Unterschied zwischen VC und FVEC (Lungenvolumen)

Hallo!

Thema: Lungenvolumen

Ich weiß, dass man unter VC die Vitalkapazität der Lunge versteht, also das Volumen, was man bei maximaler Einatmung maximal ausatmen kann.

Bei Lungenfuntionsmessungen werden auch FEVC bzw. FVC gemessen, was die forcierte Vitalkapzität ist, wo man maximal einatmet und das Volumen misst, welches man danach möglichst schnell maximal ausatmen kann.

Wie kann es zwischen diesen beiden Werten einen Unterschied geben?
Da man vor beiden Tests maximal einatmet, hat man die gleiche Ausgangssituation, und das Volumen, was man ausatmet müsste doch theoretisch auch bei beiden Tests gleich sein, da man in beiden Fällen soviel ausatmet wie die Lunge hergibt. Egal ob nun schnell oder langsam ausatmet, die Luft, die in der Lunge übrigbleibt, müsste das Residualvolumen sein.

Die Praxis hat bei mir jedoch gezeigt, dass es einen erheblichen Unterschied gibt, so wurden als VC 7.74l gemessen und als FEVC mit 15.1l fast das doppelte.
Wie kann man diesen erheblichen Unterschied erklären?

Vielen Dank fürs lesen, ich freue mich auf Antworten.
Gruß,
-Kyle

Hallo,
den Wert FEVC kenne ich gar nicht. Es gibt einen FVC und einen FEV1 Wert.
Bist du dir sicher dass der Wert FEVC hieß?

Gruß Angela

den Wert FEVC kenne ich gar nicht. Es gibt einen FVC und einen
FEV1 Wert.
Bist du dir sicher dass der Wert FEVC hieß?

Ja, es steht FEVC auf dem Ausdruck. Ich habe mich im Netz informiert und herausgefunden, dass es für forced expiratory vital capacity steht und das gleiche ist wie FVC. FEV1 wurde auch getestet, was, soweit ich weiß, das Volumen ist, welches man pro Sekunde ausatmen kann, aber nicht vom Lungenvolumen abhängig ist.

dann sind die werte wirklich sehr unterschiedlich! Weiss aber ehrlich nicht woran das liegen könnte.
Vielleicht wurde falsch ausgewertet?? Das wäre jetzt mal noch eine plausible Erklärung für mich.
SOrry, kann dir nicht wirklich weiterhelfen!

sehr variabel…
Hi!

Möööönsch, hast du mich ins Grübeln gebracht! *g*
Hab noch nie was vom erhöhten FEV gelesen, der ist sonst immer normal oder erniedrigt!

Meine Bücher gaben dazu leider nix her, hab aber was ergoogelt:
http://www.thieme.de/pneumologie/11_03/pneumo_06.html
Sozusagen Kritik an der Aussagekraft der Untersuchung.

Die Praxis hat bei mir jedoch gezeigt, dass es einen
erheblichen Unterschied gibt, so wurden als VC 7.74l gemessen

Wenn das richtig gemessen wurde, dann ist das aber sehr viel!

und als FEVC mit 15.1l fast das doppelte.

WAs ich mir nicht vorstellen kann… Die FEV kann schon mal höher sein als die VC, aber dann ist meist die VC falsch niedrig gemessen worden - und bei dir ist sie ja schon weit über Norm…

Gruß,
Sharon

Hallo Sharon,
danke für deine Antwort.

Möööönsch, hast du mich ins Grübeln gebracht! *g*
Hab noch nie was vom erhöhten FEV gelesen, der ist sonst immer
normal oder erniedrigt!

Meine Bücher gaben dazu leider nix her, hab aber was
ergoogelt:
http://www.thieme.de/pneumologie/11_03/pneumo_06.html
Sozusagen Kritik an der Aussagekraft der Untersuchung.

Interessanter Artikel; die Messungenauigkeiten bei FEV1-Tests sind eben auf die verwendeten Standards zurückzuführen. Eine passende Analogie aus dem Sport wäre, wenn man einen 100m-Sprint mit fliegendem Start beginnt, dann benötigt man meistens geringere Zeit als wenn man ruhend startet.

FEV1 war bei mir 5.9l (Sollwert: 4.87l)

Die Praxis hat bei mir jedoch gezeigt, dass es einen
erheblichen Unterschied gibt, so wurden als VC 7.74l gemessen

Wenn das richtig gemessen wurde, dann ist das aber sehr viel!

und als FEVC mit 15.1l fast das doppelte.

WAs ich mir nicht vorstellen kann… Die FEV kann schon
mal höher sein als die VC, aber dann ist meist die VC falsch
niedrig gemessen worden - und bei dir ist sie ja schon weit
über Norm…

Es wurde beim Arzt (Tauchtauglichkeitsuntersuchung) nur eine VC-Messung durchgeführt. 7.74l sind zwar über der Norm (Sollwert 6.12l) , aber bei meinem alten mechanischen Taschenspirometer komme ich normalerweise auf 9 bis 9.5l, wenn ich nicht „packe“.

Was ist „packen“?
Packen tut man, indem man nach maximaler Einatmung mit dem Mund Luft einsaugt und diese in die Lunge hinunterschluckt, ein Trick, den Freitaucher (Extremsportler) anwenden, um mehr Luft in ihre Lungen zubekommen. Durch diese Kompression kann ich nochmals 2-3l mehr Luft aufnehmen. Man sollte dabei vorsichtig sein, um sich nicht die Lunge zu überdehnen, und es besteht die Gefahr, dass man aufgrund des erhöhten Drucks ohnmächtig wird. Es dient also nicht zum Nachmachen und bringt nur Freitauchern einen Nutzen.

Die Werte meines Taschenspirometer würde ich eher in Frage stellen, als die Werte, die das elektronische Spirometer (am PC angeschlossen) des Arztes ausgegeben hat, wobei mir allerdings 15.1l FVC (ohne packen) doch etwas zu hoch vorkommen. Die größte TC (Totalkapazität), die ich von einem Menschen kenne, hat jemand aus Bayern erreicht, mit knapp 15l (davon 4l durch packen).