Verdacht auf Kindesmisshandlung, was kann ich tun?

Hallo,

Wege aufschreibt, wie man reagieren kann,

Du unterstützt auch das man lieber selber Sherlock Holmes
spielt?

Was man so alles verkehrt lesen kann?
Jemandem zum Kind gratulieren, ist nicht Sherlock spielen.
An einem Nachbarn Anteil nehmen, ist nicht Sherlock spielen.
Sich mal nach dem Empfinden erkundigen, ist nicht Sherlock spielen.

Es hat mit dem täglichen Miteinander zu tun.
Wenn ich mich nie gekümmert habe, und nur, nachdem mich das Schreien eines Kindes stört, mal zu der Frage: „Was hat es denn?!“ hinreißen lasse, dann ist es etwas ganz anderes, wie wenn ich einfach nur offen und freundlich mich für die Menschen, die um mich herum leben, interessiere (und nicht erst, wenn es Probleme gibt).

Mit der gleichen Polemik wie du, hätte ich übrigens auch antworten können:
Und du unterstützt die Blockwart- und Spitzelmanieren, wo man gleich einen, der etwas aneckt, den Obrigkeiten meldet?

Gruß
Elke

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Hallo,

Jemandem zum Kind gratulieren, ist nicht Sherlock spielen.
An einem Nachbarn Anteil nehmen, ist nicht Sherlock spielen.
Sich mal nach dem Empfinden erkundigen, ist nicht Sherlock
spielen.

Doch ist es, was denn sonst. Man heuchelt irgendetwas vor um
Informationen über die Befindlichkeit des Kindes zu ergattern.

Wenn ich mich nie gekümmert habe, und nur, nachdem mich das
Schreien eines Kindes stört, mal zu der Frage: „Was hat es
denn?!“ hinreißen lasse, dann ist es etwas ganz anderes, wie
wenn ich einfach nur offen und freundlich mich für die
Menschen, die um mich herum leben, interessiere (und nicht
erst, wenn es Probleme gibt).

Hast du den OP gelesen?
„Die Schreie klingen teilweise so markerschütternd, dass es einen tief im Herzen trifft, manchmal habe ich das erschreckende Gefühl jetzt stirbt es, so furchtbar klagend klingen diese „Hilferufe“.“

Es ist vieleicht auch nicht jedermans Sache sich in fremde Dinge
einzumischen aber bei solch einem Verdacht ist alles andere wie
Polizei oder Jugendamt fahrlässig.

Mit der gleichen Polemik wie du, hätte ich übrigens auch
antworten können:
Und du unterstützt die Blockwart- und Spitzelmanieren, wo man
gleich einen, der etwas aneckt, den Obrigkeiten meldet?

Nein das ist schon was gänzlich anderes. Der OP fragt was soll er machen, obiges ist passiert. Einige antworten fang an Sherlock Holmes
zu spielen und versuche mehr zu erfahren (welch geistiger Dünnpf…).
Andere sagen geh zur Polizei oder Jugendamt, was die einzige richtige
Antwort sein ist. Wir wissen nichts außer obigen Satz und
dieser ist schlimm genug als das man nicht mehr selbst rumdoktern
darf.

Lieber einmal zuviel die Sheriffs gerufen wie einmal zuwenig.

Gruß
Stefan

PS: Weißt du eigentlich was ein Blockwart ist und war, findest du den
Vergleich angebracht bei jemanden der sich Sorgen macht und helfen
möchte?

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Nachbarschaft als soziales Netz
Wenn ich hier einige Antworten lese, dann kann ich eigentlich nur noch mit dem Kopf schütteln. Obwohl es andererseits nicht wirklich verwunderlich ist. Irgendwie scheint das gesunde Gefühl für Nachbarschaft bei einigen verloren gegangen zu sein.

Nachbarschaft sollte in meinen Augen auch in gewisser Hinsicht ein soziales Netz sein. Netz als ein solches gemeint, das gewisse Dinge abfangen kann, nicht als solches, das „gefangen nimmt“.

Ich glaube, in der glücklichen Situation zu sein, in einer solchen Nachbarschaft zu leben. Was das heißt?

  • bei mindestens der Hälfte der Nachbarn hätte ich keine Hemmungen zu klingeln, wenn der Zucker alle ist (wörtlich und symbolisch gemeint)
  • das schließt gegenseitige Aktionen wie: ey, mein Telefon ist gerade hin, der Anbieter bockt, kann ich mal bei euch / ihnen ins W-Lan
  • wenn jemand länger krank ist, dann wird mal eine Tüte Milch mit eingekauft
  • wenn jemand in Urlaub ist, gießt man gegenseitig Blumen
  • der mit Auto übernimmt dann auch schon mal eine Baumarkttour für den ohne Auto und wird „in Naturalien bezahlt“ (Kuchen, Wein, etc.)

Das schließt dann aber auch irgendwie ein, dass man mitbekommt, wenn es dem anderen nicht gut geht. Dazu gehört dann auch, dass man sich dann mal mit einem Glas Wein in den Hof setzt oder ihn / sie zu einem Kaffee hinein bittet. Ebenfalls gehört dazu, dass ein Kind hier nicht vor der Tür steht, alle Kinder, die hier im Block leben (das sind round about 20 Wohnungen in mehreren Häusern) wissen, wo sie klingeln können.

All dies funktioniert, ohne dass man sich gegenseitig zu nahe tritt. Also nix mit Spion gucken: Bähh… wann ist der / die wieder nach Haus gekommen oder mit wer war über Nacht zu Besuch. (Einschränkung: ein Exemplar von der Sorte haben wir noch, nur hat die niemanden mehr, mit dem sie tratschen kann, seit no. 2 von der Sorte vor 3 Jahren ausgezogen ist :smiley:) All dies funktioniert auch deshalb, weil man dem anderen seinen Lebenswandel lässt! (Vorgelebt übrigens von der Vermieterin, die am Klima hier maßgeblich mit dreht.)

Ich behaupte mal schlicht und ergreifend: Bei uns würde eine solche Situation, wie sie hier beschrieben wird, nicht auftreten. Weil die meisten hier sie wesentlich besser einschätzen könnten. Hier tritt man nicht erst auf den Nachbarn zu, wenn es zu spät ist.

Das bedeutet: Jeder „Neue“ der hier hinkommt, wird sofort zumindest mal gegrüßt, sobald man sich begegnet. Meist ergibt sich daraus dann auch direkt der erste Smalltalk. Wer nicht will, der will nicht. Mit dieser offenen, aber nicht Krakenhaften, inspizierenden Art wüsste ich sofort gleich mehrere Nachbarn, die in so einem Fall die Kontaktaufnahme „intensivieren“ würden. Man kann auch Gelegenheiten suchen, mal mit jemandem ins Gespräch zu kommen, um Hilfe anzubieten etc. Erst wenn das nicht funktioniert, kann man über andere Dinge nachdenken. (Es sei denn, es gibt wirklich akuten Handlungsbedarf.)

Umgekehrt glaube ich, dass es hier den gleichen Leuten sauer aufstoßen würde, wenn jemand in so einem Fall direkt die Obrigkeit rufen würde, wenn Verdacht besteht.

Sicher ist es besser, die Behörden zu informieren, bevor man gar nichts macht. Noch besser ist es aber, sich selbst ein wenig in die Pflicht zu nehmen - und sei es nur, weil man es umgekehrt vielleicht auch nicht schlecht finden würde, wenn man in seiner Nachbarschaft nicht so völlig anonym ist.

LG Petra

Du hast ja toll viel von deiner Umgebung erzählt nur auf die Frage
bist du nicht eingegangen. Hier bei uns geht es auch anders aber was
hilft dies dem Fragesteller?

Was soll er denn nun machen?

Gruß
Stefan

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Hallo Stefan,

unter anderem wegen deiner Beiträge hatte ich das geschrieben. Es ist weder Sherlock Holmes noch Spitzelei, wenn man mit seinen Nachbarn im Kontakt ist. Wenn man mal nachfragt. Wobei man noch nicht mal klopfen muss - siehe mein Beitrag.

Ich schließe mich der Meinung anderer hier an:

Hier hat jemand offenbar in der Vergangenheit Null Interesse an seinen Nachbarn gezeigt, wenn dann nur negativ, weil der UP ja ganz offenbar diese Nachbarn schon in eine negative Schublade gesteckt hat. Wenn mir mit solchen Worten, wie das hier vom UP getan wird, eine solche Situation geschildert wird, dann bin ich erst einmal sehr vorsichtig. Wer, wie der UP, eine deutlich gefärbte (in dem Fall schwarz gefärbte) Brille auf hat, interpretiert bestimmte Sachen gerne so, wie er es sehen will. Mit ist beispielsweise aufgrund bestimmter Formulierungen auch nicht klar, ob die Motivation die Sorge um das Kind ist oder nicht eher die Sorge um die eigene Ruhe.

Was ich mit meinem Beitrag zum Ausdruck bringen wollte: Wenn man in einer gescheiten Nachbarschaft lebt, in der man immer und von Anfang an seine Nachbarn nicht als anonyme Wesen betrachtet, dann passiert so eine Kontaktblockade gar nicht erst. Dann wüsste man, wie man mit seinen Nachbarn in Kontakt kommt, um einschätzen zu können, wie die Situation ist.

Und jetzt kommt das Spannende daran: Nicht mit der Motivation, Futter für eine Anzeige bei einer Behörde zu bekommen, sondern um ZU HELFEN!

Aber ganz offensichtlich ist das auch etwas, was du dir auch nicht vorstellen kannst. Genau wie der UP es offenbar nicht kann. Irgendwo viel hier mal das Wörtchen Zivilcourage. Die besteht nicht darin, irgendwelche Behörden einzuschalten, sondern die besteht darin, auch selbst Verantwortung im gesellschaftlichen Miteinander zu übernehmen…

LG Petra

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Abend Petra!

Das ist schön das es so bei euch geht aber ich kenne auch Großstädte
da kannst du das vergessen mit der Nachbarschaft. Wir wissen es
nicht. Wir wissen einzig und allein was der UP geschrieben hat und
ich vermisse immer noch deine Antwort auf seine Frage.

Was soll er jetzt machen?

Gruß
Stefan

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Dem hier…
http://www.wer-weiss-was.de/app/service/board_navi?A…

ist eigentlich nichts mehr hinzuzufügen.

Das setzt aber eine Grundhaltung voraus, die auf ehrlichem Interesse und einer ehrlichen Anteilnahme beruht. Heißt im Klartext: erst einmal Schalter innerlich umlegen.

Wer mit der Grundeinstellung, die im Text des UP mitschwingt, an den Nachbarn direkt rantritt, der ist im günstigen Fall Else Kling. Wer aber mit dieser Einstellung an die Behörden tritt, ist Denunziant. Übrigens völlig unabhängig davon, was sich nachher rausstellt. Ob eine Anzeige eine Denunziation ist oder nur eine Anzeige, hängt nicht von der Tat ab, die angezeigt wird, sondern von der Motivation des Anzeigenden!

Insofern ausdrücklich noch einmal in Ergänzung zu dem, was Finjen geschrieben hat: Erst einmal die Einstellung zu den Nachbarn ändern. Dann handeln.

LG Petra

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Übrigens: Ich wohne in der größten Stadt Deutschlands. Nachbarschaft hat mit der Größe der Stadt nichts zu tun, sondern mit der Einstellung der Leute. Da kann jeder selbst ganz aktiv tätig werden und braucht nicht auf andere zu warten! Nachbarschaft ist nichts, was man vorgesetzt bekommt, sondern was man selber mitgestaltet… (blöd, wenn es da was gibt, was man nicht auf andere schieben kann)

LG Petra

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Hallo,

Doch ist es, was denn sonst. Man heuchelt irgendetwas vor um
Informationen über die Befindlichkeit des Kindes zu ergattern.

WENN es geheuchelt wäre, es ging aber darum sich um Nachbarn zu kümmern. Deutlicher als zuvor kann ich es nicht schreiben.
Nirgends habe ich (oder Finjen von Heucheln geschrieben). Das liest du (böswillig?) hinein.

Hast du den OP gelesen?
„Die Schreie klingen teilweise so markerschütternd, dass es
einen tief im Herzen trifft, manchmal habe ich das
erschreckende Gefühl jetzt stirbt es, so furchtbar klagend
klingen diese „Hilferufe“.“

Er schreibt aber auch ,dass er die Nachbarn sowieso nie mag, dass er das Kind eigentlich nie sieht und auch sonst keine Ahnung über die Leute hat.
Ich könnte dir also genau die gleiche Frage stellen.

Nein das ist schon was gänzlich anderes. Der OP fragt was soll
er machen, obiges ist passiert.
PS: Weißt du eigentlich was ein Blockwart ist und war, findest
du den
Vergleich angebracht bei jemanden der sich Sorgen macht und
helfen
möchte?

Ich habe dir nur im gleichen Ton geantwortet, den du angeschlagen hast.
Ja, ich weiß, was ein Blockwart war.

Elke

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Dem hier…
http://www.wer-weiss-was.de/app/service/board_navi?A…
ist eigentlich nichts mehr hinzuzufügen.

Hallo Petra,
verstehe ich die Ironie nicht, oder ist der Link nur falsch?
Grüße
Ulf

ot
Hi Ulf,

Du im Eltern-Kind-Brett?!?

Hast Du Dich verirrt oder habe ich Dich mit dem Impf-Thread kürzlich angefixt?

Nächtliche Grüße

=^…^=

Du im Eltern-Kind-Brett?!?

Hallo =^…^=,
alles Querschläger. Habe gerade auch als Atheist im Religionsbrett geantwortet.
Grüße
Ulf

Hallo Ulf,

Habe gerade auch als Atheist im Religionsbrett geantwortet.

oh, das mache ich auch öfter mal… ;o)

So - jetzt aber gute Nacht!

=^…^=

Arghh!

verstehe ich die Ironie nicht, oder ist der Link nur falsch?

Hallo Ulf,

sonst der Ironie durchaus mächtig hab ich mich hier eindeutig mit dem Link verhauen :smiley:

Und nun der richtige, getestet und für gut befunden :wink:

/t/verdacht-auf-kindesmisshandlung-was-kann-ich-tun/…

LG Petra

Lies doch bitte nochmal in Ruhe, danke
Hallo Stefan,
zum Thema „Sherlock Holmes und Selbstermittlungspostings“.
Bitte lies doch noch einmal in Ruhe meine ganze Antwort auf Scheriff, der fragte:
„Was kann man tun?“
Ich habe ihm mehrere Möglichkeiten aufgezeigt und es ging da an keiner Stelle um Heucheln von Interesse.
Der UP wurde im Sinne seiner Wortwahl ernst genommen und ich habe ihm Gedankenanstöße versucht zu geben und Handlungsmöglichkeiten aufgezeigt.
Schade, dass Du das so nicht lesen konntest.

Aber dass es Menschen gibt, die überhaupt nicht auf die Idee kommen, dass wenn da steht „Ehrlich Interesse zeigen“ es auch genau so gemeint sein könnte, finde ich schon bemerkenswert.

Aus meiner Sicht geht es auf Dauer nur so: aneinander Anteil nehmen, sich unterstützen, nicht nebeneinander herleben.
Funktioniert das nicht:
Augenblicklich andere Hilfen oder Kontrollorgane einschalten.
Grüße,
Finjen

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