Unterschiedliche Einstellung zu Sex (Mann/Frau)

Hallo Wissende,

ich frage mich wieso viele Frauen es als Beleidigung empfinden direkt gefragt zu werden ob sie gerne Sex haben moechten - fuer Maenner ist das meist kein Problem.

Meine weitere Frage ist vermutlich die Antwort auf die vorherige: Warum ist ein Mann (meist) stolz darauf wenn er mit vielen Frauen Sex hatte - die meisten Frauen schaemen sich hingegen dafuer?

(Ich kenne die evolutionspsychologische Erklaerung dass Maenner sich besser fortpflanzen wenn sie ihre Gene an viele Frauen weitergeben und Frauen besser wenn sie den richtigen Mann waehlen der sich dann auch um sie und das gemeinsame Kind kuemmert - aber es gibt auch eine Theorie die besagt dass Frauen die meiste Unterstuetzung bekommen wenn mehrere Maenner als potentielle Vaeter eines Kindes sie unterstuetzen, deshalb ist Polygamie auch fuer Frauen sinnvoll, Monogamie kann auch fuer Maenner sinnvoll sein denn auch wenn 20 Frauen von einem Mann schwanger werden bringt es nicht viel wenn keine einizige ohne die Unterstuetzung des Partners mit dem gemeinsamen Kind ueberleben kann)

Deshalb: Wer kann mir die Unterschiedliche Einstellung zu Sex erklaeren?

Gruss und Dank

Desperado

Hallo Wissende,

Servus

ich frage mich wieso viele Frauen es als Beleidigung empfinden
direkt gefragt zu werden ob sie gerne Sex haben moechten -
fuer Maenner ist das meist kein Problem.

Frauen haben vielleicht eine ganz andere Auffassung vom öffentlichen Präsentieren ihres Intimlebens und legen mehr Wert auf eine etwas weniger plump-direkte Anmache.

Meine weitere Frage ist vermutlich die Antwort auf die
vorherige: Warum ist ein Mann (meist) stolz darauf wenn er mit
vielen Frauen Sex hatte - die meisten Frauen schaemen sich
hingegen dafuer?

Nun, Männer werden so leicht nicht als Schlampe oder Dorfmatratze abgestempelt wie Frauen.
Für viele Männer unterstreicht das ihre Männlichkeit, gerade dort wo persönlicher Bedarf besteht, das eigene Ego aufzupolieren.
„Was solls, er stösst sich nur die Hörner ab.“

Gruß
Logan

Hallo du Verzweifelter!

ich frage mich wieso viele Frauen es als Beleidigung empfinden
direkt gefragt zu werden ob sie gerne Sex haben moechten -

Für alle Frauen kann ich dir nicht antworten, nur für mich.
Und: Ich gehe mal davon aus, dass du fremde Frauen meinst, deine Freundin würdest du dies ja wohl hoffentlich nicht fragen müssen…?!

Ich empfinde diese Frage nicht als Beleidigung, allerdings würde ein Mann darauf von mir keine klare Aussage erhalten

  • weil er mir mit dieser Frage zu nahe treten würde (ist schließlich ´ne sehr intime Frage!)
  • weil ich im Vorfeld nicht weiß, ob ich Sex mit dem Mann haben möchte, wenn ich noch nicht mal weiß, wie er schmeckt und wie er riecht
  • weil eine Antwort auf diese Frage keine Offenheit mehr für die weitere Entwicklung lässt
  • weil ich auf Männer stehe, die phantasievoll und einfühlsam sind und nicht mit der „Hauruck“-Methode ins Haus fallen

Und: Während Frauen meist ein Gefühl zu dem Mann brauchen (wollen?), mit dem sie schlafen, und deshalb meist wählerischer sind, gelingt es Männern eher, auch ohne Gefühl mit einer Frau zu schlafen, wahrscheinlich macht ihnen deshalb die Frage nichts aus.

Warum ist ein Mann (meist) stolz darauf wenn er mit
vielen Frauen Sex hatte - die meisten Frauen schaemen sich
hingegen dafuer?

Diese Frage wurde vor kurzem mehr als ausführlich (und meist weniger als sachlich) im LuL-Brett diskutiert.
Schau mal im Archiv unter „Warum dürfen Männer und Frauen nicht“ (Ich weiß leider nicht, wie das Verlinken geht)

Grüße, jeanne

Nochmals hi!

Ich habe gerade dein posting in „Gender“ gelesen und habe den Eindruck gewonnen, du möchtest eine Frau kennenlernen, das klappt aber nicht so nach deinen Vorstellungen.
Nehme ich den Inhalt beider postings zusammen, erscheint mir das Bild von einem Mann, der sich eine attraktiv gekleidete Frau sucht und diese fragt, ob sie denn Sex mit ihm möchte. (Und verwundert ist, dass diese ihn abblitzen lässt.)

Gerne wüsste ich dein Alter, mir liegt ein „So funktioniert das nicht, mein Jung´!“ auf der Zunge…

Was genau ist dein Problem?

Grüße, jeanne

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Hallo Desperado!

Einige Vorredner haben sicher Dir für Dich Verwertbares angeboten.

Zu Deiner Entlastung mag ich anmerken, daß nichts von dem was hier besprochen wird, sooo selbverständlich ist, wie es sich gibt. Es handelt sich um die notwendigerweise wirren und verknäuelten Ergebnisse einer langen komplexen widersprüchlichen zerrissenen kulturellen Entwicklung in einer spezifischen Kultur. Andere Zeiten und andere Kulturen kennen es anders. Selbverständlich gibt es Kulturen, in denen die „Anmache“, auch nicht notwendigerweise zurückhaltend, von der Frau ausgeht. Abgesehen davon ist alleine der „Begriff“ von Sex eine rezente Erfindung.

Nun, Du lebst nicht im 317. Tal des Ostens Papua-Neu-Guineas sondern hier und in unserer Zeit.

Auch wenn ich nur wenig lese, zum Beispiel nicht das hier unten erwähnte Subforum, entnehme ich meinerseits subtextuelle Mitteilungen von Unbehaustheit und Unerfülltheit aus dem, was ich aus Deiner Feder lese.

Wenn Du magst, kannst mir per gute alte Email etwas von Deiner inneren Lage schildern.

Es ließen sich womöglich Wege zu einer sinnstiftenden Nachentwicklung auch für Dich finden lassen, warum denn nicht?!

abifiz

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off topic?
hi,

wäre das nicht ein beitrag im brett „plauderei“?

oder auch bei „gesellschaftswissenschaften“, denn du thematisierst stark die gesellschaftlichen aspekte von sexualverhalten. könnte aber auch von der biologie her verstanden werden, dann wärst du bei „naturwissenschaften“ richtig und die evolutionsbiologen könnten dir helfen.

psychologische erklärungsansätze haben die motive von menschen zum thema, die sie eher monogam oder polygam bis hin zur promiskuität werden lassen. da finden sich in lebensläufen von menschen immer individuelle gründe, als mann oder frau eher mehr oder wenig sexualpartner zu wählen und dieses verhalten vielleicht als „okay“ oder auch als schuldbesetzt zu empfinden. ebenso beschäftigen sich psychologen natürlich mit der pathologischen sexualität und den möglichkeiten, sie wieder zu verbessern. viele menschen zeigen nämlich krankhafte sexualität, sind aber gesellschaftlich dabei voll akzeptiert.

beispielsweise kann man sadomasochistische praktiken aus einer psychiatrisch-diagnostischen sichtweise sehen, aber auch als reine lustorientierte spaßmentalität. was sagt man zu einem mann, der jede woche ne andere hat, zu einer frau, die es mit jedem treibt? haben die jetzt spaß oder sind die krank?

so einfach läßt sich das nicht beantworten, da helfen die wissenschaftstheorien nicht, sondern eher die frage, ob menschen darunter leiden, oder nicht. wenn ja, dann sind psychologen gute ansprechpartner.

Hi Deperado,

nachdem Du selbst schon ansatzweise bei der Evolution Antworten gefunden zu haben glaubst, noch eine ganz praxisnahe und vor allem zeitlose Überlegung:

Wenn Sex zur Befruchtung führt, ist das immer erst einmal ein Nachteil für die Frau - wer sagt denn, dass auch nur ein einziger der ach so vielen potenziellen Väter zu ihr stünde und sie unterstützte?

In den Anfangszeiten der Menschheit bedeutete Schwangerschaft und Kind z. B. auf der Flucht langsamer zu sein und heute haben allein-erziehende Mütter auch nicht zwangsläufig das große Los gezogen . . .

An alle Antwortenden
Hallo an alle Antwortenden,

Danke fuer die Antworten, aber ich finde es nicht zweckmaessig in einem oeffentlichen Forum die Psychologie des Fragestellers zu diskutieren wenn diese nichts mit dem Thema zu tun hat - deshalb werde ich die genannten Spekulationen auch nicht richtigstellen, da dies so unpassend waere wie jemand der waehrend einer politischen Debatte ueber seinen letzten Urlaub erzaehlt.

Gruss

Desperado

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Einfach ‚‚Nein‘‘ sagen.

ich frage mich wieso viele Frauen es als Beleidigung empfinden
direkt gefragt zu werden ob sie gerne Sex haben moechten -
fuer Maenner ist das meist kein Problem.

Ich, als Mann, würd’ - ohne Problem, wie Du richtig sagst - ‚‚Nein danke, kein Bedarf!‘‘ sagen.

Hallo!

Deshalb: Wer kann mir die Unterschiedliche Einstellung zu Sex
erklaeren?

Niemand!
Alle die hier antworten, gehören entweder dem einen oder dem anderen Geschlecht an und sind dadurch in ihrer Einstellung zum Sex durch Welten getrennt.
Auch wenn sie es meistens zusammen tun.

Sicher, es gibt biologische Argumente, aber auch die sind unterschiedlich, je nachdem sie von einem Mann oder einer Frau stammen.

Und ich habe leider noch keine Frau getroffen, die nicht irgendwie zu machte, wenn man tiefer in ihr sexuelles Denken eindringen wollte.

Gruß, Nemo.

Noch ne Antwort :
Hallo Desperado,

Du hast ja schon die evolutionspsychologische Erklärung zitiert
und hinterfragt. Das Thema ist zu komplex, um einfach abgehandelt zu werden.
Am differenziertesten hat sich m.E. die Anthropologin Helen Fisher damit beschäftigt,
HF: The Sex Contract – the Evolution of Human Behavior, 1983
HF: Anatomy of Love – a Natural History of Mating, Marriage, and Why We Stray, 1993

HF: Anatomie der Liebe gabs als Droemer-Knaur-Taschenbuch, ist wohl vergriffen;

  • wurde mir gleich 2 x ! geklaut / nicht zurückgegeben; antiquarisch ab 40.- ! -

Das dürfte für Deine Frage zielführend sein.

Wenn ich hier im Thread unverschämt dumm-arrogantes Zeug lese wie

entnehme ich meinerseits subtextuelle Mitteilungen von Unbehaustheit und Unerfülltheit
aus dem, was ich aus Deiner Feder lese.
Wenn Du magst, kannst mir per gute alte Email etwas von Deiner inneren Lage schildern.
Es ließen sich womöglich Wege zu einer sinnstiftenden Nachentwicklung auch für Dich
finden lassen, warum denn nicht?!

dann verstehe ich Deinen Frust, ums mal nett auszudrücken.

mfg:stuck_out_tongue:it
[fisher.fan]

Sie will verletzend sein…
.

Wenn mich jemand fragt, ob es wirklich Böses auf der Welt gibt, weise ich immer gerne auf solche unmißverständliche kleinere „putzigere“ Anzeichen davon, wie in deinem von Bosheit triefender, im Vergleich zu so viel Schlimmeren beinah harmlosen, Text. Manche werden dabei nachdenklich, da die Vignette so kraß und laut gerade auch wegen ihres Kleinwuchses ist; manche versuchen einfach schnell verhuscht auch solch ein beredtes Beispiel zu überspringen: Sie möchten einfach nicht, daß im Menschen Bosheit ist, das ist ihnen zu… theologisch! Doch, wie an deinen Worten zu ermessen, beißt sie sich am Menschen wie ein Pitbull fest. Nicht ihre Taten sind böse, sie sind es fast immer, doch manchmal durch Unabwägbares umgelenkt: Ihre Absichten sind es. Wie du so hübsch in deiner Visitenkarte vorkokettierst, will sie nicht spielen, sie will beißen und verletzen…

Dieses Wollen ist es, wenn 's sich auskokettiert, um den es bei ihr geht.

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Hi Desperado,

vielleicht geht es dem Mann im Allgemeinen mehr um den Sex als die Möglichkeit Nachkommen zu bekommen, bedingt durch die Möglichkeit sehr viel mehr Nachkommen bekommen zu können als es im Vergleich dazu der Frau grundsätzlich möglich wäre. Mag sein, dass einerseits durch die Erziehung durch die Mütter, die Bindungen enger sind als zu den Vätern. Und mag es auch andererseits der Fall sein, dass eine Frau ihre Nachkommen „wertvoller“ ansieht als ein Mann der beliebig mehr Kinder zeugen / streuen könnte. Diese Idee kam mir so, da es genug Männer gibt, die sich vor Alimenten oder auch nur Vaterpflichten drücken.

Noch was. Es mag ja Traum vieler Männer sein, dass eine gutaussehende, sexy geile Frau in anspricht und ihm ohne Umschweige Sex anbietet. Doch wenn es mal geschehen sollte, heißt das noch lange nicht, dass er dann auch einen hochkriegen würde. Wenigstens kenne ich einen Mann, dem dieses Wunder geschah, und „sein bester Freund“ konnte kein Stehvermögen aufbringen. What a pitty. :smile:)

Ciao,
Romana