Das halte ich für falsch und lieblos!
Naja, mit „Ex-Freundin“ verbinde ich „liebevoll“ auch nur entfernt… Sonst wär sie kaum meine Ex. Aber das ist Wortklauberei, ich weiß, was Du meinst.
Ich weiss auch nicht, wie man so eine Situation genau lösen
kann.
Ich auch nicht, letztendlich. Es ist auch eine unglaublich schwere Situation, deshalb protestiere ich ja auch so vehement gegen diese „Abtreibung ist böse, als Mann hast Du keine Rechte“-Hysterie.
Ich denke schon, dass die Frau irgendwie mehr
„Entscheidungsgewalt“ darüber hat. Aber der Mann darf sich
nicht distanzieren, sondern er sollte sie dabei unterstützen
eine klare und überlegte Entscheidung zu treffen.
Das unterschreib ich sofort. Leider sperrt sich Frau sehr häufig dagegen - siehe die anderen Beiträge hier im Thread.
Und wenn ich mir anschaue, was ich gerade geschrieben habe,
dann muss/möchte ich auch meine Aussage von vorhin
ändern/erweitern: Der Mann ist auch der Frau gegenüber in der
Verantwortung (gemeinsam v…, gemeinsame V…).
Ist die Frau dem Mann gegenüber in irgendeiner Verantwortung?
Wenn ja, in welcher?
Nochmal kurz nachgefragt, weil ich das nicht verstehe:
Ich glaube schon - ich schreib nirgends, daß er keine
Verantwortung für evtl. zukünftiges Kind trägt. Kommt das
Kind, hat er imho auch die übliche Hälfte der Verantwortung.
Theoretisch. …
Diese Aussage halte ich für unlogisch:
-gemeinsame Verantwortung beim verhüten/Sex
-die Frau wird schwanger und verantwortet alleine die
Entscheidung über Abtreibung oder Geburt, der Mann darf/muß
nicht
-wieder gemeinsame Verantwortung nach der Geburt
Wie begründet sich diese (Verantwortungs-) Lücke?
Diese Lücke begründet sich darin, daß die Entscheidung Körper und Seele der Frau betrifft - da ist der Mann erstmal raus, zumindest, was Körper anbelangt.
Was ist, wenn die Geburt nicht „glatt“ verläuft? (Unfall, Tod,
etc.) Wessen „Sache“ ist das dann?
Das hängt meiner Meinung nach davon ab, wie man da im Vorwege herangegangen ist - hat die Frau (sie ist nunmal hier in einer Machtposition) den Mann von dem Moment des Bekanntwerdens der Schwangerschaft miteinbezogen, sollte er imho auch dann „dabei“ sein und ihr zumindest im Rahmen der gegebenen Umstände (wenn er „Ex“ ist, ist er nunmal nicht mehr der Partner) beistehen. Also: Ja, es ist auch seine Sache, wenn sie das möchte, aber bitte nicht zuviel verlangen.
Was ist, wenn sich die Frau für eine Abtreibung entscheidet
und danach psychische Probleme bekommt?
s.o.: Wie war das vorher? In meiner Idealvorstellung gilt dasselbe wie im Absatz hierüber. Wenn Mann schon nicht vor der Entscheidung angehört wurde, dann hat Frau imho Pech gehabt und selbst Schuld.
Wenn ich in der Rolle des Mannes wäre, hätte ich mehr als
genug Gründe, mir meiner Verantwortung bewusst zu werden.
Ja. Wenn sich Pflichten und Rechte die Waage halten und beide dem anderen offen und freundlich gesinnt gegenüberstehen - ist das alles kein Problem. Wenn.
Ich möchte es mal ganz krass formulieren, ohne Dich angreifen
zu wollen:
Die Verantwortung endet nicht damit, dass der Mann seinen
Schwanz aus der Frau zieht.
Die Rechte und die Freiheit enden nicht damit, daß die Frau die Beine breit macht. 
Gruß,
Doc.