Unsere Tochter ist um 7 Tage ein Kann-Kind-was tun

Hallo

  1. Ihr seid mit Abstand diejenigen, die das Kind am besten kennen. Lass Euch nichts darüber einreden!

Nun ja, aber man muss ja auch die Schule kennen, um zu wissen, ob das Kind und die Schule zusammenpassen.

Insofern würde ich denken, dass eine der Grundschullehrerinnen der Schule das am besten beurteilen kann, fragt sich allerdings, ob man die dazu kriegt, ein Urteil abzugeben.

Aber da kommt doch noch dieser Schuleignungstermin bei einem Kinderarzt, oder gibt es das nicht mehr?

Ich würde es stark von dem Eindruck abhängig machen, den ich von der Schule habe. Wenn das eine nette, offene, kindgerechte (und nicht nur lehrergerechte) Schule ist, dann würde ich sie höchstwahrscheinlich einschulen, wegen der Freunde und wegen der Gefahr der Unterforderung.

Wenn es eher eine strenge, leistungsbetonte Schule ist, dann würde ich mir zumindestens eine andere Schule suchen. -

Wenn da immer alles super-ordentlich ist, wenn man beeindruckt ist von den tollen Dekorationen, die die Schüler da hergestellt haben, dann ist die Schule meistens sehr leistungsbetont. Das heißt aber noch lange nicht, dass die Schüler da wirklich viel lernen! Das heißt eigentlich in erster Linie, dass nicht alle Schüler ihre Bilder da öffentlich im Flur aufhängen dürfen, sondern nur manche besonderen Schüler, oder dass da sehr viel vorgefertigt ist. - Die Kunstwerke in einer kindgerechte Grundschule und noch mehr in einem kindgerechten Kindergarten haben meistens eher was Verschrobenes an sich.

Viele Grüße

Hallo

Woher weiß du das? Als mein Kind im KiGa war hatte er
anderweitig Unterricht, wo ich sehr wohl einschätzen konnte,
wie er sich in Gruppen einmischt und tut.

WEnn du dabei warst, hat er sich anders verhalten, als wenn du nicht dabei warst.

Ich glaube nicht, dass ein Kind sich in einer Gruppe sehr viel anders verhält, ob nun die Mutter irgendwo hinten in der Ecke sitzt und die Sache beobachtet, oder ob sie nicht da sitzt.

Nun ja, wenn ein sehr gespanntes Verhältnis zur Mutter oder aber zur Gruppe da ist, dann wird ihre Anwesenheit sicher einen Unterschied ausmachen, aber sonst nicht oder nur sehr wenig, glaube ich.

Etwas anderes mag es sein, wenn außer der Mutter nur noch ein oder zwei andere Personen anwesend sind.

Außerdem hattest du immer noch die Elternbrille auf.

Eltern sind doch nicht zwangsläufig debil. Irgendeine Brille hat ja jeder auf, und auch Eltern - jedenfalls Eltern, die mit sich selbst habwegs im Reinen sind - können eine Situation, an der ihr Kind beteiligt ist, halbwegs objektiv beurteilen. Ich meine sogar, dass sie es unter Umständen besser können als andere, zumindestens soweit es ihr Kind betrifft (ob es klarkommt, ob es nicht klarkommt, und wenn nicht, wieso nicht etc).

Erzieherinnen haben die Erzieherinnenbrille auf, und Lehrer die Lehrerbrille. So objektiv sind die alle nicht.

Viele Grüße

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Hallo,

Ich dachte wir sind uns darüber einig, daß jedes Kind sind
anders entwickelt…

Ja.
Was ich sagen wollte war, dass die Lehrer die Kinder im
Februar nicht so beurteilen als solle morgen die Schule
anfangen. Soviel Sachverstand muss sein.

Das stimmt.

Gruß,
Helena

Hallo,

Ich glaube nicht, dass ein Kind sich in einer Gruppe sehr viel
anders verhält, ob nun die Mutter irgendwo hinten in der Ecke
sitzt und die Sache beobachtet, oder ob sie nicht da sitzt.

WEißt du oder glaubst du?
Frag mal Lehrer.
Nicht umsonst versuchen Lehrer meist helfende Mütter an eine andere Klasse/Gruppe abzuschieben, als die, in der das eigene Kind ist.

Außerdem hattest du immer noch die Elternbrille auf.

Eltern sind doch nicht zwangsläufig debil.

Als Schulsekretärin kann ich dir nicht zustimmen. Okay, das war jetzt sarkastisch, und sicher liegt das auch daran, dass ich die netten, normalen Eltern viel weniger zur Kenntnis nehme, als die anderen. Aber ich staune immer wieder, wie falsch Eltern ihre eigenen Kinder einschätzen können.

Irgendeine Brille
hat ja jeder auf, und auch Eltern - jedenfalls Eltern, die mit
sich selbst habwegs im Reinen sind - können eine Situation, an
der ihr Kind beteiligt ist, halbwegs objektiv beurteilen.

Hätte ich früher auch gedacht. Ich habe inzwischen beträchtliche Zweifel.

Erzieherinnen haben die Erzieherinnenbrille auf, und Lehrer
die Lehrerbrille. So objektiv sind die alle nicht.

Das habe ich nicht behauptet. Aber es wäre einfach nur manchmal sehr entspannend, wenn Eltern nicht immer nur die Fehler bei anderen suchen würden, wenn eine unangenehme Situation auftritt.

Eine andere Erfahrung: Klein Thomas kann schon ganz toll bis 20 zählen. Nur macht er das immer nur mit Papa, der ihn deshalb für ein mathematisches Genie hält. Nur: in der Schule macht er es nicht. Und er hat auch nicht Papa, der jede Zahl mithaucht und nickt und gleich die nächste mit dem Mund vorformt. Oder Klein Thomas macht eben vor Lehrern/Erzieherinnen generell wenig den Mund auf. Das ist dann auch eine Art von Schul-Unreife, die ein Elternteil nicht kennt und nicht beurteilen kann. Wieviel schwerer ist das, bei nicht zu messenden Eigenschaften wie Kooperation, Fairspielenkönnen etc.

Mir erging es umgekehrt: Mein Sohn sang mir mit zwei Jahren immer Lieder vor. Wenn er die Worte nicht wusste, summte er dennoch den Ton. Ich hielt das für normal, bis ich Gleichaltrige singen hörte und feststellte: es war nicht normal, sondern es zeigte sich eine frühe Musikalität.

Lehrer sehen Kinder anders an und in anderen Situationen. Sie sind dabei nicht objektiv (aber tendentiell objektiver als die Eltern) , aber es sind genau die Situationen, die im künftigen Schulleben vermehrt vorkommen und wie ein Kind sich in diesen Situationen verhält, trägt eben sehr viel zum Schulerfolg bei.

Gruß
Elke

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Hallo

  1. Ihr seid mit Abstand diejenigen, die das Kind am besten kennen. Lass Euch nichts darüber einreden!

Nun ja, aber man muss ja auch die Schule kennen, um zu wissen,
ob das Kind und die Schule zusammenpassen.

Ja, klar. Aber das wird frühestens dann der Fall, wenn das Kind eingeschult wird. Ich vertrete nämlich der Meinung, daß umso mehr Eltern von schulpflichtigen Kindern fragt, desto größer der Vielfalt an Antworten, die dann eh nichts bringen.

Insofern würde ich denken, dass eine der Grundschullehrerinnen
der Schule das am besten beurteilen kann, fragt sich
allerdings, ob man die dazu kriegt, ein Urteil abzugeben.

Aber diese Lehrerin hat dann das Kind max. 5 Minuten gesehen. Das heisst für mich aber sehr, sehr lange, daß sie mein Kind nicht kennt. Und wenn sie versucht, sich aus diesen 5 minuten ein Bild zu machen, dann möchte ich ganz sicher nicht daß sie die Lehrerin meines Sohnes wird.

Aber da kommt doch noch dieser Schuleignungstermin bei einem
Kinderarzt, oder gibt es das nicht mehr?

Ja, zumindest in Bayern gibt es diese noch. Aber ich vermute da ist den Raster nur für den ganz groben Fällen. Ich denke, in so einen Fall wie hier beschrieben hilft das kaum weiter. Das ist aber nur meine Meinung.

Ich würde es stark von dem Eindruck abhängig machen, den ich
von der Schule habe. Wenn das eine nette, offene, kindgerechte
(und nicht nur lehrergerechte) Schule ist, dann würde ich sie
höchstwahrscheinlich einschulen, wegen der Freunde und wegen
der Gefahr der Unterforderung.

Von der Strenge oder weniger strenge der Schule würde ich das nicht abhängig machen. ausserdem es kann sein, daß die Schule „lässig“ ist (wenn ich mich so ausdrücken darf), aber die Lehrerin sehr streng. Was nun?

Ich glaube es geht in erster Linie nicht um die Schule an sich, sondern um das Kind. Die Schule kann man noch später unter die Lupe nehmen.

Viele Grüße

Danke, Dir auch schöne Grüße,
Helena

Hallo,
Wie üblich reden wir aneinander vorbei. Deshalb ist das meine letzte Antwort an Dich in diesem Artikel.

Weder noch: Den Eltern sind das!

Die Eltern mögen ihr Kind am besten kennen,

Nichts anders habe ich gesagt.

Doch. Du hast gesagt: Die Eltern kennen das Kind am besten.
Ich habe das mit einer Einschränkung belegt.

ERstes „aneinander vorbei“: Die Eltern kennen das Kind am besten. Als ganzes. Und als solches sollte mMn. eben betrachtet werden.

Aber wie genau war dein Wissensstand im Sommer BEVOR
dein Sohn die Schule anfing?

Damals kannte ich die Schule kaum. Aber wir reden wieder (zum 2.) aneinander vorbei. Mir geht es und ging keinewegs um die Schule, sondern um das Kind. Wenn diese Schule nicht passt, kann man eine andere suchen. Aber das Kind ist was uns hier beschäftigt. Zumindest mir.

WEnn du dabei warst, hat er sich anders verhalten, als wenn du
nicht dabei warst.

Das ist klar. Ich weiß es. Aber ich habe trotzdem mir ein Blick machen können wie es ist. Ausserdem habe ich die einzelfälle mit den Erzieherinnen machen können und bin deshalb im Bilde wie er sich benimmt und ob sein Verhalten in die Gruppe eher passend oder unpassend ist. Und das ist ein Teil von dem was ich berücksichtige, wenn ich entscheide ob mein Sohn eingeschult wird oder noch ein Jahr im KiGa bleibt.

Aber es täte mich sehr wundern, wenn ein Kind, das irgendwann
in Oktober Geburtstag hat, per se, nicht eingeschult werden
darf.

Nicht per se.

Eben! Und daher ist es und bleibt es m letzter Instanz meine Entscheidung.

Aber ein/e Schulleiter/in kann ein Kannkind
ablehnen, wenn er/sie denkt, dass Kind sei nicht schulreif.

OK. Dann wird den ersten Schritt den sein, daß sie das mit den Eltern besprechen und dann fängt das was ich besprochen habe, von vorne wieder.

Und dann können die Eltern, wenn sie es durchkämpfen wollen,
zum zuständigen Schulamt gehen und Einspruch einlegen. Ob sie
damit durchkommmen, hängt an ihren Argumenten und am Einfluss
des/der Schulleiters/in.

Sage ich ja (Aneinandervorbei Teil 3)

In Hessen gibt es eine Einschulungsuntersuchung.

In Bayern auch.

Was bedeutet die dann, wenn Eltern sie einfach übergehen
können?

Wo habe ich das gesagt???
Diese Untersuchung wird wohl nur das grobste finden. Und unter diesen Raster fällt ganz sicher nicht ob ein Kind am 30. September Geburtstag hat oder am 1. Oktober.

Diese Einschätzung des Gesundheitsamtsarztes, ob ein Kind schulreif ist, kann der
Schulleiter übergehen, aber er kann seine eigene Entscheidung
treffen.

Doch wenn er das richtig machen will, wird er wohl das Kind
mindestens mal 5 Minten sehen wollen, oder nicht??

Was hat das mit meiner Aussage zu tun?

Es ist nur eine Feststellung bzgl Deiner Aussage.

An fast allen Schulen hier wird ein Kennlerntag
abgehalten,

Keine ahnung ob das was bringt.

Woher willst du das wissen?

Nochmals langsam zum mitschreiben:
K-E-I-N-E A-H-N-U-N-G

Da ich es gar nicht kenne: Sind dann alle Kinder zusammen und
wird so entschieden? Oder wie läuft das ab?

Hier fragst du und oben lehnst du es schon ab?

Ich habe nichts abgelehnt! (aneinandervorbei Teil 4)

Und einandervorbei Teil 5: Du redest von der Schule. Ich vom Kind. Die Frage bezog sich nicht auf Schule, sondern auf die Tochter der Fragestellerin. Daher ist es imho hier alles OT. Was mich betrifft, so mache ich hier dicht was Deine möglichen Antworten betreffen.

Gruss,
Helena

Hallo,

sorry ich habe die Antworten nicht alle gelesen.

Meine Tochter war acht Tage „über“. Ich habe mich mit der Gruppenleiterin ihrer Kindergartengruppe unterhalten. Sie hat die Vergleichsmöglichkeiten und ( auch wenn sie einige Jahre jünger ist als ich ) die Erfahrung. An ihren Rat habe ich mich gehalten.
Dem Schultest selbst trau ich nicht zu 100%, oftmals wird so entschieden, dass die Klassenstärke passt, bzw es fehlen noch Kinder um eine neue Klasse aufzumachen, also werden alle genommen, die am Test teilnehmen.
Das klingt jetzt vielleicht makaber, ist aber leider traurige Realität, auch bei der Realschule hab ich sowas schon erlebt.

Gruß

Katl

Wir hatten das Thema zweimal. Unsere Kinder waren - mit zwei Jahren Altersunterschied - beide „Kann“-Kinder, jeweils um eine gute bzw. knappe Woche.

Beim ersten Kind habe ich mich in der Schwangerschaft mächtig gefreut, daß wir es nicht mit sechs Jahren würden einschulen müssen. Ich dachte, ein Jahr länger unbeschwertes Spielen sei das Nonplusultra, und „gönnte“ unserem Sohn, obwohl er extrem wißbegierig und sprachlich sehr weit war, ein weiteres Jahr Kindergarten. Für die Erzieherinnen war der Fall ohnehin klar. Auf keinen Fall eher einschulen, hieß es. Nun gut, da waren wir einer Meinung.

Grandioser Fehler, wie sich in der Schule schon bald herausstellte. Dort riet man uns sehr bald, ihn eine Klasse überspringen zu lassen (womit wir auch sehr lange gezögert haben).

Bei unserer Tochter haben wir trotz massiver Proteste seitens der Erzieherinnen das getan, was wir mittlerweile für richtig hielten, zumal sie durch den großen Bruder mit fünfeinhalb Jahren schon gut lesen konnte. Wir haben sie „auf Antrag“ eingeschult, und das war völlig problemlos. Inzwischen haben unsere Kinder beide ein prima Abitur gemacht

Aber würde ich diese Erfahrung verallgemeinern wollen? Wohl eher nicht. Verallgemeinern würde ich allerdings den Rat, dem elterlichen gesunden Menschenverstand eher zu trauen als irgendwelchen Kindergärtnerinnen.

Wir hatten in unserem Urlaub die Gelegenheit Kindergärten und Schulen in Indien zu besuchen.
Die Kinder gehen in diesem Land ab dem 4. Lebensjahr zur Schule, werden früher mit der Schule fertig und erreichen ohne Schaden an Leib und Seele ihr Ziel zu Studieren und vergleichbare Abschlüsse wie hier in der BRD.

Hallo,

Ich habe vor 1 1/2 Jahren die gleiche Entscheidung bei meiner Tochter treffen müssen (auch BW). Sie wurde auch erst einige Wochen nach dem Einschulungstermin 6 (also Kann-Kind). Und auch das Profil meiner Tochter sieht dem von Ihrer Tochter sehr ähnlich. Und auch die Erzieherin meiner Tochter hat mir geraten noch zu warten.
Aber wie das so ist, man kennt sein Kind ja besser wie alle anderen und will es nicht bremsen, weil es will ja unbedingt in die Schule, wo ja alle Ihre circa gleichaltrigen Kindergartenfreunde hingehen. Also habe ich sie einschulen lassen. Heute weiß ich es besser… Mit 5 (fast 6) ist ein Kind noch so wunderbar „klein“ und das ist ja auch gut so! Schule (vor allem in Baden-W.) ist harte Arbeit für ein kleines Kind und auch spannend und irgendwie ja cool, weil man ja dann „so Groß“ ist und so weiter. Meine Kleine war nach kurzer Begeisterungsphase sehr überfordert. Ein großer Teil des Tages geht für „Arbeiten“ drauf, obwohl noch ein ganzes Jahr spielen angesagt gewesen wäre. Ich finde das Grundschulwesen heutzutage sehr strikt schon ab der ersten Klasse und die Einschulung mit 5 sollte es gar nicht geben. Meine Tochter war die jüngste in der Klasse und hat dem Bewertungsdruck nicht standgehalten. In den Nächten vor den monatlichen Test hat sie fast gar nicht geschlafen und ist nie gut benotet worden. Sie hat sehr an Selbstbewusstsein eingebüsst und wiederholt jetzt die Klasse…Schule findet sie „voll doof“ und Hausaufgaben sind „das allerschrecklichste“. Ich hätte ihr diesen Rückschlag damals schon ersparen sollen und auf den Rat der Erzieherin im Kiga hören sollen, denn die kennt mein Kind zwar nicht so gut wie ich aber auch ziemlich gut und ausserdem noch viele andere Familien in solchen Situationen (eben auch aus der Vergangenheit).
Ich jedenfall Wünsche Ihrer Tochter einen Erfolgreichen Schulstart, egal ob dieses oder nächstes Jahr!

Lieber noch im Kiga lassen
Hallo,

meine beiden Kinder, obwohl sie sich beide schon mit 5 lesen und schreiben selbst beibrachten und wirklich sehr intelligent sind, wurden bewusst erst mit 7 eingeschult, obwohl jeweils die Freunde alle früher in die Schule verschwanden. Die Kinder orientieren sich schnell um und haben andere Freunde, das ist kein Problem. Sie langweilten sich auch nicht in der Schule, aber das hängt natürlich auch ein wenig davon ab, ob die Lehrerin da ein bisschen drauf eingeht und spannende Extra-Aufgaben hat. Tochter ist jetzt in der 6. Klasse Gymi und hat die 5. Klasse als Klassenbeste abgeschlossen, Sohn, jetzt in der 4. Klasse, genauso. Beide sind sozial gut integriert, selbstbewusst, und haben keinen Stress in der Schule. Was will man mehr?

Ich will aber nicht behaupten, dass es nicht auch anders sein kann. Der Sohn einer Bekannten wurde auch erst mit 7 eingeschult, und hat dann die 2. Klasse übersprungen, weil er sich so gelangweilt hat. Auch in der 7. Klasse Gymi gehört er noch zu den Klassenbesten. Allerdings leidet er schon darunter, dass er der Kleinste ist. Er gehört körperlich zu den besonders zierlichen.

Ich denke, ich würde es wieder so machen. Und wenn das Kind sich in der Grundschule tatsächlich zu Tode langweilen sollte (Kindergartenkindern wird das aber auch gerne eingeredet: „Findest du es nicht langweilig im Kindergarten?“), kann man es, so wie bei unseren Bekannten, ja wirklich immer noch überspringen lassen. Das ist sicher weniger Stress als wiederholen müssen.

Viel Erfolg,

Julia

Hi Wolf,

Ich hab weder BERECHTIGTE Argumente Dir zu widersprechen noch Dein Statement zu befürworten, aber ich finde Du wagst Dich hier schon ganz schön weit raus, daß Du während eines wohl nicht allzu lange dauernden Urlaubs (4 Wochen? 6 Wochen?) in der Lage bist so etwas zu behaupten. So von wegen ohne Schaden an Leib und Seele… Solche Einblicke hast Du dort gehabt? (Wenn dann dürften das wohl eher Jahrzehnte lange Beobachtungen sein)

Und nein, auch ich hab der UP nicht helfen können.:wink: M. E. helfen hier auch die Posts nicht weiter. Nur sie kennt ihr Kind und muß letztendlich nach ihrem Bauchgefühl gehen.

Gruß,
Christiane

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Hallo,

  1. (Und imho das wichtigste) Du und der Kindesvater seid die
    einzigen (evtl Großeltern?), die das zu entscheiden haben. Ihr
    seid mit Abstand diejenigen, die das Kind am besten kennen.
    Lass Euch nichts darüber einreden!

dem widerspreche ich deutlich!
Zum einen finde ich es von Eltern unverantwortlich, diese Entscheidung alleine, nach Bauchgefühl, zu treffen. Eltern haben selten die Qualifikation für diese Entscheidung und selbst wenn sie sie haben, haben Eltern nicht den nötigen Abstand. Mit einer falschen Entscheidung kann man dem Kind das Leben auf Jahre hinweg erschweren.
Ich widerspreche aber auch der Behauptung, Eltern würden ihre Kinder am besten kennen. Eltern kennen ihr Kind am längsten, aber für eine halbwegs objektive Betrachtung und Beurteilung fehlt ihnen schlicht der emotionale Abstand. Wenn ich jemanden innig liebe, habe ich eine rosa Brille auf und die färbt nun mal den Blick auf diesen Menschen. Sich dies einzugestehen ist für mich ein Zeichen Vernunft, es zu leugnen ein Zeichen von Dummheit.

  1. Die Anforderungen der KiGa sind mMn. welten von denen der
    Schule entfernt. Daß eine KiGa-Erzieherin sagt, wie es in der
    Schule wird, basiert nur auf Vermutungen. Bei uns war es
    soweit, daß sie meinten, es wäre für unser Kind evtl besser
    noch ein Jahr im KiGa zu bleiben, weil… er mit Scheren nicht
    gut umgehen konnte!!!

Ich kenne natürlich die Verhältnisse bei Euch nicht, aber zu behaupten die Empfehlung einer Erzieherin beruhe nur auf Vermutungen, ist eigentlich schon eine Unverschämtheit. Zumindest ist es sachlich falsch. Oder gibt es in Bayern keine Konzepte für den Übergang von KiGa nach Schule und sind die bayrischen Kindergärten reine Verwahr- und Spielanstalten ohne Bildungsanspruch? Kann ich mir auch bei den lieben Bayern nicht wirklich vorstellen.
Und ich kann mir hier auch nicht die Bemerkung verkneifen, daß mir diese Ausführung zeigt, wie wenig qualifiziert Du für die Entscheidung für oder gegen eine Einschulung warst. Wenn Du (Ihr) sie allein getroffen habt, ist es nur dem Glück zu verdanken wenn sie richtig war.

  1. … Damit
    meine ich, daß mMn. die Entscheidung für die Schule ist
    irgendwie Rückgängig zu machen. (In dem das Kind die erste
    Klasse wiederholt). Nicht so noch 1 Jahr im KiGa.

Das sehe ich anders. Nach meiner Überzeugung ist der Schaden i.d.R. größer, wenn ein Kind gleich zu Beginn der Schullaufbahn erfahren muß, daß es die an sich gestellten Anforderungen nicht erfüllen kann und durch das Wiederholen der ersten Klasse in der „öffentlichen“ Wahrnehmung (oder auch in der Selbstwahrnehmung) als „Versager“ dasteht.
Nun bin ich kein Fachmann für die Beurteilung dieser Frage, aber ich habe diese Überzeugung in den Gesprächen mit den Fachleuten gewonnen als bei uns die Entscheidung anstand ob der Große eingeschult wird.

Gruß Stefan

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Hallo,

ich arbeite an einer internationalen Schule. Wir haben Kinder ,die aus aller Welt zu uns kommen (eine gewisse Anzahl auch aus Indien).
Eine erste Klasse in Indien oder auch in England (wo ebenfalls früh eingeschult wird) ist nicht mit einer deutschen Grundschule zu vergleichen. Ohne auf die Debatte eingehen zu wollen, ob frühere oder spätere Einschulung besser ist, kann man schon sagen, dass deutsche Grundschulen ihr Niveau und ihr Arbeitstempo auf Sechsjährige ausrichten und nicht auf Vier- und Fünfjährige.
In den Anfangstagen unserer Schule haben wir Kinder so übernommen, wie sie aus anderen Ländern zu uns kamen (d.h. wenn sie dort in die zweite Klasse gingen, kamen sie bei uns in die zweite). Inzwischen bestehen wir auf einer zweitägigen Kennlernphase, nach der die Kinder bei uns einer Klassenstufe zugeordnet werden. Im Zweifelsfalle werden die Kinder in die jüngere Klasse geschickt, da es - falls sich im Nachhinein eine Korrektur als notwendig erweist - es für das Kind viel weniger stressig ist, wenn es eine Klasse hochgesetzt wird als wenn es zurückgestuft wird.

Ansonsten: Ich verstehe die Befürchtungen von Eltern, dass ihr Kind in der ersten Klasse unterfordert und gelangweilt sein könnte. Ich konnte noch allerdings noch die Argument nachvollziehen, dass ein früher eingeschultes Kind „eben früher fertig ist mit der Schule“. Es geht doch darum, dass ein Kind sich wohlfühlt und deshalb (hoffentlich) gern lernt und eine erfolgreiche Schulkarriere hat.

Gruß
Elke

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Hi Stefan,

mit all meinen Erfahrungsberichten wollte ich genau das aussprechen, was du präziser formuliert hast.

Ich sehe in den „es ist meine Entscheidung“ Aussagen das allgemeine Misstrauen gegenüber Lehrern und Erziehern, das sich durch die ganze Gesellschaft zieht. Diese prinzipielle Einstellung ist fatal (ein gesundes kritisches Verhältnis gegenüber Einzelpersonen ist etwas anderes), weil sie zu Lasten der Kinder geht.

Lehrer und Erzieher sind ausgebildete Fachkräfte und ohne Vertrauen in die Ausbildung und den guten Willen dieser Menschen ist von vorneherein das Verhältnis zwischen Eltern und Schule gespannt. Ich erlebe dieses Basis-Misstrauen täglich und es kostet eine ungeheure Energie gegen diese Elterneinstellung zu arbeiten. Energie und Zeit, die man viel besser im Unterricht und für die Arbeit mit den Kinder brauchen könnte.

Gruß
Elke

Hallo Chichi,

an Deinem Artikel kann man wunderbar ersehen, wie sehr persönliche Einstellungen und Erfahrungen auseinndergehen können.

Hier fängt es schon an:

Mit 5 (fast 6) ist ein Kind noch so wunderbar „klein“ und das ist ja
auch gut so!

Natürlich ist ein Kind in dem Alter noch klein - aber auch kein Kleinkind mehr. Mein Sohn wird im April 5, und gerade in den letzten Monaten habe ich mit großer Faszination beobachtet, wie rasant er sich entwickelt.

Da er nahezu ausschließlich mit älteren Kindern befreundet ist, und bei diesen derzeit teilweise die Einschulungsfrage akut wird, finde ich mich derzeit häufiger in Diskussionen zu diesem Thema wieder, und dabei drängt sich mir sehr häufig der Eindruck auf, dass nicht die Kinder ‚noch so wunderbar klein‘ sind, sondern ihre Mütter sie gerne klein halten und noch nicht loslassen wollen. Und ich finde, dies schwingt auch in Deinem Beitrag mit.

Ein großer Teil des Tages geht für „Arbeiten“ drauf,

Dies widerspricht gänzlich meinen Erfahrungen (auch Ba-Wü).

Bei meiner Tochter ging der Unterricht im Schneckentempo voran, der Lese- und Schreiberwerb war auf zwei statt wie früher auf ein Jahr angesetzt, und Hausaufgaben gab es so lächerlich wenige, dass ich deshalb mit der Klassenlehrerin sprach. Auch war der Unterricht derart spielerisch angelegt - inklusive Kuschelecke im Klassenzimmer-, dass meine überaus wissbegierige Tochter (wie an anderer Stelle erwähnt die Jüngste in der Klasse) sich bereits nach einem halben Jahr erbärmlich gelangweilt hat und sich teilweise auch nicht ernstgenommen gefühlt hat.

Beste Grüße

=^…^=

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Hallo,
(Deine Schimpfwörtern habe ich leider nur am Schluß gelesen. Da ich meine Arbeit nicht umsonst gemacht gesehen haben will, schicke ich es trotzdem ab, aber das mindeste was man von Dir verlangen soll ist eine Entschuldigung!)

  1. (Und imho das wichtigste) Du und der Kindesvater seid die
    einzigen (evtl Großeltern?), die das zu entscheiden haben. Ihr
    seid mit Abstand diejenigen, die das Kind am besten kennen.
    Lass Euch nichts darüber einreden!

dem widerspreche ich deutlich!
Zum einen finde ich es von Eltern unverantwortlich, diese
Entscheidung alleine, nach Bauchgefühl, zu treffen.

Das habe ich aber nirgends gesagt! Und ausserdem bin ich damit einverstanden, daß es so sein soll, wie du sagst!. So eine Entscheidung soll möglichst nach „ernsten“ Kriterien getroffen werden. Aber wie hier schon mehrfach erwähnt, KiGas tendieren Kann-Kindern grundsätzlich ein Jahr länger zu behalten. Und da kommt der menschlichen Verstand der sagt: „Ep! ich kenne mein Kind besser und aus dem und dem Grund trifft dieser Verallgemeinung meinem Kind nicht zu“.

Eltern
haben selten die Qualifikation für diese Entscheidung

Das wiederum Widerspreche ich entschieden. 6 Jahre Erziehung und Beisamensein sind für mich, in diesem Alter durchaus eine Qualifikation.

und
selbst wenn sie sie haben, haben Eltern nicht den nötigen
Abstand.

Abstand zu was?

Mit einer falschen Entscheidung kann man dem Kind das
Leben auf Jahre hinweg erschweren.

Eben! Und aus diesem Grund will diese Entscheidung gewogen sein. Und -ich wiederhole- niemand kennt das Kind besser als die Menschen, die fast 6 Jahren mit ihm verbracht haben.

Ich widerspreche aber auch der Behauptung, Eltern würden ihre
Kinder am besten kennen. Eltern kennen ihr Kind am längsten,
aber für eine halbwegs objektive Betrachtung und Beurteilung
fehlt ihnen schlicht der emotionale Abstand.

Ich glaube da sehe ein kleines Widespruch: Wie kann man ein Mensch am längsten kennen, mit ihm tagtäglich leben und nicht am Besten kennen? Ich liebe mein Kind überalles, aber ich kann mir bestimmten Paramether aussuchen und anhanddessen vermuten, ob mein Kind schulreif ist oder nicht. Abe wie gesagt, ich kann jederzeit die Meinung anderer Menschen, die mein Kind auch kennen, hören.

Wenn ich jemanden
innig liebe, habe ich eine rosa Brille auf und die färbt nun
mal den Blick auf diesen Menschen.

Aber wenn ich sehe daß bestimmte Kriterien definitiv vorhanden sind und davon macht man die Einschulung abhängig, was denn?
Ausserdem, was wäre wenn das Kind 1 Woche früher auf die Welt gekommen wäre? Wäre es deshalb schon schulreif? Das mag ich mir kaum vorstellen…

Sich dies einzugestehen ist
für mich ein Zeichen Vernunft, es zu leugnen ein Zeichen von
Dummheit.

Ich finde diese Aussage beleidigend, verletzend und als Zeichen von wenig Respekt anderer Menschen gegenüber.
Vernunft zeigt sich auch dadurch aus, daß man die Meinung von andersdenkende respktiert und nicht difamiert.

  1. Die Anforderungen der KiGa sind mMn. welten von denen der
    Schule entfernt. Daß eine KiGa-Erzieherin sagt, wie es in der
    Schule wird, basiert nur auf Vermutungen. Bei uns war es
    soweit, daß sie meinten, es wäre für unser Kind evtl besser
    noch ein Jahr im KiGa zu bleiben, weil… er mit Scheren nicht
    gut umgehen konnte!!!

Ich kenne natürlich die Verhältnisse bei Euch nicht, aber zu
behaupten die Empfehlung einer Erzieherin beruhe nur auf
Vermutungen, ist eigentlich schon eine Unverschämtheit.

Ab hier ist Schluß. Ich muß mir solchen Worten nicht gefallen lassen.
Unverschämt ist nur, wer die Meinung anderer nicht einmal hört und mit Schimpfwörter um sich geht.
Nur soviel: eine KiGa-Erzieherin kennt idR nicht wie es in der Schule geht. Genauso wie ein Bäcker nicht wissen muß welche Schuhgröße ich trage.

Aber ich gehe auf Deinen Wortwahl mit keinem anderen Wort mehr ein. Und überlege Dir was wirklich unverschämt ist bzw bedeutet.

Absolut grußlos,
H

Hi!

dem widerspreche ich deutlich!

Mit einer falschen Entscheidung kann man dem Kind das
Leben auf Jahre hinweg erschweren.

Ich widerspreche aber auch der Behauptung, Eltern würden ihre
Kinder am besten kennen.

Sich dies einzugestehen ist
für mich ein Zeichen Vernunft, es zu leugnen ein Zeichen von
Dummheit.

zu
behaupten die Empfehlung einer Erzieherin beruhe nur auf
Vermutungen, ist eigentlich schon eine Unverschämtheit.

daß
mir diese Ausführung zeigt, wie wenig qualifiziert Du für die
Entscheidung für oder gegen eine Einschulung warst.

Nach meiner Überzeugung ist der Schaden
i.d.R. größer, wenn ein Kind gleich zu Beginn der
Schullaufbahn erfahren muß, daß es die an sich gestellten
Anforderungen nicht erfüllen kann

> Nun bin ich kein Fachmann für die Beurteilung dieser Frage

Wenigstens zum Schluß kommt eine vernünftige Aussage von Dir, nachdem Du vorher äußerst beleidigend zu Felde gezogen bist und als EINZIGE Befähigung zur Beantwortung dieser Frage Deine einmalige Konfrontation zu dieser Situation widergibst.

Grüße,
Tomh

PS: Eigentlich wollte ich jeden einzelnen Punkt Deiner Ausführungen widersprechen, aber ich bin es leid, mich ständig zu wiederholen …

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Liebe uwu,

Wir leben in Baden-Württemberg. Die Schulpflicht für das
kommende Schuljahr 2009/2010 läuft bis 30. September. Unsere
Tochter wird aber „erst“ am 07. Oktober 6. Habt Ihr Erfahrung
mit dem Thema?

nur scheinbare, als meine Tochter als Kann-Kind eingeschult wurde, war noch 30. Juni Stichtag. Und ein Augustkind wäre schon regulär einzuschulen.

Dieses hier:

Alle ihre
Freundinenn und Freunde gehen in diesem Jahr als Muss-Kinder
zur Schule.

lässt mich dennoch zur Einschulung raten, wenn denn tatsächlich alle Freundinnen und Freunde in die Schule kommen. Für mich war dies ein wichtiges Argument, weil doch Kinder noch stark von ihrer Gruppe abhängen.

Die Erzieherin rät trotzdem zu noch einem Jahr Kindergarten.
Weil sie motorisch noch nicht ganz so weit sei und auch die
Motivation/Konzentration noch ein bisschen besser werden
könnte.

Hast Du bei der Motorik nachgefragt, woran es denn fehle? Nicht, dass ich glaubte, man könne so etwas üben, aber manchmal sind motorische Probleme auch Indikatoren für andere Dinge. Und Konzentration kann besser, aber, z.B. durch Langeweile, auch schlechter werden.

Die Verbindungslehrerin Kindergarten-Schule (hat sie 5x eine
knappe Stunde gesehen) hat keine Zwefel, dass sie vom Kopf her
problemlos mitkommt, empfiehlt aber, die Punkte „Motorik“ und
„Motivation/Konzentration“ zumindest in den kommenden Monaten
ganz genau zu beobachten. Die Musikschul-Lehrerin empfiehlt
Einschulung.

Was ist es denn für ein Instrument, das Dein Kind beherrscht bei sonstigen Motorik-Problemen?

Wir bewegen uns zwischen zwei Sorgen:

  1. Wenn wir sie einschulen, überfordern wir sie dann?
  2. Wenn wir sie im Kindergarten lassen, langweilt sie sich
    dann und geht ihre Wissbegiere vor die Hunde?

Genau dies sind die Entscheidungen, die Dir niemand abnehmen kann. Ich selber würde zum Einschulen tendieren. Ich bin selber ein Kann-Kind (auch Anfang Oktober) und wurde trotz Verspieltheit eingeschult, war dann weiterhin verspielt, durchlebet so die Grundschule.

Im Gymnasium wurde es dann langsam besser, weil ich vernünftiger gefordert wurde.

Gruß, Karin

Also - das Argument, daß (alle?) Freunde eingeschult werden, ist das einzige, das ich nieniemalsnicht als ausschlaggebend in Betracht ziehen würde. Gerade in dem Alter haben Freundschaften doch ein ziemlich rasches Verfallsdatum. Und danach eine Schullaufbahn auszurichten, kommt mir ziemlich absurd vor.

Ich erinnere mich, daß der Sohn einer Bekannten an einem bestimmten Gymnasium angemeldet wurde, weil der beste Freund sich auch dort beworben hatte. Der „Haken“ war, daß es dort nur noch Platz in der Lateineingangsklasse gab, aber das nahm man um der Freundschaft willen in Kauf.

Der beste Freund wurde dann auf besagtem Gymnasium nicht angenommen, der Knabe der Bekannten aber doch. Und hat sich dann für nichts und wieder nichts länger mit Latein herumschlagen müssen, als für ihn gut war. Seine Versetzung stand jahrelang deswegen auf der Kippe.

Meine Schwester hat ihre Tochter auch wegen bestimmter Freundschaften auf eine bestimmte Schule mit ziemlich hohem Leistungsniveau geschickt. Keine der Freundschaften existiert heute noch, und meine Nichte quält sich ziemlich.

Tja.

Gruß, Aia

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