Vater finde

Geheimnisse
Hallo in die Runde,

das ist ein sehr sehr schwieriges Thema: Denn angenommen, sie weiß doch etwas. Hat die Mutter das Recht, das Geheimnis vor ihrer Tochter zu wahren? Sollte sie ihre Tochter vor der Wahrheit in Schutz nehmen?

Ich kann darüber nicht richten. Aber ich erinnere mich an einen Artikel in einer wissenschaftlichen zeitung (Psychologie Heute, ich kann mich aber nicht mehr an die Ausgabe erinnern), in der stand, daß es Geheimnisse gibt, die eine Familie immer belasten werden.

Kinder haben ein elementares Recht darauf, zu wissen, woher sie kommen und wer ihre Eltern sind. In dem Artikel waren etliche Beispiele, wie Familien durch ein Geheimnis zerstört wurden, über das nicht geredet werden durfte.

Es gab Beispiele von Menschen, die erhebliche psychische Störungen hatte, und niemand hatte die geringste Ahnung, woher sie kamen - bis sie nach vielen Jahren herausfanden, daß ein ungeklärtes Geheimnis der Sache zu Grunde lag. So war z.B. ein Mädchen immer das schwarze Schaf in der Familie gewesen, die Außenseiterin. Erst viele Jahre später stellte sich heraus, daß sie nicht die leibliche Tochter ihres Vaters war: Aber das hatte außer der Mutter nie jemand gewußt. Fälle wie diesen gibt es viele.

Was ich damit sagen will, ist: Leni hat ein Recht darauf, zu wissen, wer ihr Vater ist. Wenn die Mutter es ihr nicht sagen will, hat sie ein Recht, danach zu forschen.

Übrigens werden die Ämter Leni bei dieser Suche beistehen. Die Mutter ist offiziell verpflichtet, den Vater zu nennen. Der Vater hat Verpflichtungen dem Kind gegenüber, daß das JA einfordern helfen könnte. Auch wenn dies nicht Lenis Grund ist, ihren Vater zu finden: Sie hat ein Recht, nach ihm zu suchen.

Jedenfalls wünsche ich Leni, daß sie es schafft und dadurch Klarheit in ihr Leben bringt.

Liebe Grüße,
Nike

3 „Gefällt mir“

Hallo

Ich komme aus der ehemaligen DDR/Cottbus und dort hatte meine
mutter nicht viele
Möglichkeiten, immer das zu machen was sie wollte.
Aber als sie mit ihrer Ausbildungsstelle auf einer Art
Klassenfahrt in Weihmar/Thüringen war, "lernte " sie in einer
Bar sturtzbetrunken
meinen Erzeuger kennen…
Sie weiss also nicht mal mehr den Namen des Wohnheims oder der
bar.

Kann man nicht versuchen, z. B. über stayfriends.de ehemalige Klassenkameraden zu finden, die sich besser erinnern können? Wenn man die Bar rausfinden kann, dann könnte man ja eventuell mit einem Jugendfoto der Mutter bewaffnet versuchen rauszufinden, ob man vielleicht eine damalige Bardame finden kann, sie sich eventuell an irgendwas erinnert? Oder haben die Klassenkameraden etwas mitgekriegt? Sehr groß ist die Wahrscheinlichkeit ja nicht, dass man was findet, aber vielleicht …

Oder glaubst du deiner Mutter nicht so richtig? Glaubst du, dass es in Wirklichkeit anders war?

Viele Grüße
Simsy

Wow Helena…
Danke…
Meine Mutter ist am 20.09.1965 geboren.
Ich wurde im Mai 1984 geboren… Sie wurde also 1983 im September schwanger. Sie war in der Ausbildung bei TUFA/Cottbus als Weberin.
Also muss sie in Weimar in einem Wohnheim oder Jugendherberge unter gebracht gewesen sein…
Ob es eine Bar oder kneipe war, ist auch nicht sicher. Vielleicht war
es auch ein Jugendtreff wo sie sich kennen lernten. Es war aufjeden Fall ein einheimischer und ca. 20 damlas…

Ich wollte mich schon mit dieser Tuchfabrik in Cottbus in verbindung setzen aber die gibts leider nicht mehr.
Sie hatte eine beste Freundin, die auch verschollen scheint. Sie war
mit meiner Mutter zusammen dort und war auch die einziege die wusste das meiner mutter schwanger war.

vielen Dank für das Interesse…

Liebe Grüsse leni

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

es gibt tatsächlich eine Klassenkameradin (sogar ihre damls beste Freundin), die ich allerdings noch versuche zu finden…
Ich hoffe das ich meiner mutter glauben kann, aber habe doch immer das
Gefühl, das es eigentlich eine Lüge ist…

Danke für die Adresse… Werd es mal da versuchen

LG Leni

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

ot
Hallo Iris,

kann deinem Artikel i.A. zustimmen, will aber kurz auf einen Satz eingehen:

Wundert mich, dass Mira als in der Jugendgerichtshilfe tätige
Sozialpädagogin laut ViKa, da keine konkretere Auskunft gibt.
Kinder- und Jugendhilferecht ist Stoff des 2. und 3.
Semesters.

Mein 2. bzw. 3. Semester ist ca. 10 Jahre her, und ich habe die entsprechenden Gesetzestexte nicht hier. Mit dieser konkreten Fragestellung war ich in der JGH nie konfrontiert.

Eigentlich bin ich mir ziemlich sicher, richtig zu liegen (d.h. dass das Kind Auskunft über den Vater bekommt, soweit möglich); so würde ich auch §67 bzw. §68 SGB VIII interpretieren. Bin aber kein Jurist und weiß eben aus dem Studium, dass die Interpretation von reinen Gesetzestexten ohne Kommentar bei einem juristischen Laien oft danebengeht.

Ich finde es aber unerträglich, wenn Leute Tatsachen als gegeben hinstellen, über die sie sich nicht endgültig sicher sein können - deswegen habe ich mich vorsichtig ausgedrückt.

Grüße

Mira

1 „Gefällt mir“

Hallo Maja…

Es kann ja sein, das sie es wirklich nicht weiss. Es kann ja sein!
Ich werde es noch ein paar Jahre weiter versuchen und dann auch aufgeben. Über Psychologische hilfe habe ich mir auch schon Gedanken gemacht, denn der Drang meinen Erzeuger kennen zu lernen ist erst nach dem Tod meines Vaters, vor 10 Jahren gekommen. Also der Mann der ich aufgezogen hat…
Meine Mutter hat das gleiche Schicksal. Der Vater den sie glaubte, ist nicht ihr leiblicher… Sie hat ihn aber bereits kennengelernt und er wollte aber nichts von ihr wissen.

Vielleicht hat sie Angst, das mir das gleiche passieren könnte. Das wenn ich ihn finde, er nichts mit mir zu tun haben will…

Danke und grüsse
Leni

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Nike,

ich spreche ihr das Recht nicht ab. Wir entscheiden auch nicht drüber.
Ebenso können wir Lenis Mutter nicht zwingen was preiszugeben.
Auch Leni kann das nicht.
Was sollte man machen, wenn die Mutter bei ihre Geschichte bleibt?
Sie hat ebenso das Recht zu schweigen (finde ich) und wir müssen ihr zugestehen abzuwägen und zu entscheiden ob ihre moralische Pflicht der Tochter gegenüber kleiner oder größer ist, als der Grund des Schweigens - sollte das der Fall sein dass es überhaupt ein Geheimnis gibt.

Es wäre auch interessant zu wissen ob die Mutter das gerne wissen möchte, d.h. wenn sie bei ihre Geschichte bleibt, ob sie die Tochter unterstützen würde bei der Suche.
Den immerhin besteht auch die Möglichkeit dass sie wirklich nichts weiss.
Wie die Mutter dazu steht, das wissen wir nicht.

Und es gibt es auch Fälle wo die Enthüllung des Geheimnisses das Leben zerstört…gabs gar nicht so selten. Auch das gilt zu bedenken.
da ich auch solche Fälle persönlich kenne, bin ich nicht grundsätzlich dafür dass man immer die Geheimnisse offenbaren muss, zumal die manchmal größeres Leid zufügen, als die Unwissenheit.

Deshalb denke ich dass es sehr gut wäre wenn Leni und ihre Mutter zusammen mit einem Psychologen die Geschichte angehen.

Liebe Grüße,
Maja

3 „Gefällt mir“

wirklich aneinander vorbei.
Hallo Helena,

auf die restlichen Punkte gehe ich mal nicht ein, aber darauf will ich antworten:

??? Wer lesen kann ist klar im Vorteil! Wo habe ich davon
abgeraten??? Ganz im Gegenteil! Ich habe in diesem Baum
bereits mehrmals erwähnt, daß ich es mir für sie das wünsche
und ihr vom Herzen gönne, denn es ist ihr gutes Recht und ich
kann mir denken, wie wichtig das für einen Menschen doch
ist!!!

Naja… du schreibst ausführlich, dass eine Nachfrage bei Behörden deiner Meinung nach sowieso keinen Sinn macht („sie kann sich den Weg ersparen“), und du beschreibst sehr plastisch, was für schreckliche Gründe seitens der Mutter dahinter stecken könnten, den Namen nicht preiszugeben. Das verstehe ich schon als abraten - wie soll ich das sonst interpretieren? In diesem Zusammenhang empfinde ich den Satz „Wer lesen kann ist klar im Vorteil“ schon recht heftig.

Gruß

Mira

2 „Gefällt mir“

Hallo Mira,

auf die restlichen Punkte gehe ich mal nicht ein,

Schön! ;o))

??? Wer lesen kann ist klar im Vorteil! Wo habe ich davon
abgeraten??? Ganz im Gegenteil! Ich habe in diesem Baum
bereits mehrmals erwähnt, daß ich es mir für sie das wünsche
und ihr vom Herzen gönne, denn es ist ihr gutes Recht und ich
kann mir denken, wie wichtig das für einen Menschen doch
ist!!!

Naja… du schreibst ausführlich, dass eine Nachfrage bei
Behörden deiner Meinung nach sowieso keinen Sinn macht („sie
kann sich den Weg ersparen“),

Ja genau. Und darauf bestehe ich auch noch. Es ist meine Meinung.

und du beschreibst sehr
plastisch, was für schreckliche Gründe seitens der Mutter
dahinter stecken könnten, den Namen nicht preiszugeben.

…aber auch die „Risiken“ die sich hinter so eine Suche stecken (Im Sinne von Entäuschungen, Empörungen, Trauer,…
Bitte wenn zitieren, dann vollständig. Ein Teil der Wahrheit ist nicht die Wahrheit…

Das
verstehe ich schon als abraten -

Ich ganz und gar nicht. Im Gegenteil!

wie soll ich das sonst interpretieren?

zB. daß ich ihr vor Auge führe (oder versuche), daß der Resultat ihre Suche keineswegs erfreulich und wunderschön sein muss. Ich möchte sie darauf vorbereiten, daß sollte sie erfolgreich sein (und das gönne ich ihr und falls sie das trotzdem wirklich will, vom Herzen wünsche) konnte sie so was von entäuscht, ensetzt oder tieftraurig werden, daß ihr weiteres Leben darunter leidet. Aber auch das Gegenteil kann durchaus der Fall sein. Nur wenn du mich fragst, tendiere ich auf das erste, denn wenn das zweite stimmen würde, gäbe es kein Grund der Name zu verheimlichen.

In diesem Zusammenhang empfinde ich den Satz
„Wer lesen kann ist klar im Vorteil“ schon recht heftig.

Dann nehme ich ihn zurück. Weil ich ja eh auch etwas überlesen hatte (nämlich das alter der Frageposterin)
Ich fand aber wirklich heftig, daß Du mir unterstellst ich wollte sie von der Suche abraten, da dies ganz und gar nicht stimmt und daher auch nirgends erwähnt habe. Und mit meinen Tipps (von denen ich glaube sie könnten ihr helfen) glaube ich genau das zu beweisen. Zumal sie auch alle wohlwollend sind.

Schöne Grüße
Helena

Danke Maja! :o)))
Hallo Maja,
Mit diesem Beitrag hast du genau das zu wort gebracht was ich meine. Ich glaube dem ist nichts zuzufügen (ausser beispiele oder Erklärungen).
Wie auch immer, vielen herzlichen Dank dafür und ein Sternchen für Dich!
Schöne Grüße
Helena
PS. Ich tendiere zu denken, daß diese Geschichte eher nicht ganz zutrifft, aber das ist nur eine Vermutung ohne jegliche Basis.

Hallo

Hast du eigentlich den vollen Namen von der Klassenkameradin? Habt ihr es schon mal einfach im Telefonbuch versucht? www.telefonbuch.de

Ich hoffe das ich meiner mutter glauben kann, aber habe doch
immer das
Gefühl, das es eigentlich eine Lüge ist…

Hm, ich glaube irgendwie, dass Kinder meistens das richtige Gefühl haben bei ihren Eltern …

Viele Grüße
Simsy

Hi Maja,

wie manche ja wissen, nähere ich mich dieser Frage
unter einem etwas anderem Blickwinkel, Adoptivmutter
nämlich.

Sie hat ebenso das Recht zu schweigen (finde ich)

Da bin ich nicht so sicher.

Und es gibt es auch Fälle wo die Enthüllung des Geheimnisses
das Leben zerstört…gabs gar nicht so selten. Auch das gilt
zu bedenken.

Gibt es die wirklich?
Ich glaube, eine begleitete Enthüllung ist IMMER besser
als das Wissen.
Mir sind Fälle bekannt, in denen Kinder aus einer Vergewaltigung
hervorgingen (und dann adoptiert wurden). Auch hier ist das
Wissen um die Vorgänge im Endeffekt immer besser als das
Verschweigen. Es handelt sich um eine Wahl zwischen
zwei schlechten Möglichkeiten.

da ich auch solche Fälle persönlich kenne, bin ich nicht
grundsätzlich dafür dass man immer die Geheimnisse offenbaren
muss, zumal die manchmal größeres Leid zufügen, als die
Unwissenheit.

Wie gesagt, da bin ich nicht so sicher. Zumindest im
Adoptionsumfeld lernt man es anders.

Deshalb denke ich dass es sehr gut wäre wenn Leni und ihre
Mutter zusammen mit einem Psychologen die Geschichte angehen.

Dem kann ich nur zustimmen.

Ich möchte nur auf die andere Möglichkeit eingehen:
Lenis Mutter weiß wirklich nichts.
Das kann für Leni sehr schwer werden, damit fertig zu werden.
Es gibt natürlich immer wieder Kinder, bei denen jegliche
Information über Mutter UND Vater (oder nur Mutter) fehlen.
Das Interessante daran ist, dass es auf den Menschen selbst
ankommt, wie schwer er/sie sich mit diesem Mangel an Information
tut. Es gibt (leider) keine Verhaltenstipps für Adoptiveltern,
wie sie ihre Kinder erziehen sollten, um ihnen das zu erleichtern
(außer Ehrlichkeit).
Gerade in diesem Fall wäre eine psychologische/therapeutische
Begleitung sicher sehr sinnvoll.

Gruß
Elke

3 „Gefällt mir“

Hi,

Hm, ich glaube irgendwie, dass Kinder meistens das richtige
Gefühl haben bei ihren Eltern …

Ja, das glaube ich auch.
Was ja nicht gleich heißt, dass die Mutter Name, Adresse usw.
kennt und es einfach verschweigt. Vielleicht waren die Umstände
nur so, dass sie sich selbst nicht mehr gerne erinnert und
alles verdrängen will, obwohl sie mehr weiß (wenn auch nicht
alles). Nur Ehrlichkeit gegenüber ihrer Tochter könnte
der helfen zu akzeptieren, dass es nur wenig Information
gibt - aber das kann man ja der Fragestellerin nicht raten,
das könnte man nur der Mutter raten.

Gruß
Elke

1 „Gefällt mir“

Berichtigung

Ich glaube, eine begleitete Enthüllung ist IMMER besser
als das Wissen.

Das sollte natürlich heißen:

als das Nicht wissen.

copy, delete , paste and repair war mir mit den vielen
Zitaten und Doppelpunkten zu aufwändig

Vater finden???

das ist ein Thema was
mich immer beschäftigen wird, bis ich ihn finde…

Das bezweifle ich sehr. Ein Wesensmerkmal eines reifen Menschen ist es meiner Ansicht nach Dinge akzeptieren zu lernen. Ich muss zugeben, dass ich mich trotzdem noch ab und zu darüber aufrege, wieviel Zeit ich beim Schlafen und auf Toilette verschwende, aber mit der Zeit bin ich da entspannter.

Hallo,

  1. Du hast einen Vater! Der ist verstorben. Ich gehe jedoch davon aus, dass seine Familie immer noch Deine Familie ist. Also Tanten, Onkeln…etc auf dieser Familienseite existieren.

  2. Bitte sage mir einen vernünftigen Grund warum Du jetzt so darauf erpicht bist, den Mann, den Du Deinen Vater nennst kennenzulernen?

  3. Auch wenn Deine Mutter Dir evtl. nicht die volle Wahrheit sagt, welche Mutter würde Ihrem Kind schon z.B. von eine Vergewaltigung durch einen Unbekannten oder ein Familienmitglied erzählen wollen,
    dann hat sie sicher einen guten Grund. Gerade vor dem Hintergrund, dass Dein Vater gestorben ist, wo Du so jung warst, wäre doch ein grosser Anlass gewesen, Dir zu erzählen, wo Deine biologischen Wurzeln liegen (wenn die Geschichte dazu eben verdaulich ist).

  4. Recht gute Tips den Mann zu finden, hast Du ja schon erhalten. Meines Erachtens jedoch eine komplette Zeitverschendung! Du brauchst das Wissen nicht um im Leben glücklich und zufrieden zu sein.

Eencockniedo

Hi Helena,
egal, wie du es drehst, das Kind hat ein Recht darauf, über
seine Eltern bescheid zu wissen.
Das Recht eines einflussreichen Mannes wird hier dem Recht
des Kindes untergeordnet.
Sollte das suchende Kind einen Verdacht haben, wer sein
Erzeuger ist, so kann es sogar den Erzeuger zu einem
Vaterschaftsgutachten vorladen lassen.
War die Mutter 1984 unverheiratet so hat das Jugendamt automatisch
mit der Mutter und dem Kind zu tun gehabt.
War die Mutter verheiratet bzw bis zu (ich glaub) 201 Tage
geschieden, so gilt das Kind als ehelich (der Ehegatte wird
automatisch als Erzeuger eingetragen).
Sollte das Kind nicht adoptiert worden sein und es findet
raus, wer sein Erzeuger ist, so hat das Kind natürlich auch
nen Erbanspruch gegen seinen Erzeuger.
Auch bei Gendefekten in der Familie oder bei schweren Erkrankungen
kann es wichtig sein, dein Erzeuger zu kennen.
LG
D

1 „Gefällt mir“

Ich bin deiner Meinung und muss dir zustimmen…
In meinem herzen ist mein Vater der jeniege der mich jahrelang aufgezogen hat… Allerdings habe ich zu seinerfamilie keinen Kontakt mehr… Da sie mich nie akzeptiert haben…
Es ist mir nicht wichtig mit meinem erzeuger in Kontakt zu stehen. Ich will ihn nur einmal sehen… will nur wissen was das für ein Mensch ist…

Leni

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

1 „Gefällt mir“

Hi,

du schreibst deine Meinung, okay.
Aber du hast dich noch nie mit Menschen befasst, die
ihre Wurzeln suchen. Das merkt man.

Gruß

Elke

1 „Gefällt mir“

Hallo Eencockniedo,

  1. Du hast einen Vater!

jepp.

Der ist verstorben.

Das weiß sie nicht.

Ich gehe jedoch
davon aus, dass seine Familie immer noch Deine Familie ist.
Also Tanten, Onkeln…etc auf dieser Familienseite existieren.

Das ist zwar die Familie, bei/mit der sie aufwuchs, aber emotional kann der leibliche Vater, auch wenn sie ihn nicht kennt, auch ‚Familie‘ sein.

  1. Bitte sage mir einen vernünftigen Grund warum Du jetzt so
    darauf erpicht bist, den Mann, den Du Deinen Vater nennst
    kennenzulernen?

Diese Frage macht mir klar, daß Du mit solchen Situationen keinerlei Erfahrung hast!
Sicher ist das bis zu einem gewissen Punkt (höchst) irrational, aber trotzdem sehr präsent und für das Individuum sehr wichtig.

  1. Auch wenn Deine Mutter Dir evtl. nicht die volle Wahrheit
    sagt, welche Mutter würde Ihrem Kind schon z.B. von eine
    Vergewaltigung durch einen Unbekannten oder ein
    Familienmitglied erzählen wollen,
    dann hat sie sicher einen guten Grund. Gerade vor dem
    Hintergrund, dass Dein Vater gestorben ist, wo Du so jung
    warst, wäre doch ein grosser Anlass gewesen, Dir zu erzählen,
    wo Deine biologischen Wurzeln liegen (wenn die Geschichte dazu
    eben verdaulich ist).

Viele Mütter (und auch der Rest der Familie) denken so. Aber das ist leider nicht so wie sich viele gutmeinende Mitmenschen denken.
Der Wunsche die eigenen Wurzeln, die eigene Herkunft zu kennen ist wie schon gesagt nicht immer rational. Wenn dieser Wunsch ernsthaft besteht sind die genannten Gründe von Dir nicht relevant.

  1. Recht gute Tips den Mann zu finden, hast Du ja schon
    erhalten. Meines Erachtens jedoch eine komplette
    Zeitverschendung! Du brauchst das Wissen nicht um im Leben
    glücklich und zufrieden zu sein.

woher willst Du das denn nun wissen?
Hast Du eine Kristallkugel?
Kennst Du sie persönlich sehr gut?
Bist Du hellseherisch begabt?

Ich finde speziell den 4. Punkt absolut daneben. Solche selbstgefälligen und unqualifizierten Antworten solltest Du Dir sparen

*kopfschüttel*

Gandalf

3 „Gefällt mir“

Hi Maja,

ich spreche ihr das Recht nicht ab. Wir entscheiden
auch nicht drüber.

Nein, natürlich nicht. Aber Leni wollte unsere Meinungen, und die soll sie bekommen.

Sie hat ebenso das Recht zu schweigen (finde ich)

Um es hart zu sagen: Nein. Das hat sie nicht. Ein Kind hat immer ein Recht, zu erfahren, wer es gezeugt hat.

und wir
müssen ihr zugestehen abzuwägen und zu entscheiden ob ihre
moralische Pflicht der Tochter gegenüber kleiner oder größer
ist, als der Grund des Schweigens.

Ich denke, dies ist eben nicht so. Leni ist volljährig. Indem ihre Mutter ihr die Wahrheit verweigert (ja, richtig, immer vorausgesetzt, sie weiß doch mehr als sie sagt), verweigert sie Leni, von der Frage nach der Vergangenheit loszukommen. Und damit verweigert sie ihrem eigenen Kind die Zukunft. DAS darf kein Elternteil tun.

Den immerhin besteht auch die Möglichkeit dass sie wirklich
nichts weiss.

Da gebe ich Dir Recht, und wie ich oben sagte, schrieb ich meinen Artikel zu familiären Geheimnissen im Allgemeinen. Sollte Lenis Mutter wirklich nichts mehr wissen, kann man nichts machen.
Aber das Gefühl habe ich nicht. Irgendetwas, eine winzige Kleinigkeit, dürfte sie ja wohl noch wissen. Aber gut, wenn dem nicht so ist, kann sie natürlich auch nichts erzählen.

Und es gibt es auch Fälle wo die Enthüllung des Geheimnisses
das Leben zerstört…gabs gar nicht so selten. Auch das gilt
zu bedenken.

Ich kenne keinen. Zumindest keinen, der die Situation im Endeffekt schlimmer gemacht hätte, als sie es ohnehin schon war.

Der psychologische Artikel, den ich meine, betonte mehrfach, daß die Realität des Geheimnisses für die Kinder existiert, auch wenn sie nicht „eingeweiht“ werden. Für die Kinder bleibt also nur,
a) mit etwas Schrecklichem zu leben UND es benennen zu können oder
b) mit etwas Schrecklichem zu leben UND es NICHT benennen zu können.

Ich kenne keinen möglichen Fall, in dem b besser wäre als a. Keinen.

da ich auch solche Fälle persönlich kenne, bin ich nicht
grundsätzlich dafür dass man immer die Geheimnisse offenbaren
muss, zumal die manchmal größeres Leid zufügen, als die
Unwissenheit.

Eben das streite ich ab.

Deshalb denke ich dass es sehr gut wäre wenn Leni und ihre
Mutter zusammen mit einem Psychologen die Geschichte angehen.

Nichts anderes wollte ich als dies: Daß die Mutter (selbst wenn sie nichts mehr weiß) wenigstens die Tatsache akzeptiert, daß Leni ein RECHT auf dieses Wissen hat, und mit ihr GEMEINSAM an einer Lösung arbeitet. Mit einem Psychologen lieber als ohne, aber so oder so.

Liebe Grüße,
Nike

1 „Gefällt mir“