Liebe Wissenden,
meine Frau hat laut ärztlichem Befund einen leichten Meniskusverschleiß. Verordnete Therapie: Krankengymnastik und Lymphdränage. Zusätzlich soll sie Fahrradfahren. Was könnte sie noch tun, um den Heilungsprozeß zu beschleunigen? Abends ist ihr Knie noch immer etwas geschwollen.
Ich freue mich auf Eure Tipps.
Gruß Peter
Hi
bei akutem Flüssigkeitsansammlungen im knie war bei mir leichtes radfahren das beste… wenn das aber längerfristig geschwollen ist sscheint da aber eher ne entzündung vorzuliegen. ist das abgeklärt?
hh
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Lieber Peter:
die Lymphdrainage beschleunigt den Heilungsprozeß schon ungemein. Unterstützend ist in jedem Fall (falls von der Physiotherapeutin nicht schon angeregt) nach der Behandlung das Hochlagern des Beines (Knie über Leistenniveau) mit Kühlung (nicht unter 0°C, die Kühlkompressen aus dem Gefrierfach sind zu kalt und lassen das Knie eher dicker werden…) und gleichzeitigen Spannungsübungen mit dem Fuß (mind. für 10 min), am besten, wenn das Knie mit einem erträglichen Kompressionsverband versehen ist. Physiotherapeut/in wird da garantiert weiterhelfen. Kalte Umschläge aus Salzbrei oder esiggsaurer Tonerde (Apotheke oder Reformhaus) sind auch klasse. Fahrradfahren nur „bergab und mit Rückenwind“, also ohne schmerzhafte Widerstände, dafür in höherer Trittfrequenz (1/sek ist prima).
Langfristig hat der Meniskusverschleiß eine Ursache (meist Belastung des Knies in Beugehaltung, Tennisspieler wissen davon ein Lied zu singen), die muß unbedingt ausgeschaltet werden, sonst ist der nächste Weg der zur Arthroskopie.
Einzuplanen sind in jedem Fall ca. 4 Wochen, der Körper ist halt kein Auto, das man in die Werkstatt fährt und repariert zurückbekommt (oder auch nicht…). Nichts für ungut,
beste Grüße, Dörte
Hallo,
so einfach einen „leichten Meniskusverschleiss“ wegzutrainieren kann so seine Risiken haben.
Zuerst sollte man sicher gehen, dass es tatsächlich diese Erkrankung ist. Danach muss man überlegen, ob man das so lässt.
Problematisch am Meniskusschaden ist, dass die glatte Knorpeloberfläche durch einen Schaden aufgeraut wird. Da der Meniskus sich bei jeder Beugung und Streckung bewegt, wirkt diese rauhe Oberfläche wie ein Schmirgelpapier auf die umliegenden Gelenkanteile. Über längere Zeit entsteht so ein schwerwiegenderer Schaden im Knie.
Man sollte also den Schaden beheben lassen (durch Arthroskopie).
Weitere Informationen gibt es unter http://www.arthros.de
Gute Besserung
Dr. J. Sauer