Verschieben der Steuerreform

Hallo liebe Leute,

das die Steuerreform nun um 1 Jahr verschoben wird ist wohl beschlossene Sache. Heute habe ich gehört, dass 66% der Bevölkerung dieses lt. einer Umfrage gut finden.
Ich muß anscheinend etwas entscheidendes verpaßt haben! Was ist denn gut daran, dass die Lasten somit auf Klein- und Mittelstandsbetriebe sowie Privatleute verteilt werden, während Kapitalgesellschaften (und damit auch die großen Konzerne) nichts dazu beitragen?

Wo liegt mein Denkfehler?

Gruß
Sarah

Hallo liebe Leute,

das die Steuerreform nun um 1 Jahr verschoben wird ist wohl
beschlossene Sache. Heute habe ich gehört, dass 66% der
Bevölkerung dieses lt. einer Umfrage gut finden.
Ich muß anscheinend etwas entscheidendes verpaßt haben! Was
ist denn gut daran, dass die Lasten somit auf Klein- und
Mittelstandsbetriebe sowie Privatleute verteilt werden,
während Kapitalgesellschaften (und damit auch die großen
Konzerne) nichts dazu beitragen?

Wo liegt mein Denkfehler?

Hallo Sarah-Mae
Man hat wahrscheinlich Schröder, Eichel und Stoiber gefragt, dann passt es.
:wink:
Rainer

hallo Sarah,
vermutlicvh darin, dass Du noch an das Gute glaubst, an Gerechtigkeit.
Fehlanzeige!
Grüße
Raimund

Hallo,

ich halte die Verschiebung der Steuerreform für falsch. Ich bin für einen einmaligen Solidarbeitrag ausserhalb des bestehenden Solidarpaktes II.

Die Verschiebung der Steuerreform wird in dieser Form wohl kaum kommen. Ich befürchte nur, wegen des Wahlkampfes, dass hier keine Lösung gefunden wird. Stoiber bzw. CDU/CSU verlangen die Rücknahme der Vorteile für die Kapitalgesellschaften und die Änderung der Vorteile. Schröder wird dieses Kröte schlucken, wenn er sonst keine andere Chance sieht.

das die Steuerreform nun um 1 Jahr verschoben wird ist wohl
beschlossene Sache. Heute habe ich gehört, dass 66% der
Bevölkerung dieses lt. einer Umfrage gut finden.
Ich muß anscheinend etwas entscheidendes verpaßt haben! Was
ist denn gut daran, dass die Lasten somit auf Klein- und
Mittelstandsbetriebe sowie Privatleute verteilt werden,
während Kapitalgesellschaften (und damit auch die großen
Konzerne) nichts dazu beitragen?

Wo liegt mein Denkfehler?

Dein Denkfehler liegt im Glauben, dass Politik in solchen Notlagen vergisst, dass mit der Not anderer kein Geschäft zu machen ist. Und - das gilt für alle Parteien.

Gruss Günter

Armutszeugnis
Hallo,

ich finde es ein Armutszeugnis der Regierung, dass die nicht in der Lage sind, umzusschichten und andere (weniger wichtige) Dinge zu verschieben und später zu finanzieren. Wenn Eichels Haushalt so eng geplant ist, kracht der weh zusamenn…

Auszerdem wird dadurch die Spendenbereitschaft deutlich abnehmen.

Mfg. Frank

Was schert mich mein blödes Geschwätz von gestern?
Hallo,

der Witz liegt doch darin, daß man durch die Steuerreform den privaten Konsum und die mittelständischen Unternehmen entlasten wollte, um damit letztlich die Wirtschaft anzukurbeln.

Weitere Kommentare zu der Idee, die Steuer"reform" zu verschieben, sind eigentlich unnötig.

Gruß
Christian

ich finde es ein Armutszeugnis der Regierung, dass die nicht
in der Lage sind, umzusschichten und andere (weniger wichtige)
Dinge zu verschieben und später zu finanzieren.

Ich denke einmal, daß wir im Moment in einer Regierung am allerwenigsten jemanden brauchen, der wieder anfängt, irgendwas umzuschichten…

Wenn Eichels
Haushalt so eng geplant ist, kracht der weh zusamenn…

Das Verschieben der Steuerreform bedeutet, daß die Steuergelde, die die Regierung i.H. von 7 Mrd. EUR der Bundesbevölkerung zugute kommen lassen wollte, ein Jahr aussetzt bzw. 7 Mrd. EUR einbehält. Wenn man geplant hat, 7 Mrd. EUR an Steuern zu erlassen, dann kann man wohl kaum von einem "so eng geplant"em Haushalt sprechen.

Auszerdem wird dadurch die Spendenbereitschaft deutlich
abnehmen.

Ach ja? Ist das ein Phänomen, was Du nur empirisch beobachten kannst oder gibt es hierfür irgendwelche Quellen? Würde sich eine Anhebung der MWSt ggfs. günstiger auswirken?

Vielleicht einmal folgender Ansatz:

Persönlich bin ich der Meinung, das man gar keinen besseren Ansatz hätte finden können, indem man geplante Ausgaben verschiebt. M.E. nach war dies die Idde von Schröder, wenn jetzt die Union sich mit fremden Lorbeeren schmücken möchte und hier jetzt wieder Kritik üben muss, so haben wir ein „typisch deutsches“ Phänomen. Da kann kommen, was will - wir erleben einfach keine Solidarität in Deutschland. Entscheidend ist doch - und dies vor allem für die Betroffenen der Umweltkatastrophe - daß etwas getan wird. Stimmen muss zunächst einmal, was jetzt dabei rauskommt. Und: Im Osten sind 1000de Betriebe durch das Hochwasser schwer betroffen oder sogar Zerstört. Das Geld kommt doch dem Wiederaufbau dieser Betriebe zugute - zu Lasten der Steuerzahler allgemein, ohne dabei die Wirtschaft im besonderem zu belasten. Mir wäre es lieb, wenn man nur ein einziges Mal aufhören würde, sich nach einer schweren Katastrophe - deren Ausmaße uns allen im Übrigen noch gar nicht bewusst sind - denjenigen, die verantwortlich handeln, Steine durch dämliche Demagogie in den Weg zu legen. Früher habe ich die Amerikaner für kulturlos und überheblich gehalten. Nach dem 11.September beneide ich dieses Volk um Ihre Solidarität untereinander. Unsere deutsche Einstellung bezüglich des „Klagens“ fürhrt doch letztendlich dazu, daß irgendwann keiner mehr Lust hat, auch nur irgendetwas zu tun. Also lasst uns Klagen und Jammern und Schuldige suchen, Verantwortung ablehnen und blöß nichts tun - und im Übrigen bin ich optimistisch, daß es nicht lange dauert, bis hier auch wieder jemand über meine Aussage klagt…

BDI ist für Beitrag der Kapitalgesellschaften
Hallo nochmal,

die Börsen-Zeitung von heute meldet, daß sowohl der BDI (Bundesverband der Deutschen Industrie) als auch der DIHK (Deutscher iNdustrie- und Handelskammertag) mit einem Aufschlag auf die Körperschaftssteuer einverstanden wären. Das wäre dann der Beitrag der Kapitalgesellschaften zum „Wiederaufbau“.

Eine einmalige und vielleicht sogar begrüßeneswerte Maßnahme.

Nur frage ich mich, wie man das mit den Äußerungen bzgl. der Tarifabschlüsse von diesem Jahr in Einklang bringen kann. Damals hatte man noch gesagt, daß die Abschlüsse viele Arbeitsplätze gefährden würden. Ich kann mir nicht vorstellen, daß sich die deutsche Wirtschaft seitdem so positiv entwickelt haben soll, daß sich die Finanzsituation flächendeckend so verbessert hat, daß eine Steuererhöhung nicht so ins Gewicht fällt, wie es die Tarifabschlüsse getan haben (sollen).

Gruß
Christian

Moin Christian,

wenn ich ein böser Mensch wäre, würde ich behaupten, dass es den Verbänden wie auch deren Mitgliedern völlig wurscht ist, ob sie eine Steuerlast von 25% oder 27% durch Gewinnverlagerungen, Verlustabschreibungen, Umschichtungen und Ähnlichem auf 0 reduzieren. Die Beiträge der „großen Kapitalgesellschaften“ zum Steueraufkommen der BRD wie auch der Gemeinden sind nun nicht gerade berühmt - und das nicht erst seit Schröder.

Was mich des häufigeren interessieren würde, ob (und den Verdacht habe ich stark) es sich hier nicht um das politisch motivierte zwanghafte Nachplappern der Formulierungen des derzeit genehmen Kanzlerkandidaten handelt. Auch die Bild fühlt sich mal wieder gemüssigt, profunde volkswirtschaftliche Aussage im Sinne des Unionskandidaten von sich zu geben. Immerhin stehen diesen Aussagen die Meinungen nicht ganz unbedarfter Volkswirte wie Welteke, Kromphardt oder Solbes gegenüber.

We’ll see

Gruss
Feanor

Moin Sara-Mae,

du zitierst da wunderbar die Aussage des Herrn Kanzlerkandidaten Stoiber. Leider kann ich, aus diversen Gründen, nicht nachvollziehen, was uns Stoiber da sagen will. Kannst du mir hier Argumente bieten?

Gruss
Feanor

Hallo liebe Leute,

das die Steuerreform nun um 1 Jahr verschoben wird ist wohl
beschlossene Sache. Heute habe ich gehört, dass 66% der
Bevölkerung dieses lt. einer Umfrage gut finden.
Ich muß anscheinend etwas entscheidendes verpaßt haben! Was
ist denn gut daran, dass die Lasten somit auf Klein- und
Mittelstandsbetriebe sowie Privatleute verteilt werden,
während Kapitalgesellschaften (und damit auch die großen
Konzerne) nichts dazu beitragen?

Wo liegt mein Denkfehler?

NTV legt heute eine Umfrage vor, wo 52% dagegen sein sollen. Übrigens im vollen widerspruch zu den Berichten, die sie laufend über die Flut bringen :wink:.

Wenn alle Arbeitnehmer, also auch die Vorstände und GF der Kapitalgesellschaften auf die Reform für 1 Jahr verzichten, leisten alle arbeitenden Menschen einen Beitrag.

Wenn die Firmen in denen Sie arbeiten, nun auch noch herangezogen werden sollen, dann entspräche das der seltsamen Besteuerung, die seit Jahren die Erträge von z.B. GmbH´s auf über 75% steigen lassen. Daß gerade Stoiber, das nicht weiß und hier quasi nochmal als „klug“ einführt, spricht wirklich für seine Wirtschaftskompetenz. Er sollte vielleicht mal Späth fragen, aber dafür ist es ja nun zu späth. :wink:

gruss
winkel

du zitierst da wunderbar die Aussage des Herrn
Kanzlerkandidaten Stoiber. Leider kann ich, aus diversen
Gründen, nicht nachvollziehen, was uns Stoiber da sagen will.

Hallo Feanor,

nö, ich zitiere wissentlich niemanden, außer vielleicht den Journalisten, dessen Artikel ich in der Zeit gelesen habe und der mich zur Anregung dieser Diskussion hier im Forum verleitet hat.
Ich habe einfach nicht den Durchblick, was Politik resp. politische Entscheidungen angeht. Daher lese ich nicht nur gerne hier im Forum, sondern stelle hin und wieder auch eine Frage. Aus den Antworten heraus stellen sich die viele Dinge auf einmal ganz anders dar und das hilft mir beim Verständnis.

Gruß
Sarah

Da kann kommen, was will - wir
erleben einfach keine Solidarität in Deutschland.
Früher habe ich die Amerikaner für kulturlos und
überheblich gehalten. Nach dem 11.September beneide ich dieses
Volk um Ihre Solidarität untereinander:

Hallo Patrick,

ich finde die Solidarität unter den Menschen auch hier bemerkenswert. Ob jung ob alt, ob betroffen oder nicht, aus dem ganzen Bundesgebiet strömen die Menschen in die Flutregionen um zu helfen. Die Welle der Hilfsbereitschaft und auch die Spendenbereitschaft ist überwältigend. Wenn ich die Bilder im Fernsehen sehe, hat mich das eine oder andere Mal die Gänsehaut gepackt, wenn ich schlammverschmierte Helfer bei Tag und bei Nacht Sandsäcke schleppen sehe. Die Not hat die Menschen zusammengeschweißt. Das ist mein persönliches Empfinden.

Gruß
Sarah

Kein Denkfehler ! Nur die verarschen dich !
ich weis nicht wer es war, aber ein politiker hat gesagt das wir die kosten aus dem laufenden budget decken müssen. und bevor wir anderen helfen müssen wir erst mal unseren notleidenden landsleuten helfen. so einfach könnte das sein.

rewe

PS übrigens jeder familienvater bezahlt erstmal seine miete und die kinder - bevor er grosse geschenke an die mischpoke macht!

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kannst du mir …
deine antwort mal in drei kurzen sätzen, mit anderen worten, plausibel erleutern ?

rewe

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Moin Christian,

wenn ich ein böser Mensch wäre, würde ich behaupten, dass es
den Verbänden wie auch deren Mitgliedern völlig wurscht ist,
ob sie eine Steuerlast von 25% oder 27% durch
Gewinnverlagerungen, Verlustabschreibungen, Umschichtungen und
Ähnlichem auf 0 reduzieren. Die Beiträge der „großen
Kapitalgesellschaften“ zum Steueraufkommen der BRD wie auch
der Gemeinden sind nun nicht gerade berühmt - und das nicht
erst seit Schröder.

aber Schröder hat das ganze auf eine ungeahnte spitze getrieben!

Was mich des häufigeren interessieren würde, ob (und den
Verdacht habe ich stark) es sich hier nicht um das politisch
motivierte zwanghafte Nachplappern der Formulierungen des
derzeit genehmen Kanzlerkandidaten handelt. Auch die Bild
fühlt sich mal wieder gemüssigt, profunde volkswirtschaftliche
Aussage im Sinne des Unionskandidaten von sich zu geben.
Immerhin stehen diesen Aussagen die Meinungen nicht ganz
unbedarfter Volkswirte wie Welteke, Kromphardt oder Solbes
gegenüber.

We’ll see

Gruss
Feanor

alles Schwachsinn
Hallo sarah,

was ich davon halte, steht oben. egal, wie sie sich entscheiden, an irgendeiner Ecke büßt jemand dadurch ein.
Mein Vorschlag wäre, was ich aber auch noch nicht zu Ende bedacht habe, den Zins umzukehren.

Nein, ich bin nicht verrückt :smile:

Dürfte so einfach nicht funktionieren, denn dann schmeißt man den kompletten Markt durcheinander. Überlegt euch mal, was dann alles in seinem Umfang passieren würde, wenn es in diesem System ausschließlich negative zinsen gäbe. Im Moment kann ich machen was ich will, es findet eine Umverteilung von unten nach oben statt. Daran ist imho der positive Zins schuld.
Lacht bitte nicht, zu zinslosem Geld gibt es ganz ernsthafte Überlegungen, da der derzeitige Zustand auf Dauer nicht tragbar ist. Die Politiker können garnicht anders - egal was sie machen, die entwicklung ändert sich nicht, das haben wohl die letzten zwölf Jahre stichhaltig bewiesen.

http://www.margritkennedy.de/German/Kalender.html

Frank

wenn man auf einer Veranstaltung für 3 Tage Matratzenlager auch noch 73 Euro bezahlen soll, dann ist doch klar, daß da ne Absauge zugunsten der Veranstalter stattfindet.

Prinzip: Nimm das Geld von den Gegenern des Geldes, denn sie wollen es ja sowieso nicht.

Übrigens das Geld wird sowieso abgeschafft! Ich hab schon keins mehr!

gruss
winkel

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

alles Schwachsinn - stimmt!
Weil du da nem riesigen Mist nacheiferst der unsinn ist… vgl. Finanzboard!

Gruß Ivo

mehrbesteuerung von konsum & einkommen zusammen!
hi,

die sache fußt also immer auf mehreinnahmen im rahmen der steuereinnahmen von bund/land/gemeinde.

das ist ein ansatz. der andere ansatz ist, aussetzen oder aufheben von ausgaben.

ich denke, beides muss kombiniert werden. lt. angaben auf web.de (finmin sachsen) geht es wohl um aufwendungen von mindestens 15mrd EURO allein in sachsen.

also kann man in deutschland von m.E. 20-25mrd rechnen, oder? eins mehr oder weniger … *lol*

auf der ausgabenseite kann man nur bei aktionen wie elbbegradigung etc. sinnvoll einsparen. auch müsste man überlegen, ob nicht irgendwo die ein oder andere autobahn warten kann.

auf der einnahmenseite sehe ich folgende idee:

anhebung des solizuschlags um 50-100%, also statt 5,5% irgendwas zwischen 7 und 10%. der soli macht meines wissens ca. 12mrd euro aus. also kann man hier 5mrd reinholen.

mit der umsatzsteuer werden ca. 143mrd euro eingenommen. rechnet man einfach pauschal statt 16 mit 17 prozent, sollte gem. milchmädchenrechnung eine mehreinnahme von 8 mrd gerechnet werden können. (annahme wie 1999 wurden 92% der ust-einnahmen zum 16% satz erzielt).

das macht also 13mrd mehreinnahmen, der rest muss durch einsparungen gebracht werden.

die kombination USt & Soli hat folgenden vorteil:

ust besteuert den verbrauch, wer viel konsumiert (porsche fährt, villa baut) konsumiert mehr und zahlt auch mehr.

soli bringt dagegen auch eine belastung nach dem einkommen. hierdurch bleibt auch eine belastung bei den körperschaften hängen, denn i.d.R. ist die umsatzsteuer für unternehmer ein durchlaufender posten.

im weiteren muss man nur dafür sorgen, das die kohle auch die richtigen erreicht. am besten hier erhöhung des gemeindeaufkommens an der ust/est/soli/kst zugunsten von ausgewählten landkreisen…

tja nochwas?

meine idee halt, aber mich fragt ja keiner, eine erhöhung der ust ist nicht medienwirksam für die wahl nicht förderlich. deswegen suggeriert man den steuerpflichtigen, das sie spenden ohne weniger zu haben. EIN WITZ!

denn die geplant gewesene steuersenkung wird auch kompensiert durch anderweitige einnahmen. diese anderweitigen einnahmen, werden dem dummen wähler aber nicht auf die stulle geschmiert…

warum wohl?

gruss vom

showbee