Vergleich Motorrad vs. Auto

hallo,

ein bekannter hat mich mal genervt, sein auto wäre besser (stärker, schneller, was weiss ich) als mein krad…

ich fahre „nur“ eine CB 500 er fährt nen opel astra (kein kommentar).

nun will ich mich nicht mit ihm messen, weil ich eigentlich kein heizer bin, weiss aber von einigen „ampel-sprints“, dass ich durchaus fix weg bin.

meine frage, wie kann ich meinen 2zylinder 500ccm mit 42kw und einem leergewicht von 195kg nun vergleichen?

ich meine ich habe je kg nutzlast eine leistung von 0,215kw, rechne ich nun einen standart pkw mit 1.100kg leergewicht, müsste der ja mindestens 237kw haben und die hat er nicht, oder?

aber das wäre wohl zu einfach, oder? das haengt ja auch vom getriebe des PKW etc. ab.

wieviel kw oder pferde sollte denn der pkw minimum haben, um mich mit meiner kleinen cb zu ärgern?

ideen?

gruss vom

showbee

Hallo Showbee

es ist eigendlich nicht möglich eine Taschenrakete (Motorad) mit einem PKW zu vergleichen da unzählige faktoren immer das motorad als das bessere darstellen als da wären:

Dein eigener ansatz mit dem gewicht.
Die Drehzahlen da du mit dem krad mindestens bis 10000 U/min drehst bist du fast 1min. schneller im 6ten Gang wie er im 5ten.
das nächste ist der Fahrzeughersteller Opel und Honda Opel strebt weder nach Leistung noch nach Geschwindigkeit es ist ein auto was fährt und jemanden von a nach b bringt.
Es gibt PKW´s die es mit Taschenraketen aufnehmen können aber die sind ebenfalls aus Asien und man muss ganz schön inwestieren um einer Taschenrakete das wasser reichen zu können was da wären:

Mazda MX und RX Reihe
Honda Civic
Nissan Sylvia (Skyline)

Motorkomplettumrüstung: Ventiele bzw kompletter Steuertrackt aus Titan
Kat lose Edelstahlauspuffanlage Radnaben Kugelager aus Hitzunempfindlichem material was dann zu guter letzt eine reine leistung von ca. 500PS ausmacht und eine mehrleistung von ca 200 - 300PS mit aktivierter lachgasanlage.

MFG Silvio

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Hoi Du!!
Mit Deinem halben Liter wirst Du gegen einen guten Autofahrer ein Problem haben.
Meist sind Autos in Kurven schneller, als es die Moppeds sind. Der Grund liegt dabei weniger in der PS pro kg-Leistung - sondern einfach darin, dass die Autos numal vier Räder haben. Sie Fläche, mit der die Autos den Schub auf die Strasse bringen ist deutlich grösser als der Bierdeckel, mit dem die Moppedfahrer klarkommen müssen.
Aber ein Trost bleibt: meist sind die normalen Autofahrer sich dieser Tatsache nicht bewusst. … deshalb verbremsen uns die vorfahrenden Autos die schönsten Kurven :frowning:
Beim Beschleunigen an einer Ampel könntest Du allerdings eine Chance haben :smile:
Bleib oben und viel Spaß auf den zwei Rädern!
LG Ulli

meine frage, wie kann ich meinen 2zylinder 500ccm mit 42kw und
einem leergewicht von 195kg nun vergleichen?

Welche Frage…
Honda CB500
0-100 in… 6 Sekunden??
Opel Astra
0-100 in… je nach Motoroisierung mindestens 7,5 Sekunden. Wenn ein 90PS oder sowas ist dann 11 Sekunden.
Mit Deinem ‚Spielzeugmopped‘ :wink: halten nur wenige Autos bis 100 mit.
Starke Porsche’s, DC, Audi RS4, auch Maybach (0-100 in 6,1 Sekunden).
Aber das ist bis Temp 100, danach sieht Deine Honda kein Land mehr.

Thema Kurvengeschwindigkeit:
Da sind Autos in der Tat besser dran. Sie haben deutlich mehr Auflagefläche der Reifen als ein Motorrad. Sie haben aber auch durch das viel höhere Gewicht mit deutlich höheren Fliehkräften zu kämpfen und können ihre größere Auflagefläche nur begrenzt in höhere Kurvengeschwindigkeit umsetzen.
Zudem haben wirklich die meisten Autofahrer Angst vor diesen Fliehkräften.

Ich hab mal im Fernsehen einen Vergleich eines Audi DTM Fahrzeuges und einer Ducati aus der Superbikeserie gesehen.
Ergebnis:
Beschleunigung: Motorrad
Abbremsen: Auto (Motorrad hat nur die Fläche des Vorderrades zur Verfügung und mit Gleichgewichtsproblemen zu kämpfen!)
Kurven: Auto - wobei der DTM Audi natürlich ausgeräumt war und ein super Leistungsgewichtsverhältniss hatte.

Grüßle Jürgen

ich fahre „nur“ eine CB 500 er fährt nen opel astra (kein
kommentar).

Also ich kenne beides (Opel Astra + Motorrad (38kW))…

Beschleunigung: Kein Vergleich - da schlägt das wesentlich günstigere Leistungsgewicht des Motorrads voll durch.

Topspeed: Mit viel Geduld (und geeigneten Straßen (nicht bergauf)) kriege ich den Astra auf rund 190km/h, beim Mopped ist bei rund 160 Schluß, was angesichts der Sitzposition (Enduro) eh keine Option auf Dauer ist.

Kurvenverhalten: Theoretisch mag das Auto besser sein, nur ohne entsprechende Sitze ist das sehr ‚gewöhnungsbedürftig‘, von der eher suboptimalen Straßenlage (Starrachse hinten, vorne Neigung zum Untersteuern) gar nicht zu reden.

Bremsen: Da gewinnt das Auto - dank ABS kann man ja „voll reinsteigen“.

LG
Stuffi

Topspeed: Mit viel Geduld (und geeigneten Straßen (nicht
bergauf)) kriege ich den Astra auf rund 190km/h, beim Mopped
ist bei rund 160 Schluß, was angesichts der Sitzposition
(Enduro) eh keine Option auf Dauer ist.

hi,

wenn ich mich hinter dem tacho verstecke :smile: dann sind
auch 180 drinn… allerdings dauerts wohl so ca.
5-10sek. von 150 auf 180 selbst auf gerader autobahn :frowning:

aber dafür nur 500ccm, naktrad und sehr robust.

danke & gruss

showbee

Also ich kenne beides (Opel Astra + Motorrad (38kW))…

Beschleunigung: Kein Vergleich - da schlägt das wesentlich
günstigere Leistungsgewicht des Motorrads voll durch.

Ja, aber wie geschrieben, nur bis 100 km/h. Dann kommt das Auto gnadenlos.

Kurvenverhalten: Theoretisch mag das Auto besser sein, nur
ohne entsprechende Sitze ist das sehr ‚gewöhnungsbedürftig‘,
von der eher suboptimalen Straßenlage (Starrachse hinten,
vorne Neigung zum Untersteuern) gar nicht zu reden.

Seit wann hat ein Opel Astra Starrachse hinten? Ich glaube nicht das man in Deutschland, abgesehen von ein paar US Autos und Busse/ Lieferwagen in den letzten 20 Jahren Autos mit Starrachse gebaut hat.

Bremsen: Da gewinnt das Auto - dank ABS kann man ja „voll
reinsteigen“.

Ja klar, nur beim Auto schieben 1,2 Tonnen. Beim Motorrad ‚nur‘ 300kg. und das ist auch ein Argument.
Nur Bremsen will auch gelernt sein…

Gruß Jürgen

Seit wann hat ein Opel Astra Starrachse hinten? Ich glaube
nicht das man in Deutschland, abgesehen von ein paar US Autos
und Busse/ Lieferwagen in den letzten 20 Jahren Autos mit
Starrachse gebaut hat.

Mein Astra Caravan Bj 92 hat AFAIK eine. Zumindest siehts von unten so aus.

LG
Stuffi

Hallo,

Dein Astra hat auch keine Starrachse (das wäre wenn beide Räder auf einer durchgehenden Welle sitzen würden, d.h. drehst du das eine Rad, dreht sich auch das andere mit und zwar genau so schnell)
Was du siehst ist einfach (im Gegensatz zu vorne) keine Einzelradaufhängung sondern eine Pendelachse, dabei haben aber praktisch beide Räder ihre eigene Welle, d.h. sie können unabhängig voneinander drehen.

Hoi Jürgen!

Ja klar, nur beim Auto schieben 1,2 Tonnen. Beim Motorrad
‚nur‘ 300kg. und das ist auch ein Argument.
Nur Bremsen will auch gelernt sein…

stimmt!
ABER!!!
wir haben den Test im Rahmen eines Sicherheitstrainings gemacht.
Da wir die STrasse schon den ganzen Tag auf und abgefahren waren, kann der Asphalt als bekannt, die Reifen als warm und die Leute als motiviert angesehen werden.
Bei Tempo 30 und 50 war es möglich, ohne ABS kürzer als mit ABS zu bremsen.
Bei Tempo 70 war es grenzwertig, darüber war die Chance für die ABS-freien Bremser dann weg.
Und das maximale Bremsen ist für Motorradfahrer einfach wesentlich risikoreicher als für den Autofahrer.
Solange ich die Strasse im Augenblick des Bremsens gut kenne, kann ich vielleicht wirklich das Maximum aus den Moppedbremsen rausholen. Besteht aber nur der Hauch eines Verdachtes, ob vielleicht doch ein wenig Dreck auf der Strasse liegt, steigt der Bremsweg der ABS-freien… den ABS-Bremsern ist der Verdacht egal!

Darüber hinaus ist die Bremsleistung nicht nur vom der zu bremsenden Masse, sondern auch von der zur Verfügung stehenden Fläche abhängig…
und die ist beim Mopped erschreckend klein!

Übertreibe ich beim Auto, passiert ausser dem EInsetzen des ABS nix.
Mit dem Mopped ist ein bischen zu viel aber häufig eine Bremsung mit dem Körper…

Fazit: Autos bremsen besser.
Interessant war auch ein Vergleich zwischen ABS-Auto und ABS-Motorrad.
Eigentlich hatte ich dem Mopped die Daumen gedrückt… hat aber nicht geholfen :frowning:

Blieb oben!
LG Ulli

särvas
soweit ich weis hat das drehen der räder bei starr achsen keine wirkung auf das gegenüberligende rad. evtl hab ich in der berufsschule für kfz nicht gut genug aufgepasst aber ne starrachse ist ein „rohr“ auf dem beide räder angebracht sind. dadurch nur eine vergrößerte ungefederte masse vorhanden ist.das was du meinst is ein differenzial.

greez jason
*der mit seiner intruder auch ohne abs gut bremsen kann*

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

särvas
soweit ich weis hat das drehen der räder bei starr achsen
keine wirkung auf das gegenüberligende rad. evtl hab ich in
der berufsschule für kfz nicht gut genug aufgepasst aber ne
starrachse ist ein „rohr“ auf dem beide räder angebracht sind.
dadurch nur eine vergrößerte ungefederte masse vorhanden
ist.das was du meinst is ein differenzial.

Irgendwie wiedersprichst Du dir.
Bei ner Starrachse sind beide Räder miteinander verbunden und wenn Du eins drehst, drht sich das andere mit. Nachteil ist ganz klar in Kurven, denn das kurvenäußere Rad hat ja einen längeren Weg zurückzulegen. Also wird ein Rad irgendwie ‚mitgeschleift‘.
Eine Einzelradaufhängung ist komplizierter (Lager, Führungen usw.) aber auch besser für das Fahrverhalten.

Bei einem Differenzial dreht sich das andere Rad entgegengesetzt zu der Drehrichtung des Rades das Du drehst.
Da der Astra aber Frontantrieb hat und es meines Wissens keine Allradversion gibt erübrigt sich das für die Hinterachse.

Gruß Jürgen
* Der seine Fazer schon mal weggeworfen hat weil er kein ABS hatte **

Hallo Ulli,

ich geb Dir auch 100% recht.
Wer einmal mit dem Motorrad mit 150 gefahren ist und herzhaft in die Bremsen gestiegen ist, weiss welche Verzögerungswerte möglich sind und nicht genutzt werden. Da hat ABS immer Vorteile.
Anderseits frage ich mich ob es möglich ist selbst mit den hochwertigen modernen Bremsen ein Vorderrad bei Tempo 150 km/h zum Blockieren zu bringen. Im übrigen… mit 50 hab ichs schon getestet. Es geht und hat ganz schön weh getan :frowning:
Beim Hinterrad ist das ein kleineres Problem, denn es wird entlastet.

Der meiste Bremsweg wird in den ersten Sekunden verschenkt. Wenn da die Verzögerung nicht optimal ist dann kann das nie wieder eingeholt werden. Somit gibt es keine Sicherheitsargumente gegen ABS.

Grüßle Jürgen

Hallo,

Dein Astra hat auch keine Starrachse (das wäre wenn beide
Räder auf einer durchgehenden Welle sitzen würden, d.h. drehst
du das eine Rad, dreht sich auch das andere mit und zwar genau
so schnell)

OK, klar - ich hielt eine ‚Starrachse‘ für das Gegenteil zur Einzelradaufhängung - war offensichtlich falsch.

LG
Stuffi

Hallo Ulli,

Anderseits frage ich mich ob es möglich ist selbst mit den
hochwertigen modernen Bremsen ein Vorderrad bei Tempo 150 km/h
zum Blockieren zu bringen.

Im gleichen sicherheitstraining haben wir „aus Spaß“ eine Übung gehabt, in der wir bei Tempo 70 das Vorderrad bewusst und absichtlich zum blockieren gebracht haben.
eine interessante Erfahrung, zumal ich selbst zwar beherzt in die Bremse gegriffen habe (mit zusammengekniffenen Arschbacken), hinterher meine Vorderradbremsspur gesehen habe, es aber selbst NICHT bemerkt hatte und dachte, ich hätte die Übung vermasselt!

Hat überhaupt nicht wehgetan :smile:
Laut Instruktor sollte man es aber nicht mit Geschwindigkeiten unter 50 versuchen!

bremserfahrene Grüsse
Ulli

särvas
soweit ich weis hat das drehen der räder bei starr achsen
keine wirkung auf das gegenüberligende rad. evtl hab ich in
der berufsschule für kfz nicht gut genug aufgepasst aber ne
starrachse ist ein „rohr“ auf dem beide räder angebracht sind.
dadurch nur eine vergrößerte ungefederte masse vorhanden
ist.das was du meinst is ein differenzial.

Das „Rohr“ das du schreibst is aber nicht die Achse, es is nur die Verbindung zwischen den 2 Rädern!
Starrachse wäre, wenn praktisch beide Räder durch eine Welle (die durch das Rohr gehen würde) FEST miteinander verbunden sind, dann is logisch, dass sie sich immer gleich drehen, um beide unabhängig von einander drehen zu können brauchst du kein Differential, es reicht wenn du die oben erwähnte Welle durchsägen würdest, sodass jedes Rad praktisch seine eigene Welle hat, is dann die erwähnte Pendelachse.

Differential = Ausgleichsgetriebe, das brauchst du nur wenn beide Räder unterschiedlich drehen können sollen und es eine angetriebene Achse ist.

sorry mein fehler. habs verwechselt owt
.

Hallo,

Nachdem hier wirklich einiger Unsinn erzählt wurde wollte ich mich auch mal dazu zu Wort Melden und vieleicht zur Klärung beitragen.

Fahrwerk:
Ein Opel Astra hat keine Starrachse sondern vorne Mc. Pherson Beine und hinten eine Verbundlenkerachse.
Starrachsen gibt es heute nur noch bei Nutzfahrzeugen bzw einigen Geländewagen und in Ausnahmen noch bei amerikanischen Fahrzeugen mit Heckantrieb.
Eine Starrachse hat auch nix damit zu tun ob die Achse angetrieben ist oder nicht.

erreichbare Kurvengeschwindigkeiten:
Die Reibung hat nix mit der Auflagefläche zu tun. Das weiss man eigentlich wenn man in Physik nicht gerade am Kreideholen war.
Beim Fahrzeugreifen muss zwar die herkömmliche Reibteorie etwas erweitert werden weil es zu verzahnungseffekten zwischen Gummi und Asphalt kommt aber die Auflagefläche ist dabei immer noch untergeordnet.
Dass Breitreifen höhere Kurvengeschwindigkeiten erlauben liegt an der weicheren Gummimischung die dort verwendet wird.
Die maximal übertragbare Seitenführungskraft hängt von der verwendeten Gummimischung und der momentan wirkenden Normalkraft ab. (senkrecht zur Fahrbahn nach oben)
Warum erreichen dann Rennwagen trotzdem höhere Geschwindigkeiten in Kurven als Motorräder?
Weil bei einem Rennwagen der sich nicht in die Kurve legen muss aerodynamische Hilfen benutzt werden können die ohne zusätzliche Fliehkräfte zu erzeugen die Normalkraft und damit die übertragbaren Seitenführungskräfte erheblich steigern.

Bei einem normalen Astra gibt es aber weder Rennreifen noch sinnvolle aerodynamische Anbauten.

Im Vergleich serien PKW zu serien Motorrad hast du was Kurvengeschwindigkeiten angeht meistens mit dem Motorrad die Nase vorn weil Motorradreifen die besseren Haftwerte haben und auch Fahrwerkstechnisch Motorräder näher an der Renntechnik sind als PKW (Ausnahmen gibt es aber die sind teuer und heissen nicht Astra)

Zu deinr Frage:
Ob du so ein Rennen gewinnen kannst hängt davon ab welche Strecke gewählt wird.

Autobahn: Keine Chance weil du öfter nachtanken musst und du nicht so hohe Endgeschwindigkeit erreichst wie der PKW.

Ampelrennen: Gewinnst du sicher, weil das Mopped sehr viel schneller beschleunigt als der PKW

Enger Rundkurs: Gewinnst du wenn du gut Moppedfahren kannst weil du besser beschleunigen kannst und schneller in den Kurven bist

Weiter Rundkurs mit langen Geraden: Patt, hier kann sowohl der PKW als auch das Motorrad vorne liegen.

Gruss, René

Hallo,

Fahrwerk:
Ein Opel Astra hat keine Starrachse sondern vorne Mc. Pherson
Beine und hinten eine Verbundlenkerachse.

Irgendetwas mit den Pc. Pherson Federbeinen hatte ich auch im Kopf, wusste es aber nicht so genau.

Starrachsen gibt es heute nur noch bei Nutzfahrzeugen bzw
einigen Geländewagen und in Ausnahmen noch bei amerikanischen
Fahrzeugen mit Heckantrieb.
Eine Starrachse hat auch nix damit zu tun ob die Achse
angetrieben ist oder nicht.

Was heisst eigentlich ‚Starrachse‘?
Beide Räder sind miteinander verbunden. Federt ein Rad ein bewegt sich auch die Achse und das gegenüberliegende Rad verändert dadurch seinen Sturz?
Dadurch habe ich auch extrem viel ungefederte Masse (Rad, Achse, und ev. auch das Differenzialgetriebe) und alle daraus resultierende Nachteile.
Einzelradaufhängung bei Heckantrieb bedeutet ja nichts anderes als das Gelenke am Differenzial und am Rad sind. Somit ist die ungefederte Masse gering, das Differenzial fest mit dem Auto verbunden und das zweite Rad ist komplett federungstechnisch abgekoppelt.

erreichbare Kurvengeschwindigkeiten:
Die Reibung hat nix mit der Auflagefläche zu tun. Das weiss
man eigentlich wenn man in Physik nicht gerade am Kreideholen
war.

Ähem, das komplett auszuklammern ist aber auch nicht korrekt. Meine ich, der in Physik nicht immer aufgepasst hat…

Beim Fahrzeugreifen muss zwar die herkömmliche Reibteorie
etwas erweitert werden weil es zu verzahnungseffekten zwischen
Gummi und Asphalt kommt aber die Auflagefläche ist dabei immer
noch untergeordnet.
Dass Breitreifen höhere Kurvengeschwindigkeiten erlauben liegt
an der weicheren Gummimischung die dort verwendet wird.

Da bin ich nicht deiner Meinung.
Breitreifen haben meisst eine geringe Höhe (/70, /60, /50). Dadurch ist er in schnell gefahrenen Kurven stabiler und schmiert nicht weg, sondern bleibt in Form.

Die maximal übertragbare Seitenführungskraft hängt von der
verwendeten Gummimischung und der momentan wirkenden
Normalkraft ab. (senkrecht zur Fahrbahn nach oben)

Gleich Gummimischung, breiterer Reifen = bessere Haftung
Oder hab ich da was verpasst??

Warum erreichen dann Rennwagen trotzdem höhere
Geschwindigkeiten in Kurven als Motorräder?
Weil bei einem Rennwagen der sich nicht in die Kurve legen
muss aerodynamische Hilfen benutzt werden können die ohne
zusätzliche Fliehkräfte zu erzeugen die Normalkraft und damit
die übertragbaren Seitenführungskräfte erheblich steigern.

Das ist wieder richtig. erinnern wir uns nur an die Seitenschürzen die in der Formel 1 schnell wieder verboten wurden.
Diesen ‚Saugeffekt‘ duch Spoiler usw. gibt es natürlich beim Motorrad nicht

Im Vergleich serien PKW zu serien Motorrad hast du was
Kurvengeschwindigkeiten angeht meistens mit dem Motorrad die
Nase vorn weil Motorradreifen die besseren Haftwerte haben und
auch Fahrwerkstechnisch Motorräder näher an der Renntechnik
sind als PKW (Ausnahmen gibt es aber die sind teuer und
heissen nicht Astra)

Da bin ich wieder nicht ganz sicher. Meiner Meinung nach haben nur die meisten Angst die Fähigkeiten des Autos auszuloten. Es ist ein Unterschied ob ich auf dem Motorrad sitze und die Fliehkräfte duch reinlegen in die Kurve kompensiere (ich bemerke sie nicht so stark) oder ob ich in meinen Autositz heftig auf die Seite gedrückt werde.
Es wäre durchaus mal sinnvoll mit dem Auto auf einem abgelegenem Asphaltpatz zu testen was möglich ist. ich bin mir sicher wir wären überrascht!

Autobahn: Keine Chance weil du öfter nachtanken musst und du
nicht so hohe Endgeschwindigkeit erreichst wie der PKW.

Naja, davon abgesehen… wer mal ne Weile 200 mit dem Motorrad auf der Bahn untewegs war drosselt gerne wieder das Tempo :wink:

Enger Rundkurs: Gewinnst du wenn du gut Moppedfahren kannst
weil du besser beschleunigen kannst und schneller in den
Kurven bist

teilweise… wie gesagt, wer es kann und wagt mit dem Auto…

Weiter Rundkurs mit langen Geraden: Patt, hier kann sowohl der
PKW als auch das Motorrad vorne liegen.

Lange Grade ist relativ.

Gruss, René

Gruß zurück
Jürgen

Golf IV 1,6 16V
Alfa-Romeo 1,9JTD 16V MJET
Yamaha FZS600 FAZER

Hallo,

Was heisst eigentlich ‚Starrachse‘?
Beide Räder sind miteinander verbunden. Federt ein Rad ein
bewegt sich auch die Achse und das gegenüberliegende Rad
verändert dadurch seinen Sturz?

Nein, Die Räder sind zwar miteinander verbunden aber der Sturz ändert sich beim Einfedern ja gerade nicht. Bei einer Starrachse sind Spurweite, Vorspur, Sturz stets konstant zur Fahrbahn, auch bei Aufbau-Seitenneigung

Dadurch habe ich auch extrem viel ungefederte Masse (Rad,
Achse, und ev. auch das Differenzialgetriebe) und alle daraus
resultierende Nachteile.

Nein, im einfachsten Fall einer Starrachse hast du sogar Gewichtsvorteile zu anderen Radaufhängungen.

Einzelradaufhängung bei Heckantrieb bedeutet ja nichts anderes
als das Gelenke am Differenzial und am Rad sind. Somit ist die
ungefederte Masse gering, das Differenzial fest mit dem Auto
verbunden und das zweite Rad ist komplett federungstechnisch
abgekoppelt.

Auch das ist nicht ganz richtig. Auch bei Einzelradaufhängungen sind die Räder nicht entkoppelt sondern durch Stabilisatoren oder, bei Geländewagen manchmal auch Labilisatoren miteinander verbunden (Stabilisator: federt ein Rad ein, wird die Feder des anderen Rades mit belastet; Labilisator: Federt eine Seite ein wird die Feder des anderen Rades entlastet).

Was die ungefederten Massen angeht so kann auch bei angetriebener Achse die Starrachskonstruktion Vorteile bieten da Einzelradaufhängungen jede Menge Gelenke und Gestänge erforderlich machen. Es gibt auch Starrachskonstruktionen bei denen das Differenzialgetriebe nicht Bestandteil der Achse ist (sehr selten)

erreichbare Kurvengeschwindigkeiten:
Die Reibung hat nix mit der Auflagefläche zu tun. Das weiss
man eigentlich wenn man in Physik nicht gerade am Kreideholen
war.

Ähem, das komplett auszuklammern ist aber auch nicht korrekt.
Meine ich, der in Physik nicht immer aufgepasst hat…

Doch, bei der herkömmlichen Reibteorie wird zur Berechnung von Haft- bzw Gleitreibung nur die Normalkraft und der Reibwert herangezogen. Der Reibwert beinhaltet nur die Materialpaarung, die Oberflächenbeschaffenheit und ein evtl vorhandener Schmierfilm. Die Fläche taucht dabei nicht auf.

Beim Fahrzeugreifen muss zwar die herkömmliche Reibteorie
etwas erweitert werden weil es zu verzahnungseffekten zwischen
Gummi und Asphalt kommt aber die Auflagefläche ist dabei immer
noch untergeordnet.
Dass Breitreifen höhere Kurvengeschwindigkeiten erlauben liegt
an der weicheren Gummimischung die dort verwendet wird.

Da bin ich nicht deiner Meinung.
Breitreifen haben meisst eine geringe Höhe (/70, /60, /50).
Dadurch ist er in schnell gefahrenen Kurven stabiler und
schmiert nicht weg, sondern bleibt in Form.

Ist richtig, das spielt aber beim Vergleich mit einem Motorradreifen keine Rolle da der Motorradreifen auch in diesem Punkt, was die Formstabilität angeht Vorteile hat.

Die maximal übertragbare Seitenführungskraft hängt von der
verwendeten Gummimischung und der momentan wirkenden
Normalkraft ab. (senkrecht zur Fahrbahn nach oben)

Gleich Gummimischung, breiterer Reifen = bessere Haftung
Oder hab ich da was verpasst??

Richtig, das sagte ich doch. Das hat aber nix damit zu tun ob du zwei oder vier Räder am Boden hast.

Warum erreichen dann Rennwagen trotzdem höhere
Geschwindigkeiten in Kurven als Motorräder?
Weil bei einem Rennwagen der sich nicht in die Kurve legen
muss aerodynamische Hilfen benutzt werden können die ohne
zusätzliche Fliehkräfte zu erzeugen die Normalkraft und damit
die übertragbaren Seitenführungskräfte erheblich steigern.

Das ist wieder richtig. erinnern wir uns nur an die
Seitenschürzen die in der Formel 1 schnell wieder verboten
wurden.
Diesen ‚Saugeffekt‘ duch Spoiler usw. gibt es natürlich beim
Motorrad nicht

Und genau die aerodynamischen Abtriebskräfte sind der ausschlaggebende Faktor der einen Rennwagen in der Kurve schneller macht als ein Rennmotorrad.

Im Vergleich serien PKW zu serien Motorrad hast du was
Kurvengeschwindigkeiten angeht meistens mit dem Motorrad die
Nase vorn weil Motorradreifen die besseren Haftwerte haben und
auch Fahrwerkstechnisch Motorräder näher an der Renntechnik
sind als PKW (Ausnahmen gibt es aber die sind teuer und
heissen nicht Astra)

Da bin ich wieder nicht ganz sicher. Meiner Meinung nach haben
nur die meisten Angst die Fähigkeiten des Autos auszuloten. Es
ist ein Unterschied ob ich auf dem Motorrad sitze und die
Fliehkräfte duch reinlegen in die Kurve kompensiere (ich
bemerke sie nicht so stark) oder ob ich in meinen Autositz
heftig auf die Seite gedrückt werde.
Es wäre durchaus mal sinnvoll mit dem Auto auf einem
abgelegenem Asphaltpatz zu testen was möglich ist. ich bin mir
sicher wir wären überrascht!

Wohl kaum. Ich habe mal Reibwertsmessungen an verschiedenen Reifen gemacht, und Motorradreifen wahren den Autoreifen immer überlegen.
Wo du recht hast ist dass sich die allermeisten Fahrer nicht getrauen das Potential auszuschöpfen, das gild aber sowohl für das Motorrad als auch für den PKW.

Autobahn: Keine Chance weil du öfter nachtanken musst und du
nicht so hohe Endgeschwindigkeit erreichst wie der PKW.

Naja, davon abgesehen… wer mal ne Weile 200 mit dem Motorrad
auf der Bahn untewegs war drosselt gerne wieder das Tempo :wink:

Aber wenns um ein Rennen geht (mit entsprechendem Einsatz) lässt auch der Motorradfahrer das Kabel gespannt.
Ansonsten hast du natürlich recht.

Enger Rundkurs: Gewinnst du wenn du gut Moppedfahren kannst
weil du besser beschleunigen kannst und schneller in den
Kurven bist

teilweise… wie gesagt, wer es kann und wagt mit dem Auto…

…Der hat trotzdem keine Chance wenn der Motorradfahrer das selbe wagt.

Weiter Rundkurs mit langen Geraden: Patt, hier kann sowohl der
PKW als auch das Motorrad vorne liegen.

Lange Grade ist relativ.

Richtig, desshalb schrub ich auch „Patt“

Gruss, René

Gruß zurück
Jürgen

Golf IV 1,6 16V
Alfa-Romeo 1,9JTD 16V MJET
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