Verantwortung der Mutter gegenüber?

Hallo zusammen,

ich höre immer wieder, dass in gewissen Situationen (oder immer) sich die erwachsenen Kinder um ihre Eltern zu kümmern haben. Da die Eltern - als man klein war - immer für einen da waren.
Das was ist, wenn dieses erwachsene Kind sich nicht in der Lage sieht, der Mutter ausreichend (wieviel ist das?) Zuneigung entgegenzubringen?

Konkrete Situation: Meine Eltern haben sich vor etwa eineinhalb Jahren getrennt. Kurz darauf bekam meine Mutter die Diagnose Krebs. Diese Zeit war nicht einfach für alle, was man wohl sehr gut nachvollziehen kann. Meiner Mutter geht es soweit gut, doch sie hat sich verändert (oder wir beide / oder mir fällt es einfach nur mehr auf). Auf jeden Fall ist jeder Besuch sehr anstrengend und nervenzehrend für mich. Ich brauche immer ein paar Tage, bis ich mich regeneriert habe. Was mich genau stört, kann ich gar nicht sagen. Für Fremde mag es eine normale Situation sein, aber mich belastet das Treffen. Ich KANN nicht, obwohl ich WILL.
Ich versuche Besuche auf ein Mindestmaß zu reduzieren. Doch ich muss immer wieder hören, dass ich mich zu wenig um sie kümmere und was sie doch alles für mich getan hat. Das erzeugt bei mir ein schlechtes Gewissen. Sogar jetzt beim Schreiben denke ich, ich bin eine „Rabentochter“.
Wie gern würde ich kommenden Weihnachten verreisen, um dem Familienstress zu entfliehen, aber das schlechte Gewissen quält mich.
Der Kontakt zu meinem Vater und seiner neuen Freundin ist super, bei denen bin ich gerne und auch länger. Dort fühle ich mich wohl und verstanden.

Wie kann ich am besten mit dieser Situation umgehen?
Wie weit darf mein Egoismus gehen - wie viel muss ich an andere denken? Die Fragen wird mir wahrscheinlich niemand beantworten können…
Gibt es Bücher zum Thema - auch Fachliteratur?
Schließlich ist es eine besondere Situation - sie ist keine Fremde, sondern meine Mutter. Ich kann die Eigenarten fremder Personen akzeptieren, weil sie mir egal sein können. Doch meine Mutter ist eben keine fremde Person und ist seit der Trennung sehr eigen. Das sehe nicht nur ich so, sondern auch andere. Klar, sie hat viel durchgemacht, aber auch sie hat eine Chance verdient. Theoretisch könnte sie unter Leute gehen und Kontakte knüpfen, aber zur Zeit ist daran gar nicht zu denken. Sie lebt in ihrer eigenen Welt, die kaum einer versteht.

Danke für’s lesen.

Gruß
Tato

Hi,

Wie kann ich am besten mit dieser Situation umgehen?
Wie weit darf mein Egoismus gehen - wie viel muss ich an
andere denken?

Deine Fragen sind imho nur zum Teil „psychologisch“, vielmehr als das aber moralischer Art.

Da es in Sachen Moral aber leider (oder vielmehr zum Glück!) keine Autorität, keine Instanz über Dir gibt, kann Dir das niemand beantworten.

Das einzige, was man machen kann, ist Dir Meinungen zu erzählen und pragmatische Handlungsmöglichkeiten aufzuzeigen - entscheiden musst Du selbst, aber das wiesst Du sicherlich.

Ich persönliche lehne die Vorstellung ab, ein Kind sei seinen Eltern von Natur aus zu irgendetwas verpflichtet. Anders als die Eltern hat sich das Kind weder ausgesucht, überhaupt geboren zu werden, noch von genau ihnen aufgezogen zu werden. Eltern müssen sich genauso wie alle anderen den ihnen entgegengebrachten Respekt verdienen. Aufgrund der langen Zeit, die man als Kind in Abhängigkeit von ihnen verbringt, fällt ihnen das prinzipell sogar sehr leicht, Eltern müssen sich schon ziemlich dämlich anstellen, um das zu versauen, aber gut…

Moralisch finde ich es also völlig unproblematisch, wenn Du Weihnachten für Dich schön gestalten willst, und wenn das bei deiner Mutter nunmal nicht so ist, dann kannst Du da erstmal nichts für. Ich kann verstehen, wenn Dich Dein Gewissen plagt, letztlich musst Du da abwägen, was sich für Dich schlechter anfühlt - gegen Dein eigentliches Bedürfnis bei Deiner Mutter sein, oder gegen Dein schlechtes Gewissen etwas für Dein Wohlbefinden tun.

Letztlich bleibt die Entscheidung so oder so egoistisch, da kannst Du gar nichts gegen tun, also musst Du Dich auch nicht fragen, ob Du egoistisch sein darfst - Du bist es ohnehin :smile:

Generell bin ich immer ein Freund von klaren Worten - wie wäre es denn, wenn Du mal mit Deiner Mutter ganz deutlich über Deine Gedanken sprichst, über das Verhältnis zwischen Euch, warum genau Du Dich manchmal unwohl fühlst? So eine Beziehung ist ja immer eine Sache zwischen mindestens zwei Menschen, und auch sie muß was dafür tun, wenn sie will, daß ihr Euch gut versteht. Das kann sie aber nur, wenn sie auch weiß, was Sache ist.

Das wird kein leichtes Unterfangen sein, weil solche Gespräche zunächst immer von gekränktem Ego und verletzter Eitelkeit belastet sind, aber Du sollst sie ja nicht fertigmachen - wenn Du ihr klar machst, daß Dir natürlich viel an ihr liegt und daß Du gerne möchtest, daß ihr euch gut versteht, dann sollte das okay sein. Wenn sie dann abblockt, hat sie halt Pech gehabt, aber es ist ne faire Sache zwischen Erwachsenen und Du hast Dir nichts vorzuwerfen.

Meine Meinung.

Gruß,

Malte.

Hallo Malte,

Deine Fragen sind imho nur zum Teil „psychologisch“, vielmehr
als das aber moralischer Art.

Mag sein, aber ich denke, hier ist sie gut aufgehoben. Ich sehe an der Problematik viel psychologisches (und auch z.T. Handlungsbedarf), aber meine Fragestellung ist wohl eher moralisch.

Eltern müssen sich genauso wie alle anderen den ihnen
entgegengebrachten Respekt verdienen.

Verdient hat sie es, keine Frage, aber ich KANN ihr nicht alles geben, was sie braucht. Respekt bekommt sie, denke ich. Aber sie braucht viel mehr.

letztlich musst Du da abwägen, was sich für Dich schlechter
anfühlt - gegen Dein eigentliches Bedürfnis bei Deiner Mutter
sein, oder gegen Dein schlechtes Gewissen etwas für Dein
Wohlbefinden tun.

Wenn ich aber vor schlechtem Gewissen nicht zur Erholung komme, ist das auch wieder Mist. Sie sitzt alleine und traurig zu Hause und ich bin unerholt im Urlaub.

wie wäre es denn, wenn Du mal mit Deiner Mutter ganz deutlich über
Deine Gedanken sprichst, über das Verhältnis zwischen Euch,
warum genau Du Dich manchmal unwohl fühlst?

Das habe ich versucht. Was mich betrifft, weiß ich zum Teil nicht genau, was mich hintert. Der bewusste Teil würde sie zusehr verletzen. Ich kann ihr ja nicht die Persönlichkeit nehmen… Sie ist halt so. Ich kann sie nicht ändern. Auch wenn sie sagt, sie würde Dinge für mich ändern, aber das ist der falsche Ansatz. Sie muss sie selbst ändern wollen und es aus freien Stücken machen. Ich hab ihr versucht manche Dinge näherzubringen (manche Dinge fallen auch ihr auf), aber sie muss es halt wollen.

Gruß
Tato

Hi,

Eltern müssen sich genauso wie alle anderen den ihnen
entgegengebrachten Respekt verdienen.

Verdient hat sie es, keine Frage, aber ich KANN ihr nicht
alles geben, was sie braucht. Respekt bekommt sie, denke ich.
Aber sie braucht viel mehr.

Hat sie sich dieses „viel mehr“ denn verdient?
Gibt (oder gab) sie denn auch „viel mehr“?

letztlich musst Du da abwägen, was sich für Dich schlechter
anfühlt - gegen Dein eigentliches Bedürfnis bei Deiner Mutter
sein, oder gegen Dein schlechtes Gewissen etwas für Dein
Wohlbefinden tun.

Wenn ich aber vor schlechtem Gewissen nicht zur Erholung
komme, ist das auch wieder Mist. Sie sitzt alleine und traurig
zu Hause und ich bin unerholt im Urlaub.

Richtig, die optimale Lösung gibt es nicht, deshalb -> abwägen.
Es ist übrigens ungesund anzunehmen, Du seist dafür verantwortlich, daß sie dann unglücklich zu Hause sitzt. Jeder ist seinen eigenen Glückes Schmied…

wie wäre es denn, wenn Du mal mit Deiner Mutter ganz deutlich über
Deine Gedanken sprichst, über das Verhältnis zwischen Euch,
warum genau Du Dich manchmal unwohl fühlst?

Das habe ich versucht. Was mich betrifft, weiß ich zum Teil
nicht genau, was mich hintert. Der bewusste Teil würde sie
zusehr verletzen.

Schon verloren. WENN Du diesen Weg gehst, dann musst Du auch tabula rasa machen.
GERADE die Sachen, die sie verletzen würden sind doch die entschiedenden!
Dann verletzt es sie eben! Na und? Du musst sie ja nicht damit allein lassen.
Du kannst ja versuchen gegen die Verletzungen positives zu halten - aber wenn Du die wichtigen Punkte aus falsch verstandener Rücksicht ausklammerst, wird das nie was.

Ich kann ihr ja nicht die Persönlichkeit
nehmen… Sie ist halt so. Ich kann sie nicht ändern.

Das ist doch auch nicht der Sinn der Sache. Der Sinn der Sache ist, daß Du ihr DEINE Persönlichkeit mal endlich näher bringst und ihr die Chance gibst, zu erkennen, wie IHRE Persönlichkeit auf andere, speziell Dich, wirkt! Mit ÄNDERN hat das nix zu tun. Es geht um BEWUSST machen.

Wir Menschen sind so ziemlich alle so gestrickt, daß wir uns mit Selbstkritik etwas schwer tun, und bei wesentlichen Punkten braucht es eigentlich immer die Holzhammer-Methode. Das ist vielleicht etwas, was Dir als Erzieherin und angehende Pädagogin nicht so liegt (hach, ich mag meine Vorurteile…:wink:), aber manchmal muß es eben die brutale Tour sein. Wischiwaschi und Verständnis ohne Ende haben nicht gerade einen beeindruckenden Erkenntnisfaktor…

Warum ihr nicht DEINE GEFÜHLE ungefiltert vor den Latz knallen?
Die sind doch nichts, wofür man sich schämen muß!
Nochmal: Das bedeutet nicht, jemandem das Messer von hinten in die Nieren zu stechen.
Es bedeutet nicht, jemanden abzustoßen, auch nicht, jemanden allein zu lassen.

Es bedeutet nur Offenheit, Ehrlichkeit und v.a. Gleichberechtigung.
Sie schont Dich ja auch nicht gerade.

Gruß,

Malte.

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Hallo Malte,

Danke erst mal für deine Antworten.

Hat sie sich dieses „viel mehr“ denn verdient?
Gibt (oder gab) sie denn auch „viel mehr“?

Wenn ich ehrlich bin, hat sie mehr verdient, als sie bekommt.

Schon verloren. WENN Du diesen Weg gehst, dann musst Du auch
tabula rasa machen.

Ich habe es schonend versucht, nach dem Motto, immer ein wenig. Zumindest wollte ich mal antasten, wie sie darauf reagiert. Sie hat meine Eindrücke nachvollziehen können, aber es gibt keine Besserung.
Sie sieht vieles ein und versteht es, aber sie weiß nicht, was sie tun soll bzw. tut nichts.
Daher habe ich weitere Schritte vermieden und nur bekannte Problematiken wiederholt - wenn sie dass irgendwann realisiert, kann ich einen Schritt weiter gehen. So hab ich mir das gedacht.
Ich persönlich würde mich überfordert fühlen, wenn mir jemand 100 Wünsche bzw. Kritikpunkte entgegenbringt… Kritik ist ja ok, aber in Maßen…
Ich weiß nicht, ob es „berufstypisch“ ist und ob du darin deine Vorurteile wiederfindest, aber ich fand es in dieser Situation die geeignetste Methode. Die Holzhammer-Methode hätte sie dramatisch umgehauen. Kann ich auch, aber ich empfand sie hier als ungeeignet.

Der Sinn der Sache ist, daß Du ihr DEINE Persönlichkeit mal endlich :näher bringst

Sie denkt halt noch, ich bin „die Kleine“ und werde ewig Kind bleiben.

Sie versteht die einfachsten Dinge nicht… Wir reden aneinander vorbei und nicht miteinander.
Ich sage, bei Schokolade ziehen meine Zähne und berichte, dass empfindliche Zahnhälse nur schwer wieder weggeht. Was macht sie? Sie bringt Unmengen an Ostereiern mit. Sind ja lecker, aber ich kann sie nicht essen.
Ich sage mit entschlossener Stimme, dass ich mein Studium abbrechen werde (nicht Pädagogik), sie sagt, och das wird schon…
Wenn ich sage, dass wir noch nicht wissen, wann wir Zeit für ein Treffen haben, denkt sie, ich will nicht.
Das sind simple und recht alltägliche Beispiele, vieles ist wesentlich persönlicher…

Wenn dann noch hinzukommt, dass sie in ihrer Welt lebt und „draußen“ für sie alles fremd ist, wird es schwer ein Gespräch zu führen. In den 4 Wänden erlebt man nicht viel und es fehlen einfach die Gesprächsthemen. Zudem hat sie wenig Interesse für meine momentane Situation. Der Studienbeginn war ihr egal. Sie hat beinahe mehr Interesse an der Situation meines Freundes, als an meiner.
Sie hat niemanden außer mich. Daher übernehme ich alle Funktionen, die sonst Freundeskreis, Ehemann, weitere Kinder, Familie usw. tragen. Besser gesagt, ich habe es bisher getan. Im Moment versuche ich eine „typische“ Tochter zu sein… ich denke, ich erfülle diese Position. Auch wenn ich mich in meiner Rolle noch nicht wohl fühle. Und meine Mutter vermisst natürlich die anderen Positionen, die zur Zeit unbesetzt sind…
Ich hoffe, es ist verständlich, was ich sagen will.

Gruß
Tato

Hi,

Hat sie sich dieses „viel mehr“ denn verdient?
Gibt (oder gab) sie denn auch „viel mehr“?

Wenn ich ehrlich bin, hat sie mehr verdient, als sie bekommt.

Okay, das ist ja schonmal was. Dann bleibt noch die Frage, ob Du überhaupt derzeit in der Lage bist, das zu leisten Ganz offensichtlich ist das ja nicht der Fall - aber dazu unten mehr…

Schon verloren. WENN Du diesen Weg gehst, dann musst Du auch
tabula rasa machen.

Ich habe es schonend versucht, nach dem Motto, immer ein
wenig.

Das mein ich ja: „ein wenig“ ist da manchmal nicht genug.
Es gibt auch bei solchen Dingen eine Schwelle, die manchmal überschritten werden muß.
Ein etwas unpassender Vergleich ist vielleicht der Alkoholiker: Er muß erst GANZ UNTEN sein, von allen verlassen, total am Boden, bis er sich wieder aufrichten kann. Jeder, der meint, mit ihm behutsam umgehen zu müssen, schadet ihm mehr, als er ihm nützt.

Zumindest wollte ich mal antasten, wie sie darauf
reagiert. Sie hat meine Eindrücke nachvollziehen können, aber
es gibt keine Besserung.

Klar, weil sie sie nicht wirklich _begriffen_ hat. „Ja, ja“ sagen ist einfach, aber das auch wirklich zu fühlen ungleich schwerer.

Ich persönlich würde mich überfordert fühlen, wenn mir jemand
100 Wünsche bzw. Kritikpunkte entgegenbringt… Kritik ist ja
ok, aber in Maßen…

Das ist es ja eben. Überforderung ist der Sinn der Sache, um die Blockaden zu durchbrechen.

Sie denkt halt noch, ich bin „die Kleine“ und werde ewig Kind bleiben.

In gewissem Maße ist das bei Eltern wohl so, aber eben nur in gewissem Maße.
Was Dir bleibt, ist ihr zu ZEIGEN, daß Du das eben nicht mehr bist.
Ihr zu zeigen, daß Du unabhängig bist.
Ihr zu zeigen, daß Du als eigene Person ernstzunehmen bist.
Ihr zu zeigen, daß Du Dich nicht um den Finger wickeln lässt.

Sie hat niemanden außer mich. Daher übernehme ich alle
Funktionen, die sonst Freundeskreis, Ehemann, weitere Kinder,
Familie usw. tragen. Besser gesagt, ich habe es bisher getan.
Im Moment versuche ich eine „typische“ Tochter zu sein… ich
denke, ich erfülle diese Position. Auch wenn ich mich in
meiner Rolle noch nicht wohl fühle. Und meine Mutter vermisst
natürlich die anderen Positionen, die zur Zeit unbesetzt
sind…
Ich hoffe, es ist verständlich, was ich sagen will.

Sicher ist das verständlich. Versteh mich bitte nicht falsch, ich will Dich nicht dazu überreden, blind mit dem virtuellen Knüppel auf Deine Mutter einzuprügeln, darum geht es nicht. Überleg Dir einfach mal, welche Alternativen Du so hast und wie sich die Zukunft damit jeweils entwickeln wird. DU wirst schnell zu der Erkenntnis kommen, daß Du mit „gemäßigtem“ Vorgehen nichts erreichen wirst. Es wird sich nichts ändern, an Deinem Dilemma nicht und an der Ignoranz Deiner Mutter auch nicht. Was sie tut, hat schon ein bißchen was von emotionaler Erpressung… und mit Erpressern verhandelt man nicht. Sie bekommen nie genug, und lassen ihre Geiseln niemals einfach frei.

Du hast also nur die Wahl, radikal vorzugehen und etwas zu verändern - mit aller Liebe, die Du noch aufbringen kannst. Es geht nicht darum, Deine Mutter zu verletzen, sondern darum, daß Du für Dein Wohlbefinden Verantwortung übernimmst und Konsequenz zeigst. Dann besuchst Du sie eben mal ne Weile nicht, und? Es wird nicht ewig dauern, bist Du sie mal wieder sehen möchtest - aus freiem Willen! Und dann tust Du das eben. Nach ein paar Malen sieht sie dann vielleicht, daß Du sie eben nicht ablehnst, sondern ja „trotzdem“ kommst, obwohl Du so „garstig“ zu ihr warst.

Die andere Möglichkeit ist die (sich etwas brutal anhörende) Variante, daß Du Dich da durchbeisst, bis sie das Zeitliche segnet, was durch die Krebsdiagnose ja nicht ewig weit weg sein wird. Kann man machen, gibt’s auch gute Argumente für, in meinen Augen betrügt man damit aber nur sich und den anderen, eben weil die Aufmerksamkeit, die man gibt, nicht von Herzen kommt, sondern vom Gewissen, sie ist nur vorgespielt. Du wirst das jedesmal wissen und spüren, wenn Du Dich dem hingibst, und Deine Mutter wird das auch spüren.

Das wichtigste ist, daß Dir klar wird, daß egal, was Du tust, es stets DEINE Entscheidung ist.
Niemand verpflichtet Dich, etwas zu tun. Niemand bestraft Dich für etwas, das Du nicht tust.
Wenn Du Dich dabei nicht wohlfühlst, dann bist Du da selbst dran Schuld.
Wenn sie sich nicht wohlfühlt, ist das ihr Problem, nicht Deins.
Du kannst die Verantwortung dafür weder anderen abnehmen noch ihnen aufbürden.

Es liegt in Deiner Hand, wie Du weitermachst, aber meine Prognose sieht so aus, daß Du bei der bisherigen Lage irgendwann entweder austicken oder zusammenbrechen wirst. Du lädst Dir immer mehr an Schuld und Verantwortung auf und weisst schon jetzt, daß Du das nicht (er-)tragen kannst.
Du kannst nur wählen, diese Last kontrolliert abzubauen oder es eben bis zum Eklat kommen zu lassen - und der kommt mit Sicherheit. Deine Mutter ist krank, und dies zu ertragen erfordert gerade von Dir als ihrem Kind besonders viel Kraft, die Du nur dann aufbringen kannst, wenn Du Dich nicht permanent aussaugen lässt, sondern immer mal wieder Gelegenheit hast, Deine Akkus aufzuladen.

Mein Gefasel hilft Dir konkret vermutlich auch nicht viel weiter, aber vielleicht reicht’s ja für nen Denkanstoß und von den anderen hier im Forum kommen bestimmt auch noch ein paar gute Gedanken.

Gruß,

Malte.

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Das ist ein Problem, ich weiß.

Eltern sollten ihre Kinder irgendwann einmal aus dem Nest entlassen. Die Tierwelt tut es auch und es sollte zu denken geben.

Andernfalls kann sich der Mensch nicht frei entwickeln, wenn er von den eigenen Eltern ‚aufgefressen‘ wird.

Es gibt immer noch die Möglichkeit zu entfliehen oder wie ein Vogel aus dem Nest zu fliegen. Das ist schwer, aber nicht notwendigerweise auch unmoralisch.

Die Bande sind stark, aber nicht unüberwindlich.

guten Flug
rolf

Hallo Rolf,

ich bin aus dem Nest geflogen, aber sie fliegt hinter mir her und „frisst“ mich auf.

flatternde Grüße
Tato

Hallo,

Dann bleibt noch die Frage, ob
Du überhaupt derzeit in der Lage bist, das zu leisten Ganz
offensichtlich ist das ja nicht der Fall - aber dazu unten
mehr…

Ich weiß nicht. Was muss eine Tochter geben? Ich denke für eine Tochter ist mein Verhalten normal (gibt es soetwas?), aber sie braucht mehr, wofür aber keine Tochter, sondern andere Personen (Freunde, Ehemann, Familie, Therapeuten, seelischer Mülleimer, PC-Spezialisten…) zuständig sind.
Wenn ich „nur“ Tochter bin, hab ich ein schlechtes Gewissen (es wird mir vielmehr eingeredet!), die ich eigentlich nicht haben brauch. Doch was tu ich gegen diese schlechte Gewissen. Wie werd ich es wieder los?

Das ist es ja eben. Überforderung ist der Sinn der Sache, um
die Blockaden zu durchbrechen.

Ist das die richtige Methode, um mit einem krebskranken und psychisch labilen Menschen umzugehen?

Was Dir bleibt, ist ihr zu ZEIGEN, daß Du das eben nicht mehr
bist.
Ihr zu zeigen, daß Du unabhängig bist.
Ihr zu zeigen, daß Du als eigene Person ernstzunehmen bist.
Ihr zu zeigen, daß Du Dich nicht um den Finger wickeln lässt.

Das versuche ich. Ich denke, das erfülle ich auch sehr gut, aber sie will es halt nichts sehen. Regelmäßig erzähle ich aus meinem Leben und ich fühle mich selbständiger als meine Mutter.

Es gibt ja - meiner Meinung nach - verschiedene Möglichkeiten (und es gibt bestimmt noch mehr):

  1. die Holzhammermethode
  2. alles runterschlucken und nichts sagen
  3. die „mir ist alles egal“ Methode, bei der es zur Zeit Schwierigkeiten gibt. Ich möchte nur „Tochter“ sein und ihr halt die Eigenarten lassen. Wenn man hin und wieder zu Besuch kommt, wird man die Zeit auch überstehen. In der Praxis funitioniert das aber nicht. Sie verlangt mehr (und mein Vater auch) und ich kann nicht auf Durchzug schalten und brauche Tage zur Regeneration.
    Hier aber wieder die Frage, was muss eine Tochter machen und was nicht?
    Mein Freund und ich scherzeln darüber mal nach Süddeutschland zu ziehen - ich hab sofort ein schlechtes Gewissen… Das darf nicht sein, aber wie bekomme ich es weg?

Niemand verpflichtet Dich, etwas zu tun. Niemand bestraft Dich
für etwas, das Du nicht tust.

Doch. Ich höre dann Sätze wie „vielleicht bereust du es später“, „sie ist doch so alleine“, „sie hat immer alles für dich getan“ und „fahr sie doch öfter besuchen“. Das ist für mich Bestrafung genug.

sondern immer mal wieder Gelegenheit hast, Deine Akkus aufzuladen.

Die Gelegenheit nehm ich mir, bloß die Gelegenheit ist meiner Mutter zu lang, mir auch, bloß aus anderen Gesichtspunkten. Die Zeit, die zwischen unseren Treffen liegen, ist ihr zu lang. Ich brauche diese Zeit. Die drei Tage Regeneration nach einem Treffen sind mir zu lang, denn ich kann nie problemlos in den Alltag übergehen.

Mein Gefasel hilft Dir konkret vermutlich auch nicht viel
weiter, aber vielleicht reicht’s ja für nen Denkanstoß und von
den anderen hier im Forum kommen bestimmt auch noch ein paar
gute Gedanken.

Doch, es hilft mir. Danke.

Gruß
Tato

Hallo,

Ich weiß nicht. Was muss eine Tochter geben?

„Muss“? Gar nichts!

aber sie braucht mehr, wofür aber keine Tochter, sondern
andere Personen (Freunde, Ehemann, Familie, Therapeuten,
seelischer Mülleimer, PC-Spezialisten…) zuständig sind.
Wenn ich „nur“ Tochter bin, hab ich ein schlechtes Gewissen
(es wird mir vielmehr eingeredet!), die ich eigentlich nicht
haben brauch. Doch was tu ich gegen diese schlechte Gewissen.
Wie werd ich es wieder los?

Wehr Dich dagegen. Sei aggressiv.

http://www.bobmarley.com/songs/songs.cgi?getup

Das ist es ja eben. Überforderung ist der Sinn der Sache, um
die Blockaden zu durchbrechen.

Ist das die richtige Methode, um mit einem krebskranken und
psychisch labilen Menschen umzugehen?

Nochmal: Das ist nicht Dein Problem. Siehst Du, wie Du Dich davon erpressen lässt? Sie ist krebskrank, na und? Da kannst Du doch nichts für, für ihre Labilität auch nicht. Wenn sie Hilfe braucht, soll sie sich welche suchen, es gibt Leute, die sich da beruflich mit beschäftigen. Du bist nicht zum helfen da. Tu’s auch nicht.

Was Dir bleibt, ist ihr zu ZEIGEN, daß Du das eben nicht mehr
bist.
Ihr zu zeigen, daß Du unabhängig bist.
Ihr zu zeigen, daß Du als eigene Person ernstzunehmen bist.
Ihr zu zeigen, daß Du Dich nicht um den Finger wickeln lässt.

Das versuche ich. Ich denke, das erfülle ich auch sehr gut,

Das denke ich nicht :smile:

aber sie will es halt nichts sehen. Regelmäßig erzähle ich aus
meinem Leben und ich fühle mich selbständiger als meine Mutter.

Solange Du Dich nicht traust, mit der Faust auf den Tisch zu hauen, ist das Kleinkram. Irrelevant. Sie ignoriert das. Tu Dinge, die sie nicht ignorieren _kann_.

Sie verlangt mehr (und mein Vater auch) und ich kann nicht auf Durchzug schalten und brauche
Tage zur Regeneration. Hier aber wieder die Frage, was muss eine Tochter machen und
was nicht? Mein Freund und ich scherzeln darüber mal nach Süddeutschland
zu ziehen - ich hab sofort ein schlechtes Gewissen… Das darf
nicht sein, aber wie bekomme ich es weg?

Indem Du es TUST. Tief Luft holen und Gas geben. Augen zu und durch. Du bist ja nicht allein, was kann Dir schon passieren?

Doch. Ich höre dann Sätze wie „vielleicht bereust du es
später“, „sie ist doch so alleine“, „sie hat immer alles für
dich getan“ und „fahr sie doch öfter besuchen“. Das ist für
mich Bestrafung genug.

Wehr Dich! Sag NEIN. Sag, daß Du nicht WILLST. Sag, daß Du Dich unterdrückt fühlst.
Wenn Du zu hören bekommst „Ach, das ist doch Quatsch“, dann steh auf und geh.
Sag, daß Du erst wiederkommst, wenn Du als erwachsener Mensch ernstgenommen wirst.
Und dann tu das auch! Und wenn Du das nächste Mal nach einer Minute schon wieder Vorwürfe hörst, dann steh auf und geh.
Sag, daß Du erst wiederkommst, wenn Du als erwachsener Mensch ernstgenommen wirst.
Wenn Du das dritte Mal gegangen bist, fangen sie an es zu merken, ich hab das auch schon durch :wink:

Um ernstgenommen zu werden - sowohl von Deinem Vater wie auch Deiner Mutter - musst Du konsequent sein und auch bereit sein, Dich (vermeintlich) „gegen“ Deine Eltern zu stellen und dem auch standzuhalten. Das schafsst Du nicht mit ein paar netten Erzählungen davon, was Du ach für tolle Sachen machst. Sie müssen es fühlen. Du willst nicht mehr das kleine Mädchen sein? Dann sei es nicht! Dann tu nicht so und buckel vor Deinen Eltern! Lass Dir nicht alle Sprüche gefallen! Schrei sie an, wenn’s sein muß, melde Dich wochenlang nicht, wenn’s sein muß. Und wichtig: Entschuldige Dich nicht hinterher dafür. Es ist okay. Sie werden Dich nie ernstnehmen, wenn Du nicht auch mal gegen sie bestehst.

Die Sprüche von Deinem Vater regen mich grad ein wenig auf… Ich frag mich, warum der nicht Deiner Mutter beisteht. Gib ihm doch mal seine Sprüche zurück. Frag ihn doch mal, wie er diese arme, krebskranke und psychisch labile Frau so allein lassen kann. Sie war ja schliesslich mal seine Frau. Wenn er Dich das nächste Mal für sein schlechtes Gewissen vorschicken will, dann schick Du ihn. Lass Dich nicht instrumentalisieren, von beiden nicht.

Get up, stand up!

Hallo Tato,
ich denke, deine Mutter hat große Probleme mit der Trennung und hat nicht die Möglichkeit und Kraft, sich selbständig wieder auf die Beine zu machen und einen neuen Anfang zu machen, wie dein Vater. Klar, daß es bei ihm angenehmer zu sein ist, da seine Situation dich nicht belastst.

Du hast eben ein sehr ausgeprägtes soziales Mitgefühl (was dich auch diesen Beuf wählen ließ), das dich leichter mitleiden läßt mit den Frustrationen anderer. Das ist nicht schlimmes, es zeigt vielmehr deine Sensibilität und Feininnigkeit. Es ist damit allerdings nicht leicht umzugehen, besonders wenn nahestehende Personen Not leiden. Und es ist wahrscheinlich ein großes Problem für dich, dich so abzugrenzen, daß du dich wohl fühlen kannst dabei.

Nun ist es aber grundsätzlich wichtig für dich das zu lernen, da du in deinem Beruf auf ähnliche Situationen treffen kannst.
Sich von Bezugspersonen abzunabeln ist immer schwer, weil man deren Liebe sucht. Und es sind wahrscheinlich noch unausgegorenen Spannungen von früher zwischen euch, die jetzt unter dem Teppich verschwinden sollen, weil deine Mutter aufgrund ihrer Krankheit nicht belastbar ist. Das ist belastend - aber es ist so.
Dein Gefühl sagt dir bereits, daß eine Konfrontation nicht effektiv ist. Das ist gut so. Du hast viel Gefühl - hör auch in solchen Dingen darauf.

Es scheint, schon ein großer Druck auf dir zu lasten, weil du endlich selber was erleben willst und da nicht an deine Mutter denken wisst dabei, das ist auch normal. Du bist vielleicht grad sehr überfordert mit allen diesen Problemen und willst mal keine oder weniger Rücksicht nehmen müssen.

Es kommen dabei sicherlich auch aggressive Gedanken auf. Diese verschwinden allerdings auch und vielleicht bist du mal froh denen nicht nachgegangen zu sein. Nur hält dich deine unterdrückte Wut auch davon ab, ihr nahe zu sein mit Verständnis und zu versuchen, ihr so zu begegnen, daß es euch gut geht dabei. Ist nachvollziehbar.
Laß dich jedenfalls nicht auf irgendwelche Fangsprüche ein ihrerseits,versuch dir dein eigenes Bild zu machen und laß diese Provokationen nicht an dich rankommen, denk eher darüber nach was sie damit bezwecken will. Nämlich Aufmerksamkeit zu bekommen für ihr eigenes Leid, wenn auch auf eine vielleicht unnachvollziehbare Tour - aber - könnte sie anders -würde sie es anders machen.

Es ist schwer, aber geh nicht auf Verletzungen ein und versuch dich genau hier abzugrenzen, ohne groß Wut aufkommen zu lassen. Sie lebt in einer leidigen Situation und in gewissen Dingen kann sie vielleicht niemand retten (evtl. ein Arzt, ein Medikament, ihr eigenr Wille). Es liegt an dir, wieviel Mitleid du ihr schenken willst.

Gebt euch Zeit . Es finden bei euch beiden Entwicklungen statt. Du kannst dir nur wünschen, daß sie einmal einen neuen Partner findet und/oder glücklich wird, mehr ist da nicht dein Part in dem Bereich. Du bist ihre Tochter und diese Position hast du - du bist nicht ihr Partner, du kannst aber ihre Freundin sein, mit freundschaftlichen Gedanken.
Entscheide selbst, wie weit sie deine Hilfe wirklich nötig hat und handle danach, das wirst du nicht bereuen.
Es ist nichts Schlimmes, sich Gutes zu tun und wir können das nur solange wir hier sind. Das sind Entscheidungen und dazu kann man stehen, das ist wichtig für das eigene Wohlbefinden. Du mußt nichts tun, das dir abgrundtief zuwieder ist und dich nicht zwingen lassen. Mache es zu deinen Entscheidungen, was du tust.

Und ich finde es schön daß du deine Mutter sehr liebst, wie man offensichtlich herauslesen kann.
Es gibt viele Menschen, die dein Schicksal teilen, du mußt dich für nichts schämen.
Vielleicht findest du was dabei
http://www.handicap-network.de/handicap/Handicaps/kr…
oder unter dem Thema allgemein googeln, - es gibt auch spezielle Hilfsangebote für Angehörige von Krebskranken.

Grüße Patricia

Hallo Patricia,

Danke für deine Antwort.

Nun ist es aber grundsätzlich wichtig für dich das zu lernen,
da du in deinem Beruf auf ähnliche Situationen treffen kannst.

Im Beruf ist das etwas anders. Da kann ich mich besser von den Problemen distanzieren, weil es fremde Personen sind. Ich habe eigentlich ein sehr enges Verhältnis zu meinen Eltern gehabt, welches ich aber bei meiner Mutter in letzter Zeit nicht ertragen kann.

Und es sind wahrscheinlich noch
unausgegorenen Spannungen von früher zwischen euch, die jetzt
unter dem Teppich verschwinden sollen, weil deine Mutter
aufgrund ihrer Krankheit nicht belastbar ist.

Von Früher gibt es keine Spannungen, aber in den letzten eineinhalb Jahren sind Spannungen entstanden… Einige habe ich angesprochen, andere wiederum nicht.

Dein Gefühl sagt dir bereits, daß eine Konfrontation nicht
effektiv ist. Das ist gut so. Du hast viel Gefühl - hör auch
in solchen Dingen darauf.

Eine langsame, einfühlsame Konfrontation ist vermutlich notwendig, aber es bringt im Moment noch gar nichts, weil ihr die Dinge nicht bewusst werden, auch wenn sie die versteht. Die Holzhammermethode ist hier eher ungeeignet - das sagt mein Gefühl.

Es scheint, schon ein großer Druck auf dir zu lasten, weil du
endlich selber was erleben willst und da nicht an deine Mutter
denken wisst dabei, das ist auch normal.
…und willst mal keine oder weniger Rücksicht nehmen müssen.

Oh ja…

Es kommen dabei sicherlich auch aggressive Gedanken auf.

Ja, die muss mein Freund aushalten, was er mittlerweile schon gewohnt ist - ich will aber gar nicht so sein…

Nur hält dich deine unterdrückte Wut auch davon ab, ihr nahe zu sein :mit Verständnis und zu versuchen, ihr so zu begegnen, daß es euch
gut geht dabei. Ist nachvollziehbar.

Ja, ich habe beim letzten Besuch beinahe die Stunden gezählt, wollte nur weg und hab innerlich mit den Augen gerollt. Danach brauchte ich erstmal einen Spaziergang an der frischen Luft…
Aber es ist noch mehr (etwas anderes) als Wut, ich finde kein Wort dafür. Ich bin einfach „genervt“ - etwas anderes fällt mir nicht ein…
Wie verhindere ich, dass ich „genervt“ bin?

Es ist schwer, aber geh nicht auf Verletzungen ein und versuch
dich genau hier abzugrenzen, ohne groß Wut aufkommen zu
lassen.

Wie genze ich mich ab?

Du kannst dir nur wünschen, daß sie einmal einen neuen
Partner findet

Das ist schwer. Sie ist sehr eigen. Jeder Mensch ist anders und für jeden Topf gibt es einen Deckel, aber da wird es echt schwierig. So wie sie jetzt ist, wird sie keine Freunde finden. Sie muss sich ändern.

Gruß
Tato

Danke für deine Beiträge, ich werd es mir mal durch den Kopf gehen lassen…

Gruß
Tato

Hallo, Matilda

ich zitiere dich:
„Vielleicht hast du sie nur noch ein paar Monate, und musst dich dann dein Leben lang mit einem schlechten Gewissen plagen, weil du nicht für sie da warst, obwohl es vielleicht nur eine kurze Zeit gewesen wäre. Oft geht einem sowas erst zu spät auf. Das solltest du weder ihr noch dir selbst antun.“

Dazu fällt mir ein, dass jedem Menschen - jeden Tag - etwas Schlimmes zustossen kann.
Heute opfere ich mich für Jemanden auf und morgen bin ich tot und der Mensch, für den ich mich aufgeopfert habe, macht sich Gedanken darüber, warum er sich nicht besser um mich gekümmert hat.

Jemandem ein schlechtes Gewissen zu machen, ist unfruchtbar!
Wenn ich etwas nicht aus freiem Herzen tue, belastet das mein Gegenüber (der spürt das nämlich) und mich selbst (weil ich mich verstellen muss).

Gruß
karin

Hallo Tato,

ich bin aus dem Nest geflogen, aber sie fliegt hinter mir her und „frisst“ mich auf.

Dieser Satz scheint alles zu beschreiben. Deine Mutter verlangt keine besondere Zuneigung aufgrund einer schweren Erkrankung, sondern sie scheint Dir alles abzuverlangen. Vielleicht erpresst sie Dich auch mit Ihrer Krankheit?
Geht es ihr schlechter wenn Du sie nicht besuchst?

Meines Erachtens hat kein Mensch (einschl. der Eltern, oder Geschwister) das Recht einen anderen Menschen so zu verletzen wie Deine Mutter es mit Dir macht. Ich unterstelle ihr damit keineswegs eine böse Absicht, vielmehr glaube ich, dass Deine Mutter Dich sehr liebt und sich der Tragweite ihres Handelns gar nicht bewußt ist- aber das macht es ja so schwierig für Dich. Die Mutter hat Dir ja all ihre Liebe gegeben und Dich erzogen- ich denke das Wort „Erpressung“ ist hier gar nicht so unangebracht. Du fühlst Dich verpflichtet jetzt etwas zurückzugeben und das treibt Dich - für mich nur allzu verständlich in die Flucht):

Wie gern würde ich kommenden Weihnachten verreisen, um dem
Familienstress zu entfliehen, aber das schlechte Gewissen
quält mich

Deine Mutter engt Dich nicht ein, sie fordert nicht zu viel, nein sie FRISST DICH AUF.

Ich denke es ist aller höchste Eisenbahn, dass Du an Dich denkst und auf die Bremse trittst.

In meinem Leben (indem meine Mutter eine ganz ähnliche Rolle gespielt hat) habe ich mir damals einen Satz zu eigen gemacht, der heute noch immer für mich in allen Lebenslagen sehr wichtig ist: zuerst komme ich-und dann lange gar nichts und dann…

Ich bin nicht verantwortlich für das Leben anderer Menschen, auch nicht für das Leben meiner kranken Mutter ich bin einzig und alleine verantwortlich für MEIN LEBEN- und damit habe ich genug zu tun. Fertig.

Eltern sollten ME ihre Kinder erziehen, um sie loslassen zu können, sie sollten sie zu einem EIGENVERANTWORTLICHEN LEBEN und SELBSTSTÄNDIGKEIT erziehen, je früher desto besser, sie sollten die wunderbare Gabe besitzen aus der Ferne zusehen zu können, wie sie ihren Weg gehen.
Deine Mutter hält Dich GEFANGEN- das ist mein Eindruck- sie raubt Dir Dein Recht auf Freiheit. Entscheidend ist aber, dass Du es mit Dir machen lässt…

Ob klare Worte helfen, mag ich bezweifeln, ein Versuch könnte es aber wert sein. Ich kann mir im Momnet nur nicht vorstellen, dass sie Dich verstehen MÖCHTE. Vielleicht könntest Du einfach nur versuchen ihr Dein Gefühl mitzuteilen: „Du frisst mich auf!“ Das sollte etwas bei ihr bewegen.

Noch eine Anmerkung: Von welchen dummen Menschen hörst Du so Bemerkungen wie: die Kinder haben sich um ihre Eltern zu kümmern ?? und warum machst Du es für Dich zum Gesetz??

Ich wünsche Dir, dass es Dir gelingt den Blick auf Dein Leben zu richten und darauf was Dir gut tut.

Ein lieber Gruß

Frank

Hallo,

In meinem Leben (indem meine Mutter eine ganz ähnliche Rolle
gespielt hat) habe ich mir damals einen Satz zu eigen gemacht,
der heute noch immer für mich in allen Lebenslagen sehr
wichtig ist: zuerst komme ich-und dann lange gar nichts und
dann…

solche Sätze finde ich in höchstem Maß problematisch. Nicht für die Gesellschaft, sondern für dich. Ich glaube nicht, das ein rein narzisstischer oder hedonistischer Lebensstil wirklich erfüllend sein kann (psychopathologisch vor allem kennzeichnend für sogenannte Frühstörungen bzw. Cluster-B-Persönlichkeitsstörungen, u.a. Narzissmus, Histrionische PSt usw.). Natürlich ist es wichtig, sich selbst nicht zu vergessen, sich auch abgrenzen zu können, auch und gerade gegenüber den eigenen Eltern, aber ein „dann lange garnichts“ entspricht meines Erachtens nicht der „gesunden“ psychischen Struktur des Menschen, die sehr stark auf soziale Kontakte, soziale Gefühle, Miteinander und Liebe ausgerichtet ist.

Ich will dir keine PSt andichten, versteh mich nicht falsch, ich rede von Lebensstilen, aber wenn du einen Lebensstil wählst, dein Wertesystem wählst, dann entscheidest du ja, ob du bestimmten Persönlichkeitsanteilen mehr oder weniger Bedeutung in deinem Leben gibst.

Noch eine Anmerkung: Von welchen dummen Menschen hörst Du so
Bemerkungen wie: die Kinder haben sich um ihre Eltern zu
kümmern ?? und warum machst Du es für Dich zum Gesetz??

Das ist im übrigen in Deutschland so. Wenn deine Eltern nicht mehr für sich selbst sorgen können, bist du verpflichtet, sich um sie zu kümmern, so fern es in deinen Möglichkeiten liegt. Das bezieht sich natürlich auf die Versorgung mit Nahrung, Pflege, Wohnraum etc. und kann durch Geldleistung erfolgen. Aber auch Respekt, Dankbarkeit, Fürsorge kann bzw. darf man Eltern angedeien lassen, selbst Eltern, mit denen man ein problematisches Verhältnis hat.

Der Kunstgriff für die eigene „Psychohygiene“ dabei ist meines Erachtens, sich die emotionalen Vorgänge klar zu machen. Was empfinde ich? Warum empfinde ich es? Was passiert in mir, welche Erinnerungen kommen hoch?

Mir geht es so, wenn ich solche Fragen mir deutlich mache, dann belasten mich emotiopnal schwierige Situationen nicht mehr oder zumindestens nicht mehr so stark.

Ich würde im Übrigen jemanden, der eine gewisse Verantwortung der Kinder für ihre Eltern vorschlägt, nicht als „dummen Menschen“ bezeichnen. Dafür gibt es keinen Grund, oder?

Gruß

Tahere

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Hi,

Aber auch Respekt, Dankbarkeit, Fürsorge kann bzw. darf man
Eltern angedeien lassen, selbst Eltern, mit denen man ein
problematisches Verhältnis hat.

Respekt, Dankbarkeit und Fürsorge sind imho Dinge, die man sich verdienen muß.
Es gibt in all diesen Dingen ein gewisses Maß an „Vorschuß“, welches man bestimmten Personen gewährt (Eltern, eine neue Liebe…), aber dieser Vorschuß muß sich rechtfertigen und ist recht zügig aufgebraucht, wenn nichts „nachgeschoben“ wird.

Ich würde im Übrigen jemanden, der eine gewisse Verantwortung
der Kinder für ihre Eltern vorschlägt, nicht als „dummen
Menschen“ bezeichnen. Dafür gibt es keinen Grund, oder?

Doch, den gibt es. Solche Sätze z.B.:

„Ich denke für eine Tochter ist mein Verhalten normal (gibt es soetwas?), aber sie braucht mehr, wofür aber keine Tochter, sondern andere Personen (Freunde, Ehemann, Familie, Therapeuten, seelischer Mülleimer, PC-Spezialisten…) zuständig sind.“

oder

„Ich höre dann Sätze wie „vielleicht bereust du es später“, „sie ist doch so alleine“, „sie hat immer alles für dich getan“ und „fahr sie doch öfter besuchen“. Das ist für mich Bestrafung genug.“

Das hat nichts mehr mit einer „gewissen Verantwortung“ zu tun, das ist nichts anderes als emotionale Erpressung, und die auch noch von beiden Seiten, von Vater UND Mutter. Wie soll eine Tochter DAS aushalten?

Besonders das zweite Zitat, die Sätze ihres Vaters, strotzt vor Dummheit, weil der Vater
a) seine Tochter überhaupt nicht ernst nimmt und ihre Sorgen abwiegelt,
b) nicht erkennt, in welche Situation er seine Tochter damit bringt, daß er das Verhältnis zur Mutter eher verschlechtert als beiden zu helfen und
c) sich selbst auch nicht gerade toll darstellt - die Fragestellerin hat bisher nicht viel dazu geschrieben, wie das Verhältnis zwischen Vater und Mutter ist, aber mein Eindruck ist, daß der Vater sich nicht nennenswert um die Mutter kümmert, da beide seit einer Weile getrennt sind. Dies muß dazu führen, daß die Tochter noch mehr verwirrt und verunsichert wird als ohnehin schon - wieso erwartet Papa etwas von mir, was er, als ehemaliger PARTNER dieser Frau noch nicht mal leisten kann?

Gruß,

Malte.

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Hallo,

In meinem Leben (indem meine Mutter eine ganz ähnliche Rolle
gespielt hat) habe ich mir damals einen Satz zu eigen gemacht,
der heute noch immer für mich in allen Lebenslagen sehr
wichtig ist: zuerst komme ich-und dann lange gar nichts und
dann…

solche Sätze finde ich in höchstem Maß problematisch. Nicht
für die Gesellschaft, sondern für dich. Ich glaube nicht, das
ein rein narzisstischer oder hedonistischer Lebensstil
wirklich erfüllend sein kann (psychopathologisch vor allem
kennzeichnend für sogenannte Frühstörungen bzw.
Cluster-B-Persönlichkeitsstörungen, u.a. Narzissmus,
Histrionische PSt usw.). Natürlich ist es wichtig, sich selbst
nicht zu vergessen, sich auch abgrenzen zu können, auch und
gerade gegenüber den eigenen Eltern, aber ein „dann lange
garnichts“ entspricht meines Erachtens nicht der „gesunden“
psychischen Struktur des Menschen, die sehr stark auf soziale
Kontakte, soziale Gefühle, Miteinander und Liebe ausgerichtet
ist.

Für mich in der damaligen Situation war dieser Satz definitiv HILFREICH (und ist es heute noch- gesund hin oder her) ich find es keineswegs problematisch die Konzentration zumindest in der hier geschilderten Situation in der sich Tato befindet auf sich selbst zu richten. Ein gesunder Egoismus ist dazu notwendig- nach dem Motto wenn ich stark bin dann kann ich anderen helfen!!
Nur wenn ich mich kenne, wenn ich nach mir schaue wenn ICH ICH ICH, dann bin ich in der Lage für andere etwas zu tun- so möchte ich es verstanden wissen. Manchmal sind Abgrenzungen, nur dann zu erlernen, wenn man die Sichtweise zunächst auf die eigene Person rictet. Manchmal kann man nur lernen NEIN zu sagen- wenn man die Sicht ganz von dem anderen wegnimmt

Ich will dir keine PSt andichten, versteh mich nicht falsch,
ich rede von Lebensstilen, aber wenn du einen Lebensstil
wählst, dein Wertesystem wählst, dann entscheidest du ja, ob
du bestimmten Persönlichkeitsanteilen mehr oder weniger
Bedeutung in deinem Leben gibst.

Nur wenn ich stark bin, kann ich für andere hilfreich und wertvoll sein

Noch eine Anmerkung: Von welchen dummen Menschen hörst Du so
Bemerkungen wie: die Kinder haben sich um ihre Eltern zu
kümmern ?? und warum machst Du es für Dich zum Gesetz??

Ich finde solche Sätze sind einfach dumm. Ein solches Gesetz gibt es nicht, es ist nirgendwo niedergeschrieben.
Ob in Deutschland oder sonst wo. Ich bin nicht für das Glück anderer Menschen zuständig- auch nicht für das meiner Eltern. Das hat in keiner Weise etwas damit zu tun, dass ich meine Eltern nicht liebe, achte, respektiere. Im Übrigen ist meine beste Freundin eine Türkin und sieht die Dinge ganz genau so.

Das ist im übrigen in Deutschland so. Wenn deine Eltern nicht
mehr für sich selbst sorgen können, bist du verpflichtet, sich
um sie zu kümmern, so fern es in deinen Möglichkeiten liegt.
Das bezieht sich natürlich auf die Versorgung mit Nahrung,
Pflege, Wohnraum etc. und kann durch Geldleistung erfolgen.
Aber auch Respekt, Dankbarkeit, Fürsorge kann bzw. darf man
Eltern angedeien lassen, selbst Eltern, mit denen man ein
problematisches Verhältnis hat.

Hier schildert ein verzweifelter Mensch, dass er aufgefressen wird- Tato wird von der eigenen Mutter verfolgt (sie fliegt hinter ihr her)- ich hoffe das mit dem „problematischen Verhältnis“ ist nicht auf diese Situation von Dir bezogen. Das ist weit mehr als ein "problematisches Verhältnis- oder Du nimmst die Verfasserin des Postings nicht ernst.
Dankbarkeit und/oder Fürsorge kann ich nur für Menschen aufbringen, die mir etwas Gutes tun, nicht für Menschen die mir weh tun!
Alles andere fände ich jedenfalls ziemlich UNMENSCHLICH und unnatürlich

Der Kunstgriff für die eigene „Psychohygiene“ dabei ist meines
Erachtens, sich die emotionalen Vorgänge klar zu machen. Was
empfinde ich? Warum empfinde ich es? Was passiert in mir,
welche Erinnerungen kommen hoch?

Dazu muss ich bei MIR sein, nicht bei meiner Mutter…

Mir geht es so, wenn ich solche Fragen mir deutlich mache,
dann belasten mich emotiopnal schwierige Situationen nicht
mehr oder zumindestens nicht mehr so stark.

Ich würde im Übrigen jemanden, der eine gewisse Verantwortung
der Kinder für ihre Eltern vorschlägt, nicht als „dummen
Menschen“ bezeichnen. Dafür gibt es keinen Grund, oder?

Nicht so wie die Aussage war:

Eltern haben sich um ihre Kinder zu kümmern- genauso könnte ich sagen:
Alle Menschen müssen anständig sein oder Deutsche haben sich um Italiener zu kümmern.

Ich halte es für sehr problematisch, wenn durch Dein Posting der Eindruck entsteht- dass egal was passiert- „da muss man durch“- „man hat die Eltern zu ehren“ das eh schon schlechte Gewissen von Tato noch ein bischen mehr Nahrung bekommt. Schade.

Gruß

Frank

Hallo,

Ich halte es für sehr problematisch, wenn durch Dein Posting
der Eindruck entsteht- dass egal was passiert- „da muss man
durch“- „man hat die Eltern zu ehren“ das eh schon schlechte
Gewissen von Tato noch ein bischen mehr Nahrung bekommt.
Schade.

Ich habe doch dich angesprochen, nicht Tato. Tatos Konflikt finde ich ganz natürlich, sie hat in sich beide Anteile, den Wunsch nach stärkerer Abgrenzung, auch die emotionale Bindung, und damit ein Problem. Das Problem, beides zu gewichten und ihren Weg zwiscehn den divergierenden Anteilen zu finden. Ihr scheint dabei schon vieles klar zu sein. Ich fand an Tatos Aussagen nichts, was ich problematisch fand, sondern an deinen Aussagen über dich.

Nur wenn ich mich kenne, wenn ich nach mir schaue wenn ICH ICH
ICH, dann bin ich in der Lage für andere etwas zu tun- so
möchte ich es verstanden wissen. Manchmal sind Abgrenzungen,
nur dann zu erlernen, wenn man die Sichtweise zunächst auf die
eigene Person rictet. Manchmal kann man nur lernen NEIN zu
sagen- wenn man die Sicht ganz von dem anderen wegnimmt

Sicher, oft ist es so, um ein Extrem zu überwinden wechselt man in das andere. Solange das eine Phase in einem Ablösungs- oder Selbstfindungsprozeß ist, ist es vielleicht manchmal notwendig. Aber wenn man einfach das Extrem wechselt, vom Saulus zum Paulus wird, ist meistens doch der Prozeß überhaupt nicht abgeschlossen. Einverstanden?

Nur wenn ich mich kenne, wenn ich nach mir schaue wenn ICH ICH
ICH, dann bin ich in der Lage für andere etwas zu tun- so
möchte ich es verstanden wissen.

Vielleicht kennst du dich aber nicht, wenn du einfach das Extrem gewechselt hast? „ICH ICH ICH“ klingt für mich nicht nach einem wirklich abgeschlossenen Selbstfindungsprozeß, sondern, entschuldige, wenn ich das so sage, eher nach einem Defizit. Reifer wäre es, wenn ich sowohl mich als auch den anderen sehen kann, wenn ich abgrenzen kann. Abgrenzen heißt doch nicht ausblenden, es muss also ein ICH geben, aber es muss auch Raum für die anderen sein, in der Emotion.

Nebenbei: warum ist das „Helfen“ so außerordentlich wichtig für dich? Oder täuscht mich das?

Ich würde im Übrigen jemanden, der eine gewisse Verantwortung
der Kinder für ihre Eltern vorschlägt, nicht als „dummen
Menschen“ bezeichnen. Dafür gibt es keinen Grund, oder?

Zu diesem Satz stehe ich, denn ich halte es für falsch, jemanden als dumm zu bezeichnen, der anders empfindet oder denkt als ich. Da sind wir wieder bei dem Thema „ICH ICH ICH“ und die anderen, oder?

Ich habe Tato keinen Rat gegeben, aber dein Posting wollte ich gerne kommentieren. An dich gerichtet. Sei mir deswegen nicht böse, aber das sind eben Themen, die auch für mich eine gewisse Bedeutung haben, da kann ich manchmal nicht an mich, jemanden mal anzupieken, ok?

Im Übrigen ist meine
beste Freundin eine Türkin und sieht die Dinge ganz genau so.

Und was willst du mir damit sagen?

Gruß

Tahere

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