Hi Sigi !
Ich behaupte mal, dass nicht das
gesteigerte Mobilitätsbedürfnis (schon
gleich gar nicht das von Waren) mehr
Verkehr verursacht, sondern die zur
Verfügung stehenden Verkehrswege.
Jetzt wird´s spannend…
Vergleich Internet: Wäre die Technik auf
dem Stand von 1990 eingefroren worden,
hätte niemend ernsthaft versucht Video on
Demand in Betracht zu ziehen. Erst der
Ausbau der Infrastruktur macht es möglich
drüber nachzudenken.
Auf den Strassenverkehr übertragen
bedeutet das, dass eine neue Autobahn
auch garantiert voll wird, da sie da ist
um benutzt zu werden. Auch sie wird den
Transport irgendeinen Gutes billiger
machen, so dass es dann auch getan wird.
Die neue Autobahn ist also die Ursache
dafür, dass sie auf absehbare Zeit
überfüllt sein wird.
Das bedeutet also sinngemäß, daß ein
Verbot für Häuser aus Stein (oder das
Einfrieren der Situation von vor 1.000
Jahren) zur Folge hätte, daß wir heute
alle noch in hölzernen Baumhäusern wohnen
würden u.s.w.
Grüsst da wieder der Stammtisch ??
Ich für meinen Teil baue demnächst ein
Holzhaus, sogar ein äusserst modernes in
Passivhausausführung ohne Heizung und mit
minimalem Energiebedarf.
Das wird aber schattig…
Im ernst: ich habe nichts gegen Holzhäuser, nur auf dem Baum wirst Du Dein Haus wohl auch nicht bauen, oder ?
Ich denke, Du weißt, was ich sagen wollte.
Das beweist, dass man keine 8-spurigen
Autobahnen braucht um den Bedürfnissen
gerecht zu werden, wenn man vorhandene
Potentiale noch gar nicht ausgeschöpft
hat.
Auch unter den bereits genannten Einschränkungen wäre die Kapazität der zweispurigen Strecken weitgehend ausgelastet.
Wie gesagt: die Leute werden nicht weniger autofahren, nur weil Du das willst. Und auch durch solch antiquiert-grüne Maßnahmen wie der Ausbaustopp für deutsche Autobahnen wird nichts daran ändern, daß der Wohlstand und damit die Kfz-Dichte zunehmen wird.
Es liegt jetzt an uns, entweder die Situation auf den Straßen durch Ausbaumaßnahmen zu entschärfen oder in den durch Staus und Unfälle verursachten Umweltschäden zu ersticken. Eine andere Lösung bietet sich einfach nicht an. Der Deutsche liebt eben sein Auto.
Und mir ist das im Sommer egal, denn da fahre ich mit meinem Motorrad zwischendurch und im Winter bleibe ich zu Hause, wenn es sein muß. Ins Büro komme ich immer irgendwie.
Nur die Leute, die ihr Geld auf der Straße verdienen (ich lasse jetzt bewusst mal die Brummifahrer außenvor), wie z.B. Taxifahrer, Kurierfahrer, Serviceleute, Salesleute werden sich bei Dir bedanken. Die können nämlich nicht einfach Zug fahren, da sie oft Dinge transportieren oder sehr flexibel sein müssen.
(Da das Haus möglicherweise eine
Pfdahlgründung erhält, kann man es im
weitesten Sinne sogar als Baumhaus
bezeichnen
)))))
Dann kannst Du ja wirklich stolz darauf sein, eine Meinung zu vertreten, wie sie vor 500 Jahren schon veraltet war…
)))
Das greift nicht, denn die Menschheit und
ihre Bedürfnisse entwickeln sich weiter,
also müssen auch die Rahmenbedingungen
mitwachsen. Hierzu gehören eben auch die
Verkehrswege.
Das stimmt schon, aber müssen wir deshalb
sehenden Auges in den CO² Kollaps laufen,
bloss weil wir unsere Weiterentwicklung
nicht richtig steuern?
Nein. Nur der Kollaps kommt eher durch Staus und Stop-and-Go aufgrund kommunal verordneter Verkehrsbehinderungsmaßnahmen als durch fließenden Verkehr.
Also: je besser die Straßen, desto geringer der Benzinverbrauch und desto niedriger der Schadstoffausstoß.
Einregeln wird sich dieses System erst
dann, wenn man aufhört neue Strassen zu
bauen. Es wird sich eine Verkehrsdichte
einstellen, die von den Menschen und vor
allem auch von den Spediteuren gerade
noch akzeptiert wird.
Nein, einregeln wird sich das nur dann,
wenn man die Verkehrswege an die
Bedürfnisse anpasst. Diese Bedürfnisse
allerdings sind beeinflußbar, siehe die
o.g. sinnlosen Transporte von
grundnahrungsmitteln quer durch die EU
u.s.w.
Na also, du hast die Lösung gleich
mitgeliefert! Wenn man aufhört
Bedürfnisse zu schüren, die kein Mensch
benötigt, dann kann man auch solche
Probleme lösen.
Klar, dass man bei ungezügeltem Hin und Hergurken auch eine 12-spurige Autobahn voll auslasten könnte. das geht auch mir zu weit. Aber so wie es im Moment auf dt. Autobahnen aussieht, kann es schlecht bleiben. Eine durchgängige Erweiterung des Straßennetzes auf drei Spuren könnte an manchen Stellen schon gehörig Entlastung schaffen.
Ein Zusammenspiel aus beidem also wäre
m.E. die Lösung, denn auch wenn man keine
Straßen mehr baut wird das
Verkehrsaufkommen ansteigen. Das bedeutet
mehr Staus, mehr Unfälle, mehr
Umweltschäden u.s.w.
Also: konsequent Schluss mit dem
Strassenbau und Investition der Gelder in
intelligente Nahverkehrsysteme und
Gütertransportsysteme.
Man sieht ja, daß man geld in die Bahn
stecken kann, soviel man will. Passieren
tut trotzdem nichts.
Ich plädiere daher für einen konsequent
sechs bis achtspurigen Ausbau aller
deutschen Autobahnen und damit
einherschreitend eine EU-weite
Logistikpolitik, die diese
Wahnsinnstransporte z.B. von Milch von
Deutschland nach Griechenland u.s.w.
unrentabel werden lässt.
Schauder…
Warum denn ?
Das Bild der Autobahn ändert sich doch kaum durch zwei Spuren (eine pro Richtung) mehr.
Und die Anwohner erleben zweifelsohne ein Plus an Lebensqualität, da es sich nicht mehr andauernd staut.
Ich glaube langsam, Du hast Dir den Verkehrsverzicht (natürlich nur auf der Straße
) als Dogma auf die Fahne geschrieben.
Gruß,
Mathias