USB Gerät über w-lan an ein Notebook oder ein netzwerk anschliessen

Ich suche einen Adapter mit dem man SSD’s und auch Sachen wie Kameras, die normalerweise mit einem USB Kabel an den Computer angeschlossen werden, über das W-Lan oder über eine Steckdose vom Netzwerk betreiben kann.

Ich will das Zeug einfach ins “smart-home-Netz” einbinden. Das sollte ungefähr so laufen wie die Steckdosen-Adapter vom smart-home, die sogar mit Bluetooth funktionieren können.

Es gibt auch Kameras, die man ans W-Lan hängen kann.

Wir sind zwar nicht besonders begeistert von den vielen elektromagnetischen Wellen, aber solange es keine besseren Möglichkeiten gibt ist das für vieles einfach notwendig.

Hat da irgend Jemand hier so was gesehen?

Danke,

brainstuff

Hallo,

Der „Adapter“ nennt sich NAS. So manche Fritz-Box beherrscht auch einige NAS-Funktionen, ist in Punkto Geschwindigkeit einem echten NAS aber unterlegen.

Dann verlegt zu Geräten, die typischerweise nicht bewegt werden, Netzwerkkabel! An Stellen, wo sich solche Geräte versammeln, nutzt man einen Switch zum Aufteilen.

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Hiker etwas Wissenswertes zum Nachlesen und planen.

Gruß

The Raccoon

Wenn du auf die Platte nur von einem Rechner aus zugreifen willst, warum dann über WLAN und nicht direkt am USB-Port am Rechner? Wenn du aber von verschiedenen Rechnern/Geräten aus zugreifen möchtest, dann genügt ein USB-WLAN-Adapter nicht, dann du brauchst du einen NAS oder ähnliches, was den Zugriff auf die Platten von verschiedenen Rechnern aus ermöglicht. Auch viele Router bieten die Möglichkeit, eine Festplatte über USB anzuschließen und darauf über LAN und WLAN zuzugreifen. Die Performance ist nicht besonders, aber für viele Anwendungen genügt das.

Kameras, Thermostaten und vieles andere gibt es mit WLAN-Interface. Da braucht es keinen Umweg über iregndwelche USB-auf-WLAN-Adapter.

Es mag nach böser Wegwerfgesellschaft klingen, aber der Weg ein altes USB-Gerät mit irgendwelchen Zusatzkomponenten netzwerktauglich zu machen, ist regelmäßig unsinnig, weil echte netzwerkfähige Geräte unter dem Strich billiger sind, und jede Menge mehr an Komfort bieten, und vollkommen vermeidbare Problem bei der Kombination diverser Komponenten nicht kennen.

Wenn der heimische Router ohnehin USB-Ports mitbringt, kann man natürlich ausprobieren, welche vorhandenen USB-Geräte der wie gut unterstützt. Aber das ist jenseits von Festplatten oft eine recht ernüchternde Erfahrung. Denn USB-Geräte bringen oft keine netzwerkfähigen Treiber mit, müssen statt dessen dann mit Standardtreibern des Betriebssystems oder über zwischengeschobene Software-Komponenten angesteuert werden, die dann ggf. nur einen recht eingeschränkten Funktionsumfang bieten.

Pierre,

Meine Frage ist da anscheinend nicht wirklich so angekommen, wie das sein müsste.

Dass man irgendwelche Geräte oder Speichermedien auch eventuell über ein NAS betreiben kann ist mir/uns schon sehr lange klar …. wir sind schon, vor über 30 Jahren, von den üblichen Backup-Methoden abgekommen und haben die etwas bessere Lösung, mit gespiegelten Festplatten in einem NAS, sehr erfolgreich praktiziert: Wir hatten seither keine hardware-bedingten Datenverluste mehr. Aber das ist ein Verfahren, was jetzt und eigentlich schon, seit den Anfängen, nicht wirklich 100%ig sicher war und sein kann/konnte.

Wir sind jetzt zu der Auffassung gelangt, dass die RAID Technologiene und auch das Oma-Tochter-Kind Backup System, wie es dazumal, von IBM konzipiert wurde, nicht wirklich optimal ist.

Bei der Frage die ich hier stelle geht es auch nicht nur darum wie man eine SSD an einen Computer anschliessen kann, sondern es geht darum wie man generell USB Geräte an einen Computer anschliessen kann OHNE dass man das über den USB Port macht: W-LAN = “Wireless Local Area Network - drahtloses Rechnernetzwerk, das Geräte über Funk innerhalb räumlich begrenzter Bereiche verbindet.

Der Adapter den wir da suchen, muss seine Daten, sogar an Draht oder Glasfaser-Netze schicken können und er muss auch Daten von so einem Netz empfangen und verarbeiten.

Da ist dann jedes Gerät, wie so ein Mobiltelefon, oder ein autonomes Fahrzeug.

So ein Gerät kann sich dann an über einen, oder über mehrere Wege, an das Netz anschliessen. LAN, W-LAN, Bluetooth etc.

Eigentlich braucht alles mehrere Schnittstellen und es darf eigentlich nicht sein dass alles nur so nutzbar ist, wie das fest „verdrahtet“ ist …

Das Ganze ist ein Thema, was wir schon früher behandelt haben, wo man Workstations an Server angebunden hat, weil die von oben her kontrolliert worden sind.

Und nicht nur das: auch unsere ganze Zivilisation läuft auf dem Irrglauben, dass alles von Oben her, gesteuert werden muss und dass die Leute lokal und in ihrem Einflussbereich nicht autonom handeln dürfen/sollen.

So eine SSD, eine Kamera, ein Backofen, ein Kühlschrank, ein Auto, .. muss seine Grundfunktionen auch dann performen könnnen, wenn es völlig alleine gelassen wird.

Ein Auto ist nicht Autonom, wenn es davon abhängig ist, dass das 5G Netz keine Störung hat.

Alles muss so gestaltet werden, dass es auf der untersten Ebene noch das machen kann, was es machen muss.

Und die Adapter, die wir da suchen, die gibt es zwar schon in verschiedenen Peripherie-Geräten, aber nicht in allen … da muss es solche „Adapter“ auch als Zusatz geben. Wir haben hier zum Beispiel einen QR-Code scanner, der funktioniert per UBS und per Bluetooth. Oder wir haben eine Kamera, diemit dem Computer per USB funktioniert und mit einem Smartphone per W-Lan. Da ist offenbar der Computer nicht in der Lage das W-Lan von der Kamera zu erkennen. Da braucht es so einen USB2W-LAN Adapter der das Signal nicht irgendwie falsch sendet. Dass da nur das Smartphone die Signale der Kamera per W-Lan annimmt während das nicht mit dem Computer geht, ist irgendwie komisch.

Danke,
brainstuff

Bleiben wir mal beim Wesentlichen:

  1. Wie ich schon schrieb, dürfte es billiger und einfacher sein, einen QR-Code Scanner zu kaufen, der WLAN von Hause aus mitbringt, als einen vorhandenen Scanner irgendwie WLAN-tauglich zu machen.
  2. Die Kamera wird nicht das Problem sein, sondern die Software. Es ist heute leider nicht unüblich, dass Hardware nur noch in Verbindung mit Apps für Smartphones angeboten wird, die technisch durchaus auch mit einem PC funktionieren würde. Wenn man Glück hat, gibt es für das entsprechende Geräte Standardtreiber im Betriebssystem, die man nutzen kann, um so ein Gerät grundsätzlich ansprechen zu können. Dann muss man sich nur noch eine Software für den PC suchen, die mit Geräten etwas anfangen kann, die über so einen Treiber angesteuert werden können. Auch das hatte ich alles bereits geschrieben.

Ansonsten zeugt dein letzter Beitrag von extremen Wissenslücken, die man hier leider unmöglich alle aufarbeiten kann.

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Ganz ehrlich: Das ist mir deutlich zu wenig konkret.

USB over IP - da gibt es Hardware-Adapter für das USB-Gerät und auf der Gegenseite, am Rechner, dann entsprechende Software, die eine USB-Verbindung emulieren, so dass die Anwendung gar nichts davon mitbekommt.

Wenn du hier eine Nebendiskussion anfängst, dann kann ich mich da schwerlich zurückhalten.

Ihr hattet also keine hardware-bedingten Datenverluste mehr? Was für eine wunderbar überspezifische Erklärung. Hattet ihr denn Datenverluste wegen versehentlicher/absichtlicher Löschung oder wegen Verschlüsselungstrojanern? Wenn es Datenverluste gab, dann war die Lösung nicht erfolgreich.

Sicher nicht. Aber solche Verfahren gibt es. die nennen sich GFS-Prinzipien.

Ach so. Du nennst das Oma-Tochter-Kind Backup. Ok. Ich vermute, wir meinen das gleiche. Aber du hast da offenbar ein Verständnisproblem. RAID ist kein Backup. War es nie. RAID schützt vor einem bestimmten Hardwareausfall. Wenn der Blitz einschlägt, schützt dich ein RAID genauso wenig wie wenn ein Trojaner Zeug verschlüsselt.

Und auch das GFS (oder nach dir OTK) Prinzip ist nur dann sinnvoll, wenn man es - wie von IBM dazumal konzipiert - auf Datenträger speichert, die nicht auch vom Blitz oder Virus beschädigt werden können. Das hat man früher dadurch gelöst, dass man die Bänder aus dem Laufwerk geholt hat und in den Safe im Sekretariat gelegt hat. Der Schlüssel dazu lag dann in der oberen Schreibtischschublade. So hatte IBM das damals konzipiert.

Wenn du also vor 30 Jahren ein NAS gekauft hast und dort in eine Ordnerstruktur Omas, Töchter und Kinder abgelegt hast, dann hast du vermutlich Recht. Das ist nicht 100%, weil der Virus das gleiche darf, was auch dein Backupprogramm darf. Wenn dein Backupprogramm also auf eine Netzwerkfreigabe schreiben darf, dann darf der Virus da löschen.

Deswegen bieten die NAS heute snapshots an. Damit werden auf Blocklevel vom Dateisystem Kopien gemacht, die von deinem Backupprogramm oder dem Virus nicht gelesen oder verändert werden können. Und schon sind deine Oma, deine Tochter und dein Kind sicher.

Man sollte sich immer Folgendes überlegen: Wenn sich ein Angreifer an meinen angemeldeten Rechner setzt, kann er bleibenden Schaden machen? Wenn es da einen Angriffspunkt gibt, dann mach den zu.

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Wenn schon, dann Großmutter-Mutter-Tochter. :zany_face:

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Was ist jetzt geschlechtergleicher Wokeness? Großmutter/-vater Töchtersöhne

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Moin,

Wenn ein Computer oder eine SSD nicht die zwingend notwendigen Hardwarekomponenten besitzt, die den technischen Zugriff auf ein WLAN ermöglichen, dann können sie das nicht, ob du das nun komisch findest oder nicht.

Eine SSD ist aber kein Auto, sondern allenfalls ein Teil davon. Das Getriebe oder der Motor können auch nicht alleine für sich auf der Straße fahren.

Ich sehe zusätzlich noch eine sehr eigenwillige Erwartungshaltung.

-Luno

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Danke Peter 8423c1 … das gibt mir viele Informationen die mir da weiterhelfen. Das ist dann, zusammen mit den eher kritischen Ideen von anderen etwas, was mir hilft, für die Probleme die ich da habe die best mögliche Lösung zu finden.

Danke Dir.
brainstuff

Christa,

egal wie man das nennt … das ist und war grausame Bastelei, die sehr problematisch war und noch ist.Es ist auch gar nicht möglich Informationen unverfälscht, ewig, zu speichern.Und wenn man dann auch noch Sachen speichert, die irgendwann einmal in der Zukunft, „aufwachen“ und Schaden verursachen können, dann hat man alles falsch.

Danke,
brainstuff

Das kann man nennen wie man will .. es war eine Notlösung die spätestens dann im Eimer war, wenn so ein Speichersystem kaputt gegangen ist.

Ich habe als Kind noch erlebt, wie man HDD’s vorübergehend gerettet hat, indem man sie künstlich erhitzt hat, damit der Schreib-Lesekopf sich etwas ausdehnt, damit er wieder die Daten findet. Das war vorher auf der Schallplatte besser, weil da der Abtaster mechanisch in der Spur gehalten wurde.

RAID 0 ist eine Kopie (eine Spiegelung) da wird alles gespiegelt, egal ob es nun brauchbar, oder nicht brauchbar ist.Bei den anderen RAID-Verfahren ist das noch verherender, weil da alles sehr komplex und kompliziert auf mehrere Festplatten aufgeteilt wurde.

das war ungefähr der gleiche Irrweg wie bei den Magnetbändern, wo ein kleiner Schaden, dann den ganzen Backup kaputtmachen konnte.

Die „Snapshots“ die Du da erwähnst sind auch nicht 100%ig sicher.

Im Grunde genommen ist es eine verwirrte Idee, dass man da Daten speichert, die verändert werden können, oder die Abnutzungserscheinungen haben.

das System was wir da jetzt ausprobieren ist keine Spiegelung mehr, sondern eine Multiplikation die permanent erfolgt … das müsste eigentlich so sein wie früher so ein Lochstreifen. Da wird jede Änderung permanent auf einen extrem soliden Datenträger geschrieben.

Wenn man so was schaffen könnte, dann könnte man Zeitreisen in die Vergangenheit unternehmen. Und aus dem was man da dann an Daten gesammelt hat, könnte man simulieren, wie es in der Zukunft weitergehen könnte, wenn man das vergangene in die Zukunft projiziert.

Die Astronomen machen das schon so …die haben aufgezeichnet, wo die Sterne vor XX Jahren standen und die rechnen nun aus wo die Sterne in Zukunft stehen werden, wenn da nichts unvorhergesehenes passiert.

Das ist auch eine Methode, die bei der „künstlichen Intelligenz“ angewendet wird. Das ist keine Intelligenz, sondern das sind Informationen, die man früher einmal gesammelt hat und die man jetzt mehr oder weniger intelligent verwertet. .

Informationen/Daten unterliegen auch nicht nur einer mechanischen Abnutzung, sondern sie können im Laufe der Zeit völlig wertlos werden. Da nützt dann das schönste Backup nichts mehr.

Bei einem Backup ist auch der Aufbewahrungsort von sehr grosser Bedeutung … bei allem was Software ist, muss man auch die Aufbewahrungsorte multiplizieren. Und das wiederum schafft neue Risiken.

Danke,
brainstuff

Schallplatte?

In einem konkreten Fall geht es bei uns darum, dass eine Kamera zwar per W-Lan an ein Smartphone angeschlossen werden kann aber dass diese Kamera nur per USB mit Windows zusammenarbeitet. Das Kamera-Programm von Windows erkennt diese Kamera wenn Sie per USB angeschlossen ist und es erkennt sogar das W-Lan was die Kamera erzeugt, aber es kann damit nichts anfangen.

Wir haben es auch noch mit vielen anderen Geräten zu tun, die höchstens per USB an Computer angeschlossen werden können, obwohl das oftmals keine gute Lösung ist.

Die dazu nötigen Kabel sind oftmals extrem ungeschickt.

Eine SSD, ein Router, eine Smarte Steckdose sind zwar kein Gebäude, aber sie sind ein Teil davon und die müssen eigentlich, autonom das machen, wofür sie da sind. Dass die da Strom verbrauchen, obwohl sie nichts machen ausser, auf etwas zu warten, was gemacht werden muss ist eigentlich eher unnütz.

Wir wollen einfach möglichst viele Geräte wenigstens einmal autonom benützen um zu testen, wieviel Energie man mit Geräten sparen kann, die erst dann aufwachen, wenn sie benötigt werden.

Wir haben da zum Beispiel einen Bar-Code Leser der nur dann Strom verbraucht, wenn man ihn nutzt. Auch diese Kamera könnte nur dann Energie verbrauchen wenn man sie nutzt. Die muss man zum Gebrauch, wie den Bar-Code Scanner einschalten können und das geht jetzt nur am Smartphone… da geht das fast perfekt, es ist nur schade, dass der „Hotspot“ von der Kamera nicht automatisch, wie jedes normale W-LAN erkannt wird.

Danke,
brainstuff

Moin,

Dunkel ist der Worte Sinn.
Was erwartest du, wenn du schreibst, dass das Kamera Programm „damit nichts anfangen kann“?

Ich habe so das Gefühl, dass du noch nicht einmal versuchst, ein ganz klein wenig von den technischen Hintergründen zu verstehen, die dir hier erklärt wurden. Aber was soll’s.
Auch eine Zimmertür oder ein Fenster ist ein Teil eines Gebäudes und kann autonom nichts machen. Du kannst gerne versuchen, sie mal draußen irgendwo frei aufzustellen und sie dort bestimmungsgemäß zu benutzen, selbiges gilt auch für eine Treppe oder einen Fahrstuhl.

Das ist ein schwerer Gedankenfehler. Wenn ein solches Gerät aufwachen soll, dann benötigt es eine Elektronik, die ihrerseits Strom verbraucht. Je nach Alter ist dieser standby Stromverbrauch unterschiedlich hoch, ist aber de facto immer vorhanden.

Der nächste Fehler. Ohne ein wenig Kompetenzen in Messtechnik und Auswertung bekommst du solch kleine Änderungen im Stromverbrauch gar nicht mit.

-Luno

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Ah. Nenne mal das Loch, was sie haben.

Wenn du die Daten verändern kannst, dann ist es kein Backup.

Ja, eben. Je mehr du deine Daten liebst, desto mehr Kopien hast du davon.

Lochstreifen waren aus Papier. Wenn das Lesegerät einen mechanischen Defekt hatte oder der Streifen nicht exakt eingelegt war, wurde das schnell mal beschädigt. Da war nix solide dran.

Ja, genau dafür ist ein Backup da.

Äh. Wat?

WTF? Das kann man überhaupt nicht vergleichen. Die Astronomen können nicht die Zukunft voraussagen. Sie können aber anhand der Eigenschaften des Weltalls sowie der Bahngeschwindigkeiten und Bewegungen berechnen (!), wohin die Objekte sich bewegen werden. Da passiert auch eher selten etwas Unvorhergesehenes. Das Weltall ist groß und ziemlich leer.

Ähm. Ja. Dann löscht man sie halt.

Genau deswegen gibt es ja die 3-2-1 Regel. 3 Kopien auf 2 unterschiedlichen Medien an 1 anderen Ort.

Welche Risiken sollen das denn sein. Du wirfst hier immer solche Aussagen raus, die ohne Erklärung einfach falsch sind.

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Kann ich dir sagen. Das wichtige Detail ist “das W-Lan was die Kamera erzeugt

Wild- oder Actioncams haben oft einen USB-Anschluss, um die Bilder und Videos darüber runterzuladen. Man darf wohl erwarten, dass die Kamera ein Standardprotokoll dafür nutzt, das keiner weiteren Software bedarf. Oft liegt der Kamera aber doch ne spezielle Software bei, nicht selten funktioniert die Übertragung nur damit.

Aber das ist altbacken, heute soll das alles drahtlos mit dem Handy gehen. Die kleine Batterie erlaubt aber keine permanente Verbindung mit einem WLAN.
Die Lösung sieht so aus, dass das Gerät per Knopfdruck oder Bluetooth selbst ein WLAN erzeugt, in das das Handy sich einklinken kann, um die Daten in akzeptabler Geschwindigkeit runterzuladen. Danach wird das WLAN wieder ausgeschaltet.
Das funktioniert so weit, allerdings braucht man meist zwingend eine App, die eben über Bluetooth das WLAN aktiviert, und das Übertragungsprotokoll ist auch oft proprietär.
Es ist schon doof: Diese Kameras werden mit “WLAN” beworben, nutzen das aber nur für eine Punkt-zu-Punkt-Verbindung zwischen Handy und Kamera. Das hat überhaupt nichts mit dem zu tun, was man sich eigentlich unter WLAN vorstellt.

Richtige Überwachungskameras können sich durchaus ins heimische WLAN einklinken, oder haben einen LAN-Anschluss. Und man darf erwarten, dass die ein Webinterface haben, oder man sich mit irgendeinem Video-Player damit verbinden kann. Cloud können die heute alle, weil ja jeder auch von unterwegs drauf zugreifen will, was ohne Cloud nicht so einfach ist. Man sollte nur drauf achten, dass man kein Modell mit Cloudzwang hat.

Zum ursprünglichen Thema:
Klar, es gibt USB-zu-Netzwerk-Interfaces, sowohl für LAN als auch WLAN. Auf der Arbeit haben wir einen INU-100 eingesetzt. Der kostet um die 400€, und bietet zwei USB2.0-Ports. Auf dem Rechner läuft dann ein Treiber, der sich mit dem Interface verbindet, und lokal die USB-Ports in den Gerätemanager zaubert. Geht sicher auch günstiger.

Ein Nachteil ist, dass immer nur ein Rechner sich mit dem Gerät verbinden kann. Bei Netzwerkgeräten erwarte ich eigentlich, dass mehrere gleichzeitig oder zumindest nacheinander einfach drauf zugreifen können.

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