mir fiel heute morgen wieder etwas ein, was schon seit längerer Zeit ein immer wiederkehrender Quell der Freude in unserem Freundeskreis ist.
Wir haben es uns so angewöhnt, bewußt veraltete und überholte Worte zu verwenden. Die sind manchmal sooo viel schöner als die neuen. Und seit längerem sagen wir immer wieder „Irgendwann gründen wir einen Verein“. Selbiger (auch so ein schönes Wort!) hätte dann obigen Titel.
Meine Frage jetzt: Was sind denn so Eure Lieblingsworte aus dem nicht (mehr) ganz so gebräuchlichen Sprachschatz? Wenn ich den ein oder anderen so lese, bin ich mir sicher, Ihr habt solche.
Zur Einstimmung mal einige, die mir spontan einfallen:
Jaaa, das kann ich gut nachfühlen. Zwar habe ich einige Worte, die ich gern benütze, in deiner Liste wiedergefunden, aber ganz spontan fiel mir nur eines ein, welches ich häufig verwende und von daher vermisse:
Daheim. Ich sage viel lieber: „Ich gehe heim“, „ich bin daheim“ o.ä. als „Ich bin zu Hause“
Dero Nike … Sintemalen Euer Gnaden Frage zu beantworten mir denn obliege , erdreistet und erkühnt sich hiermit der Verfasser höchst untertänigst einer ebensolchen. Wollet die Huldwalten lassen, meinen gar unzulänglichen Ausführungen eine wohlwollende Prüfung anzugedeihen , und die Gewährung eines Sternchens zum Zwecke der Belobigung in Deromilde Erwägung zu ziehen, verbliebe hochachtungsvollst
Euer ergebener Diener
kw
Wir haben es uns so angewöhnt, bewußt veraltete und überholte
Worte zu verwenden. Die sind manchmal sooo viel schöner als
die neuen. Und seit längerem sagen wir immer wieder
„Irgendwann gründen wir einen Verein“. Selbiger (auch so ein
schönes Wort!) hätte dann obigen Titel.
Gibt es für sowas nicht schon den Verein zur Wahrung der deutschen Sprache? Wendet Euch doch mal an die, so ganz falsch dürftet ihr mit eurem Anliegen dort nicht sein.
Falls du zufällig auch politisch interessiert bist, könnte ich dir sogar eine Internet-Adresse nennen, wo man nicht nur über Politik diskutieren kann, sondern wo es genau sowas schon gibt. Man kann dort Schutzpatron eines alten Wortes werden!
Ich selbst bin dort allerdings kein Mitglied.
Ich fragte letztens meine Freundin: ‚Ist das Sommers wie Winters so?‘ und sie lachte und meinte, man würde mir anmerken, dass ich viel lese, sonst würde das so kaum jemand noch sagen.
eine schöne veraltete Antwort erhielt ich einst von einem Langzeitstudenten auf die Frage: Hat denn der Kellner meine Bestellung nicht aufgenommen?
„Er hat, allein - er vergaß!“
Dann kenne ich noch ein Büchlein, das man vielleicht auf Vereinskosten anschaffen sollte:
Kleines Lexikon untergegangener Wörter, herausgegeben von Nabil Osman in der Beck´schen Reihe. I S B N 3-406-34079-2.
Zu „deucht“ fällt mir gleich der Satz ein: „Mich d ünkt d es ge d achtest d u schon!“
Noch etwa ne halbe Stunde, dann bin ich fertig mit der Hausaufgabe.
Gruß Fritz
vor langer Zeit war hier im Brett Michael Mühlenhort ein recht aktiver Fragenbeantworter. Mal sehen, ob er sich hier meldet. Warum ich das gerade jetzt schreibe, wo Du einen Altenwortschatzverein gründen willst? Schau mal da:
Es sei!
Es sei Dein, das Sternchen!
Wobei mir auffällt, daß ich einige dieser Wort noch nicht einmal für veraltet halte. Wohl ob der Tatsache *g*, daß ich sie so oft gebrauche. Bei einigen meiner oben erwähnten Worte fällt mir die Unüblichkeit auch nur auf, weil manche Menschen verwirrt schauen, wenn ich sie verwende.
Mir ist noch ein wundervolles Wort eingefallen: darob!
Liebe Grüße, Nike
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
OHJA, „allein“ im Sinne von jedoch! Das benutzen wir im Freundeskreis sehr oft. Ein so schönes Wort!
Dann kenne ich noch ein Büchlein, das man vielleicht auf
Vereinskosten anschaffen sollte:
Kleines Lexikon untergegangener Wörter, herausgegeben von
Nabil Osman in der Beck´schen Reihe. ISBN:3406340792 Buch anschauen.
Wird man. Bereits bestellt!
Zu „deucht“ fällt mir gleich der Satz ein: „Mich d ünkt d es ge d achtest d u schon!“
Oooh… *seufz*. Du glaubst gar nicht, wie viel Freude mir dergleichen macht.
gleich (im genitiven gebrauch: Gleich einem Kinde)
Oh, holde Maid, hier seid Ihr aber gar heftiglich gestrauchelt!
Deucht mir doch, es handele sich um dem Dativ …
Unter Entbietung allerunterthänigster Hochachtung
Bolo
als ich deine liste gelesen habe vielen mir sofort die
bücher vom „Herr der Ringe“ ein, da ich es gerade lese.
leider scheine ich gerade ein black-out zu haben aber
gerade was wörter wie
fürwahr
obdenn
alsnicht u.ä.
tauchen im ringherren mehr als haufenweise auf.
also, die bücher besorgen, irgendeine seite aufschlagen
und staunen über wunderschöne wörter die man sonst nicht
mehr höhrt…
Hilft besonders beim Schreiben emotionsgeladener Antwortpostings, die man am liebsten mit
DU KRUMMGEBOHRTES ******** (Kraftausdruck, nicht jugendfrei)
beginnen möchte…
Dann kenne ich noch ein Büchlein, das man vielleicht auf
Vereinskosten anschaffen sollte:
Kleines Lexikon untergegangener Wörter, herausgegeben von
Nabil Osman in der Beck´schen Reihe. I S B N 3-406-34079-2.
Ist sehr zu empfehlen, zumal er einige andere Werke zitiert, die auch lesenswert sind. Der Autor ist übrigens Ägypter und das Buch seine Doktorarbeit (Germanistik)
Hilft besonders beim Schreiben emotionsgeladener
Antwortpostings, die man am liebsten mit
DU KRUMMGEBOHRTES ******** (Kraftausdruck, nicht jugendfrei)
beginnen möchte…
Was ich mich jetzt frage: Hilft es, Dir das selbst zu sagen, oder hilft es in der Anrede an das krummgebohrte [PEEEP]?