Hallo Alex,
::: - Er war zwei Tage lang tod = nichtexistent
:: Da steckt wieder die besondere Seelenlehre der ZJ dahinter,
:: dass der Mensch keine unsterbliche Seele habe, sondern die
:: Seele ist, d.h. wenn tot, dann ganz tot. Wie interpretieren
::die ZJ aber z.B. das Gleichnis vom Reichen Mann und armen
:: Lazarus. Oder die zugegebenermassen etwas unklareren ::Stellen
:: im 1. Petr. 3,19 und 4,6 das Christus auch den Toten das
:: Evangelium verkündigt hat?
:das ist das Problem, das ihr habt, ihr seht die Bibel nicht :als ganzes, pickt nur einzelne Bibelstellen heraus und meint :damit
Wiedersprüche zu finden.
Hierzu erst einmal vier Dinge:
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Im Gegensatz zu Gott bin ich keine Trinität, sondern ein einzelnes Wesen in nur einer Person. Mir ist also nicht ganz klar, an wen sich die Plural-Anrede wendet. Ich vertrete hier auch nicht die offizielle Lehre irgendeiner Kirche, sondern nur das, was ich als innere Logik der biblischen Texte verstehe, und wie sie in Relation stehen zu den Aussagen verschiedener Glaubensgemeinschaften. Und da sind für mich die Trinitäts- und Seelenlehre, wie sie von den „großen christlichen Kirchen“ vertreten werden und in den bereits mehrfach genannten Konzilen formuliert wurden, einfach plausibler als die ZJ-Lehre.
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Ich meine überhaupt keine Widersprüche zu finden, sondern komme lediglich zu einer völlig anderen Schlußfolgerung als die offizielle Lehre der ZJ ist.
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Wenn ich mich recht erinnere, habe ich im obigen Abschnitt gleich auf drei Stellen verwiesen. Das Anführen einer einzigen Stelle ist mir nämlich aus Diskussionen mit ZJ als sehr unangenehm in Erinnerung geblieben 
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Lass doch mal die Katze aus dem Sack, diese Stellen können in der ZJ-Lehre ja nicht einfach ignoriert werden, das spräche ja gegen ihr Bibelverständnis. Spintisiert Jesus in dem Gleichnis nur rum? Irrt er sich? Redet er von Dingen, die es eigentlich gar nicht gibt? Und die Petrus-Stellen? Wie bringt man die mit der Ganztod-Theorie in Einklang?
Schon in den ersten Kapiteln der Bibel ist von dem Menschen als :Seele die Rede, er hat keine seele er ist
eine Seele. In keiner Stelle der Bibel (es sei denn man :interpretiert sich Stellen, damit kann man aber auch die :Evulotion anhand der Bibel beweisen)
Ja? Das ist mir wirklich neu. Die kann man nämlich noch nicht einmal naturwissenschaftlich „beweisen“, im strengen Wortsinn. Man kann höchstens Indizien dafür finden, aber ein wissenschaftlicher Beweis würde zumindest auch die experimentelle Reproduzierbarkeit erfordern. Soviel Zeit hat sich noch niemand genommen *grins*.
ist von der Unsterblichen Seele die Rede. Aber ich werde dir :auch noch eine Bibelstelle an den Kopf werfen
Autsch!, genau das meine ich, wenn ich sage, dass ich unangenehme Erinnerungen an Diskussionen mit ZJ habe. Da kommt eine einzelne Bibelstelle angeflattert, und das auch noch im Tiefflug. Klatsch. Bumm. Gegner erledigt. Felddienst für heute abgeleistet 
Pre 9:10
hier Steht der Mensch hat weder Weisheit noch Erkenntnis noch :irgendetwas im Tod.
Und was beweist das? Der Mensch HAT im Tod nichts, ist noch lange nicht gleichbedeutend mit: der Mensch/seine Seele IST (existiert) im Tod nicht. Das sind zwei völlig verschiedene Paar Schuhe. Meines Erachtens ist genau das ein Beispiel dafür, wie man durch Interpretieren von Stellen zu interessanten Aussagen kommt, die zwar watchtower-konform sind, aber weit über den Text hinausgehen.
By the way, in der Luther-Übersetzung lautet die von Dir zitierte Stelle (im Kontext):
„Alles, was dir vor die Hände
kommt, es zu tun mit deiner Kraft, das tu; denn bei den Toten, zu denen du fährst, gibt es weder Tun noch Denken, weder Erkenntnis noch Weisheit.“
Das klingt doch ganz anders. Erstens ist der eigentliche Sinn der Aussage, den Menschen anzuspornen, sich um die wichtigen Dinge zu Lebzeiten zu kümmern, weil das danach nicht mehr möglich ist. Aber der Mensch „fährt zu den Toten“, also er hört nicht einfach auf zu existieren. Nur gibt es da keine geistige Entwicklung mehr für ihn, und auch keine Möglichkeit, irgendwie tätig zu werden. Daran eine Lehre von der Nicht-Existenz der Seele nach dem Ableben aufzuhängen, scheint mir eher SEHR gewagt. Fühlen und Sein sind nicht ausgeschlossen.
Jesus vergleicht den Tod mit einem tiefen Schlaf(als er Lazarus :auferweckte). Nimmt man die Bibel als ganzes, dann kann man gar :nicht zum Schluss der Seelenlehre kommen.
Tja, genau dieser Vergleich mit dem Schlaf legt ja nahe, dass der Tod nicht eine blosse Nicht-Existenz ist, sondern dass da nur ein mächtiges Potential temporär brachliegt. Um den Zitatenschatz zu erweitern: Das sagt er auch bei der Auferweckung der Tochter des Jairus (Lukas 8.52). Und im Detail wird das dann so geschildert: „und ihr Geist kam wieder“ (Lukas 8.59, Luther-Übersetzung). Aha, er kommt wieder; er war also irgendwo; das spricht für mich deutlich gegen eine völlige Nicht-Existenz.
Weitere Beispiele, um mir nicht vorwerfen zu lassen, ich würde nur einzelne Stellen herausgreifen:
Am Kreuz sagt Jesus dem bereuenden Mitgekreuzigten zu: noch heute wirst du mit mir im Paradiese sein (Lukas 23.42). Und im Sterben sagt er „in deine Hände befehle ich meinen Geist“ (Lukas 23.45). Etwas, was im nächsten Augenblick nicht mehr existiert, braucht niemandem anbefohlen zu werden. Jesus erwartet also für die nächsten drei Tage etwas mehr, als einfach nur eine Nicht-Existenz. Und hätte der Mitgekreuzigte keine nach seinem Tod existierende Seele, wäre der Ausspruch Jesu schlicht eine Lüge.
Das ist meines Erachtens nicht so einfach wegzudiskutieren, oder?
:: - Er hat zu seinem Vater gebetet
: kein Widerspruch zur Trinität
:Stop, kein Widerspruch??? Zu sich selbst beten ist kein :Widerspruch? Bitte um erklärung.
Die ist in diesem Thread schon mehrfach bei der Erläuterung des Trinitätskonzeptes ausführlich gegeben worden. Gott als drei Personen in einer Natur bzw. in einem Wesen. Es handelt sich also nicht um ein zu-sich-selbst-beten.
:: Er hat auch gesagt: Ich und der Vater sind eins (Joh. 10,30),
:: was er durchaus nicht als „eines Sinnes“ oder so gemeint hat,
:: sonst hätte man nicht versucht ihn nach dieser Aussage wegen
:: Gotteslästerung zu steinigen.
Damit ist nur gemeint, das die Eigenschaften Jehovas sich in :Jesus wiederspiegeln, klar auch, da er ja undenkbar lange Zeit :vor seiner menschlichen Existenz bei ihm war, als Werkmeister.
Wenn das nur so gemeint wäre, wäre das keine Gotteslästerung und kein Anlass gewesen, zu versuchen ihn zu steinigen. Aber eben als Gotteslästerung wurde empfunden, was er dort sagte. Und das macht nur Sinn, wenn es über eine Widerspiegelung von Eigenschaften hinausgeht.
wie schon erwähnt, das Geheimnis zur Erkenntnis ist eine :gesamte Betrachtung der Bibel, wie schon Salomo in Spr 2:4,5 :sagte: 4
: wenn du danach fortwährend wie nach Silber suchst und du wie : nach verborgenen Schätzen ständig danach forschst, 5 dann : wirst du
die Furcht Jehovas verstehen, und du wirst die wahre : : Erkenntnis Gottes finden.
Komisch, bringt man Aussagen, wie man die Bibel als ganzes versteht, kontern ZJ oft mit einzelnen Bibelstellen. Bringt man selber solche, werden sie nicht erklärt oder widerlegt, sondern es kommt der Hinweis, man müsse eben die Bibel als ganzes sehen.
Paulus sagte, das Gottes Wort schärfer ist als ein :zweischneidieges Schwert, Sachverhalte wie Dreieinigkeit und :Seelenleere lassen
sich eindeutig anhand der Bibel wiederlegen.
Was Dir misslungen ist zu zeigen. Ich bin nicht überzeugt.
Gruesse,
schwesig