Unternehmensphilosophie

Hi,

Vorurteil? Die gängigen Klischeevorstellungen über das
Unternehmertum einwenig aufs Korn zu nehmen, ist weder
intellektuelle Schwäche, noch Zynismus, - sondern heilsame
Kritik.

Dein statement war eine Antwort auf meines:

http://www.wer-weiss-was.de/cgi-bin/www/service.fpl?..

Und eine gängige Klischeevorstellung ist das, was du uns da unterbreitest hast! Wirtschaftesethische Positionen mit
einer solchen destruktiv dahingerotzen Antwort zu quittieren,
zeugt nicht von der Intention „heilsame“ Kritik üben zu wollen.

Zusehr ist dieses Netz der Marktwirtschaft in unserer Zeit vom
Egoismus einzelner Gruppen durchflochten, was nicht zuletzt
Schuld an der Abgrundfahrt unserer Gesellschaft ist.

Die Abgrundfahrt unserer Gesellschaft ist unser Preis
an die Globalisierung. Den Egoismus hat es schon immer gegeben,
das ist keine Novität!

Vielleicht wäre es gut, daß Du mal die derzeitige Kontroverse
von Großunternehmen wie Intel kontra AMD anschaust.

Das tue ich tagtäglich!

Mit welcher „Philosophie“ wird da gearbeitet? Könnte mein obiges
Zitat, da nicht wie die Faust aufs Auge passen?

Das ist so ein Argument, wie wenn du sagen würdest:
Aber Berlin ist doch Hauptstadt und nicht Bonn!
Darum ging es nicht und ich habe das auch nicht behauptet!
Wenn du jemanden vor dem Hungertod retten willst, wäre es da
sinnvoll aus einem Solidargedanken heraus vielleicht,
mitzuverhungern?
Ich habe es schon einmal erwähnt, in meinem kürzlich
eingestellten Artikel: „Wertethik“ habe ich ausdrücklich eine
kritische Position eingenommen und Kritik erbeten!
Voruteile aber will ich nicht dulden, fundierter Kritik
gegenüber bin ich immer aufgeschlossen und sogar dankbar!
z.B. der hier so arg gescholtene Popper, es gehört in diesem
Brett schon zum guten Ton Popper zu diskreditieren.
Obwohl die meisten sicherlich seine Arbeit gar nicht
oder nur sehr wage kennen. Das zeigt sich u.a. in dem
nicht totzubringenden Vorurteil, Popper wäre ein
Positivist!
Ganz klar habe auch ich meine kritischen Ansätze, aber
wer ist schon perfekt? Philosophen sind auch nur Menschen
haben und machen Fehler, deshalb ist es aber noch längst
nicht legitim gleich das ganze Werk zu diskreditieren.
Bei ihm ist das vor allem ein Schutzmechanismus der da
wirkt! Man möchte seine eigene Position verteigen,
die da Herr Popper a priori angreift, indem er die
Falsifikation beschreitet und beschreibt!
Conterganopfer wären beispielsweise dankbar,
hätten sich die Pharmazeuten an Popper gehalten!
Und viele „Nichtopfer“ von anderen verworfenen Präparaten,
müßten Popper dankbar sein, ohne dies zu wissen!
Die Kausalität wissenschaftstheoretischer Methoden
sind ja auch im praktischen alltäglichen Leben eruierbar.
Das Wahre suchen heißt nicht das wünschenswerte suchen,
hat Camus gesagt. Wobei das Wahre nicht unbedingt
dem Wünschenswerten widersprechen muss!
Aber schlussendlich wird sich doch durchsetzen, was richtig
und was falsch, was sinnvoll und unsinnig ist!
Ich habe wirklich nichts gegen dich persönlich, lieber Rolf!
Es geht mir um die Sache!
Wenn ich ein wenig meine Contenance verloren habe, dann
verzeih mir!

Gruß
HC