mal angenommen, eine Patientin, 23 Jahre, ginge zum Arzt (geschätzte 57). Da es um eine Knieverletzung ginge, sagt der Arzt, sie möge schon mal Hose und Schuhe ausziehen, und verschwindet. Als er wieder in den Raum kommt, sitzt die Patientin auf der Liege, und der Arzt sagt: „Wenn der Mann ins Haus kommt, hat die Frau im Bett zu liegen.“ Antwort Patientin: „Aber für welchen Mann, das bestimme ich immer noch selbst.“ Darauf der Arzt: „Naja, wenn wir beide die letzten Menschen auf der Welt wären… Wir zwei auf ner einsamen Insel, da würden Sie mich schon nehmen.“
Bei früheren Gelegenheiten hat besagter Arzt zu dieser Patientin auch schon geäußert, mit dem Nachdenken sei das bei Frauen so’ne Sache, sie als Frau solle das nachdenken eh anderen überlassen. Für alle Bemerkungen gibt es zwangsläufig Zeugen, da dieser Arzt sich nie allein mit einer Patientin im Behandlungszimmer aufhält, sondern immer eine Schwester oder nen Praktikanten dabei hat, selbst wenn diese nur dastehen und gucken.
Fällt nun besonders der erstgenannte Vorfall in den Tatbestand der sexuellen Belästigung? Ich persönlich finde es SEHR abstoßend und beleidigend. Könnte man dem Arzt also bei der nächsten solchen Bemerkung mit Klage drohen? (es ist leider der einzige Sport- und Durchgangsarzt in der Nähe, Besuch lässt sich mitunter kaum vermeiden)
Könnte man dem Arzt also bei der
nächsten solchen Bemerkung mit Klage drohen? (es ist leider
der einzige Sport- und Durchgangsarzt in der Nähe, Besuch
lässt sich mitunter kaum vermeiden)
Jetzt lass mal die Kirche im Dorf Mädel. Wie wäre es denn damit dem Arzt einfach mal zu sagen dass er die auflockernde Konversation doch bitte lassen soll.
Da gibt es in Deutschland was ganz praktisches abseits der Aussicht juristisch vorzugehen, wo das Urteil und die Beweisbarkeiten schwierig sind: Freie Arztwahl!
Ganz ehrlich gesagt finde ich die Aussage des Arztes nicht schlimm und auch nicht sexuell belästigend. Es ist halt Konversation, er hat, zugegebenermaßen, einen etwas „derben“ Humor.
Das mit dem Denken bei Frauen ist schon beleidigend, da kommt es halt sehr drauf an wie er es gesagt hat.
Da gibt es in Deutschland was ganz praktisches abseits der
Aussicht juristisch vorzugehen, wo das Urteil und die
Beweisbarkeiten schwierig sind: Freie Arztwahl!
Hi,
wie sagt Radio Eriwan so schön: „Im Prinzip ja,…“
Im UP habe ich folgendes gelesen:
…es ist leider der einzige Sport- und Durchgangsarzt in der Nähe, Besuch lässt sich mitunter kaum vermeiden
Also mit einer Klage drohen wäre kontraproduktiv. Ich hätte dann dabei kein gutes Gefühl mehr, wenn er mich das nächste Mal behandelt. Man sollte in solchen Fällen halt seine Faulheit über Bord werfen und lieber 20 km weiter zum nächsten Arzt fahren.
Da gibt es in Deutschland was ganz praktisches abseits der
Aussicht juristisch vorzugehen, wo das Urteil und die
Beweisbarkeiten schwierig sind: Freie Arztwahl!
Ach…?! Und wenn sie geschrieben hätte „Mein Freund hat mich krankenhausreif geprügelt“, wäre Dein Rat wohl gewesen „Du kannst Dir doch nen Neuen suchen!“?
Also mit einer Klage drohen wäre kontraproduktiv. Warum jetzt genau?
Ich hätte dann dabei kein gutes Gefühl mehr, wenn er mich das nächste
Mal behandelt. Man sollte in solchen Fällen halt seine
Faulheit über Bord werfen und lieber 20 km weiter zum nächsten
Arzt fahren.
Nö, man sollte jemand, der einem zu nahe tritt, ruhig die Grenzen aufzeigen und lieber seine Angst über Bord werfen!
mal angenommen, eine Patientin, 23 Jahre, ginge zum Arzt
(geschätzte 57). Da es um eine Knieverletzung ginge, sagt der
Arzt, sie möge schon mal Hose und Schuhe ausziehen, und
verschwindet. Als er wieder in den Raum kommt, sitzt die
Patientin auf der Liege, und der Arzt sagt: „Wenn der Mann ins
Haus kommt, hat die Frau im Bett zu liegen.“ Antwort
Patientin: „Aber für welchen Mann, das bestimme ich immer noch
selbst.“ Darauf der Arzt: „Naja, wenn wir beide die letzten
Menschen auf der Welt wären… Wir zwei auf ner einsamen
Insel, da würden Sie mich schon nehmen.“
Bei früheren Gelegenheiten hat besagter Arzt zu dieser
Patientin auch schon geäußert, mit dem Nachdenken sei das bei
Frauen so’ne Sache, sie als Frau solle das nachdenken eh
anderen überlassen. Für alle Bemerkungen gibt es zwangsläufig
Zeugen, da dieser Arzt sich nie allein mit einer Patientin im
Behandlungszimmer aufhält, sondern immer eine Schwester oder
nen Praktikanten dabei hat, selbst wenn diese nur dastehen und
gucken.
Fällt nun besonders der erstgenannte Vorfall in den Tatbestand
der sexuellen Belästigung? Ich persönlich finde es SEHR
abstoßend und beleidigend. Könnte man dem Arzt also bei der
nächsten solchen Bemerkung mit Klage drohen? (es ist leider
der einzige Sport- und Durchgangsarzt in der Nähe, Besuch
lässt sich mitunter kaum vermeiden)
Ich weiß ja nicht, was mich mehr schockiert. Das Verhalten des Mediziners oder das allgemeine Schulterzucken? Was beleidigend ist, und was nicht, entscheidet ja wohl immer noch das Opfer. Ich finde es tatsächlich auch beleidigend und bin der Meinung eine Anzeige bei der Ärztekammer wäre angebracht.
Wie geht denn der Typ mit der nächsten vielleicht 15jährigen Patientin um? Ist er da sensibler, weil er sich seiner Verantwortung bewusst ist, oder steigert er sich noch mehr in seinen Chauvinismus, weil noch weniger Widerworte zu erwarten sind?
Ich würde hier nicht sagen „ich versteh gar nicht, dass da keiner mal was macht“, sondern lieber selber mal etwas unternehmen.
Ach…?! Und wenn sie geschrieben hätte „Mein Freund hat mich
krankenhausreif geprügelt“, wäre Dein Rat wohl gewesen „Du
kannst Dir doch nen Neuen suchen!“?
Wenn der Freund ihr schon das zweite Mal eine reingehauen hätte und sie fragen würde, was sie tun könne, um nicht ein 3. Mal eine reinzubekommen, wäre das sicherlich keine dumme Antwort.
Ach…?! Und wenn sie geschrieben hätte „Mein Freund hat mich
krankenhausreif geprügelt“, wäre Dein Rat wohl gewesen „Du
kannst Dir doch nen Neuen suchen!“?
Wenn der Freund ihr schon das zweite Mal eine reingehauen
hätte und sie fragen würde, was sie tun könne, um nicht ein 3.
Mal eine reinzubekommen, wäre das sicherlich keine dumme
Antwort.
Sie hat aber gefragt, ob es ausreichender Anlass ist, rechtlich dagegen vorzugehen.
Jetzt lass mal die Kirche im Dorf Mädel. Wie wäre es denn damit dem Arzt einfach mal zu sagen dass er die auflockernde Konversation doch bitte lassen soll.
Man merkt, dass du keine Frau bist. Sonst hättest du dir so eine Aussage höchstwahrscheinlich gespart. Vor allem hättest du gewusst , warum eine solche Aussage zu geschilderten Vorfällen absolut unangebracht ist (und nicht nur überlegt, dass man sowas vielleicht einfach nicht sagt, weil sich das „halt nicht gehört“ oder so).
Ach…?! Und wenn sie geschrieben hätte „Mein Freund hat mich krankenhausreif geprügelt“, wäre Dein Rat wohl gewesen „Du kannst Dir doch nen Neuen suchen!“?
Wenn der Freund ihr schon das zweite Mal eine reingehauen hätte und sie fragen würde, was sie tun könne, um nicht ein 3. Mal eine reinzubekommen, wäre das sicherlich keine dumme Antwort.
Eventuell dann, wenn das hier das Partnerschaftsbrett wäre und nicht das Rechts brett!
Bedauerlich, dass manche Menschen (Männer?) für so eine Situation (in die typischerweise (fast) nur Frauen kommen*) so wenig Verständnis oder besser: Einfühlungsvermögen besitzen. Ich bin froh, dass Ihr nicht repräsentativ seid - wenigstens für die Männer, die ich kenne.
*) Wobei ich zugebe, dass es da auch bei Frauen Unterschiede gibt, wie sensibel auf so eine Situation reagiert wird oder nicht: Den einen macht schon eine anzügliche Bemerkung eines Fremden zu schaffen, andere fühlen sich erst betroffen, wenn es körperlich wird. (Ich denke, dass sind die beiden Extreme der weiblichen Gefühlswelt. Die Wahrheit liegt in aller Regel dazwischen.)
Und gerade weil mit solchen Situationen unterschiedlich umgegangen wird, sollte man auf seine Wortwahl achten, und nicht implizieren, dass es eine bestimmte „Stufe“ gibt, ab der man sich erst verletzt oder gedemütigt fühlen darf
(erst recht nicht im Rechtsbrett, wo es um Ratschläge zu rechtlichem Verhalten geht (oder gehen sollte), und nicht um persönliches Verhalten)!
Was gehört sich hier nicht? Der Dame einen Lebensrat zu geben? Meine Aussage ist einfach die, nicht überspitzt jemanden vor den Kopf zu stoßen und gleich mit einer Klage zu drohen. Wo kämen wir den hin wenn das jeder machen würde.
Menschliche Komunikation hat immer einen Sender- und Empfängerhorizont. Der Arzt mag mit seiner Art villeicht bei dem Großteil seiner Patientinnen gut ankommen.
Bevor ich also jemanden eine Klage androhe ist es ein Gebot der Fairness zu sagen „Ich bitte Sie die schlüpfrige Konversation zu unterlassen ich fühle mich dadurch herabgewürdigt“.
Bevor ich also jemanden eine Klage androhe ist es ein Gebot
der Fairness zu sagen „Ich bitte Sie die schlüpfrige
Konversation zu unterlassen ich fühle mich dadurch
herabgewürdigt“.
Es wäre vielmehr ein Gebot der Fairness, des Anstandes und auch der Professionalität des Arztes, diesen Blödsinn einfach zu lassen. Es ist schon sehr ignorant, zu glauben, dass Patientinnen (vielleicht noch unbkleidet) auf derartigen Humor abfahren. Soll er doch Witze übers Wetter reißen, seine Glatze oder was auch immer…
Kann man das hier nicht sachlich betrachten? Ich finde, so eine Frage sollte man weder einfach herunterspielen noch ein feministisch paranoides Kasperltheater daraus machen.
Es kommt natuerlich schon auch darauf an, in welchem Zusammenhang und wie sowas gesagt wird. Fuer einen Arzt gehoert sich sowas aber grundsaetzlich nicht ist nicht in Ordnung. Ich vermute daher, dass so etwas ein Standesvergehen darstellt (bei uns Anwaelten waer das wohl so), daher ist das ein Fall fuer eine Anzeige bei der Aerztekammer.
Sonst koennte sich eine Betroffene auch an Frauenberatungsstellen etc. wenden, es gibt ja welche, die solche Faelle dokumentieren.
Im Uebrigen ist aber auch konkret nichts weiter passiert, d.h. fuer eine allenfalls Betroffene ist der beste Weg, sich einen anderen Arzt zu suchen. Dass es keinen anderen gibt, vermag ich nicht zu glauben.
Nee,also !
Hallo !
Ich will das nicht runter spielen!
Wie alt ist dieser Arzt?
Jeder Mensch kann aus einer Mücke einen Elefanten machen !
Da dieser Arzt nie ohne Assistenz ist ( zum Glück) wird sich nie eine sexuelle Belästigung ergeben.