Unsere Tochter ist um 7 Tage ein Kann-Kind-was tun

Hallo Aia,
Ich glaube -bitte berichtige mich, wenn ich falsch liege-, daß in Deinen Beispiele um Kinder geht die schön längst ihren 6. Lebensjahr vergessen haben. Stimmt das?

Wenn das so ist, so glaube ich, daß den Vergleich nicht richtig ist. Schon alleinwegen der Reife und die Psyche ist es mMn. kaum zu vergleichen.

Also - das Argument, daß (alle?) Freunde eingeschult werden,
ist das einzige, das ich nieniemalsnicht als ausschlaggebend
in Betracht ziehen würde.

Ich glaube, wenn man von 5-jährigen reden ist es vielleicht nicht schlaggebend, aber zumindest wichtig und sehr bezeichnend. Denn wenn ein Kind, das sich freiwillig entschliesst dauernd mit älteren zu spielen, heisst es für mich zumindest, daß es geistig auf deren Niveau ist. Wenn dem nicht so wäre, würde sich gleichaltrigen bzw. jüngeren Spielgefährten suchen.

Gerade in dem Alter haben
Freundschaften doch ein ziemlich rasches Verfallsdatum.

Auch hier kann ich nciht zustimmen: Mein sohn war die 3 Jahre KiGa sehr sehr dick befreundet mit einem Muß-Kind. Die waren wirklich unzertrennlich. Egal was sie machten, immer gemeinsam. Jetzt 5 Jahre später, mußte dieses Muß-Kind die erste Klasse wiederholen und so sind sie zwangsläufig im Unterricht getrennt. Trotzdem spielen sie immer noch oft zusammen und besuchen sich gegenseitig zum spielen.

Und
danach eine Schullaufbahn auszurichten, kommt mir ziemlich
absurd vor.

Wir reden „nur“ von „Grundschullaufbahn“. Von späteren Jahren war hier nie der Rede, wenn ich es richtig verstanden habe.

Meine Schwester hat ihre Tochter auch wegen bestimmter
Freundschaften auf eine bestimmte Schule mit ziemlich hohem
Leistungsniveau geschickt. Keine der Freundschaften existiert
heute noch, und meine Nichte quält sich ziemlich.

Ds würde ich auch nicht machen. Aber wie gesagt, ich persönlich sehe einen gewaltigen Unterschied zwischen Gymnasiasten und Grundschulkinder.

Schöne Grüße,
Helena

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Hi,

(Deine Schimpfwörtern habe ich leider nur am Schluß gelesen.
Da ich meine Arbeit nicht umsonst gemacht gesehen haben will,
schicke ich es trotzdem ab,

Ich finde es interessant (und bezeichnend), daß Du antwortest ohne den Beitrag komplett gelesen zu haben…

aber das mindeste was man von Dir
verlangen soll ist eine Entschuldigung!)

Mir ist nicht wirklich klar, was Du in meinem Beitrag als „Schimpfwort“ oder als beleidigend empfindest. Ich vermute, es ist das Wort „Unverschämtheit“. Es gehört aber schon eine Menge böser Wille dazu die Aussage „diese Behauptung ist eigentlich eine Unverschämtheit, zumindest ist sie sachlich falsch“ als Beschimpfung zu empfinden. Es ist eine deutliche, durchaus auch „harte“ Aussage, aber eine Beschimpfung sieht im Deutschen doch anders aus.

Eltern
haben selten die Qualifikation für diese Entscheidung

Das wiederum Widerspreche ich entschieden. 6 Jahre Erziehung
und Beisamensein sind für mich, in diesem Alter durchaus eine
Qualifikation.

Zusammenleben bezeichnest Du als Qualifikationsmaßnahme? Nun, ich will mich nicht über Worte streiten, aber als Qualifikation für die Entscheidung über den Zeitpunkt der Einschulung taugt es nicht.
Mit dem gleichen Recht könnte man 20 Jahre Reinigungstätigkeit in einem Krankenhaus als Qualifikation für den Pflegeberuf bezeichnen.

und
selbst wenn sie sie haben, haben Eltern nicht den nötigen
Abstand.

Abstand zu was?

Zum Kind.

Ich widerspreche aber auch der Behauptung, Eltern würden ihre
Kinder am besten kennen. Eltern kennen ihr Kind am längsten,
aber für eine halbwegs objektive Betrachtung und Beurteilung
fehlt ihnen schlicht der emotionale Abstand.

Ich glaube da sehe ein kleines Widespruch: Wie kann man ein
Mensch am längsten kennen, mit ihm tagtäglich leben und nicht
am Besten kennen? Ich liebe mein Kind überalles, aber ich kann
mir bestimmten Paramether aussuchen und anhanddessen vermuten,
ob mein Kind schulreif ist oder nicht. Abe wie gesagt, ich
kann jederzeit die Meinung anderer Menschen, die mein Kind
auch kennen, hören.

Da stellt sich die Frage, was soll das „besser kennen“ eigentlich bedeuten?
In dieser Diskussion steht diese Feststellung doch dafür, wer das zukünftige Verhalten und den aktuellen Entwicklungsstand am sichersten beurteilen kann. Und in diesem Zusammenhang ist die zusammen verbrachte Zeit nicht das wichtigste oder gar entscheidende Kriterium.

Wenn ich jemanden
innig liebe, habe ich eine rosa Brille auf und die färbt nun
mal den Blick auf diesen Menschen.
Sich dies einzugestehen ist
für mich ein Zeichen Vernunft, es zu leugnen ein Zeichen von
Dummheit.

Ich finde diese Aussage beleidigend, verletzend und als
Zeichen von wenig Respekt anderer Menschen gegenüber.
Vernunft zeigt sich auch dadurch aus, daß man die Meinung von
andersdenkende respktiert und nicht difamiert.

Nun, in meinen Augen ist die Feststellung, daß emotionale Nähe die Beurteilung eines Menschen beeinflußt, keine Meinungsäußerung sondern eine Tatsache. Und das Leugnen von Tatsachen betrachte ich nun mal als Dummheit. Insofern fehlt mir auch der Respekt vor diesen Menschen, da hast Du sicher recht. Dazu stehe ich aber, ich kann nicht jeden und alles respektieren.
Sollte man mir nachweisen, daß meine Feststellung sachlich falsch ist, fällt der Vorwurf der Dummheit natürlich auf mich zurück.

Unverschämt ist nur, wer die Meinung anderer nicht einmal hört
und mit Schimpfwörter um sich geht.

Du kennst das Sprichwort mit dem Glashaus und dem Steinewerfer? Ich zumindest lese ein Posting möglichst genau durch und denke darüber nach bevor ich antworte (warum muß ich hier bloß an Deinen einleitenden Satz denken?)…

Nur soviel: eine KiGa-Erzieherin kennt idR
nicht wie es in der Schule geht. Genauso wie ein Bäcker nicht
wissen muß welche Schuhgröße ich trage.

Und genau diese Aussage ist hochgradig ungerecht gegenüber Erziehern(innen) und zeugt von einer erschreckenden Ahnungslosigkeit über den Erzieherberuf.
Wäre ich Erzieher, würde ich diesen Vergleich als unverschämte Beleidigung empfinden.

Absolut grußlos,
H

Nun, ich vergesse meine Manieren auch in einer schärferen Diskussionen nicht, daher:

Gruß Stefan

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Hi,

Du fragst mich auch noch was ich unverschämt finde und daß ich es tue bezeichnend ist???

Schon das allein grenzt für mich an Unverschämtheit.

Lies, wenn du darauf eine Antwort willst, die sehr gute, präzise und bezeichnende Antwort von Tomh, 12.2.2009 14:20

Dir habe ich wirklich nichts mehr zu sagen.

Gruss (nur der Manieren wegen)
Helena

Hallo,

Du fragst mich auch noch was ich unverschämt finde

ja, das frage ich mich immer noch, vor allem nachdem ich meinen Beitrag näher erläutert habe.
Denn wenn Du das nicht erläutern willst oder kannst, läuft Deine Empörung ins Leere.

und daß ich
es tue bezeichnend ist???

Nein, nein. Lies doch bitte etwas genauer, auch wenn es für Dich als Spanierin sicher sehr anstrengend ist. Bezeichnend fand ich, daß Du mit Deiner Antwort beginnst bevor Du das Posting komplett gelesen hast.

Schon das allein grenzt für mich an Unverschämtheit.

Soll das jetzt eine Retourkutsche sein? Ich fühle mich dadurch aber nicht beleidigt…

Lies, wenn du darauf eine Antwort willst, die sehr gute,
präzise und bezeichnende Antwort von Tomh, 12.2.2009 14:20

Interessant, was für Dich eine „präzise Antwort“ ist. Daß Du sie gut findest, kann ich ja bestens verstehen, aber Präzision (Genauigkeit) ist etwas anderes… Außer einem plumpen Beleidigungsversuch kann ich dem Posting nicht viel entnehmen.

Gruss (nur der Manieren wegen)

Na, das ist doch mal was…

Gruß Stefan

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Hi Christiane,

Ich hab weder BERECHTIGTE Argumente Dir zu widersprechen noch
Dein Statement zu befürworten, aber ich finde Du wagst Dich
hier schon ganz schön weit raus, daß Du während eines wohl
nicht allzu lange dauernden Urlaubs (4 Wochen? 6 Wochen?) in
der Lage bist so etwas zu behaupten. So von wegen ohne Schaden
an Leib und Seele… Solche Einblicke hast Du dort gehabt?
(Wenn dann dürften das wohl eher Jahrzehnte lange
Beobachtungen sein)

Ich bin seit 12 Jahren in Irland (hier werden Kinder ebenfalls mit 4 eingeschult) - ist das lange genug? :wink:

Und ich kann bestaetigen, dass die Kids hier ganz „normal“ sind. Wenn es nach einigen Eltern ginge waeren sie schon ab 3 Jahren in der Schule - das hat aber zugegebenermassen mehr mit den Preisen fuer eine Ganztagsbetreuung zu tun (Schule ist halt billiger). Aber die Schulsysteme (bzw. Ausbildungssysteme) lassen sich nur schlecht vergleichen

Um auch noch etwas zum UP zu schreiben - ich bin mit 5 eingeschult worden und moechte behaupten, dass es mir nicht geschadet hat (bei mir waren es allerdings nur ein paar Wochen bis zum 6. Geburtstag). Durch die gesamte Schulzeit habe ich mich weder ueber- noch unterfordert gefuehlt, etwaige Leistungsdefizite waren allein meiner Faulheit zuzuschreiben (ich habe meine Schulzeit damit verbracht nach dem oekonomischen Prinzip zu leben *g*) und obwohl ich nicht studiert habe ist „etwas anstaendiges“ aus mir geworden… :smile:

liebe Gruesse,
Astrid

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Hallo Aia,

Also - das Argument, daß (alle?) Freunde eingeschult werden,
ist das einzige, das ich nieniemalsnicht als ausschlaggebend
in Betracht ziehen würde. Gerade in dem Alter haben
Freundschaften doch ein ziemlich rasches Verfallsdatum. #

meine Tochter hatte damals (seit Kindergarteneintritt) mehrere gute Freunde, mit denen sie dann auch nach der Grundschulzeit noch zusammen war. Kinder, die heute den und morgen den als „Freund“ bezeichnen, haben vielleicht sogar eine geringere soziale Reife?

Und
danach eine Schullaufbahn auszurichten, kommt mir ziemlich
absurd vor.

Ah ja, dieses Jahr in die Schule oder nächstes Jahr in die Schule richtet gleich die ganze Schullaufbahn aus?

Ich erinnere mich, daß der Sohn einer Bekannten an einem
bestimmten Gymnasium angemeldet wurde, weil der beste Freund
sich auch dort beworben hatte.

Also 4 Jahre älter als das Kind, um das es hier geht.

Meine Schwester hat ihre Tochter auch wegen bestimmter
Freundschaften auf eine bestimmte Schule mit ziemlich hohem
Leistungsniveau geschickt. Keine der Freundschaften existiert
heute noch, und meine Nichte quält sich ziemlich.

Es geht doch offensichtlich darum, mit den aktuellen Freunden in die gerade zuständige Sprengelschule zu kommen. Was das mit Deinen „Schullaufbahn“-Geschichten zu tun hat, hat sich mir leider nicht erschlossen.

Gruß, Karin

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Hallo Astrid,

Ich bin seit 12 Jahren in Irland (hier werden Kinder ebenfalls
mit 4 eingeschult) - ist das lange genug? :wink:

Da musst du die Iren fragen :wink:
Aber zum Thema: An meiner Schule gibt es britische, amerikanische, südafrikanische und deutsche Lehrer.
Und Eltern aus sehr vielen Ländern, die ihre Kinder gerne sehr früh einschulen würden (verstehe ich - der int. Kindergarten um die Ecke ist mehr als doppelt so teuer wie unsere Schule).
Ein paar mal haben sich die mit der Entscheidungsgewalt platt schlagen lassen und Kinder früher genommen, als die Lehrer für gut befunden haben - es hat sich jedes Mal gerächt.
Weil „reception class“ in einer englischen oder walischen Schule eben nicht mit einer ersten Klasse in Deutschland zu vergleichen ist. Die mögen dort schon Schreiben lernen, aber der ganze Aufbau entspricht im wesentlichen eben nicht einer ersten Klasse. Das mag für Außenstehende so aussehen, aber es ist einfach nicht der Fall.

Gerade heute war wieder eine Klassenkonferenz angesetzt: ein Kind, dass aus einem anderen Land kam, wo es gerade die dritte Klasse absolviert hatte. Unsere Lehrer der dritten Klasse plädierten alle, dass der Junge Klasse 3 bei uns „nochmal“ machen sollte. Die Eltern sperrten sich, der neue (unerfahrene) Head teacher ließ sich von den Eltern unter Druck setzen und der Junge kam in die vierte. Jetzt ist das erste Halbjahr rum, die Noten sind besch**, das Kind ist frustriert und demotiviert, die Eltern suchen überall nach Schuldigen (außer bei sich selbst - dass sie sich über die Empfehlung der Fachleute hinweggesetzt haben, die wussten, was in der vierten verlangt wird, wird ausgeblendet).
Fazit und immer wieder bestätigt: Reception ist nicht erste Klasse.
Klassenstufen in verschiedenen Systemen sind nur bedingt mit einer vergleichbar.

Gruß
Elke

Hi,

Ich bin seit 12 Jahren in Irland (hier werden Kinder ebenfalls
mit 4 eingeschult) - ist das lange genug? :wink:

Ja.:wink:

Ich möcht auch überhaupt nicht rumstreiten, aber die so überzeugt geschilderte Urlaubserfahrung fand ich dann doch etwas hanebüchen.

Ich hätte auch ein paar „Urlaubserfahrungen“ in Asien, die zwar sogar mehr als ein Semester gedauert haben, dennoch würd ich mich hüten mit so etwas zu argumentieren.

und obwohl ich nicht
studiert habe ist „etwas anstaendiges“ aus mir geworden… :smile:

Hi, hi, ein typisches deutsches Vorurteil. Vielleicht muß es aber auch heißen „gerade weil Du nicht studiert hast ist etwas…“

Liebe Grüße,
Christiane

Hi Astrid,

Dem was du schreibst hätte ich von Spanien auch sagen können.

Ich kann mich nie einen Lächeln unterdrücken, wenn ich das Gesicht von spanischen Eltern sehe, die nicht wissen, daß SchulPFLICHT erst ab 6 ist. Das weiß ich nicht weil ich sonstwas bin, sondern schlich un einfach weil ich sehr gute Freundinen habe, die Lehramt studiert haben und eben Lehrerinnen sind und als solches arbeiten. Ausserdem kann das jeder im Web auf der entsprechenden Regierungsseiten lesen.

Was will das heissen?: Daß in Spanien ist es so normal, daß die Kinder mit 5 eingeschult werden, daß es die Mehrheiten den Eltern offenbar nicht auffällt, daß es auch anders möglich ist.

Ah! und wie es aussieht, scheint der Trend dazu zu gehen, daß die Eltern mit 7 Stunden täglich (von 9 bis 13 und von 15 bis 18 Uhr) sich nicht zufrieden geben und meistens wollen sie, daß ihre Kinder noch länger in die Schule bleiben!

Schöne Grüße,
Helena