Verdacht auf Kindesmisshandlung, was kann ich tun?

Guten Tag,
in meiner Nachbarschaft wohnt schon seit längerem ein Ehepaar, die beide mehr als übermässig fettleibig sind und Computerbesessen, was aber nichts mit dem Thema zu tun hat.
Seit ca 2-3 Jahren haben sie nun ein Kind, dessen Zustand ich persönlich mehr als kritisch beurteile, es scheint viele Dezifizite in der Entwicklung zu haben, sowohl körperlich als auch geistig.
Dies sehe ich aber erst letzter Zeit, da ich durch das ständige Geschrei darauf aufmerksam geworden bin und ein Auge darauf geworfen habe. Das ist kein normales Schreien oder Heulen eines Kindes, da ja auch noch andere Kinder in der Nachbarschaft wohnen und von denen hört man so gut wie nie etwas, es sei denn es fliegt mal eines beim Spielen hin oder so etwas. Die Schreie klingen teilweise so markerschütternd, dass es einen tief im Herzen trifft, manchmal habe ich das erschreckende Gefühl jetzt stirbt es, so furchtbar klagend klingen diese „Hilferufe“. Die Schreie kommen immer aus der Wohnung und ich weiss nicht, was dort mit diesem armen Kind angestellt wird.
Das Problem ist, ich kann ja auch nichts beweisen,äusserlich habe ich bei dem Kind noch keine Verletzungen sehen können, wenn es der Nachbar in paketähnlicher Manier durch den Hausgang trägt und die anderen Nachbarn hier scheint das überhauptz nicht zu kümmern.
So lautet meine Frage also: Welche rechtlichen Möglichkeiten habe ich um dieses Kind zu schützen, ich bin mir todsicher, dass dort etwas nicht mit rechten Dingen zugeht, da das Kind ja auch immer nur in der Wohnung ist und brüllt und nie zum Spielen oder Ähnliches rausdarf.

Freue mich über Antworten, da ich sehr besorgt bin!

sorry, aber mir ist schlecht geworden von deiner erzählung.

wie kannst du da noch lange zögern?? ruf die polizei! sonst sag mir wo die leute wohnen und ich machs für dich, nein, für das kind.

Hallo,

du verdächtigst die Eltern, sie würden ihr Kind mißhandeln. Damit solltest du vorsichtig sein. Es ist natürlich möglich, daß etwas passiert. Dem kannst bzw. solltest du nachgehen. Du kannst auch erstmal die Eltern mal ansprechen und sagen, du hörst ihr Kind immer schreien, was denn da los ist und so.
Es gibt genügend Kinder, die einfach schreien, ohne daß ihnen etwas angetan wird (ich sag nur Frühkindlicher Autismus z.B.).
Nur als Anregung.

Schöne Grüße

Hallo,

zusätzlich zur Polizei oder falls die keinen Handlungsbedarf sieht, kannst Du Dich auch ans Jugendamt wenden.

Gruß, Anne

Hallo Scheriff,

ich finde es echt super, dass du nicht einfach weg schaust!!

Die Meisten würden das tun! Es kann dir sicher noch jemand mehr zum rechtlichen sagen, aber ich persönlich würde zum Jugendamt gehen. Ich denke die haben einfach mehr Gespürr und Erfahrung mit solchen Dingen wie die Polizei. Im aktuen „Fall“ würde ich aber auch, wie Louis schon schreibt, die Polizei rufen. Lieber einmal falscher Alarm, wie das etwas passiert. Und das ist es in letzter Zeit viel zu oft. Aber so grundsätzlich würde ich das Jugentamt empfehlen. Die werden dann mal in die Familie „reinspüren“ und sich ein Bild machen. Aber du musst da, vermutlich etwas Druck machen. Die sind leider auch immer sehr überarbeitet und haben sehr viele Fälle auf einmal zu bearbeiten. Mach deuthlich, dass es wichtig ist.

Ich wünsch dir/ euch alles Gute!!!

Corinna,

das ist doch quatsch. du gehst doch auch nicht zum mutmasslichen bankräuber und sagt: sagen sie mal, ist das hier ein banküberfall?

der mann muss die polizei rufen, das ist seine pflicht. und wenn sich danach dein verdacht rausstellt, umso besser.

ich weiss garnicht was es da zu überlegen gibt.

und herr sheriff liest das hier wahrscheinlich erst in’n paar tagen, katastrophe.
gl

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Hallo,

Fettleibbigkeit, Computersucht u.a. Dinge sind keine Faktoren, die auf eine Mißhandlung hindeuten. Würdest Du meine Tochter mal hören, dann würdest Du auch denken, daß sie körperlicher Gewalt ausgesetzt ist. Aber sie schreit nunmal so laut, wenn sie müde ist und dann noch dazu von ihrem Bruder evtl. geärgert wird oder wenn sie sich leicht wo anstößt. Meine Tochter läßt sich in so einem Moment kaum beruhigen, man kann sie nur in den Arm nehmen, trösten und abwarten.
Schreien denn die Eltern des angeblich mißhandelten Kindes arg herum oder ist es eher ruhig?
Vorschlag: Versuche doch zu dem Kind einen Kontakt aufzubauen (ich weiss jetzt nicht wie alt es ist). Vielleicht kannst Du dadurch mal Zutritt in die Wohnung bekommen und kannst Dir evtl. ein besseres Bild machen. Ich würde nichts überstürzen.

LG
Michael

Sorry,

es gibt aber nunmal Kinder, die sehr laut schreien, OHNE das sie mißhandelt werden! Kann man denn nichts mehr persönlich regeln? Braucht man denn für alles sofort den Staat? Ich würde zuerst die persönlichen Möglichkeiten ausschöpfen und dann evtl. zum Jugendamt gehen. Aber das Jugendamt…na ja, da kann ja dann jeder selbst seine Erfahrungen sammeln. Ich denke, daß die in solch einem Fall kaum einschreiten, aber ich lasse mich gerne eines Besseren belehren.

LG
Michael

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Hallo

wenn du der Meinung bist, das das Kind misshandelt wird, dann geh zur Polizei!

Aber sicher bist du dir nicht!

Seit ca 2-3 Jahren haben sie nun ein Kind, dessen Zustand ich
persönlich mehr als kritisch beurteile, es scheint viele
Dezifizite in der Entwicklung zu haben, sowohl körperlich als
auch geistig.

Woher weisst du das?

So lautet meine Frage also: Welche rechtlichen Möglichkeiten
habe ich um dieses Kind zu schützen, ich bin mir todsicher,
dass dort etwas nicht mit rechten Dingen zugeht, da das Kind
ja auch immer nur in der Wohnung ist und brüllt und nie zum
Spielen oder Ähnliches rausdarf.

Als meine Tochter 2-3 Jahre alt war, habe ich sie auch nicht zum Spielen rausgelassen!
Eine Bekannte von mir, sie kommt aus Russland, hat 7 Kinder. Bei ihr kam öfters die Polizei, weil ihr jüngster Sohn viel schrie!
Er schrie nicht, weil er misshandelt wurde, sondern weil er "krank"war.

Ich finde es schon klasse, wenn jemand die Ohren auf hat, aber man sllte wirklich vorsichtig sein. Wenn du dir aber so sicher bist, verstehe ich nicht, das du die Zeit hier verbummelst und nicht dem Kind hilfst!

Ich hoffe, es ist ein Fehlalarm!!!

LG

z.B. Ehrlich Interesse zeigen und Hilfe anbieten?!
Hallo „Sheriff“,
? nomen est omen?

in meiner Nachbarschaft wohnt schon seit längerem ein Ehepaar, die beide mehr als übermässig fettleibig sind und Computerbesessen, was aber nichts mit dem Thema zu tun hat.

Warum erwähnst Du es dann?

Alles, was man schreibt oder sagt, hat einen Grund.
Wie schon der gute alte Watzlawick sagte: „Man kann nicht nicht kommunizieren.“
http://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Watzlawick#.E2.80…

Durch Deine Beschreibung, die laut Dir „nichts mit dem Thema zu tun hat“,
entsteht bei dem Leser Deiner Zeilen eine Vorstellung dieser Menschen, „man“ hat ein irgendwie geartetes Bild zu ihnen.

Wenn ich Deine Zeilen lese, habe ich auch ein Bild zu Dir.
„Aber das hat ja nichts mit der Sache zu tun“… :wink:

  • Du benennst Dich „Sheriff“.
  • Und bist laut VIKA ein „Interessierter und besorgter Mitbürger“
    Du, das bin ich auch oft.
    Interessiert an vielem und besorgt, wenn es jemand schlecht geht oder um den Weltfrieden oder um Dinge und Menschen, die mir am Herzen liegen…

In Verbindung mit Deinem Nick habe ich da, ebenso wie bei "übermässig fettleibig und computersüchtig" gewisse Assoziationen, die aber nichts mit dem Thema zu tun haben:wink:
Ich möchte mich nicht über Dich lustig machen, oder Dein Anliegen nicht ernst nehmen, aber bei Deiner Art zu schreiben, wird mir zumindest *komisch im Bauch*.
Bitte lies Dich selbst…

Du magst diese Leute nicht,
Du unterstellst ihnen Sachen,
Du beurteilst eine defizitäre Kindesentwicklung eines 2-3jährigen Kindes,
ohne
irgendwelche sachlichen Grundlagen zu benennen.

Seit ca 2-3 Jahren haben sie nun ein Kind, dessen Zustand ich persönlich mehr als kritisch beurteile,

Wie kannst Du das beurteilen?
Du siehst das Kind doch nie, außer als Paket…

es scheint viele Dezifizite in der Entwicklung zu haben, sowohl körperlich als auch geistig.

Welche wären?
Wie stellst Du das fest?

Dies sehe ich aber erst letzter Zeit, da ich durch das ständige Geschrei darauf aufmerksam geworden bin

Das Geschrei stört Dich. Vorher war Dir das Kind eher gleichgültig, Du hast es nicht wahrgenommen.

und ein Auge darauf geworfen habe.

Durch die Störung Deiner Ruhe wurdest Du aufmerksam.
Du hast ein Auge darauf geworfen, Sheriff.

Das ist kein normales Schreien oder Heulen eines Kindes,

Woher kannst Du das beurteilen?
Was ist denn „normal“?

da ja auch noch andere Kinder in der Nachbarschaft wohnen und von denen hört man so gut wie nie etwas, es sei denn es fliegt mal eines beim Spielen hin oder so etwas.

Wie „schön und praktisch“…
Kinder, von denen man selten etwas hört. ( jetzt werde ich sarkastisch, kann nicht anders)

Die Schreie klingen teilweise so markerschütternd, dass es einen tief im Herzen trifft, manchmal habe ich das erschreckende Gefühl jetzt stirbt es, so furchtbar klagend klingen diese „Hilferufe“.

Und was alles in der Welt hält Dich dann als besorgten Mitbürger davon ab, bei den Leuten anzuklingeln und freundlich zu fragen, ob Du helfen könntest?
Du würdest Dir Sorgen machen, ob das Kind vielleicht krank sei, ob Du die Familie vielleicht irgendwie unterstützen könntest, ob sie Hilfe benötigen?
Das wäre für mich normaler, nachbarschaftlicher und vor allem fairer, wertschätzender Umgang und außerdem Zivilcourage.

Oder,
wenn es gar nicht für Dich möglich ist, annehmend positiv und wertschätzend auf die Eltern zuzugehen,
warum gehst Du dann nicht den anderen Weg?
Anklingeln,
fragen, was ist und sagen, dass Du das Jugendamt oder die Polizei informierst, wenn sie es Dir nicht erklären wollen.

Was der sinnvollere und hilfreichere Weg für das Kindeswohl ist, darfst Du Dir aussuchen.

Die Schreie kommen immer aus der Wohnung und ich weiss nicht, was dort mit diesem armen Kind angestellt wird.

Aber Du hast dazu Phantasien?!

Das Problem ist, ich kann ja auch nichts beweisen,äusserlich habe ich bei dem Kind noch keine Verletzungen sehen können, wenn es der Nachbar in paketähnlicher Manier durch den Hausgang trägt und die anderen Nachbarn hier scheint das überhauptz nicht zu kümmern.

Was heißt „in paketähnlicher Manier“?
Wie nah kamst Du dem Kind oder seinen Eltern denn?

Wenn Du ihnen im Hausflur oder auf der Straße begegnest, könntest Du sie ja mal ansprechen und fragen, wie es Ihnen geht.

Du hättest ihnen, als Du das Kind bemerktest, zur Geburt gratulieren können oder ähnliches.

Man kann sich auch für seine Nachbarn interessieren, wenn keiner stört.
Ein nettes Wort untereinander erleichtert manches.

Dann darf man auch fragen, was denn mit dem Kind los ist, Du hörtest es oft schreien…
Ob es vielleicht krank sei, oder ob die Familie Entlastung benötige…

Wenn Dir wirklich am Wohl des Kindes gelegen ist, dann tu das.
Dann interessiere Dich für die Leute, aber aufrichtig.

Dann stellt sich vielleicht heraus, ob das Kind eine Krankheit hat oder eine Behinderung oder Verhaltensauffälligkeit oder ob die Eltern überfordert sind und Hilfe bedürfen oder,
auch das ist natürlich möglich,
ob das Kind misshandelt wird.

Sollte Dein hier geäußerter Verdacht bestehen bleiben, dann solltest Du handeln.
Wende Dich an den Kinderschutzbund ( Link s. unten),
an Dein örtliches Jugendamt
oder an die nächste Polizeiwache.
Dazu bist Du als interessierter und besorgter Mitbürger ( und das meine ich jetzt nicht ironisch!) verpflichtet.
http://www.gesetze-im-internet.de/sgb_8/__8a.html
Und Jugendamt und Polizei sind gesetzlich verpflichtet, dem nachzugehen.

So lautet meine Frage also: Welche rechtlichen Möglichkeiten…

Warum stellst Du Deine Frage hier und nicht unter „Allgemeine Rechtsfragen“? ( O.K., Du bist neu, hast Dich grade erst angemeldet. Rechtsfragen werden Dir kompetent in den Rechtsbrettern beantwortet. Hier findest Du eher einen Wissens- und vor allem Meinungsaustausch zum Thema Eltern und Kinder)

habe ich um dieses Kind zu schützen, ich bin mir todsicher,
dass dort etwas nicht mit rechten Dingen zugeht,

„nicht mit rechten Dingen zugeht/ totsicher“…
Dann unternimm was und zeig, das Du wirklich wegen des Kindes besorgt bist und Dich nicht lediglich durch die *fettleibigen, computersüchtigen Eltern* und den Krach gestört fühlst.

da das Kind ja auch immer nur in der Wohnung ist und brüllt und nie zum Spielen oder Ähnliches rausdarf.

Woher weißt Du das alles?
Beobachtest Du sie den ganzen Tag?

Freue mich über Antworten,

Das war meine Antwort.

da ich sehr besorgt bin!

Nur um was, ist mir nicht ganz klar.

So, bevor evtl. jemand kommt mit:

  • Man muss aber doch hinsehen…
  • Der UP war halt besorgt, da schreibt man halt so gefühlsbetont…
  • Hast Du selber keine Kinder?
  • Obduzier doch nicht immer den Schreibstil!
  • Man muss doch aufmerksam sein für seine Mitmenschen! o.ä.
    Klar, alles verständlich.
    Und man sollte sogar genau hinsehen und aufmerksam sein.
    Aber nicht so.

Wenn wirklich Grund zur Besorgnis besteht und nicht nur eine Nachbarschaftsproblematik und zuviel Zeit…, dann hilft das Gesagte, sich selbst gegenüber das Erlebte und Wahrgenommene abzuwägen und anschließend durchdacht und klug und vor allem zum Wohle des Kindes zu handeln.
Und nicht wie am Stammtisch.
Gruß,
Finjen
Hier ein paar Links zum Thema, u.a. vom Kinderschutzbund:
http://www.dksb.de/front_content.php
http://www.haensel-gretel.de/haenselundgretel_de/ind…
http://www.paediatrie-hautnah.de/archiv/2000/10/ph00…
http://www.uni-mainz.de/presse/26826.php

Hallo Sheriff,

Die Schreie klingen teilweise so markerschütternd, dass es einen tief im Herzen trifft, manchmal habe ich das erschreckende Gefühl jetzt stirbt es, so furchtbar klagend klingen diese „Hilferufe“.

Und was alles in der Welt hält Dich dann als besorgten
Mitbürger
davon ab, bei den Leuten anzuklingeln und
freundlich zu fragen, ob Du helfen könntest?
Du würdest Dir Sorgen machen, ob das Kind vielleicht krank
sei, ob Du die Familie vielleicht irgendwie unterstützen
könntest, ob sie Hilfe benötigen?
Das wäre für mich normaler, nachbarschaftlicher und vor allem
fairer, wertschätzender Umgang und außerdem
Zivilcourage.

Oder,
wenn es gar nicht für Dich möglich ist, annehmend positiv und
wertschätzend auf die Eltern zuzugehen,
warum gehst Du dann nicht den anderen Weg?
Anklingeln,
fragen, was ist und sagen, dass Du das Jugendamt oder die
Polizei informierst, wenn sie es Dir nicht erklären wollen.

Dem stimme ich vollkommen zu. Als meine Nichte ungefaehr in dem Alter war, hat sie jeden Abend vor dem Schlafengehen angefangen laut zu weinen und liess sich durch herumtragen, sprechen, ablenken usw., also durch GAR NICHTS beruhigen. Der Kinderarzt konnte nichts finden und so musste die Familie da eben irgendwie durch (mit der Zeit hat sich das von selbst gegeben). Als die Kleine fuer ein paar Tage bei uns zu Besuch war, haben eines Abends auch „besorgte“ Nachbarn die Polizei gerufen. Als die Beamten angekommen sind, hatte sich das Kind gerade wieder beruhigt. Die Polizisten betraten die Wohnung, fragten, was passiert sei, wollten das Kind mal kurz sehen (die Kleine hat sie mit einem strahlenden Laecheln auf Opas Arm empfangen :smile:), kamen dann noch mit tollen Aussagen wie das muessten wir ja unbedingt beim Kinderarzt abklaeren lassen (dass es vorher schon eine Aerzteodyssee gab, schienen sie uns nicht zu glauben) und sind dann wieder weggefahren. Den ganzen Stress haette man sich auch sparen koennen, wenn die Nachbarn bei uns angeklopft und freundlich gefragt haetten, was denn los sei und warum das Kind so lange und laut schreie.

Das Kind meiner derzeitigen Mitbewohner wird nicht misshandelt, schreit aber sehr haeufig und laut tagsueber. Na gut, das ist irgendwo auch durch den Erziehungsstil bedingt, denn das Kind weiss - wenn es schreit, bekommt es alles, was es will. Aber das hat mit Kindesmisshandlung ja nichts zu tun.

Gruss

Anja

AUFRUF! Verdacht auf Kindesmisshandlung
hallo allerseits

unsere kleine kann nachts, wenn sie unplanmässig aufwacht, auch ein wahnsinns gebrüll loslassen, dass einem durch mark und bein geht. ich frag mich jedesmal, wann wohl die polizei aufkreuzt.

mich würde das überhaupt nicht stören, im gegenteil. warum? weil wir eine wegschaugesellschaft sind. so weiss ich wenigstens, dass es noch leute gibt, die aufmerksam sind (was natürlich auch übertrieben sein kann, aber wir reden hier nicht von nachbarschaftsstreitigkeiten oder hundegebell usw.).

und jeder, der hier sagt, „ja, zuerst mal gucken …“, der meint es sicherlich gut, vergisst aber, dass es hier um das wohl eines kleinen, hilflosen kindes geht.

wisst ihr nicht wegen welchen lapalien die polizei gerufen wird? und hier soll man aber langsam machen und zuerst mal gucken und reden??!!

ich finde es gut, dass dir die polizei (siehe anja, weiter unten im thread) noch eine kleine „moralpredigt“ gehalten hat. sie müssen das so machen. die jungs haben auch einen riecher für solche fälle und können mit sicherheit einschätzen, ob hier handlungsbedarf ist oder nicht.

wisst ihr denn nicht, wieviele kinder misshandelt werden, ohne dass es jemals jemand erfährt??!!

deshalb nochmals mein aufruf an euch: schreibt scherriff direkt an per persönlicher nachricht und sagt ihm, dass er nicht bis zum nächsten vorfall warten sondern gleich die polizei anrufen soll und sagen: „hallo, ich mach mir sorgen um ein kleinkind hier in meiner nachbarschaft, und ich wär froh, wenn ihr da mal vorbeischauen könntet.“

das ist alles. ist das wirklich zuviel verlangt?

es ist unser aller pflicht, bei so etwas zu reagieren.
danke
louis

Hallo Louis,

lass jetzt doch einmal gut sein - wir wissen jetzt ja alle, was Du zu dem Thema denkst.

Gruß

=^…^=

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Hallo,

deshalb nochmals mein aufruf an euch: schreibt scherriff
direkt an per persönlicher nachricht und sagt ihm, dass er
nicht bis zum nächsten vorfall warten sondern gleich die
polizei anrufen soll

DAS werde ich mit Sicherheit nicht machen.
Wie sagt man, ohne sich jetzt sofort zur Wegschaugesellschaft dazurechnen zu müssen, dass ich diesen Aufruf für völlig daneben halte? Vielleicht indem man, wie Finjen es getan hat, Wege aufschreibt, wie man reagieren kann, die überzeugen.
Deins tut das nicht.

es ist unser aller pflicht, bei so etwas zu reagieren.

Es geht nicht um blinden Aktivismus, sondern darum, positiv zu helfen (dem Kind, vielleicht auch den Eltern).
Und im günstigsten Fall, BEVOR der nächste „Vorfall“ kommt.

Gruß
Elke

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Hallo Anja,

ich weiß jetzt nicht wie das Kind hieß, aber es wurde von seinem Vater erschlagen. Es war das Kind, welches im Krankenhaus abgelegt wurde. Ich hatte da mal einen Bericht darüber gesehen. Darin ging es hauptsächlich um die Nachbarn und das bekannte nix mitbekommen.
Eine Nachbarin hatte gehört, dass das Kind so viel schreit und ist auch zu den Eltern. Sie wollte das Kind sehen, durfte sie auch. Hat aber nichts feststellen können. Klar, sie kann das Kind ja auch nicht ausziehen und fragen ob die Eltern es schlagen. Super von der Frau, hat nur nix gebracht. Wenn ich mein Kind schlage würde, lass ich mir doch ne Ausrede einfallen warum es schreit. Zähne, Bauchweh, keine Ahung. Und Polizei/ Jugentamt etc. haben doch dafür ein viel besseres Gespürr wie ich als Nachbarin…
Klar fühlt man sich komisch, wenn da die Polizei vor der Türe steht und dich zu unrecht verdächtigt. Da steht man da wie ein Lügner. Ich würde mich auch schlecht fühlen. Aber das heißt doch, du bist deinen Mitmenschen nicht egal. Und ich als Kind wäre froh, wenn jemand kommt.

Euch alles Gute,

Gruß

Du hast Recht! Kinder schreien manchmal total laut und ohne Grund!!
Und man sollte Nachbarschaftsdinge auch so regeln können.
Ich denke allerdings als gesunder Mensch mache ich mir ja ein Bild von der Gesamtsituation. Wenn die Mama auf der Straße mit dem Kind total liebevoll umgeht und mir erzählt wie streßig die Nächte sind, weil die Kleine Zähne bekommt/ bockig ist/ schlecht geträumt hat/ etc. dann mach ich mir erst mal keine Gedanken.
Wenn aber die Mama kaum vor der Türe zu sehen ist, das Kind die Wohung selten verlässt und insgesamt sehr still und verschlossen wirkt, dann werde ich mal hellhörig. Es kommt doch auch immer darauf an, wie ich die Eltern erlebe.
Ich will damit nicht sagen, dass man Eltern ansieht ob sie ihre Kinder schlagen oder nicht, aber ich kann beurteilen ob ich die Familie harmonisch oder eher labil erlebe. Und das ist total wichtig.

Schönen Abend

Annna

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hallo allerseits

es ist nun bewegung in die sache gekommen und ihr könnt meinen aufruf gerne ignorieren.

vg louis

Hallo Finjen,

selten so eine gute Antwort gelesen!

LG
Michael

Hallo

Vielleicht indem man, wie Finjen es getan hat,
Wege aufschreibt, wie man reagieren kann,

Du unterstützt auch das man lieber selber Sherlock Holmes spielt?

Ist ja auch viel spannender, ansonsten beständ auch die Gefahr nicht alles mitzubekommen.

Ich find die Selberermittlungspostings unter aller Kanone!

Stefan

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Hallo Annna,

Eine Nachbarin hatte gehört, dass das Kind so viel schreit und
ist auch zu den Eltern. Sie wollte das Kind sehen, durfte sie
auch. Hat aber nichts feststellen können. Klar, sie kann das
Kind ja auch nicht ausziehen und fragen ob die Eltern es
schlagen.

mehr haben die Polizisten bei uns auch nicht gemacht. Das Kind kurz aus der Entfernung gesehen und das war’s.

Wenn ich
mein Kind schlage würde, lass ich mir doch ne Ausrede
einfallen warum es schreit. Zähne, Bauchweh, keine Ahung.

Ja klar, aber das „zieht“ genauso gegenueber der Polizei.

Und
Polizei/ Jugentamt etc. haben doch dafür ein viel besseres
Gespürr wie ich als Nachbarin…

Das wage ich zu bezweifeln. Wenn du als Nachbarin, die sich STAENDIG in der Naehe der Familie befindet und regelmaessig mitkriegt, dass das Kind schreit oder was auch immer, vorsichtig und freundlich zu den Eltern Kontakt aufnimmst, kannst du viel mehr herausbekommen, als wenn die Polizei mal vorbeischaut. Du merkst im Gespraech schon an der Reaktion der Eltern, ob sie bestimmten Fragen ausweichen, oder ob sie in irgendeiner Weise ueberfordert sind (und du kannst vielleicht Hilfe anbieten) und so weiter.

Klar fühlt man sich komisch, wenn da die Polizei vor der Türe
steht und dich zu unrecht verdächtigt. Da steht man da wie ein
Lügner.

Nein, so haben wir uns nicht gefuehlt, denn wir wussten ja, dass wir nichts zu verbergen haben. Aber in der Zukunft lastete jeden Abend so ein Druck auf uns, nach dem Motto, rufen die Nachbarn wieder die Polizei, weil das Kind wieder so lange schreit? Und diese Nervositaet uebertraegt sich ja auch aufs Kind. Ausserdem war die Kleine, die doch endlich einschlafen sollte und sich schon beruhigt hatte, an dem Abend wieder hellwach, als sie in den Flur herausgetraten wurde und die Polizisten gesehen hat. Auch nicht gerade hilfreich.

Aber das heißt
doch, du bist deinen Mitmenschen nicht egal.

Nein, nicht egal bin ich, wenn die Menschen ehrlich versuchen, an meinem Leben teilzunehmen. Wenn mich hingegen jemand, mit dem ich nie ein Wort gewechselt habe, der Kindesmisshandlung verdaechtigt und sofort zum Hoerer greift, um die Polizei zu rufen, und dann neugierig weiter oben auf der Treppe steht und beobachtet, was passiert (so war es bei uns, und als die Leute gesehen haben, dass wir sie sehen, sind sie ganz schnell verschwunden), dann ist das nur der Geltungsdrang dieser Nachbarn und kein echtes Interesse.

Und ich als Kind
wäre froh, wenn jemand kommt.

Ja, die Kleine war ja auch froh, weil sie so eine tolle Ablenkung hatte - hell beleuchteter Raum, komische Maenner, denen sie zulaecheln konnte, ganz toll. WIR mussten sie danach aber wieder ins Bett bringen, mit der Gefahr, dass das stundenlange Weinen erneut losgeht…

Wenn ein Kind tatsaechlich misshandelt wird, dann kann man dafuer als Nachbar durchaus mehr Anhaltspunkte finden als lautes Weinen. Und wie gesagt, ausser sich das Kind aus der Entfernung anzuschauen, uns auszufragen, wer wir sind und wo die Eltern sind, und uns „tolle“ Tipps mit den Aerzten zu geben („Aber das muss sich ja aerztlich abklaeren lassen, da muessen Sie sich weiter bemuehen“), haben die Polizisten nichts gemacht. Tatsaechliche Misshandlung kann man auf diese Weise nicht feststellen, aber mehr durften sie sicher auch nicht tun, denn der Verdacht war ja zu vage. Wenn hingegen ein Nachbar mit klaren Anhaltspunkten (nicht nur Schreien) zum Jugendamt geht, dann bringt das in einer tatsaechlichen Misshandlungssituation viel mehr und „warnt“ die Eltern nicht schon mal vor.

Euch alles Gute

Danke.

Viele Gruesse

Anja

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