Unterschied zwischen versch. Kampfsportarten?

Hallo…

ich möchte mich gerne in Zukunft wieder mehr sportl. betätigen
und bin dabei auf Kampfsport gestossen. Nung gibt es aber so
scheint es mir zigtausend verschiedene Formen davon…

Gibt es eventuell im Netz eine Auflistung aus der hervorgeht,
welches die primären Unterschiede zwischen alle diesen versch.
Formen sind und was deren überwiegender Schwerpunkt ist? Ich
kann ja jetzt nicht 10 verschiedene Sachen ausprobieren sondern
vielleicht nur mal zwei, drei und dann da an Probestunden
teilnehmen. Meine einzigen Einschränkungen sind: ich möchte
nicht dauernd irgendwelche gebrochenen Knochen haben, jedoch
sollte es jetzt auch nicht allzu spirituell sein…

Wer Infos hat, der melde sich doch bitte!
Danke!

osx

Hallo osx,

Kampfsportler ziehen oft auch im ganz normalen Alltag Nutzen aus ihrem Training. Abhängig von dem ausgeübten Kampfsport begegnen sie Problemen des täglichen Lebens mit teilweise sehr unterschiedlichen Lösungsstrategien.

Ein qualifizierter Vergleich läßt sich hier gut durchführen, wenn Kampfsportler unterschiedlichster Disziplinen vor die Aufgabe gestellt werden sich in den Fuß zu schießen:

Karate Du schießt dir in den Fuß.

Taekwondo Du schießt dir in den Fuß - der sich zu diesem Zeitpunkt in 2,5 m Höhe befindet

Judo Du schießt einen Softball auf deinen Fuß. Das macht Dir soviel Spaß, daß Du das „in den Fuß schießen“ in dein tägliches Trainingsprogramm integrierst. Nachdem ein japanischer Name für die Technik gefunden wurde, wird sie in das Prüfungsprogramm für Blaugurte integriert.

Hapkido Du versuchst dir aus einer eleganten, rotierenden Bewegung in den Fuß zu schießen. Du wirst Dich in jedem Fall verletzten. Die Wahrscheinlichkeit für eine Schußverletzung beträgt 50 % und ist damit genau so hoch wie die für das Eintreten eines Schleudertraumas.

VC (Özden) Du ruinierst dich bereits beim Kauf der Pistole finanziell so sehr, daß Du dir keine Munition mehr leisten kannst und springst aus dem Fenster.

WT (Leung Ting) Du erfährst, daß diese Technik zu einem höheren Programm gehört. Du verbringst den Rest deines Lebens mit Seminaren, die Dich auf dieses Programm vorbereiten.

Tai Chi Du übst in einer einzigen fließenden Bewegung die Waffe zu ziehen und zu schießen. Nach einigen Jahren wirst du eins mit der Waffe, hast aber dein ursprüngliches Vorhaben vergessen.

Iaido Du übst in einer einzigen fließenden Bewegung die Waffe zu ziehen und zu schießen. Den Rest deines Lebens verbringst Du damit, Dir vorzustellen, wodurch sich das Geräusch eines Schusses den keiner hört von dem eines einhändigen Klatschens (während der Pfirsichernte in Kioto) unterscheidet.

Shaolin Kung Fu Du entwickelst 108 unterschiedliche Bewegungsabläufe die Waffe zu ziehen und 108 damit harmonierende Fußstellungen. Aus religiösen Gründen lehnst Du den eigentlichen Schuß jedoch ab.

BJJ / Grappling Du baust zunächst einen 8 m durchmessenden Drahtkäfig und schießt Dir dort öffentlich und gegen Eintritt mit einer Kugel durch beide Füße. Du setzt eine Belohnung für denjenigen aus, der mit weniger Kugeln größere Löcher in mehr Füße schießt.

TWC (William Cheung) Du schießt Dir in den Fuß. Niemand hat einen Knall gehört, eine Verletzung ist nicht erkennbar. Das ist genau deine Absicht. Da es sich um eine Dim Mak Technik handelt, ist mit dem ersten Anzeichen einer Verletzung nicht vor Ablauf von 2 Wochen zu rechnen.

VT (Wong) Du schießt Dir in den Fuß. Wegen deines extrem stabilen, tiefen Standes durchdringt die Kugel dabei zuvor einen Oberschenkel, ein Kniegelenk und einen Unterschenkel. Du fällst nach vorne und schlägst Dir die oberen Schneidezähne ein. Für den Rest deines Lebens führst Du diese Verletzungen als Beweis für die Effizienz deines Stils an.

Aikido Du schießt etwa 40 cm neben deinen Fuß in den Boden. Den Rest deines Lebens verbringst Du damit, deine Handstellung während des Schusses so zu verändern, daß die Kugel einen Kreisbogen beschreibt, der sie zum Mittelpunkt deines Fußes führt.

Boxen Du hast beim Training zunächst Schwierigkeiten den Abzug mit den Handschuhen zu betätigen. Die Aktion wird daher 6 mal wegen Verletzungen verschoben und schließlich abgesagt, da die Pistole keinem bekannten Boxverband angehört.

Krav Maga Du schießt Dir mit einer Maschinenpistole jeden Zeh einzeln ab. Dann schaltest Du auf Dauerfeuer und trennst deine Füße mit kurzen, kontrollierten Salven von den Unterschenkeln ab. Zur Sicherheit springst du danach auf eine arabische Tretmine.

WenDo Du steckst auf jede Zehe deines rechten Fußes eine Fingerpuppe. Dann richtest Du die Pistole auf deinen rechten Fuß. Die Fingerpuppen verwickeln jetzt die Pistole in ein Gespräch. Dabei wenden sie geschickt psychologisch motivierte Deeskalationsstrategien an, was in raffinierten Äußerungen wie „Bitte nicht schießen“ oder einfach „NEIN!!!“ Ausdruck findet. Zum Abschluß schießt Du in deinen linken Fuß (Alternativ schließen Deine Füße mit der Pistole Freundschaft und alle sind glücklich)

Capoeira Du versuchst dir in den Fuß zu schießen, verfehlst diesen aber zunächst. Nach dem 40. Nachladen wird Dir klar, daß du überhaupt keine Kampfkunst erlernt hast und schießt Dir in den Kopf.

-)Gruß Manfred

ich möchte mich gerne in Zukunft wieder mehr sportl. betätigen
und bin dabei auf Kampfsport gestossen. Nung gibt es aber so
scheint es mir zigtausend verschiedene Formen davon…

Welche davon werden denn in deiner Gegend angeboten?

teilnehmen. Meine einzigen Einschränkungen sind: ich möchte
nicht dauernd irgendwelche gebrochenen Knochen haben,

ich betreibe seit 1976 Kampfsport und hatte noch nie eine größerre Verletzung, abgesehen von blauen Flecken, die man sich aber auch bei vielen anderen Sportarten holt.
mein Bruder hatte in einer Saison Fußball mehr Blessurten als ich in den letzten 26 Jahren im Kampfsport (davon sechs Jahre Vollkontaktwettkampf).

So groß ist keine Seite *g*
Hi!

Ich persönlich kenne KEINE (zumindest keine seriöse) Seite, die das bietet!

Es mag daran liegen, dass auch mir (der seit 1982 in der Materie schnüffelt) gelegentlich ein völlig neuer Begriff über den Weg läuft, oder aber daran, dass Vertreter einzelner Kampfkünste ungerne Werbung für etwas anderes machen…

Was interessiert Dich denn? Was strebt Dir vor?

Grüße
Guido

Ich habe Dein Posting noch mal richtig gelesen…
Hi!

Gibt es eventuell im Netz eine Auflistung aus der hervorgeht,
welches die primären Unterschiede zwischen alle diesen versch.
Formen sind und was deren überwiegender Schwerpunkt ist? Ich
kann ja jetzt nicht 10 verschiedene Sachen ausprobieren
sondern
vielleicht nur mal zwei, drei und dann da an Probestunden
teilnehmen. Meine einzigen Einschränkungen sind: ich möchte
nicht dauernd irgendwelche gebrochenen Knochen haben, jedoch
sollte es jetzt auch nicht allzu spirituell sein…

Eine Idee zum Überblick ist mir noch gekommen! Schau doch mal beim „Satori-Verlag“ in Tönisberg (HP kenne ich gerade nicht - versuche mal http://www.karate.de - ich war da ewig nicht drauf) nach, ob es nicht die alten Videos der „BUDO-GALA“ noch gibt. Die sind zwar schweineteuer, aber zumindest das erste (aus 1988, glaube ich) bietet einen sehr guten Überblick!

Zum Thema Verletzungen…
Ich habe alles in allem ca. 15 Jahre Kampfkust aktiv hinter mir - mit drei verschiedenen Arten. Meine schlimmste Verletzung war ein gebrochenes Handgelenk - allerdings nicht wirklich beim Kampkunsttraining. Als wir uns warmliefen, bin ich auf einer Pfütze (ich hasse Mineralwasser) ausgerutscht und beim Sturz an der Turnbank hängengeblieben! Ansonsten gab es bestenfalls mal ein paar blaue Flecken, regelmäßig (nach Pausen) Muskelkater und zwei leichte (eine Woche pause) Zerrungen…

Die wirklich schlimmste Verletzung, die ich beim Training erlebt habe (nicht ich), war ein gebrochener kleiner Zeh, als jemand beim Treten an der Jacke seines Partners hängen blieb!

Grüße
Guido

Hallo!

Gibt es eventuell im Netz eine Auflistung aus der hervorgeht,
welches die primären Unterschiede zwischen alle diesen versch.
Formen sind und was deren überwiegender Schwerpunkt ist?

Unter http://www.de-rec-sport-budo.de findest Du eine recht gute Übersicht.

Meine einzigen Einschränkungen sind: ich möchte
nicht dauernd irgendwelche gebrochenen Knochen haben

Ich mache schon jahrelang Judo, und es kam so gut wie nie vor, daß sich mal jemand was gebrochen hat, höchstens mal leichte Prellungen oder Verstauchungen.

Grüße, Tanja

*räusper*
Hi!

Unter http://www.de-rec-sport-budo.de findest Du eine recht
gute Übersicht.

Naja - als erste Übersicht für Neugierige mag es ja ausreichend sein…

Aber dort ist wohl genau das passiert, was immer passiert, wenn eine Person meint, die Weisheit mit Löffeln …

Wenn ich lese: „Der sportliche Aspekt des KarateDo beschränkt sich im wesentlichen auf Fuß- und Fauststöße. Diese werden vor dem Auftreffen abgestoppt“, dann dreht sich mir der Magen um! Da wird nicht „vor dem Auftreffen abgestoppt“, es wird einfach nur der Treffpunkt vor den Körper gelegt! Um eine Wertung zu bekommen, ist es notwendig, voll durchzuziehen (halt nur imaginär den Treffpunkt vor den Körper zu legen).

Naja - aber wenigstens sind die ganzen Links zu den Fachverbänden angehangen, was die Seite dann doch wieder recht ordentlich macht…

Lieeb Grüße
Guido

Hi osx!

Du solltest zumindest erst einmal eine grobe Richtung haben. Denn fuer mich hoert sich Deine Frage schon wieder so an, als ob Du ein Patentrezept suchst und nun ueber w-w-w oder andere versuchst herauszufinden, welches denn nun die BESTE aller Kampfkuenste ist. Falls dem so sein sollte, viel Spass beim auswerten, aber eine Antwort bleibt aber aus. Falls dem nicht so sein sollte, dann pardon.

ich möchte mich gerne in Zukunft wieder mehr sportl. betätigen
und bin dabei auf Kampfsport gestossen. Nung gibt es aber so
scheint es mir zigtausend verschiedene Formen davon…

Ich befasse mich viel in meiner Freizeit mit diesem Thema und ja es GIBT zigtausende Formen und Stile und es ist nicht immer ganz einfach alles zuordnen zu koennen.

Gibt es eventuell im Netz eine Auflistung aus der hervorgeht,
welches die primären Unterschiede zwischen alle diesen versch.
Formen sind und was deren überwiegender Schwerpunkt ist?

Nein. Zumindest hab’ ich noch keine vernuenftige gefunden. Oder der Umfang ist zu klein.

Ich
kann ja jetzt nicht 10 verschiedene Sachen ausprobieren
sondern
vielleicht nur mal zwei, drei und dann da an Probestunden
teilnehmen.

Dann solltest Du Dir erstmal klarmachen, was in Deiner Naehe verfuegbar ist und die grobe Richtung was Du ueberhaupt machen willst und zu welchem Zweck das ganze dient. Reine Fitness, Ausgeglichenheit, Ausdauer, SV etc. All das sind komplett verschiedene Ansatzpunkte.

Prinzipiell gilt aber, dass Du VOR ALLEM ausprobieren solltest, denn nur so wirst Du herausfinden was Dir liegt und was nicht.

Meine einzigen Einschränkungen sind: ich möchte
nicht dauernd irgendwelche gebrochenen Knochen haben, jedoch
sollte es jetzt auch nicht allzu spirituell sein…

Gebrochene Knochen gibt’s nur in Fights oder wenn man sich daemlich anstellt oder einen Psycho als Trainingspartner hat (schlechter Dojo).

Was genau bedeutet allzu spirituell? Zuviel Karate Kid geguckt, wo immer so geheimnisvoll gefaselt wird von inneren Energien a la Ki oder auch Chi genannt? Wo sich Mystik mit Weihrauch bindet? Das wirst Du hier in Deutschland sowieso kaum finden. Aber wenn Dir Rei (Tradionelles Angruessen) schon zuviel ist, dann koennen wir schonmal alle traditionellen Stile knicken.

Vorschlag:

Du sagst mir, was es bei Dir gibt und was davon fuer Dich sich interessant anhoert und ich sag Dir was es ist und was ich davon halte.

Nochwas, wichtiger als der Stil ist, dass die Kampfkunst, die Du lernst Spass macht, denn sonst wirst Du es auf absehbare Zeit wieder an den Nagel haengen. Davon ab ist die Umgebung (Dojo, Raeumlichkeiten, Hygiene, Meister und Mitschueler) enorm wichtig. Merkst Du, dass Du in einem Asi-Haufen gelandet bist, kann die Kampfkunst noch so toll sein, auch hier wird es Dich nicht weiterbringen.

Peace!

TapouT!!!