ist,sondern mein
aktueller Freund, hat mich gefragt: Warum willst du das Kind
bekommen, wenn du so weiter machen willst wie bisher?Wenn du
nicht bereit bist, die Dinge zu ändern,die sich zwangsläufig
durch ein Kind ändern?Wenn du nicht bereit bist, Verantwortung
zu übernehmen?
Ich konnte ihm keine Antwort geben,denn er hat Recht. Ist es
Sinn und Zweck,ein Kind auszutragen, das ich, nur damit ich
mein Leben wie bisher leben kann, zu meinen Eltern schiebe?

Das sind alles wirklich sehr gute Fragen. Beruflich klappt delegieren von Aufgaben, privat kann das auch funktionieren, aber man muß bei beiden Varianten einplanen, das die Aufgaben nach der Delegierung vielleicht doch nicht so gelöst werden, wie man es gerne hätte.

Mein Freund will dieses Kind auch nicht, bzw. generell keine
Kinder, wir waren uns immer einig.Mir fehlt ein wenig seine
Unterstützung und sein Rückhalt. Er sagt zwar,letztendlich ist
es meine Entscheidung und er würde mich nicht verlassen, wenn
ich das Kind austragen würde,aber ich möchte natürlich mit ihm
gemeinsam entscheiden. Das Kind ist doch nicht alleine auf
meinen „Mist“ gewachsen.

Wenn Ihr Euch einig wart, ein Leben ohne Kinder zu führen, dann habt Ihr beide gepatzt. Dass Du Dich mit ihm gemeinsam entscheiden möchtest, ist ja löblich, aber letztlich ist es immer die Entscheidung der Frau, ob das Kind zur Welt kommt oder nicht.

Wenn ich das Kind wollte, wäre es mir natürlich „egal“,wenn
mein Freund sich dann aus dem Staub macht.Dann ist es halt
so,das beeinflusst mich jetzt nicht in meiner Entscheidung.

Geh einfach mal anders heran: Auch wenn man verheiratet ist und Nachwuchs bekommt, heißt das noch lange nicht, dass die Ehe Bestand haben wird. Ein Kind kann reine Freude und Horror zugleich sein. Es kann eine Partnerschaft noch fester und inniger werden lassen, kann aber durch die Belastungen des Alltags auch eine gefestigt erscheinende Ehe zum Scheitern bringen.
Das Gute ist: Du wirst in den nächsten vier Wochen EINE Entscheidung fällen müssen.
Das Schlechte: Wenn das Kind da ist, wirst Du in kürzester Zeit immer neue Entscheidungen treffen müssen. Und jede einzelne ist wichtig und Du hast nicht immer Zeit, gründlich nachzudenken. Viele zukünftige Entscheidungen werden dann spontan getroffen werden müssen, weil es einfach nicht anders geht. DAS KANN ANGST MACHEN. Aber es kann auch ganz neue Stärken in Dir wecken.

Aber ich weiss eben nicht, was ich will bzw. warum ich es
jetzt doch für möglich halte, das Kind auszutragen.Wie kann
ich Zweifel haben, wenn ich doch immer einen klaren Standpunkt
dazu hatte?

Weil das Leben und die eigenen Befindlichkeiten in ständiger Veränderung sind und man leider - oder besser bloß gut - nicht alles für alle Zeit entgültig vorausentscheiden kann und sollte.

Ich weiss,keiner kann mir die Entscheidung abnehmen, aber ich
brauche eine paar neutrale Meinungen, Gedanken, Ratschläge.

Ich drücke Dir ganz fest die Daumen. Vielleicht solltest Du nochmals die Hilfe von Pro Familia in Anspruch nehmen. Das geht auch per Online-Beratung, aber vermutlich wäre in Deinem Falle ein persönlicher Termin nutzbringender.
Alles Gute für Dich und ein schönes WE wünscht Lari

Hallo Gandalf,

und wie sähe dann Deiner Meinung nach etwas neutrales aus?!

Hanzos Antwort etwa. Er fasst die geschilderten Gegebenheiten sachlich zusammen, und rät zur Abtreibung. Für den Fall, dass eine Abtreibung für sie (aus welchen Gründen auch immer) nicht in Frage kommt, gibt er ebenfalls praktische Ratschläge.

Aus seiner Antwort ist nicht erkennbar, ob er (glücklicher oder unglücklicher) Vater ist, für oder gegen Abtreibung, …

Gruß
Der Franke

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hi Annie,

ich habe die selben Gedankengänge wie du wenn es um Kinder geht, auch ich will keine und für mich steht auch devinitiv fest: solle ich schwanger werden werde ich es abtreiben.
Was bringt es dir letzt endlich nen Kind großzu ziehen was du nicht willst und es später vielleicht hasst weile dein Leben daurch nicht mehr so läuft wie du es wolltest.
Von meiner Denkweise her sollte man sich zu zeit eh kein Kind anschaffen du musst ja auch daran denken was später mal sein wird: bekommt es ne ausbildung wenn nein muss dus bis zum 25 lebensjahr mit durchschleppen (ich selber habe bis zu meinen 22 Lebensjahr bei meinen Etern gewohnt undfnd das nicht gerade toll).

Lass es dir echt gut durch den Kopf gehen, nen Kind ist ne Anschaffung fürs ganze Leben

Lg dirksengel

nen Kind ist ne
Anschaffung fürs ganze Leben

Wenn ich so was lese wird mir schlecht
Passend zur Schrankwand oder wie? Oder darfs noch ein Stückchen mehr sein?

das K

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Liebe dirksengel,

entschuldige, dass ich mich hier einmische!

Bei Annie gibt es einen großen Unterschied zu Dir: Sie ist schwanger und gerät ins Wanken.

Du bist - unterstelle ich mal - noch nie schwanger gewesen. Da lässt sich leicht reden.

Wenn es für Dich so klar ist, kann ich Dir nur raten, Dich sterilisieren zu lassen. Da wirst Du vor Deinem 30. Lebensjahr aber kaum einen Arzt finden - gerade weil so eine Situation wie bei Annie eintreten kann: Auf einmal bekommt frau Muttergefühle!

Und genau dies habe ich in meinem Bekanntenkreis miterlebt.

Ich gehe nicht damit hausieren, dass ich keine Kinder haben will (gewollt nicht mehr bekommen kann) - ich finde Kinder mittlerweile klasse, kümmere mich um die Kids meiner Freundin und interessiere mich für Sozialisationsmomente, ginge aber nie daher, dass meine Einstellung das A und O ist.

Sei ergo etwas behutsamer - Dir fehlen schlicht die Erfahrungen!

Viele Grüße

Kathleen

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Hallo Annie,

ich kann mir vorstellen, in was für einer innerlich zerissenen Situation du gerade steckst.

Zu meinen Vorrednern möchte ich noch die Möglichkeit der Adoptionsfreigabe (heute eher als Pflegschaft) hinzufügen.
Meine Schwester und ihr Mann haben jahrelang vergeblich versucht, eigene Kinder zu bekommen. Schließlich, nach drei Jahren, bekamen sie vom Jugendamt unseren kleinen Sonnenschein, damals sechs Wochen alt.

Pflegeeltern sind tausendmal vom Jugendamt durchgecheckt und noch jetzt, nach drei Jahren, hat die Familie vierteljährlich Kontakt. Soll heißen. das Kind kommt i.d.R. in eine tolle Familie,
in unserem Fall mit Omas und Opas, Tanten, Onkeln, Cousinen und Cousins, die das Mäuschen über Alles lieben.

Durch die Vielzahl von Patchwork-Familien ist es heutzutage für ein Kind nicht mehr stigmatisierend, wenn Mutter und/oder Vater nicht die leiblichen sind. Adoptiv-(Pflege-)Kinder können anderen Familien das größte Glück bescheren.

Wie bereits gesagt: Gehe nochmal zu ProFamilia o.ä. Die haben vielfache Erfahrungen mit dieser Konfliktsituation.

Ich wünsche dir von Herzen, dass du die für dich richtige Entscheidung triffst.

LG
Chrissie

Liebe K.

Wenn ich so was lese wird mir schlecht
Passend zur Schrankwand oder wie? Oder darfs noch ein
Stückchen mehr sein?

nimm es ihr nicht so übel - der jungen Frau fehlen (anscheinend) entsprechende Erfahrungen! Ich fand es damals auch „cool“, dass ich keine Kinder wollte, musste mich aber überprüfen, als ich schwanger wurde.

Liebe Grüße

Kathleen

Liebe Annie!

Ich weiss,keiner kann mir die Entscheidung abnehmen, aber ich
brauche eine paar neutrale Meinungen, Gedanken, Ratschläge.

Zuerst möchte ich sagen, dass die Entscheidung im Moment nicht ist ‚Kind oder Abtreibung?‘, sondern ‚Abtreibung - kann und will ich das tun oder nicht?‘.
Wenn du dir sicher bist, dass du das tun kannst ohne später solches 'Was wäre gewesen wenn …" und anderes nicht loszuwerden, dann ist die Entscheidung doch klar. Nachdem du hier aber bereits von „Abschieben“ sprichst, nur weil du das Babysitting deiner Mutter überlassen würdest, glaube ich nicht, dass du dir hier sicher bist.

Zweitens, wenn du dich gegen die Abtreibung entscheidest, dann bedeutet das noch lange nicht, dass du deinen Lebensstil damit ein für allemal aufgeben musst. Es gibt ja eine Fülle von völlig unterschiedlichen Möglichkeiten, die dann immer noch jederzeit gehen würden: bei deiner Mutter aufwachsen lassen - inoffiziell oder offiziell, von sonstigen Tagesmüttern und Babysittern unterstützen lassen, (zeitweise) in ein Pflegschaftsverhältnis geben, auf offene oder halboffene Weise zur Adoption freigeben, anonym zur Adoption freigeben.
Also mach dich nicht verrückt, und seh dein Leben nicht gleich dahinschwinden. Wait and see, vielleicht wird ja auch tatsächlich alles ganz anders als du es dir im Moment ausmalst.

Was ist eigentlich mit dem biologischen Vater des Kindes? Hat der auch was zu sagen?

_ ℂ Λ ℕ Ð I Ð € _

Blöde Kommentaren zu Beiträgen, 2 seiten weiter >.>

Meinungen sehen unterschiedlich aus und man sollte sie respektieren. Wenn du eine andere Meinung hast, kannst du sie gerne posten, aber blöde Sprüche müssen nicht sein.

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Hallo Annie,

Nach wie vor kann ich mich als Mutter nicht vorstellen.Ich mit
einem Baby im Arm, an meiner Brust?

Das ist das geringste aller Probleme: Du kannst auch die Flasche geben!

Nachts alle 2 Stunden
aufstehen und stillen, Windeln wechseln, es beruhigen, ihn den
Schlaf singen?

Naja dass wird dir keiner abnehmen können - zumindest nachts nicht.
Ich versteh nur nicht : Du willst das Kind nachts in den Schlaf singen und sagst du hasst Kinder??? Passt für mich nicht zusammen.

Ich glaube einfach,und davor habe ich Angst, dass ich das Kind
nicht lieben kann.Ich weiss nicht,ob ich das will, ständig und
allzeit für dieses Kind da zu sein.

Dafür dass du das Kind nicht willst, machst du dir aber super viele Gedanken… das macht dich sympatisch!

Meine Mutter würde das Kind versorgen,während ich arbeiten
bin, so dass ich mir um das Finanzielle keine Gedanken machen
muss.Ich würde dann auch gerne wieder Vollzeit arbeiten.
Ich will,dass alles so bleibt wie es ohne Kind ist.

Ist doch klasse,wenn deine Mama das machen möchte!

Ist es Sinn und Zweck,ein Kind auszutragen, das ich, nur damit ich
mein Leben wie bisher leben kann, zu meinen Eltern schiebe?

Nein, aber ich glaube du hast mehr Angst vor dem was sich alles ändern könnte als vor dem Baby an sich.
Wenn sich deine Mutter angeboten hat auf dein Kind aufzupassen während zu arbeitest, dann ist dass doch ok. . Du w i l l s t
arbeiten und du k a n n s t es, also t u es ohne schlechtes Gewissen. So wie du das hier alles schreibst wirst du dein Kind keinesfalls „abschieben“.

Er sagt zwar,letztendlich ist
es meine Entscheidung und er würde mich nicht verlassen, wenn
ich das Kind austragen würde,aber ich möchte natürlich mit ihm
gemeinsam entscheiden.

Wenn D u dein Kind willst, und er sagt er will es nicht, aber dir die Entscheidung überlässt, dann i s t das doch trotzdem eine gemeinsame Entscheidung.

Aber ich weiss eben nicht, was ich will bzw. warum ich es
jetzt doch für möglich halte, das Kind auszutragen.Wie kann
ich Zweifel haben, wenn ich doch immer einen klaren Standpunkt
dazu hatte?

Wenn du geringste Zweifel hast dein Kind abzutreiben, dann lass es! Das ist meine Meinung dazu.

LG

mindmap
hallo annie,

vielleicht liegt es dir, ein mindmap zu machen?

http://de.wikipedia.org/wiki/Assoziogramm

dann hast du es optisch ein wenig klarer.
wenn du „nur“ denkst, wird dir dein hirn regelmäßig dieselben fragen vorlegen, bis dir vor lauter wiederholungen der kopf schwirrt.

kinderhaben ist nicht zu erklären und muttergefühle sind nicht vorherzusehen.

es ist leichter (nicht leicht) ein wunschkind auszutragen. da nimmt man ja alles bewußt in kauf und kann nachher niemanden anklagen, wenn es mal zuviel wird.

fakt: das eigene kind ist in vielerlei hinsicht ein hammer, ein gefühlswust, ein verantwortungsgau und ein nervenzerfetzling.
es ist aber auch ein wundersamer teil von einem selbst. wenn es geboren ist.

ich habe 3 kinder lebend geboren, eins verloren, 2 geerbt und 1 abgetrieben.

mein leben ist dennoch immer mein leben geblieben. ich bin derselbe mensch. auch wenn ich meine zeit nicht mehr vollkommen alleine aufteilen kann. auch wenn ich viele dinge tun muß, zu denen ich keine lust habe. der kinder wegen. ohne kinder vielleicht des jobs/mannes wegen.
möglicherweise kommt es darauf nicht an.

meine denkansätze:

  • du wirst bleiben, wer du bist, mit oder ohne kind/abtreibung
  • eine wunde wird bleiben, egal, wie du dich entscheidest, weil es eine nachher-entscheidung sein wird. die kann allerdings in beiden fällen problemlos ausheilen.
  • kinder sind in der tat „eine anschaffung für’s leben“. das muß aber kein immerwährender alptraum sein
  • wenn du abtreibst, kannst du immer noch kinder kriegen, wenn es dich nun „gepackt“ hat. das erste wird dir dann vielleicht fehlen. vielleicht nicht.
  • abtreibung ist keine sünde, kein verbrechen und muß auch kein trauma auslösen.
  • es gibt eine menge hilfe, vor, während und nach der schwangerschaft und abtreibung. greif zu!

eine freundin von mir war mal in derselben situation. sie hat das kind. nur eins. weil sie die babyphase nicht noch einmal durchmachen wollte. nun hat sie einen sohn. 10 jahre alt. der ist nicht ihr ein-und-alles, irgendwie aber schon, irgendwie nicht. man gewöhnt sich an’s familiesein. sie wurschtelt sich durch. wie wir alle, mit und ohne kinder.

der mensch gewöhnt sich ja an allem (selbst am dativ).

dies als kleines persönliches starter-kit mindmap!

tilli