Hallo,
hier meine Frage: Leidet man unter Verfolgungswahn oder ähnlichem, wenn man denkt, dass z.B. hinter der Tür, an der man gerade vorbeiläuft, jemand steht und einem etwas antun will? Oder hat man einfach nur zu viele Horrorfilme gesehen? Interessiert mich mal.
ich bin kein Psychologe, aber ich kenne das Problem aus eigener Erfahrung.
Verfolgungswahn ist das nicht, aber es sind Ängste. Das ist in gewissem Maße normal, vor allem wenn man gerade einen Horrorfilm gesehen hat, ein unheimliches Buch gelesen oder wenn in der Nähe vor kurzem ein Verbrechen passiert ist. Problematisch könnte es werden, wenn man durch diese Ängste in seinem Leben eingeschränkt wird, z.B. nicht mehr an dieser Tür vorbeigehen kann und sich das über längere Zeit nicht bessert, sondern noch weitere Einschränkungen hinzu kommen.
Ich habe gelegentlich Angstzustände, wenn ich abends/nachts alleine in der Wohnung bin (schon als Kind), ich traue mich dann nicht aus dem Zimmer. Relativ blöd, ehrlich gesagt.
Hi Myriam,
als Kind hatte ich unheimliche Angst, wenn ich allein zu Hause war. Jetzt eigentlich nicht mehr, aber früh am Morgen oder spät abends dreh ich mich dann lieber um, wenn ich irgendwo vorbeigehe. Besonders schlimm ist das, wenn ich abends die Treppe hoch will und unten schon alles dunkel ist. Aber es hält sich bei mir in Grenzen. Oder wenn ich einen dunklen Raum betrete, gucke ich meistens vorsichtig um mich.
als Kind hatte ich unheimliche Angst, wenn ich allein zu Hause
war. Jetzt eigentlich nicht mehr, aber früh am Morgen oder
spät abends dreh ich mich dann lieber um, wenn ich irgendwo
vorbeigehe. Besonders schlimm ist das, wenn ich abends die
Treppe hoch will und unten schon alles dunkel ist.
Ja, genau so ging es mir als Kind auch und es kommt auch heute noch manchmal vor. Es kommt noch erschwerend hinzu, dass ich eine Brille trage - wenn ich nachts aufwache, habe ich sie natürlich nicht auf und es ist sehr schwer, sich klarzumachen, dass das dunkle Ding dahinten nur meine Jacke über einem Stuhl ist …
verfolgungswahn ist es dann, wenn man nicht merkt, dass die befürchtung irrational und eigentlich unbegründet ist und auch auf vericherungen und beruhigungen anderer nicht entsprechend erleichtert reagiert.
dass du überhaupt hier fragst, zeigt, dass du irrationalität einräumst, also ist es kein verfolgungswahn.
Ich dachte Du wohnst mit zwei Hunden, sind die abends/nachts
allein unterwegs?
Die Anwesenheit der Hunde hilft leider nur wenig. Ich sage mir zwar „wenn tatsächlich jemand/etwas in der Wohnung wäre, würden die Hunde zumindest irgendwie reagieren und nicht wie nasse Säcke schlafend rumliegen“, aber das reicht meist nicht, um mir das Verlassen des Zimmers zu ermöglichen.
Als ich noch Katzen hatte, war es etwas besser, weil ich mir bei beunruhigenden Geräuschen einreden konnte, dass eine der 3 Katzen das Geräusch verursacht hat.
Ursächlich für diese Ängste sind bei mir vermutlich die „Abhärtungsversuche“ meines Vaters, der mir früher immer das Flurlicht ausgemacht hat und „UAAAAAARRRRRRRRRRRRRR“ gebrüllt hat, während ich abends auf dem Weg in mein Zimmer war. Hat nicht abgehärtet …
Als ich noch Katzen hatte, war es etwas besser, weil ich mir
bei beunruhigenden Geräuschen einreden konnte, dass eine der 3
Katzen das Geräusch verursacht hat.
Vielleicht ist ja noch irgendwo im Tierheim ein kleiner Hamster der dann nachts seine „Runden dreht“?
Obwohl, das würde wahrscheinlich den Hunden nicht behagen.
Ursächlich für diese Ängste sind bei mir vermutlich die
„Abhärtungsversuche“ meines Vaters, der mir früher immer das
Flurlicht ausgemacht hat und „UAAAAAARRRRRRRRRRRRRR“ gebrüllt
hat, während ich abends auf dem Weg in mein Zimmer war. Hat
nicht abgehärtet …
Oh, das tut mir leid. Dann vielleicht doch wieder Katzen/Kater? soweit mit den Hunden zu vereinbaren. - schwierig, oder?
Liebe Grüße von mir, Momi, die früher auch ständig Angst hatte in den Keller zugehen. Und meinen Kid’s geht’s heut nicht anders.