Verkehr

Ich habe schon mal versucht bei mir
zuhause im Dorf ein Carsharingkonzept
anzuleiern. Leider war die Resonanz
gering, denn für viele ist ein eigenes
Auto immer noch ein Statussymbol. Die
belächeln solche Konzepte genauso wie
Häuser ohne Heizung :wink:)

Ein Statussysmbol ist mein Wagen nicht
für mich. Um genau zu sein, gehört er mir
nicht einmal, sondern meiner Firma.
Somit bin ich ja noch ein besserer Mensch
als Du !! :smile:))

Car-Sharing kommt für mich allerdings
auch nicht in Frage, denn an einem
schönen Wochenende, wenn ich zum
Skifahren gehen möchte, ist garantiert
kein Wagen da.

Das ist der Luxus für mich: Überall
hinfahren zu können, ohne jemanden fragen
zu müssen. Ich brauche das einfach.

Du denkst schon wieder zu kurz! Die Einführung von Carsharingsystemen nur für Zweitwagen würde schon mal sehr viel bringen. Ein weiterer Aspekt ist nicht nur die Reduzierung des fahrenden Verkehrs, sondern die des ruhenden. Jeder der ein eigenes Auto besitzt muss dies nun mal zwangsläufig auch irgendwo parken. In den Städten trägt das nicht unwesentlich zum Verkehrschaos bei. Für dein Schifahrproblem lässt sich mit Sicherheit auch eine Lösung finden, wie heute schon pfiffige Busunternehmer zeigen.

Sigi

Hi Sigi !

Car-Sharing kommt für mich allerdings
auch nicht in Frage, denn an einem
schönen Wochenende, wenn ich zum
Skifahren gehen möchte, ist garantiert
kein Wagen da.

Das ist der Luxus für mich: Überall
hinfahren zu können, ohne jemanden fragen
zu müssen. Ich brauche das einfach.

Du denkst schon wieder zu kurz! Die
Einführung von Carsharingsystemen nur für
Zweitwagen würde schon mal sehr viel
bringen.

Ich habe keinen Zweitwagen…
Im Ernst: ich lebe in München. Das ist eine Singlestadt, in der es prozentual weniger Zweitwagen gibt, als in eher mit Familien besiedelten Gebieten.
Für solche allerdings wäre ein derartiges Konzept, wenn auch nur unter 2-3 Nachbarn, sicherlich pfiffig. Das gebe ich zu. Nur kommt da halt das Statusdenken in die Quere. Eine Familie mit nur einem Wagen ! Ist der Mann vielleicht arbeitslos geworden ?

Ein weiterer Aspekt ist nicht
nur die Reduzierung des fahrenden
Verkehrs, sondern die des ruhenden. Jeder
der ein eigenes Auto besitzt muss dies
nun mal zwangsläufig auch irgendwo
parken.

Jedes neu erbaute Haus muß auch mit ausreichend Stellplätzen ausgestattet werden. Ich kann wieder nur von München sprechen. Die Parkplatznot in der Innenstadt besteht weniger wegen der parkenden Anwohner, sondern eher wegen der Leute, die einkaufen oder in Lokale gehen.
Hier würde auch Car-Sharing nichts bringen und Fahrgemeinschaften bringt man den Deutschen einfach nicht bei.

In den Städten trägt das nicht
unwesentlich zum Verkehrschaos bei. Für
dein Schifahrproblem lässt sich mit
Sicherheit auch eine Lösung finden, wie
heute schon pfiffige Busunternehmer
zeigen.

Ich fahre prinzipiell nicht Bus. Ist mir zu gefährlich. Allerdings fahre ich ab und zu mit dem Zug, da die Autobahn in die Berge oft von Touris blockiert ist.

Übrigens: in meiner Nachbarschaft hatten sich wirklich mal zwei Hausfrauen einen Wagen geteilt. Soweit ich mich erinnere, kam es dann aber zum Streit wegen Reparaturen.

Gruß,

Mathias

N´abnd !

Tach

Man merkt schon, daß Du in einer
industrialisierten Gegend zu Hause bist.
Die Leute von denen ich spreche (oder
schreibe) haben einfach nicht die
Möglichkeit, auf öffentlichen Nahverkehr
zurückzugreifen.

na gut, das ist ein argument. aber der vekehr hier ist auch einfach zu hoch. und da sollte man schon versuchen, die leute dazu zu „zwingen“ ihr auto stehen zu lassen.

Allein in Bayern und Sachsen sind das
locker 300.000 Menschen.
Zumeist geht heute schon ein Großteil des
Gehaltes bei denen für den Wagen drauf.
Einen Arbeitsplatz zu Hause gibt es für
sie aber auch nicht. Willst Du genau
diese armen Schweine treffen ?
Oder gilt hier: „wo gehobelt wird, fallen
Späne“ ?

na, das ist doch eher die wirtschaftliberale ansicht, oder? nein, dann muss man sowas eben auf grosstaädte beschränken.

Klar. dagegen habe ich auch nichts. So
von gestern bin ich nun auch wieder
nicht. Nur muß man sich eben immer vor
Augen halten, daß D eine Industrienation
ist.

ja gut

Der perfekte Umweltschutz läßt sich,
allein schon wegen unseren hohen
Comfortanforderungen, hier nicht
installieren.

doch. GRADE WEGEN der domfortanforderungen.
schlechte luft zu atemn finde ICH nämlich unconfortabel.

Doch, nur kann´s dann halt trotzdem
keiner…
Außerdem ist Bayern NRW lediglich in der
Wirtschaftspolitik voraus. Alles andere
macht man, zugegeben, in NRW besser.

ich will ja nicht pathetisch werden aber… *schluchz*…*schnief* wir können ja Sooo viel voneinander lernen…

O.K. Das sehe ich ein.
Also eine ausgewogene Lösung für alle.
Nur wie soll das in einer Großstadt mit
vielen konträren Interessengruppen
funktionieren ?

puhh, das sollte jede stadt für sich planen.

Eine Gruppe wird wohl immer benachteiligt
werden. Zumeist ist das leider die Gruppe
der Autofahrer, die allerdings ein hohes
Steueraufkommen bietet. Das halte ich
nicht für fair. Dann sollte es auch eine
Jahressteuer für Fahrräder geben.

nein, wieso? grade nicht, damit die leute fahrrad fahren! genauso wie die preise im öpnv viel zu hoch sind.

bis auf die 1200 toten Radler jährlich in
Shangai.
Aber dort ist es eben voller als hier.
Die Situation ist eben auch, gerade
aufgrund der sehr unterschiedlichen
Kulturen, kaum mit unserer vergleichbar.

ok, lassen wir china beiseite.

…und landest am Brückenpfeiler.
Vorher darfst Du allerdings das doppelte
eines Mietwagenpreises für die Fahrkarte
bezahlen.

ja, wie gesagt, viel zu teuer. ABER sehr comfortabel. ausserdem erzählst du wieder unsinn, den Autofahren ist -statistisch gesehen- viel gefährlicher, nur dass ein Autounfall weniger dramatisch ist als ein crash mit 100 Toten und der Autounfall deswegen nicht im TV gezeigt wird.

ICE ist für mich leider keine Alternative
zum Fliegen (natürlich ungeachtet der
Umweltproblematik, aber den Luxus dieser
Denkweise können sich viele
Geschäftsreisende halt nicht leisten).

ok, wie gesagt: zu teuer! preise runter!

Wie denn ?
Nur durch totalitäre Massnahmen. Nur wird
die chinesische Regierung einen Teufel
tun und derartiges installieren, da der
Autoverkauf als Wirtschaftsfaktor in
China zunehmend an Bedeutung gewinnt.

ich sagte ja: wenn man will!

Ja, aber dafür ein glücklicher Mensch.

nö. grade nicht.

Hältst Du Autofahren für Ausbeutung ?

ja.

Dann müssten wir zunächst mal die echten
Umweltschweinereien wie Chemieindustrie,
Kohlekraftwerke, Giftverklappung im Meer,
Chipproduktion (Silizium !!) u.s.w.
abschaffen.

das sowieso. nein, nicht abschaffen, aber an ökologie koppeln.

Dann allerdings wird sich unser bequemer
Standard sehr schnell ändern.
Wenn, dann die Sache ganzheitlich
angehen.

nein, wir bauen doch schon um. weg von den schmutzsachen zu suaebrer technologie.

Yeah !
Ich bin ein Jünger des industriellen
Wachstums !!
Was willst Du dagegen unternehmen ? Die
ganzen Schweineindustrien füttern die
Menschen.

nein, sie bringen sie über kurz oder lang um

ciao

Hi Lars !

Man merkt schon, daß Du in einer
industrialisierten Gegend zu Hause bist.
Die Leute von denen ich spreche (oder
schreibe) haben einfach nicht die
Möglichkeit, auf öffentlichen Nahverkehr
zurückzugreifen.

na gut, das ist ein argument. aber der
vekehr hier ist auch einfach zu hoch. und
da sollte man schon versuchen, die leute
dazu zu „zwingen“ ihr auto stehen zu
lassen.

…und zusätzlich das Straßennetz ausbauen… :smile:)

Allein in Bayern und Sachsen sind das
locker 300.000 Menschen.
Zumeist geht heute schon ein Großteil des
Gehaltes bei denen für den Wagen drauf.
Einen Arbeitsplatz zu Hause gibt es für
sie aber auch nicht. Willst Du genau
diese armen Schweine treffen ?
Oder gilt hier: „wo gehobelt wird, fallen
Späne“ ?

na, das ist doch eher die
wirtschaftliberale ansicht, oder? nein,
dann muss man sowas eben auf grosstaädte
beschränken.

Wie soll da konkret gehen ?
Noch größere KFZ-Steuerunterschiede zwischen Stadt und Land schaffen ?
Das trifft wieder die Falschen.

Klar. dagegen habe ich auch nichts. So
von gestern bin ich nun auch wieder
nicht. Nur muß man sich eben immer vor
Augen halten, daß D eine Industrienation
ist.

ja gut

Der perfekte Umweltschutz läßt sich,
allein schon wegen unseren hohen
Comfortanforderungen, hier nicht
installieren.

doch. GRADE WEGEN der
domfortanforderungen.
schlechte luft zu atemn finde ICH nämlich
unconfortabel.

Richtig. Nur hier bei mir ist die Luft ganz o.k. Nur der Qualm in meiner Bude macht mich fertig…

Doch, nur kann´s dann halt trotzdem
keiner…
Außerdem ist Bayern NRW lediglich in der
Wirtschaftspolitik voraus. Alles andere
macht man, zugegeben, in NRW besser.

ich will ja nicht pathetisch werden
aber… *schluchz*…*schnief* wir können
ja Sooo viel voneinander lernen…

Stimmt schon. Ich sage nur: Städteplanung. Aus einem stinkenden Kohlerevier grüne, lebenswerte Städte zu stampfen, das ist schon eine Leistung.

O.K. Das sehe ich ein.
Also eine ausgewogene Lösung für alle.
Nur wie soll das in einer Großstadt mit
vielen konträren Interessengruppen
funktionieren ?

puhh, das sollte jede stadt für sich
planen.

Die grundlegenden Probleme sind in jeder Stadt dieselben.
Simpel gesagt: Grüne gegen Autofahrer.
Jeder beharrt auf seinem Standpunkt, keiner denkt nach, also kommt auch nichts dabei heraus.
Das müsste sich eigentlich lösen lassen.
Nur wesentliche Fortschritte macht kaum einer.

Eine Gruppe wird wohl immer benachteiligt
werden. Zumeist ist das leider die Gruppe
der Autofahrer, die allerdings ein hohes
Steueraufkommen bietet. Das halte ich
nicht für fair. Dann sollte es auch eine
Jahressteuer für Fahrräder geben.

nein, wieso? grade nicht, damit die leute
fahrrad fahren! genauso wie die preise im
öpnv viel zu hoch sind.

Auch bei niedrigen Preisen für Öffentl. Nahverkehr würden nicht alle damit fahren. Manchmal geht das auch gar nicht. Beispiele, die wohl nicht ganz absurd oder selten sind, habe ich ja geliefert.
Allerdings wäre das natürlich ein Schritt in die richtige Richtung.

bis auf die 1200 toten Radler jährlich in
Shangai.
Aber dort ist es eben voller als hier.
Die Situation ist eben auch, gerade
aufgrund der sehr unterschiedlichen
Kulturen, kaum mit unserer vergleichbar.

ok, lassen wir china beiseite.

…und landest am Brückenpfeiler.
Vorher darfst Du allerdings das doppelte
eines Mietwagenpreises für die Fahrkarte
bezahlen.

ja, wie gesagt, viel zu teuer. ABER sehr
comfortabel. ausserdem erzählst du wieder
unsinn, den Autofahren ist -statistisch
gesehen- viel gefährlicher, nur dass ein
Autounfall weniger dramatisch ist als ein
crash mit 100 Toten und der Autounfall
deswegen nicht im TV gezeigt wird.

Korrekt.
Aber für bequemer halte ich definitiv das Auto.

ICE ist für mich leider keine Alternative
zum Fliegen (natürlich ungeachtet der
Umweltproblematik, aber den Luxus dieser
Denkweise können sich viele
Geschäftsreisende halt nicht leisten).

ok, wie gesagt: zu teuer! preise runter!

Hauptsächlich geht es um das Zeitproblem. Die Preise sind bei der Bahn immer noch niedriger als zu fliegen (für Geschäftreisende, die kurzfristig buchen müssen).

Wie denn ?
Nur durch totalitäre Massnahmen. Nur wird
die chinesische Regierung einen Teufel
tun und derartiges installieren, da der
Autoverkauf als Wirtschaftsfaktor in
China zunehmend an Bedeutung gewinnt.

ich sagte ja: wenn man will!

Ja, aber dafür ein glücklicher Mensch.

nö. grade nicht.

Ich stehe eigentlich noch relativ selten im Stau. Nur möchte ich eben auch, dass das so bleibt.

Hältst Du Autofahren für Ausbeutung ?

ja.

Dafür bezahlt der Autofahrer auch einiges. Nur denkst Du, dass die Zusatzeinnahmen der Ökosteuer für Umweltschutz- und Umweltreparationsmaßnahmen ausgegeben werden?

Dann müssten wir zunächst mal die echten
Umweltschweinereien wie Chemieindustrie,
Kohlekraftwerke, Giftverklappung im Meer,
Chipproduktion (Silizium !!) u.s.w.
abschaffen.

das sowieso. nein, nicht abschaffen, aber
an ökologie koppeln.

Das traut sich aber niemand, denn was ich hier beschrieb, ist Großindustrie. Und die machen bei einer entsprechenden Verschärfung der Gesetze dann eben im Ausland, wo man geringere Standards verfolgt, weiter.
der Umwelt bringt das, global gesehen, gar nichts und Deutschland verliert noch mehr Arbeitsplätze.
Gar nicht so einfach…

Dann allerdings wird sich unser bequemer
Standard sehr schnell ändern.
Wenn, dann die Sache ganzheitlich
angehen.

nein, wir bauen doch schon um. weg von
den schmutzsachen zu suaebrer
technologie.

Weil wir die schmutzigen Sachen ins Ausland verlegen. Das Problem ist damit nicht gelöst.

Yeah !
Ich bin ein Jünger des industriellen
Wachstums !!
Was willst Du dagegen unternehmen ? Die
ganzen Schweineindustrien füttern die
Menschen.

nein, sie bringen sie über kurz oder lang
um

So langfristig denkt der Keuler im Chemiewerk nicht, weil er sich das nicht leisten kann.

Wir sind wohl geiseln unseres Lebensstandards.

Gruß,

Mathias