Verderben von geöffneter Milch verhindern?

Hallo,
ob normale oder H-Milch: Wenn die Verpackung geöffnet wurde ist sie nicht mehr lange genießbar.

Könnte man dem Abhilfe verschaffen indem die Verpackung mit einem Ventil versehen wird, so dass die Milch durch Drücken der Packung zwar hinaus aber keine Luft hinein kommen kann?

Gruß und Dank
Desperado

Wie wäre es mit einfrieren:

https://www.oekotest.de/essen-trinken/Milch-einfrieren-So-bleibt-Milch-lange-haltbar_11630_1.html#:~:text=Milch%20lässt%20sich%20in%20kleinen,und%20Getreidemilch%20können%20Sie%20einfrieren.

Servus,

stimmt nicht.

H-Milch kann man auch geöffnet mühelos eine Woche im Kühlschrank stehen lassen. Zumindest dann, wenn sie einen PET-Schraubverschluss hat und nicht im angeschnittenen Tetrapack rumsteht.

Schöne Grüße

MM

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Jetzt müßte man die Definition von „nicht mehr lange“ kennen um zu wissen wer recht hat :slight_smile:

Ich frage mich, wieso es im Jahr 2021 immer noch nicht funktioniert eine Verpackung zu konstruieren bei der nur Milch nach außen aber keine Luft nach innen kommen kann - dann dürfte es bei H-Milch und anderen Lebensmitteln bei der Haltbarkeit keinen Unterschied mehr machen ob die Packung geöffnet wurde. Somit könnte man Lebensmittelverschwendung vermeiden.

Die gibt es. Nennt sich Schlauchverpackung.
Ist aber unbeliebt, weil sie sich nicht hinstellen lässt, weniger stabil und unbequemer in der Handhabung ist als ein Tetrapack.

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Da kommt aber auch nur so lange keine Luft hinein, wie der Schlauch geschlossen ist, das hast du bei TetraPak ebenso. :stuck_out_tongue: Zumindest bei Schlauchverpackungen, die mir begegnet sind.

Ich hab Milch lange nicht mehr so gekauft. Die Flüssigwaschmittelpackungen haben einen Plastikeinsatz mit Schraubverschluß als Ausgießer in der Ecke, da funktioniert das tatsächlich. Inhalt raus, keine Luft rein.

Es gibt solche Entnahmesysteme für Wein, Mayoniase und Ketchup.
Beim Wein nennt sich das „bag in box“ und ist ein Kunststoffbeutel in einem Pappkarton.
Für Mayo und Ketchup sind es ebenfalls Kunststoffbeutel, dann aber für spezielle Dispenser.

Im Gastrobereich gibt es wohl auch Milch als „bag in box“:
https://www.frischli.de/produkte/index.htm?showrange=73206&showproduct=73097

Es ist eine Frage des Aufwands und des Bedarfs. H-Milch im Kühlschrank hält locker eine Woche (wenn man sich die Ausgießöffnung nicht gerade an den Mund setzt).
Für einen Bedarf unter 0,14 l am Tag gibt es ja auch 0,5 l Packungen.

Hi,

Wenn der Schlauch weich ist undman den Boden hochhalten, kommt keine Luft rein. Unlösbar dürfte das Problem sein, das Ding zu verschließen, ohne Luft mit einzuschließen und vor allem es dann abzustellen.
mich interessiert auch viel mehr, was für ihn „nicht mehr lange“ ist und welche Milch er kauft, ob er umfüllt etc.

Die Franzi

Das meine ich ja.

Offensichtlich etwas anderes als für @Aprilfisch (bzw. wohl länger als eine Woche):

:wink:

und erreichen, dass die Verpackung im Zweifelsfall ein mehrfaches des Inhalts kostet. Wofür denn das?

Solche Ventile sind, wie man an den von @X_Strom genannten Bag-in-Box-Systemen sehen kann, ab Größenordnungen von 3 L Wein, 5 L Saft und 10 L Milch interessant.

Schöne Grüße

MM

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Hi,

Das geht auch mit normaler „länger haltbarer“ Milch. Bin schon öfter für zwei Wochen in Urlaub gefahren und ließ eine geöffnete Packung im Kühlschrank zurück. Die Milch schmeckte vielleicht nicht mehr ganz wie neu gekauft, war aber immer noch trinkbar.

Gruß T

Diese Verpackung gibt es.

Hemme Milchtüten.


Die Beutel bilden einen Unterdruck, durch den sich der Beutel nicht nur selbst verschließt, sondern das Ganze auch unter (beinahe) Luftabschluss. Da der Griff mit Luft gefüllt eine Steifigkeit herstellt, fällt die gesamte Tüte über den Verbrauch bis zum letzten Tropfen nicht um.

Wir trinken seit Jahren nichts anderes. Selbst, wenn nur die Milch zum Kaffee benutzt wird und damit weniger als 100 ml am Tag entnommen werden, verdirbt nichts. 7-10 Tage nach Öffnen und damit auch nach Haltbarkeitsdatum tritt kein Verderb auf. Seit wir diese Milch und diese Beutel nutzen, haben wir keine Milch mehr aus angebrochenen Tüten wegkippen müssen. Das klappt so gut, dass die Milch selbst dann nicht sofort umkippt, nur weil sie mal draußen stehengelassen wurde.

Es ist ein weit verbreiteter Irrtum, dass H-Milch auch geöffnet länger haltbar ist. Dem ist nicht so. Tatsächlich ist H-Milch sogar eher kürzer haltbar. Der springende Punkt ist, dass man den Verderb von H-Milch erst später mitbekommt. Diese schmeckt dann nicht sauer, sondern eher leicht bitter. Das bekommen viele nicht mit. Die längere Haltbarkeit auch bei Raumtemperatur gilt nur für den ungeöffneten Beutel.

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In meinem Kühlschrank ist „traditionell“ pasteurisierte Milch (Glasflasche) nach knapp einer Woche nicht mehr ohne Ausflocken mit Kaffee mischbar, während H-Milch ungefähr zehn Tage braucht, bis dieser Effekt eintritt. Deutliche Veränderung des Geschmacks kommt dann (wenig) später.

Beide Verpackungen stehen verschlossen, aber die beim Ausgießen zugetretene Luft ist da eben drinne.

Schöne Grüße

MM

Du hast selbstverständlich völlig Recht. Wissenschaft bei Selfdoing. Daher ist es auch überflüssig, Links zur Kenntnis zu nehmen.

Wenn H-Milch beginnt auszuflocken, ist sie bereits völlig verdorben. Wenn du das mit der Geschmacksänderung nicht merkst, liegt das an deinen Geschmacksknospen. Das merkt man aber im Zweifel bereits daran, dass jemand mit intakten Knospen keine H-Milch trinken würde.

Zur Tüte: Da tritt eben keine Milch zu! Wie soll sie das auch tun? Dort, wo die Milch rauskommt, ist es zu - solange keine Milch fließt. Das weiß man, wenn man den Beutel in Theorie und Praxis kennt.

Last not least: Die Hemme-Milch ist echte Frischmilch, also nur pasteurisiert ohne ESL oder so ein Quatsch.

Deinetwegen habe ich mir jetzt sogar mal die Mühe gemacht, das genauer greifbar zu machen:
Die aktuell verwendete Tüte wiegt noch 350 g. Da die Tüte selbst fast nichts wiegt, werden also etwa noch 300 ml drin sein. Die Tüte ist 23 cm hoch. Sie ist in den oberen 17 cm (bis auf den Griff) platter als eine Flunder. Da ist nix, keine Luft. OK, für den Begriff Vakuum wird es nicht ganz reichen, da unmittelbar oberhalb der Milch wenig Luft steht - was wohl nicht anders geht, weil das Material ja nun doch eine Reststeifigkeit besitzt. Das macht aber deutlich weniger aus als 1 cm. Durch den ganz normalen Gebrauch! Da braucht man nichts rauszudrücken.

Das ist bei der Glasflasche und auch im verschlossenen Tetrapack schlicht anders. Das Material zieht sich nicht zusammen und es kommt mit Entnahme der Milch immer das gleiche Volumen an Luft hinzu. Ergo kann das schneller verderben.

Jo, jo.

Soweit Deine Wissenschaft…

Du könntest vielleicht mal bei Selfdoing den pH-Wert von Kaffee bestimmen und Dir dann überlegen, warum ich ausgerechnet das Verhalten von Milch in Kaffee als Kriterium benannt habe.

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Schön, dass du zum Rest nichts sagst. Da fällt wohl selbst dir nichts Fundiertes mehr zu ein.

Zum Geschmack: Dass H-Milch geschmackliche Beinoten hat, ist wissenschaftlich nun wirklich erwiesen. Dass das Ganze auch ökonomische Konsequenzen hat, sieht man daran, dass die Unternehmen ein Heidengeld investiert haben, in Haltbarkeitsverfahren, die ohne Beigeschmack auskommen. Bei ESL und Co wurden massive Marketinggeschütze aufgefahren, um zu belegen, dass das eigene Verfahren keine derartigen Einbußen gibt. Was soll der Quatsch?

Ach - den Effekt hier?
http://www.schattenblick.de/infopool/natur/chemie/chera336.html

Hat alles aber nichts mit deiner obigen Behauptung zu tun!

Ebent.

Gefragt war ja anompfirsich keineswegs nach den Nachteilen von ESL und Co im Vergleich zu pasteurisierter Milch, sondern nach einer Verpackung für Milch, in die beim Ausgießen keine Luft eintritt.

Und im Zusammenhang mit dieser Frage wurde festgestellt, Milch sei nach dem Öffnen der Verpackung „nicht mehr lange“ genießbar.

Und mit etwas Geduld ließ sich erarbeiten, dass „nicht mehr lange“ ungefähr eine Woche ist.

Und Tschüs

MM