Verdacht auf Paniksydrom

Hallo,

ich hatte vor paar Monaten hier mal ein Beitrag verfasst ( /t/merkwuerdige-gefuehle-in-der-herz-lungen-gegend/4…

Der Arzt stellte mich vor die Wahl entweder verschreibt er mir Betablocker oder ich gehe zum Psychiater.
Da ich der Meinung bin, dass die Betablocker die Symptome vielleicht komplett unterdrücken aber die Ursache deshalb ja noch nicht geklärt oder beseitigt ist, habe ich mich für den Psychiater entschieden.

Nun habe ich ein Überweisungschein mit dem Vermerk „Psychiatrie“ bekommen. Der Arzt hat mir daraufhin einen Psychiater empfohlen, bei dem ich mich melden möchte.

Im Internet habe ich mich im Internet mal ein bisschen schlau gemacht. Da wird erzählt, dass der Psychiater weniger mit den Leuten redet sondern eher für die Medikamente zuständig ist. Das ist aber eigentlich weniger was ich wollte. Oder muss ich erstmal zum Psychiater und der entscheidet, ob ich zu einem Psychologen gehe?

Mein Arzt sagte mir ebenso, dass die Krankenkasse die Kosten übernimmt. Im Internet habe ich aber gelesen, dass mein Hausarzt einen Schein mit Kostenübernahme (oder so ähnlich) hätte ausfüllen müssen. Den habe ich aber nicht.

Irgendwie sehe ich nicht mehr so ganz durch.

Weiß jemand Rat?

Vanessa

Hello Vanessa,

es ist spät, deshalb habe ich Deinen älteren Beitrag nicht gelesen, möchte aber trotzdem eine kurze Antwort schreiben:

zunächst einmal finde ich es gut, daß Du Dich entschieden hast, die tieferliegenden Ursachen Deiner Beschwerden anzugehen.

Zum Thema Psychiatrie findest Du im Internet sicher viele und zum Grossteil negative Beiträge. Psychiater sind Fachärzte (Psychologen sind keine Ärzte) und verschreiben deshalb natürlich auch Medikamente. Besonders in der akuten Phase einer Erkrankung ist das oft nicht vermeidbar. Viele Psychiater sind aber gleichzeitig in Psychotherapie qualifiziert und führen damit auch nicht medikamentöse Behandlungen durch.

Dein Arzt hat Dir ja schon einen Psychiater empfohlen, Du kannst aber auch selbst einen aussuchen. Er wird die Therapie auf jeden Fall mit Dir besprechen und auch Vor- und Nachteile erklären können, einschließlich der Kostenübernahme durch Deine Krankenkasse.

Viele Grüsse,
Dom

hi,

di kannst direkt zu einem psychologen gehen, nimm nur die krankenkassenkarte mit. wenn dein arzt dir nichts mitgegeben hat, kannst du es entweder nachreichen oder, wenn nicht, musst du höchstens 10 euro bezahlen. wenn also die fahrtkosten zu deinem arzt teurer sind als 10 €, fahre direkt zum psychologen.

beim unterschied psychiater/psychologe sollte man wirklich wissen, dass psychiater als ärzte in einer praxis mit etwas anders gelagerten aufgaben arbeiten. das bedeutet, sie leben in erster linie nicht von psychotherapien, die über 25 oder 50 termine gehen (á 50 min), sondern von einem ärzte-typischen wartezimmer-wesen im 10 min-takt. ausnahmen bestätigen die regel.

wenn dir nach reden und aufarbeiten ist, suche dir eine/n psychologische/n psychotherapeuten/-in.

übrigens ist die gleichzeitige behandlung mit einem medikament und mit psychotherapie ÜBERHAUPT kein widerspruch. was spricht denn dagegen, sich körperlich mit einem medikament und seelisch mit gesprächen helfen zu lassen? das ist vom zusammenarbeiten der im gesundheitssystem arbeitenden sogar so vorgesehen. das bedeutet für mich, dass ich als psychotherapeut immer auch eine abklärung medizinischer aspekte durch einen arzt veranlassen MUSS, bevor ich eine psychotherapie beginne. ich soll auch mit den ärzten meiner patienten zusammenarbeiten (wenn mir die patienten dazu datenschutzmässig die erlaubnis geben). oft werden betablocker oder andere medikamente eingenommen UND eine psychotherapie begonnen. wenn man allerdings auf das medikament verzichten kann, ist es gut so. meistens kann man nach der psychotherapie drauf verzichten oder weniger davon nehmen, je nach krankheit.

Hi Vanessa

Da wird erzählt, dass der Psychiater weniger mit den
Leuten redet sondern eher für die Medikamente zuständig ist.

Die Leute erzählen viel, wenn der Tag lang ist. :wink:
Früher traf das zu, heute gibt es ja durch die Neuordnung der Fachärzte den Facharzt für Psychiatrie u n d Psychotherapie sowie den Facharzt für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie. Beide sind normalerweise in der Lage, dir sowohl mit therapeutischen Gesprächen als auch mit unterstützender Medikation zu helfen.
Gruß,
Branden

Hallo Vanessa…

Dein letzter Satz, auch Dein letzter Beitrag dazu, hat mich sehr sehr an mich erinnert. Deshalb wollt ich auch mal was dazu schreiben, von dem ich ausgehe, hoffe, es „kann“ Dir helfen…

Wenn ich vor einem Problem stehe, ob nun körperlicher/geistiger/gesellschaftlicher Natur, denke ich an Goethe, hört sich jetz doof an, aaaaber ich zitier mal ein teil aus einem seiner Gedichte. Der Mann war/ist Gut…

„…
Nur der Mensch allein vermag das Unmögliche.
Er unterscheidet,
wählet und richtet.
Er kann dem Augenblich dauer verleihen.
…“

Damit möchte ich zum Audruck bringen, Du kannst/musst in Dich reinhören und nach dem Problem suchen. Dazu braucht man etwas Zeit und Ruhe.

Denn wenn es nicht Deinem Körper entspringt, kann es ja eigentlich nur noch aus dem Kopf kommen. Aber da entsteht es halt nicht allein, sondern unter einer enormen Anzahl von Reizen auf Deine komplette Nerven"Welt".

Aber die wird ja vom „Oberstübchen“ befeuert. Wenn Du es aber nicht allein schaffst, musst Du dir „natürlich“ Hilfe holen. Allerdings kostet es verdammt viel Zeit einem Therapeuten Dein Innerstes zu offenbaren, denn, das ist NÖTIG um ein inneres Problem ausfindig zu machen und es erfolgreich zu behandeln.

Mir haben da immer, meine Mutter, mein Vater oder sehr sehr engstehende „Freunde“ geholfen. Allerdings einzeln.
Aus einem Grund wie ich feststellen konnte.

Diese Leute „kennen“ mich und haben auch oftmals verschiedene Ansichten von mir. Was ja schonmal n ziemlicher Hammer ist. Da kann man sehen welchen Eindruck man auf verschiedene Menschen hat:wink:

Nu zur Auflösung…ich denke anschließend „QUER“ und konnte mich auf diesem Weg immer selbst heilen. Und den Praxistest, gibts gratis dazu, wenn man sich den Leuten wieder stellt und mit ihne darüber spricht, was man getan hat, und was nicht, und was bei raus gekommen ist…

Hoffe konnt da ein bissl helfen…

„nichts ist wie es scheint“

XX

Ist es ausgeschlossen, daß Magen-Darm-Blähungen ursächlich sind?

LG

Gitta

Ist es ausgeschlossen, daß Magen-Darm-Blähungen ursächlich
sind?

Hallo!

Weiß nicht genau. Ich glaube nicht, dass solch ein Test gemacht wurde. Wie hätte man das ausschließen können? Wie könnte das im Zusammenhang mit meinen Problemen stehen?

Vanessa

Chronische Blähungen ist, wenn Du innerlich schäumst. Das drückt aufs Herz.
Probier mal Lefax Kautabletten. Rezeptfrei. Harmlos.
Gleich drei Tabletten essen. Kann sein, dann kommt das große Rülpsen und Erleichterung. Ist eine Chance.

LG

Gitta

Ich vergaß zu sagen, eine Untersuchungsmethode ist das Abklopfen/Abhören vorne unterhalb des Brustkorbs.