Urne & Grabstein zum anderen Friedhof

Vater ist in Hessen eingeäschert und beigesetzt worden. Wenn Mutter in Hessen stirbt, soll deren Urne mitsamt dem Grabstein und der Urne des Vaters nach NRW gebracht und dort beigesetzt werden. Welche Formalien sind einzuhalten? Kann der Transport in Eigenregie durchgeführt werden?

Hallo,
zur Urne siehe auch ein paar Zeilen weiter unten /t/transport-urne/6731501
Ab- und aufbauen wird man den Grabstein (und die Umrandung) nicht selbst dürfen. In den Friedhofssatzungen steht normalerweise, daß das nur zugelassene Fachbetriebe dürfen. Beim Transport muß man halt drauf achten, daß man ihn ordentlich sichert und trotzdem nicht verkratzt/beschädigt.

Cu Rene

Hallo!
Zunächst einmal muss ein Antrag gestellt werden für eine Umbettung der Urne. Das ist heutzutage nicht immer ganz so einfach, weil die Städte und Kommunen den „Leichentourismus“ ausschliessen möchten. Wenn man jedoch einen triftigen Grund angibt, z.B. Familienzusammenführung, so kann dem schon stattgegeben werden. Anders ist es immer bei Sargbeisetzungen. Wenn diesem Antrag stattgegeben wird, so muss der neue Friedhof eine sogenannte „Urnenanforderung“ zum alten Friedhof senden. Das soll absichern, dass die Urne nirgendwo anders „ausversehen“ landet, als auf den zukünftigen Zielfreidhof. Dann ist es auch möglich die Urne oder Aschenkapsel selbst zu überführen. Was den Grabstein angeht, so muss auf dem neuen Friedhof ein „Bauantrag“ gestellt werden, mit Größe und nach Möglichkeit mit Zeichnung des Grabmals. Wir leben halt in Deutschland!!! Auf dem alten Friedhof kann man durchaus den alten Grabstein selbst abbauen, jedoch sollte man, je nach Grabmal, darauf achten, dass keine weiteren Flurschäden entstehen, Die Friedhöfe sehen es natürlich nicht gerne, logisch! Ist aber auch manchmalnicht so einfach, da mit einigen Grabmalen auch Funamente gelegt sind, die es gilt ersteinmal auszugraben…Es entspricht schon der Wahrheit dass es Steinmetze sein sollten, die auf Friedhöfen tätig sind oder zugelassene Betrieb, aber Sie machen das ja einmalig und nicht gewerbsmässig. Der gesamte Verwaltungsaufwand ist schon erheblich…;o))
Bei Fragen, stehe ich gerne zur Verfügung!

M.B
Bestattermeisterin

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