Unsere Süsse ist bissig

Hallo, ich bin die Cru und neu hier. Deshalb fang ich mal mit was „leichtem“ an.

seit ein paar Wochen haben wir wieder ein katzenkind. Unsere Süsse ist - wie Katzenkinder sind - neugierig und verspielt. Sie schmust unheimlich gern und nuckelt noch. Sie war ja auch sehr klein, als sie zu uns kam.
Was mich allerdings fast zur weissglut treibt, ist, dass sie sobald sie ausgeruht ist, total beisswütig ist. Sie kaut alles an, tackert regelrecht. Anfangs dachte ich, dass sie halt alles anknabbert, weil die Zähnchen richtig durchkommen… aber inzwischen ist sie drei Monate alt und sobald sie Hände oder Zehen zu packen bekommt krallt sie sich rein UND beisst sich fest.

Hat jemand ne Idee? Mein Mann und ich sehen schon aus kämen wir frisch von der Schlachtbank.

Eigentlich hab ich schon viele Jahre Katzenerfahrung. Aber jedes Tier ist halt anders.

lieben Dank im Vorraus für eure Tipps.

Hallo,

das Problem das Du schilderst ist typisch für „zu früh von der Mutter entwöhnt“

Zu früh entwöhnte Katzen leiden häufiger an Verhaltensstörungen wie zB Nuckeln auch wenn sie Erwachsen sind, Aggressivität, gesteigerte Impulsivität…

Wenn sie als Katzenkinder beim Sozialspiel mit ihrer Mutter und ihren Geschwistern keine Verhaltensregeln und Grenzen beigebracht bekamen, dann tun sie sich in einer Umgebung in der Artgenossen fehlen umso schwerer, denn sie haben ja nie gelernt wem wann was weh tut… und wann schluß mit lustig ist.

Deshalb sollten Katzenkinder nicht bevor sie von der Mutter auf natürlichem Wege entwöhnt würden ein neues Zuhause beziehen. Das wäre etwa im Alter ab 12 Wochen, nicht vorher.

Nun hast Du Deine wohl schon ein paar Wochen und sie ist jetzt erst! 3 Monate alt.
Nein, Zähnchen kommen da keine mehr durch, die Milchzähnchen hat sie schon längst und für den Zahnwechsel ist es noch viel zu früh.

Ist die Katze eine reine Wohnungskatze? Wer ist tagsüber bei ihr?

zu dem Thema gibt etliches im Archiv:
http://www.google.de/search?hl=de&newwindow=1&as_qdr…
http://www.google.de/search?hl=de&newwindow=1&as_qdr…
/t/auch-ein-beissender-kater-nur-viel-schlimmer/4751515

Eigentlich hab ich schon viele Jahre Katzenerfahrung. Aber
jedes Tier ist halt anders.

Ja und jedes leidet anders unter einer falschen Haltung.

lieben Dank im Vorraus für eure Tipps.

Abhilfe kann ein wohlerzogener gut sozialisierter Artgenosse schaffen.

Gruß
Maja

Hallo Cru,

zuerst einmal müßte differenziert werden, ob das Verhalten normal (wenn auch sehr aktiv) oder unnormal (krankhaft) ist.

Ethologisch normales Verhalten kann durchaus beim Halter unerwünscht sein. z.B. wenn die Katze zu wenig Beschäftigung / Gesellschaft / Freigang hat. Dann würde das Abstellen der Ursache Besserung bringen.

Krankhaftes Verhalten kann dadurch entstehen, dass die Welpen zu früh von der Katzen-Familie getrennt werden und danach Wohnungs-/Einzel-Katzen sind. Freigang gewähren und Katzengesellschaft können helfen. Darüber hinaus ist es schwierig einzuwirken, denn Psychotherapie gegen Kindheitstrauma kriegen wir bei Katzen nicht hin.

Was ich aber immer öfter feststelle, ist eine erbliche Anlage. Bei aggressivem Verhalten von Katzenwelpen findet man oft weitere Fälle in der Zuchtfamilie.
Da kann man homöopathisch teils gute Besserungen erzielen. Dafür braucht es dann aber einen Homöopathen, der sich mit der Behandlung von erblichen Anlagen auskennt.
Ansonsten hilft in den Fällen wohl nur sich damit abzufinden, denn
Gesellschaftskatzen werden oft ebenso aggressiv attakiert wie der Mensch. Die Hauptmotivation der Katze scheint darauf zu liegen, ihre Aggression loszuwerden, egal wie.

Gruß Steffi

Danke für eure Antworten.
Und ich denke, beides trifft wohl zu. Zum einen sind die Geschwister unserer Süssen ebenso „bissig“ wie unsere. Zum anderen ist sie sicherlich zu früh von der Mutter entnommen.

sie war 7 wochen alt und ist am 9.9. drei Monate alt geworden. Von Anfang an konnte und durfte sie nach draußen, da sie es schon so gewohnt war. So langsam weitet sie ihre Streifzüge bis zum Nachbarn aus. Allerdings noch nur, wenn mein Mann oder ich mit raus gehen.

Ich arbeite tagsüber im Teildienst, so bin ich immer wieder zuhause. Ansonsten hält sie sich bei meinem Mann und unserer Hündin auf.

Da sie aus - ich nenne es mal so - schwierigen Verhältnissen kommt, habe ich die übliche Zeit nicht abgewartet.

Die Möglichkeit der Bachblüten hatte ich bisher noch gar nicht in Betracht gezogen, obwohl ich mich doch damit auskenne. Bei unserem Hund haben sie eine sehr gute Wirkung gezeigt.

Nochmals Danke für eure Anregungen

Cru

Hallo Cruella,

Die Möglichkeit der Bachblüten hatte ich bisher noch gar nicht
in Betracht gezogen, …

Da weder Maja noch ich von Bachblüten sprachen, nehme ich an, daß du die von mir erwähnte Homöopathie meinst.
Aber Bachblüten sind keine Homöopathie. Das sind zwei völlig verschiedene Schuh.
Wenn es tatsächlich -und es scheint ja so- eine familiäre Anlage ist, dann werden Bachblüten bestenfalls kurzzeitig ca. solange helfen, wie sie gegeben werden. Eine wirkliche dauerhafte Besserung wird damit nicht zu erreichen sein.

Gruß Steffi

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