Nicht immer, aber immer öfter entdecke ich auf Verbandsmaterialverpackungen Verfalldaten.
Leider konnte mir auch eine Apothekerin keine genaue Auskunft darüber geben, was an einem Verband verfallen solle. Sie vermutete, es läge an der Beschaffenheit des Materials, aber ich könne es dieses Jahr nach wie vor gebrauchen (verfallen Mitte 2000).
Bei Pflastern hiess es, es gehe um die Klebefähigkeit.
Was stimmt nun, was verfällt _genau_ bei Verbänden und bei Pflastern?
daß es eine Apothekerin nicht weiß… *kopfschüttel*
Die Verpflichtung, ein Verfallsdatum anzugeben, hängt lediglich davon ab, ob die Verbandsmittel nach dem Arzneimittelgesetz oder nach dem Medizinproduktionsgesetz hergestellt wurden. Bei den Letzteren muß nämlich überhaupt kein Verfallsdatum angegeben werden.
Grunsätzlich gehört allerdings Verbandsmittel, das als ‚steril‘ deklariert werde, bei beschädigter Verpackung auf den Müll. Außerdem gibt es Verpackungen, die mit der Zeit porös und der Inhalt damit unsteril wird. Auch das gehört auf den Müll.
Wenn die Verpackung unbeschädigt ist, kannst Du sämtliche Verbandsmittel durchaus auch noch über das Verfallsdatum hinaus verwenden.
Ich spreche jetzt natürlich vom Privatgebrauch und nicht über die Verwendung im OP.
Hallo Daniel,
es handelt sich meist um steril verpackte materialien. mach dem Datum ist die Keimfreiheit nicht mehr gewährleistet. D.h. wenn du bei einem Notfall Materialien verwendest, bei denen das Verfallsdatum abgelaufen ist und der Verunglückte daraus resultierend gesundheitliche Probleme bekommt kannst du dafür Verantwortlich gemacht werden.
Gruß
Manfred
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Die Verpflichtung, ein Verfallsdatum anzugeben, hängt
lediglich davon ab, ob die Verbandsmittel nach dem
Arzneimittelgesetz oder nach dem Medizinproduktionsgesetz
hergestellt wurden. Bei den Letzteren muß nämlich überhaupt
kein Verfallsdatum angegeben werden.
-snip Signature-
Es handelt sich demnach um deutsche Produkte (habe nicht auf die Marke geachtet). Weisst du, oder sonst eine Leserin bzw. ein Leser, wie sich das in der Schweiz verhält?