Hallo,
ich hätte da mal eine Frage:
in meinem Freundeskreis schwanken die Meinungen darüber, was
man tun kann, wenn der beliebte Mittelstreifen auf
dreispurigen Autobahnen exzessiv und sinnlos genutzt wird,
weil viele Fahrer zu faul zum Rechtsfahren sind.
Zunächst erst einmal nicht von aufwallenden Emotionen zu unbedachten Handlungen verleiten lassen, sondern höchstens zunächst mal schauen, warum einer nach links ausschert und dann langsamer wird.
Damit kann
ich noch leben - aber was tun, wenn man zu mehreren Wagen
rechts fährt und der Wagen vor einem OHNE NOT und ohne
erkennbaren Grund auf den Mittelstreifen wechselt und dort
langsamer wird.
Die Zähne zusammenbeißen und schauen, wie es mit dem nachfolgendem Verkehr auf der eigenen Spur ausschaut.
Nach Möglichkeit dann langsamer werden, zurückfallen lassen und schauen, ob es links noch eine Möglichkeit zum Überholen gibt.
Es könnte ja auch sein, das der Vorderman ( der Ausscherer ) plötzlich technische Probleme bekommt und deshalb langsamer wird.
Auch könnte ein kommendes Geschwindigkeitslimit oder eine Aufgabelung der einzelnen Fahrstreifen zu anderen Zielen angekündigt sein.
Ist das als Schikane gemeint (also Nötigung?)
Gehen wir mal davon aus, das es nur wenige rein aus Provokation anderen gegenüber so machen.
Es gibt eher schon Einige, die sich laut ihrem Tacho u.U. exakt an Geschwindigkeitsbegrenzungen halten wollen und leider dabei nicht auf den restlichen fließenden Verkehr achten.
Sollte man die KfZ-Nr. aufschreiben?
Immer abzuwägen, ob es die Sache auch wert ist. ( Vom Verhalten / Verstoß her ). Dann wäre es natürlich gut, wenn man dafür auch noch Zeugen hätte.
Sich an den Kopf fassen
nützt nichts, und man kann doch nicht jeden Dummbold gleich
anzeigen.
Es soll im Gegenzug auch Mitbürger geben, die wegen Kinkerlitzchen gleich zu Block und Telefon greifen.
Irgendwie sehe ich mich in die Rolle des Oberlehrers
gedrängt, wenn ich hinter dem Wagen über zwei Spuren nach
links fahre und dann wieder auf meine rechte Fahrbahn wechsle,
nur um ihn zu überholen.
Was mit der entsprechenden Vorsicht aber der einzige Weg wäre.
Gibt es Ärger, wenn man einfach mit unverändertem (erlaubtem)
Tempo rechts auf seiner Spur - also schneller als der zur
Mitte hin ausgescherte Wagen - weiterfährt, ihn also nicht
überholt, sondern wirklich nur auf der bis zum Horizont freien
rechten Spur weiterfährt?
Das kann Ärger geben, wenn die Verkehrssituation angepaßtes Fahrverhalten zugelassen hätte. ( also entsprechend selber langsamer werden )
Ansonsten würde es schnell " Überholen " werden.
In einer Kolonne, oder z.B. Stau muß man natürlich darauf achten, ob man die nachfolgenden Fahrer dann nicht selber ( z.B.durch Abbremsen )gefährden würde.
Als Verfechter des Rechtsfahrgebotes ist es mir wirklich ein
Anliegen, Eure Meinung hierzu bzw. etwas über die rechtliche
Seite zu erfahren.
Theoretisch könnte es für beide Seiten in Richtung OWI beim Überholvorgang und / oder rücksichtsvoller Fahrweise gehen.
Mit relativer Wahrscheinlichkeit wäre es aber eher so,das eine zufällig folgende Streife sich dann eher um den schwerwiegenderen Verstoß kümmern würde.
Das ist dann schon wider ein Grund, warum Polizist ein Ausbildungsberuf ist. Mitunter ist es nicht so einfach,schnellaus der Situation heraus zu entscheiden, wer gerade mehr oder weniger im im Recht oder Unrecht ist.
Hätten beide Fahrer sich exakt an ihre Ausbildung zum Führerschein gehalten, wäre der eine nicht grundlos ausgeschert und dann noch langsamer geworden, der andere nicht bei unverminderter Geschwindigkeit einfach rechts " vorbeigefahren "…
mfg
nutzlos