Hallo Karl-H. Schönfeld,
zunächst:
schnelles fahren ist nicht + 200 kmh geradeaus auf der Autobahn, sondern Kurve mit 85 km/h anstatt mit 80 km/h. Ich hoffe da stimmst du mir zu.
Nun zu Deiner Antwort:
die Schwerpunkthöhe eines Vans und eines „normalen“ Pkw
differieren nicht so, dass es - objektiv gesehen - einen
nennenswerten Einfluss darauf hat, ob man damit „sportlicher“
(was immer das heisst) fahren kann.
Klar, deshalb hat der BMW M3 auch ein leichtes Carbondach! Ich denke die Leute haben sich dabei was gedacht, als sie den Schwerpunkt „nach unten“ verlagern wollten. Um schnell durch die Kurve zu fahren müssen die Massen so nah wie möglich am Schwerpunkt liegen. Und der Schwerpunkt sollte so zentral und so nahe am Boden sein wie nur möglich.
Schon alleine der Kombi einer vergleichbaren Limousine liegt in der Kurve schlechter, da brauchs noch nicht mal einen Van. Beim Kombi wandert (zwangsläufig) der Schwerpunkt weiter nach oben und weiter nach hinten. Und ich finde das merkt man auch deutlich, wenn man mal ein bisschen Kurven fährt.
Schon mal Fahrwerksvergleiche im Slalom gefahren?
Einmal mit Fahrwerk „oben“ und einmal mit Fahrwerk „unten“ (mit einem Gewindefahrwerk natürlich). Da liegen Welten dazwischen, da braucht man nicht mal besondere Qualitäten als Autofahrer haben, geschweige dann Rennfahrer sein.
Schwere Teile wie Motor
und Getriebe liegen bei beiden Bauarten auf fast demselben
Niveau.
Eben, eben nur fast! Und dieses „nur fast“ macht eben den Unterschied aus. Und da zählt jeder Zentimeter und ich finde man merkt das auch. Siehe oben Fahrwerksvergleich.
Die Masse des Daches ist nicht sonderlich groß, dass
seine um 20cm höhere Lage den „Kohl fett macht“.
Siehe oben das BMW Beispiel.
Auch höchst selten überschreitet selbst der „sportliche“
Fahrer 0,3g Querbeschleunigung, und da ist das Maß an
Radlastverlagerung sowieso noch in einem unkritischen Bereich.
„Sportliche“ Fahrer überschreiten die 0,3g eben weil sie „sportlich“ unterwegs sein wollen. Otto Normalfahrer im Van ist das natürlich egal. Macht auch nix, schließlich ist eine Z. Bsp. VW Caravelle kein Rennauto.
Es ist ein rein subjektives Gefühl, das eine höhere
Sitzposition oder eine etwas ausgeprägtere Seitenneigung damit
verbindet, ein Fahrzeug sei weniger kurvengängig.
Ach ja? Also ich konnte noch bei jeden Van feststellen, dass der objektiv schlechter um die Kurve geht als ein „normaler“ Golf. Und das liegt nicht nur an erhöhten Sitz.
Die
Erfahrung kommt vielleicht aus unserer Kindheit, als wir vom
niedrigen Kinderfahrrad auf ein Erwachsenenrad umstiegen und
letzteres zunächst als „kippeliger“ empfanden.
Nö, kippelig ist zum Besipiel schon eine A-Klasse und das ist noch nicht mal ein Van. Fahr den mal mit 180 über die Bahn und lass dann Bodenwellen kommen oder Seitenwindböen. Das macht nicht wirklich Spass.
Und die Begründung mit dem Umsteig von einem Fahrad auf ein anders kann ich jetzt auch nicht so richtig nachvollziehen.
222kpl