Ungewollt schwanger

Hallo!

Das ist wirklich schwierig! Ich kann Dir nur sagen, daß fremde Kinder ganz was anderes sind als ein eigenes. Ich konnte auch nie was mit Kindern anfangen. Ich fand sie einfach nervig und störend und konnte mir auch nie vorstellen, Kinder zu haben. Mein Mann dagegen ist total kinderlieb! Vor zweieinhalb Jahren haben wir dann mal über Kinderplanung gesprochen und ich war hin- und hergerissen. Einerseits war es wohl meine laut tickende biologische Uhr, die mir sagte, ich möchte ein Kind. Andererseits konnte ich mir das einfach nicht vorstellen, ich mit Kind? Die ich doch überhaupt keine Kinder mag? Was, wenn ich da total versage? Selbst in der Schwangerschaft hatte ich noch oft Zweifel, ob ich die richtige für den Job bin. Als mein Sohn dann auf der Welt war, hat es mich total umgehauen. Ich war schwer in ihn verliebt und konnte mir ein Leben ohne Baby absolut nicht mehr vorstellen. Mittlerweile habe ich zwei Jungs und finde es toll. Es ist einfach Wahnsinn, was es mit einem macht. Im Nachhinein kommt mir mein altes Leben ohne Kinder irgendwie sinnlos vor. Mein Mann und ich unterhalten uns manchmal darüber, was andere Paare ohne Kinder eigentlich so machen, wir können es uns nicht mehr vorstellen. Wofür leben die eigentlich?
Und weißt Du was? Fremde Kinder sind mir noch immer ziemlich egal. Zu denen habe ich noch immer kaum einen Bezug. Aber meine Jungs, die sind der Hammer! :smile:

Wenn Du Dir schon die Frage stellst, was wäre wenn… scheinst Du Dir ja ein Leben mit Kind zumindest vorstellen zu können. Ich würde Dir raten, unbedingt einen Beratungstermin bei ProFamilia wahrzunehmen. Die haben ja Erfahrungen mit unschlüssigen Schwangeren und können Dir vielleicht zu einem Entschluß verhelfen, wie auch immer Du Dich entscheidest.

Alles Gute!

Kirsten

Welche Freude und Glück ein Kind Dir zurückgeben kann, kann man vielleicht erst beurteilen, wenn man es selbst erlebt und miterlebt hat. Deshalb finde ich so ein Pauschalurteil von jemandem wie Dich, die noch nie vor der Situation „schwanger - und nu?“ stand recht bedenklich. Zumal es ja genügend Möglichkeiten gibt, das Kind zur Adoption abzugeben.
Bislang habe ich es zwar „nur“ zum mehrfachen Onkel geschafft, aber ein Leben ohne Kind - no way! Tja, so verschieden können Ansichten sein
Liebe Grüße
Pefi

Hallo Annie,

ich kann fürchterlich falsch liegen, dass hier ist eben nur ein ganz persönlicher Eindruck: Ich glaube nicht, dass du soooo gegen Kinder bist, wie du es einerseits sagst.

Du schreibst, du hasst Kinder, gleichzeitig schwingt aber eine Zärtlichkeit und Fürsorge aus deinen Zeilen heraus, die dem völlig widerspricht.

Kann es sein, dass dieser massive Nicht-Kinderwunsch Umfeldbedingt ist? Irgendwie ist kinderlos bleiben wollen in bestimmten Kreisen auch Mode geworden, habe ich das Gefühl. Seit diese Übermuttis in größerer Zahl durch die Weltgeschichte stöckern und spätestens nachdem dann auch die Megaübermutter Ursula auf der Bildfläche erschienen ist, bekommt Muttersein einen negativen Beigeschmack, schlimmer als Mutter Beimer (die nie einen derartigen Einfluss hatte :smiley:). Um sich von diesem Geglucke abzugrenzen, muss man kinderlos bleiben.

Das kann ich sogar irgendwie verstehen. Nur blöderweise greift das nicht mehr in dem Augenblick wo man selbst schwanger ist. Weil dann nämlich ganz anderes eine Rolle spielt. Und dass da ganz andere Sachen eine Rolle spielen, spürst du gerade am eigenen Leib. Nutze das, nimm das ernst und lass dir nicht reinreden!

Ich will jetzt keine flammende Rede PRO KIND schwingen. Was ich aber sagen kann: Ein Kind hindert einen nicht daran ein individuelles Leben zu führen! Man kann verantwortungsvolle Mutter sein ohne sich selbst dabei aufzugeben. Man kann auch eine gute Mutter sein ohne in den Kreis dieser Übermuttis gezogen zu werden! Man kann auch leidenschaftliche Mutter und trotzdem noch leidenschaftliche Geliebte / Freundin. Ich bin mit 20 Mutter geworden, viel früher als geplant, wollte erst abtreiben, habs dann nicht gemacht, und kann sagen: ich bin durch das Kind nirgendwo nennenswert eingeschränkt, aber immens bereichert worden.

Aus dieser Erfahrung heraus kann ich dir nur sagen: Du hast noch etwas Zeit. Nutze sie mit neutralen Personen zu sprechen. Du hast Anspruch auf Beratung, geh hin. Denn völlig egal, wie du dich entscheidest, du tust gut daran, rückwirkend wenigstens sagen zu können: Ich habe es mir reiflich überlegt und in der Situation war es das beste.

Mit Wünschen für die richtige Entscheidung

Petra

Hallo

was ich dann wieder mal nicht verstehe:
Hier sind mind. 2 Frauen, die nie Kinder haben woll(t)en, absolut nicht, warum lässt man sich dann nicht sterilisieren? Oder den Mann, wenn der auch absolut keine haben möchte?!
Ok, es ist mit Kosten verbunden, aber eine Abtreibung kostet auch, nicht nur Geld, sondern auch „Nerven“.

lg

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Hallo Manou,

was ich dann wieder mal nicht verstehe:
Hier sind mind. 2 Frauen, die nie Kinder haben woll(t)en,
absolut nicht, warum lässt man sich dann nicht sterilisieren?

weil das leider gar nicht so einfach ist: Ich habe bereits mit Anfang 20 nach einem Arzt gesucht, bin aber nur auf Ablehnung gestoßen (muss aber dazu sagen, dass ich zu der Zeit in einer sehr katholischen Gegend studiert habe). Es gäbe wohl eine „Absprache“, eine kinderlose Frau unter 30 Jahren nicht zu sterilisieren.

Als ich dann 30 war, hat sich mein damaliger Frauenarzt auch geweigert (und das in Berlin). Er hat mir dann aber einen Arzt „empfohlen“. Dieser hat auch gar nicht weiter gefragt - da wurden Sterilisationen und Abtreibungen am „Fließband“ erledigt (so kam es mir jedenfalls vor).

Oder den Mann, wenn der auch absolut keine haben möchte?!

Unter Männern ist es leider immer noch verbreitet, dass eine Vasektomie mit „Entmannung“ gleichgesetzt wird.

Ich persönlich habe es von meinem Mann auch nicht verlangt, weil ich schließlich diejenige bin, die keine Kinder will. Vielleicht lernt er in seinem Leben noch einmal eine Frau kennen, mit der er Kinder zeugen möchte.

Ok, es ist mit Kosten verbunden, aber eine Abtreibung kostet
auch, nicht nur Geld, sondern auch „Nerven“.

Damals hat die Krankenkasse noch gezahlt - heute muss man wohl zwischen 500 und 1.000 Euro auf den Tisch legen. Bedenkt man allerdings, wie viel Geld manch Frau über Jahre für die Pille ausgibt, relativiert es sich recht schnell. Und wie Du sagst: Eine Abtreibung kostet auch.

Ich stimme Dir voll und ganz zu: Wer sich so sicher ist, sollte auch konsequent sein. Aber leider kann man in diesem Lande nicht zu jeder Zeit, in jedem Alter, an jedem Ort über seinen eigenen Körper entscheiden!

Auf der anderen Seite habe ich - wie erwähnt - in meinem Bekanntenkreis die Erfahrung gemacht, dass sich einige Frauen dann doch irgendwann anders entscheiden. Von daher ist dieses „ungeschriebene Gesetz“, Frauen unter 30 Jahren nicht ohne Hinterfragung / gar nicht zu sterilisieren, eventuell auch berechtigt. Allerdings müsste dann wohl die Altersgrenze nach oben gesetzt werden, da meine Freundinnen sich dann erst Mitte 35 für ein Kind entschieden haben.

Viele Sonntagsgrüße

Kathleen

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Hallo Annie,

die Antwort von Chrissie kann ich nur unterstützen.
Wir haben vor drei Jahren ein Baby adoptiert und sind den leiblichen Eltern unendlich dankbar, dass sie sich gegen die Abtreibung entschieden haben und uns damit ein so riesiges Geschenk gemacht haben. Ich bewundere besonders die Mutter sehr, dass sie das Kind ausgetragen hat.
Aus dem Baby ist inzwischen ein fröhliches und schlaues Kind geworden, das alle mit seinem Charme um den Finger wickelt. Mein Mann und ich (und seine Großeltern und Tanten und Onkel…) freuen uns täglich, dass das Kind sein Leben leben darf!

Die Eltern wollen keinen Kontakt, aber ich hoffe, dass ich ihnen das irgendwann auch einmal sagen kann - vielleicht wenn das Kind erwachsen ist.
Ich weiß nicht, ob dieser Weg für dich in Frage kommt (was ist sagt eigentlich der Vater?), er ist schließlich nicht gerade einfach. Aber zumindest ein paar Gedanken über Adoption würde ich mir machen.

Ich wünsche dir alles Gute und viel Kraft für die nächste Zeit, egal wie du dich entscheidest.

LG
Ulrike

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Hallo!

Ich stimme Dir voll und ganz zu: Wer sich so sicher ist,
sollte auch konsequent sein. Aber leider kann man in diesem
Lande nicht zu jeder Zeit, in jedem Alter, an jedem Ort über
seinen eigenen Körper entscheiden!

Richtig.
Meine Frau wollte sich mit 22 damals nach dem 2. Wunschkind im Rahmen des WKS gleich mit sterilisieren lassen. Nicht vor 25 hieß es, lieber dann nochmal aufschneiden …

Oder den Mann, wenn der auch absolut keine haben möchte?!

Unter Männern ist es leider immer noch verbreitet, dass eine
Vasektomie mit „Entmannung“ gleichgesetzt wird.

Ich kann nur von mir sprechen. Ich möchte definitiv keine Kinder mehr, setze die Vasektomie auch sicher nicht mit Entmannung gleich, finde aber die Vasektomie nach meinem Informationsstand bei weitem nicht so eine Lappalie wie immer getan wird.
Ich scheue schlichtweg vor dem medizinischen Eingriff zurück, nichts weiter, und kann daher erst Recht jede Frau verstehen, die vor der Sterilisation zurückscheut.

_ ℂ Λ ℕ Ð I Ð € _

Hallo Annie,

Du ast ja schon ein breites Spektrum an Meinungen bekommen. Es ist natürlich schwierig, Dir zu raten.

Versuch doch mal, Dir vorzustellen, dass Du abtreibst und danach feststellst, dass die Entscheidung falsch war.

Veruch dann, Dir vorzustellen Du bekommst das Kind und merkst, dass die Entscheidung falsch war.

Beides schlimme Szenarien, keine Frage, aber mit welchem könntest Du eher leben?

Viele Grüße
Ramona

Ich finde einige Post von den Männern ganz schön daneben. Ich bin der Meinung, dass sie nicht im entferntesten wissen, wie es ist, zu wissen, ein Baby im Bauch zu haben. Also diese Ratschläge würde ich mir nicht so sehr zu Herzen nehmen! Sorry Jungs!

Also Annie, mich würde interessieren wie alt Du bist!
Ich habe bis vor paar Jahren genau das gleiche gesagt wie Du - „Kinder gehen gar nicht“!

Wie ich dann vor 1,5 Jahren schwanger wurde, sagten alle: „Oh Gott, Du und schwanger, Du wolltest doch nie Kinder“, oder „ich kann mir Dich als Mutter gar nicht vorstellen“ usw…

Eine Frau hat 9 Monate Zeit sich drauf einzustellen. Die Gefühle kommen von ganz allein. Spätestens wenn Du die ersten sanften Bewegungen des Zwerges spürst. Das tollste Gefühl der Welt!

Das ofte Aufstehen Nachts, füttern, windeln, beruhigen ist nur eine kurze Zeit so! Die geht rum!

Ich lebe mein Leben wie vorher, mit Baby. Ich gehe von 09:00 bis 18:00 Uhr arbeiten, mein Baby ist in der Kinderkrippe gut versorgt. Wenn man eine Oma hat, die hilft - perfekt!
Am Wochenende ist dann nur unser Zwerg Mittelpunkt, wir unternehmen viel mit ihm. Meine Hobbys mache ich wie vorher! Alles ist möglich!

Ich will und kann Dir keinen Ratschlag geben, weil es ganz allein Deine Entscheidung ist, aber ich kann Dir sagen, dass das Leben deswegen nicht schlechter oder eineschränkt ist - eher lebenswerter!

Also Annie, ich wünsche Dir, dass Du die richtige Entscheidung triffst!

Hallo _ ℂ Λ ℕ Ð I Ð € _,

Richtig.
Meine Frau wollte sich mit 22 damals nach dem 2. Wunschkind im
Rahmen des WKS gleich mit sterilisieren lassen. Nicht vor 25
hieß es, lieber dann nochmal aufschneiden …

es wird nicht gleich der ganze Bauch aufgeschnitten - es sind zwei kleine Schnitte um den Bauchnabel rum. Aber traurig, dass eine Frau mit zwei Kindern nicht entscheiden darf, dass sie konsequent keine mehr möchte und zum Wohle ihrer Gesundheit nicht auf eine weitere Narkotisierung verzichten darf.

Ich kann nur von mir sprechen. Ich möchte definitiv keine
Kinder mehr, setze die Vasektomie auch sicher nicht mit
Entmannung gleich, finde aber die Vasektomie nach meinem
Informationsstand bei weitem nicht so eine Lappalie wie immer
getan wird.
Ich scheue schlichtweg vor dem medizinischen Eingriff zurück,
nichts weiter, und kann daher erst Recht jede Frau verstehen,
die vor der Sterilisation zurückscheut.

Der Eingriff bei der Frau ist um einiges aufwändiger / riskanter (und auch daher teurer). Klar, es gibt immer Risiken (bei Frau z.B. Darmverletzungen), aber im Vergleich ist die Vasektomie wirklich eine „Lappalie“.

Ich weiß ja nicht, was Dir zu Ohren gekommen ist?! Die sterilisierten Männer in meinem Bekanntenkreis hatten / haben durchweg keine Probleme.

Sonntagsgrüße

Kathleen

Liebe Annie,

es gibt Frauen, die noch Jahre später nach dem Abbruch an ihrer Entscheidung zweifeln und grübeln, was aus ihnen und dem Kind geworden wäre und sogar in Therapie gehen deswegen. Wenn du dich zum Abbruch entschließt, dann nur mit einem ganz festen Nein zu diesem Kind im Herzen. Es ist wirklich wichtig, dass du in diesem speziellen Fall eher mit dem Herz als mit dem Kopf entscheidest, sonst wirst du vielleicht leiden müssen.

Alles Gute wünscht Dir Suse

Hallo Franke,

grundsätzlich gebe ich dir Recht, dass die Medaille zwei Seiten hat. Aber Hanzos Antwort ist ja nun sicher eines nicht, nämlich neutral:

und wie sähe dann Deiner Meinung nach etwas neutrales aus?!
Hanzos Antwort etwa.

Begründung?

Er fasst die geschilderten Gegebenheiten
sachlich zusammen,

Sachlich zusammenfassen? Er pickt das raus, was für Abtreibung spricht. Er hat die Dinge, die ihre Zweifel begründen weggelassen ebenso wie bspw. die Unterstützung der Mutter, die auch pro Kind spricht. Außerdem zeigt er hiermit:…

Wenn du gegen eine Abtreibung bist, musst du es austragen und es dann später in :eine Kinderkrippe oder wie auch immer das Ding heißt legen, wobei es sicherlich :schlimmer für das Kind sein würde, ohne leibliche Eltern aufzuwachsen etc.

…ja nun alles, aber keinen Sachverstand! Zu behaupten, dass ein Kind, weil es in eine Kinderkrippe geschickt wird, ohne leibliche Eltern aufwächst, disqualifiziert sich in meinen Augen für jeden weiteren Kommentar!

Aus seiner Antwort ist nicht erkennbar, ob er (glücklicher
oder unglücklicher) Vater ist, für oder gegen Abtreibung, …

Das ist sogar sehr eindeutig erkennbar: Er ist pro Abtreibung und sicher kein Vater.

Die ganze Art der Formulierung rund um die Kinderkrippe spricht für jemanden, der selbst noch in der Pubertät steckt. Ich würde was drauf wetten, dass Hanzo noch ne 1 vorne stehen hat…

LG Petra

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Hallo,

ich hab mir die anderen Beiträge mal durchgelesen - da ist ja die ganze Bandbreite dabei.

Besonders gut fand ich den, in dem Dir geraten wurde, Dir zu überlegen, wie es wohl sei, wenn sich die jeweilige Entscheidung als falsch herausstellt und zu schauen, welcher „Fehler“ sich für Dich schlimmer anfühlt.

Meine persönliche Meinung ist, daß jedes Kind auf dieser Welt gewollt sein sollte, und man nicht halbherzig eines auf die Welt setzen sollte.

Außerdem sei noch gesagt, daß die, die schreiben, ein Kind würde keine Einschränkungen bedeuten, schlicht lügen. Das Leben geht nicht weiter wie bisher, überhaupt nicht, in jeder Hinsicht wird es anders. Du wirst nicht weiter arbeiten gehen können wie bisher, das ist zwar vielleicht logistisch möglich, aber dann hast Du da ein Kind, für das Du selten da bist und welches mehr neben Dir her lebt als mit Dir zusammen. Urlaub, Feiern, die gesamte Freizeitgestaltung - zusätzlich zur Arbeit wird auch das alles anders. Es wird nicht unmöglich, aber weniger, komplizierter und - eben anders. Irgendwo müssen Zeit und Kraft, die ein Kind zweifellos fordert und braucht, ja herkommen.

Ich persönlich finde es mit Kind besser als vorher, empfinde meine Tochter also absolut als Bereicherung und Geschenk - aber ich wollte sie auch von ganzem Herzen.

Trotzdem gibt es Momente, in denen ich Leute um ihr deutlich unbeschwerteres Leben ein wenig beneide :wink: Aber auch das ist normal, behaupte ich mal (man kann halt nicht immer alles haben), und es lässt sich wunderbar damit leben, wenn die Entscheidung bewusst gefallen ist.

Gleiches gilt für die andere Variante eines Schwangerschaftsabbruchs. Auch der ist nicht leicht getan, stellt für viele Frauen auch noch Jahre später, mitunter gar ihr ganzes Leben lang, ein Trauma dar und das ewige Gefühl einer verpassten Chance, einer Lücke, die hinterbleibt. Andererseits kenne ich auch Frauen, die das ganz gut verpackt haben und auch im Nachhinein sagen, daß es damals die richtige Entscheidung war. Einige sind dann Jahre später bewusst und gewollt glückliche Mütter geworden.

Beides kann gut gehen, beides kann schiefgehen. Ich empfehle Dir unbedingt, auch den Vater mit in Deine Überlegungen einzubeziehen, denn es ist zwar letztlich Deine Entscheidung, in die Dir rechtlich niemand hineinreden kann und deren Verantwortung Du auch letztlich allein trägst, aber das evtl. Kind ist immerhin von beiden gezeugt und würde beider Leben massiv verändern.

Viele Grüße,

Malte

HAllo,

Pflegeeltern sind tausendmal vom Jugendamt durchgecheckt und
noch jetzt, nach drei Jahren, hat die Familie vierteljährlich
Kontakt. Soll heißen. das Kind kommt i.d.R. in eine tolle
Familie,
in unserem Fall mit Omas und Opas, Tanten, Onkeln, Cousinen
und Cousins, die das Mäuschen über Alles lieben.

Vielleicht. Vielleicht auch nicht. 1000mal durchgecheckt bezweifle ich, kenne genug Fälle, wo das nciht der Fall ist. Außerdem hat mir noch niemand verraten, wie man bei einem Paar vorher weiß, wie sie sich als Eltern entwickeln.
Außerdem ist Adoption immer der letzte Ausweg. Für die Adoptivkinder ist es kein Glück in einer Adoptivfamilie aufzuwachsen. Es ist, wenn sie Glück haben, das geringere von allen Übeln.

Durch die Vielzahl von Patchwork-Familien ist es heutzutage
für ein Kind nicht mehr stigmatisierend, wenn Mutter und/oder
Vater nicht die leiblichen sind. Adoptiv-(Pflege-)Kinder
können anderen Familien das größte Glück bescheren.

Kinder sind nicht dazu da, irgendwelchen Familien das „größte Glück“ zu bescheren.

Gruß
Elke

PS: Unsere Kinder sind adoptiert.

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Hallo,

die Antwort von Chrissie kann ich nur unterstützen.
Wir haben vor drei Jahren ein Baby adoptiert und sind den
leiblichen Eltern unendlich dankbar, dass sie sich gegen die
Abtreibung entschieden haben und uns damit ein so riesiges
Geschenk gemacht haben. Ich bewundere besonders die Mutter
sehr, dass sie das Kind ausgetragen hat.

Ja.

Aus dem Baby ist inzwischen ein fröhliches und schlaues Kind
geworden, das alle mit seinem Charme um den Finger wickelt.

Ja. Nur weiß kein Mensch, ob das Kind mit 10, 15 oder 20 noch genauso denkt.

Mein Mann und ich (und seine Großeltern und Tanten und
Onkel…) freuen uns täglich, dass das Kind sein Leben leben
darf!

Das ist schön für euch.
Aber es gibt auch die Seite, dass abgebende Mütter ihr Leben lang mit der Tatsache der Adoption hadern und nicht damit fertigwerden. Es gibt Studien, die vermuten lassen, dass abgebende Mütter mehr Probleme damit haben, wie Frauen, die abgetrieben haben.

Aber zumindest ein paar Gedanken über Adoption würde
ich mir machen.

Das kann ich unterschreiben. Ich mag es nur nicht, wenn immer nur die positive Seite von Adoption beschrieben wird. Und die „heile Welt Adoptionsfamilie“. Gerade habe ich wieder mit dem JA zu tun gehabt, die Sozialarbeiterin bestätigt mir, dass immer mehr Probleme mit Adoptivkindern auftauchen.

Gruß
Elke

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Hallo,

es wird nicht gleich der ganze Bauch aufgeschnitten - es sind
zwei kleine Schnitte um den Bauchnabel rum. Aber traurig, dass
eine Frau mit zwei Kindern nicht entscheiden darf, dass sie
konsequent keine mehr möchte und zum Wohle ihrer Gesundheit
nicht auf eine weitere Narkotisierung verzichten darf.

Es ist auch für Männer nicht einfach. Mein Mann war 38 als er sich für eine Vasektomie entschied. Da er „nur“ Adoptivkinder hatte, haben wir einige Zeit gesucht (allerdings in Südafrika, aber es geht ja nur um allgemeine Vorurteile), bis wir einen Arzt fanden ,der den Eingriff unternahm. Auch nur, nachdem er sich mit ihm lange unterhalten hat (legitim und gut), aber auch ich musste dem Arzt gegenüber meine Einwilligung erklären.

Gruß
Elke

Kinderkrippe - Kinderklappe
Hi Petra!

ich bin davon ausgegangen, dass er eine „Kinderklappe“ meint. Dann wächst das Kind tatsächlich ohne leibliche Eltern auf.

Wenn du gegen eine Abtreibung bist, musst du es austragen und es dann später in :eine Kinderkrippe oder wie auch immer das Ding heißt legen, wobei es sicherlich :schlimmer für das Kind sein würde, ohne leibliche Eltern aufzuwachsen etc.

…ja nun alles, aber keinen Sachverstand! Zu behaupten, dass
ein Kind, weil es in eine Kinderkrippe geschickt wird, ohne
leibliche Eltern aufwächst, disqualifiziert sich in meinen
Augen für jeden weiteren Kommentar!

Es ist zwar ein emotionales Thema - aber ich finde Du reagierst hier ein wenig zu heftig!

LG Ulli

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nur kurz weil ot
Hallo!

Richtig.
Meine Frau wollte sich mit 22 damals nach dem 2. Wunschkind im
Rahmen des WKS gleich mit sterilisieren lassen. Nicht vor 25
hieß es, lieber dann nochmal aufschneiden …

es wird nicht gleich der ganze Bauch aufgeschnitten

Ich meinte das nicht wörtlich :wink:
Es ging um die unnötige Narkotisierung und die OP-Risiken.

Der Eingriff bei der Frau ist um einiges aufwändiger /
riskanter (und auch daher teurer). Klar, es gibt immer Risiken
(bei Frau z.B. Darmverletzungen), aber im Vergleich ist die
Vasektomie wirklich eine „Lappalie“.

wenn ich in seriösen Studien lese, dass immerhin bei rund 5% der Vasektomierten ein PVPS auftritt:
http://www.andrologyjournal.org/cgi/content/full/24/…
dann hält mich das persönlich vom Eingriff eher ab.

Dass der Eingriff bei Frauen weit risikoreicher ist, ist natürlich völlig unbestritten.

_ ℂ Λ ℕ Ð I Ð € _

Hallo Ulli,

selbst, wenn er statt Kinderkrippe eine Kinderklappe meint, wird die „Qualität“ nicht besser! Auch dann belegt die Aussage nur, dass er keine Ahnung hat. Man kann als Frau das Kind austragen und:

  • erst einmal zur Pflege geben und gucken, wie man mit der Situation klar kommt - um es dann zu behalten oder

  • es zur Adoption freizugeben.

Auch eine Kinderklappe wäre also sicher nicht ein realistischer Weg, weil die nur dafür gedacht ist, wenn man das Kind anonym abgeben will. (Das kommt in Deutschland pro Jahr weniger als 50 Mal vor - das nur am Rande).

Einer jungen Schwangeren hier das Szenario einer Kinderklappe aufzubauen, bei dem es dann „für das Kind schlimmer“ wäre… schlimmer als was? Als gar nicht zur Welt zu kommen? Und das sollen reife, vernünftige Antworten sein?

Ich halte meine Einschätzung, dass ich diese Antwort für unqualifiziert halte, aufrecht. Ganz unemotional und sachlich begründet. Und für lächerlich (das mag jetzt emotional sein) halte ich die Aussage, dass ausgerechnet so eine Antowrt „neutral“ sein soll.

LG PEtra

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Hallo!

Ich hab mir auch immer gedacht ich möchte nie Kinder bekommen, wollte mich sogar sterilisieren lassen.
Ich bin jetzt Mutter und ich sags dir, die Muttergefühle kommen, und wie die kommen.
Es ist dein Fleisch und Blut ein Teil von dir, dein Kind!
Dein Kind ist Einzigartig, kein Mensch auf dieser Erde ist wie dein Kind.
Vielleicht hat es deine Augen, oder deine Nase? Am Tag wo du befruchtet worden bist, steht alles fest.
Jetzt weisst du noch nicht ob es ein Mädchen oder ein Junge wird, aber auch das kann man bald feststellen.

Du wirst dann irgendwann die ersten Kindsbewegungen spüren in deinem Bauch.
9 Monate muss dein Kind noch wachsen, dann ist es da!
Lass es bitte nicht abtreiben, solltest du dich wirklich dagegen entschliesen.

Es gibt soviele Paare die ungewollt Kinderlos sind! Dein Baby würds gut haben!
Am schönsten wärs natürlich wenns bei seiner Mama bleiben dürfte.

Hey du wirst Mama! Es ist doch ein Wunder wie ein Leben entsteht!

Lg
eine total glückliche Mutter