Ungewollt Schwanger, was nun? (Finanzielle Seite)

ihr nicht, aber dem Kind

Zum Beispiel, begreif bitte mal, er ist IHR _nichts_ schuldig,
gar nichts! Sie ist seine Ex! (…)

Falls ich schwanger würde, würde ich mir überlegen, ob ich das Kind zur Welt bringe oder nicht.
Wenn ja, würde ich allerdings das fordern, was er mir oder besser unserem gemeinsamen Kind sehr wohl schuldig ist. Auch und besonders wenn ich seine „Ex“ wäre und ich den Eindruck hätte, dass er sich aus dem Staub machen will. (Das bezieht sich nicht auf den Ursprungsposter.) Und dabei ist es egal, wer von uns beiden mehr die Verhütung vernachlässigt oder sonstetwas hat. Wir beide hätten dazu beigetragen, wir beide hätten die Verantwortung.

Um mit Deiner blumigen Sprache zu sprechen:
„gemeinsam vögeln, gemeinsame Verantwortung“

Z.

falls ich Deine Aussage im Kontext falsch verstanden habe, tut´s mir leid.

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Hallo Richy!

So langsam bekomme ich Angst Papa zu werden. Ich brauche kein
kleine Kopie meiner selbst. Wenn ich mal ein Kind haben
möchte dann muß auch alles perfekt sein … das ganze Drum
rum, glückliche Familie, gesicherter Job, Zukunft, alles!

Zum Thema Abtreibung und Finanzen möchte ich jetzt gar nichts mehr schreiben, das wurde von vielen schon sehr treffend beantwortet.
Ich möchte Dich nur fragen: glaubst Du wirklich daran, daß Deine Welt irgendwann mal perfekt sein wird? Perfekt genug, um ein Kind zu bekommen? Ist ein Job heutzutage wirklich 100 % sicher? Kannst Du Deine Zukunft vorhersagen?

Nur mal so zum Nachdenken…

Viel Glück.
Frauke

Hallo.

Jede Frau die ungewollt schwanger geworden ist, denkt selber
einen Moment (auch wenn es nur ein Hundertstel einer Sekunde
ist) an einen Abbruch. Jede!!!

Was ja auch nicht schlimm wäre (es geht nur um einen Gedanken), aber woher willst Du das wissen? Ich kenne einige, die es vorher für sich ausmachen. Wenn eine Frau der 100%igen Überzeugung ist, niemals abzutreiben, wird sie auch nicht darüber nachdenken, ob sie das tun soll. Dass der Gedanke auftaucht, dass Abbruch eine Alternative wäre, ist klar. Das menschliche Gehirn fährt erstmal alle Alternativen ab, um dann eine Entscheidung zu treffen.

Aber einen Gedanken zu haben oder intensiv darüber nachzudenken, sind zwei Paar Schuhe.

Ob sie dann Skrupel bekommt und
die Sache nicht durchzieht ist ihre Sache.

Einverstanden.

Wenn sie es macht,
ist es auch ihre Sache in Selbstmitleid zu verfallen und sich
Vorwürfe zu machen.

Oder sich dann zu freuen, sich für das Kind entschieden zu haben und sich keine Vorwürfe machen zu müssen.

Gruss
Thomas

Hallo Diana

Da kann ich nur zustimmen aber in diesem Fall hat die Mutter allein das Recht zu entscheiden. Ich möchte nicht bezweifeln das es auch Väter gibt die unter einer Abtreibung leiden doch in diesem Fall ist es eher die Frau wenn sie sich zueiner Abtreibung überreden lässt die sie selber im nachhinein nicht wirklich wollte.
Sonst brauch sie eine Therapie.
Abtreibung ja oder nein muß man sehr sehr gut abwegen, ich bin nicht in jedem Fall dagegen aber in der Schilderung geht es ja nur um Geld und das ist für mich kein Grund zu „Mord“.

Gruß
Mary

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

@Doc
„Welches Baby? Da ist ein Embryo.“

Und was ist ein Embryo?

"Wenn Du hier auf die Schiene

fährst, daß Abtreibung in jedem Falle Mord ist, sag’s bitte
schnell, damit ich Dich ignorieren kann."

Du darfst mich ignorieren, bin auch sehr froh drüber!

„Und warum hätte ER sich darum kümmern müssen?
Gevögelt haben sie wohl beide.“

"Zum Beispiel, begreif bitte mal, er ist IHR _nichts_ schuldig,

gar nichts! Sie ist seine Ex! (…) Ich kann mich Tinos erstem
Beitrag nur anschliessen, leider kann man ja nur einen Stern
verteilen."

Doc.

[MOD] Persönliche Beleidigung entfernt

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Hi Richy,

Meine eigentlich Frage ist:
Wie sieht das für mich mit dem Finanziellen aus. Was habe ich
denn zu zahlen wenn sie das Kind bekommt. Wie errechnet sich
das? Wie ist das wenn ich studiere?

das regelt die sog. Düsseldorfer Tabelle.
Es ist gestaffelt nach Einkommen des Unterhaltpflichtigen und Alter des Kindes.

http://www.famrz.de/g02eu.htm

Gandalf

Ich vermiss da was:
Nun ja, ist Ansichtssache, aber ich vertrete die Meinung, daß ausschließlich das Kind Rechte hat! Weder die Frau noch der Mann!
Es ist Leben und man hat es zu schützen und zu bewahren. Natürlich gilt dasselbe auch nach der Geburt. Das Kind muss mit Repekt und Zuneigung großgezogen werden.

Wir wir alle Menschen das als selbstverständlich sehen, gäbe es nicht solche Beiträge.

Nina

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

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Zum Beispiel, begreif bitte mal, er ist IHR _nichts_ schuldig,
gar nichts! Sie ist seine Ex! (…)

falls ich Deine Aussage im Kontext falsch verstanden habe,
tut´s mir leid.

Ich glaube schon - ich schreib nirgends, daß er keine Verantwortung für evtl. zukünftiges Kind trägt. Kommt das Kind, hat er imho auch die übliche Hälfte der Verantwortung. Theoretisch. Wie das in der Praxis aussieht, müssen die beiden dann unter sich ausmachen.

Aber er trägt keinerlei Verantwortung für das Seelenheil seiner Ex. Dem Kind ist er was schuldig, wenn es denn kommen sollte, seiner Ex sicher nichts.

Gruß,

Doc.

Öhm

Hi Doc

Und warum hätte ER sich darum kümmern müssen?
Gevögelt haben sie wohl beide.

da machst Du es Dir wohl etwas zu einfach.

Was ist daran „zu einfach“?
Den Job „Verhütung“ teilen sich beide Seiten 50-50, dachte ich immer. Zumindest vom Bewusstsein her. Die Umsetzung ist dann im Einzelfall zu klären.

Die meisten Männer ‚finden‘, daß die Frau zu verhüten hat,

Ich bin weder die meisten Männer, noch finde ich sowas.
Und vom Ursprungsposter hab ich bislang auch nicht diesen Eindruck.

wissen noch nicht
einmal wie es geht. Wenn die Frau schwanger wird, hat sie eben
Pech gehabt, Mann ist fein raus, es sei denn diese Zicke will
am Ende noch Geld - so eine Unverschämtheit!

Genau das meine ich mit Dogmatismus, das werden solche Sprüche einfach ohne jede Grundlage in den Raum geworfen.
Wie kommst Du darauf, daß es sich hier um so einen Fall (die unbestritten vorkommen) handelt? Dafür gibt es KEINERLEI Anhaltspunkte - eher im Gegenteil.

Mit
dem Geschlechtsverkehr ist er ihr alles schuldig, wenn sie
schwanger wird! Das ist kein dogmatisches Gefasel, sondern
berechtigets Hinweisen, auf die Verantwortung die er nun mal
hat, ob es nun angenehm ist oder nicht.

Wie bitte? IHR? WAS genau ist er IHR schuldig?

So wie ich Deinen Artikel lese, baust Du schon mal die
moralischen Barikaden für Dich auf, falls Dir mal so was
‚passieren‘ sollte.

Ich achte üblicherweise selbst darauf, daß ich mich nicht in so eine Situation bringe. Barrikaden sehe ich hier nicht. Was meinst Du damit? Es kommt jedenfalls nicht für mich in Frage, Vater zu werden (derzeit) und ich werde selbstverständlich alles tun, um das zu verhindern, soweit ich es mit meinem Gewissen vereinbaren kann.

Leider machen es sich viele Männer (sollte man besser sagen
Jungs?!) viel zu einfach.
Bumsen ist schön, aber Verantwortung? Was Ist das denn?

Das verstehe ich nicht, erläutere mir das bitte.
Was ist verantwortungslos daran, Sex zu haben, nachdem man sich einvernehmlich auf eine Verhütungsmethode geeinigt hat?
Was ist verantwortungslos daran, keine Kinder haben zu wollen?
Was ist verantwortungslos daran, sich für eine Abtreibung auszusprechen?
Was ist verantwortungslos daran, solche Fragen (im Falle einer längeren Beziehung) im Vorwege zu bereden und dann auch im Falle eines Falles konsequent in seiner Meinung zu sein?

u.A.w.g.

Ziemlich sauer

Gandalf

Auch sauer,

Doc.

@Verblendete

„Welches Baby? Da ist ein Embryo.“

Und was ist ein Embryo?

Baby = unabhängig vom Mutterleib lebensfähiges menschliches Leben in der frühesten Lebensphase
Embryo = Teil der Mutter, aus dem mal ein Baby wird.

Du darfst mich ignorieren, bin auch sehr froh drüber!

Danke, solcherlei Fanatismus muss ich wirklich nicht haben.
@/ig s.u.

„Und warum hätte ER sich darum kümmern müssen?
Gevögelt haben sie wohl beide.“

So, jetzt kommt der große Augenblick:

*PLONK*

(Mod: Persönliche Angriffe entfernt)

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Ab wann ist ein Mensch ein Mensch?

das ist für mich kein Grund zu „Mord“.

Da haben wir den Punkt…

Ich möchte jetzt gerne wissen, ab wann Schwangerschaftsabbruch „Mord“ ist.
Ist die „Pille danach“ Mord?
Wenn nein, warum nicht?

Gruß,

Doc.

Hi Doc

Und warum hätte ER sich darum kümmern müssen?
Gevögelt haben sie wohl beide.

da machst Du es Dir wohl etwas zu einfach.

Was ist daran „zu einfach“?
Den Job „Verhütung“ teilen sich beide Seiten 50-50, dachte ich
immer. Zumindest vom Bewusstsein her. Die Umsetzung ist dann
im Einzelfall zu klären.

Du schreibst:
Warum hätte er sich darum kümmern müssen?
Wenn nicht er dann sie oder gar nicht und schwanger wird nicht er sondern sie!
Ist m.E. ganz ‚plausibel‘

.

Mit
dem Geschlechtsverkehr ist er ihr alles schuldig, wenn sie
schwanger wird! Das ist kein dogmatisches Gefasel, sondern
berechtigets Hinweisen, auf die Verantwortung die er nun mal
hat, ob es nun angenehm ist oder nicht.

Wie bitte? IHR? WAS genau ist er IHR schuldig?

Falls Du es noch nicht weißt, formaljuristisch beinhaltet die Beiwohnung (juristisch für Beischlaf) im Falle einer Schwangerschaft der Frau für den Mann die Verpflichtung für das Kind und ggf. auch für die Mutter aufzukommen (Stichwort ‚Düsseldorfer Tabelle‘)

Leider machen es sich viele Männer (sollte man besser sagen
Jungs?!) viel zu einfach.
Bumsen ist schön, aber Verantwortung? Was Ist das denn?

Das verstehe ich nicht, erläutere mir das bitte.
Was ist verantwortungslos daran, Sex zu haben, nachdem man
sich einvernehmlich auf eine Verhütungsmethode geeinigt hat?

Wenn das passiert ist, ist Sex natürlich nicht verantwortungslos, aber viele unserer Geschlechtsgenossen (und tschuldige, aufgrund Deines Schreibens hab ich Dich in diese Kategorie eingestuft) tun einen Scheißdreck sich um die Verhütung zu kümmern.

Was ist verantwortungslos daran, keine Kinder haben zu wollen?

Nichts! Wenn beide Seiten damit einverstanden sind. Sollte aber die Frau im Falle einer Schwangerschaft darauf bestehen, keine Abtreibung vornehmen lassen zu wollen, ist das aber auch völlig legitim.

Was ist verantwortungslos daran, sich für eine Abtreibung
auszusprechen?

Sich dafür auszusprechen ist völlig OK, allerdings mußt Du es auch schlucken, wenn die Schwangere sich dagegen ausspricht.

Was ist verantwortungslos daran, solche Fragen (im Falle einer
längeren Beziehung) im Vorwege zu bereden und dann auch im
Falle eines Falles konsequent in seiner Meinung zu sein?

Es gibt da den Begriff ‚Milchmädchenrechnung‘.
Ich kann mir im Vorfeld die schönsten Gedanken machen, wenn dann das passiert, was ewig besprochen wurde, kann sich die Meinung plötzlich ändern. Das ist schließlich auch ein legitimes Recht, auch der werdenden Mutter.

Gandalf

Hi Doc

Und warum hätte ER sich darum kümmern müssen?
Gevögelt haben sie wohl beide.

da machst Du es Dir wohl etwas zu einfach.

Was ist daran „zu einfach“?
Den Job „Verhütung“ teilen sich beide Seiten 50-50, dachte ich
immer. Zumindest vom Bewusstsein her. Die Umsetzung ist dann
im Einzelfall zu klären.

Du schreibst:
Warum hätte er sich darum kümmern müssen?
Wenn nicht er dann sie oder gar nicht und schwanger wird nicht
er sondern sie!
Ist m.E. ganz ‚plausibel‘

Ich gebe zu, daß das ein kleines logisches Spielchen ist, aber mir gefällt diese Fokussierung auf ihn nicht sonderlich, und eine Möglichkeit hast Du vergessen:

BEIDE.

Wie bitte? IHR? WAS genau ist er IHR schuldig?

Falls Du es noch nicht weißt, formaljuristisch beinhaltet die
Beiwohnung (juristisch für Beischlaf) im Falle einer
Schwangerschaft der Frau für den Mann die Verpflichtung für
das Kind und ggf. auch für die Mutter aufzukommen (Stichwort
‚Düsseldorfer Tabelle‘)

Den Unterhalt ist er dem Kind schuldig.
Daß Männer für ihre Ex-Frauen zahlen müssen, halte ich in den meisten Fällen (nicht allen!) für eine der grössten Ungerechtigkeiten in unserem Land. Ein moralische Verpflichtung der Art sehe ich nicht.

Das verstehe ich nicht, erläutere mir das bitte.
Was ist verantwortungslos daran, Sex zu haben, nachdem man
sich einvernehmlich auf eine Verhütungsmethode geeinigt hat?

Wenn das passiert ist, ist Sex natürlich nicht
verantwortungslos, aber viele unserer Geschlechtsgenossen (und
tschuldige, aufgrund Deines Schreibens hab ich Dich in diese
Kategorie eingestuft) tun einen Scheißdreck sich um die
Verhütung zu kümmern.

Fehleinschätzung. Und auch der Ursprungsposter hat sowas mit keinem Wort erwähnt: Wir wissen es nicht. Das pauschal zu unterstellen finde ich nicht in Ordnung. Verhütung geht, wie ich schon mehrfach in diesem Thread schrieb, BEIDE gleichermaßen an.
Für jede Verhütungsmethode gibt’s die entsprechenden PROs und CONs, die Auswahl nennt man dann „Einigung“.

Was ist verantwortungslos daran, keine Kinder haben zu wollen?

Nichts! Wenn beide Seiten damit einverstanden sind. Sollte
aber die Frau im Falle einer Schwangerschaft darauf bestehen,
keine Abtreibung vornehmen lassen zu wollen, ist das aber auch
völlig legitim.

Das ist ihr gutes Recht, welches ich nicht bestreite. Weiter unten hab ich geschrieben, welches „Recht“ imho der Mann in dieser Lage hat.

Was ist verantwortungslos daran, sich für eine Abtreibung
auszusprechen?

Sich dafür auszusprechen ist völlig OK, allerdings mußt Du es
auch schlucken, wenn die Schwangere sich dagegen ausspricht.

Auch da sind wir völlig einer Meinung, und auch das hab ich schon geschrieben.

Was ist verantwortungslos daran, solche Fragen (im Falle einer
längeren Beziehung) im Vorwege zu bereden und dann auch im
Falle eines Falles konsequent in seiner Meinung zu sein?

Es gibt da den Begriff ‚Milchmädchenrechnung‘.
Ich kann mir im Vorfeld die schönsten Gedanken machen, wenn
dann das passiert, was ewig besprochen wurde, kann sich die
Meinung plötzlich ändern. Das ist schließlich auch ein
legitimes Recht, auch der werdenden Mutter.

Sicher. Aber nichts und niemand zwingt den Mann in so einem Fall dazu, auch seine Meinung ändern zu müssen. Davon ab bin ich etwas allergisch gegen das Argument „Ich hab halt meine Meinung geändert“, wenn’s um Absprachen geht, und halte das für genauso milchmädchenhaft wie meine „Rechnung“. Das ist ein schwieriges Unterthema ohne befriedigende Lösungsmöglichkeit, denke ich.

Gruß,

Doc.

unlogisch
.

Jetzt verstehe ich, was Du meinst. Es geht jedoch am Kern der Sache vorbei, glaube ich.
Ich formuliere mal überspitzt: Es ist für einen Mann nicht damit vorbei, dass er einer Frau seinen Samen injiziert (ob in Liebe, pure Lust etc.: egal), keinen Bock mehr hat, seine Entscheidung trifft und sich im weiteren nicht mehr um die Frau und ihr Seelenheil kümmert, und sie alleine mit der Situation lässt, die sie beide gemeinsam verursacht haben.
Das halte ich für falsch und lieblos!

Ich weiss auch nicht, wie man so eine Situation genau lösen kann. Ich denke schon, dass die Frau irgendwie mehr „Entscheidungsgewalt“ darüber hat. Aber der Mann darf sich nicht distanzieren, sondern er sollte sie dabei unterstützen eine klare und überlegte Entscheidung zu treffen.

Und wenn ich mir anschaue, was ich gerade geschrieben habe, dann muss/möchte ich auch meine Aussage von vorhin ändern/erweitern: Der Mann ist auch der Frau gegenüber in der Verantwortung (gemeinsam v…, gemeinsame V…).

Nochmal kurz nachgefragt, weil ich das nicht verstehe:

Ich glaube schon - ich schreib nirgends, daß er keine
Verantwortung für evtl. zukünftiges Kind trägt. Kommt das
Kind, hat er imho auch die übliche Hälfte der Verantwortung.
Theoretisch. …

Diese Aussage halte ich für unlogisch:
-gemeinsame Verantwortung beim verhüten/Sex
-die Frau wird schwanger und verantwortet alleine die Entscheidung über Abtreibung oder Geburt, der Mann darf/muß nicht
-wieder gemeinsame Verantwortung nach der Geburt

Wie begründet sich diese (Verantwortungs-) Lücke?
Was ist, wenn die Geburt nicht „glatt“ verläuft? (Unfall, Tod, etc.) Wessen „Sache“ ist das dann?
Was ist, wenn sich die Frau für eine Abtreibung entscheidet und danach psychische Probleme bekommt?
usw.

Wenn ich in der Rolle des Mannes wäre, hätte ich mehr als genug Gründe, mir meiner Verantwortung bewusst zu werden.

Ich möchte es mal ganz krass formulieren, ohne Dich angreifen zu wollen:
Die Verantwortung endet nicht damit, dass der Mann seinen Schwanz aus der Frau zieht.

Gruß,
Z.

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Hi,

ich kann Dir nur eines sagen:

Wir (meine Freundin und ich) standen vor ca 15 Monaten auch vor dieser Frage und sind nun mehr als froh, dass wir das Kind behalten haben!

Abtreibung ist eben wirklich kein „Rückgängig machen“! Bitte beschäftige Dich mit dem Thema, denn deine Ex wird später die Schuldgefühle haben - nicht Du. Wenn Du sie überzeugen oder überreden willst, dann versetze Dich erst einmal in ihre Lage, das Kind (und es ist schon eines mit 8 Wochen!) ist nämlich IN IHR DRIN und nicht in Dir. Schau Dir Photos dazu an und rede erst dann mit ihr.

Männer neigen dazu zu sagen lass es wegmachen, treib ab - weil sie nicht wissen, was da passiert!

Und keine Angst, wenn Du als Vater das Kind nicht willst, musst Du „nur“ zahlen - wenn Du nix hast (weil studierst) dann zahlst Du auch nix.

Bedenke auch die Zeit nach einer möglichen Geburt - ich wollte auch NIE, NIE, NIEMALS Kinder haben - jetzt ist vor vier Wochen meine 2. Tochter geboren und ich kann mir ein Leben ohne meine Kinder um nichts in der Welt mehr vorstellen!
Dein Leben ist dann nämlich nicht vorbei - es ist nur anders!

Also mein Rat: Beschäftige Dich unbedingt damit, was bei einer Abtreibung passiert und unterstütze Deine Ex bei IHRER Entscheidung - egal wie sie ausfällt - das wirst Du nämlich nicht bereuen - alles andere aber irgendwann schon!

Mfg. Frank

Die Fratze zeigt ihr wahres Gesicht…

Nun ja, ist Ansichtssache, aber ich vertrete die Meinung, daß
ausschließlich das Kind Rechte hat! Weder die Frau noch der
Mann!

Soviel zum Thema Charakter. Pfui.

Das halte ich für falsch und lieblos!

Naja, mit „Ex-Freundin“ verbinde ich „liebevoll“ auch nur entfernt… Sonst wär sie kaum meine Ex. Aber das ist Wortklauberei, ich weiß, was Du meinst.

Ich weiss auch nicht, wie man so eine Situation genau lösen
kann.

Ich auch nicht, letztendlich. Es ist auch eine unglaublich schwere Situation, deshalb protestiere ich ja auch so vehement gegen diese „Abtreibung ist böse, als Mann hast Du keine Rechte“-Hysterie.

Ich denke schon, dass die Frau irgendwie mehr
„Entscheidungsgewalt“ darüber hat. Aber der Mann darf sich
nicht distanzieren, sondern er sollte sie dabei unterstützen
eine klare und überlegte Entscheidung zu treffen.

Das unterschreib ich sofort. Leider sperrt sich Frau sehr häufig dagegen - siehe die anderen Beiträge hier im Thread.

Und wenn ich mir anschaue, was ich gerade geschrieben habe,
dann muss/möchte ich auch meine Aussage von vorhin
ändern/erweitern: Der Mann ist auch der Frau gegenüber in der
Verantwortung (gemeinsam v…, gemeinsame V…).

Ist die Frau dem Mann gegenüber in irgendeiner Verantwortung?
Wenn ja, in welcher?

Nochmal kurz nachgefragt, weil ich das nicht verstehe:

Ich glaube schon - ich schreib nirgends, daß er keine
Verantwortung für evtl. zukünftiges Kind trägt. Kommt das
Kind, hat er imho auch die übliche Hälfte der Verantwortung.
Theoretisch. …

Diese Aussage halte ich für unlogisch:
-gemeinsame Verantwortung beim verhüten/Sex
-die Frau wird schwanger und verantwortet alleine die
Entscheidung über Abtreibung oder Geburt, der Mann darf/muß
nicht
-wieder gemeinsame Verantwortung nach der Geburt

Wie begründet sich diese (Verantwortungs-) Lücke?

Diese Lücke begründet sich darin, daß die Entscheidung Körper und Seele der Frau betrifft - da ist der Mann erstmal raus, zumindest, was Körper anbelangt.

Was ist, wenn die Geburt nicht „glatt“ verläuft? (Unfall, Tod,
etc.) Wessen „Sache“ ist das dann?

Das hängt meiner Meinung nach davon ab, wie man da im Vorwege herangegangen ist - hat die Frau (sie ist nunmal hier in einer Machtposition) den Mann von dem Moment des Bekanntwerdens der Schwangerschaft miteinbezogen, sollte er imho auch dann „dabei“ sein und ihr zumindest im Rahmen der gegebenen Umstände (wenn er „Ex“ ist, ist er nunmal nicht mehr der Partner) beistehen. Also: Ja, es ist auch seine Sache, wenn sie das möchte, aber bitte nicht zuviel verlangen.

Was ist, wenn sich die Frau für eine Abtreibung entscheidet
und danach psychische Probleme bekommt?

s.o.: Wie war das vorher? In meiner Idealvorstellung gilt dasselbe wie im Absatz hierüber. Wenn Mann schon nicht vor der Entscheidung angehört wurde, dann hat Frau imho Pech gehabt und selbst Schuld.

Wenn ich in der Rolle des Mannes wäre, hätte ich mehr als
genug Gründe, mir meiner Verantwortung bewusst zu werden.

Ja. Wenn sich Pflichten und Rechte die Waage halten und beide dem anderen offen und freundlich gesinnt gegenüberstehen - ist das alles kein Problem. Wenn.

Ich möchte es mal ganz krass formulieren, ohne Dich angreifen
zu wollen:
Die Verantwortung endet nicht damit, dass der Mann seinen
Schwanz aus der Frau zieht.

Die Rechte und die Freiheit enden nicht damit, daß die Frau die Beine breit macht. :wink:

Gruß,

Doc.

Achtung: Sex kann zur Zeugung eines Kindes führen
Moin Doc

Was ist daran „zu einfach“?
Den Job „Verhütung“ teilen sich beide Seiten 50-50, dachte ich
immer. Zumindest vom Bewusstsein her. Die Umsetzung ist dann
im Einzelfall zu klären.

Die Umsetzung ist nicht „im Einzelfalll zu klären“ sondern wird vom Gesetz festgelegt.

Ich hoffe doch, dass den Kids in der Schule auch heute noch beigebracht wird, dass Sex nicht nur FunFunFun ist, sondern dass dabei auch ein Kind gezeugt werden kann.

Die Entscheidung, ob jemand eine Schwangerschaft und damit die Geburt eines Kindes in Kauf nimmt entscheidet sich für den Mann in dem Moment, wo er sich für oder gegen zuverlässige Verhütungsmittel entscheidet. Entscheidet er sich dagegen, muss er auch bereit sein, die Konsequenzen zu tragen. Die sollte man im Alter von 22 Jahren auch eigentlich kennen.

Eine Aussage der Frau wie „will kein Kind“ dürfte in diesem Fall nicht ausreichend sein. Wenn schon hätte er sich bei der Frau erkundigen sollen, ob sie im Fall einer Schwangerschaft zur Abtreibung bereit sei. Aber selbst hier gibt es keine Garantie. Wohl kaum jemand weiß im Voraus, wie er sich tatsächlich entscheidet, wenn er sich mal in dieser Situation befindet.

Nach meiner Beobachtung wird ab dem Moment, wo Leute sich bewußt machen, dass mangelhafte Schwangerschaftsverhütung entweder ein Kind oder eine Abtreibung bedeutet, auch viel mehr auf zuverlässige Schwangerschaftsverhütung geachtet. Ohne jetzt moralinsauder zu wirken: Ich finde es bezeichnend, dass Leute heutzutage miteinander ins Bett gehen, aber offensichtlich nicht in der Lage sind, solche Dinge vorher anzusprechen.

Da aber zumindest der Gesetzgeber die Verantwortung von BEIDEN Beteiligten für dieses Geschen erkannt hat, darf der zeugende Vater wenigstens ein wenig zur finanziellen Absicherung des Kindes beitragen. Im Vergleich zu dem, was die Mutter auf sich nimmt, ist das immer noch lächerlich wenig.

Gruss
Marion

P.S. Vielleicht sollte sich jeder Mann, der die Problematik noch nicht so ganz erkannt hat, den Spruch im Betreff mit einem permanent Marker auf den Täter pinseln :smile:

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Die Pille danach ist ein Verhütungsmittel!
Hallo auch,

Ich möchte jetzt gerne wissen, ab wann Schwangerschaftsabbruch
„Mord“ ist.
Ist die „Pille danach“ Mord?
Wenn nein, warum nicht?

Die pille danach ist keine Abtreibungspille. Die Pille danach kann bis zu 72 Stunden nach dem Geschlechtsverkehr verabreicht werden, so dass es zu keiner Schwangerschaft kommt.

Abtreibung dagegen kann man erst vornehmen lassen, wenn Frau schon schwanger ist, logisch.

Hier liegt der Unterschied.

Ab wann ein Schwangerschaftsabbruch ein Mord ist, will ich nicht festlegen.
Ich bin weder pro noch contra Abtreibung, weil dieses Thema einfach nicht verallgemeinert werden kann. Es ist situationsabhängig, völlig individuell.

Noch kurz zum thema Unterhaltszahlungen an Ex-Frauen: Es gibt genauso die umgekehrten Fälle… wenn der Ex-Mann die gemeinsamen Kinder gross zieht und somit nicht voll arbeiten kann, ist die Ex-Frau ebenso verpflichtet, Unterhalt an ihren Ex-Gatten zu zahlen (ja, ist seltener, kommt aber auch vor). Nachdem die Zahlungen an Ex-Ehegatten ja sowieso einkommensabhängig sind (sowohl vom Einkommen des Zahlers wie auch vom Einkommen des Zahlungsempfängers), sollte dieses Thema nicht unbedingt als ungerecht empfunden werden. Das es schwarze Schafe gibt, ist mir aber auch klar.

viele Grüße
alexa

Hallo auch,

Ich möchte jetzt gerne wissen, ab wann Schwangerschaftsabbruch
„Mord“ ist.
Ist die „Pille danach“ Mord?
Wenn nein, warum nicht?

Die pille danach ist keine Abtreibungspille. Die Pille danach
kann bis zu 72 Stunden nach dem Geschlechtsverkehr verabreicht
werden, so dass es zu keiner Schwangerschaft kommt.

Abtreibung dagegen kann man erst vornehmen lassen, wenn Frau
schon schwanger ist, logisch.

Hier liegt der Unterschied.

Ist da das Spermium noch nicht angekommen? Sorry, Gyn hat mich in der Ausbildung nur mäßig interessiert :smile: Ich bin ITler, da gibt’s nur 1 oder 0 :wink:)))

Ab wann ein Schwangerschaftsabbruch ein Mord ist, will ich
nicht festlegen.

Ein Mord ist er so oder so nicht, wenn man die Begriffe definitionsgemäß verwendet. Dennoch ist das letztendlich der Knackpunkt: Die unlösbare Frage nach „Ab wann ist ein Mensch ein Mensch?“.

Noch kurz zum thema Unterhaltszahlungen an Ex-Frauen: Es gibt
genauso die umgekehrten Fälle… wenn der Ex-Mann die
gemeinsamen Kinder gross zieht und somit nicht voll arbeiten
kann, ist die Ex-Frau ebenso verpflichtet, Unterhalt an ihren
Ex-Gatten zu zahlen (ja, ist seltener, kommt aber auch vor).

Finde ich genauso ungerecht. Aber es geht mir auch in erster Linie nicht um Unterhalt an den Ex wegen Kindern, sondern hier etwas offtopic um den allgemein zustehenden Unterhalt nach Scheidung, auch und insbesondere ohne Kinder.

Nachdem die Zahlungen an Ex-Ehegatten ja sowieso
einkommensabhängig sind (sowohl vom Einkommen des Zahlers wie
auch vom Einkommen des Zahlungsempfängers), sollte dieses
Thema nicht unbedingt als ungerecht empfunden werden. Das es
schwarze Schafe gibt, ist mir aber auch klar.

Auf welcher Grundlage soll ich einer Ex ihr Leben finanzieren?
Es gibt berechtigte Fälle: Jene, in denen ein Partner aus der Partnerschaft heraus und auf der Basis einer gemeinsamen Entscheidung aus dem Berufsleben ausgeschieden ist und dadurch dauerhaft finanzielle Nachteile zu erleiden hat. Dann finde ich eine zeitlich begrenzte Unterstützung völlig legitim und sogar notwendig. Das ist aber auch der einzige Fall.

Gruß,

Doc.