Vermögensaufbau durch Eigentumswohnungen?

Ich bin 24 Jahre alt, besitze ein Unternehmen das sich noch im Rahmen der Existenzgründung befindet aber mehr und mehr anläuft. Durch eine Erbschaft habe ich ein Haus erhalten, das kurz vor dem Verkauf steht. Natürlich will ich das Vermögen das durch den Verkauf resultiert sinnvoll steigern. Mein Plan ist wie gefolgt:

Mit Hilfe von Beratern an Zwangsversteigerungen teilnehmen, Wohnungen günstig erwerben, renovieren - neu gestalten sprich ausstatten, und teuer weiterverkaufen. Ist das eine Strategie die sinnvoll funktionieren kann? In der Zeit in der die Wohnung leer steht, will ich sie als möbilierte Wohnung zur Zwischenmiete anbieten, da in der meist kurzen Zeit eine höhere Mietzahlung verlangt werden kann, als bei einer unbefristeten Miete.

Was haltet ihr von meinem Plan? Ich bin jung dynamisch und nicht auf den Kopf gefallen, jedoch brauche ich andere Meinungen - denn der Freundeskreis kennt nur Kopfnicken.

Ich bin 24 Jahre alt, besitze ein Unternehmen das sich noch
im Rahmen der Existenzgründung befindet aber mehr und mehr
anläuft. Durch eine Erbschaft habe ich ein Haus erhalten, das
kurz vor dem Verkauf steht. Natürlich will ich das Vermögen
das durch den Verkauf resultiert sinnvoll steigern. Mein Plan
ist wie gefolgt:

Mit Hilfe von Beratern an Zwangsversteigerungen teilnehmen,
Wohnungen günstig erwerben, renovieren - neu gestalten sprich
ausstatten, und teuer weiterverkaufen.

Prima, die Idee haben auch noch 3-5 Andere, die kommen aber aus der Immobilien- Steuer- oder Baubranche und könnten es sich leisten, hier etwas „in den Sand“ zu setzen.
Hat der Steuerberater schon aufgeklärt, wieviel vom Gewinn an das Finanzamt abgeht, wenn die Immobilie als „Spekulationsobjekt“ erworben und verkauft wird? Bitte den Steuerberater konsultieren.

Umfeld der „neugestalteten und ausgestatteten Immobilie“ prüfen, denn was nützt eine hochwertige ETW, wenn diese in einem sozial unteren Umfeld liegt?

Ist das eine Strategie

die sinnvoll funktionieren kann? In der Zeit in der die
Wohnung leer steht, will ich sie als möbilierte Wohnung zur
Zwischenmiete anbieten, da in der meist kurzen Zeit eine
höhere Mietzahlung verlangt werden kann, als bei einer
unbefristeten Miete.

Möblierte Wohnung ist ein guter Ansatz, denn möblierte Wohnung hat eine kürzere Kündigungsfrist. Eine kleine ETW lässt sich sicherlich auch kurzfristig vermieten, wenn in einem Umfeld, wo kleine Wohnungen gesucht werden; allerdings werden kleine Wohnungen oftmals dort gesucht, wo viele Hartz-IV-Bezieher wohnen, weil die kleinere Wohnungen benötigen; also fällt hier schon das soziale Umfeld etwas „runter“.

Und was verstehen Sie unter „kurzer Zeit vermieten“ ? Ein paar Monate? Wer zieht für ein paar Monate in eine Wohnung ? Monteure, die für Monate in einem Unternehmen sind und für deren Firma die Übernachtung in Pensionen mit 70€-Tagessatz zu teuer ist.

Ich persönlich würde auf die „Zwischenvermietung“ verzichten, warum ein kurzfristiges Mietverhältnis und hierbei eine neu renovierte Wohnung abwohnen lassen; auch wenn nur 4 Wochen bewohnt, ist diese doch schon „gebraucht“,…!

Was haltet ihr von meinem Plan? Ich bin jung dynamisch und
nicht auf den Kopf gefallen, jedoch brauche ich andere
Meinungen - denn der Freundeskreis kennt nur Kopfnicken.

Den Freundeskreis einmal kräftig in den Hintern treten oder das „Bier-zahlen“ beim regelmäßigen Kneipenbummeln einstellen:wink:)

Hallo Peter danke für dein Statement. Ja das mit der Zwischemiete leuchtet mir ein, das würde nicht viel Sinn machen. Was ich nochmals klar hervorhaben will ist folgendes. Es geht mir nicht darum mich als Immobilienmakler- oder kaufkann zu versuchen. Mein Ziel ist wie es einige schon vor mir getan haben, die Wohnung günstig zu erwerben, und dann in Zusammenarbeit mit einem Makler der den Markt besser kennt an die Leute zu bringen. Ich bin sehr darauf bedacht meine Schritte sorgfältig zu durchdenken, aber meine Frage bezieht sich eher darauf ist das möglich oder nicht. Risiken sind mir klar, das ich keine Erfahrung habe ist mir auch klar, dann muss man sich mit Leuten in Verbindung setzen die Erfahrung haben. Aber ist diese Art von Vermögensaufbau realistisch step by step? Denn irgendwie zur Bank zu gehen, und darauf zu warten das die Zinsen ihre Arbeit tun oder in Metalle zu investieren, das ist mir nicht geheuer!

Der Immobilienmarkt ist, zumindest außerhalb der Ballungsgebiete, nicht wirklich auf Rosen gebettet.
Eine Wohnung, ein Haus das zwangsversteigert wurde hat einen Makel. Entweder das Objekt, oder sein alter Besitzer. Dies gilt es herauszufinden.
Gute Objekte haben auch in der Zwangsversteigerung ihren Preis. Da leidet ganz schnell mal die Rentabilität.
Der An- und Verkauf von Immobilien wertet das Finanzamt als Gewerbe. Mit sämtlichen steuerlichen Folgen.
Der Makler mit dem man zusammen arbeiten möchte, benötigt keine Geschäftspartner, sondern Kunden. Da kann die Hemmschwelle auch mal ziemlich weit unten liegen.
Immobilienverkäufer investieren erhebliche Summen in die Objekte ihrer Wahl. Da ist man schnell mal mit einem Anwalt auf der Suche nach „Einsparmöglichkeiten“

Und: Lage, Lage, Lage

vnA

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anläuft. Durch eine Erbschaft habe ich ein Haus erhalten, das kurz vor dem Verkauf steht.

Warum einObjekt verkaufen um andere zu kaufen ? Warum nicht erst eigene Erfahrungen mit Vermietung und Verwaltung sammeln ?

Mit Hilfe von Beratern an Zwangsversteigerungen teilnehmen,

Und sich Beratern ausliefern ? Da hat schon mancher sein vermögen verloren.

Was haltet ihr von meinem Plan?

GRundsätzlich gut. Aber man sollte sich auf eigenes Wissen udn Erfahrung stützen und sich nicht auf „Berater“ verlassen müssen

Die Sache ist die, das Haus ist in Bayern und ich selbst wohne aber 600km entfernt. Das Haus birgt für mich zuviel Risiko, deswegen möchte ich es gerne verkaufen. Mein Ziel ist es nicht laufend am Immobilien geschehen teilzunehmen. Ich möchte Angebote durchsehen, und wenn sie mir wirkich sinnvoll erscheinen, dann erst an der Zwangsversteigerung teilnehmen. Das soll heißen den Verkauf zu vollziehen, dann weitere Angebote durchsehen, wenn sich der Prozess 6 Monate hinzieht ist es ok. Ich will nicht schnell reich werden oder so, aber ich will trotzdem mehr verdienen als der durchnittliche Arbeitnehmer. Meine eigene Ausgaben werde ich in einem normalen Rahmen halten, sprich keine großen Anschaffungen oder so.

Es soll ein systematischer Vermögensaufbau werden, wo nur in Wohnungen investiert wird, wenn die Lage - die Wohnung selbst und alles was damit zusammenhängt stimmt. Sicher ist Sicher…Aber ich hoffe ihr versteht das ich aktiv sein will, und mich nicht auf das geerbte Geld ausruhen will, ich bin 24. in 6 Jahren will ich immernoch was davon haben, ein ruhiges entspanntes Leben. Dazu brauche ich keine Villa.

WEnn Sie sich der Risiken voll bewusst sind, ist dies durchaus realistisch, auch Step to step,…Sie scheinen mir schon realistisch genug zu sein, um „allzu tolle Angebote“ besser zu hinterschauen,…
aber Vorsicht: Zwangsvollstreckungsobjekte können Sie keine Minderung geltend machen wg. „versteckter Mängel“ etc…
Ein Tipp: informieren Sie sich vorher, wer die Hausverwaltung macht, denn mit dem Erwerb der Immobilie sind Sie im „Hausverwalter-Vertrag“ drin und je größer eine Wohnanlage, desto größer die Kosten und desto schwieriger die Miteigentümer bzw. deren Mieter,… dann lieber eine ETW in einem kleinen Objekt, 3-6 Wohnungen,… und wie der Vorschreiber schon geschrieben hat, Lage, Lage, Lage, Ballungszentren , bic ca. 60 km zu Industriestädten und vorher den Immobilienmarkt genau studieren,…
Zwangsversteigerungskalender besorgen und sich von den Städten „fern halten“, wo viel versteigert wird.

Gerne zu weiteren Auskünften bereit,

mfg

Hallo,

Ich
möchte Angebote durchsehen, und wenn sie mir wirkich sinnvoll
erscheinen, dann erst an der Zwangsversteigerung teilnehmen.

Warst Du selbst schon mal bei einer Versteigerung dabei?

Wenn „das Objekt“ uninteressant ist, dann ist tote Hose. Aber dann ist es ja auch nichts für Dich.

Ja, und wenn es interessant ist? Dann geht es richtig her. Und dann ist auch kein Schnäppchen zu machen. Denn so wie Du (günstig an etwas herankommen können) denken auch andere. Und jeder geht bis zu seiner eigenen Schmerzgrenze mit.

Und egal, wie gut oder schlecht der Berater ist - das Risiko trägst immer noch Du.

Gruß
Jörg Zabel

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Ich bedanke mich für Ihre Beiträge, mir wurde sehr geholfen.

Hallo,

Mit Hilfe von Beratern an Zwangsversteigerungen teilnehmen,
Wohnungen günstig erwerben, renovieren - neu gestalten sprich
ausstatten, und teuer weiterverkaufen. Ist das eine Strategie
die sinnvoll funktionieren kann?

Na ja - wer sagt dir, dass du die Wohnungen günstig bekommen und teuer weiterverkaufen kannst? … Der Gedanke hat was für sich, aber die anderen Leute sind dummerweise auch nicht auf den Kopf gefallen, sprich, du hast sowohl in der Versteigerung als später auf dem Wohnungsmarkt einiges an Konkurrenz.

In der Zeit in der die
Wohnung leer steht, will ich sie als möbilierte Wohnung zur
Zwischenmiete anbieten, da in der meist kurzen Zeit eine
höhere Mietzahlung verlangt werden kann, als bei einer
unbefristeten Miete.

Und was machst du mit den Möbeln, wenn du einen Käufer gefunden hast? Hast du preiswerten Lagerraum für die Möbel? Günstige Umzugshelfer? Sind die Möbel überhaupt für einen mehrfachen Transport geeignet? Also meine IKEA-Schränke verkaufe ich jedenfalls lieber dem Nachmieter, als sie durch die Gegend zu karren, denn ich glaube nicht, dass die das lange aushalten würden.

Was haltet ihr von meinem Plan?

Und wo wohnst du überhaupt? Kennst du den Wohnungsmarkt deiner Stadt? Ist der für dein Vorhaben geeignet?

Ich sage nicht, dass das nicht geht, was du vorhast. Im Gegenteil, das kann eine super Idee sein. Aber ich wollte nur einiges zu bedenken geben.

Schöne Grüße

Petra

Mir fällt hier eine Definition von Geschäft „a la russe“ ein:
Man klaut eine Kiste Vodka, verkauft sie und versäuft den Ertrag …

Frage ist, ob du mehr Vodka auf dein Ertrag kriegst, ganz zu schweigen über deine Risiken und Mühen.

Trotzdem

Viel Erfolg!!!
(und ohne Beratern. Nur mit deinem eigenem Verstand und Bauchgefühl)

Hallo Petra,

Wenn ich den Wohnungsmarkt meiner Millionen Stadt nicht kennen würde, wäre der Gedanke in mir gar nicht erst aufgekommen.

Ich habe mich natürlich viel im Internet belesen, und werde selbstverständlich bei Zwangsversteigerungen erst einmal zusehen. Das Vorhaben ist ein Risiko genauso wie Pokern um eine hohe Geldsumme - doch was verspricht mehr Erfolg? Man muss sich „selbst“ am besten Einschätzen können. Natürlich gibt es eine Vielzahl von Konkurrenten auf dem Wohnungsmarkt, aber ist das nicht in jeder Branche so. Durch meine Selbständigkeit blicke ich nicht blauäugig in eine Sache hinein, sondern schätze sie schon ab, und wenn ich keine Wohnung finde die nach meinen Vorstellungen her in mein Budget passt, dann brauche ich auch nicht zu investieren.

Geschäfte sind meiner Meinung nach eine Frage der Ausdauer und Beobachtung. Die Masse der Menschen geht zu MC Donalds und zu Burgerking, aber irgendwo gibt es einen kleinen unscheinbaren Laden der einen viel besseren günstigeren Burger anbietet, und den gilt es zu finden und den Leuten zu präsentieren. Die Vorzüge diesen Burgers müssen sie sehen und schmecken. Ob dann verkauft wird, hängt von der Präsentation ab. Die Suche kann natürlich lange dauern, aber ich kenne keine Eile. Mir geht es darum nur hin und wieder so ein Schmuckstück zu finden, und nicht ein gängiges Geschäft damit aufzuziehen.

ich würde mich mal in sachen gewerblichem grundstückshandel vorab schlau machen und allem, was da dranhängt.

wenn ein kapitalstock da ist, dann würde ich persönlich eher dazu tendieren, einzelne objekte, die in einem vermietungsfähigem zustand sind bzw. bereits vermietet sind, zu erwerben und auch zu halten.

laufende mieteinnahmen sind wesentlich stressfreier als kaufen, sanieren und wieder verkaufen…

gruß inder

Hallo Jörg,

ich selbst war noch nicht bei einer Zwangsversteigerung dabei, werde das aber auf jeden Fall tun um den Ablauf kennenzulernen. Ich denke das ich mich mit meinen Beratern falsch ausgedrückt habe. Es sollen Berater sein, die mich auf die Risiken einer Zwangsversteigerung, Eigentumserwerb bzw. Steuer beraten sollen. Sie sollen mir keine Objekte empfehlen, denn ich persönlich handle nach meinem eigenen Ermessen.

Ich bin auf die Zwangsversteigerung schon gespannt, um mir das anzusehen. Vielleicht habe ich „jetzt“ noch ganz falsche Vorstellungen davon. Und mein Vorhaben hat sich nach der Versteigerung bereits erledigt. Auf jeden Fall werde ich am Anfang nur beobachten, und mich schlau machen.

Hallo, wichtig erscheint mir, im 1.Termin höchstens bis 60% des
Schätzwertes zu bieten und sich das Objekt von innen ansehen, wenn
möglich. Falls lt. Gutachten der Gutachter nicht den Bauzustand von
innen bewerten (weil Einlass verwehrt) dann Vorsicht. Gruß

Falsch: bei den ersten 5 Terminen erst gar keinen Scheck mitnehmen.

vnA

Meistens gibt es höchstens 2 Termine, wobei im 2.Termin das
Mindestgebot unter 50% liegt.

Hallo,

Meistens gibt es höchstens 2 Termine, wobei im 2.Termin das
Mindestgebot unter 50% liegt.

Das mag in der Theorie stimmen.

Meine Erfahrung hat gezeigt, daß attraktive Immobilien fast immer beim ersten Termin weg gehen. (Irgendwer bietet schon wenigstens an der Untergrenze.) Kommt es zu weiteren Terminen, sollte man intensiv nach dem Haken an der Sache suchen.

Gruß
Jörg Zabel

Da hast du mich falsch verstanden. Der UP sollte tunlichst erst einmal mindestens 5 verschiedene Versteigerungen besuchen, einfach um zu sehen, was da läuft.

vnA

Hallo, ich habe festgestellt, dass es in der Regel „höchstens“
2 Termine und nicht, dasss es „mindestens“ 2 Termine gibt.
Bei attraktiven Objekten gehen auch nicht für 60% weg, sondern oft
erheblich höher, eignen sich also nicht mehr als Renditeobjekte,
sondern eher als Liebhaberobjekt zur Eigennutzung.
Meine Erfahrung zeigt (habe allerdings erst einige …zig mal an
Versteigerungen teilgenommen), dass für Objekte im 1.Termin
kein Gebot gegeben wurde, im 2.Termin plötzlich bis 65%. Gruß