Hi,
(Deine Schimpfwörtern habe ich leider nur am Schluß gelesen.
Da ich meine Arbeit nicht umsonst gemacht gesehen haben will,
schicke ich es trotzdem ab,
Ich finde es interessant (und bezeichnend), daß Du antwortest ohne den Beitrag komplett gelesen zu haben…
aber das mindeste was man von Dir
verlangen soll ist eine Entschuldigung!)
Mir ist nicht wirklich klar, was Du in meinem Beitrag als „Schimpfwort“ oder als beleidigend empfindest. Ich vermute, es ist das Wort „Unverschämtheit“. Es gehört aber schon eine Menge böser Wille dazu die Aussage „diese Behauptung ist eigentlich eine Unverschämtheit, zumindest ist sie sachlich falsch“ als Beschimpfung zu empfinden. Es ist eine deutliche, durchaus auch „harte“ Aussage, aber eine Beschimpfung sieht im Deutschen doch anders aus.
Eltern
haben selten die Qualifikation für diese Entscheidung
Das wiederum Widerspreche ich entschieden. 6 Jahre Erziehung
und Beisamensein sind für mich, in diesem Alter durchaus eine
Qualifikation.
Zusammenleben bezeichnest Du als Qualifikationsmaßnahme? Nun, ich will mich nicht über Worte streiten, aber als Qualifikation für die Entscheidung über den Zeitpunkt der Einschulung taugt es nicht.
Mit dem gleichen Recht könnte man 20 Jahre Reinigungstätigkeit in einem Krankenhaus als Qualifikation für den Pflegeberuf bezeichnen.
und
selbst wenn sie sie haben, haben Eltern nicht den nötigen
Abstand.
Abstand zu was?
Zum Kind.
Ich widerspreche aber auch der Behauptung, Eltern würden ihre
Kinder am besten kennen. Eltern kennen ihr Kind am längsten,
aber für eine halbwegs objektive Betrachtung und Beurteilung
fehlt ihnen schlicht der emotionale Abstand.
Ich glaube da sehe ein kleines Widespruch: Wie kann man ein
Mensch am längsten kennen, mit ihm tagtäglich leben und nicht
am Besten kennen? Ich liebe mein Kind überalles, aber ich kann
mir bestimmten Paramether aussuchen und anhanddessen vermuten,
ob mein Kind schulreif ist oder nicht. Abe wie gesagt, ich
kann jederzeit die Meinung anderer Menschen, die mein Kind
auch kennen, hören.
Da stellt sich die Frage, was soll das „besser kennen“ eigentlich bedeuten?
In dieser Diskussion steht diese Feststellung doch dafür, wer das zukünftige Verhalten und den aktuellen Entwicklungsstand am sichersten beurteilen kann. Und in diesem Zusammenhang ist die zusammen verbrachte Zeit nicht das wichtigste oder gar entscheidende Kriterium.
Wenn ich jemanden
innig liebe, habe ich eine rosa Brille auf und die färbt nun
mal den Blick auf diesen Menschen.
Sich dies einzugestehen ist
für mich ein Zeichen Vernunft, es zu leugnen ein Zeichen von
Dummheit.
Ich finde diese Aussage beleidigend, verletzend und als
Zeichen von wenig Respekt anderer Menschen gegenüber.
Vernunft zeigt sich auch dadurch aus, daß man die Meinung von
andersdenkende respktiert und nicht difamiert.
Nun, in meinen Augen ist die Feststellung, daß emotionale Nähe die Beurteilung eines Menschen beeinflußt, keine Meinungsäußerung sondern eine Tatsache. Und das Leugnen von Tatsachen betrachte ich nun mal als Dummheit. Insofern fehlt mir auch der Respekt vor diesen Menschen, da hast Du sicher recht. Dazu stehe ich aber, ich kann nicht jeden und alles respektieren.
Sollte man mir nachweisen, daß meine Feststellung sachlich falsch ist, fällt der Vorwurf der Dummheit natürlich auf mich zurück.
Unverschämt ist nur, wer die Meinung anderer nicht einmal hört
und mit Schimpfwörter um sich geht.
Du kennst das Sprichwort mit dem Glashaus und dem Steinewerfer? Ich zumindest lese ein Posting möglichst genau durch und denke darüber nach bevor ich antworte (warum muß ich hier bloß an Deinen einleitenden Satz denken?)…
Nur soviel: eine KiGa-Erzieherin kennt idR
nicht wie es in der Schule geht. Genauso wie ein Bäcker nicht
wissen muß welche Schuhgröße ich trage.
Und genau diese Aussage ist hochgradig ungerecht gegenüber Erziehern(innen) und zeugt von einer erschreckenden Ahnungslosigkeit über den Erzieherberuf.
Wäre ich Erzieher, würde ich diesen Vergleich als unverschämte Beleidigung empfinden.
Absolut grußlos,
H
Nun, ich vergesse meine Manieren auch in einer schärferen Diskussionen nicht, daher:
Gruß Stefan