Unterschied katholisch evangelisch

Hallo Theologen,

was mich schon länger beschäftigt:
Was sind eigentlich die Kernunterschiede zwischen evangelischem und katholischem Christentum? Es geht mir nicht um unterschiedliche Rituale und Bräuche sondern die Kernpunkte im Glauben und im Umgang mit Gott. Kurz und knackig wäre mir am liebsten (wenn ich mir was wünschen dürfte).
Und es gibt ja auch noch andere Christen (Neuapostolisch, orthodox,…)- worin liegen hier die Glaubensunterschiede?

Vielen Dank und Grüße
Harry

Hallo Theologen,

was mich schon länger beschäftigt:
Was sind eigentlich die Kernunterschiede zwischen
evangelischem und katholischem Christentum?

Kurz und knackig wäre mir am liebsten

Schau Dir die Abschnitte Glaubensinhalte/ Morallehre, bzw. Lehre
http://de.wikipedia.org/wiki/R%C3%B6misch-katholisch
http://de.wikipedia.org/wiki/Evangelische_Kirche
an.

Und es gibt ja auch noch andere Christen (Neuapostolisch,
orthodox,…)- worin liegen hier die Glaubensunterschiede?

http://de.wikipedia.org/wiki/Neuapostolische_Kirche
ebenfalls unter Lehre gucken.

Für die orthodoxe Kirche steht in der Wiki rel. wenig drin.
ganz Kurz: ist eher der kath. Kirche ähnlich, allerdings darf ein Priester verheiratet sein, ab dem Bischof dürfen es nur unverheirtatete Mönche sein.

Ciao maxet.

Hallo, Harry,

die drei entscheidenden Punkte sind

  • die Stellung des Papstes als Nachfolger des Petrus, wird von den Protestanten nicht akzeptiert,

  • die Eucharistielehre, für die Katholiken IST die Hostie der Leib Christi, für die Protestanten BEDEUTET das Brot den Leib Christi (wobei es da Feinunterschiede gibt),

  • die Rechtferstignungslehre, die Katholen haben die Beichte und die Möglichkeit durch gute Werke ihre Sünden lozuwerden, die Evangelen müssen daran glauben, ehe sie das Gefühl der Gnade, der Erleichterung verspüren dürfen.

Ach ja, katholische Kirchen sind schöner! Sagt man.

Gruß Fritz

im tiefsten herzen ist jeder katholisch…
meinte mal ein erzkathole zu mir…

schauder,
coco

Servus Coco,

was schaudert Dir an diesem Gedanken?

Immerhin ist ein Kernstück des Katholizismus die zutiefst empfundene Unvollkommenheit der Menschen (im Gegensatz zur reformierten Streberei nach Idealem/Idealisiertem).

Man trifft sich nach dem Krieg um fünfe beim Lutherschen „Sündige tapfer!“

In diesem Sinne

MM
dessen Großvater, Dekan der ev. Landeskirche in Württemberg, fließend sämtliche Quellen (auch die hebräischen) lesend und ein großer Exeget vor dem Herrn, immer mal wieder gerne der Stuppacher Madonna ein nicht einmal geheimes Besüchlein abstattete, zur Entspannung von all der Heilsjagd sozusagen, vielleicht auch zur Meditation über „Haschen nach Wind“…

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Ja, Martin, die

Stuppacher Madonna

hab ich dreimal besucht, als ich zu Merchadôl zur Kur war. Und die anderen Grünewälder! Hier in KA und drunt in Colmar! Oioioioi!

Man schüttelt seine Erblast nur schwer ab. :wink:

Fritz

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Lieber Martin,

jaja, ich weiß, das ist keine Antwort auf den Artikel von Harry. Es widerstrebt mir, 488 Jahre Theologie auf einer halben Seite „kurz und knackig“ darzustellen.

Jedoch habe ich an Deine Darstellung manche Frage:

Immerhin ist ein Kernstück des Katholizismus die zutiefst
empfundene Unvollkommenheit der Menschen (im Gegensatz zur
reformierten Streberei nach Idealem/Idealisiertem).

Nach meiner bescheidenen Kenntnis der katholischen Theologie sieht sie den Menschen eben nicht so unvollkommen wie der evangelische Glaube. Es sei, so sagt sie, auch nach dem Sündenfall noch ein Rest des Guten im Menschen geblieben, während die evangelische Kirche mit Lazarus Spengler singt: „Durch Adams Fall ist ganz verderbt Natur und menschlich Wesen…“

Man trifft sich nach dem Krieg um fünfe beim Lutherschen
„Sündige tapfer!“

So hat er gesagt, doch er fügte auch hinzu: „aber glaubt kräftiger!“
Aber das ist eine andere Geschichte.

Gruß - Rolf

Das war wohl…
… ein typischer Fall von Selbstüberschätzung von dem guten Katholen.

Ich zumindest bin froh, NICHT katholisch zu sein und als echter Lutheraner sagen zu können, daß der leicht größenwahnsinnnige scheinheilige Vater in Rom mächtig einen an der Waffel hat. Und ich bin noch froher, daß ich mich nicht mit dem Blödsinn mit der Beichte rumschlagen muß (als ob ein mensch mir meine Sünden abnehmen könnte, schon der Gedanke ist Gotteslästerung).

Neee — die können mich echt mal.
Abgesehen davon gefallen mir die nüchternen protstenatischen Kirchen wesentlich besser als die protzigen katholischen Gotteshäuser, die ja ihren Prunkt weniger zur Ehre des Herrn (der legt auf so was keinen wert) sondern mehr zum Ruhme und Protze der katholischen Kirche haben.

Gernot Geyer

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Hallo zusammen

Der wichtigste Unterschied fehlt noch:
Bei den Evangelikanen ist die oberste und höchste Instanz die Bibel
Die Katholiken haben nebst der bibel und dem Papst noch eine andere schrift und die Akrokrüphen.
Im weiteren beten sie unbiblisch zu Heiligen (nicht nur zu Gott), glauben unbiblisch ddas Maria bis Lebensende jungfrau war (dh Jesus keine geschwister hatte) und sogar Lebend in den Himmel gefahren ist.

Möchte das untenstehende dazu noch ergänzen

  • die Stellung des Papstes als Nachfolger des Petrus, wird von
    den Protestanten nicht akzeptiert,

nicht akzeptiert wird eigentlich die unfehlbarkeit des Papstes, da kein mensch unfehlbar ist.

  • die Eucharistielehre, für die Katholiken IST die Hostie der
    Leib Christi, für die Protestanten BEDEUTET das Brot den Leib
    Christi (wobei es da Feinunterschiede gibt),

Dies ist nicht ganz korrekt. Die Protestanten sind sich da nicht einig. Eine wesentliche differnz besteht aber darin, dass bei den katholiken unbedingt ein Prister das Abendmahl segnen muss, ansonsten es keines sein soll. Bei den Protestanten besteht keine entsprechende Vorschrifft/Ansicht

  • die Rechtferstignungslehre, die Katholen haben die Beichte
    und die Möglichkeit durch gute Werke ihre Sünden lozuwerden,

Die Katholiken sind vion der anischt das durch gute Werke Sünden vergeben werden abgekommen.
Dafür glauben sie entgegen der bibel, dass man im Fegefeuer wegen allfälligen unvergebeben Sünden noch leiden muss, bevor man ins Paradies eingehen kann

die Evangelen müssen daran glauben, ehe sie das Gefühl der
Gnade, der Erleichterung verspüren dürfen.

Dies ist nicht ganz korrekt. Sie beziehen sich auch da auf die Bibel:
Jesus vergibt, wenn man Busse tut, dh um vergebung bittet und umkehrt von den Taten.

Ach ja, katholische Kirchen sind schöner! Sagt man.

Sie haben zumindest mehr Schmuck etc

Gruß Beat

Hallo Martin

was schaudert Dir an diesem Gedanken?

Immerhin ist ein Kernstück des Katholizismus die zutiefst
empfundene Unvollkommenheit der Menschen

Dito Evangelikanen

(im Gegensatz zur
reformierten Streberei nach Idealem/Idealisiertem).

Dies ist kein Widerspruch. In der Bibel steht klaR (Paulus) dass wir jesusähnlicher werden sollen

hallo martin,

mir schaudert es, wenn jemand anders zu wissen glaubt, wie es zutiefst in anderen menschen aussieht. das ist ueberheblich und zeigt die unfaehigkeit zu einem wirklich offenen und respektvollen dialog.

ich moechte aber hier betonen, dass dies ein einzelfall war!

liebe gruesse
coco,
exkatholin

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

mir schaudert es, wenn jemand anders zu wissen glaubt, wie es
zutiefst in anderen menschen aussieht.

löl.
als ob es da irgendwelche bedeutsamen unterschiede gäbe.
oder wie kohelet sagt: alles windhauch und luftgespinst.

das ist ueberheblich

überheblich ist, wenn du glaubst was ganz tolles und einzigartiges zu sein …

die unfaehigkeit zu einem wirklich offenen und
respektvollen dialog.

… und genau dazu führt dieser selbstsüchtige glaube.

ich moechte aber hier betonen, dass dies ein einzelfall war!

ach was. das sagen nur nicht alle so deutlich.

schöne grüsse,

admeta

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Hallo Beat,

  • die Stellung des Papstes als Nachfolger des Petrus, wird von
    den Protestanten nicht akzeptiert,

nicht akzeptiert wird eigentlich die unfehlbarkeit des
Papstes, da kein mensch unfehlbar ist.

ne, ich glaube, darüber lachen die Evangelen nur, das ist viel zu weit entfernt von Begriffen wie „Akzeptanz“, um auch nur denkbar zu sein:wink:

Was sie massiv anzweifeln, ist die Hybris, „Stellvertreter Gottes“ sein zu wollen (die Unfehlbarkeit ist ja nur ein Ausdruck dieser Hybris). Kein Mensch kann diese Rolle aus ihrer Sicht ausfüllen …

Grüße
Jürgen

Genauuuuuuuuuuuu,diese Scheiß Katholikenschweine,man sollte sie verbieten,Khatholiken sind doch dumm.Wer kahtolisch ist sollte das Land verlassen wenn er nicht evangelisch wird.Ich hasse Katholikenschweine.Diese Katholikenärsche sollte man nach Irland abschie0en damit sie von uns Protestanten erschossen werden.Dann sind die Katholiken endlich ausgerottet:smiley:ie haben keine Lebensberichtigung.

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hi,

Du hast da einiges verwechselt, dahe meine (katholisch-Ökumenische) Sichtweise:

Hallo zusammen

Der wichtigste Unterschied fehlt noch:
Bei den Evangelikanen ist die oberste und höchste Instanz die
Bibel
Die Katholiken haben nebst der bibel und dem Papst noch eine
andere schrift und die Akrokrüphen.

OK, die Evangolen lassen nur die Bibel sprechen, die Katholen eigentlich auch, wobei sich im Laufe der Jahre „Neuinterpretationen“ hinzugesellt haben (z.B. die Dogmen von der ewigen Jungfräulichkeit Mariens und der Jungfrauengeburt Mariens (also auch sie wurde jungfräulich geboren, damit sie ohne Adams Erbsünde war)

Außerdem gibt es die Apokryphen. Dies sind Schriften, welche nicht in den Kanon der Bibelbücher aufgenommen wurden. dazu zählen z.B. das Thomas-Evangelium und andere. Diese Texte sind NICHT Inhalt der katholischen Lehre.

Im weiteren beten sie unbiblisch zu Heiligen (nicht nur zu
Gott), glauben unbiblisch ddas Maria bis Lebensende jungfrau
war (dh Jesus keine geschwister hatte) und sogar Lebend in den
Himmel gefahren ist.

Ok, Marienverehrung ist der Volksglaube und (so denke ich) der Ausdruck der Wertschätzung gegenüber den Frauen innerhalb der Gemeinde (ok, manche Gemeinden entmenschlichen die Mutter Jesu, aber bei den Evangolen war die Frau bis zum 2.Weltkrieg in keinster Weise repräsentiert, denn erst später wurden Frauen zu Pastoren und Pfarrerinnen)

Die Heiligen im Allgemeinen sind auch ein Thema für sich:
Ursprünglich ist ihre „Aufgabe“ in der Vorbildfunktion zu suchen. Inzwischen gelten sie aber auch als Mittler zwischen Gott und den Menschen (Gott ist abstrakt, mit dem Heiligen als Mensch kann ich viel besser eine Beziehung aufbauen). Klar kann mancher Kult überhand nehmen.

Möchte das untenstehende dazu noch ergänzen

  • die Stellung des Papstes als Nachfolger des Petrus, wird von
    den Protestanten nicht akzeptiert,

nicht akzeptiert wird eigentlich die unfehlbarkeit des
Papstes, da kein mensch unfehlbar ist.

Nein, die Protestanten kennen keinen Papst, daß die Katholen nen Papst und (und manche dann ihre Scherereinen damit) haben, interessiert die nicht die Bohne.
Die Altkatholiken haben sich wegen des Dogmas der Unfehlbarkeit des Papstes (die sich ausschließlich auf Glaubensfragen erstreckt und auch nur in einem längeren Verfahren erklärt werden kann) im Rahmen des ersten Vatikanischen Konzils abgespalten.

  • die Eucharistielehre, für die Katholiken IST die Hostie der
    Leib Christi, für die Protestanten BEDEUTET das Brot den Leib
    Christi (wobei es da Feinunterschiede gibt),

(ja, die Lutheraner haben ein anderes Verständnis als die Reformierten, teilweise ist es ja auch nur ein Gedenkmahl)
Aber die Bedeutung ist auf die Zeit des Abendmals beschränkt, so passiert es schon, daß bei den Evangolen Toastbrotstückchen zum Abendmal gereicht werden und der Rest als Croutons in der Soße endet. Genauso wird der Wein getrunken.

Bei den Katholen wird aus der Hostie der Leib Christi und aus dem Wein (immer Weißwein mit bestimmten Qualitätsmerkmalen) sein Blut. Was von den Hostien übrig bleibt, wird im „Tabernakel“ (man kann es auch als eine Art Tresor verstehen) aufbewahrt.

Dies ist nicht ganz korrekt. Die Protestanten sind sich da
nicht einig. Eine wesentliche differnz besteht aber darin,
dass bei den katholiken unbedingt ein Prister das Abendmahl
segnen muss, ansonsten es keines sein soll. Bei den
Protestanten besteht keine entsprechende Vorschrifft/Ansicht

Ja, bei den Katholen ist eben das Amt des Priesters, welches durch die Weihe verliehen wird, zwingend notwendig, um die WANDLUNG zu vollziehen. Aber das Verteilen ist nicht den Priestern alleine vorbehalten.

  • die Rechtferstignungslehre, die Katholen haben die Beichte
    und die Möglichkeit durch gute Werke ihre Sünden lozuwerden,

Naja, die Katholen beziehen sich mit dem Sakrament der Beichte auf das Osterevangelium „Wem ihr die Sünde vergebt, dem ist sie vergeben…“ Die Beichte wird auch als Sakrament der Versöhnung (zwischen dem Eintzelnen mit Gott, aber auch zwischen den Menschen) bezeichnet.

Zur Sündenvergebung ist tätige Reue zwingend notwendig, welche mit der Zeit zum Ablaßhandel pervertierte.
Martin Luther (und damit die Protestanten) beziehen sich aber auf die Paulusbriefe, wo es sinngemäß heißt, daß Sündenvergebung und Aufnahme in den Himmel allein aus der Gnade Gottes entspringen, und der Mensch demnach allein Gottes Allmacht ausgeliefert ist.

Die Katholiken sind vion der anischt das durch gute Werke
Sünden vergeben werden abgekommen.
Dafür glauben sie entgegen der bibel, dass man im Fegefeuer
wegen allfälligen unvergebeben Sünden noch leiden muss, bevor
man ins Paradies eingehen kann

Naja, das Fegefeuer macht einen Unterschied zwischen Lebenslänglich und Lebenslänglich (ok, im ewigen Leben):
Wer nicht sofort ions Paradies kommt, soll halt im Fegefeuer eine gewisse Zeit seine Sünden bereuen, damit sie ihm vergeben werden und kann dann eintreten ins Paradies. Das ist doch tröstlicher, als wann man für immer und ewig in der Hölle schmoren müßte, oder?

die Evangelen müssen daran glauben, ehe sie das Gefühl der
Gnade, der Erleichterung verspüren dürfen.

Dies ist nicht ganz korrekt. Sie beziehen sich auch da auf die
Bibel:
Jesus vergibt, wenn man Busse tut, dh um vergebung bittet und
umkehrt von den Taten.

Ach ja, katholische Kirchen sind schöner! Sagt man.

Sie haben zumindest mehr Schmuck etc

Gruß Beat

Im Allgemeinen sind die katholischen Gottesdienste auch besser besucht (in Prozenten der Gemeindeglieder), so daß es schon evangelische Pfarrer i.R. lieber zum katholischen als zum evangelischen Gottesdienst hingezogen hat.

Gruß

Winni

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Ergänzung: Unterschiede beim Abendmahl

  • die Eucharistielehre, für die Katholiken IST die Hostie der
    Leib Christi, für die Protestanten BEDEUTET das Brot den Leib
    Christi (wobei es da Feinunterschiede gibt),

Dies ist nicht ganz korrekt. Die Protestanten sind sich da
nicht einig. Eine wesentliche differnz besteht aber darin,
dass bei den katholiken unbedingt ein Prister das Abendmahl
segnen muss, ansonsten es keines sein soll. Bei den
Protestanten besteht keine entsprechende Vorschrifft/Ansicht

Zu den Unterschieden beim Abendmahl zwischen Katholiken und Protestanten und unter den Protestanen sei auf diesen Wikipedia-Eintrag verwiesen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Abendmahlsstreit

Dort steht, kurz zusammengefasst:
Die katholischen Lehre geht von der Transsubstantiation aus, nach der Wein und Brot sich während der Abendmahlsfeier tatsächlich und dauerhaft in Blut und Fleisch Jesu verwandelen.
Luther (die evangelisch-lutherische Kirche) sieht im Abendmahl das tiefste Erlebnis der sichtbar gewordenen Gnade Gottes. Brot und Wein blieben stofflich zwar weiter Brot und Wein, dennoch sei Christus in, mit und unter den Elementen des Abendmahls gegenwärtig (Konsubstantiation). In ihr zeige sich Jesus in all seiner Verwundbarkeit, seinem Leiden und seiner realen Gestalt.
Der humanistisch geprägte Zwingli sieht im Abendmahl und seinen Elementen allein eine symbolhafte Kraft, die lediglich die Erinnerung an den Auferstandenen wecken sollte.
Calvin lehrt hingegen, dass während des Abendmahls Jesus Christus im Geist dabei sei. (Zwingli und Calvin stehen für die evangelisch-refomierte Kirche.)

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Das habe ich nicht behauptet. Ich halte es mit dem alten preußischen Soldatenkönig, der ja gesagt hat, es soll jeder nach seiner Fason seelig werden.
Nur darf man halt von mir keinen sonderlichen Respekt vor katholöischen Autoritäten erwarten. Für mich ist nun mal der Unfehlbarkeitsanspruch des Papstes an sich schon eine Sünde, weil ja bekanntlich nur Gott unfehlbar ist und der Herr bei allem weihevollen Drunherum ja doch immer noch mensch und somit fehlbar ist.

Gernot Geyer

Das habe ich nicht behauptet. Ich halte es mit dem alten
preußischen Soldatenkönig, der ja gesagt hat, es soll jeder
nach seiner Fason seelig werden.

Das war nicht der Soldatenkönig, bester Gernot,
sondern dessen Sohn Friedrich II., manchmal auch „der Alte Fritz“ genannt!

Und die Fasson bitte mit zwei „s“.

Dafür „selig“ bitte mit einen „e“.

Hat nichts mit Seele zu tun! Kommt von mhd „saelic“!

Gruß, der Neue Fritz

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Hallo

Du hast da einiges verwechselt, dahe meine
(katholisch-Ökumenische) Sichtweise:

Der wichtigste Unterschied fehlt noch:
Bei den Evangelikanen ist die oberste und höchste Instanz die
Bibel
Die Katholiken haben nebst der bibel und dem Papst noch eine
andere schrift und die Akrokrüphen.

OK, die Evangolen lassen nur die Bibel sprechen, die Katholen
eigentlich auch, wobei sich im Laufe der Jahre
„Neuinterpretationen“ hinzugesellt haben (z.B. die Dogmen von
der ewigen Jungfräulichkeit Mariens und der Jungfrauengeburt
Mariens (also auch sie wurde jungfräulich geboren, damit sie
ohne Adams Erbsünde war)

Eben, das sage ich ja. Und dazu gibt es doch noch das katholische Buch, wie heisst es schon wieder, wo solche Sachen stehen.

Außerdem gibt es die Apokryphen. Dies sind Schriften, welche
nicht in den Kanon der Bibelbücher aufgenommen wurden.

Genau und die Katholiken nehmen sie sehr ernst. ZB ist das Fegefeuer nirgends in der bibel erwähnt, nur in einem Apokryphenbuch

dazu
zählen z.B. das Thomas-Evangelium

Nein, das gehört nicht dazu

und andere. Diese Texte sind
NICHT Inhalt der katholischen Lehre.

Oh doch zB das Buch Syrach

Im weiteren beten sie unbiblisch zu Heiligen (nicht nur zu
Gott), glauben unbiblisch ddas Maria bis Lebensende jungfrau
war (dh Jesus keine geschwister hatte) und sogar Lebend in den
Himmel gefahren ist.

Ok, Marienverehrung ist der Volksglaube

Na ja, der Volksglaube hat auch eine Ursache, die eben in der jkatholischen Lehre begründet ist.

und (so denke ich) der
Ausdruck der Wertschätzung gegenüber den Frauen innerhalb der
Gemeinde

Na ja, Maria als Ideal im Sinne ewiger Keuschheit, kann man auch als Manipulatin an den frauen betrachten, da dies ja Frauen hier kaum erreichen können, speziell wenn sie Kinder haben… smile.

(ok, manche Gemeinden entmenschlichen die Mutter
Jesu, aber bei den Evangolen war die Frau bis zum 2.Weltkrieg
in keinster Weise repräsentiert, denn erst später wurden
Frauen zu Pastoren und Pfarrerinnen)

Na ja, bei Katholiken noch heute nicht

Die Heiligen im Allgemeinen sind auch ein Thema für sich:
Ursprünglich ist ihre „Aufgabe“ in der Vorbildfunktion zu
suchen.

Da habe ich keine Probleme im Gegenteil.
Ganz nebenbei sind wir wiedergeborene Christen gemäss Bibel alle heilig, auch wenn wir uns oft nicht so benehmen… smile

Inzwischen gelten sie aber auch als Mittler zwischen
Gott und den Menschen (Gott ist abstrakt,

Eben, dass ist völlig unbiblisch. Weiss auch nicht, was an Jesus so abstrakt sein soll

.mit dem Heiligen als

Mensch kann ich viel besser eine Beziehung aufbauen).

Ich nicht. Jesus Leben und Jesus als mensch ist ggenau so leicht eine Beziehung aufzubauen, nocvhj leichter sogar, da er ja antworten kann.

Klar
kann mancher Kult überhand nehmen.

Allerdings

Möchte das untenstehende dazu noch ergänzen

  • die Stellung des Papstes als Nachfolger des Petrus, wird von
    den Protestanten nicht akzeptiert,

nicht akzeptiert wird eigentlich die unfehlbarkeit des
Papstes, da kein mensch unfehlbar ist.

Nein, die Protestanten kennen keinen Papst, daß die Katholen
nen Papst und (und manche dann ihre Scherereinen damit) haben,
interessiert die nicht die Bohne.

Klar, aber warum ist das so? Weil die Unfehlbarkeit des Papstes und somit der obgenannten lehre die für alle gelten soll, nicht akzeptiert wurde. Wenn der Papst nicht als unfehlbar und damit auch micht als über der bibel stehend definiert geworden wäre, gäbe es heute keine Protestanten

Die Altkatholiken haben sich wegen des Dogmas der
Unfehlbarkeit des Papstes (die sich ausschließlich auf
Glaubensfragen erstreckt und auch nur in einem längeren
Verfahren erklärt werden kann) im Rahmen des ersten
Vatikanischen Konzils abgespalten.

Eben. Den Protestanten ging es noch um mehr. Um die obgenannten unbiblischen Lehren, die eng damit zusammenhängen

  • die Eucharistielehre, für die Katholiken IST die Hostie der
    Leib Christi, für die Protestanten BEDEUTET das Brot den Leib
    Christi (wobei es da Feinunterschiede gibt),

(ja, die Lutheraner haben ein anderes Verständnis als die
Reformierten, teilweise ist es ja auch nur ein Gedenkmahl)
Aber die Bedeutung ist auf die Zeit des Abendmals beschränkt,
so passiert es schon, daß bei den Evangolen Toastbrotstückchen
zum Abendmal gereicht werden und der Rest als Croutons in der
Soße endet. Genauso wird der Wein getrunken.

Finde ich auch nicht gut. Aber wie Du sagst, zumindest die luheraner und auch andere sehen es da ähnlich wie die katholiken

Dies ist nicht ganz korrekt. Die Protestanten sind sich da
nicht einig. Eine wesentliche differnz besteht aber darin,
dass bei den katholiken unbedingt ein Prister das Abendmahl
segnen muss, ansonsten es keines sein soll. Bei den
Protestanten besteht keine entsprechende Vorschrifft/Ansicht

Ja, bei den Katholen ist eben das Amt des Priesters, welches
durch die Weihe verliehen wird, zwingend notwendig, um die
WANDLUNG zu vollziehen. Aber das Verteilen ist nicht den
Priestern alleine vorbehalten.

Eben.

  • die Rechtferstignungslehre, die Katholen haben die Beichte
    und die Möglichkeit durch gute Werke ihre Sünden lozuwerden,

Naja, die Katholen beziehen sich mit dem Sakrament der Beichte
auf das Osterevangelium „Wem ihr die Sünde vergebt, dem ist
sie vergeben…“

Na ja. Wenn das so gemeint war, wieso heben dann die ersten Christen keine Beichte gemacht? Deswegen ist es unbiblisch und genaun das unbiblische lehnen die Protestanten ab.

Die Beichte wird auch als Sakrament der
Versöhnung (zwischen dem Eintzelnen mit Gott, aber auch
zwischen den Menschen) bezeichnet.

Ja, aber ist unbiblisch, deshalb als 2Zwang" abgelehnt. Alle Personen in der Bibel haben mit Gott direkt sich versöhnt. Sage ict, dass die gespräche wie sie bei der Beichte geführt werden schlecht sind, im gegenteil. Aber vergeben kann nur der den die Sünde traf und Gott. Und Gott tut es auch gemääss bibel, wenn wir Busse tun. Da braucht es kein mensch.

Zur Sündenvergebung ist tätige Reue zwingend notwendig,

Ja, use heisst Gott um ergebung bitten, Reue und Umkehr

welche
mit der Zeit zum Ablaßhandel pervertierte.

Genau

Martin Luther (und damit die Protestanten) beziehen sich aber
auf die Paulusbriefe, wo es sinngemäß heißt, daß
Sündenvergebung und Aufnahme in den Himmel allein aus der
Gnade Gottes entspringen, und der Mensch demnach allein Gottes
Allmacht ausgeliefert ist.

Jein. Ês steht wie oben, dass allen Vergeben wird, wenn sie Christus als Herrn und sein Opfer für Ihre schuld angenommen haben und Busse tun. Dann aber hat er uns aber sein Reich zugesichert, dh dann kann man sicher sein, Vergebung erhalten zu haben.

Die Katholiken sind vion der anischt das durch gute Werke
Sünden vergeben werden abgekommen.
Dafür glauben sie entgegen der bibel, dass man im Fegefeuer
wegen allfälligen unvergebeben Sünden noch leiden muss, bevor
man ins Paradies eingehen kann

Naja, das Fegefeuer macht einen Unterschied zwischen
Lebenslänglich und Lebenslänglich (ok, im ewigen Leben):
Wer nicht sofort ions Paradies kommt, soll halt im Fegefeuer
eine gewisse Zeit seine Sünden bereuen, damit sie ihm vergeben
werden und kann dann eintreten ins Paradies.

Eben das ist nicht aus der Bibel, sondern von einem Apokryphenbuch (weiss nicht welches). Deshalb ist es nicht wahr und wird abgelehnt

Das ist doch
tröstlicher, als wann man für immer und ewig in der Hölle
schmoren müßte, oder?

Sehe es anders. Wenn ich weiss dass mir alles vergeben wird wenn ich darum bitte, finde ich es tröstlicher nicht ins fegefeuer zu müssen.
Wenn jemand nich an Jesus glaubt und deshalb nicht busse tut, glaubt er auch nicht ans fegefeuer, also ist es kein Trost für ih

die Evangelen müssen daran glauben, ehe sie das Gefühl der
Gnade, der Erleichterung verspüren dürfen.

Dies ist nicht ganz korrekt. Sie beziehen sich auch da auf die
Bibel:
Jesus vergibt, wenn man Busse tut, dh um vergebung bittet und
umkehrt von den Taten.

Ach ja, katholische Kirchen sind schöner! Sagt man.

Sie haben zumindest mehr Schmuck etc

Gruß Beat

Im Allgemeinen sind die katholischen Gottesdienste auch besser
besucht (in Prozenten der Gemeindeglieder), so daß es schon
evangelische Pfarrer i.R. lieber zum katholischen als zum
evangelischen Gottesdienst hingezogen hat.

Dass ist richtig, sofern Du nur die Staatskirchen siehst. Die freien evangelischen Gemeinden sind aber noch besser besucht.
Denke es liegt daran, dass die katholische Kirche im Gegensatz zu der protestantischen Staatskirche recht einheitlich an die meisten wichtigen Glaubensgrundsätze zurecht festhält, wie zb Jungfrauengeburt und Auferstehung nach sündlosen Leben Jesus. In dieser Beziehung decken sich die Glaubensgrundsätze von freien evangelikaner mit der kath Kirche völlig. Die freien evangelikaner gehen aber noch ein Stück weiter und glauben auch den anderen biblischen aussagen, weshalb sie meines Erachtens noch mehr Segen und Besucher haben

Gruss
beat

Harry, Ein Stern mehr als verdient
Als evangelisch charismatisch orientierter stimme ich hier sogar der katholischen Sichtweise zu