Unterschied zw. Vater und Zeuger

Hallo WWW-lers!

Im „Nachbar-Thread“ habe ich das Gefühl gehabt, daß mehrere Leute gerne ihre Meinung darüber geben würden, was für sie den Unterschied ist, zwischen einen Zeuger (oder war das Erzeuger? -Sorry habe vergessen wie das richtige Wort heisst!) und einen Vater.

Dort hatte ich extra darum gebeten, nicht unter diesen Thread das Thema anzusprechen oder die Diskussion einzuleiten. Deshalb mache ich das hier und sage gleich meine Meinung dazu. Ansonsten wollte ich mich dafür bedanken, daß alle sich daran gehalten haben! :o)))

Also für mich persönlich gibt es ein himmelsweite Unterschied zwischen einen (Er-)Zeuger und einen Vater. (Er-)Zeuger wird man (oder auch nicht) aus biologischen Gründen ohne Rücksicht auf der Wunsch und der Wille. Es ist die Folge eines biologischen Aktes, die die Natur aller Lebewesen zum Zweck der Fortpflanzung, „eingebaut“ hat. Mehr ist es nicht. Dafür müssen auf keinen fall Gefühle im Spiel sein.

Für mich „Vater“ ist ein Mann, der ein Kind sehr liebt. Er ist sehr gerne mit diesem „Zwerg“ zusammen und es ist ihm eine riesen Freude zusammen Sachen zu unternehmen. Er ist stolz auf die Erfolge des Kindes und tröstet ihm, wenn es Niederlagen gibt. Ein Vater ist immer da wenn sein Sohn ihn braucht und er überschüttet das Kind mit Liebe, Fürsorge und Halt. Der Vater kennt sein Sohn genauso gut wie die Kindsmutter und folgt dessen Entwickung und unterstützt ihn in alle Lebenslagen. Er ist ein ständiger und treuer Begleiter des Kindes und sich mit dem Kind anzulegen heisst sofort sich mit ihm anzulegen. Der Vater leitet dem Kind in die schwere Welt des Erwachsenswerden und versucht ihm das verständlich zu machen, so gut ihm auch nur möglich ist. Das geschieht ohne jegliche Erwartung auf Gegenleistung. Und das geschieht schlicht und einfach aus innigster Liebe. Die dann -seltsamerweise!- tausendfach vom Kind zurückgegeben wird.

Fast jeder Mann kann Zeuger sein/werden. Und doch, lange nicht alle Männer, die (Er-)Zeuger geworden sind, können/mögen/wollen Vater sein. Leztere tun mir sehr leid. Sie vermissen was für mich das allerschönste auf diese Welt ist.

Auf eine Diskussion freue ich mich schon!!

Schöne Grüße aus Nürnberg!
Helena

Hallo,

den Titel Vater/ Papa muss Mann sich erst einmal verdienen!
Ansonsten stimm ich dir zu!

Manu

Da gibt es nix zu diskutieren.

Ich bewundere allein die Männer, die „richtige“ Väter für die Kinder werden, die sie selbst nicht gezeugt haben.

Na vielleicht bin ich auch nur verwundert darüber.

Aber ich glaube schon, dass wenn man die Frau liebt, alles liebt was sie so produziert hat.

Besten Gruß
Mathias

Hallo Manu!

den Titel Vater/ Papa muss Mann sich erst einmal verdienen!
Ansonsten stimm ich dir zu!

Genau! Ich habe es bloß vergessen. Aber ich sehe es auch so.
Danke für den Hinweis und vielen Dank für Deine Antwort!!!

Schöne Grüße aus Nürnberg!
Helena

Hallo Helena,

hab woanders gerade das folgende Gedicht gelesen.
Die Situation ist zwar anders (Adoption) und
es geht um die zwei Muetter, die ein Adoptierter hat, aber
vielleicht trifft es doch so ein bisschen das Problem.
Ich mag auch nicht die gottgelenkte Version und
die Uebersetzung ist (IMO) nicht sehr gelungen,
bzw. ist nicht sehr poetisch, trotzdem werden da
Gedanken angesprochen, die auch bei einem Erzeuger
und einem Ziehvater relevant sein koennen.
Uebrigens: das Wort Erzeuger ist schon richtig,
wir hatten diese Diskussion ja schon mal, den
betroffenen Kindern gegenueber finde ich diese
Bezeichnung aber fehl am Platz. Bei Muettern ist es
einfach die kann man in Bauchmama (derzeit der trendige
Begriff und Mama aufteilen). Beim maennlichen Teil
faellt mir nichts Vergleichbares ein, vielleicht hat
jemand anderes eine Idee (biologischer Vater ist ja
schon etwas fuer aeltere Kinder und wenig anheimelnd).

Gruesse
Elke

ZWEI FRAUEN
AN ALLE ADOPTIERTE

Es waren einmal zwei Frauen,
die sich nie begegnet waren.
Eine an die du dich nicht erinnerst
die Andere die du Mutter nennst.

Zwei verschiedene Leben,
zur Vollendung eines einzigen, dem deinen.
Die Eine war dein guter Stern,
die Andere ist deine Sonne.

Die Erste gab dir das Leben,
die Zweite lehrte dich es zu leben.
Die Erste erschuf in dir den Hunger nach Liebe,
Die Zweite war da um ihn zu stillen.

Die Eine gab dir deine Wurzeln.
Die Andere gab dir ihren Namen.
Die Erste gab dir deine Fähigkeiten,
die Zweite gab dir ein Ziel.

Die Eine erschuf in dir Emotionen.
Die Zweite beruhigte deine Ängste.
Die Eine erhielt dein erstes Lächeln.
Die Andere trocknete deine Tränen.
Die Eine gab dich frei zur Adoption,
das war alles was sie für dich tun konnte.
Die Andere betete darum ein Kind zu haben,
und Gott führte sie zu dir.

Und nun, wenn du unter Tränen,
die ewige Frage mir stellst.
Vererbung oder Erziehung,
wessen Frucht bin ich denn nun?
Weder der einen noch der anderen, mein Kind
sondern einfach die Frucht zwei verschiedener Formen der LIEBE.

von einem unbekannten phillipinischen Autor
Epilog aus dem Buch „Adopte moi quand-même“ von Josette Dufour

Srachliche Irrelevanz
Hallo Helena,

das mag für DICH einen himmelweiten Unterschied machen, der hier von vielen geteilt und von anderen verstanden wird (z.B. mir).

Trotzdem wird ein Kind bei dem Vater und Erzeuger differieren immer fragen: „Wer ist mein Vater?“ - Es wird wohl kaum fragen „Wer ist mein Erzeuger“.

Und in sofern kannst du hier für dich differenzieren so viel du willst. Es ist nicht relevant.

Gruß Ivo

Hi Mathias!
Vielen Dank für Dein Beitrag!

Da gibt es nix zu diskutieren.

Danke! Es war nur ein Hinweis darüber, daß Anregungen, Meinungen, usw. sehr erwünscht sind.

Ich bewundere allein die Männer, die „richtige“ Väter für die
Kinder werden, die sie selbst nicht gezeugt haben.

Ja, ich auch.
Allerdings denke ich nicht daß es einen „richiger“ Vater gibt: Entweder ist man Vater oder eben nicht. „Falscher“ Vater, dann, genauso wenig.

Na vielleicht bin ich auch nur verwundert darüber.

In Spanien, kenne ich viele Männern, die so über anderen denken. Väter werden dann -nicht Du, sondern diese Männern, von denen ich jetzt rede- zum „padre putativo“. Das ist ein Begriff, das abgekürzt, schon in der Bibel steht, im Bezug auf St. Josef. Denn er war, bekannterweise, nicht der (Er-)Zeuger Jesus. Das war nämlich der Heiligen Geist. Aber das ist eine andere Geschichte.

Aber ich glaube schon, dass wenn man die Frau liebt, alles
liebt was sie so produziert hat.

Ich bin mir nicht so sicher, daß diese wunderschöne Einstellung/Beziehung nur der Frau wg entsteht. IMO wird man Vater aus Liebe zum Kind und nicht weil es eine Mutter hat, die der Mann liebt.

Besten Gruß

Dir auch besten Gruß aus Nürnberg und nochmals danke für Dein Beitrag!
Helena

Finde ich ganz und gar nicht!
Hallo Ivo!
Danke für Dein Beitrag!!! :o)))

das mag für DICH einen himmelweiten Unterschied machen, der
hier von vielen geteilt und von anderen verstanden wird (z.B.
mir).

Genauso ist es.

Trotzdem wird ein Kind bei dem Vater und Erzeuger differieren
immer fragen: „Wer ist mein Vater?“ - Es wird wohl kaum fragen
„Wer ist mein Erzeuger“.

Das ist eine Frage die eine Aufklärung bedarf, wie so vieles auch.

Wenn er wissen will, rein von Gefühlen her, wer sein Vater ist, wird er sich immer an der Mann wenden, der für ihn immer dabei ist. Will er wissen wessen Genen er trägt, ist die Antwort eben der Erzeuger. In seinen Fall zwei völlig verschiedenen Männern mit zwei völlig getrennten Lebensaufgaben und -einstellungen.

Und in sofern kannst du hier für dich differenzieren so viel
du willst. Es ist nicht relevant.

Das meinst du, aber sicherlich nicht ich. Und für die Millionen Frauen weltweit, die Kinder allein erziehen genauso. Bei adoptierten Kinder erst recht, geschweige denn für alles was im medizinischen Bereich betrifft.

Schöne Grüße aus Nürnberg!
Helena

Hallo Elke!
Also, wenn das nicht ein wunderschönes Gedicht ist!!! Dafür ein sternchen von mir. Viiiiiiiiielen Dank dafür!
Ich glaube schon, daß man das ein bißchen Verarbeiten kann und dann auf David umschreiben… Im Gegensatz zu Dir, aber, finde ich sehr wohl, daß die Übersetzung gelungen ist. Ich meine damit -da ich das Original NICHT kenne-, daß es sehr schön ist und sehr den Kinder angepasst geschrieben wurde!
Schöne Grüße aus Nürnberg!
Helena
PS Und danke: Ich weiß, daß wir mal darüber geredet hatten, ob es „Zeuger“ oder „Erzeuger“ richtig ist. Ich hatte es vergessen. Jetzt weiß ich daß es Zeuger heisst. Danke, nochmals, dafür!

Hallo Ivo,

Und in sofern kannst du hier für dich differenzieren so viel
du willst. Es ist nicht relevant.

Natuerlich ist es relevant. Man redet mit seinen Kindern
ja (hoffentlich) ueber ihre Lebensgeschichte. Und zumindest
am Anfang wird das Kind die Nomenklatur der Eltern uebernehmen.
Und wenn die nur von „Erzeuger“ reden, dann nehmen die Kinder
da eine ganz bestimmte Nachricht mit auf. Es gaebe noch die
Alternative „dein anderer Papa“. Oder einfach simple Unterscheidung:
einer ist der Papa, einer ist der Vati. Oder wie ich schon
Helena geschrieben habe, wir benutzen einfach Vornamen.

Wenn die Kinder mal groesser sind, dann entscheiden sie
selbst und dann werden sie selbst zu Worten wie „Vater“ oder
„Erzeuger“ greifen, und koennen dann sehr wohl unterscheiden,
auch wenn sie vielleicht den gleichen Ausdruck fuer beide
benutzen. Aber bis dahin muessen wir den Kindern die Moeglichkeit
geben, ueber diese Dinge reden zu koennen. In dem wir einerseits
Gespraechsbereitschaft zeigen, andererseits ihnen „Werkzeug“ (=Worte)
zur Verfuegung stellen, mit denen sie umgehen koennen.

Gruesse
Elke

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Hallo Helena,

mach’s dir doch einfach: sag einfach: sein biologischer
Vater. Dann brauchst du keine Angst mehr mit dem
Verwechseln haben und das ist auch irgendwie wertneutraler.
Und fuer David (ich hab’s kapiert! ;- ) ) lass dir was
warmherziges einfallen, ‚anderer Papa‘ oder frag mal im
Dialektbrett nach was Oesterreichischem nach (er ist doch
Oesterreicher, wenn ich mich recht erinnere) oder einfach
per Vorname.

Bei Adoptionseltern wird manchmal von den ‚ersten Eltern‘
geredet, was aber nicht so beliebt ist,weil ein aufgewecktes
Kind gleich auf die Idee kommt, das ein eine Zahlenreihe
zu wandeln: erster Papa, zweiter Papa, … dritter Papa…
und das ist ja auch nicht beabsichtigt.

Liebe Gruesse
Elke

Hi Elke!

mach’s dir doch einfach: sag einfach: sein biologischer
Vater. Dann brauchst du keine Angst mehr mit dem
Verwechseln haben und das ist auch irgendwie wertneutraler.

Ja, aber es ist irgendwie soooooooooooooooooo lang!!!..

Und fuer David (ich hab’s kapiert! ;- ) ) lass dir was
warmherziges einfallen, ‚anderer Papa‘

Das mag ich insofern nicht, weil ich denke Werner ist NICHT sein Vater. Nur eben sein Erzeuger. Darum ging es mir ja…

oder frag mal im
Dialektbrett nach was Oesterreichischem nach (er ist doch
Oesterreicher, wenn ich mich recht erinnere)

Jop! Niederösterreicher um genauer zu sein.

oder einfach per Vorname.

Zwischen Erwachsenen mache ich das auch. Nur wenn es um Genen (o.Ä.) geht, nutzt dem David wenig wenn ich sage „Werner dies oder Werner jenes“

Bei Adoptionseltern wird manchmal von den ‚ersten Eltern‘
geredet, was aber nicht so beliebt ist,weil ein aufgewecktes
Kind gleich auf die Idee kommt, das ein eine Zahlenreihe
zu wandeln: erster Papa, zweiter Papa, … dritter Papa…
und das ist ja auch nicht beabsichtigt.

Eben!
Manchmal sage ich -zugegeben ein bißchen spöttisch- „der Bio“ im Bezug auf „biologischer Vater“. Es hat den Vorteil, daß es kürzer ist und eben auf diese biologische Identität hinweisst.

Liebe Gruesse
Ebensolche!!!
Helena

Hallo Helena,

Das mag ich insofern nicht, weil ich denke Werner ist NICHT
sein Vater. Nur eben sein Erzeuger. Darum ging es mir ja…

Trotzdem würde ich persönlich nicht unbedingt den Begriff Erzeuger bei Gesprächen mit dem Kind verwenden (hier in den Diskussionen ist es ja okay), weil er einfach einen negative Bedeutung/Ausstrahlung hat.
Auch wenn der leibliche Vater des Kindes eigentlich nur negative Bezeichnungen verdient haben sollte, was sicherlich teilweise der Fall ist in solchen Situationen, so sollte man dies nicht dem Kind „anerziehen“.
Das Kind wird sich evtl. jetzt den Ausdruck angewöhnen und erst viel später die negative Bedeutung verstehen. Dann kommt vielleicht die Phase, in der das Kind Interesse nach Kontaktaufnahme mit dem Erzeuger verspüren wird und dann muss das Kind sich seine eigene Meinung bilden können. Natürlich sollte man dem Kind ohne Wenn und Aber und ohne Verschönern der Tatsachen seine Herkunftsgeschichte erzählen - und da schneidet nicht jeder Erzeuger wirklich gut ab-, aber ich rate davon ab, zusätzlich solche negativen Impulse zu vermitteln. Das muß keine Probleme mit sich bringen, aber ein gewisses Risiko besteht da schon, denke ich.

Ich mache es eigentlich so, dass ich den Begriff „Erzeuger“ (ich benutze ihn auch sehr gerne, weil es einfach den Nagel auf den Kopf trifft!) nur dann benutze, wenn mein Sohn nicht dabei ist. Und er hat sich mit dem Begriff „Vater, der ihn gemacht hat“ (so wie er es selbst ausdrückt) sehr gut angefreundet, auch wenn er diesen Mann nicht als Vater/Papa ansieht. In diesem Fall hat das „Vater“ für ihn eigentlich nicht die Bedeutung von „Papa“, er unterscheidet das für sich selbst.

Liebe Grüsse
Danny

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Ist ‚Erzeuger‘ abfällig?
Hi,

ich denke, daß „Erzeuger“ ein ziemlich unschönes Wort ist und wie unten schon jemand schrieb, halte ich es im Gespräch mit den Kindern für ungeeignet.

Es mag zwar sein, daß sich der werte Herr nicht einen Deut darum schert, was mit dem Kind ist, allerdings wird dem Kind mit dieser Begriffswahl - also „Erzeuger“ als betont unemotional, kühl, unverbunden, schon fast abfällig und „Vater“ im Gegensatz dazu stark emotional belegt - von vornherein eine Aversion gegen den leiblichen Vater aufgedrückt, die imho eher eine Weitergabe der negativen Gefühle der Mutter jenem gegenüber darstellt.

Ich habe damit zugegebenermaßen nicht viel Erfahrung, kann mir aber vorstellen, daß der leibliche Vater für ein Kind möglicherweise doch von Interesse ist, von größerem Interesse, als er es vielleicht für die Mutter ist, besonders im Teenager-Identitätskrisen-Alter.

Ich denke also, daß man dem Kind die Möglichkeit, dieses Interesse soweit es denn geht unbelastet wahrzunehmen, nicht verwehren sollte.
Dazu gehört dann auch, daß man es sich verkneift, unterschwellige Abfälligkeiten einzubringen - und die Wahl des Begriffes „Erzeugers“ klingt in meinen Ohren auf jeden Fall abfällig.

Damit will ich keineswegs die Rolle des „annehmenden“ Vaters schmälern - auch meiner Meinung nach ist der der „Papa“, der sich um das Kind kümmert, aber wie gesagt halte ich in dieser Sache maximale Neutralität für erstrebenswert und würde deshalb entweder zu „Papa“ vs. „leiblicher Vater“ oder noch besser zu „Papa“ vs. $VORNAME tendieren.

Gruß,

Malte.

Moin Malte,

ich denke, daß „Erzeuger“ ein ziemlich unschönes Wort ist und
wie unten schon jemand schrieb, halte ich es im Gespräch mit
den Kindern für ungeeignet.

Eigentlich müsste doch jetzt von dir der Spruch kommen: Ein Erzeuger ist jemand, der bewiesen hat, dass er ungeschützt Sex haben kann. Sonst erstman nichts.

Oder gilt dieser Spruch nur für schwangere Frauen ?

Gruß
Marion

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Hallo Malte,

genau meine Rede:smile:

Ich kann Deine Ausführungen nur unterstreichen…

Viele Grüsse
Danny

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Moin,

ich denke, daß „Erzeuger“ ein ziemlich unschönes Wort ist und
wie unten schon jemand schrieb, halte ich es im Gespräch mit
den Kindern für ungeeignet.

Eigentlich müsste doch jetzt von dir der Spruch kommen: Ein
Erzeuger ist jemand, der bewiesen hat, dass er ungeschützt Sex
haben kann. Sonst erstman nichts.

Oder gilt dieser Spruch nur für schwangere Frauen ?

Keineswegs :smile: Das ist aus Sicht der Mutter und des Ziehvaters auch erstmal so korrekt. Wie die sich mit dem leiblichen Vater arrangieren, ist mir im Rahmen dieser Diskussion auch erstmal egal.

Aber aus der gerade von Dir immer gerne angeführten Sicht des Kindes u.U. eben nicht. Und das Kind soll imho weitestgehend selbst entscheiden, wie es damit umgehen möchte.

Gruß,

Malte.

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Hallo Helena,

meine Erfahrung ist, Menschen finden ihre biologische Herkunft wichtig.

Meine Schwester hat ein uneheliches Kind. Der Junge ist jetzt 6. Der Vater ist Amerikaner, fühlte sich mit der Schwangerschaft hintergangen (war sozusagen ein „Abschiedsgeschenk“) und weigerte sich von Beginn an sich um das Kind zu kümmern. Da er in Amerika lebt, zahlt er auch nichts. Meine Neffe hat ihn nie gesehen. Nur auf Photos.
Meine Schwester lebt mittlerweile mit einem anderen Mann zusammen, der ein sehr inniges Verhältnis zu dem Jungen hat, und ihm offensichtlich gut tut.
Trotzdem: Für meinen Neffen war von Anfang an klar, daß er nicht „Der Papa“ ist. Der lebt in Amerika. Mein Schwager ist „Freundpapa“ oder etwas anderes sehr liebenswertes, aber nicht der Vater.

Liebe Grüße,

Max

Moin,

Keineswegs :smile: Das ist aus Sicht der Mutter und des Ziehvaters
auch erstmal so korrekt. Wie die sich mit dem leiblichen Vater
arrangieren, ist mir im Rahmen dieser Diskussion auch erstmal
egal.

Aber aus der gerade von Dir immer gerne angeführten Sicht des
Kindes u.U. eben nicht. Und das Kind soll imho weitestgehend
selbst entscheiden, wie es damit umgehen möchte.

Schon ok, ich denke es war klar, dass mein Beitrag nicht so fürchterlich ernst zu nehmen war :smile:

Ansonsten finde ich den Vorschlag von dir nicht schlecht. So lange das Kind nicht selbst entscheiden kann wäre also der Mann, der das Kind aufzieht, der Papa, und der Erzeuger wäre dann „Name“. Find ich ok.

Gruß
Marion

Moin Helena,

ich empfinde den Begriff „Erzeuger“ als abfällig. Wenn er dem Kind gegenüber genutzt wird, um seinen biologischen Vater zu bezeichnen, trifft diese Abfälligkeit auch das Kind, denn es trägt die Gene seines biologischen Vaters unauslöschlich in sich.

Gruß
Burkh

PS: würdest du eine Mutter, die nicht mit ihrem Kind lebt, als „Gebärerin“ bezeichnen?