V6 vs V4

Liebe Leute!

Glorreicherweise habe ich mir gedacht, dass ich mir einen Van zulege. Da ich gerne sportlich fahren möchte dachte ich an einen V6-Benziner. Ich bin aber nicht alleine mit meiner Entscheidungsfindung (Hinweis V6…) und suche bis auf „viel ruhigerer Motor“ und „keine Probleme im Winter“ weitere Argumente für einen V6-Benziner. Oder stell ich mich nur blöd an und sollte einfach den Toyota Verso mit 177DieselPS nehmen? Und „knattert“ ein V6-TDi auch so viel wie die v4-er?

Vielen Dank für Eure Hilfe

Lionking

Hallo,

generell würde ich behaupten: Ein 6-Zylinder (egal ob V oder Reihe) ist laufruhiger als ein 4-Zylinder. Ein Diesel ist allerdings deutlich lauter als ein Benziner, egal wie viel Zylinder der hat.

Bei sportlicher Fahrweise, sofern überhaupt mit einem typisch hohen Schwerpunkt beim Van möglich, mit einem 6-Zylinder Benziner sollte man sich vorab aber auch mal Gedanken über die Kraftstoffkosten machen.

Frohe Ostern
Guido

Hallo Löwenkönig,

Und „knattert“ ein V6-TDi auch so viel wie die v4-er?

1.) Wie du schon selber schriebst : Je mehr Zylinder, desto laufruhiger.
2.) Der Verbrennungsprozess eines Diesels hat höhere Drücke, deswegen das „nagelnde“ Geräusch. Otto ist in der Beziehung deutlich zurückhaltender.
3.) Was die Hersteller zur Minderung des Geräuschpegels aufwenden, das differiert durchaus : Menge und Art des Dämm-Materials, Konstruktion und Material des Motorblocks, Dosierung des Einspritzdruckes beim Diesel, etc…
Am besten ist, du hörst dir die in Frage kommenden Modelle selber an. Selbst wenn du eine Zahl hast, wie zB das Vorbeifahrgeräusch (kann dir der Händler/Hersteller nennen) oder das Innengeräusch (dto) , beides nur als Geräuschpegel in dBA, ist das nur die halbe Wahrheit. Das Klangbild (Frequenzspektrum) kann sehr unterschiedlich sein.
Das ist wie bei einem Orchester : die Lautstärke alleine sagt nur einen Teil.
Gruß,
Karl

Ein V 4 ist von der Laufruhe keine gute Wahl.
V Motoren baut man aus Platzgründen , wobei dann beispielweise beim V 4 Zwei Zylinderköpfe mit je 2 Zylinder vom Platz eben kürzer sind , als ein Reihen 4 Zylinder .
durch die viertaktung eines Ottomotores , ergibt sich beim 4 Zylinder eine Kurbelwellenstellung , das 2 Zylinder den oberen Totpunkt haben , während die beiden anderen den unteren Totpunkt haben.
dieses lässt sich bei einem Reihgenmotor , sowie bei seinem Boxermotor technich realisieren.
bei einem V Motor , gehen wir mal von einem V Winkel von 90° aus , bekommt man unwillkürlich beim 4 Zylinder einen unruhigen lauf , da man egen keine zeitlich gleichmässigen Zündungen erreichen kann .
bei den alten Ford Motoren in Capri / 20 M / Transit 1 , verbaute man Ausgleichswellen um trotzt unrühiger Zündung einen ruhigen Motorenlauf hinzubekommen.
In der Wartung eine unzuverlässige Fehlerquelle mit viel Aufwand .

Man nimmt grosshubige Motoren als 4 Zylinder nur , wenn man im unteren Drehzahlbereich viel Leistung haben will , beispielweise wenn mit viel Anhänger gefahren werden soll , da dann der Hubraum pro Zylinder grösser ist und somit auch ein höheres Drehmoment erzeugt wird .

Inzwischen kann man durch Elektronic und Anbauteile wie Turbolader so etwas ausgleichen , was aber dann zu ungunsten der Lebensdauer des Motores ist .

Siehe Konstruktionsdetails hier :

http://wapedia.mobi/de/Ford_P4

gruss

Toni

Hallo Guido,

Bei sportlicher Fahrweise, sofern überhaupt mit einem typisch
hohen Schwerpunkt beim Van möglich,

die Schwerpunkthöhe eines Vans und eines „normalen“ Pkw differieren nicht so, dass es - objektiv gesehen - einen nennenswerten Einfluss darauf hat, ob man damit „sportlicher“ (was immer das heisst) fahren kann. Schwere Teile wie Motor und Getriebe liegen bei beiden Bauarten auf fast demselben Niveau. Die Masse des Daches ist nicht sonderlich groß, dass seine um 20cm höhere Lage den „Kohl fett macht“.
Auch höchst selten überschreitet selbst der „sportliche“ Fahrer 0,3g Querbeschleunigung, und da ist das Maß an Radlastverlagerung sowieso noch in einem unkritischen Bereich.
Es ist ein rein subjektives Gefühl, das eine höhere Sitzposition oder eine etwas ausgeprägtere Seitenneigung damit verbindet, ein Fahrzeug sei weniger kurvengängig. Die Erfahrung kommt vielleicht aus unserer Kindheit, als wir vom niedrigen Kinderfahrrad auf ein Erwachsenenrad umstiegen und letzteres zunächst als „kippeliger“ empfanden.
Gruß,
Karl

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Hallo Karl,

in den meisten Vans sitzt man höher als in einem „normalen“ PKW. Daher ist der Schwerpunkt durchaus etwas höher. Und jeder, der mal einen Wagen gefahren hat, in dem man richtig schön tief sitzt, kann sicherlich bestätigen, dass da jeder cm zählt.
Wenn ich überlege, wie ich damals mit meiner gar nicht mal besonders hart gefederten barchetta durch die Kurven geräubert bin, da kam mein vorheriger, wesentlich härtere Ibiza Cupra nicht mit. Wobei die Achslastverteilung sicherlich auch eine Rolle spielt.

Frohe Ostern
Guido

Hallo Cali-toni

Ein V 4 ist von der Laufruhe keine gute Wahl.

Sorry, aber das ist vollkommener Blödsinn

V Motoren baut man aus Platzgründen , wobei dann beispielweise
beim V 4 Zwei Zylinderköpfe mit je 2 Zylinder vom Platz eben
kürzer sind , als ein Reihen 4 Zylinder .

Äh, wie bitte?

durch die viertaktung eines Ottomotores , ergibt sich beim 4
Zylinder eine Kurbelwellenstellung , das 2 Zylinder den oberen
Totpunkt haben , während die beiden anderen den unteren
Totpunkt haben.

V4 Motoren können unterschiedlichste Zünfolgen haben, da müssen nicht immer 2 Zylinder gleichzeitig zünden.

dieses lässt sich bei einem Reihgenmotor , sowie bei seinem
Boxermotor technich realisieren.
bei einem V Motor , gehen wir mal von einem V Winkel von 90°
aus , bekommt man unwillkürlich beim 4 Zylinder einen
unruhigen lauf , da man egen keine zeitlich gleichmässigen
Zündungen erreichen kann .

Sorry, wo hast du den das her?

hier mal was grundsätzliches:
http://www.brucewilles.de/massenausgleich.html

Man nimmt grosshubige Motoren als 4 Zylinder nur , wenn man im
unteren Drehzahlbereich viel Leistung haben will ,
beispielweise wenn mit viel Anhänger gefahren werden soll , da
dann der Hubraum pro Zylinder grösser ist und somit auch ein
höheres Drehmoment erzeugt wird .

Wo soll den das der Fall sein? Ich gebe Dir recht, dass Drehmoment der entscheidende Faktor beim Anhängerziehen ist, aber mit der Zylinderzahl
hat das nix zu tun. Ob 4Zylinder mit 300 NM oder 8 Zylinder mit 300 NM
die Kraft bleibt die gleiche.

Inzwischen kann man durch Elektronic und Anbauteile wie
Turbolader so etwas ausgleichen , was aber dann zu ungunsten
der Lebensdauer des Motores ist .

Motoren mit Turbo gehen bei vernüftiger Wartung genau so weit wie Motoren ohne Turbo. Warum sollten Turbomotoren heute früher verschleißen?

Wie war das neulich doch hier: wessen Auto fährt am längsten? Da waren auch Turbos mit + 300.000 km dabei.

Ich glaube, Du befindest Dich entweder nicht ganz auf den Stand der heutigen technik, oder Du hast etwas grundsätzliches missverstanden

222kpl

Hallo Karl-H. Schönfeld,

zunächst:
schnelles fahren ist nicht + 200 kmh geradeaus auf der Autobahn, sondern Kurve mit 85 km/h anstatt mit 80 km/h. Ich hoffe da stimmst du mir zu.

Nun zu Deiner Antwort:

die Schwerpunkthöhe eines Vans und eines „normalen“ Pkw
differieren nicht so, dass es - objektiv gesehen - einen
nennenswerten Einfluss darauf hat, ob man damit „sportlicher“
(was immer das heisst) fahren kann.

Klar, deshalb hat der BMW M3 auch ein leichtes Carbondach! Ich denke die Leute haben sich dabei was gedacht, als sie den Schwerpunkt „nach unten“ verlagern wollten. Um schnell durch die Kurve zu fahren müssen die Massen so nah wie möglich am Schwerpunkt liegen. Und der Schwerpunkt sollte so zentral und so nahe am Boden sein wie nur möglich.

Schon alleine der Kombi einer vergleichbaren Limousine liegt in der Kurve schlechter, da brauchs noch nicht mal einen Van. Beim Kombi wandert (zwangsläufig) der Schwerpunkt weiter nach oben und weiter nach hinten. Und ich finde das merkt man auch deutlich, wenn man mal ein bisschen Kurven fährt.

Schon mal Fahrwerksvergleiche im Slalom gefahren?
Einmal mit Fahrwerk „oben“ und einmal mit Fahrwerk „unten“ (mit einem Gewindefahrwerk natürlich). Da liegen Welten dazwischen, da braucht man nicht mal besondere Qualitäten als Autofahrer haben, geschweige dann Rennfahrer sein.

Schwere Teile wie Motor
und Getriebe liegen bei beiden Bauarten auf fast demselben
Niveau.

Eben, eben nur fast! Und dieses „nur fast“ macht eben den Unterschied aus. Und da zählt jeder Zentimeter und ich finde man merkt das auch. Siehe oben Fahrwerksvergleich.

Die Masse des Daches ist nicht sonderlich groß, dass
seine um 20cm höhere Lage den „Kohl fett macht“.

Siehe oben das BMW Beispiel.

Auch höchst selten überschreitet selbst der „sportliche“
Fahrer 0,3g Querbeschleunigung, und da ist das Maß an
Radlastverlagerung sowieso noch in einem unkritischen Bereich.

„Sportliche“ Fahrer überschreiten die 0,3g eben weil sie „sportlich“ unterwegs sein wollen. Otto Normalfahrer im Van ist das natürlich egal. Macht auch nix, schließlich ist eine Z. Bsp. VW Caravelle kein Rennauto.

Es ist ein rein subjektives Gefühl, das eine höhere
Sitzposition oder eine etwas ausgeprägtere Seitenneigung damit
verbindet, ein Fahrzeug sei weniger kurvengängig.

Ach ja? Also ich konnte noch bei jeden Van feststellen, dass der objektiv schlechter um die Kurve geht als ein „normaler“ Golf. Und das liegt nicht nur an erhöhten Sitz.

Die
Erfahrung kommt vielleicht aus unserer Kindheit, als wir vom
niedrigen Kinderfahrrad auf ein Erwachsenenrad umstiegen und
letzteres zunächst als „kippeliger“ empfanden.

Nö, kippelig ist zum Besipiel schon eine A-Klasse und das ist noch nicht mal ein Van. Fahr den mal mit 180 über die Bahn und lass dann Bodenwellen kommen oder Seitenwindböen. Das macht nicht wirklich Spass.

Und die Begründung mit dem Umsteig von einem Fahrad auf ein anders kann ich jetzt auch nicht so richtig nachvollziehen.

222kpl

Hallo zusammen,

V4 Motoren können unterschiedlichste Zünfolgen haben, da
müssen nicht immer 2 Zylinder gleichzeitig zünden.

Gleichzeitig zünden werden die sicherlich nicht, dazu braucht man schon ein paar Zylinder mehr. Aber sie werden gleichzeitig im OT bzw. UT sein. Irgendwie ist es dabei aber egal, ob V-, Reihenmotor oder Boxer, oder?
Auch bei Reihenmotoren gibt es verschiedene Zündreihenfolgen: 1-3-4-2 und 1-2-4-3

Motoren mit Turbo gehen bei vernüftiger Wartung genau so weit
wie Motoren ohne Turbo. Warum sollten Turbomotoren heute
früher verschleißen?

Die Wartung ist die eine Sache, die Fahrweise eine andere. Wer einen Turbo hat, der nutzt ihn auch. Und gerade bei kaltem Motor ist die Belastung für den Motor durchaus höher als beim Sauger, wodurch die Defektquote durchaus höher sein kann.

Frohe Ostern
Guido

Hallo,
auch mein subjektives Empfinden ist : je niedriger ich sitze und je geringer die Seitenneigung ist, desto sicherer fühle ich mich was Kurvengrenzgeschwindigkeit und Slalomfahrt betrifft.
Objektiv , d.h. mit Zahlen/Messwerten belegt, sind hier nur Versuchsfahrten, bei denen man

  • auf definierter Kreisbahn die Geschwindigkeit solange gesteigert wird, bis es zum Ausbrechen (idR kein Kippen) kommt oder
  • bei Slalomfahrt die Geschwindigkeit ermittelt, wann der Fahrzustand instabil wird.
    Und variiert man bei diesen Versuchen (im wesentlichen) nur die Schwerpunkthöhe, stellt man sehr wohl fest, dass ein paar Zentimeter nicht so viel bringen.
    Was auch mit theoretischen Überlegungen übereinstimmt. So ist die Radlastverlagerung (grob) bestimmt durch das Verhältnis Schwerpunkthöhe/Spurweite. Und da macht es - in Zahlen - keinen so großen Unterschied, ob es nun 50/160 oder 55/160 sind.
    Wenn das unbestritten vom Gefühl her anders ist, dann ist das Gefühl eben so. Und verständlich ist es, dass die Hersteller die Fahrzeuge so auslegen, dass die Kunden ein gutes Gefühl haben.
    Gruß
    Karl

Hallo Karl-H.Schönfeld,

Hallo,
auch mein subjektives Empfinden ist : je niedriger ich
sitze und je geringer die Seitenneigung ist, desto sicherer
fühle ich mich was Kurvengrenzgeschwindigkeit und Slalomfahrt
betrifft.

Wir reden hier nicht von subjektivem Empfinden, sondern von objektiver Kurvengeschwindigkeit. Und die ist mit einem Van kleiner als mit einem z. Bsp VW Golf und deutlich kleiner als mit einem Renault Spider.

Objektiv , d.h. mit Zahlen/Messwerten belegt, sind hier
nur Versuchsfahrten, bei denen man

  • auf definierter Kreisbahn die Geschwindigkeit solange
    gesteigert wird, bis es zum Ausbrechen (idR kein Kippen) kommt
    oder
  • bei Slalomfahrt die Geschwindigkeit ermittelt, wann der
    Fahrzustand instabil wird.
    Und variiert man bei diesen Versuchen (im wesentlichen) nur
    die Schwerpunkthöhe, stellt man sehr wohl fest, dass ein paar
    Zentimeter nicht so viel bringen.

Falsch! Wie ich schon vorher erwähnt habe:
Fahr mal ein Geweindefahrwerk einmal oben und einmal ganz runtergedreht. Dann merkst du was „nicht so viel“ ist. Da sind Welten zwischen zustand a) und Zustand b).

Was auch mit theoretischen Überlegungen übereinstimmt. So ist
die Radlastverlagerung (grob) bestimmt durch das Verhältnis
Schwerpunkthöhe/Spurweite. Und da macht es - in Zahlen -
keinen so großen Unterschied, ob es nun 50/160 oder 55/160
sind.

Dann hab’ ich wohl die Vektorgrafik im Mathe nicht verstanden, oder?
Je höher der Schwerpunkt im Fahrzeug ist, desto schneller wandert er in der Kurve nach außen.

Wenn das unbestritten vom Gefühl her anders ist, dann ist das
Gefühl eben so. Und verständlich ist es, dass die Hersteller
die Fahrzeuge so auslegen, dass die Kunden ein gutes Gefühl
haben.

Ich würde Dir da mal empfehlen, zum ADAC auf die Kreisbahn zu gehen. Da lernst du recht schnell, was „Gefühl“ und was „Wirklichkeit“ ist.

222kpl

Wenn das unbestritten vom Gefühl her anders ist, dann ist das
Gefühl eben so. Und verständlich ist es, dass die Hersteller
die Fahrzeuge so auslegen, dass die Kunden ein gutes Gefühl
haben.

Ich würde Dir da mal empfehlen, zum ADAC auf die Kreisbahn zu
gehen. Da lernst du recht schnell, was „Gefühl“ und was
„Wirklichkeit“ ist.

222kpl

Hi!

Also ich muss da mal dagegenhalten.

Transporter haben ja einen breiteren Radstand als PKW’s, das gleicht den ev. bischen höhreren Schwerpunkt aus.
Hast Du mal Schleudertest’s mit Bussen gesehen? Da denkt man auch, dass die gleich umfallem müssten, machen die aber nicht.

Ich selbst war auch vor vielen Jahren mal als Kraftfahrer tätig,
und teilweise auch mit Transportern unterwegs, so die VW LT, und die ersten MB Sprinter.

Ich hab da im jugendlichem Leichtsinn auch mal ausgetestet, wie weit man da gehen kann, und da geht schon was, mit einem Transporter.

Bei uns gibt es z.B. zwischen der B 93 und der A4 bei Glauchau so eine Überfahrt, da fährt man fast einen Kreis, Höchstgeschwindigkeit ist da 40.

Da ich täglich dort mehrmals langfahren musste, hab ich das immer etwas mehr ausgetestet.
Die PKW-Fahrer haben sich in der inneren Spur mit 60 fast in die Hose gemacht,
aber meine Transporter haben auf der äusseren Spur da mit 80 die Spur gehalten,
ohne quitschen und wackeln.
Das ist zwar sozusagen ein saublödes Gefühl, wenn es einem in der Kurve zur Seite zieht, vielleicht auch, weil man höher sitzt.
Das Fahrverhalten der Transporter war aber voll stabil.

Grüße, Steffen!

Hi!

Die PKW-Fahrer haben sich in der inneren Spur mit 60 fast in
die Hose gemacht,
aber meine Transporter haben auf der äusseren Spur da mit 80
die Spur gehalten,
ohne quitschen und wackeln.
Das ist zwar sozusagen ein saublödes Gefühl, wenn es einem in
der Kurve zur Seite zieht, vielleicht auch, weil man höher
sitzt.
Das Fahrverhalten der Transporter war aber voll stabil.

schöne Geschichte, aber Du willst mir doch jetzt nicht erzählen, dass der MB Sprinter in der Kurve schneller ist als ein normaler Pkw der Golf - Klasse? Oder doch? Fahrer-unabhängig natürlich.

222kpl

Hallo 222kpl,

Wir reden hier nicht von subjektivem Empfinden, sondern von objektiver Kurvengeschwindigkeit. Und die ist mit einem Van kleiner als mit einem z. Bsp VW Golf und deutlich kleiner als mit einem Renault Spider.

Dann nenne doch mal bitte die Zahlen. Damit wir vom Subjektiven zum Objektiven kommen.

Was auch mit theoretischen Überlegungen übereinstimmt. …

Dann hab’ ich wohl die Vektorgrafik im Mathe nicht verstanden, oder?

Was meinst du mit „Vektorgrafik“ ?
Zwar ist es schon eine längere Zeit her, dass man mich (nach vierjähriger Rechnerei) schließlich mit einen akademischen Grad für die Untersuchung zum Kippverhalten von Sattel-Kfz bedachte. Dennoch ich bin so mutig und behaupte, dass sich zwischenzeitlich an den Grundlagen der Fahrdynamik nichts geändert hat. Und da letztere auch für Pkw gelten, da die nun mal das Grundrüstzeug eines jeden Fahrwerks-Ingenieurs sind, sind die der elementare erste Ansatz, ein Fahrverhalten objektiv (d.h. mit Zahlen) zu bewerten.

Je höher der Schwerpunkt im Fahrzeug ist, desto schneller wandert er in der Kurve nach außen.

Nicht schneller, sondern idR mehr. In dem Maße, wie die Rückstellwirkung der Federung das zulässt.
Nimmt man es ganz genau, so ist es der Abstand zwischen Momentanpol Achse der Wankbewegung) und Schwerpunkt, der hier zählt. Ist der Abstand klein, wankt das Fahrzeug kaum (sieht man mal von der Reifeneinfederung ab).
Und es ist nur ein ganz geringer Anteil an der Radlastverlagerung, der aus der seitlichen Verlagerung des Schwerpunktes kommt. Erklärlich aus der Größenordnung des Wankwinkel von etwa 1° (d.h. 0,017 rad) pro 0,1g . Also nur rund 1/6 der Radlastverlagerung.

Ich würde Dir da mal empfehlen, zum ADAC auf die Kreisbahn zu gehen. Da lernst du recht schnell, was „Gefühl“ und was „Wirklichkeit“ ist.

Ich war nicht nur beim ADAC auf der Kreisbahn, sondern oft genug auch auf „professionellen“ Bahnen.
Gruß
Karl

Hallo 222kpl,

schöne Geschichte, aber Du willst mir doch jetzt nicht erzählen, dass der MB Sprinter in der Kurve schneller ist als ein normaler Pkw der Golf - Klasse? Oder doch? Fahrer-unabhängig natürlich.

aus Steffens Schilderung ist der zutreffende Sachverhalt zu entnehmen : So erheblich unterschiedlich sind die tatsächlich fahrbaren Kurvengrenzgeschwindigkeiten garnicht. In erster Näherung ist es tatsächlich „nur“ die Frage, auf welchem Reibwert zwischen Reifen und Fahrbahn man sich bewegt.
Sei der Reibwert 0,8 , bekommt man allerhöchstens 0,8g hin. Und wenn das „bessere“ Fahrzeug erst bei 0,75g abschmiert, das „schlechtere“ bereits bei 0,7g, dann sind das lediglich 4% Differenz in der Kurvengeschwindigkeit.
Was unabhängig vom Fahrer ist.
Gruß
Karl

Moin!

Ich versuche mal, eine hilfreiche Antwort zu geben.

Glorreicherweise habe ich mir gedacht, dass ich mir einen Van
zulege. Da ich gerne sportlich fahren möchte dachte ich an
einen V6-Benziner.

Egal was unten theoretisiert wird: ein Van ist aufgrund seines hohen Schwerpunktes (allein schon das Glas ist viel schwerer (da größere Flächen) und 30 cm weiter oben angebracht, als bei einem Sportwagen, und die Passagiere sitzen ebenfalls 20 - 40 cm höher) und seines hohen gewichtes sowie seiner meist schwächeren Bremsen nur mit extrem hohem technischen Aufwand zu echter SPortlichkeit zu bewegen.

Für zügiges Fahren hingegen reicht ein TDI mit 150 - 200 PS aus. Ein V® 6 fährt diesen Motorvarianten erst ab 170 auf der Autobahn davon uns braucht dabei das Dreifache an Sprit.
Benzinmotoren in Van und SUV können sich allerdings trotzdem lohnen, wenn man nur wenig (bis ca. 15.000 Km p.a.) fährt.

Ich bin aber nicht alleine mit meiner
Entscheidungsfindung (Hinweis V6…) und suche bis auf „viel
ruhigerer Motor“ und „keine Probleme im Winter“ weitere
Argumente für einen V6-Benziner.

Im Winter gibt es auch mit einem Diesel erst dann Probleme, wenn in unseren Breiten schon viel wichtgeres zusammengebrochen ist. So ab +25°C…

Beim Gebrauchtkauf sollte man beim Diesel noch auf die Abgaseinstufung achten.
Zudem ist der Kaufpreis meist höher. Die V6-Vans will keiner.

Oder stell ich mich nur blöd
an und sollte einfach den Toyota Verso mit 177DieselPS nehmen?
Und „knattert“ ein V6-TDi auch so viel wie die v4-er?

Du wirst kaum einen V4 Motor finden, ausser bei 30 Jahre alten Ford-Benzinern…
Die heutigen 4-ZYlinder sind fast alle Reihenmotoren.
Ein V6 läuft da deutlich ruhiger.
Noch mehr trägt allerdings die Geräuschdämmung der Karosserie zu der Verringerung der Fahrgeräusche bei.
Plakativ: Ein Mercedes S mit 4 Zylinder TDI wäre ab 60 Km/h sicherlich immer noch leiser, als ein alter Ford Galaxy mit V8…

Letzlich geht es um die persönliche Vorliebe.
Ich würde immer lieber einen Benziner fahren, verkaufe allerdings meinen Schluckspecht (Benziner-Jeep) gerade zugunsten eines Campingbusses mit TDI. Schwere, träge Autos fährt man eben selten mit über 220 Km/h. Das Drehmoment von „unten“ ist mir da wichtiger und bei den modernen TDIs klasse, also gehe ich mit der Zeit.

Gruß,
M.

Guten Abend Mathias,

Ich versuche mal, eine hilfreiche Antwort zu geben.

Auch ich.

Egal was unten theoretisiert wird: ein Van ist aufgrund seines

hohen Schwerpunktes …
Um nicht zu theoretisiern, konkrete Zahlen :

  • Um wieviel cm höher ?
  • Was bringt das weniger an erzielbarer Kurvengrenzgeschwindigkeit ?

seines hohen Gewichtes sowie seiner meist schwächeren Bremsen

Höheres Gewicht bedeutet nicht zwangsläufig eine geringere Agilität. Z.B. ein entsprechend leistungsstarker Antrieb kompensiert das.

Was meinst du mit „schwächeren“ Bremsen ? Etwa dass eine höhere Fußkraft für dieselbe Verzögerung aufgebracht werden muss, also einen geringeren Verstärkungsfaktor ?
Bei der Typfreigabe wird bei jedem Fahrzeug überprüft, ob die gesetzlich verlangten 8m/s² mit genügend geringer Fußkraft (Frau) erreicht wird. Und mehr als 8m/s² geht - mangels begrenzter Haftung zwischen Reifen und Fahrbahn - ohnehin nicht.

nur mit extrem hohem technischen Aufwand zu echter Sportlichkeit zu bewegen.

Der hohe technische Aufwand nützt hauptsächlich dem umrüstenden Geschäft. In zweiter Linie dem Gefühl (frommen Glauben) des Auftraggebers, nun etwas für die „Sportlichkeit“ getan zu haben.
Und den Wahrheitsgehalt von „Sportlichkeit“ bei einem fahrbaren Untersatz kann man sowieso trefflich hinterfragen.
Gruß,
Karl