USB-Lade-Problem

Hallo,

ich bin auf ein kurioses Problem gestoßen, und zwar muss es einen Unterschied zwischen Ladegeräten für Mini-USB Geräte geben, welche im Auto (12V) und zu Hause genutzt werden. Jedenfalls bei mir…

Eigentliche Aufgabe:
Ich habe ein Smartphone (HTC Touch Diamond 2) und würde damit gerne im Auto per Klinke Musik hören, das Gerät aber gleichzeitig auch laden.
Da nur eine Anschlussbuchse vorhanden ist, habe ich nach längerer Suche einen Adapter gefunden, den man ans HTC ansteckt und dann Klinke und eine weitere USB-Buchse zur Verfügung stellt, über die man synchronisieren, aber auch laden kann.
Mit dem USB-Ladegerät (ürbigens von einem Motorola Handy) klappt das Problemlos, aber wenn ich dann das Ladegerät im Auto benutze, wird nicht geladen.
Wie kann das sein? Ich hab jetzt sogar schon die Pins mal gemessen, bei beiden ist Pin1 Masse und Pin 4 und 5 Plus 5V (oder andersrum, bin mir nicht sicher, wo Pin 1 ist).
Einziger Unterschied: Beim Motorola Ladegerät kommen 5,02 V raus, beim Ladegerät aus dem Auto 5,43 V.
Meiner Meinung nach sollte das aber nicht problematisch sein, oder?

Wodran könnte das bitte liegen? Ich möchte gerne im Auto laden können…

Danke!

Moien

Wie kann das sein?

Das mit den Blümschen und Bienen ist so:

USB ist nicht für das Laden von Geräten gedacht. Es wird aber im grossen Styl dafür missbraucht und eigentlich hält sich keiner mehr an die Regeln.

Das Laden kann aber durchaus den USB-Port oder das dranhängende Motherboard töten. Sowas kommt schonmal vor (siehe Hardware-Brett, Beitrag vom Sa.). Um das zu vermeiden kontrollieren die besseren Geräte wieviel Strom der Port liefern kann, resp. wie weit die Spannung einbricht wenn man sie belastet. Die laden nicht wenn der Port zu schwach ist.

Die Spannung im Leerlauf ist egal, es geht um die Spannung unter Last. Und wenn das Auto-Teil es nicht mal hinbekommt die 5V exakt zu treffen dann sehe ich schwarz was die Spannung bei Belastung angeht. Die absolut maximal zulässige Spannung für USB sind übrigens 5,25V.

cu

das ist ein datenport - und keine steckdose! natürlich kann das probleme geben!

das ist ein datenport - und keine steckdose! natürlich kann
das probleme geben!

Es wird ganz normal über diesen Port geladen, IMMER. Anders kann man das Smartphone nicht laden. Es sollte also keine Probleme geben.

USB ist nicht für das Laden von Geräten gedacht. Es wird aber
im grossen Styl dafür missbraucht und eigentlich hält sich
keiner mehr an die Regeln.

Naja, wenn jetzt schon von der EU dieser Stecker vorgeschrieben wird sollte das eigentlich kein Thema sein…
Es ist doch auch OK, wenn es ein Ladegerät extra dafür gibt. Wenn es an den PC angeschlossen wird, wird der Ladestrom auch begrenzt. Also alles nach Vorgabe.

Wenn ich das KFZ-Ladekabel direkt, also ohne den Adapter nutze, funktioniert es am Telefon ohne Probleme, nur nicht mit dem Adapter (das 230V Kabel geht mit und ohne Adapter…).
Das ist das kuriose!

Moien

USB ist nicht für das Laden von Geräten gedacht. Es wird aber
im grossen Styl dafür missbraucht und eigentlich hält sich
keiner mehr an die Regeln.

Naja, wenn jetzt schon von der EU dieser Stecker
vorgeschrieben wird sollte das eigentlich kein Thema sein…

Ja, das wird lustig. Die Stecker halten offizel 1500mA aus. Selbst mein 0816-MP3 Player zieht beim laden über 2000mA. Die neuen 1900mA „Charging Ports“ werden einfach nur die normalen Kabel anwärmen.

Wenn ich das KFZ-Ladekabel direkt, also ohne den Adapter
nutze, funktioniert es am Telefon ohne Probleme, nur nicht mit
dem Adapter (das 230V Kabel geht mit und ohne Adapter…).
Das ist das kuriose!

Was ist daran kurios? Der Adapter bringt noch ein bisschen mehr Widerstand in die Leitungen. Dadurch fällt die Spannung nochmal ein bisschen mehr …

cu

Hallo,

k.A. ob Motorola auch so einen Blödsinn macht, aber mein Blackberry will auch nicht mit jedem Ladegerät, sondern nur mit speziell hierfür bestimmten. Selbst am PC geht ohne speziellen BB-Treiber nichts. Da hast Du dann einfach verloren.

Gruß vom Wiz

Abend!

Naja, wenn jetzt schon von der EU dieser Stecker
vorgeschrieben wird sollte das eigentlich kein Thema sein…

Naja dann können sie ja auch bald USB 3.0 spezifizieren. Ich fürchte
nur keine Sau hält sich dran wen interessiert schon weltweit die EU.

Gruß an alle anderen
Stefan

Es wird ganz normal über diesen Port geladen, IMMER. Anders
kann man das Smartphone nicht laden. Es sollte also keine
Probleme geben.

Doch wenn man weit entfernt von jeglicher Spezifikation Geräte
entwickelt dann wird das halt meistens nicht funktionieren.

Gruß an alle anderen
Stefan

ein schlechtes design ändert nichts an den tatsachen: jemand, der einen akku über einen datenport lädt und das zur einzig möglichen lösung macht, schreit quasi nach den problemen, wenn man mehr strom ziehen will, als die spezifikation hergibt. wie heißt es so schön? es geht, funktioniert aber nicht. zumindest nicht immer. du kannst auch bei einem auto nur zwei räder montieren und dir die anderen sparen. geht auch… und vergleichbar ist das laden über usb-kabel. der hersteller spart sich das ladegerät und verkauft die usb-sache noch als besonderheit. die elektronik, die u.a. den ladestrom begrenzt, ist höchstens sehr begrenzt im gerät selbst untergebracht - wenn überhaupt.
und wenn dein gerät eben zuviel strom zieht, kann das gehen - aber nicht funktionieren.

Hallo,

geb ich dem Jens einfach mal Recht.
Viele Handy-Hersteller halten sich an GARNICHTS, und schon garnicht an USB-Spezifikationen. Dazu kommt noch, dass USB allein schon so ein Schrott ist, dass jeder langjährig erfahrene Elektroniker am liebsten schreiend wegrennen möchte.
In Deinem Fall kommt auch noch die für den Hersteller billigste und provitabelste Lösung zum Einsatz, nämlich die Spannung sehr genau zu begrenzen und bei Erkennung einer Über- oder Unterspannung einfach dicht zu machen.

Ich habe in den letzten Jahren schon Sachen erlebt, die würdest Du nicht glauben. Selbst Hersteller wie Motorola leisten sich die Frechheit, Handys auf den Markt zu werfen, bei denen das Internet-Modem 20x mehr Strom verbraucht als das ganze restliche Handy UND es ist nicht möglich gleichzeitig einen Ladestecker und den USB-Anschluss zum Notebook anzuschliessen, es geht nur entweder oder… Soll heissen… du hast 20min Internet, dann ist das Teil tot, weil AKKU platt - und es gibt (offiziell) keine technische Lösung für das Problem. Was glaubst Du wie erfreut die Leute sind, die mit dem Ding zusammen ne mobile Flatrate gekauft haben?

Du siehst also, da herrscht der reine Schwachsinn, wundere Dich also nicht, wenn was geht oder funktioniert oder eben auch nicht.

Beste Grüsse ANDY

Morgen!

Dazu kommt noch, dass USB
allein schon so ein Schrott ist, dass jeder langjährig
erfahrene Elektroniker am liebsten schreiend wegrennen möchte.

Warum?

Übrigens, eigentlich darf ein Gerät nahzu überhaupt keinen Strom über
USB nutzen solange es dieses dem Host nicht signalisiert hat. Der Host
entscheidet dann wieviel Strom das Device bekommt.

Gruß
Stefan

Hallo,

k.A. ob Motorola auch so einen Blödsinn macht, aber mein
Blackberry will auch nicht mit jedem Ladegerät, sondern nur
mit speziell hierfür bestimmten. Selbst am PC geht ohne
speziellen BB-Treiber nichts. Da hast Du dann einfach
verloren.

Das ist kein Blödsinn, sondern eine regelkonforme USB Schnittstelle.
Bevor ein Gerät mehr als 100mA über den USB Port bezieht, muss es den erst mal um Erlaubnis fragen.
OK, die Kaffeetassenwärmer und viele andere China-Teile scheren sich einen Dreck darum und missbrauchen diese Schnittstelle für alles mögliche. Aber sein Gerät will wohl einen „intelligenten“ USB-Host und wartet am Simpel-Ladeadapter vergeblich auf die Freigabe.

Hallo,

warum ist USB-Schrott (abgesehen von den bescheuerten Steckern)?

„Der Universal Serial Bus (USB) ist ein serielles Bussystem zur Verbindung eines Computers mit externen Geräten“ (WIKI).

Das Problem ist doch nur, daß heute viele Mensch bei USB nicht an das o.a. denken, sondern an ein Ladegerät, eine wie auch immer geartete Stromversorgung mit USB-Steckern, im schlimmsten Fall noch von der Hauptplatine.

Und dies ist ein Fehler, denn

„Ohne besondere Freigabe durch das Betriebssystem darf ein Gerät nicht mehr als 100 mA Strom verbrauchen“

und

„Der USB-Spezifikation entsprechende Geräte dürfen bis zu 100 mA oder 500 mA aus dem Bus beziehen, abhängig davon, wie viel der Port liefern kann, an den sie angeschlossen werden“

(beides WIKI).

USB 3.0: Erhöhte Werte.

Schon die Idee, die Stromversorgung externer Festplatten über Y-Anschlüsse über die USB-Ports des Rechners zu beziehen, ist eine ziemlich kranke und gelegentlich auch folgenreiche Schnapps-Idee. Der Hersteller spart natürlich das externe Netzteil.

mfg, tf

Hallo Fragewurm,

Bevor ein Gerät mehr als 100mA über den USB Port bezieht, muss
es den erst mal um Erlaubnis fragen.

Richtig!

OK, die Kaffeetassenwärmer und viele andere China-Teile
scheren sich einen Dreck darum und missbrauchen diese
Schnittstelle für alles mögliche. Aber sein Gerät will wohl
einen „intelligenten“ USB-Host und wartet am
Simpel-Ladeadapter vergeblich auf die Freigabe.

Es kommt noch hinzu, dass viele billig Mainboards für Desktops, den USB-Stromverbrauch gar nicht messen und auch nicht abschalten können. Da liegt die USB-Spannungsversorgung, bei den etwas besseren sogar über eine Sicherung, direkt an den +5V des Netzteils.
Das spart pro Board wieder ein paar 10 Cents.

Bei Laptops entspricht das Strommanagement meist voll den USB-Spezifikationen.

Daher funktionieren diese externen Festplatten oft an billigen Desktops, versagen aber an teuren oder an Laptops.

MfG Peter(TOO)

Das simple Ladekabel funktioniert allerdings ohne Probleme, wenn es direkt angeschlossen wird!

Neues ‚Symptom‘
Schon mal danke an alle Antworten, der Artikel scheint ja bei vielen von euch einen Nerv getroffen zu haben :wink:

Wie dem auch sei und ob es nun schlecht oder gut ist, würde ich doch noch gerne, falls irgendwie möglich, zu einer Lösung kommen.

Ich hab jetzt mal an den Adapter das PC-USB Kabel angeschlossen, mit dem normalerweise auch synchronisiert wird. Der PDA wird nun geladen, aber Windows meldet, dass das an den PC angschlossene Gerät nicht richtig funktioniert.

Mit dem HTC Trinity PDA (Vodafone Compact GPS), den ich hier auch noch habe (neben dem HTC Touch Diamond) klappt es allerdings…nach einer kleinen Internet-Recherche _sollten_ die allerdings dieselbe Pinbelegung haben…„sollten“…
http://www.netimes.com/HTC_ExtUSB/
http://www.podgizmo.com/index.php?act=viewProd&produ…

Ich werde morgen dann noch mal das Ladeverhalten des Trinity machen…

„Es könnte so einfach sein, ist es aber nicht…“ *sing*

nochmal: wenn sich der hersteller an die spezifikation gehalten hat, dann hast du auch keine probleme. hat er sich nicht dran gehalten, dann _kann_ es gehen. es darf einen dann aber nicht wundern, wenn man irgendwelche probleme hat. und es kann natürlich sein, dass das laden einiger geräte problemlos funktioniert und das anderer nicht. das hängt eben davon ab, wie viele teile die einzelnen hersteller gespart haben.

und was die pinbelegung angeht: kein wunder, dass die gleich ist. das ist das minimum, was der hersteller von der spezifikation einhalten muss. ein usb-kabel enthält vier adern. zwei davon sind datenleitungen, eine gnd und die letzte +5V - wenn der hersteller da pfuscht, dann klappt nix.

irgendwie habe ich den eindruck, dass dir der begriff „spezifikation“ bzw. dessen tragweite nichts sagt.

und was die pinbelegung angeht: kein wunder, dass die gleich
ist. das ist das minimum, was der hersteller von der
spezifikation einhalten muss. ein usb-kabel enthält vier
adern. zwei davon sind datenleitungen, eine gnd und die letzte
+5V - wenn der hersteller da pfuscht, dann klappt nix.

irgendwie habe ich den eindruck, dass dir der begriff
„spezifikation“ bzw. dessen tragweite nichts sagt.

Vielleicht hättest du einmal dem Link folgen sollen um zu sehen, dass es sich um eine USBExt. HTC Buchse mit 11 Pins handelt, die sicherlich keine öffentliche Spezifikation hat. Ich glaube mir sagt Spezifikation mehr als dir.

Und das es an manchen Geräten mal geht und an manchen mal nicht ist sicherlich richtig, aber ich bin eben so, dass ich gerne wissen möchte, warum. Und wenn ich mal nicht weiterkomme, suche ich mir u.a. hier neuen Input, was bisher auch immer gut klappt.

und was die pinbelegung angeht: kein wunder, dass die gleich
ist. das ist das minimum, was der hersteller von der
spezifikation einhalten muss. ein usb-kabel enthält vier
adern. zwei davon sind datenleitungen, eine gnd und die letzte
+5V - wenn der hersteller da pfuscht, dann klappt nix.

Da mein Primitiv-Handy nicht über USB-Kabel laden wollte, habe ich das mitgelieferte Netzteil analysiert: der Micro-USB-Stecker hat 5 Kontakte, von denen 4 für USB verwendet werden, und der Hersteller hat den Pin 5 ebenfalls mit 5 V belegt zum Laden des Handys.

Ich habe daher ein Netzteil für ein paar Euro nachbestellt und statt des Netzteils einen USB-A-Stecker angeschlossen, und seitdem habe ich ein KFZ-Ladekabel, das es offiziell nicht gibt.

Gruss Reinhard