Moin Doc
Was ist daran „zu einfach“?
Den Job „Verhütung“ teilen sich beide Seiten 50-50, dachte ich
immer. Zumindest vom Bewusstsein her. Die Umsetzung ist dann
im Einzelfall zu klären.Die Umsetzung ist nicht „im Einzelfalll zu klären“ sondern
wird vom Gesetz festgelegt.
Die Umsetzung der Verhütung, also die Entscheidung für ein bestimmtes Verhütungsmittel, ist immer eine Individualentscheidung zwischen zwei Menschen. Diese Umsetzung meinte ich.
Die Entscheidung, ob jemand eine Schwangerschaft und damit die
Geburt eines Kindes in Kauf nimmt entscheidet sich für den
Mann in dem Moment, wo er sich für oder gegen zuverlässige
Verhütungsmittel entscheidet. Entscheidet er sich dagegen,
muss er auch bereit sein, die Konsequenzen zu tragen. Die
sollte man im Alter von 22 Jahren auch eigentlich kennen.
Da entscheiden sich im Idealfall BEIDE für.
Eine Aussage der Frau wie „will kein Kind“ dürfte in diesem
Fall nicht ausreichend sein. Wenn schon hätte er sich bei der
Frau erkundigen sollen, ob sie im Fall einer Schwangerschaft
zur Abtreibung bereit sei. Aber selbst hier gibt es keine
Garantie. Wohl kaum jemand weiß im Voraus, wie er sich
tatsächlich entscheidet, wenn er sich mal in dieser Situation
befindet.
Korrekt. Sowas habe ich auch nirgends gemeint oder geschrieben (hoffe ich). Wo ich schrieb „vorher abklären“, meinte ich den unwahrscheinlichen, aber nicht unmöglichen Fall, daß das Restrisiko, welches (fast) jeder Verhütungsmethode beiwohnt, zugreift.
Nach meiner Beobachtung wird ab dem Moment, wo Leute sich
bewußt machen, dass mangelhafte Schwangerschaftsverhütung
entweder ein Kind oder eine Abtreibung bedeutet,
Das tut sie ja nicht zwangsweise, aber schon richtig, die Wahrscheinlichkeit wächst enorm.
auch viel
mehr auf zuverlässige Schwangerschaftsverhütung geachtet. Ohne
jetzt moralinsauder zu wirken: Ich finde es bezeichnend, dass
Leute heutzutage miteinander ins Bett gehen, aber
offensichtlich nicht in der Lage sind, solche Dinge vorher
anzusprechen.
Danke, daß Du „Leute“ geschrieben hast. Ich stimme Dir völlig zu.
Da aber zumindest der Gesetzgeber die Verantwortung von BEIDEN
Beteiligten für dieses Geschen erkannt hat, darf der zeugende
Vater wenigstens ein wenig zur finanziellen Absicherung des
Kindes beitragen. Im Vergleich zu dem, was die Mutter auf sich
nimmt, ist das immer noch lächerlich wenig.
Hm, das unterschreib ich nicht, weil das imho von zuvielen Umgebungsvariablen abhängt.
P.S. Vielleicht sollte sich jeder Mann, der die Problematik
noch nicht so ganz erkannt hat, den Spruch im Betreff mit
einem permanent Marker auf den Täter pinseln
Wie wär’s mit nem Tattoo?
Und bitte bei Frau dann auch schön lesbar über den Eingang schreiben.
Gruß,
Doc.

